Test des Samsung SGH-E770

Einführung

Test-Datum: 03.05.2006
Software Version:
Testversion mit Branding: nein
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Samsung wollte mit dem SGH-E770 einmal etwas Neues versuchen: Ein Klapphandy herausbringen, welches nicht nur ein schlankes und ansehnliches Design hat, sondern auch noch über eine neue innovative Technologie verfügt. Die Rede ist in diesem Fall von der neuen integrierten VibeTonz Technologie, die das Handy nicht nur bei Klingeltönen zum Takt vibrieren lässt, sondern auch bei Spielen den Spaßfaktor erhöhen soll. Erst recht Musikfreunde sollen von diesem Gerät begeistert sein. DA findet sich ein eingebauter MP3-Spieler mit Hot Key Tasten auf der Frontklappe. Ein Kartensteckplatz soll für reichlich Speicherplatz von MP3-Songs sorgen. Der Musikgenuss soll mit diesem Modell auf keine Örtlichkeit begrenzt sein. So soll man auch im Auto und an allen anderen Orten mit einem Stereo Bluetooth-Headset den Sound genießen können. Ob das Handy wirklich so leistungsstark ist und wie spannend die neue Technologie, natürlich auch die Qualität der bisher gekannten technischen Highlights sind, das haben wir im inside-handy-Testlabor überprüft.

Verpackung & Lieferumfang


Der gelieferte Karton ist nicht sonderlich groß, er passt mit 19 x 13 x 7 cm sehr gut in ein kleines Päckchen. Das Layout dieser Verpackung ist sehr schlicht gehalten. Es gibt nur wenig Text und ein paar Bilder auf der Front sowie an den Seitenteilen. Es wurden nur wenige Farben verwendet. Praktisch gar keine. Die Verpackung ist komplett weiß. Vorne sowie links auf der Seite sind je ein Bild des Handys zu sehen. Die Rückseite und der rechte Seitenteil zeigen schriftlich eine Aufzählung der besten Eigenschaften und Features des Gerätes. Das Samsung Logo und der zum Modell erfundene Slogan "Get in Touch with the Ultimate Multimedia Phone" schließt das schlichte wenn auch sehr ansprechende Design ab. Im Karton selber befinden sich das E770, ein Ladekabel, der Akku, ein Headset und ein Handbuch. Ein Datenkabel zur Synchronisation mit dem heimischen PC fehlt im Lieferumfang. Ist aber auch nicht weiter schlimm, da das E770 über eine integrierte Bluetooth Technologie verfügt. Das Headset ist sehr wichtig, schließlich handelt es sich ja hier um ein Multimedia Handy mit integriertem MP3 Player. Etwas was man eher vermissen dürfte, ist eine beiliegende Micro SD Speicherkarte, schließlich ist keine bei der Lieferung dabei, allerdings bietet Samsung mit 80 MB einen vorerst ansprechenden internen Telefonspeicher. Eine Micro SD Card lässt sich auch sehr günstig nachkaufen, hier liegt der Preis im Fachhandel etwa bei 15 Euro für 128 MB. Das Handy ist an sich selbst erklärend. Für alle, die irgendwann einmal Schwierigkeiten mit dem Gerät oder seinen Anwendungen haben oder nicht weiter wissen, liegt ein gut gefülltes Handbuch bei. Einen zusätzlichen Akkudeckel gibt es nicht, der Akku selbst ist hier das Endstück der Rückseite des E770 und sorgt so für die abschließende Optik.

Verarbeitung & Handhabung


Vor der ersten Nutzung wird die SIM-Karte eingesetzt. Hierfür gibt es wieder einen eigenen Platzhalter, wo die SIM-Karte hervorragend hineinpasst. Der Akku ist, wie häufig bei Samsung Handys, kein extra Teil sondern direkt in die Abdeckung integriert. Somit schließt der Akku das Handygehäuse harmonisch ab, es lässt sich alles leicht auseinander nehmen bzw. zusammensetzen. Das Gehäuse wirkt robust und stabil. Es ist fest und hat ein metallisches Aussehen. Dieser optische Look ist auch, beim Halten des Handys in der Hand, spürbar. Das Gerät hat eine angemessene Größe für den heutigen Standard. Samsung hat außerdem versucht, wenig Spalten im Gehäuse zu hinterlassen, was recht gut gelungen ist. Staub und Dreck werden es beim E770 nicht leicht haben. Auch die Öffnungen für Ladekabel, Micro SD Card und Kopfhörer haben eine kleine feste Blende, welche ebenfalls Schutz vor Staub, Dreck und Flüssigkeit bieten. Das ist nicht nur nützlich, sondern sieht auch sehr gut aus. Der Klappmechanismus hat eine ausgezeichnete Federung und schließt eng mit der unteren Seite des Handys ab. Das Handy fühlt sich sehr angenehm an. Das Gewicht ist angemessen und gibt noch einmal zusätzlich einen Pluspunkt: Auf der Frontklappe befindet sich eine 1,3 Megapixel starke Kameralinse. Neben ihr befindet sich ein kleines Blitzlicht, welches in der Nacht und in dunklen Ecken auch als Lampe genutzt werden kann.

Für schnelle Selbstportraits wurde rechts an der Seite ein Hotkey für die in Betriebnahme der Kamera angebracht. Links bietet sich, ebenfalls durch einen Hotkey, die Möglichkeit durch das Menü zu scrollen oder die Lautstärke einzustellen. Das Handy hält durch die Materialwahl eine Menge aus. Auch die kleinen Abdeckungen an den Gehäuseseiten sind sehr belastbar. Wenn das Ladegerät angeschlossen wird, öffnet man die Abdeckung und schiebt sie leicht herunter. Ein ganz kleiner Gummistreifen hält die Abdeckungen am Gehäuse. Auf diesem Wege können diese nicht verloren gehen. Wird das Handy aufgeklappt, kommt nicht nur ein brillantes Display zum Vorschein, sondern auch ein hervorragendes Tastenfeld. Die Tastatur ist im gewohnten Samsung-Design aufgebaut. Wir finden im oberen Teil die zwei Auswahltasten, die sich seitlich von der Fünf-Wege-Taste befinden. Darunter befinden sich die drei wichtigsten Tasten für Anrufannahme, Anrufbeendigung und die Löschaste. Im unteren Teil erkennt man das übliche Ziffernsystem. Hier haben wir vier Reihen zu je drei Ziffern, Sternchen- und Rautetaste mit eingeschlossen. Die Tasten sind allesamt in die Gehäuseoberfläche vertieft. So sehen sie nicht nur klasse aus, sondern bieten ebenso ein tolles Druckgefühl und eine spitzenmäßige Bedienung. Den nervenden Tastenton kann man getrost ausschalten, denn es gibt bei jedem Druck auf eine Taste ein gut hörbares klicken. Die Tasten sind fest, liegen dicht aneinander und sind sehr widerstandsfähig. Hier bekommt der Kunde Qualität pur. Einziges Manko ist die "OK /i" Taste. Drückt man versehentlich auf diese Taste, wenn man sich nicht im Menü befindet, startet eine Einwahl über den WAP Browser. Das kann zu ungewollten und durchaus ärgerlichen Kosten führen. Das ist allerdings auch der einzige Punkt, an dem man Vorsicht walten lassen muss. Da die Zifferntasten in der mittleren Reihe etwas reiter sind, kann man sich ziemlich gut an ihnen orientieren. So wäre es möglich sogar bei geschlossenen Augen eine SMS Nachricht zu erstellen. Ein absoluter Hit ist bei diesem Modell der VibeTonz Vibrationseffekt. Das Handy vibriert also nicht nur hervorragend, sondern vollzieht dies sogar noch im Takt Ihrer Lieblingsmusik. Das Samsung SGH-E770 ist eines der ersten Handys mit dieser Technologie.

Sprachqualität & Empfang

Die Displays zeigen eingehende Anrufe mit einer sehr hübschen Hörer-Animation an. Der Sound kann individuell angepasst werden. Es können hierbei auch MP3-Songs genutzt werden. Alle, die nicht nur für Anrufe sondern auch für Kurznachrichten und die Weckerfunktion eigene Musikstücke nutzen möchten, werden bei diesem Modell enttäuscht sein. Es kann lediglich ein einziger MP3-Song für eingehende Anrufe gewählt werden. Allerdings lässt sich für jeden Kontakt und für jede Gruppe ein separater Song speichern. Nimmt man den Anruf an, sollte man die Lautstärke erhöhen, sofern man sich nicht im eigenen ruhigen Wohnzimmer aufhält. Im Büro oder auch auf der Strasse wird man vom Gesprächspartner höchstens Bruchstücken verstehen, sofern das Telefon noch auf Werkseinstellung steht. Bei angepassten Einstellungen bekommt man allerdings keine Probleme mehr. Diese Anpassung lässt sich sowohl während des Gespräches als auch vorher schon speichern. Während des Gespräches geht dies über die Seitentasten links am Gerät. Das Mikrofon leistet eine Top-Arbeit und sorgt für optimale Übertragung der eigenen Worte.

Display & Kamera

Bei dem E770 wurden zwei Displays verbaut. Das kleinere Display auf der Außenseite der Frontklappe ist ein OLED Display und bietet eine Auflösung von 96 x 80 Pixeln bei einer Farbauswahl von 262.144 Farben. Dieses kleine Display zeigt eingehende Anrufe sowie Nachrichten an. Außerdem dient es als Sucher für die Kamera, wenn das Handy zusammengeklappt ist. Überraschend ist hierbei, dass das kleine Außendisplay bei diesem Modell genauso leistungsstark ist wie das Hauptdisplay. Denn auch dieses hat eine Farbauswahl von 262.144 Farben, die Auflösung ist allerdings größer. Bei dem inneren Display bekommt man eine Auflösung von 176 x 220 Pixeln. Beide Displays bieten ein gestochen scharfes Bild und zeigen eine hervorragende Qualität bei der Wiedergabe von Text, Farben, Bildern und Videos. Selbst bei fließenden Texten, Animationen oder den Videos sieht man keinerlei Verpixelungen oder verwackelte Stellen. Diese Brillanz kann man bei jeder Situation und Tageszeit genießen: Sonneneinstrahlung oder andere Lichtquellen tun der Wiedergabe kein bisschen weh. In der Nacht und bei Dunkelheit sorgen die Tastaturbeleuchtung und die einstellbare Helligkeit des Displays für ein angenehmes Gefühl für die Wahrnehmung.

Displayeinstellungen können in Punkten wie Helligkeit, Farbschema, Hintergrundbildern und auch Menüansichten geändert werden. Sogar die Anzeige beim Wählverfahren (schwarze Ziffern oder auch bunte Ziffern) oder auch der vorhandene TV Ausgang lassen sich ebenfalls unter "Einstellungen" anpassen. Eine Auswahl von animierten Bildern oder Bildschirmschonern gibt es hierbei nicht. Das einzige, was sich unter dem Hintergrundbild einstellen lässt und bei Nicht-Benutzung angezeigt wird, ist eine aktive Uhr. Das Design dieser Uhrenanzeige kann man allerdings selber bestimmen. Aber auch selber geschossene Bilder lassen sich als Displayverzierung einstellen. Sollte man den Wunsch verspüren, ein Bild von der Freundin zu schießen und dies als Hintergrundbild zu speichern, hilft die Kamerafunktion sofort weiter. Die verbaute Kamera besitzt eine 1,3 Megapixel starke Linse. Zusätzlich gibt es einen vierfachen digitalen Zoom. Das Display macht seinen Job als Sucher beeindruckend gut und bringt auch bei diesem Feature eine Menge Spaß und Freude. Mit einem Tastendruck lässt sich von Kamera auf Videofunktion umschalten. Hier kann man recht ansehnliche MP4-Dateien aufzeichnen. Der integrierte Media Player kann diese Videos genauso gut abspielen wie er auch MP3-Dateien wiedergibt. Die Aufnahmen der Bilder erfolgt innerhalb von wenigen Sekunden. Sie werden sofort gespeichert oder auf Wunsch gelöscht. Der Speicherort ist variabel zu wählen, interner Speicher oder auch die eingesetzte Speicherkarte sind hier die Optionen. Helligkeit, Zoom oder auch Kontrast lassen sich anpassen. Schöner Zusatz ist auch hier wieder das kleine Blitzlicht neben der Linse. Bei aktiver Fotofunktion kann man einstellen, ob es blitzen soll oder nicht. Bei Wechsel in die Videofunktion kann man das kleine Blitzlicht sogar während der kompletten Aufnahme als eine Art mini Scheinwerfer laufen lassen. Nett ist dabei auch die Möglichkeit, dieses Blitzlicht bei Dunkelheit als Taschenlampe zu benutzen. Ist das Gerät zugeklappt, braucht man zur Aktivierung des Lichtes nur die untere Seitentaste gedrückt zu halten und schon geht das Lämpchen an. Sie werden staunen, wie hell dieses in der Nacht werden kann. Die aufgenommenen Bilder und Videos können über Bluetooth ganz schnell auf den Heimat PC übertragen werden. Hier ist die Qualität gewohnt mittelmäßig, am besten lassen sich die Aufnahmen weiterhin auf dem Handydisplay anzeigen.

OS & Bedienung

Die Icons des Menüs wirken genau so beeindruckend wie alle bisherigen Anzeigen auf dem Display. Sie sind angenehm groß und haben ein klares scharfes Bild. Das Menü besteht aus neun Punkten. Hier finden wir: Anruflisten, Telefonbuch, Anwendungen, Internet, Nachrichten, Dateiverwaltung, Kalender, Kamera und Einstellungen. Die Ansicht des Menüs kann in einem Punkt geändert werden: Eine Anzeige als Flashanimation. Bei dieser Darstellung wird das gewählte Icon vergrößert dargestellt, die anderen geraten verkleinert in den Hintergrund. Alle Icons sind gut aufgeteilt und die einzelnen Menüpunkte beinhalten genau das, was man dort suchen würde.

er Menüpunkt "Nachrichten" befindet sich genau in der Mitte des Gitters und ist somit als erstes markiert wenn man in das Menü geht. So kann man mit zwei Tastenklicks sofort ins Mitteilungsmenü wechseln und sich aussuchen, ob man eine neue Nachricht erstellen möchte oder sich seine bisherigen Mitteilungen noch einmal durchliest. Möchte man eine Nachricht verfassen, kann man auch direkt den Shortcut benutzen. So reicht ein einziger Klick zum lostippen. Dieser Shortcut befindet sich rechts in der Fünf-Wege-Taste. Die anderen Shortcuts dieser Taste führen in den Kalender, zur Sprachsteuerung, zum Media Player und die letzte Taste ist die "Bloß nicht versehentlich drücken" -Taste in der Mitte, welche sofort den Start des Webbrowsers und die Verbindung zum Internet aufruft. An der rechten Seite des Gerätes gibt es noch den Shortcut für die Kamerafunktion.
Links können wir die Lautstärke des Tastenton oder auch im Gespräch die Lautstärke des Hörers einstellen.

Die Übertragung der eigenen Rufnummer lässt sich unter "Einstellungen" und "Netzeinstellungen" abschalten oder aktivieren. Gut erreichbar, sogar als erstes Icon im Menü, finden wir die Anruflisten. Diese sind umfangreich und protokollieren jede Bewegung bei eingehenden wie auch ausgehenden Gesprächen. Die letzten gewählten Nummern lassen sich auch ganz schnell und einfach mit Druck auf die grüne Hörertaste einsehen und zum wiederholten Anrufen auswählen. Genau so umfangreich wie der Inhalt der Anruflisten ist auch die Vielfalt der Möglichkeiten von Nachrichtenerstellung bis hin zum E-Mail Check.

Das T9-Wörterbuch hilft bei der Eingabe des Textes. Vorlagen lassen sich im Handumdrehen erstellen und speichern. Telefonbucheinträge und Dateien aus den Favoriten kann man genau so schnell über die Optionen in die Nachricht einfügen wie auch Bilder, Animationen und Musik. Sogar Visitenkarte, Termine, Memos oder auch Aufgaben können an andere Handys gesendet werden. Sogar der Text lässt sich anpassen. Hierbei kann man über die Textgröße, den Textstil und über Fettdruck oder auch Unterstreichungen entscheiden. Wer lange Nachrichten gewohnt ist kann sich richtig austoben. Der Ticker, welcher die verbleibende Zeichenanzahl runterzählt, steht am Anfang auf 1836. Dies entspricht bis zu 12 Mitteilungen, die in einem Stück erfasst und gesendet werden dürfen. Die gleichen Möglichkeiten bei der Erstellung von Nachrichten (SMS) gelten auch für die MMS oder auch die E-Mailfunktion. Auch hier lassen sich sämtliche Textbausteine und Anhänge in die Nachricht packen wie bei der SMS. Damit kann sich das Handy nicht nur im Multimediabereich sehen lassen, sondern genau so gut im Kommunikationsbereich.

Einige Benutzer machen sich Sorgen bei der Einrichtung des E-Mail Accounts, diese Angst ist beim E770 unbegründet. Auch in diesem Punkt lassen sich unter "Netzdienste" oder auch direkt in den Eigenschaften unter "Nachrichten" ganz einfach die nötigen Einstellungen tätigen. Hierbei zählen auch nur Eingaben wie Benutzername, Kennwort, Eingangserver (POP3, IMAP) und auch der Ausgangserver (SMTP). Sind diese Daten gespeichert kann man loslegen und den Service genießen. Erhält man via E-Mail oder per MMS eine MP3 Datei kann diese nicht nur im Media Player abgespielt, sondern auch gleich als Klingelton gespeichert werden. Nachdem man seine Kontakte in Gruppen eingeteilt hat lassen sich auch mehrere MP3 Songs zuordnen.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Die Verbindungsmöglichkeiten sind beim E770 durchschnittlich gut. Auf eine langsame Infrarotschnittstelle wurde verzichtet, dafür gibt es den beliebten und deutlich schnelleren Bluetooth Adapter. Nach Anschluss des Adapters an die USB Schnittstelle des heimatlichen PCs und der Installation der Bluetooth-Software kann man sofort loslegen. Das Handy wird als Serieller Port erkannt und das Senden und Empfangen von Dateien steht umgehend zur Verfügung. Zusätzlich kann auch die Software Easy GPRS für Samsung Handys verwendet werden,diese Software eignet sich für die Synchronisation von Kontakten und Nachrichten. Auch Bilder, Musik und Videos lassen sich einfach übertragen. Hier kann man beispielsweise direkt über das "Senden an…" in den Optionen der Dateien auf dem Handy senden. Die Synchronisation der Daten, Dateien, Nachrichten und Kontakten ist einzeln oder auch im Paket möglich. So gut wie der Datenaustausch zwischen Handy und dem PC läuft, ist auch die Connectivität mit anderem Anschlusszubehör wie Ladekabel oder auch Headset.

Multimedia & Organizer

Das überspielen von Musikdateien geschieht bei dem E770 über einen Bluetooth Adapter. Die Songs lassen sich auf der Festplatte markieren und direkt an das Mobiltelefon senden. Eine Übertragung per Datenkabel ist ebenfalls möglich. Die MP3-Dateien landen erst einmal in der Dateiverwaltung des Handys, über das Menü des Media Players lassen sich die Songs dann in die Wiedergabeliste importieren. Es gibt nur eine Wiedergabeliste, die ständig aktualisiert werden kann. Songs können eingefügt, aber auch wieder aus der Liste gelöscht werden. Unter den Einstellungen lässt sich aber ein wenig für Abwechslung sorgen, wenn man den Zufallsgenerator für das Abspielen aktiviert. Als Equalizer lassen sich "Normal", "Jazz", "Rock" und "Klassik" auswählen. So lässt sich der Klang der Musikfiles leicht verändern. In diesem Menü wird auch die Visualisierung, der 3 D Sound, ein individueller Skin für den Player und der Wiederholmodus eingestellt. Hat man sich seinen Wunschskin und die passende Visualisierung gewählt runden die Infos über Interpret wie auch Songtitel das optische Erscheinen ab. Die Idtag-Informationen laufen als Fließtext durch das obere Bild. Mehr Infos wie Dauer, Größe in KB und Dateiformat lassen sich unter "Eigenschaften" abfragen. Ordner lassen sich nicht extra für das sammeln von Musikdaten anlegen. Es ist aber Möglich seine Files auf die Speicherkarte zu verschieben und so den internen Speicher zu schonen. Die Musikwiedergabe schlägt sich auf die Akkuleistung nieder: Im Test konnte dieser bei einer Dauerwiedergabe knapp acht Stunden durchhalten. Man kann den Player sowohl über den Telefonlautsprecher nutzen als auch mit dem Headset, es hört sich allerdings über die Kopfhörer einen Tick besser an. Der Klang über den Telefonlautsprecher ist aber dennoch ziemlich gut, das Headset eignet sich vor allem für unterwegs. Man kann in der U-Bahn oder im Bus schließlich nicht wirklich diesen Lautsprecher nutzen, es sei denn man ist auf Streit aus oder trifft den Musikgeschmack der Mitfahrer.

Dieses Handy bietet seinen Nutzern den Komfort der sprachgesteuerten Menüführung. Mit einem Tastendruck lassen sich beispielsweise Namen in das Mikrofon sprechen. Das Gerät sucht dann nach dem passenden Eintrag im Telefonbuch und gibt etwa fünf Sekunden Zeit, um den Anruf abzubrechen, was sich bei einem falsch verstandenen Namen wohl anbieten würde. Weitere Sprachbefehle lassen sich ebenfalls speichern. Das Handy spricht auch im unbenutzten Zustand mit seinem Anwender. Drückt man auf die Seitentaste, wenn die Uhr im Frontdisplay zu sehen ist, liest die Stimme die aktuelle Zeit vor. Das Feature ist zwar nett, aber nicht wirklich praxistaugleich: Die Computerstimme ist oft nicht ganz so deutlich zu verstehen.

Möchte man selber mit dem Gerät sprechen kann man spielend leicht Sprachmemos unter "Anwendungen" aufnehmen. Hier kann man die maximale Länge der Memos für Mails oder MMS beschränken. Die normale Aufnahmezeit liegt bei einer Stunde. Der Telefonlautsprecher macht sich nicht nur bei der Wiedergabe von Musik sehr nützlich, sondern kann auch gleich als Freisprecheinrichtung genutzt werden. Die Qualität ist dabei genau so gut wie bei den MP3-Dateien. Nokia Benutzer, die nun auf dieses Samsung Handy umsteigen, werden sich daran gewöhnen müssen, dass es keine Profile gibt. Die Einstellungen lassen sich, vor allem im Bereich des Ruf- und Nachrichtentons, nur für die aktuelle Nutzung festlegen. Ein Blick in das Telefonbuch verrät uns, wen wir bereits gespeichert haben und wie viel Platz wir noch für weitere Kontakte haben. Das E770 kann im internen Speicher satte 1000 Kontakte verwalten. Dazu kommen natürlich noch die 100 wichtigen, die man auf der SIM Karte unter Verschluss hält. Die Einträge können mit einigen Einzelheiten gefüllt werden. Name, Adresse, Handynummer, Telefonnummer, Faxnummer und E-Mailadresse sind an dieser Stelle nur ein kleiner Auszug. Es lassen sich auch gleich ein separater Klingelton, ein Bild des Kontaktes und eine Gruppe, dem der Kontakt zugeordnet werden soll, einspeichern. Ruftöne lassen sich auch für die Gruppen direkt ändern. Was die Bilder des Kontaktes angeht, so kann man auch ein Video als Rufanzeige einspielen lassen, die sehr schönen Displays können also auch bei der Anrufsignalisierung anständig genutzt werden.

Neben dem Telefonbuch dürfte wohl der Organizer das am besten gefüllte Tool sein. Einen richtigen Organizer bietet das Samsung allerdings in dieser Form nicht. Stattdessen benutzt man für solche Fälle den Kalender. Hier lässt sich aber das nötigste eintragen. Der Speicherplatz reicht für je 100 Einträge als Jahrestage, Memos, Aufgaben und Termine.
Also 400 Einträge, ganz egal, ob nun einmalige Termine, wöchentliche Aufgaben, anstehende Jahrestage, die man nicht vergessen sollte oder auch einfache Notizen und Erinnerungen. Alles kann sich super Händeln lassen. Ganz dringende Dinge werden mit einem Alarm gekennzeichnet. Unter dem Menüpunkt "Anwendungen" lassen sich eine Vielzahl von Zeitzonen einsehen und einstellen. Es gibt eine Alarmfunktion bei der gleich zwei Alarmzeiten, ein Morgenanruf als Wecker oder das einschalten beim Alarmzeitpunkt einzustellen sind. Außerdem steht in Beziehung auf die Zeit auch noch ein Timer als Countdown und eine Stoppuhr zur Verfügung.

Hat man zuviel Zeit oder gerade Langeweile wechselt man in den Javafun Bereich und sucht sich eines der vier Spiele aus. Darunter findet sich "Bobby Carrot", ein Spiel bei dem man entweder Karotten einsammeln oder Ostereier verteilen muss. Maßgebend ist hier die Zeit in der dies geschieht und zu Punkten führt. Das zweite Spiel ist "Air ship Racing", hier muss man mit einem Heissluftballon andere Ballons sammeln und sehen, dass man nicht abgeschossen wird. Das Spielchen erinnert an "Balloon Kid" früher noch auf dem GameBoy zu spielen gewesen. Das dritte Spiel ist "Arch Angel", hier fliegt man ein Raumschiff und kämpft gegen andere Schiffe. Das letzte Spiel ist passend für die kommende Weltmeisterschaft im eigenen Land und heißt "Freekick". Dabei kann man seine Treffsicherheit beim Freistoss unter Beweis stellen. Alle Spiele sind in hervorragender Wiedergabe und Qualität. Es sind keine 0815 Games, was bedeutet, dass man anständigen Spielspass geliefert bekommt. Führt man ein Dauergespräch, so ertönt spätestens nach gut 3,5 Stunden der Ton, der einen auf eine schwache Akkuleistung hinweist. Je nachdem, wie lange das Gerät schon auf Standby ist oder bereits benutzt wurde, verringert sich diese Zeit natürlich. Die maximale Standby-Zeit bei recht geringer Nutzung liegt bei etwa 200 Stunden.

Fazit

Das Samsung E770 hat alles, was man sich nur wünschen kann. Eine leistungsfähige Kamera, ein tolles Display, sehr nützliche Anwendungen und ein hervorragendes Design. Mit dem MP3 Player und dem Micro-SD Steckplatz erspart man sich sogar den MP3 Stick und muss künftig nur noch sein Handy mit sich tragen. Ich persönlich finde im Grunde gar keinen negativen Punkt bei diesem Gerät. Das erkennt man schon an der Tatsache, dass der einzige ernsthafte Kritikpunkt die fehlenden MP3-Klingeltöne sind. Hier muss man mit den vorinstallierten Tönen leben, also für viele Anwender wirklich weniger als nur eine Kleinigkeit. Das Telefonbuch, der Kalender, die umfangreichen Möglichkeiten bei der Kommunikation und sogar die Java Spiele sind ebenfalls sehr gut gelungen. Die VibeTonz Technologie empfinde ich nicht unbedingt als innovatives Highlight aber es ist dennoch eine ganz lustige Erneuerung. Alles in allem kann man von diesem Handy nur schwärmen und sich freuen, wenn man es besitzt.

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