Test des Samsung SGH-F400

18 Minuten

Samsung SGH-F400

Ein neuer Musikspezialist von Samsung ist auf dem Weg in die Regale: das SGH-F400. „Musikgenuss auf höchstem Niveau" verspricht der Hersteller seinen Kunden. Für seine „Musiktalente" bringt der Dual-Slider F400 ein paar innovative Technikfeatures mit, die das Niveau der Soundqualität auf eine besondere Stufe stellen sollen. Ein Audiochip von Bang & Olufsen ICEpower mit großen Gerätelautsprechern und eine besondere, von Samsung entwickelte Klangoptimierung (DNSe2.0) versprechen einen Hörgenuss der besonderen Art.

Auch auf eine schnelle Datenübertragung per HSDPA hat Samsung bei diesem Modell nicht verzichtet, damit Musikhungrige Ihre Songs in Hochgeschwindigkeit aus dem Internet laden können. Kann das SGH-F400 seine „Multimediale Überzeugungskraft" auch im inside-handy.de-Testcenter unter Beweis stellen? Der Testbericht gibt Aufschluss darüber und auch über die generellen Fähigkeiten des neuen Handys.

Samsung SGH-F400Quadratisch – praktisch – musikalisch, so präsentiert sich die weiße Verpackung des SGH-F400 schon auf dem ersten Blick. Aufgedruckte Noten, CDs und die Aufschrift „Breathtaking Sound Quality" lassen keinen Zweifel an dem multimedialen Schwerpunkt des Testkandidaten aufkommen. In dem „musikalischen" Karton mit einem Sichtfenster im Deckel, durch das der freie Blick auf das F400 möglich ist, findet man sauber geordnet auch das weitere Zubehör des Lieferumfanges. Der Lieferumfang ist guter Standard, zumal Samsung bei diesem Modell auch eine microSD-Karte mit 1 Gigabyte als Standard mitgeliefert hat.

Angesichts des kleinen Gerätespeichers von 20 Megabyte ist die Speichererweiterung über Speicherkarten auch dringend erforderlich. Neben dem Li-Ion-Polymer-Serien-Akku AB463651BE mit 3,7 V und 960 mAh und einem Netzladeteil hat Samsung dem Gerät auch noch ein Stereo-Headset (in-ear) 2-teilig mit Klinkenstecker und eine Daten-CD mit der Sync-Software beigelegt. Eine ausführliche Betriebsanleitung in Buchform und ein USB-Kabel zur Verbindung mit einem PC sind auch noch Bestandteil des Lieferumfanges. Zur microSD-Karte ist auch noch ein SD-Adapter zur Nutzung in herkömmlichen SD-Kartenlesern beigelegt. Alles ist sauber verpackt in einem Innenkarton untergebracht. Das Gerät selbst ist noch zusätzlich gut geschützt in einer transparenten Plastikschale untergebracht.

Samsung SGH-F400
Samsung SGH-F400
 

Beim ersten Anfassen des Dual-Sliders SGH-F400 überzeugt der gut verarbeitete Eindruck. Die Abmessungen allerdings erinnern nicht an die Ultra-Slim-Baureihe des Herstellers, vielmehr ist doch eine deutlich spürbare Baugröße von 103 x 49 x 17 mm bei einem Gewicht von 108 Gramm vorzufinden.

Samsung SGH-F400Das weißfarbene Finish (Pure White von Samsung) mit dem alufarbenen Gehäuserahmen lassen das Handy optisch ansprechend erscheinen. Die glänzende Oberfläche neigt allerdings zum „verschmieren", Fingerabdrücke sind sofort deutlich zu sehen. Die silberfarbenen Tasten auf der Gehäusefront und der gleichfarbene, große runde Fünf-Wege-Nav-Key ergeben einen schönen Kontrast zur vornehm weißen Gehäusefarbe. Das verwendete Kunststoff-Material des Gehäuses wirkt durchaus edel in der Optik und ist auch sehr gut verarbeitet. Der SGH-F400-Slider liegt mit seinen 108 Gramm markant in der Hand. Wer die sonst flachen und filigranen Samsung-Modelle gewohnt ist, wird hier eher eine Ausnahme davon vorfinden. Das Gehäuse vermittelt einen sehr hochwertigen Charakter – Spaltmasse, Tasten und sonstige Bedienelemente sind sehr passgenau eingearbeitet. Nichts knirscht auch bei festerem Zupacken, hier ist die Samsung-typische hochwertige Verarbeitung vorzufinden, das Handy wirkt beim ersten Anfassen wertig und solide. Auch der Slider lässt sich weich in beiden Richtungen (nach oben – Tastatur wird freigegeben, nach unten – Stereolautsprecher werden sichtbar) aufschieben und rastet sanft in der jeweils geöffneten Stellung ein. Die Leichtgängigkeit und Präzision ist allerdings nicht mit anderen Slider-Spitzenmodellen vergleichbar, die Führung wirkt etwas „kratziger" und nicht ganz so butterweich. Sowohl im geschlossenen als auch im geöffneten Zustand hat der Slider des Testgerätes ein leichtes Spiel in seitlicher Richtung der Führungsschienen. Dies ist nicht unbedingt störend, könnte aber durchaus hochwertiger sein.

Das Einlegen der SIM-Karte mit dem Einsetzen des Akkus gestaltet sich einfach ohne die Notwendigkeit eines zusätzlichen Werkzeuges. Die SIM-Karte wird in den unter dem Akku liegenden SIM-Kartenleser eingeschoben – Akku einsetzen und dann den passgenauen Akkudeckel draufschieben – fertig! Das Handy wirkt auch im betriebsfertigen Zustand noch handlich und ansprechend, was für einen „Multimedia-Entertainer" auch notwendig ist. Das hochwertige Material des Gehäuses hinterlässt einen soliden Eindruck. An den Außenseiten befinden sich die Wipptaste zur Lautstärkeregelung und der Einschub für die microSD-Karte (links), die Buchse für das Netzladekabel / Standard-Stereo-Headset und eine Doppeltaste (Start MP3-Player und Start Kamera-Funktion) auf der rechten Gehäuseseite. Buchse und Speichererweiterungsschacht sind mit einer Plastikabdeckung geschützt, die passgenau sitzen und ein zuverlässiger Schutz vor eindringendem Staub und Schmutz sein dürften.

An der Oberseite des SGH-F400 hat Samsung dem Gerät noch einen zusätzlichen Headset-Anschluss für einen Standard-3,5 mm-Klinkenstecker spendiert. Damit kann sowohl das zweiteilige Standard-Headset oder auch ein anderes Headset mit Klinkenstecker dort angesteckt werden. Auch diese Klinkenbuchse ist mit einer gut sitzenden Plastikabdeckung verschlossen. Auf der Rückseite des SGH-F400 findet man eine 3.0-Megapixel-Kamera und darüber eine kleine Foto-LED zur Unterstützung bei schlechtem Umgebungslicht. Das SGH-F400 besitzt auch noch eine Kameralinse auf der Vorderseite für Videotelefonate. Auf der Vorderseite bestimmt ein TFT-Display mit 5,6 cm Diagonale die Gehäusefront. Unter dem Display sind ein Fünf-Wege-Nav-Key mit einer zentralen Bestätigungstaste vorhanden. Der Nav-Key weist als Besonderheit einen drehbaren Innenring auf, mit dem sehr flott durch die jeweiligen Menüs navigiert werden kann. Die Größe und die gute Bedienbarkeit des Nav-Key Samsung SGH-F400erlauben ein flottes Navigieren. Links und rechts von der Navi-Taste befinden sich noch zwei längliche Einzeltasten, die übereinander angeordnet sind. Links vom Nav-Key die „Menü-Taste" für das Softmenü und darunter die Rufannahmetaste. Rechts vom Nav-Key ist die Taste für die „uMenü-Funktion" für das Softmenü und darunter die Rufbeendigungstaste, die zugleich auch die Ein-/ Ausschalttaste ist. Die Tasten sind gut zu spüren und haben einen deutlichen Druckpunkt. Was etwas seltsam wirkt ist die indirekte Beleuchtung der Tasten – nicht die Tasten selbst sind beleuchtet sondern direkt daneben sind die Striche/Symbole mit einer dezenten Beleuchtung unterlegt. Da greift man anfangs eher neben die eigentlichen Tasten, da es wie zusätzliche Folientasten wirkt.

Mit dem Daumen kann der Slider mit dem Display nach oben geschoben werden und gibt damit den Blick auf die darunter liegende numerische Tastatur des SGH-F400 frei. Die Tastaturmatte ist im Look einer Metalltastatur mit Einzeltasten, die wie eine herkömmliche Handy-zwölfer-Tastatur angeordnet sind. Über den zwölf Standardtasten gibt es noch eine Reihe mit drei Einzeltasten, die linke Taste zum Aufruf der Video-Telefonie-Funktion, die mittlere Taste mit der Löschfunktion, die rechte Taste mit dem Aufruf der Kurzwahl-/ Taskmanager-Funktion. Alle diese Tasten lassen sich analog zu den Tasten auf der Slider-Vorderseite sehr gut mit einem deutlichen aber Samsung SGH-F400festen Druckpunkt bedienen. Die Tasten wirken groß, auch die Beschriftung ist sehr deutlich. Beleuchtung und Erkennbarkeit sind ebenfalls gut und auch bei dunkler Umgebung ausreichend. Die Tastaturbeleuchtung ist sehr hell und gleichmäßig und leuchtet in einem edlen blauen Farbton. Der Slider kann beim SGH-F400 auch nach unten geöffnet werden und gibt dann am oberen Gehäuserand eine breite Leiste für die darunter liegenden Stereo-Lautsprecher vom Soundspezialisten Bang & Olufsen mit der ICEpower-Ausstattung frei. Der Slider-Mechanismus hinterlässt im Vergleich zu anderen SGH-Modellen einen nicht ganz so leichtgängigen Eindruck, ist aber durchaus qualitativ in einem guten Mittelfeld-Platz einzureihen. Der integrierte Vibrationsalarm kann ohne Rufton, oder Vibra mit Rufton oder zuerst Vibration und dann Rufsignalisierung eingestellt werden. Der Vibrationsalarm ist deutlich zu spüren.

Samsung SGH-F400Die Sprachqualität und der Empfang sind sehr gut. In allen Netzbändern ist der Empfang und die Gesprächsqualität stabil und mit einer ausreichenden Empfindlichkeit. Selbst in schwach versorgten Gebieten sind Gesprächsabbrüche kaum zu verzeichnen. Bei beiden Gesprächspartnern ist die Verständigung klar und deutlich. Während des Gespräches kann mit der seitlichen Wipptaste die Lautstärke verändert werden. Die maximale Lautstärke ist sehr laut, jedoch neigt der interne Lautsprecher etwas zu einem „blechernen" Ton bei maximaler Einstellung. Mit zwei Tastenbetätigungen (zentrale Bestätigungstaste und linke Hardwaretaste) lässt sich die integrierte Freisprecheinrichtung einschalten. Die Lautstärke der Freisprecheinrichtung ist überdurchschnittlich laut, hier zeigt der Geräte-Stereolautsprecher seine gesamte Volumenfähigkeit. Die Gesprächs- und Standby-Zeiten sind laut Hersteller bis zu fünf Stunden beziehungsweise bis zu 630 Stunden. In der Praxis ist ein Einsatz ohne Nachladung bis zu sechs Tagen durchaus im Bereich des Möglichen. Der Einsatz des MP3-Players und der Kamera verkürzt erwartungsgemäß die Einsatzzeiten merklich. Die Akku-Kapazität ist aber in jedem Fall mehr als ausreichend. Als Tri-Band-Gerät mit UMTS/HSDPA-Erweiterung steht außerdem dem Einsatz (fast) weltweit nichts im Wege.

Der Sar-Wert des SGH-F400 beträgt gute 0,502 Watt/kg. Samsung SGH-F400Das SGH-F400 verfügt über ein hochauflösendes TFT-LCD-Display mit 240×320 Pixel, 2,2 Zoll und 262.144 Farben. Die Farben werden knackig und scharf angezeigt. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt das Display noch gut lesbar und nur mit einer geringen, sichtbaren Qualitätseintrübung der Farbdarstellung. Das individuelle Einstellungsmenü für das Display umfasst folgende Punkte:
Hintergrundbilder (uGo, Foto, Bilder aus Themen)
Grußmeldung (individuell)
Stil des Hauptmenüs (Gittermenü, Listenmenü)
Popup-Menü
Wählanzeige (Schriftart, Schriftgröße, Schriftfarbe, Hintergrundfarbe)
Uhrenanzeige (verschiedene Stilformen)
Farbschema (Weiß oder Violett)
Helligkeit (in 5 Schritten)
Displaybeleuchtung (Zeit von 10 Sekunden – 10 Minuten)
Dimmen (von 5 Sekunden – 3 Minuten)
Tastenbeleuchtung (immer oder zeitgesteuert)

Für Menü, Themes und Farbdarstellung gibt es wahlweise verschiedene Einstellmöglichkeiten. Statusmeldungen wie Netzstärke, Akku-Ladezustand, Signalisierungsart, Datum und Zeit und bei Bedarf die Homezone-Verfügbarkeit lassen sich auf dem Display mit einem Blick ablesen. Wahlweise nach circa fünf Sekunden bis drei Minuten schaltet das Display in den gedimmten Zustand, wo alle Informationen noch sichtbar bleiben. Nach dem kompletten Abschalten des Displays können Statusinfos nur durch Druck auf die Lautstärke-Wippe oder einer der Tasten und/oder durch Betätigung der Slider-Funktion angezeigt werden. Eine LED-Signalisierung für Netzverbindung bzw. verpasste Anrufe ist bei diesem Modell leider auch nicht integriert.

Samsung SGH-F400Die Kamera des SGH-F400 hat nur eine Auflösung von 3.0 Megapixel (auf der Herstellerseite wird das F400 mit einer 3.2 Megapixel-Kamera beworben). Die Ausstattung der Kamera umfasst folgende Punkte:

  • dreifacher Digitalzoom
  • Kamera- und Video-Funktion
  • Auto-Focus-Funktion
  • Aufnahmeart (Einzelbild, Serienaufnahme, Mosaik-Aufnahme, Rahmenaufnahme, Panorama)
  • Auflösung (2048×1536, 1280×960, 640×480, 320×240)
  • Fotolicht (Ein, Aus)
  • Timer (drei Sek., fünf Sek., zehn Sek.)
  • Weißabgleich (Auto, Tageslicht, Glühlampe, Leuchtstoff, Bewölkt)
  • Effekte (Grau, Sepia, Negativ)
  • Helligkeit
  • Kurzwahl der Einstellungen über Tastatur

Auch über den Nav-Key lassen sich individuelle Einstellungen (Fotolicht, Timer, Helligkeit, Symbole) als Shortcuts schnell aktivieren. Bei aktivierter Kamera fungiert das Display als Sucher. Mit der Lautstärkewippe kann der optische Zoom eingestellt werden. Über das erweiterte Einstellungsmenü können u.a. ISO, Rahmen, Effekte, Kontrast, Sättigung, Schärfe und Verschlusston justiert werden. Das Fotolicht lässt sich nur in den Modus „aus" oder „ein" schalten. Für die Aufhellung der Fotoobjekte auf kurze Distanz ist das Fotolicht ausreichend um die Qualität der Aufnahmen zu verbessern. Einen vollwertigen Blitz kann das Fotolicht jedoch nicht ersetzen, dafür ist die Wirkung zu gering. Die Auslöseverzögerung ist relativ kurz. Die aufgenommenen Bilder sind von einer brauchbaren Qualität. Allerdings ist eine gute Qualität der Fotos nur gewährleistet, wenn die Umgebungsbedingungen möglichst ideal sind. Negativ fällt auf, dass die Farbdarstellung der Bilder oftmals sehr blass wirkt. Auch die Farbtreue der Aufnahmen ist nicht immer als ideal zu sehen, unterschiedliche Farbausprägungen in den Aufnahmen verschlechtern die Qualität der geschossenen Fotos.

Gespeicherte Bilder lassen sich per E-Mail, MMS und Bluetooth verschicken. Unter idealen Bedingungen gelingen meist recht brauchbare Schnappschüsse. Die Kamera kann auch wahlweise für Videoaufnahmen verwendet werden. Videoaufnahmen werden in der Größe 320 x 240 oder 176 x 144 Pixel aufgenommen. Funktionen wie optischer Zoom und Helligkeitseinstellung sind auch im Video-Modus nutzbar. Die Länge der Videos kann automatisch auf das MMS-Format begrenzt werden oder aber die Videoaufnahmen sind nur durch den vorhandenen Speicher begrenzt. Videos werden im MP4- oder 3GP-Format aufgezeichnet. Die Qualität der Videos ist nicht sehr berauschend, des öfteren ruckelt das Bild bei der Wiedergabe, was doch etwas störend empfunden wird. Aufgenommene Bilder und Videos lassen sich wahlweise im internen circa 28 Megabyte großen dynamischen Gerätespeicher oder aber auf der optional verwendbaren microSD-Karte speichern. Der Erweiterungssteckplatz kann mit microSD-Karten bis zu acht Gigabyte Speichervolumen bestückt werden.

 

Samsung SGH-F400
Samsung SGH-F400
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Die Menüstruktur ist einfach und logisch aufgebaut. Auch ohne längeres Studium der Gebrauchsanweisung lassen sich die meisten Menüpunkte in dem Samsung-eigenen Betriebssystem intuitiv zuordnen. Die Icons sind klar dargestellt und sind größtenteils selbsterklärend.

Die Ansicht des Hauptmenüs kann als Listen- oder Gitterform dargestellt werden. Über vier Menüebenen kann man problemlos durch das Menü navigieren und die entsprechenden Punkte schnell finden. Um zum Beispiel eine SMS zu erstellen reicht normalerweise ein Tastendruck bei Benutzung der Schnellwahlfunktion über den Nav-Key. Über das Hauptmenü sind vier Tastendrucke zum Aufruf dieser Funktion notwendig.

Dem Nav-Key lassen sich wahlweise vier verschiedene Funktionen aus dem Menü zuordnen. Wie und mit welchem Programm der Nutzer den Nav-Key belegt, bleibt ihm selbst überlassen.

Eine weitere Shortcut-Funktion durch das Programm „uMenü" ist im SGH-F400 ebenfalls integriert. Hier kann ein Taskmanager für den Programmaufruf mit bis zu fünf Programmen individuell vorbelegt werden. Über die Taste „uMenü" stehen dann diese fünf Programme sofort zum Aufruf zur Verfügung.

Die beiden obersten Tasten unter dem Display sind fest mit „Menü" und „uMenü" vorbelegt. Diese Belegung kann nicht verändert werden.

Die Lautstärkewippe kann so vorbelegt werden, dass bei längerem Druck ein eingehender Anruf abgewiesen wird bzw. das Rufzeichen ausgeschaltet wird.

Auch die Funktion des Sliders ist wählbar, nach oben schieben „Anruf annehmen" oder keine Funktion und schließen „Vorgang unterbrechen" oder „Vorgang fortsetzen".

Die Darstellung und Größe der Schrift ist auch für ältere Menschen klar erkennbar, zumal die Schrift sehr groß dargestellt wird und auch variabel angepasst werden kann.

Die Rufnummeranzeige beim Angerufenen kann über den Menüpunkt „Anrufeinstellungen" voreingestellt werden.

Das SGH-F400 hat integrierte Anruflisten, getrennt nach „Letzte Kontakte", „Rufe in Abwesenheit", „Empfangene Anrufe" und „Gewählte Rufnummern". Eine automatische Wahlwiederholung ist ebenfalls möglich.

Das Schreiben einer SMS beziehungsweise auch MMS gestaltet sich sehr einfach mit diesem Samsung-Slider. Eine lernfähige T9-Eingabeunterstützung ist ebenso vorhanden wie eine flexible Speichermöglichkeit der SMS/MMS in den entsprechenden Ordnern. Zeichenzähler und Vorlagen erleichtern die Kunst mit den Buchstaben in einer üblichen Form.

Ebenso positiv verläuft die Arbeit mit dem integrierten E-Mail-Programm. Das schnelle Einrichten eines Kontos und die Basisfunktionen wie E-Mail-Abruf (manuell und auch zeitgesteuert) runden das praxisgerechte Programm ab. Der Versand einer E-Mail klappt genauso schnell und zügig wie bei einer SMS. Mit der E-Mail können auch Anhänge mit versendet werden. Das E-Mail-Programm kann nach POP3, SMTP, und IMAP4-Standard genutzt werden. Durch den automatischen, zeitgesteuerten Abruf ist eine (kleine) Push-Funktion vorhanden.

Aus einer Auswahl von 20 polyphonen Klingeltönen (72-stimmig) kann für die generelle Rufsignalisierung als auch für einen Einzelkontakt das passende Rufzeichen ausgewählt werden.

Jedem Kontakt lassen sich wahlweise jeweils ein individueller Rufton für den Telefonanruf und für eine Nachricht, ein Bild und/oder eine Anrufergruppe zuordnen. Selbstgemachte Bilder und aufgenommene Melodien können ebenso einem Kontakt zugeordnet werden.

Die einzelnen Details zu den Kontakten sind sehr ausführlich und auch umfangreich mit dem PC-PIM zu synchronisieren.

Die generelle Tastensperre lässt sich mit dem Slider-Mechanismus aktivieren und deaktivieren. In der Praxis erweist sich dies als sehr sinnvoll und effektiv.

 

 

 

 

 

 

 

Samsung SGH-F400Folgende Verbindungsmöglichkeiten sind integriert:

  • Bluetooth 2.0 (mit A2DP)
  • GPRS (Klasse 12)
  • EGPRS (Klasse 12)
  • CSD
  • USB 2.0
  • EDGE
  • UMTS/HSDPA 3,6 MBit/Sek.
  • WAP (2.0)
  • SyncML DS
  • Massenspeicher
  • Media-Device

Mit der Vielzahl der Möglichkeiten steht einer Verbindungsaufnahme mit Zubehörgeräten (Bluetooth-Headsets, TV, PC etc.) nichts mehr im Wege. Die Anbindung von zum Beispiel JABRA Bluetooth-Headsets war im Test problemlos möglich. Die Datenübertragung per GPRS/EDGE funktioniert flott und unproblematisch. Sowohl Internetinhalte als auch E-Mails lassen sich problemlos abrufen und über die integrierten Programme anzeigen. Die UMTS/HSDPA-Möglichkeit mit 3,6 Mbit/Sek. beschleunigt die Datenübertragungsmöglichkeiten bei entsprechender Netzverfügbarkeit auf DSL-Nieveau, was sich auch in der Praxis als sehr hilfreich erweist. Die Synchronisation mit Outlook am PC ist prinzipiell über die mitgelieferte Samsung PC-Studio-Software möglich. Bis zu 1000 Kontakte können so mit dem Telefonbuch des F400 abgeglichen werden. Die Details sind ähnlich umfangreich wie auf dem PIM des PC. Grundsätzlich können die Datendienste per OTA der Netzbetreiber konfiguriert werden.

Das SGH-F400 verfügt über ein UKW-Radio mit RDS-Funktion und einem Info-Panel für Song-Name, Interpret, etc., was den Bedienkomfort und den Informationsumfang angenehm erhöht. Die Wiedergabe über das mitgelieferte Stereo-Headset klingt ordentlich, vor allem auch die Wiedergabe über die Geräte-Stereolautsprecher kann durchaus überzeugen. Das Samsung SGH-F400 verfügt über einen Sprachmemo-Programm. Eine Sprachwahl ist allerdings nicht integriert. Dafür können die Aufnahmen des Voice-Recorders als Ruftöne zugeordnet werden. Über die integrierte Freisprecheinrichtung lassen sich bequem Gespräche führen, zumal die Wiedergabe-Qualität über die guten Lautsprecher sehr voluminös und klar ist. Klassische Profile gibt es sechs zur Auswahl (Normal, Stumm, Pkw, Besprechung, Im Freien, Offline). Alle Profile können individuell angepasst werden. Der Samsung-Slider verfügt damit auch über einen „Offlinemodus", der das Funkteil deaktiviert und damit auch im Flugzeug die Nutzung der Multimedia-Programme möglich macht (z.B. MP3-Player, Video-Player). Zusatzprofile lassen sich zudem noch individuell ergänzen und gestalten. Nützliches Zubehör wie ein Bild- und Video-Bearbeitungsprogramm, RSS-Reader, Memo, Wecker, Taschenrechner, Umrechner, Timer, Stoppuhr und eine Weltuhr runden die gute Ausstattungsliste des Multimedia-Sliders SGH-F400 von Samsung ab.

Businessfunktionen sind dagegen eher rar auf dem SGH-F400, Programme zum Bearbeiten und Öffnen von Office-Dokumenten gibt es leider nicht. Eine besondere Sicherheits-Funktion ist beim SGH-F400 ebenso wie auf anderen Samsung-Modellen zu finden:  uTrack: Zum Auffinden des Handys bei Diebstahl durch das Versenden einer Security-SMS beim Wechsel der SIM-Karte Ein Musikplayer und ein Videoplayer sind auf dem Gerät bereits vorinstalliert. Mit diesen Playern lassen sich die gängigen Formate wie MPEG4, 3GPP, AAC, MP3, WMA, H.263, usw. abspielen.

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Der interne Gerätespeicher von circa 28 Megabyte ist ausreichend bemessen für das Speichern kleinerer Datenmengen. Zusätzlich kann der microSD-Steckplatz mit Erweiterungs-Speicherkarten bis acht Gigabyte bestückt und der Gerätespeicher damit beliebig erweitert werden.   Daten können bequem per Bluetooth oder USB-Kabel vom PC auf das Handy geladen werden. Der MP3-Player unterstützt die gängigsten Funktionen wie Wiedergabeliste, Zufallsgenerator, Hintergrundmusik, etc.. Ein spezielles Musikerkennungs-Programm von Samsung „Shazam" ist ebenfalls auf dem SGH-F400 zu finden. Damit kann der Titel des unbekannten Songs schnell herausgefunden werden. Spiele sind auf dem SGH-F400 nicht installiert, können aber bei Bedarf nachinstalliert werden. Entspannung bringen bei Bedarf nur die Multimedia-Programme.

 

 

Samsung SGH-F400
 

Das Samsung SGH-F400 hinterlässt als Multimedia-Spezialist einen gemischten Eindruck. Mit der Bauform als Dual-Slider und den sehr guten Audio-Eigenschaften kann sich das F400 gegen andere Multimedia-Slider gut behaupten. Als Glanzlicht fehlen ihm jedoch noch ein paar herausragende Multimedia-Eigenschaften mehr. Vor allem wegen der etwas schwachen 3 Megapixel-Kamera und die nur durchschnittliche Connectivity-Leistung reicht es nur zu einem soliden Standard ohne besondere Highlights. Da aber Optik, Verarbeitung und die vorhandenen Komponenten ohne gravierende Schwächen zu überzeugen wissen, kann das SGH-F400 allen Multimedia-Fans als Empfehlung ausgesprochen werden.

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