Test des Samsung SGH-D800

Einführung

Test-Datum: 25.04.2006
Software Version: D800XXFA2
Testversion mit Branding: nein
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Als flachstes Sliderhandy der Welt steht aktuell das D800 von Samsung in den Regalen. Mit dem Werbespruch "Wide and Slim Slider" - zu Deutsch umfangreicher und flacher Slider - will Samsung aus dem D800 einen weiteren Verkaufsschlager machen. Zielorientiert an einem guten Design und vielen Funktionen möchte Samsung die Spitze an den Sliderherstellern behalten, aber gelingt dies nach Erfolgsgeräten wie dem D500, dessen Nachfolger dem D600 und vielen Slidern der Konkurrenz immer noch? Was passt alles in den dünnsten Slider der Welt und wie sind diese Funktionen in der Handysoftware integriert? Was kann ein Gerät welches gleichzeitig für Fashion-Typen sowie Business-Typen ausgerichtet ist? Diese Fragen und viele mehr beantwortet unser ausführlicher Testbericht.

Verpackung & Lieferumfang

Flach, flacher am flachsten - So ungefähr zeigt sich schon die Verpackung, in der man das D800 bekommt - das flachste Sliderhandy der Welt. Mit einer Tiefe von nur 3,5 cm ist der schwarze Karton dünner als viele andere, in denen aktuelle Handys ausgeliefert werden. Von der Höhe (17 cm) und der Breite (25 cm) unterscheidet sich der Karton nicht stark von den Kartons anderer Geräte. Um den Karton befindet sich eine Banderole auf dessen Vorderseite das D800 abgebildet ist. Auf der Rückseite der Banderole sind die wichtigsten Grunddaten des Gerätes in verschiedenen Sprachen abgedruckt. Alles ist in einem schlichten schwarz gehalten und man merkt schon bei der Verpackung, dass das D800 ein Gerät der edlen Klasse ist.


Wird der Karton geöffnet, stellt sich die Frage wie es die Designer wohl geschafft haben, so viel in so wenig Platz zu bekommen. Auf der linken Seite befindet sich das D800. Auf der rechten Seite befinden sich dann, unter einer kleinen Verdeckung, noch folgende Teile im Lieferumfang: Ein Akku, ein Ladegerät, ein Stereo-Headset, ein USB-Datenkabel, eine Software-CD, die Bedienungsanleitung in Deutsch und Englisch sowie die Garantiehinweise und Werbung für den "Samsung Fun Club". Vermissen wird man allerdings das kleine Arm-Handyband, das Samsung bei fast allen anderen Geräten mitliefert.

Verarbeitung & Handhabung

Wer sofort mit dem D800 loslegen will, sollte auch keine Probleme damit haben. Die SIM-Karte verschwindet auf der Rückseite des Gerätes neben dem Akku. Ein kleiner, aber dennoch sichtbarer Eindruck zeigt einem die Stelle, wo die SIM-Karte ihren Platz findet. Der Akku lässt sich nur richtig herum einsetzen und zeigt mit einem kleinen, roten Pfeil in Richtung der Kontakte. Nun muss nur noch der Akkudeckel darüber gelegt und eingerastet werden. Etwas komplizierter wird es bei dem Auseinanderbau. Wenn man den Akkudeckel aufschieben will öffnet sich gleichzeitig der Slider des D800. Auch der Akku selbst ist etwas schwierig zu entfernen da seine Kante abgerundet ist. Alles in allem sitzen die Teile aber fest aufeinander und es wackelt nichts.


Das Gehäuse des D800 besteht teilweise aus Kunststoff und teilweise aus Metall, wobei das Metall die Kontur des D800 umschließt und für die Slidertechnik verantwortlich ist. Egal von welcher Seite sich das Gerät zeigt, es ist flach. Eine leichte geschwungene Linie zieht sich vom oberen zum unteren Ende des Gerätes. Auch durch die abgerundeten Ecken und Kanten wirkt das D800 harmonisch gut und nicht eckig. Wenn man den Slider aufschiebt befindet sich unter diesem die Tastatur. Auch hier findet man Metall, diesmal aber nur als Abgrenzung zwischen den vier Tastenreihen. Eingegrenzt ist die Tastatur von allen Seiten durch den Slider oder dessen Führungsschienen.

Das gesamte Verarbeitungsmaterial wirkt, wie das Gerät selbst, edel. Es wackelt oder knirscht rein gar nichts. Der Slidermechanismus läuft nicht zu weich, aber auch nicht zu hart. Nach einem leichten antippen nach oben bzw. nach unten springt das Gerät von alleine auf oder zu. Wenn das Gerät geöffnet ist, lässt sich ein kleines Spiel der beiden Sliderteile bemerken. Das Gerät wirkt alles in allem sehr robust, trotzdem sollte es nicht auf einen harten Gegenstand treffen oder fallen gelassen werden, da sich sonst schnell kleine Kratzer in der Glanzfläche der Oberschale bilden. Durch seinen symmetrischen Aufbau ist das Gerät in der linken, wie in der rechten Hand gleichgut zu bedienen.

Obwohl es ein Slidergerät ist, sind die Spaltmaße der einzelnen Teile sehr gering. Auch zwischen den beiden Sliderteilen kann kein Staub in das Gerät eindringen. Die Zifferntastatur im unteren Segment besteht aus einem Teil und bei dem oberen Sliderteil sitzen alle Tasten gut ineinander. Auch über die Öffnung der Hörmuschel, über die Akkuabdeckung und über die seitlichen Sondertasten kann kein Staub eindringen. Der Anschluss für das Zubehör ist mit einer Gummikappe geschützt. Über dem Anschluss der externen Antenne sitzt ein kleiner Gumminippel zum Schutz.

Ladegerät, Headset und Datenkabel werden, anders als bei Vorgänger-Slidergeräten, an der linken Seite des D800 angeschlossen. Da die Anschlüsse flach und lang sind, sitzen diese fest im Gerät und es wackelt nichts. Trotzdem können sie aber durch ein einfaches ziehen wieder voneinander getrennt werden. Auch mit einem angeschlossenen Gerät kann das Handy weiterbenutzt werden und man wird nicht durch den Anschlussstecker gestört.

Zusätzlich zu dem Geräteanschluss befindet sich auf der linken Seite des Samsung D800 noch ein Wipptaster. Auf der rechten Seite findet sich eine Schnellwahltaste für die Kamera. Schiebt man den Slider auf kommt auf der Rückseite des oberen Segmentes die 1,3 Megapixel Kamera zum Vorschein. Neben dieser befindet sich ein kleiner Portraitspiegel und links davon ein extra Mikrofon für Videoaufnahmen. Auf der Rückseite des unteren Slidersegments befindet sich ein externer Antennenanschluss.

Im aufgeschobenen Zustand findet sich im unteren Slidersegment die Standard-Nummerntastatur. Da die einzelnen Tastenreihen aus einem Stück bestehen, kann man nicht genau fühlen auf welcher Taste man sich aktuell befindet. Lediglich die Zifferntaste fünf hat zwei leichte Erhebungen an den Seiten. An der rechten und linken Seite der Zifferntastatur befinden sich die Führungsstege des Sliders. An diesen ist noch eine Orientierung möglich, wenn man nicht die ganze Zeit auf die Tastatur blicken möchte. Auf dem oberen Sliderteil befinden sich unter dem Display verschiedene Steuerungstasten. In der Mitte ein Fünf-Wege-Navigationskey, unter diesem die Korrektur-Taste. Links und rechts davon zwei Menüsoftkeys sowie die Tasten zum Annehmen und Beenden von Anrufen. Da sich zwischen jeder Taste ein kleiner Spalt befindet kann man sich auf diesen sehr gut Orientieren und drückt auch nur die Taste, die gedrückt werden sollte.

Die Tasten der Nummerntastatur haben einen Druckpunkt, der etwas gewöhnungsbedürftig ist. Nach einiger Zeit und mit etwas Übung trifft man diesen aber dann gut. Da die Tastenreihen aus einem einzelnen Teil bestehen ist das einzig hörbare der Druckpunkt. Ein Knacken oder Schleifen wegen anderen Tasten gibt es nicht. Die Tasten des oberen Slidersegments haben, dadurch dass sie nicht aus einem Komplettteil bestehen, einen genauen und gut spürbaren Druckpunkt. Dafür knacken sie aber etwas lauter als die der Zifferntastatur. Die Seitentaste für die Kamera und der Wipptaster haben auch einen genauen und einfachen Druckpunkt und wackeln nicht. Der Tastatur, vor allem der aus einem Teil bestehenden Zifferntastatur, ist eine lange Lebensdauer zuzutrauen.

Dadurch, dass die Tastatur aus einem einzelnen Teil besteht, braucht es etwas mehr Übung, bis eine SMS oder eine Telefonnummer komplett blind eingetippt werden kann. Die Navigation mit dem Navikey und den Softkeytasten ist im Gegenteil von Anfang an ohne Probleme zu vollziehen.

Der Vibrationsalarm ist nicht der stärkste und so kann das Gerät auch mal in der Hosentasche überspürt werden. Wenn das Gerät aber auf einem Tisch oder einem anderen Hohlkörper liegt, scheppert es laut vor sich hin. Leider ist hier, wie bei vielen Samsunggeräten, der Vibrationsalarm nicht gleichzeitig mit einem Klingelton kombinierbar. Entweder das Gerät klingelt, es vibriert, oder es vibriert zuerst und fängt dann mit dem klingeln an.

Obwohl das D800 mit seinem flachen Design in vielen Augen ein extravagantes Fashionphone ist, fehlt diesem eine Öse für Handyschmuck, ein Handyband oder ähnliches. Dies sollte auch die Frage beantworten, warum Samsung zu diesem Gerät kein Handyband mitgeliefert hat.

Sprachqualität & Empfang

Das D800 übermittelt einem einen sauberen Klang und es gibt kein Rauschen oder andere Nebengeräusche in der Übertragung. Auch der Gesprächspartner bekommt einen sauberen und störungsfreien Klang übermittelt. Auch in lauteren Gegenden können sich beide Gesprächspartner noch gut verstehen. Der integrierte Lautsprecher klingt auf der lautesten Stufe etwas metallisch scheppernd.

Egal ob gerade über die Ohrmuschel oder über die integrierte Freisprechfunktion telefoniert wird, die Gesprächslautstärke kann einfach über den Wipptaster an der linken Geräteseite geändert werden. Es kann aus fünf verschiedenen Lautstärkestufen gewählt werden. Um die integrierte Freisprechfunktion zu nutzen muss diese über den Navikey sowie einer Bestätigung aktiviert werden.

Der Empfang ist in den D- und in den E-Netzen sehr gut. Im Menü lässt sich einstellen auf welchen Frequenzen das Gerät funken soll. Zur Auswahl stehen einem die Optionen "GSM 900/1800" und "GSM 1900". Wobei "GSM 900/1800" dem aktuellen deutschen Standard entspricht. Eine gleichzeitige Nutzung der drei Frequenzen ist nicht möglich. Wenn also ein Urlaub oder eine Geschäftsreise ansteht kann es sein, dass die Bandauswahl manuell geändert werden muss.

Display & Kamera

Laut Samsung ist im D800 ein TFT-Display mit 262.144 Farben eingebaut, welches eine Darstellung von 240 * 320 Pixeln (QVGA-Auflösung) hat. Die Schärfe ist sehr gut und man merkt dem Display die hohe Auflösung an. Auch die Farbwiedergabe lässt nichts zu Wünschen übrig. Das Display hat keinen matten Schleier und es wirkt nichts verpixelt.

Hält man das Gerät unter eine starke Lichtquelle, wird einem das Ablesen des Displays stark erschwert. Je nach Beleuchtungsart können manche Passagen noch erkannt werden, oder man wird vollkommen geblendet. Im Dunkeln hingegen kann das Display ohne Probleme abgelesen werden und es ist alles gut erkennbar.

Wen das Display bei dunklen Verhältnissen blenden sollte, der kann in den Einstellungen aus insgesamt fünf Helligkeitsstufen wählen. Als kleine Spielerei kann eingestellt werden, dass die Wählanzeige von einer Tintenfeder beschrieben wird oder mit Kurznotizen beklebt wird. Diese Schriftveränderung wirkt sich aber nicht auf SMS oder das sonstige Menü aus. Es kann aus zwei Standardfarbschemata gewählt werden. Eines mit einer blau gefärbten Anzeige der Menübalken und eines mit einer rot gefärbten Anzeige. Wenn das Gerät am Ladekabel angeschlossen ist und eine Stromzufuhr stattfindet, wird das Display des D800 nur noch gedimmt und nicht komplett deaktiviert. Im normalen Betrieb schaltet sich das Display nach einiger Zeit komplett ab. Um eine Kurzinfo zu bekommen, wie der aktuelle Netzempfang ist oder wie viel Uhr es ist, muss der Wipptaster kurz gedrückt werden. Die Begrüßungsanimation kann nicht verändert werden und ist mit einer kleinen Animation des Samsung Fun-Clubs belegt. Die Begrüßungsnachricht kann frei verändert oder komplett deaktiviert werden.

Unter den Einstellungsmenüs gibt es einen Punkt um festzulegen, ob das TV-Ausgangssignal in NTSC oder PAL gesendet werden soll. Leider ist der dazu gehörige "TV-Out Adapter" nicht im Lieferumfang enthalten und muss bei Samsung extra nachgekauft werden. Besitzt man diesen Adapter kann das Displaybild ganz einfach auf ein externes Gerät gesendet werden.

Aktiviert man den Kameramodus des Gerätes, so fungiert das Display als Sucher für die 1,3-Megapixel Kamera. Das angezeigte Bild ist aber nur der Mittelausschnitt des Bildes, welches am Ende auch abgespeichert wird. So kann es passieren, dass auf einem Foto noch unerwünschte Objekte an den Rändern der Fotos sind. Die wichtigsten Einstellungsinformation wie z.B. die Auflösung oder den ISO-Wert bekommt man sofort angezeigt. Diese verschwinden aber nach ca. zwei Sekunden, sodass man nur noch die Symbole für Zurück, Aufnahme und Optionen angezeigt bekommt.

Bis die Kamera aktiviert ist, dauert es ca. drei Sekunden. Um ein Bild in der höchsten Auflösung zu knipsen, benötigt das Gerät nochmals drei Sekunden. Immerhin: In der niedrigsten Auflösung ist ein Bild in weniger als einer Sekunde gespeichert.

An Funktionen mangelt es der Kamera nicht. So kann eingestellt werden ob eine Einzelbildaufnahme oder eine Serienbildaufnahme gemacht werden soll. Des Weiteren lässt sich auswählen ob es nicht doch eine Mosaikaufnahme sein soll. Nebenbei kann aus folgenden Effekten ausgewählt werden: Keine Aktion, Schwarzweiß, Negativ, Sepia, Antik, Mondschein und Nebel. Zusätzlich kann einer von rund 30 Rahmen ausgewählt werden, der automatisch auf das Bild gelegt wird. Bei dem Selbstauslöser können entweder drei, fünf oder zehn Sekunden eingestellt werden. In den Einstellungen kann noch eine von fünf Auflösungen ausgewählt werden. Die Qualität der Auflösung kann aus vier Stufen gewählt werden, der Sucher noch erweitert und ein Nachtmodus aktiviert werden. Zusätzlich kann noch ausgewählt ob der Auslöser, Zoom oder die Bildhelligkeitsänderungen mit einem Geräusch bestätigt werden sollen. Das zu fotografierende Bild kann entweder kopfüber oder seitenverkehrt gespiegelt werden.


Über das Menü kommt man auch zu der Videofunktion der Kamera. Die Effekte für die Videofunktion sind dieselben wie die für ein Foto. Auch die Zeiten für den Selbstauslöser sind die Selben wie bei der Fotofunktion. Die Videoauflösung lässt sich aus einer von vier Optionen auswählen und die Tonaufnahme für das Video kann deaktiviert werden. Während einer Videoaufnahme kann gezoomt werden, auch die Bildhelligkeit lässt sich umstellen. Auch die Bildspiegelung ist wieder möglich.

Die Speicherorte für Bilder und Videos sind fest vorgegeben und können nicht verändert werden. Die Bilder werden als JPG-Datei abgelegt, die Videos als MP4-Datei. Wer aber zuviel fotografiert und filmt wird irgendwann auf seine Grenzen stoßen. Eine Speichererweiterung bietet das D800 nicht an. Das D800 besitzt einen internen Speicher von 80MByte.

Bei guten Lichtverhältnissen gelingen die Bilder in höchster Auflösung in einer akzeptablen Qualität. Sie sind etwas matt von der Farbwiedergabe und etwas verpixelt. Bei schlechteren Lichtverhältnissen werden die Farben sehr dunkel wiedergegeben. Manche Farbtöne werden sogar in ein tristes Schwarz geändert. Die Videos sind in höchster Auflösung leicht verpixelt, laufen aber ohne Ruckeln und haben eine gute Tonqualität.

OS & Bedienung

Das Menü ist verständlich und gut angeordnet und man findet, bis auf ein paar kleine Ausnahmen, alles da wo es auch vermutet wird. Man kann zwischen einer normalen Iconansicht auswählen, in der je drei Icons in der Höhe und der Breite dargestellt werden, oder einer weiteren Iconansicht, welche stark animiert ist, die letztere Auswahl scheint subjektiv etwas langsam zu laufen. Die Untermenüs werden in einer Listendarstellung aufgeführt. Die einzelnen Wege zu den Menü- und Unterpunkten sind konkret und kurz gehalten. So muss um eine SMS zu schreiben das Hauptmenü geöffnet und einfach nur noch dreimal bestätigt werden. Dies kann alles erledigt werden, in dem vier Mal der linke Softkey gedrückt wird. Unverständlich aber ist: Wenn im Stand-By Modus der Mittelknopf des Navikeys gedrückt wird, gelangt man nicht in das Hauptmenü, sondern in den Browser. Am Anfang ist es also erst eine Umgewöhnung, dass nun der linke Softkey gedrückt werden muss, um ins Menü zu kommen. Dies kann durch den Browser in der ersten Zeit die Handyrechnung etwas belasten.

Die vier einzelnen Richtungstasten des Navi-Keys können im Menü mit einer aus 20 Schnellwahlfunktionen belegt werden. Dem Wippschalter kann man zuweisen ob er - wenn das Handy klingelt - das Klingeln stumm schalten soll oder das Gespräch abweisen soll. Über die Kamerataste an der rechten Gehäuseseite gelangt man schnell in das Kameramenü. Während eines Gespräches sind die Schnellwahltasten deaktiviert. Über das Gesprächsmenü ist ein Aufruf des Hauptmenüs möglich und somit sind alle Funktionen wählbar. Wenn ein Gespräch gehalten wird, ist ein Aufruf des Hauptmenüs nicht möglich.

Die Schriftgröße und -art für das Menü lässt sich nicht ändern. Lediglich für die Wählanzeige lässt sich dies machen. Als kleine Spielerei hat Samsung integriert, dass die Wählanzeige von einer Tintenfeder oder einer Notizzettellandschaft dargestellt wird. Generell ist die Schrift aber in einer angenehmen Größe und gut abzulesen. Die Rufnummernübermittlung kann im Einstellungsmenü verwaltet werden. Hier lässt sich aus den drei Standardfunktionen auswählen. In einem anderen Menü kann die automatische Wahlwiederholung aktiviert oder deaktiviert werden.

Die Anruflisten lassen sich im Stand-By Modus über einen Druck auf die grüne Hörertaste aufrufen. Über die Seitentasten des Navikeys kann aus Aktuelle Kontakte, Unbeantwortete Anrufe, Gewählte Rufnummern und Empfangene Anrufe ausgewählt werden. Zu jedem Anruf lassen sich Datum, Zeit und Dauer anzeigen.

Beim SMS-Schreiben
wird man von einer lernfähigen T9 Funktion unterstützt. Es können bis zu zwölf SMS verfasst werden die aneinander hängen. Die Anzeige, welche SMS gerade geschrieben wird, befindet sich ganz oben. Darunter befindet sich ein Zeichenzähler, welcher alle verfügbaren Zeichen runterzählt, aber nicht die einer einzelnen SMS. Es können verschiedene Textvorlagen angelegt und diese dann über das Menü in eine SMS eingefügt werden; vorformulierte Vorlagen werden allerdings nicht mitgeliefert. Um eine EMS zu schreiben kann ganz einfach über das Menü ein Ton oder ein Bild eingefügt werden. Auch lassen sich Termine, Visitenkarten, Aufgaben und Telefonnummern einfach über das Menü zu einer SMS hinzufügen.

Unter dem Punkt um eine SMS zu verfassen befindet sich der MMS-Editor. Ganz einfach kann ein Betreff, ein Bild oder ein Video, ein Ton und Text zu einer MMS hinzugefügt werden. Hier kann aus den Standardspeicherorten des Gerätes ausgewählt werden, es kann schnell ein Video gedreht oder ein Foto geschossen werden. Als Anhang einer MMS können zusätzlich alle Dateien hinzugefügt werden, welche sich im Ordner "Andere Dateien" befinden. So z.B. eine PowerPoint Präsentation oder ein Adobe PDF. Diese Dateien können aber nur entsprechende Geräte anzeigen oder sie müssen auf eine Emailadresse verschickt werden. Die Maximale MMS Größe beträgt 300 KB.

Auch ein Emaileditor befindet sich im D800. Hier kann der Betreff, ein Text und ein frei wählbarer Dateianhang ausgewählt bzw. festgelegt werden. Auch CC- und BCC-Empfänger können eingestellt werden. Erhält man eine Email mit Anhang, lässt sich dieser ganz schnell im Gerät speichern. In den Einstellungen kann eine Blockliste für Emailadressen oder Betreffzeilen eingestellt werden und bis wie viel KB Größe eine Email abgeholt werden soll. Natürlich kann auch, bevor die komplette Email heruntergeladen wird, nur der Header der Email abgeholt werden.

Das Samsung SGH-D800 lassen sich Töne im .mmf, .midi, .amr, .wma und .mp3-Format aufspielen. Alle diese können als Klingelton aktiv gewählt werden. Einer .wav und eine .mfm verweigerte das D800 schon die Aufnahme. Im Gegensatz spielte das D800 die beiden Videoformate .mp4 und .3gp ohne Probleme ab. Der mp3-Player zeigt einem die wichtigsten Informationen an und kann im Hintergrund weiterlaufen. Somit kann gleichzeitig Musik gehört und eine SMS geschrieben werden.

Über den integrierten "Picsel Viewer" lassen sich Excel-Tabellen, Txt-Dateien, Word-Dokumente, Adobe PDFs und PowerPoint-Präsentationen anzeigen. Bei Dateien bei denen die Gesamtgröße ca. 2MB übersteigen, ist das Anzeigen aber mit erheblicher Wartedauer verbunden.

Eine Tastensperre im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Wenn das Gerät zusammen geschoben wird aktiviert sich automatisch eine Tastensperrung. Diese Tastensperre kann gelöst werden und so lassen sich im zugeschobenen Zustand auch SMS lesen oder Anrufe tätigen. Nach einiger Zeit im Stand-By Modus aktiviert sich die Tastensperre automatisch. Dieses Zeitintervall lässt sich nicht ändern.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Bluetooth ist im D800, im Gegensatz zu Infrarot, integriert. Über das im Lieferumfang enthaltene Datenkabel können schnell Daten zwischen PC und Handy getauscht werden. Auch lässt sich so das Gerät mit PCs synchronisieren die kein Bluetooth besitzen. Mit einem zusätzlich erhältlichen TV-Out-Adapter kann das D800 an einen Fernseher, Beamer oder anderem Gerät mit Chinch-Eingang angeschlossen werden und überträgt dann das Bild des Displays auf dieses.

Über Bluetooth, Email und MMS lassen sich alle Dateiformate versenden die im Handyspeicher abgelegt sind. Auch das Abspeichern ist - bis auf den Speicherplatz - ohne Einschränkungen möglich. So lassen sich aus den Menüs der einzelnen Funktionen die Anhänge sofort in den Gerätespeicher legen.

Synchronisiert werden kann das D800 über den PC mit dem mitgelieferten PC-Studio von Samsung. Als Datenquelle hierbei kann Microsoft Outlook aber auch Outlook Express dienen. Synchronisiert werden dann die Kontakte, der Kalender und die Aufgaben die man auf dem PC hat. Zusätzlich zur Synchronisation kann über das PC-Studio eine Internetverbindung hergestellt werden, wenn man mal unterwegs mit seinem Notebook online will. Aber bis es soweit war hatten wir einen langen Weg vor uns. Nach der dritten Neuinstallation der Samsungsoftware auf unseren Test-PC mussten wir die Treiber noch manuell nachinstallieren. Erst dann war eine Kommunikation zwischen Handy und PC möglich. Im Weiteren enttäuschte dann aber das PC-Studio, welches sich manchmal ohne eine große Fehlermeldung zum Absturz brachte: In einigen Fällen war die einzige Lösung zum Beenden der Taskmanager.

Die Bluetoothverbindung mit anderen Geräten wie z.B. einem PDA, einem Bluetoothheadset und einem Nokia 9300 liefen im Gegensatz ohne Probleme. Somit steht einer schnellen Kommunikation mit anderen mobilen Geräten nichts im Wege.

Multimedia & Organizer

Die Sprachwahl funktioniert beim D800 komfortabel wie es selten bei einem Handy zu sehen ist. Ohne dass man dem Gerät beibringen muss, zu welchem Kontakt welcher Sprachbefehl gehört, kann die Sprachwahl benutzt werden. Über einen Shortcut kommt man in das Menü der Sprachwahl, durch eine Stimme wird man aufgefordert den Kontaktnamen zu sagen wie er im Telefonbuch eingetragen ist. Nachdem der Kontaktname gesagt wurde zeigt einem das Gerät sofort die Übereinstimmungen an und stellt einem die Frage, ob die Verbindung hergestellt werden soll. Der Sprachspeicher speichert bis zu einer Stunde an Diktaten oder sonstigen Notizen. Über das Telefonmenü kann die Sprachaufzeichnung während eines Telefonates geöffnet werden, somit lassen sich Gespräche mitschneiden. Auch das Abspielen von Tönen, Videos und Sprachaufzeichnungen während eines Gespräches ist möglich. Wenn das Mikrofon während eines Gespräches abgeschaltet werden soll, geht dies einfach über das Telefonmenü. Hier wurde aber die Bezeichnung verwechselt: Will man das Mikrofon deaktivieren muss "Stumm aus" angewählt werden. Um das Mikrofon wieder zu aktivieren muss "Stumm ein" angewählt werden. Um die integrierte Freisprechfunktion zu aktivieren, muss der Auswahlknopf des Navikeys gedrückt werden, danach muss die Aktion noch per einen Klick auf den linken Softkey bestätigt werden.

Einzelne Situationsprofile werden vom D800 nicht unterstützt. Es können einzelne Grundeinstellung wie z.B. der Rufton einmalig festgelegt werden. Wenn das Gerät Lautlos sein soll, aktiviert man diesen Modus durch langes drücken der Raute-Taste. Im Menü lässt sich einstellen, ob das Handy im Stummmodus vibrieren soll oder nicht.

Im Telefon lassen sich bis zu 1000 Kontakte mit folgenden Daten speichern: Vorname, Nachname, Rufnummer Mobil, Privat, Büro, Fax und Andere, Emailadresse, ein Anruferfoto, ein eigener Klingelton, eine Gruppe sowie eine Notiz zum Kontakt. Adressdatensätze werden nicht unterstützt.

Der Kalender steht in einer Monats-, Wochen- und Tagesansicht zur Verfügung. In diesen kann während des Anlegens eines Datensatzes ausgewählt werden,
ob es sich hierbei um einen Termin, Jahrestag, eine Aufgabe oder eine Memo handelt. Von jeder der vier Optionen können jeweils 100 Datensätze gespeichert werden. Eine reine Notizfunktion selbst gibt es nicht. Ein erweiterter Taschenrechner und einen Umrechner für die gängigsten Einheiten befindet sich im Menü der Anwendungen.

Datum und Uhrzeit werden im Stand-By Bildschirm im oberen Bereich des Gerätes angezeigt. Eine Weltzeituhr mit den größten Städten ist im Menü Anwendungen vertreten. Genauso wie ein Timer und eine Stoppuhr. Im Menü Alarme können eine Weckzeit und zwei einzelne Alarmzeiten definiert werden.

Von Haus aus sind auf dem D800 die Spiele Bobby Carrot und TimeRider II installiert. Bei "Bobby Carrot" muss ein Hase durch verschiedenste Labyrinthe gesteuert werden und alle Karotten einsammeln. Aber er muss aufpassen dass er nicht in einer der Fallen landet. Im Spiel TimeRider II muss ein Raumschiff durch verschiedene Welten gesteuert werden. Dies wird durch feindliche UFOs versucht zu verhindern. Es erinnert an das alte "SpaceImpact" Spiel, welches auf Geräten wie dem Nokia 3330 zu finden war.

Fazit

Das Gerät selbst hält, was auf der Banderole der Verpackung versprochen wird: "Wide and Slim Slider". Aber auch dem modernsten Gerät können einige Funktionen fehlen. So ist es für viele Handynutzer in der heutigen Zeit schon unbegreiflich, dass sie keine Adressdatensätze speichern können. Und auch die anfänglichen Verbindungsprobleme mit dem PC könnten den ein oder anderen in Verzweiflung bringen. Aber für Menschen, die diese beiden Fehler verzeihen können, ist das Samsung D800 ein perfektes Designerstück. Die integrierte 1,3 Megapixel Kamera schießt ganz gute Fotos und durch die integrierte Videofunktion kann man auch mal die richtige Kamera zu Hause lassen. Auf dem brillanten TFT-Display lassen sich diese, aber auch viele andere Dateien in überragender Qualität anschauen. Die anfänglichen Bedienungsprobleme mit der Tastatur hat man nach einiger Zeit überwunden, und auch manche verzwickte Menüverknüpfungen sind mit ein bisschen Einübung gar nicht mehr so schwer. Das D800 schafft eindeutig eine neue Linie auf dem Schaubild der Slidertelefone. Nur ist es eine Frage der Zeit, wie lange es diese Linie anführen kann.

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