Test des Samsung SGH-B100

15 Minuten

Samsung SGH-B100
 

Ein „kompakter Klassiker ohne überflüssige Extras" ist der neue Testkandidat im inside-handy-Testcenter – das Samsung SGH-B100. Ein Purist ohne Schnörkel mit einer Minimalausstattung, dazu noch sehr preiswert. Das SGH-B100 versucht den Ansatz eines „Minimalisten" auf die Basisfunktionen eines Handys positiv zu verkörpern. Hat diese Konzentration auf das Wesentliche doch noch genug Ausstrahlungskraft für einen ausreichenden Kaufanreiz? Wie schlägt sich das SGH-B100 in einem ausführlichen Test? Der folgende Testbericht wird diese Fragen beantworten.

Samsung SGH-B100Auch die Größe der Lieferbox unterstreicht den Eindruck, dass hier nur das absolut Notwendige zu finden sein wird, da die rechteckige Box sehr klein ist und für den Inhalt nur wenig Platz zur Verfügung steht. Neben einem Foto des SGH-B100 ist ein knapper Werbeslogan „Comminucation Instinct“ auf der Verpackung aufgedruckt. Die Samsung-typische Box ist mit einem Siegelaufkleber verschlossen und soll dadurch auf einen Blick eine fabrikneue Ware für den Kunden gewährleisten. Nach dem Öffnen der kleinen Schachtel wird der Blick auf den knappen Lieferumfang frei. Neben dem SGH-B100 ist nur noch ein Li-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 1.000mAh, ein Netzladeteil und eine zusammengerollte Bedienungsanleitung mit einer Garantieerklärung zu finden. Alles ist gut verstaut in der Lieferbox untergebracht.

 

Samsung SGH-B100
Samsung SGH-B100

Klein, griffig und überraschend hochwertig wirkt das SGH-B100 auf den ersten Blick. Das schwarze Testgerät (Farbbezeichnung „Noble Black“) offenbart sich als ein gut verarbeitetes und optisch stimmiges Barrenhandy mit einem durchaus gefälligen Design.

Samsung SGH-B100Durch die kleine Baugröße von 104 x 44 x 16,3mm bei nur 78g Gewicht entpuppt sich das B100 als wahrer „Handschmeichler“, der durch die griffige Struktur des Kunststoffgehäuses und der gummierten Tastenfläche einen positiven Erst-Eindruck hinterlässt. Leichte optische Akzente werden durch die dunkelgraue Tastaturmatte und dem gleichfarbenen Gehäuserahmen gesetzt, die zur schwarzen glänzenden Display- und Vorderfront-Umrandung eine harmonische Abstufung darstellen. Auch der Akkudeckel ist in einem matten schwarzen Farbton gehalten. An der Vorderfront hellt nur der relativ große Nav-Key mit dem breiten glänzenden Aluring die Optik etwas auf. Ohne die Notwendigkeit eines Werkzeuges und problemlos lässt sich das SGH-B100 in den betriebsfertigen Zustand versetzen: SIM-Karte in den Kartenleser einschieben, der unterhalb des Akkus im Gehäuse eingelassen ist, den Akku einsetzen, der nur in der richtigen Lage einsetzbar ist und zum Schluss noch den Akkudeckel aus Kunststoff aufschieben, der sehr passgenau sitzt. Und schon steht einem Start des Handys nichts mehr im Wege.

Auffällig war ein kleines Ärgernis beim Wechsel der SIM-Karte: Jedes Mal wenn der Akku aus dem Gerät (auch nur kurz) entnommen wird, wird beim Start des Handys die Eingabe von Datum und Uhrzeit neu erforderlich. Dies ist nicht sehr praxisorientiert und auf Dauer etwas lästig. Auch im betriebsfertigen Zustand bleibt der positive „handschmeichlerische“ Eindruck des SGH-B100 bestehen. Was die Verarbeitung angeht, da ist auch im Modell B100 die Samsung-typische hochwertige Verarbeitung vorzufinden. Vor allem für ein Modell in diesem Low-Price-Segment ist sowohl die Materialwahl als auch die Gesamtverarbeitung in einem soliden und ansprechenden Bereich. Spaltmaße und sonstige Verarbeitungsdetails attestieren dem SGH-B100 einen durchweg qualitativ positiven Eindruck, selbst bei einem etwas beherzteren Zugreifen sind dem B100 keine Klapper- bzw. Quietschgeräusche zu entlocken, hier sitzt alles so wie es sitzen sollte.

Samsung SGH-B100Anbauteile gibt es beim SGH-B100 eigentlich nur in Form des Netzteiles. Da auch kein Headset zum Lieferumfang gehört, wird die einzig verfügbare Buchse (an der linken Außenseite) ausschließlich zum Laden des Akkus über das Netzladeteil genutzt. Der dazugehörige Stecker sitzt fest und passgenau. Die Buchse des Netzladeteiles ist vorbildlich mit einer kleinen Lasche verschlossen, die anschaulich den Ersteindruck einer guten Staub-„Resistenz“ des SGH-B100 sinnvoll ergänzt. Bereits beim Anblick der wirklich wenigen Bedienelemente wird der Schwerpunkt des SGH-B100 auf die Basisfunktionen wieder unterstrichen. Außer der bereits beschriebenen Buchse für das Netzladeteil sind an den Seiten und auf der Rückseite keine weiteren Tasten oder Bedienelemente zu finden. Die Vorderseite des Samsung-Handys wird von einem (kleinen) Display auf der oberen Gehäusehälfte und von einer herkömmlichen Handy-12er-Tastatur auf der unteren Gehäusehälfte bestimmt. Die sehr breite Displayumrandung zeigt, dass Samsung hier auch ein etwas größeres Display hätte verwenden können. Hier hat man wohl aus Kostengründen zur preiswertesten Lösung gegriffen. Unterhalb des Displays ist ein 5-Wege-Nav-Key (mit zentraler Bestätigungstaste) mittig eingebaut.

Um den Nav-Key herum gruppieren sich noch 5 weitere Einzeltasten. Je links und rechts eine Taste zum Aufruf einer Softmenü-Funktion („Menü“ links – „Telefonbuch“ rechts), jeweils darunter die Taste zur Rufannahme (links) und Rufbeendigung (rechts) und direkt unterhalb des Nav-Key eine etwas schmalere Einzeltaste als C-Taste mit der Löschfunktion. Ein- bzw. ausgeschaltet wird das SGH-B100 über die Rufbeendigungstaste, die zusätzlich mit dieser Funktion belegt ist. Übergangslos reiht sich dann die eigentliche 12er-Tastatur an die zuletzt beschriebenen Tasten an. Die Beschriftung und Beleuchtung der dunkelgrauen Tasten mit der weißen Schrift und der ebenfalls weißen und sehr hellen Tastenbeleuchtung gewährleistet in jeder Umgebungssituation eine uneingeschränkte Erkennbarkeit der Tastenelemente. Durch die gummierte Oberfläche der Tasten wird eine besondere Griffigkeit und zielsichere Bedienung ermöglicht.

Samsung SGH-B100Ein guter Druckpunkt und ein sauberes Ansprechverhalten unterstreichen den guten Eindruck der Tastenelemente. Eine kleine Einschränkung muss bei der Bedienung gemacht werden, beim Blind-Schreiben einer SMS vermisst man eine deutlich fühlbare Kennzeichnung der Tastatur-Mitte auf der Zifferntaste 5. Diese ist nur unzureichend etwas angedeutet aber nicht praxisgerecht „fühlbar“. Auch bei einem Handy mit der Konzentration auf das Wesentliche darf eine lautlose aber spürbare Anrufsignalisierung in Form eines Vibrations-Alarms nicht fehlen. So verfügt auch das SGH-B100 über einen deutlich spürbaren Vibra-Alarm, der auch in Hemd -und Hosentaschen noch gut zu spüren ist. Generell ist der Gesamteindruck des SGH-B100 sehr positiv, was durch die Optik und Haptik in jedem Falle unterstrichen wird.

Auch in Sachen Sprachqualität schlägt sich das SGH-B100 wacker. Sowohl die Sprachwiedergabe am Gerät selbst als auch die übertragene Stimme beim Angerufenen, ist ohne erkennbare bzw. hörbare Einschränkungen/Störungen. Ein klarer Klang und eine gute Lautstärke unterstützen eine gute Verständigung in beide Richtungen. Alles in allem kann dem SGH-B100 eine gute bis sehr gute Verständlichkeit attestiert werden. Der Empfang in den verschiedenen Frequenzbändern der Mobilfunkbetreiber ist auch in schwächer versorgten Gebieten ausreichend, dass kaum Gesprächsabbrüche vorkommen dürften. Als Dualband-Gerät (900/1800 MHz) ist das B100 von Samsung technisch nicht mehr ganz auf aktuellem Stand. Samsung wirbt beim B100 mit einer überragenden Standby-Zeit. Die Standby-Zeit lt. Hersteller beträgt 450 Stunden bzw. eine Sprechzeit von bis zu 9 Stunden. Bedingt durch den starken Akku mit 1.000mAh dürften sehr gute Zeiten durchaus realistisch sein, wobei sich die vorgegebenen Werte eher als theoretische Maximalwerte bei besten Netzverbindungen erzielen lassen könnten. Im Test war bei geringer Nutzung des Gerätes ein praxisgerechter Wert von 7 Tagen im Standby und eine Sprechzeit von ca. 5 Stunden erreichbar. Die Werte sind für ein Handy dieser Klasse absolut ausreichend und auch für Vieltelefonierer in einem akzeptablen Bereich. Als Dualband-Gerät ist ein Einsatz weltweit nicht möglich bzw. empfehlenswert. Für heimische Frequenzbänder reicht das Samsung SGH-B100 jedoch aus.

Der SAR-Wert des Samsung SGH-B100 beträgt durchschnittliche 0,91 Watt/kg.

Das beim SGH-B100 verbaute Display ist ein CSTN-Farbdisplay mit 128 x 128 Pixel bei einer Darstellung von 65.536 Farben. Die Diagonale beträgt 1,52 Zoll (sichtbare 39 mm), sichtbare Fläche (Breite und Höhe 28 mm). Das einfache Display verfügt über einige unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten, die manchmal von der Zugehörigkeit verwirren können. Im Einzelnen sind folgende Punkte des Einstellungsmenüs beim Display möglich:

  • Hintergrundbild (5 verschiedene Bilder, eine Uhr – digital oder analog, ein Kalender)
  • Textdarstellung und Textfarbe lassen sich zusätzlich aktivieren oder deaktivieren
  • Automatische Tastensperre (mit verschiedenen Zeitprofilen)
  • Helligkeit (in vier Schritten – von 50% – 100%)
  • Beleuchtung (ein – von 10 Sek. bis zu 10 Min., Dimmfunktion – von 5 Sek. bis zu 3 Min.)
  • Tastenbeleuchtung (immer, nachts oder zeitgesteuert)
  • Grafik-Logo
  • Schriftfarbe für Darstellung der Wählzahlen (Regenbogen, Einfarbig, Standard)
  • Eine Begrüßungsnachricht in Textform kann ebenfalls individuell eingegeben und bei Bedarf angezeigt werden.

Nach der vorgewählten Zeit schaltet das Display in einen Dimmzustand und nach einer weiteren vorgegebenen Zeitspanne wird die Displaybeleuchtung ganz deaktiviert und das Display bleibt dunkel. Systemmeldungen und andere Statusanzeigen (Netzstärke, Akkuladestand, GPRS-Verfügbarkeit, Netzbetreiber, Datum und Zeit) sind dann nicht mehr zu erkennen. Zum Ablesen der Informationen muss die Bildschirmbeleuchtung per Tastendruck wieder aktiviert werden. Leider gibt es keine LED, die auf verpasste Anrufe und eingegangene Mitteilungen im Standby-Betrieb aufmerksam macht. Auch die positive/negative Netzverfügbarkeit wird nicht durch eine Leuchtdiode optisch angezeigt. Das Display wirkt etwas grobpixelig aber dennoch ausreichend kontrastreich. Auch bei Sonnenlicht und anderen starken Lichtquellen bleibt die Erkennbarkeit des Displays erhalten und wird nur geringfügig beeinträchtigt. Auf eine Kamera muss man beim Samsung SGH-B100 verzichten, dies gehört nicht in das Ausstattungspaket des „Minimalisten".

Samsung SGH-B100
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Das von Samsung in Eigenentwicklung implementierte Betriebssystem des SGH-B100 ist auch aus anderen Modellen bekannt und arbeitet relativ zügig mit nur vereinzelt kurzen Verzögerungen. In einer klaren Menüstruktur der Programme und Einstellfunktionen sind die diversen Untermenüs bzw. Programmpunkte überwiegend einfach und schnell zu finden.

Ein logischer Aufbau und eine klare Darstellung über Icons und deren Erklärungen/Bezeichnungen geben dem Anwender die erforderliche praktische Unterstützung. Bei zu langen Schrifterklärungen nervt die etwas langsame automatische Scroll-Funktion der Darstellung. Insgesamt ist aber die Bedienung ohne Zuhilfenahme der beigefügten Betriebsanleitung grundsätzlich möglich. Die Anordnung und Darstellung über Icons ist nicht veränderbar.

Über bis zu vier Menüebenen sind auch die meisten Unterpunkte schnell zu finden. Manchmal muss man etwas suchen um bestimmte Funktionen unter den jeweiligen Hauptmenüpunkten zu finden (z.B. automatische Tastensperre bei „Displayeinstellungen“). Eine Schnellzugriffsfunktion ist beim SGH-B100 über die vier Richtungen des Nav-Keys realisiert, hier kann für jede Betätigungsrichtung des Nav-Key eine individuelle Funktion oder ein individueller Programmaufruf programmiert werden. Ergänzend kann die Funktion der Tastensperre über die *-Taste genutzt werden und die Funktion der Stummschaltung über die #-Taste.

Die Softkey-Funktionen im Grundzustand beschränken sich auf die beiden statisch vorbelegten Programmaufrufe „“Menü“ und „Telefonbuch“. Diese sind auch soweit sinnvoll und praxisgerecht. Im Standby-Modus erkennt der User auf einen Blick die wichtigsten Grund-Informationen (Netzbetreiber, Signalstärke, Signalart, Datum, Uhrzeit, Akku-Ladezustand, verpasste Anrufe, Häuschen der Homezone-Anzeige) auf dem Display.

Die Schriftgröße lässt sich nicht verstellen. Die Schrift ist durchgehend relativ groß und für Sehbehinderte und ältere Menschen ebenfalls noch geeignet. Die Anzeige der Rufnummer beim Angerufenen lässt sich fallweise nicht unterdrücken. Über den Hauptmenüpunkt „Netzdienste“ lässt sich die Anzeige der Rufnummer nur generell aktivieren oder deaktivieren bzw. als Netzbetreiber-Standard definieren.

Die SMS-Erstellung mit dem SGH-B100 ist gewohnt einfacher Standard. Über das Mitteilungsmenü lässt sich diese Funktion etwas umständlich mit vier Tastenbetätigungen aufrufen (oder schneller und einfacher über die Shortcut-Funktion des Nav-Key). Dem User stehen dann bis zu 918 Zeichen für eine Textnachricht zur Verfügung, die bei Bedarf in mehreren Nachrichten versendet werden. Über das Sendemenü kann man wählen ob die SMS „nur gesendet“ oder „gespeichert und gesendet“ werden soll. Bis zu 10 Empfänger kann man pro Nachricht auswählen und als Gruppen-SMS versenden.

Eingegangene SMS-Nachrichten können beantwortet, weitergeleitet oder gespeichert/gelöscht werden. Bei der Erstellung steht eine T9-Eingabehilfe zur Verfügung. Das SGH-B100 verfügt im Bereich der SMS-Anwendung über eine Besonderheit, die sich „SOS-Nachricht“ nennt. Mit dieser Funktion kann ein Notruf per SMS ausgelöst werden. Der Nachrichteninhalt ist vorgegeben und lautet: „Ich befinde mich in einer Notsituation. Bitte helfen Sie mir!“. Dieser Text wird per SMS an einen frei wählbaren Empfänger gesendet, der in der Empfängerliste (bis zu 5 verschiedene Empfänger können gespeichert werden) eingetragen ist.

Ferner kann man vorwählen, wie oft die Nachricht gesendet wird (1 x, 3 x, 5 x). Der Notruf ist bei aktivierter Tastensperre durch 4malige Betätigung der C-Taste auszulösen. Eine durchaus sinnvolle Anwendung für Personen, die in Not geraten und nicht mehr die Zeit für ein Telefongespräch haben. Sollen in einer Nachricht Bilder oder Töne verschickt werden, so kann mit dem SGH-B100 auch eine MMS-Funktion genutzt werden. Da der knappe Gerätespeicher von ca. 2 MB, der wiederum für die Nutzung/Speicherung unterteilt ist (u. a. 600KB für Bilder/Töne, 700KB für MMS) diese Funktion nicht ausreichend unterstützt, ist eine sinnvolle Nutzung dieses Multimediabereiches nicht wirklich ratsam.

Ein E-Mail-Client fehlt beim SGH-B100. Eine Anrufliste findet man beim Samsung SGH-B100 ebenfalls, die auch nach „unbeantwortete Anrufe“, „empfangene Anrufe“ und „gewählte Rufnummern“ unterscheidet. Auch die Gesprächszeiten können getrennt nach „letztes Gespräch“, „ausgehende Anrufe“ und „eingehende Anrufe“ aufgelistet werden. Auf dem SGH-B100 befindet sich eine kleine Auswahl von 10 Klingeltönen (auch polyphon 64-stimmig) für Anrufe und weiteren 4 Tönen für SMS/MMS-Nachrichten.

Auch der Tastenton kann in zwei verschiedenen Arten vorgewählt werden. Sondertöne (wie Fehlerton, Minutenton, Verbindungston, Ein-/Ausschaltton) ergänzen das verfügbare Tonspektrum und können auch mit einer individuellen Lautstärke (Rufton, Nachrichtenton, Tastenton) vorgewählt werden. Im SGH-B100 ist eine Tastensperre (bei Bedarf auch automatisch) vorinstalliert. Die automatische Funktion aktiviert nach einem bestimmten Zeitintervall (15 Sek. bis 2 Min.) die Sperre der Tasten. Nur leider dauert es bei der Deaktivierung bis zu 4 Sekunden, bis die Tasten tatsächlich entsperrt sind, das ist eindeutig zu lange und zu träge.

Die verschiedenen Verbindungsarten sind beim SGH-B100 ebenfalls sehr begrenzt:

  • GPRS (Klasse 10)
  • HSCSD
  • CSD
  • WAP 2.0

Mit diesen Verbindungsarten ist nur ein sehr begrenzter Anwendungsbereich möglich. Um mal schnell eine kurze WAP-Session zu starten oder ein paar kurze Infos aus dem Internet zu holen reicht die Datenverbindung per GPRS aus. Mehr Erwartungen sollte man aber in diesem Punkt an das B100 nicht stellen. Synchronisation mit dem PIM, beim SGH-B100 – Fehlanzeige! Der knappe Telefonspeicher (ca. 2 MB) des SGH-B100 ist für die Abspeicherung von bis zu 500 Kontakten mit bis zu 3 Rufnummern und einer E-Mail-Adresse ausgelegt. Jeder Kontakt lässt sich einer Anrufergruppe zuordnen, zu der als Merkmal ein individueller Rufton für Anrufe und für SMS, ein Gruppensymbol und der entsprechende Gruppenname als Unterscheidung möglich ist.

Auch der Komfortbereich des SGH-B100 ist nicht wirklich nennenswert ausgeprägt. Als Grund-Komfortmerkmale sind zu nennen:

• eine Freisprechfunktion, die von Klang und Lautstärke her recht ansprechend den Dienst verrichtet und eine gute Alltagstauglichkeit besitzt
• eine Organizerfunktionalität, die aus einem kleinen Alarmprogramm, einem knappen Kalender, einem Taschenrechner, einer Aufgabenliste, einem Sprachmemo-Programm und einem Währungsrechner besteht
• eine Schnellwahlfunktion über den Nav-Key (wie bereits beschrieben)
• eine Kurzwahlfunktion des Telefonbuches, die auf jede der Zahlentasten von 2 bis 9 belegbar ist

Situationsprofile, Radio und MP3-Player sucht man indes beim SGH-B100 vergeblich.

Als kleines Bonbon ist auf dem B100 noch ein Spiel vorinstalliert (SnowBallFight), das als kleine Ablenkung zwischendurch gespielt werden kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

Samsung SGH-B100
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Das SGH-B100 stellt sich als solider „Minimalist" mit einer sehr guten Verarbeitung dar. Das Einsatzspektrum dieses Phones ist klar auf die Telefon- und SMS-Funktion ausgelegt. Hier hat Samsung auf jeglichen Schnickschnack verzichtet und konsequent ein einfach zu bedienendes Handy für den Low-Price-Markt konzipiert. Eine spartanische Ausstattung bedeutet in diesem Falle nicht, dass das Prädikat „empfehlenswert" fehl am Platze wäre. Außer der etwas (zu) trägen Tastatursperre leistet sich das SGH-B100 sonst keinen herausragenden Minuspunkt.

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