Test des Samsung SGH-E850

Einführung

Test-Datum: 08.09.2005
Software Version: E850XXEA6
Testversion mit Branding: nein
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Gesamtwertung: 0 / 10
 
Ein weiteres Samsung im Slider-Style bringen uns die Koreaner mit dem Samsung SGH-E850. Sie versprechen uns einen echten Hingucker, der mit seiner einzigartigen „Pop-up“-Funktion der Kamera überzeugen soll. Videoclipfunktion, polyphone Klingeltöne und einiges anderes soll uns das E850 in gewohnter Samsung-Qualität bieten.
Ob dieser neu designte Typ von Handy wirklich das hält, was es verspricht und was wir sonst noch herausgefunden haben, zeigt dieser einschlägige Inside-Handy-Test.

Verpackung & Lieferumfang

Die Verpackung ist in einem einfachen silbergrauen Stil gehalten. Das Handy ist auf jeder Seite des Kartons groß und gut erkennbar abgebildet. Die wichtigsten Funktionsdaten werden auf der Front festgehalten.

Samsung SGH-E850 - Lieferumfang

Öffnet man nun den Karton, kommt das Handy, der dazugehörige Akku (welcher in den Deckel integriert ist), ein Ladekabel, ein kleiner Tragering und ein sehr nobel gehaltenes Headset, welches aber leider nur einen Hörer (Mono-Freisprecheinrichtung) besitzt, zum Vorschein. Dies alles verpackt in einem Papp-Inlet.
Leider verzichtet Samsung hier auf eine PC-Software und ein Datenkabel, was den Lieferumfang perfektioniert hätte.

Verarbeitung & Handhabung

Samsung SGH-E850 - auseinander gebaut
Samsung SGH-E850 - auseinander gebaut
Der Zusammenbau und das Auseinandernehmen des Handys gestalten sich als sehr einfach.
Die SIM-Karte lässt sich einfach in die Halterung einsetzen und wieder herausnehmen. Ein Herausrutschen wird durch einen festen Halt verhindert.
Der in den Deckel integrierte Akku sitzt fest in seiner eingelegten Position. Zum Herausnehmen muss nur die Verriegelungstaste gedrückt werden und der Akku lässt sich einfach entnehmen.

Die Front und auch der Akkudeckel sind im Farbton „indigo-blue“ gehalten, so wie Samsung es selbst bezeichnet. An den Seiten besticht silberfarbener Kunststoff, die Materialien und das Design sind gelungen. Das Handy liegt in beiden Slider-Positionen, also geöffnet oder geschlossen, gut in der Hand und es überzeugt durch Verarbeitungsqualität.
Die Spaltmaße stimmen und Staub hat es schwer, die Elektronik im Inneren zu erreichen. Jedoch ist die Slider-Funktion denkbar leicht durch Staub und kleine Sandkörner zu beeinträchtigen.
Es ist aber davon auszugehen, dass dies ein allgemeines Slider- Problem ist.

Die Freisprecheinrichtung ist einfach an der rechten Seite des Gerätes anzubringen und hat einen festen Halt. Gleiches gilt für das Ladegerät, wobei noch zu erwähnen ist, dass der Stecker des Ladegerätes durch einen gelben Pfeil zum korrekten Anschluss an das Handy markiert ist.
Beide Anschlüsse sind durch eine Klappe vor Staubgeschützt. Ein kleiner Nachteil ist allerdings, dass die Klappe für den Slot des Ladegerätes (anders als die des Headset-Slots), nicht am Gerät befestigt ist und diese unter Umständen sehr schnell als Verlust zu verbuchen sein wird.

Samsung SGH-E850 - Kamera drin   Samsung SGH-E850 - Kamera draussen

Samsung SGH-E850 - TastaturEin Clou ist die versenkbare Kamera, die sich an der rechten Seite über dem Display befindet. Sie fährt durch einen leichten Druck heraus und lässt sich genau so leicht wieder „versenken“. Die Kamera kann sowohl in geschlossener als auch offener Slider-Position aktiviert werden. Zum Auslösen der Kamera befindet sich an der rechten Seite des Gerätes eine Taste, die direkt mit einem Kamerasymbol versehen ist.

An der linken Seite des Handys ist eine Taste zur Regulierung der Hörerlautstärke während eines Gespräches angebracht, mit der sich außerdem im Ausgangsmenü die Tastenlautstärke einstellen lässt.
Auf der oberen Hälfte des Sliders sind die Tasten zur Menüführung und die Ruftasten angebracht. Auf dem unteren Teil befindet sich das Tastenfeld. Alle Tasten lassen sich gut bedienen, haben einen spürbar guten Druckpunkt und sind gradlinig angeordnet. Die Funktionen lassen sich also gut und präzise ansteuern.

Es lässt sich zusätzlich noch eine Vibrationsfunktion einstellen, die sowohl bei einem Anruf, einer Kurzmitteilung, als auch bei Alarmsignalen aktivierbar ist.
Der Vibrationsmotor arbeitet leise, ist aber zugleich kräftig und für den Anwender somit deutlich spürbar.

Sprachqualität & Empfang

Samsung SGH-E850 - KopfhörerBeim E850 ist die Lautstärke gut, jedoch kommt der Gesprächspartner leider etwas “dumpf“ rüber. Bei Nebengeräuschen ist es somit relativ schwer, ein normales Gespräch zu führen. Der Gegenüber jedoch versteht einen einwandfrei.
Das Samsung lässt auch in der Empfangsqualität keine Wünsche offen. Selbst in Kellerräumen, bei etwas schwächerem Netz, hat man eine gute Erreichbarkeit.

Display & Kamera

Samsung SGH-E850 - aufgeklapptIm Samsung E850 wurde ein TFT-Display mit einer Auflösung von 128x160 Pixeln verbaut. Es kann 65536 Farben anzeigen und hat eine Größe von 2,5cm x 4cm. Die Leuchtkraft des Displays ist sehr gut und besonders bei Dunkelheit kommt dieser Vorteil zur Geltung. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Display noch gut zu lesen. Die Beleuchtungszeiten lassen sich in beliebig lange Intervalle einstellen, leider lässt sich die Beleuchtung an sich nicht dimmen.
Da das Display eine recht niedrige Auflösung hat, ist leider eine recht starke Verpixelung deutlich zu erkennen.

Als Hintergrund lassen sich vorinstallierte Bilder und selbst geschossene Fotos wählen.
Es ist hier möglich die störende Textanzeige (Betreiberlogo, Datum/Uhrzeit), welche die Fotos bedeckt, zu deaktivieren.
Ein Nachteil ist, dass sich die Begrüßungs- und Abschaltanimation nicht verändern oder deaktivieren lassen.
Bei der Kamera hat Samsung sich hier große Mühe gegeben. Sobald der Kameramodus aktiviert ist, sind auf dem Display Bildgröße, Bildschärfe und die Kameramenüanzeigen abgebildet.
Das Display fungiert hier bekannter Weise als Sucher und reagiert auf alle Bewegungen sehr schnell. Der Auslöser reagiert erfreulicherweise ebenso ohne größere Verzögerung.
Kamerahelligkeit und der vierfache Digitalzoom lassen sich schnell über das Steuerkreuz einstellen. Samsung wartet hier mit vielen Effekten auf, die das Bild noch einmal individueller machen. Des weiteren lassen sich drei verschiedene Modi (Normal-/ Nachtaufnahme, Serienbild) wählen und eine Videoclipfunktion mit einer Aufnahmezeit von 25 Sek. wird ebenfalls bereitgestellt.
Leider besitzt das E850 nur einen dynamischen Speicher, was die Ablagemöglichkeiten für Bilder sehr stark eingrenzt.
Alles in allem ist aber festzustellen, dass Samsung sein Augenmerk auf die Kamera und sein zugehöriges Menü gelegt hat, was auch gelungen ist.

OS & Bedienung

Samsung SGH-E850 - Hintergrund
Samsung SGH-E850 - Menü
Samsung SGH-E850 - Spiel
Samsung SGH-E850 - Alarm
Samsung SGH-E850 - SMS
Das Menü ist übersichtlich und logisch in neun Menüebenen über Icons aufgebaut. Mit den Punkten Services (abhängig vom Netzbetreiber), Anruflisten, Netzdienste, Töne, Nachrichten, Funbox, Organizer, Kamera und Einstellungen ist es dargestellt.
Die Menüübersicht passt und es verbergen sich hinter den Icons auch die Punkte, die man dort vermutet, was nicht immer selbstverständlich ist. Auch ist die Menüanzeige in den Schemen “Raster“, “Fortlaufend“ oder “Seitenweise“ einzustellen.
Es ist daher auch kein Problem für Anwender anderer Hersteller, mit dieser Menüführung zurecht zu kommen.

Das Verfassen einer SMS ist denkbar einfach, denn durch Drücken der Menütaste befindet man sich direkt auf dem Nachrichten-Icon und durch dreimaliges weiterdrücken kann man direkt mit dem Schreiben einer SMS beginnen.

Wählt man die Menütaste an, ist es möglich durch Aufrufen der Tasten 1-9 per Shortcut direkt in das jeweilige Menü zu gelangen. Man muss nur wissen, welchem Menüpunkt die jeweilige Ziffer zugeordnet ist.
Weiterhin sind dem Steuerkreuz die Schnellzugriffsfunktionen Kamera, Klingeltöne, Sprachmemo und SMS zugewiesen, welche aber im Menü Einstellungen veränderbar sind.
Die Textfarbe kann beim E850 verändert werden, jedoch hat Samsung versäumt Schriftart und Größe veränderbar zu machen.

Ist es einmal erwünscht, als Unbekannt jemanden anzurufen, dann wählt man den Menüpunkt “Netzdienste“ und geht dann in der Liste weiter auf “Übertragung der eigenen Rufnummer“. Hier ist es dann möglich einzustellen, ob man seine Nummer senden oder verbergen möchte.

Das Verfassen einer SMS ist z.B. für ehemalige Nokia-Nutzer eine kleine Umstellung, doch wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat gestaltet sich das Schreiben recht einfach.
Zudem Und auch die lernfähige T9-Unterstützung gibt noch etwas Erleichterung.
Einfügen lassen sich zusätzlich noch Bilder, Animationen und Töne, um die Nachricht ein bisschen interessanter zu gestalten. Kleine Grüße an Freunde lassen sich unter “Vorlagen“ abspeichern.
Die gesendeten Nachrichten lassen sich unter dem Punkt “Senden“ gleich wieder verwerfen oder unter “Speichern und Senden“ im Postausgang aufbewahren. Leider lassen sich die gesendeten Nachrichten nicht direkt unter Vorlagen speichern.
Zusätzlich hält eine Anzeige den Nutzer ständig auf dem Laufenden, wie viele Zeichen ihm noch verbleiben.

Ebenso leicht ist es eine MMS zu erstellen, denn das Menü zeigt genau an, was zu tun ist. Dabei lassen sich Töne, Fotos und Bilder mit einbinden, doch es ist leider nicht möglich die aufgenommenen Videoclips zu versenden. Direkt unter “Optionen“ kann auf die einzubindenden Features zugegriffen werden. Bei der MMS-Funktion lassen sich die sendebereiten Nachrichten jedoch direkt unter Entwürfe oder Vorlagen speichern.

Ein Nachteil ist, dass man keine direkten E-Mails versenden kann. Es ist lediglich möglich Fotos mit Textanhängen an eine E-Mail-Adresse zu versenden.

Auch bei der Verwendung von Klingeltönen wurde die Ausstattung sehr schmal gehalten. Es ist nicht möglich MP3-Töne zu verwenden, geschweige denn von anderen Geräten oder einem PC zu importieren.
Samsung hat hier an jeglichen MP3-Funktionen gespart, somit gibt es dahingehend auch keinen Player, was sehr erfreulich gewesen wäre. Und auch auf ein Radio wurde hier verzichtet.

Die Tastatursperre des Gerätes ist logisch. Beim Öffnen des Sliders werden die Tasten automatisch entsperrt und beim Schließen wieder gesperrt, um ein versehentliches Drücken der Funktionstasten zu verhindern. Möchte man dennoch einmal, das die Tastatur im geschlossenen Zustand zugänglich bleibt, muss nach dem Schließen die Softtaste “Sperre AUS“ gedrückt und mit “OK“ bestätigt werden.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Das Handy besitzt eine Infrarot-Schnittstelle, über die sich leider nur Telefonbucheinträge versenden lassen.. Eine Bluetooth-Schnittstelle wurde hier nicht vorgesehen.

Multimedia & Organizer

Samsung SGH-E850 - schräg
Samsung SGH-E850 - seitlich
Samsung SGH-E850 - schräg
Samsung SGH-E850 - schräg
Samsung SGH-E850 - setlich
Samsung SGH-E850 - schräg

Eine Sprachwahl, bzw. Sprachsteuerung ist beim E850 leider nicht möglich.
Es ist aber möglich ein Sprachmemo aufzuzeichnen, das sich im Menüpunkt Organizer befindet. Hierzu muss man in der Liste “Sprachmemo“ auswählen, auf “Sprachmemo aufnehmen“ gehen und die Aufnahme bestätigen. Auch das Mitschneiden von Gesprächen wird hier ermöglicht.
Ein weiterer Nachteil ist, dass es beim Samsung E850 keine Freisprechfunktion gibt.
Ebenfalls kann man keine Profile bei diesem Gerät erstellen.

Im Telefonbuch lassen sich alle Kontakte noch einmal in Gruppen unterteilen, in denen sich dann Töne, Symbol sowie Gruppenname einstellen lassen. Den einzelnen Kontakten lassen sich Fotos zuweisen, aber leider keine weitere Features, wie Töne und dergleichen. Es ist möglich einen beliebigen Speicherplatz zu wählen , entweder auf der SIM-Karte oder auf dem Telefon selbst.
Unter einem einzelnen Kontakt lassen sich ebenso noch Handy-, Privat- und Büronummer, sowie eine E-Mail-Adresse eintragen.
Während eines Gesprächs kann man auf das Telefonbuch zugreifen, um nach benötigten Kontakten zu suchen.

Der Menüpunkt “Organizer“ besitzt einen Taschenrechner und zusätzlich noch einen Währungsrechner. Um hier die richtige Währung heraus zu bekommen, muss man allerdings den aktuellen Währungskurs kennen.

Der Kalender besitzt hier nur die Monatsübersicht. Durch rauf- oder runterscrollen kann man durch die einzelnen Monate blättern.

Unter dem Listenpunkt “Aufgabenliste“ lassen sich alle möglichen Termine mit der gewünschten Priorität eintragen und zusätzlich noch im Kalender ablegen. Hier kann eine Alarmfunktion aktiviert werden, die einen zu einer bestimmten Uhrzeit an diesen Termin erinnert.

Zusätzlich lassen sich hier noch Datum/Uhrzeit und eine Weckfunktion einstellen. Bei der Weckfunktion kann man zusätzlich noch wählen, ob man täglich, von Montags bis Freitags oder von Montags bis Samstags geweckt werden will. Auch bei dieser Funktion ist der Weckton frei wählbar.

Dem Samsung E850 wurden vier Spiele mit auf den Weg gegeben, die leider nur einen geringen Spielspaß bieten. Auch hemmt die Darstellung des Displays die Freude daran. Für den kurzzeitigen Zeitvertreib sind sie jedoch ausreichend.

Fazit

Bei dem Samsung E850 handelt es sich um ein sehr einfach gehaltenes Handy. Das Design des Gerätes ist gut. Leider hat Samsung es versäumt, das E850 mit einem hochauflösenderen Display auszustatten, was die Freude an diesem Gerät trübt. Viel Augenmerk wurde auf die Kamera gelegt, die mit all ihren Funktionen sehr gut ist. Die Menüführung ist leicht verständlich aufgebaut und jeder Nutzer dürfte sich hier schnell zurecht finden. Jeder, der ein Einsteiger-Modell der Firma Samsung sucht, ist mit diesem Handy im Sliderformat sehr gut bedient.

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