Test des Samsung SGH-E620

18 Minuten

Das Samsung gerne mit innovativen Ideen experimentiert, haben die Koreaner schon häufiger bewiesen. Nun will der Hersteller, der sowohl den Klapp- als auch den Slider-Handys zum Durchbruch verholfen hat, mit neuartigen Materialien punkten. Das mit antibakteriellen Silberpartikeln beschichtete Gehäuse des eleganten und kompakten Fashion-Handys SGH-E620 soll nämlich die Zahl der Keime und Bakterien auf dem Mobiltelefon verringern. Doch auch der Inhalt des kleinen Silberling erscheint vielversprechend: Megapixel-Kamera, flexibler Speicher, 262144-farben Display und noch viel mehr stecken in dem winzigen Alleskönner. Das neue Samsung, das sowohl das SGH-E600 als auch das SGH-E330 ablösen soll, könnte also ein idealer, mobiler Begleiter sein. Ob das Gerät die hohen Erwartungen erfüllt? Wir wollten es genau wissen…Samsung e620 - VerpackungDie Verpackung ist schlicht, aber elegant, in einem Grauton gehalten. Silberfarbene Lettern zieren die Bezeichnung des Gerätes und locken neugierige Blicke auf sich. Das Handy ist auf der Vorderseite der Verpackung in einem leicht angeklappten Zustand zu sehen, so das man direkt sehen kann, um welches Gerät es sich in der Verpackung handelt. Daneben befindet sich eine kleine, erste Beschreibung der Features die dieses Gerät besitzt. Dreht man die Verpackung auf die Rückseite so findet man dort die Featurebeschreibung noch einmal in vielen verschiedenen Sprachen vor. Seitlich gibt es noch zwei verschiedene Abbildungen des Gerätes an sich.

Hat man sich die Verpackung von außen genug betrachtet, so kann man sich an den Inhalt wagen, der beim Samsung SGH-E620 eher bescheiden für ein Gerät dieser Kategorie ausfällt. Neben dem Handy an sich, findet man einen Akku, ein Ladekabel, ein Headset und eine Bedienungsanleitung. Schade, denn ein Datenkabel wäre von Vorteil gewesen.

Samsung e620 - Lieferumfang
Samsung e620 - Akku liegt daneben
Samsung e620 - ohne Akku

Zum Zusammenbau kann man bei diesem Handy nicht viel sagen, denn das einzige Teil, das man hierbei anbauen kann, ist die hintere Abdeckung, die den Akku direkt integriert hat. Das ist natürlich sehr einfach auszuführen und auch das Abnehmen des Akkus stellt kein Problem dar. Auswechselbare Oberschalen wird es dafür für dieses Gerät regulär nicht geben, da das Gehäuse fest verschraubt wurde.
Der SIM-Kartenhalter fasst die Karte fest ein und lässt ein verwackeln oder rutschen nicht zu.

Dieser kleine, silberne Winzling besticht durch eine elegante Aufmachung. In silber-grau gehalten, ist es einfach nur schön anzusehen und liegt zudem auch noch gut in der Hand. Verarbeitet wurden Kunststoffe in zwei Farben, der eine matt und der andere glänzend, was dem Gerät einen hochwertigen Style verleiht.
Die Klappe des Handys sitzt im Gegensatz zu der, des E330 fest am Gerät und wackelt nicht.

Samsung e620 - größeDas Display ist recht groß, für so ein kleines Handy, also sieht man hier schon mal die Verbesserung zum Samsung SGH-E600, welches ja nur ein sehr kleines Display besaß. Das Außendisplay, nicht mehr monochrom, sondern in Farbe gehalten sitzt perfekt mittig auf dem Deckel, ein Stück weiter drüber erscheint dann auch die Kameralinse, umrahmt von den Fotolichtern.

Das Gerät hat eine glatte Oberfläche und wirkt leicht rutschig, wenn man es in der Hand hält. Es passt sich aber der Hand an und lässt sich so ganz leicht auch mit einhändig bedienen. Dabei erscheint das Klapphandy recht zerbrechlich zu sein. Allein die Klappe könnte bei einer schnellen, unvorsichtigen Bewegung nach hinten weg brechen, also sollte das Handy beim nächsten Adventure-Urlaub besser zu Hause bleiben. Da das Handy sehr fein verarbeitet wurde und ihm ein schickes Äusseres gegeben wurde, passt es eben deutlich besser zur eleganten Abendgaderobe.

Samsung e620 - seitlich Wipptaste
Samsung e620 - Headset
Samsung e620 - seitlich Taste

Die Verarbeitung als solches ist besonders gut ausgefallen. Es gibt nichts, was nicht zusammenpasst. Die Tasten besitzen kaum Spalten und auch am Akkudeckel kann kein Staub eindringen, da er sehr fest am Gerät sitzt. Somit ist die Gefahr der Einstaubung, unter den ohnehin nicht abnehmbaren und fest verschraubten Schalen, gebannt.

Die mitgelieferten Teile passen sich ganz genau in ihre Vorrichtung ein und lassen sich auch genau so leicht wieder entfernen. Headset, sowie Ladekabel sitzen fest an ihrer Station und können so nicht versehentlich abfallen. Aufatmen für alle eingefleischten Samsung-Fans: Diesmal haben die Entwickler die Abdeckklappe für den Ladekabel-/Headset-Slot befestigt, damit er nicht andauernd, wie bei seinen Vorgänger-Modellen, verloren gehen kann.

Auf der linken Seite befindet sich oberhalb des Handys, die Headset-Buchse, die mit einer festsitzenden Abdeckung ausgestattet ist. Etwas weiter darunter befindet sich die Wipptaste, mit der man im Ausgangsmodus die Tastentonlautstärke ändern kann. Auf der rechten Seite befindet sich, mittig gelegen, der Knopf für den Selbstauslöser. Und auch hier gibt es eine Verbesserung: Besitzer eines Samsung wissen, dass das Gerät in der Tasche gerne durch versehentliches betätigen des Selbstauslösers häufig mit schwarzen Bildern den internen Speicher verstopft. Nun wurde das gelöst, in dem erst nach mehreren Sekunden, in denen man den Knopf drückt, die entsprechende Funktion aktiviert wird.

Samsung e620 - TastaturEine strukturierte Gliederung hat Samsung der Tastenanordnung geschenkt. Links und rechts neben der OK/Info-Taste, die mit verschiedenen Shortcuts belegt ist (Bluetooth, Töne, Sprachaufnahme, SMS), findet man die so genannten Softkey-Tasten, die ebenfalls noch mal mit Shortcuts (Menü und Kontakte) ausgestattet sind. Sie dienen dazu, im Menü zu navigieren und den entsprechenden Punkt anzuwählen. Direkt unter den Softkey-Tasten befinden sich Anruf- und Aufleg-Knopf, welche zwischen sich noch die „c“-Taste beinhalten. Und wiederum darunter befindet sich das Nummernfeld zusammen mit den „#“ und „*“-Tasten.

Die Tasten fühlen sich gut in der Hand an, und lassen sich, durch den perfekt sitzenden Druckpunkt, ganz leicht bedienen. Sie sitzen fest im Gerät, wackeln nicht und machen auch keine störenden Geräusche beim Tippen. Abnutzung braucht man bei diesen Tasten auch nicht zu befürchten, denn sie sind aus einem festen Material gefertigt. Blind eine SMS zu verfassen könnte hier allerdings zur Kür werden, denn die Tasten liegen so gut und tief im Gerät, das man die verschiedenen Abteilungen nicht wirklich spürt. Vielleicht schafft man es mit etwas Übung, nach einiger Zeit auch hiermit blind zu tippen, während der Testzeit allerdings konnte man nicht wirklich schnellen Erfolg diesbezüglich feststellen.

Samsung e620 - von oben
Die Ok/Info-Taste, die beim Samsung SGH-E620 als Navigation-/Auswahlknopf dient, ist präzise eingestellt und steuert direkt und einwandfrei die Menüpunkte an, die man ihm zuweist. Nachteilig ist hier aber anzumerken, dass der innen liegende Teil des Navigationskreuzes, solange man sich nicht im Menü befindet, sofort die Verbindung zum WAP herstellt.

Der Vibrationsalarm ist laut und deutlich zu hören, aber leider kaum zu spüren, was ja eigentlich nicht Sinn der Sache sein sollte. Zudem ist es hier auch nur möglich, entweder nur den Ton, nur den Summer, oder erst den Summer und darauf folgend den Ton anzuwählen. Eine Verknüpfung von Summer und Ton gleichzeitig ist nicht möglich.Samsung e620 - Display- inside-HandyDie Sprachqualität ist nicht ganz einwandfrei, hört man doch beim Telefonieren ein Rauschen, das einen doch relativ leicht ablenkt. Dafür hört der Gesprächspartner seinen Gegenüber ohne störende Faktoren. Sobald Nebengeräusche auftauchen, wird es sofort deutlich schwerer, seinen Gegenüber zu verstehen, da die Gesprächslautstärke zwar regulierbar ist, allerdings selbst auf höchster Stufe noch sehr leise ist. Um die Lautstärke während eines Gespräches zu regulieren, benutzt man die an der linken Seite gelegene Wipptaste.

Der Empfang ist sowohl im E- als auch im D-Netz nur mäßig. Vergleichsgeräte hatten auffallend häufig besseren Kontakt zum Mobilfunknetz.Samsung e620 - HaupdisplayDas Hauptdisplay des Samsung ist ein TFT-Display (Auflösung 176×220), das mit seinen 262.144 Farben in aller Brillanz überzeugt – so, wie man das von einem Samsung erwartet. Dasselbe kann man auch über das zweite Display (Auflösung 96×96) behaupten, welches die gleiche Anzahl an Farben darstellen kann. Beide sind gestochen scharf und lassen ihre Farben leuchten, selbst bei direkter Sonneneinstrahlung verliert sich nichts an der Lesbarkeit. Auch im Dunkeln zeigt das Display, was es kann. Starke Leuchtkraft und gute Lesbarkeit sind auch hier gegeben.

Das Hauptdisplay kann gedimmt werden, so dass verschiedene Helligkeitsstufen eingestellt werden kann. Die Displaybeleuchtung selbst schaltet sich nach einiger Zeit selbst bei geöffnetem Gerät wieder aus. Das entsprechende Zeitintervall kann hierbei selbst gewählt werden, so dass auf Wunsch der Akku zusätzlich geschont wird. Zur persönlichen Kurzweil kann man dem Display Animationen, Hintergrundbilder, sowie selbst gemachte Fotos zuweisen. Auch für das Außendisplay besteht diese Möglichkeit, diese Art der Verschönerung durchzuführen.

Als Start-/ und Endanimation gibt es leider keine andere Auswahlmöglichkeit, bis auf das bereits vorgegeben Animationslogo von Samsung.

Samsung e620 - KameraIm Kameramodus ersetzt das Display beim Samsung SGH-E620 den Sucher. Mit der integrierten Kamera kann man äußerst scharfe Bilder machen, selbst Details werden in hervorragender Qualität aufgezeichnet. Fotos lassen sich in verschiedenen Modi (Einzelaufnahme, Serienbild und Mosaikaufnahme) aufnehmen und können noch mit Fotoeffekten aufgewertet werden. Im Einzelnen sind das: Graustufen, Negativ, Sepia, Prägung, Antik, Mondschein und Nebel. Auch das Einfügen eines Rahmens, um das Bild individuell zu gestalten, ist möglich. Zudem kann man bei schlechteren Lichtverhältnissen das Fotolicht nutzen, das eine blitzähnliche Funktion erfüllt. Hat man dann mal vor, ein Selbst-Portrait zu machen, kann man einen Timer einstellen, den man auf drei, fünf und zehn Sekunden begrenzen kann. Während der Aufnahme kann man das Objekt heranzoomen und auch die Helligkeit verändern. Eine Videoaufzeichnung ist mit dem kleinen Samsung ebenfalls möglich. Im Allgemeinen sind auch hier die Möglichkeiten gegeben, das Video mit Effekten einmalig werden zu lassen. Auch hier ist sogar ein Timer für Selbst-Aufnahmen vorgegeben. Das Zoomen, sowie die Einstellung der Helligkeit vor der Videoaufnahme sind auch hier möglich. Die Geschwindigkeiten der Kamera beim fotografieren und während der Videofunktion sind recht langsam. Das hat zur Folge, dass man sich direkt nach dem Auslösen nicht sofort wieder bewegen sollte, da sonst das Bild verschwommen aufgenommen wird.

Samsung e620 - Front mit Kamera
Samsung e620 - Rückseite

Die Bilder und die Videoaufnahmen werden in einem separaten Ordner gespeichert, der sich Dateimanager nennt. Umbenennen lässt sich dieser nicht, aber er unterteilt die Dateien in Bilder, Videos, Töne und andere Dateien, so dass man auf einen Blick sehen kann, wo man denn als nächstes hin möchte. Eigene Ordner lassen sich leider nicht erstellen.

Samsung e620 - Hundebild
Samsung e620 - Kalender
Samsung e620 - Downloads
Samsung e620 - Terminplaner
Samsung e620 - Kontakte
Samsung e620 - Nachrichten

In diesem Handy gibt es neun Menüpunkte, die im Menüraster als Gitter aufgezeichnet sind. Sie sind als Icons dargestellt, so dass man auch so erkennen kann, was man sucht, ohne es erst lesen zu müssen und auch ein Anfänger kommt gut mit der Menüführung zurecht. Die neun Menüpunkte lauten: Anruflisten, Telefonbuch, Anwendungen, Browser, Nachrichten, Dateimanager, Kalender, Kamera und Einstellungen. Ein Wechsel von Icon- zu Listenmenü ist hier nicht möglich.

Es gibt drei Menüebenen, auf denen es kinderleicht ist, zu navigieren. Alles ist logisch aufgebaut und leicht verständlich.

Um eine SMS zu schreiben, ohne dabei den kurzen Weg über die Shortcuts zu wählen, benötigt man vier einfache Klicks im Menü, nämlich „Menü – Nachrichten – Nachricht verfassen – SMS“, schon ist man in der Lage eine SMS zu verfassen. Natürlich kann man auch den kurzen Weg über das Navigationskreuz nehmen, das man einmal nach links klickt, und man befindet sich schon im Verfasser-Bildschirm.

Als einzige weitere Schnellzugriffsfunktion wartet der kleine Koreaner noch mit der Sprachsteuerung auf, die einfach über das Navi-Kreuz (unten) erreicht werden kann.

Die Schriftgröße lässt sich im Ausgangsmenü nicht ändern, ist aber auch so groß genug, damit auch Benutzer, die kleinere Buchstaben nicht so gut erkennen können, die Zahlen gut lesen können.

Um die Rufnummer zu unterdrücken , wählt man im Menü den Punkt „Einstellungen“ und sucht unter dem Menüpunkt „Übertragung der Rufnummer“ den Punkt „Nummer verbergen“ auf, so erscheint die Rufnummer nicht mehr auf dem Display des Angerufenen. Um mal eben „geheim“ jemanden anzurufen eher etwas umständlich.

Das SMS schreiben ist beim SGH-E620 sehr einfach. Es gibt eine T9-Funktion, die einem das Schreiben der einzelnen Worte erleichtert. Es ist lernfähig und fügt unbekannte Worte dem Speicher hinzu. In eine SMS lassen sich Bilder, Animationen und Melodien einfügen und auch Namenskarten, Terminplaneinträge, Jahrestage, Memos und Aufgaben lassen sich problemlos anfügen. Hat man eine SMS erstellt und ist nicht im Inbegriff, sie sofort abzuschicken, so fragt das Gerät, ob die SMS als Entwurf gespeichert werden soll. Dieser Ordner kann entweder der bereits voreingestellte Ordner „Entwürfe“ sein, oder man legt einfach einen benutzerdefinierten Ordner an.

Hat man mal den Überblick verloren, wie viele SMS man am Stück schon geschrieben hat, so hilft einem der Zeichenzähler weiter. Er zeigt an, wie viele Zeichen noch übrig sind und belegt auch, bei der wievielten SMS man sich gerade befindet. Denn es ist möglich, zwölf SMS ohne Pause durchzuschreiben.

MMS zu erstellen ist ebenso einfach, wie das erstellen einer SMS. Die übersichtliche Gliederung im MMS-Startbildschirm vereinfacht das Zusammensetzen einer MMS ungemein, denn das Einfügen von Betreff, Bild/Video, Ton und Nachricht ist symbolisch, wie in ausgeschriebener Form vorhanden. Jeder Menüpunkt wir einzeln abgerufen und ausgefüllt, und schon kann die MMS seine Reise beginnen.

Und wie sollte es auch anders sein, das Verfassen und Abschicken einer E-Mail, gestaltet sich ähnlich einfach. Betreff, Text und Dateianhang werden beschrieben, dann der Empfänger eingegeben und schon ist das senden der E-Mail, mit den richtigen Einstellung im Handy, kein Problem mehr.

Damit es nicht langweilig wird, kann man dem Handy seinen persönlichen Stil verleihen, indem man sich, zu den bereits vorhandenen Klingeltönen, andere Klingeltöne dazu holt. Entweder geschieht dies per Download oder durch Bluetooth, Infrarot oder Multimediamitteilung. Das Samsung SGH-E720 ist in der Lage, Klingeltöne in MP3-, MIDI-, i-Melody-, AMR-, SMAF-Format abzuspielen. Das wird unter dem Menüpunkt „Einstellungen“ und dem Untermenüpunkt „Töne“ eingestellt. Und nicht nur Klingeltöne, sondern auch Tastentöne, Nachrichtentöne, Ein- und Ausschaltton, Klappenton und Sondertöne können eingestellt werden. Diese sind allerdings schon vorgegeben und können nicht durch andere Formate ersetzt werden.

Eine Tastensperre ist hier nicht notwendig, da die Tasten durch die darüber liegende Klappe bestens geschützt sind.Samsung e620 - von untenDas Samsung SGH-E620 bietet zwei Schnittstellen. Eine Bluetoothschnittstelle und eine Verbindung, durch ein Datenkabel, zum PC. Die Bluetoothschnittstelle ermöglicht es, Bilder, Animationen, Töne und Videos zu versenden, mit dem Datenkabel lassen sich über den PIMS-Manager, das ist die Datensoftware für Samsung, alle Daten abgleichen und ebenfalls Bilder, Töne, Animationen und Videos, auf den PC und vom PC aufs Handy, bringen. Die Synchronisation ist sehr einfach gestaltet und lässt sich leicht am PC bedienen und bearbeiten.

Samsung e620 - schräg liegen
Samsung e620 - seitlich liegend
Samsung e620 - schräg liegen
Samsung e620 - schräg liegen
Samsung e620 - seitlich Taste
Samsung e620 - schräg liegen

Sprachwahl wird in diesem Gerät, wie schon einmal erwähnt, auch angeboten. Sie ist leicht zu bedienen, dennoch muss man sehr deutlich sprechen, sonst kommt man nicht an das gewünschte Ziel. Durch die Sprachwahlfunktion lassen sich die einzelnen Menüpunkte, sowie die Anrufnamen aufrufen. Um die Sprachwahlfunktion zu nutzen, ist es lediglich notwendig, auf dem Navigationskreuz den Shortcut zu wählen, und schon ist man in der Lage, auf das Telefonbuch zuzugreifen. Ohne Shortcut wählt man im Menü die Punkte „Anwendungen – Sprachbefehle“.

Ein Telefonat mitzuschneiden ist hier nicht möglich, aber das Stummschalten während eines Gespräches ist möglich. Hierzu wählt man während des Telefonats „Optionen“ aus, um dort das Telefon auf Stumm zu schalten, schon bekommt der Gesprächspartner nicht mehr mit, was währenddessen gesprochen wird.

Die integrierte Freisprecheinrichtung, die es ermöglicht, auch während des Autofahrens zum Beispiel, zu telefonieren, lässt sich mittels der blauen OK/Info-Taste aktivieren. Leider klingt der Telefonpartner sehr blechern, und es wird auch nicht besser, wenn man die Lautsprecherlautstärke runterdreht, dazu kommt dann noch das Rauschen, das beim Telefonieren allgemein auftritt.

Wer Wert auf unterschiedliche Profile setzt, der wird beim Samsung SGH-E620 enttäuscht, denn das erstellen oder auswählen von Profilen, wird hier – wie bei allen anderen Samsung-Handys ebenfalls – nicht geboten.

Das Telefonbuch ist wiederum ein Schmuckstück im Samsung. Es hat vielfältige Möglichkeiten. Beim Anlegen eines neuen Kontakts wird erst abgefragt, ob der Kontakt auf der SIM-Karte oder auf dem Handy selbst gespeichert werden soll. Danach kann man den Vornamen, den Nachnamen, die Rufnummer, die Mobilfunknummer, die Website-Adresse, die Büronummer, die Faxnummer, eine anderweitige Nummer, eine Email-Adresse und eine persönliche Notiz hinzufügen. Außerdem lässt sich noch ein Klingelton, eine Gruppenzuordnung und ein Bild hinzufügen. Das alles ist allerdings nur möglich, wenn der Kontakt im Telefon gespeichert wird. Nutzt man den Kontakt auf der SIM-Karte so kann man nur den Namen, die Rufnummer und die verschiedenen Zuordnungen (Bild, Ton und Gruppe), wählen. Während eines Gesprächs lässt sich auch ganz einfach über den Menüpunkt „Optionen“ auf das Telefonbuch zugreifen.

Samsung e620 - aufgeklapptNatürlich verfügt das Samsung auch über einen Organizer, den man als Terminplan, Jahrestagplaner, Memo- und Aufgabenverwalter nutzen kann. Man kann zwischen Tages- und Wochenansicht wählen.

Wählt man den Terminplaner aus, so kann man einen Betreff, eine detaillierte Beschreibung, ein Startdatum, eine Startzeit, sowie Enddatum und Endzeit festlegen. Zusätzlich lässt sich ein Alarm festlegen, der an den Termin mittels Signal erinnert. Legt man sich einen Jahrestag an, so verlangt das Handy nach einem Anlass und einem Datum. Natürlich kann auch hier wieder der obligatorische Alarm festgelegt werden. Die Memofunktion ist ganz einfach gehalten, hier wird lediglich die Memo festgehalten und keine weiteren Funktionen abgerufen. Zu guter letzt noch die Aufgabenverwaltung, die die Aufgabe an sich abverlangt, ein Startdatum, ein Fälligkeitsdatum und eine Priorität.

Mit der Weckfunktion ersetzt das Samsung SGH-E620 sogar den Wecker. Eine Alarmzeit wird festgelegt und kann dann auf einmalig, täglich, täglich, außer Wochenende und täglich, außer Sonntags, eingestellt werden. Auch zwei zusätzliche Alarmfunktionen sind vorhanden. Nicht vergessen sein sollen, der Rechner, der Umrechner (der Währung, Länge, Gewicht, Volumen, Fläche und Temperatur umrechnen kann), der Timer und die Stoppuhr, die ihre Funktionen in diesem Gerät auch zur Verfügung stellen.

Natürlich sind auch hier, wie in jedem vorangegangenen Samsung, Spiele vorhanden. Es sind vier vorinstallierte Spiele, die für eine kurze Zeit einen hohen Spaßfaktor gewährleisten, danach allerdings recht schnell langweilig werden. Aber um dem vorzubeugen, ist es möglich, sich noch zusätzliche Spiele auf das Handy zu loaden.Dieses kleine Gerät von Samsung, ist mit sehr viel Ausstattung belegt worden. Die 1,3 Megapixelkamera und auch das Telefonbuch machen es, neben den vielen anderen Features, zu einem funktionsgeladenen, mobilen Wegbegleiter. Leider hätte Samsung sich ein bisschen mehr auf die Qualität der Gesprächsübermittlung konzentrieren sollen, damit der Benutzer einen einwandfreien Klang bekommt. Dennoch tut das dem Gerät alles in allem keinen großen Abbruch, was die Verarbeitung und das Handling angeht. Liebhaber, dieser kleinen Klapphandys von Samsung werden auch diesmal wieder ihre helle Freude an diesem Handy finden, denn die Features sind gut durchdacht und einfach zu bedienen. Also wieder ein Samsung, das Funktionalität und Eleganz vereint.

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Eine Kamera der ARD

Europäischer Gerichtshof: Der deutsche Rundfunkbeitrag ist rechtens

Das Thema Rundfunkbeitrag wurde bereits früher in den deutschen Gerichten behandelt. Zuletzt entschied das Landgericht Tübingen in zweiter Instanz, dass der Rundfunkbeitrag gegen das Unionsrecht verstößt. Nach kurzer Freude für die Beitrags-Gegner nun die Entkräftung: der deutsche Rundfunkbeitrag ist rechtens, sagt der Europäische Gerichtshof.
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