Test des Samsung SGH-D600

Einführung

Test-Datum: 17.10.2005
Software Version: D600BWEI2
Testversion mit Branding: ja - o² (Einschalt- und Ausschaltanimation)
Test-Autor: KD dem Autor Feedback senden
Gesamtwertung: 0 / 10
 
Lange hat Samsung auf das SGH-D600 warten lassen, immer wieder wurde der Erscheinungstermin verschoben. Das offizielle Gerät mit dem zu den Winterspielen 2006 alle Helfer ausgestattet werden sollen, ist schon vor seinem Erscheinungstermin heiß begehrt. Trotzdem stellen sich noch einige Fragen. Kann das Handy diesmal gleichzeitig klingeln und vibrieren? Wie gut ist die Kamera wirklich? Kann ich diesmal Adressen im Telefonbuch speichern? Und ist nun eine Speicherkarte mit im Lieferumfang? All diese und noch mehr Fragen haben wir beantwortet. Wie sich das D600 schlägt und wo es Mängel aufweist zeigt unser Testbericht.


Samsung SGH-D600 - aufgeschoben

Verpackung & Lieferumfang

Schwarz, schlicht und edel sieht die Verpackung des SGH-D600 aus. Unter einer Banderole auf der das D600 in verschiedenen Positionen abgebildet ist, befindet sich der kleine, schwarze Karton, in dem das Gerät zu finden ist. Nachdem man das Sicherheitssiegel des Kartons geöffnet hat, kann man sehen, was im Inneren ist.


Samsung SGH-D600 - Lieferumfang

Als Lieferumfang legt Samsung folgende Artikel mit in die Verpackung: Das D600, ein Akku, der im Rückteil des Covers integriert ist, ein Ladegerät, ein Datenkabel, ein Stereoheadset, eine Software-CD sowie die Bedienungsanleitungen in Deutsch und Englisch, und auch ein paar Begleitinformationsblätter. Als komplett neue Errungenschaft befindet sich noch ein TV-Out-Adapter mit im Lieferumfang, mit dem sich das D600 an eigentlich jeden handelsüblichen Fernseher anschließen lässt. Eine TransFlash Speicherkarte befindet sich nicht mit im Lieferumfang, wie es auf manchen Webseiten leider eine Fehlinformation ist.

Verarbeitung & Handhabung

Samsung SGH-D600 - auseinander gebaut
Samsung SGH-D600 - auseinander gebaut
Der Zusammenbau des D600 erweist sich als sehr einfach. Auf der Rückseite hat man nur die Nische für die Sim-Karte. Wenn man diese eingeschoben hat, setzt man lediglich noch den Akku darüber. Da der Akku gleichzeitig das Rückcover ist, kann man das D600 ab diesem Zeitpunkt schon sofort nutzen. Der Einschub für die TransFlash Karte befindet sich an der Seite, somit muss man, wenn man diese einsetzen will, nicht den Akku entfernen.

Die Designlinie des D600 ist konsequent und durchgezogen. Alle Steckplätze des Gerätes sind durch Gummiabdeckungen geschützt, die perfekt in das Gerät passen. Dadurch hat man überall eine klare und saubere Form. Die silbernen Elemente, wie die Seitentasten oder der Samsungschriftzug, fügen dem Gerät noch eine kleine Extranote dazu. Durch den Mix aus matten und glänzenden Coverteilen sticht einem das Samsung D600 positiv ins Auge.

Das D600 hat einen robusten Mantel und wirkt auch allgemein sehr widerstandsfähig. Der Aufschiebe-Mechanismus läuft sauber und flüssig. Wenn das Gerät aufgeschoben ist, hat es ein leichtes Spiel zwischen den beiden Hauptelementen. Durch seine symmetrische Form lässt es sich in der linken Hand genauso einfach bedienen wie in der rechten. Auch die außen angebrachten Tasten wirken robust und scheinen nicht bei der kleinsten Berührung kaputt zu gehen. Dies ist wichtig, da sonst irgendwann die äußeren Tasten mehr abgenutzt werden als die inneren.

Das Spaltmaß zwischen den beiden Hauptteilen ist, da es sich beim D600 um einen Slider handelt, etwas größer ausgefallen. Trotzdem hat man keinen Verdacht, dass schnell Staub in das Geräteinnere eindringen wird, was in diesem Falle ja auch den Slidermechanismus stören würde. Die Spaltmaße der anderen Verbindungen sind sehr gering, auch hier vermutet man keine Möglichkeit das Schmutz hineinkommen könnte.


Samsung SGH-D600 - aufgeschoben

Die Anbauteile, wie z.B. Datenkabel und Ladegerät, die am unteren Teil des Gerätes angeschlossen werden, sitzen fest und haben nur ein geringes Spiel. Zum Entfernen muss man die zwei sich am Stecker befindlichen Knöpfe eindrücken, mit denen die Haken der Stecker gelöst werden. Das Headset und der TV-Out-Adapter, die sich an der Seite des Gerätes anschließen lassen, haben einen genauso guten Halt. An diesen Teilen muss man einfach nur ziehen, um sie wieder vom Gerät zu entfernen, da die keine extra Sicherung haben. Trotzdem sitzen sie aber fest im Steckplatz.

Samsung SGH-D600 -  aufgeschoben von untenAn der unteren Seite des D600 befindet sich ein breiter, flacher Steckplatz für Daten- und Ladekabel. Rechts außen findet man den Steckplatz für das TV-Kabel und das Headset, an der linken Seite befindet sich der Einschub für die TransFlash Karte. Alle drei Anschlüsse sind durch am Gerät befestigte Gummiabdeckungen geschützt. Des Weiteren findet man auf der rechten Seite eine Taste für die Kamerafunktion und auf der linken Seite einen Wippschalter für die Lautstärke oder aber auch, um durch das Menü zu springen. Auf der Rückseite befindet sich dann die 2-Megapixel Kamera, daneben ein Portraitspiegel und die Leuchte für das Fotolicht.

Auf dem oberen Element des D600 wurde ein 5-Wege-Navikey angebracht, der auf beiden Seiten jeweils über einen Softkey verfügt. Darunter befinden sich die Tasten für die Rufannahme- und beenden, sowie eine Korrekturtaste. Im unteren Element befindet sich dann eine normale zwölf Tasten-Nummerntastatur. Diese wird, wenn das Handy zugeschoben ist, komplett verdeckt.

Samsung SGH-D600 - TastenfelderDie Tasten haben jeweils einen guten Druckpunkt und sitzen gut in den einzelnen Gehäuseteilen. Sie „klicken“ leise, wenn man sie drückt. Dieser Klick ist bei dem Navi-Key etwas lauter ausgefallen. Auch die beiden Seitentasten lassen sich problemlos bedienen und die beiden Druckpunkte des Wippschalters sind gut auszumachen.

Die einzelnen Tasten kann man gut erfühlen. Wenn man auf der Nummerntastatur arbeitet, kann man sich gut daran orientieren, da diese leicht in das Gehäuse vertieft ist. Somit spürt man deutlich wo welche der Tasten liegt. Auch über den Navi-Key kann man präzise und genau durch das Menü steuern. Über den Wipptaster an der Seite lässt sich auch das Menü leicht auf- und abwärts bewegen.

Ein Minuspunkt: Der Vibrationsalarm ist etwas zu laut aufgefallen, dafür kann man ihn jedoch in der Tasche auch gut spüren. Lediglich wenn das Gerät auf einem Tisch oder einem Hohlkörper liegt, hört man ein lautstarkes Brummen. Zu Beachten ist, dass es, wie auch schon bei D500, kein gleichzeitiges Klingeln und Vibrieren in den Standardeinstellungen des D600 gibt. Man muss sich also festlegen: Entweder nur Vibrieren, nur Ton oder Vibrieren und danach den Ton. Nur bei bestimmten Klingeltonformaten vibriert das Handy gleichzeitig mit, wobei bei diesen Formaten die Qualität nicht gerade die beste ist.

Wer gerne ein Handyband, Handyschmuck oder ähnliches an seinem D600 befestigen will, sollte Fingerspitzengefühl und das richtige Werkzeug dafür haben. Da die Öse eine fast rechtwinklige Abstufung hat, ist es etwas schwieriger etwas durch diese zu fädeln. Wenn man hierzu einen zu spitzen Gegenstand zur Hilfe nimmt, kann man sehr leicht das Cover zerkratzen.

Sprachqualität & Empfang

Samsung SGH-D600 - KopfhörerDas D600 übermittelt einem einen sauberen Ton und man hört kein Rauschen oder ähnliches vom Gegenüber. Auch der Gegenüber kann einen ohne Probleme verstehen. Was sich in ruhigen Gegenden durchsetzt, ist auch in lauteren Umgebungen so. Auch die Qualität des integrierten Lautsprechers weist keinerlei Mängel auf.

Egal ob man über die Ohrmuschel telefoniert oder über die integrierte Freisprechfunktion, man kann während des Gespräches zwischen fünf Lautstärkestufen auswählen. Ändern lässt sich dieses ganz einfach über den Wippschalter an der linken Seite des Gerätes.

Der Empfang ist in den D- und in den E-Netzen sehr gut. Im Menü kann man Einstellen, auf welchen Frequenzen das D600 funken soll, zur Auswahl stehen: 900/1800 MHz, was den deutschen Netzen entspricht. 850/1900 MHz was z.B. den amerikanischen Netzen entspricht und Quad-Band, wo auf allen vier Netzen gleichzeitig empfangen wird.

Display & Kamera

Samsung SGH-D600 - FrontIm D600 verfügt über ein TFT-Display, das eine QVGA-Auflösung hat, d.h. dass das Display 240*320 Pixel darstellt. Auf diesem werden 262144 Farben dargestellt. Die Schärfe ist sehr gut und man sieht dem Display die hohe Auflösung an. Auch die Farbwiedergabe lässt nichts zu Wünschen übrig. Das Display hat keinen matten Schleier und es wirkt nichts verpixelt.

Hält man das Gerät unter eine starke Lichtquelle, erschwert es einem das Ablesen des Displays erheblich. Da das Display mit einem glänzenden Schutz übersehen ist, reflektiert es das Licht. Im Dunkeln hingegen kann man der Bildschirm ohne Probleme ablesen und man erkennt alles.

Wem es aber zu hell sein sollte, der kann aus fünf verschiedene Helligkeitsstufen auswählen. Man kann die Displaybeleuchtung und die Einstellung, ob das Display gedimmt werden soll aus mehreren Stufen auswählen. Zusätzlich kann man entscheiden, ob das Display, wenn das Gerät lädt, komplett abschalten oder nur gedimmt bleiben soll. Das Display schaltet sich nach der eingestellten Zeit komplett ab. Dadurch muss man, wenn man z.B. die Uhrzeit wissen will, erst den Wippschalter betätigen.

Als Begrüßungsanimation war bei unserem Testgerät eine o2 Animation voreingestellt, da es sich bei diesem um ein Branding-Gerät des Münchner Netzbetreibers handelte. Man kann aus zwei Farbschemen für das Menü auswählen und kann einstellen, in welcher Schriftgröße, Schriftfarbe und Hintergrundfarbe die Wählanzeige ausgeführt werden soll. Zusätzlich kann man ntscheiden, ob der Netzbetreiberschriftzug im Stand-By-Modus oben, unten oder gar nicht angezeigt werden soll.

Samsung SGH-D600 - mit Viedeokabel
Samsung SGH-D600 - Viedeokabel
Wenn man das Gerät über den TV-Out-Adapter an ein Fernsehgerät anschließt, kann man in den Displayeinstellungen wählen, ob ein NTSC- oder ein PAL-Signal ausgesendet werden soll.

Aktiviert man den Kameramodus des Gerätes, so fungiert das Display als Sucher für die 2-Megapixel Kamera. Es wird einem das Bild angezeigt, das im Endeffekt auch abgespeichert wird. Man bekommt die wichtigsten Einstellungsinformation wie z.B. die Auflösung oder den ISO-Wert sofort angezeigt.

Bis die Kamera gestartet ist dauert es ca. ein bis zwei Sekunden, ein Bild in der höchsten Auflösung ist nach ca. drei Sekunden abgespeichert. In der niedrigsten Auflösung nach ca. einer Sekunde.

An Funktionen mangelt es der Kamera nicht. So kann man einstellen, ob man eine Einzelbildaufnahme oder ein Serienbild haben will. Darunter lässt sich auswählen, ob es nicht doch eine Mosaikaufnahme sein soll. Nebenbei kann man aus folgenden Effekten wählen: Keine Aktion, Schwarzweiß, Negativ, Sepia, Prägung, Skizze, Antik, Mondschein und Nebel. Zusätzlich kann man aus einem von 30 Hintergrundrahmen um das Bild herumsetzen. Das Fotolicht kann entweder komplett deaktiviert werden, automatisch eingeschaltet, nur bei der Aufnahme eingeschaltet oder permanent aktiviert werden. Bei dem Selbstauslöser lassen sich entweder drei, fünf oder zehn Sekunden auswählen. Üppig auch die Zahl der Bildauflösungen: In den Einstellungen lässt sich eine von sechs Auflösungen sowie die Qualität der Auflösung aus vier Stufen wählen, der Sucher kann erweitert und ein Nachtmodus aktiviert werden. Zusätzlich kann man dann noch entscheiden, ob der Auslöser, Zoom oder die Bildhelligkeitsänderungen mit einem Geräusch bestätigt werden sollen. Den Standardnamen eines Bildes kann man durch eine Bezeichnung mit höchstens elf Buchstaben, ersetzen.


Samsung SGH-D600 - Foto machen



Samsung SGH-D600 - RückseiteMit nur einem Tastendruck kann man von der Fotofunktion in die Videofunktion wechseln. Hier findet man in den Einstellungen die gleichen Effekte wie bei der Fotofunktion. Auch die Einstellungen des Fotolichtes und des Timers sind gleich gehalten. In den Einstellungen kann man zwischen zwei Aufnahmemodi wechseln, die Videoauflösung kann bis zu 352*288 Pixel betragen, was einer CIF-Auflösung entspricht. Auch die Qualität kann man aus vier verschiedenen Stufen wählen. Es lässt sich zusätzlich einstellen, ob der Ton aufgenommen werden soll und ob verschiedene Aktionen mit einem Geräusch bestätigt werden sollen. Den Videostandardnamen kann man auch hier mit elf Buchstaben füllen. Während einer Videoaufnahme kann man Zoomen und die Helligkeitseinstellungen ändern.

Mit nur einem Tastendruck kann man von der Fotofunktion in die Videofunktion wechseln. Hier findet man in den Einstellungen die gleichen Effekte wie bei der Fotofunktion. Auch die Einstellungen des Fotolichtes und des Timers sind gleich gehalten. In den Einstellungen kann man zwischen zwei Aufnahmemodi wechseln, die Videoauflösung kann bis zu 352*288 Pixel betragen, was einer CIF-Auflösung entspricht. Auch die Qualität kann man aus vier verschiedenen Stufen wählen. Es lässt sich zusätzlich einstellen, ob der Ton aufgenommen werden soll und ob verschiedene Aktionen mit einem Geräusch bestätigt werden sollen. Den Videostandardnamen kann man auch hier mit elf Buchstaben füllen. Während einer Videoaufnahme kann man Zoomen und die Helligkeitseinstellungen ändern.

Den Speicherort wählt der Anwender, wenn eine Speicherkarte eingesetzt ist, zwischen Gerät und der Transflash-Karte. Gespeichert wird in Standardordnern, die dann jeweils die Videos oder die Bilder enthalten. Die Bilder wirken in der höchsten Auflösung etwas verpixelt und matt. Starke Farbunterschiede werden etwas lasch dargestellt, in einer niedrigeren Auflösung bessert sich die Qualität. Die Videos wackeln oder stocken nicht während der Aufnahme und sind ganz leicht verpixelt, wobei dies nur an Übergängen ist.

OS & Bedienung

Samsung SGH-D600 - Hintergrund
Samsung SGH-D600 - Nachrichten
Samsung SGH-D600 - Menü
Samsung SGH-D600 - neue Nachricht
Samsung SGH-D600 - Bluetooth
Samsung SGH-D600 - IH.jpg
Samsung SGH-D600 - Einstellungen
Samsung SGH-D600 - WAP
Samsung SGH-D600 - Dateiverwaltung
Samsung SGH-D600 - Mediaplayer
Samsung SGH-D600 - Hintergrund
Samsung SGH-D600 - Kalender
Samsung SGH-D600 - Anwendungen
Samsung SGH-D600 - Anruflisten
Samsung SGH-D600 - Freekick
Samsung SGH-D600 - Tagesansicht
Samsung SGH-D600 - Spiel
Samsung SGH-D600 - Telefon
Samsung SGH-D600 - Uhrzeit & Datum
Samsung SGH-D600 - Kontakte

Das Menü ist verständlich und gut angeordnet. Man findet, bis auf ein paar kleine Ausnahmen, alles dort, wo man es auch vermutet. Im Menü lässt sich zwischen einer normalen Iconansicht auswählen, in der je drei Icons in der Höhe und der Breite dargestellt werden, oder einer weiteren Iconansicht, die stark animiert ist. Die Letztere scheint aber etwas langsamer zu laufen. Die Untermenüs werden dann in einer Listendarstellung aufgelistet. Die einzelnen Wege zu den einzelnen Menüpunkten sind konkret und kurz gehalten. So muss man, wenn man eine SMS schreiben will, das Hauptmenü öffnen und einfach nur noch dreimal bestätigen. Dies kann man alles erledigen, in dem man vier Mal den linken Softkey drückt.

Die vier einzelnen Richtungstasten des Navi-Key kann man sich im Menü mit einer aus 22 Funktionen belegen. Dem Wippschalter kann man die Funktion zuweisen ob, wenn das Handy klingelt, er das Klingeln Stummschalten soll oder das Gespräch abweisen soll, sobald er aktiviert wird. Über die Kamerataste an der rechten Gehäuseseite gelangt man schnell in das Kameramenü, während eines Gespräches sind die Schnellwahltasten deaktiviert. Über das Gesprächsmenü kann man auch nicht in das Hauptmenü des Handys gelangen, lediglich eine SMS kann verfasst und das Telefonbuch aufgerufen werden. Auch wenn man ein Gespräch auf „Halten“ legt kann man nicht ins Menü.

Die Schriftgröße und Art für das Menü ist fixiert und lässt sich nicht mehr ändern. Lediglich für die Wählanzeige kann eine andere Pixelgröße aktiviert werden. Generell ist die Schrift aber in einer angenehmen Größe und gut abzulesen. Die Rufnummernübermittlung kann man einfach im Einstellungsmenü verwalten, hier kann man aus den drei Standardfunktionen auswählen. In einem anderen Menü lässt sich einstellen, ob eine automatische Wahlwiederholung aktiviert werden soll.

Zu den Anruflisten kommt man, wenn man im Stand-By-Bildschirm die grüne Hörertaste drückt. Es werden einem alle Anrufe, unbeantwortete Anrufe, gewählte Rufnummern und empfangene Anrufe angezeigt. Zu jedem Anruf kann man sich dann noch Datum, Zeit und Dauer aufzeigen lassen.

Beim SMS-Schreiben wird der Benutzer von einer lernfähigen T9 Funktion unterstützt. Hier lassen sich bis zu zwölf SMS verfassen, die aneinander hängen. Im unteren Bereich des Editors findet sich einen Zeichenzähler, der die übrigen Zeichen einer einzelnen SMS abzählt, daneben die Anzeige, die wievielte SMS man gerade schreibt. Man kann sich verschiedene Textvorlagen anlegen und diese dann über das Menü in die SMS einfügen, vorformulierte Vorlagen werden aber nicht mitgeliefert. Wenn man eine EMS schreiben will, kann man ganz einfach über das Menü einen Ton oder ein Bild einfügen. Auch lassen sich Termine, Visitenkarten, Aufgaben und Telefonnummern einfach über das Menü zu einer SMS hinzufügen.

Unter dem Menüpunkt, um eine SMS zu verfassen, befindet sich der MMS-Editor. Ganz einfach kann man einen Betreff, ein Bild oder ein Video, einen Ton und Text zu einer MMS hinzufügen. Hier lässt sich aus den Standardspeicherorten des Gerätes auswählen oder noch selbst die Datei, die man einfügen will, erstellen. Als Anhang einer MMS kann man alle Dateien hinzufügen, die man im Ordner „Andere Dateien“ hat, wie z.B. eine PowerPoint Präsentation oder ein Adobe PDF. Die Maximale MMS Größe beträgt 300 KB.

Auch ein Emaileditor befindet sich im D600. Hier kann man einen Betreff, einen Text und einen frei wählbaren Dateianhang auswählen. Selbstverständlich können auch CC- und BCC-Empfänger hinzugefügt werden. Wenn man eine Email mit einem Anhang erhält, kann man diesen über den Emaileditor ganz einfach in sein Handy speichern. In den Einstellungen kann eine Blockliste für Emailadressen oder Betreffzeilen eingestellt werden und bis wie viel KB eine Email abgeholt werden soll. Natürlich kann auch, bevor die komplette Email heruntergeladen wird, nur der Header der Email abgeholt werden.

Midi, MP3 und alle anderen möglichen Klingeltonformate spielt das D600 ohne Probleme ab. Nur eine Wavedatei hat es im Test nicht angenommen. Es unterstützt beide gängigen Videoformat (3gp und mp4) und zeichnet selbst in dem Qualitativ besseren MP4 auf. Auch bei den Bildformaten werden einem keine erkennbaren technischen Grenzen gesetzt. Der integrierte „Picsel-Viewer“ stellt Officedokumente wie Word, Excel, Powerpoint oder PDF dar. Der MP3 Player zeigt einem die wichtigsten Funktionen und Informationen an, dieser kann jedoch nicht im Hintergrund laufen.

Eine Tastatursperre im klassischen Sinne gibt es nicht. Wenn man das Handy zusammenschiebt, werden die Tasten deaktiviert. Diese „Tastensperre“ lässt sich jedoch lösen und somit ist der Weg frei, im zugeschobenen Zustand SMS zu lesen oder im Menü stöbern. Nach einiger Zeit im Stand-By Modus aktiviert sich die Tastensperre automatisch. Dieses Zeitintervall kann man nicht verändern.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Samsung SGH-D600 - von oben
Samsung SGH-D600 - von unten
Bluetooth ist im Samsung SGH-D600, im Gegensatz zu Infrarot, integriert. Über das im Lieferumfang enthaltene Datenkabel kann man schnell mit dem PC Daten austauschen oder das Gerät synchronisieren. Mit dem TV-Out-Adapter kann man das D600 an einen Fernseher, Beamer oder einem anderem Gerät mit Chinch-Eingang anschließen und hat dann das Bild des Displays auf diesem.

Über Bluetooth lassen sich auch alle Dateien versenden, die sich auf dem Handy befinden. Genauso wie bei einer MMS und einer Email sind einem hierbei keine Grenzen gesetzt. Auch wenn man eine Datei in einer Email empfängt, kann man diese auf dem Gerät abspeichern. So kann man sich z.B. eine Exceltabelle, wenn man unterwegs ist, aktualisiert auf das Handy schicken lassen. Somit hat man immer die aktuellsten Daten verfügbar.

Synchronisiert man das D600 mit dem PC, kann man in dem mitgelieferten PC Studio auswählen, ob Outlook oder Outlook Express als Datenquelle dienen soll. Synchronisiert werden dann die Kontakte, der Kalender und die Aufgaben die man auf dem PC hat. Auch kann man über das PC Studio eine Internetverbindung aufbauen, wenn man mal mit dem Notebook unterwegs ist.

Die Verbindung verschiedenster Geräte über Bluetooth klappte bei allen ohne Probleme. Das Datenkabel war schnell installiert und somit steht einem auch nichts im Weg, wenn man sein Handy lieber per Kabel mit dem PC verbindet.

Multimedia & Organizer

Samsung SGH-D600 - schräg
Samsung SGH-D600 - schräg
Samsung SGH-D600 - seitlich
Samsung SGH-D600 - schräg
Samsung SGH-D600 - schräg
Samsung SGH-D600 - seitlich
Eine Sprachwahl oder Sprachsteuerung unterstützt das D600 nicht. Der integrierte Sprachspeicher fasst bis zu einer Stunde Diktate. Während eines Gespräches ist dieser nicht aktivierbar und somit lässt sich ein Gespräch nicht aufzeichnen. Wenn man das Mikrofon während eines Gespräches Stumm schalten will, muss man dieses über das Gesprächsmenü machen. Dieses findet man, indem man den linken Softkey drückt. Will man die integrierte Freisprechfunktion aktivieren, so muss man einfach nur einmal den Mittelknopf des Navi-Key drücken und die Aktion nochmals bestätigen.

Einzelne Situationsprofile werden nicht unterstützt. Man kann sich eine Einstellung festlegen. Will man das Gerät komplett stumm schalten, so aktiviert man diesen Modus durch längeres Drücken der Rautetaste. Im Menü lässt sich einstellen, ob im Stummmodus das Gerät vibrieren soll oder nicht. Ein gleichzeitiges Vibrieren und Klingeln ist nur bei bestimmten Klingeltönen möglich, ansonsten vibriert das Handy zuerst und setzt dann mit dem Klingelton ein.

Das Telefonbuch lässt sich wahlweise entweder nach Vornamen oder nach Nachnamen ordnen. Im Telefon lassen sich bis zu 1000 Kontakte speichern, mit jeweils folgenden Daten: Vorname, Nachname, Rufnummer Mobil, Privat, Büro, Fax und Andere, Emailadresse, ein Anruferfoto oder –Video, ein eigener Klingelton, eine Gruppe sowie eine Notiz zum Kontakt. Adressendatensätze lassen sich, wie schon befürchtet, immer noch nicht speichern. Eine neue Funktion ist das Anrufervideo, hierbei wird dann, während das Handy klingelt, das zugewiesene Video abgespielt. Dies war bislang nur bei wenigen Geräten mit Hilfe einer Zusatzsoftware möglich.

Der Kalender steht einem in einer Monats-, Wochen- und Tagesansicht zur Verfügung. In diesem kann man dann bei dem Anlegen eines Datensatzes auswählen, ob es sich hierbei um einen Termin, Jahrestag, eine Aufgabe oder etwas anderes handelt. Im Kalender kann man 400 einzelne Datensätze speichern. Eine Notizfunktion selbst gibt es nicht. Ein erweiterter Taschenrechner und ein Umrechner für die gängigsten Einheiten befinden sich bei den „Anwendungen“.

Datum und Uhrzeit werden einem im Stand-By-Bildschirm, im oberen Bereich des Gerätes, angezeigt. Eine Weltzeituhr mit den größten Städten findet man ebenfalls bei den „Anwendungen“, genauso wie einen Timer und eine Stoppuhr. Man kann sich einen Wecker und zwei Alarme einstellen.

Von Haus aus sind auf dem D600 drei Spiele vorinstalliert. Forgotten Warrior, ein Strategie-Rollenspiel; Freekick, ein Fussballspiel und Arch Angel, eine Art Fantasyshooter. Zusätzlich befindet sich bei den Anwendungen ein Bildeditor mit dem man alle auf dem Handy befindlichen Bilder bearbeiten kann.

Fazit

„The Power of Business“ steht auf der Banderole der Verpackung, und die hat das D600. Bis auf das Manko, dass man keine Adressdatensätze zu einem Kontakt hinzufügen kann, ist es ein echter Business-, Multimedia- und Fashionallrounder in einem. Anschließbar an viele Geräte, kann man schnell damit eine Präsentation auf die Leinwand bringen oder sich schnell die aktuellsten Firmendaten als Exceltabelle oder PDF anschauen. Mit üppigen Speicherplatz und einem Speicherkartenslot kommt man auch nicht, wie bei dem Vorgänger Samsung SGH-D500, schnell in Speichernot. Die Kamera macht gute Bilder und Videos, somit kann man auch seinen Urlaub oder andere Erlebnisse festhalten, ohne eine extra Digitalkamera dabei haben zu müssen. Auf seinem brillanten Display zeigt das D600 einem die gemachten Bilder und Videos ohne jegliche Verluste an. Und wenn mal die Familie anruft, kann man sich das Video des letzen Urlaubs als Klingelton einstellen. Kurz gesagt: Samsung hat mit dem SGH-D600 einen ehrwürdigen Nachfolger des D500 auf den deutschen Markt gebracht.

Falsche oder fehlende Angaben im Datenblatt (Samsung SGH-D600)?

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