Test des Samsung S3600

Einführung

Test-Datum: 09.03.2009
Software Version: Eigenentwicklung
Testversion mit Branding: nein
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Gesamtwertung: 0 / 10
 
Samsung S3600
 

Mit dem S3600 setzt Samsung auf einen Kundenkreis, der ein solides Klapphandy im gradlinigen Design bevorzugt und auf allzu viel Schnickschnack verzichten kann. Wie schon bei den beiden „Soul“ Handys U800 und U900 kommt beim S3600 eine gebürstete Edelstahloptik zum Einsatz, um die schlichte Linie des Folders zu unterstreichen. Für Schnappschüsse ist eine 1.3-Megapixel verbaut. Außerdem watet der schicke Folder mit einem MP3-Player und UKW-Radio auf. „Ein solides Klapp-Handy für Freizeit und Alltag“, bewirbt Samsung das S3600. Ob es auch in der Praxis überzeugen kann, lesen Sie im unserem Test auf inside-handy.de.

Verpackung & Lieferumfang

Samsung S3600Das Samsung S3600 kommt in einem rechteckigen Karton im schwarz-weißen Design. Auf der schwarzen Ober- und Unterseite sind Fotos vom Folder zu sehen sowie der Schriftzug „The Metallic Slim Stylish Clamshell“. Auf den weißen Seitenflächen befinden sich Informationen über die Handy-Features. Öffnet man den Karton mit der Seitenlasche, kommt eine nüchterne eierpappartige Schale zum Vorschein, in der Handy und Zubehör liegen. Hier wird auch bei der Verpackung deutlich, dass es sich nicht um ein High-Class-Handy, sondern eher um ein Gerät für den Alltagsgebrauch handelt. Dementsprechend fällt auch das mitgelieferte Zubehör eher mager aus: ein Netzteil, ein Akku, ein Stereo-Headset und eine knapp gefasste Bedienungsanleitung in Form eines Faltblattes. Zumindest ein USB-Datenkabel im Lieferumfang wäre trotz des niedrigen Preissegments des S3600 wünschenswert gewesen.


 

Samsung S3600

Verarbeitung & Handhabung

Samsung S3600

Das Samsung S3600 lässt sich sehr leicht auseinander- und auch wieder zusammenbauen. Ein leichter Druck auf die Rückseite genügt, und die Akkuabdeckung lässt sich aus ihrer Verankerung schieben. Darunter kommen Akku und Simkartenhalterung zum Vorschein.

Samsung S3600Vor dem Einschieben der SIM-Karte muss der Akku entfernt werden. Sind Simkarte und Akku eingelegt, schützt der obere Rand des Akkus die SIM-Karte sicher vor dem Verrutschen. Von der Optik her entspricht das Samsung S3600 voll und ganz den Versprechungen des Herstellers. Die silberne Oberfläche des 99.0 x 50.0 x 15.3 mm großen Folders, die zum Teil aus gebürstetem Metall besteht, wirkt edel, hochwertig und zugleich robust. Angenehm abgerundete Ecken und schlichte Linien runden das positive erste Erscheinungsbild ab. Auf ein Außendisplay wurde beim S3600 verzichtet, einzig ein dezenter silberner Samsung-Schriftzug ziert die schlichte Oberfläche. Aufgeklappt erinnert das S3600 fast ein bisschen an das Siemens EF81. Das Innendisplay des Klapphandys ist, zugunsten eines großen Lautsprechers darüber, verhältnismäßig klein geraten, die Tastatur flach und schlicht gehalten. Der Akkudeckel in Metalloptik besteht zwar aus Plastik, hält jedoch auch stärkerem Druck stand und knarzt nicht. Die Handyklappe sitzt fest in ihrer Verankerung und hat kein Spiel. Aufgrund seiner abgerundeten Ecken liegt der Folder beim Telefonieren gut, wenngleich etwas glatt, in der Hand. Wie von Samsung gewohnt sind die Einschübe für MicroSD-Speicherkarte, Netzteil und Headset mit Plastikkappen abgedeckt, so dass hier kein Staub eindringen kann. Zwischen Ober- und Unterteil des Klapphandys ist bei näherem Hinsehen ein deutlicher Spalt zu erkennen, so dass Schmutz ins Innere eindringen kann, wenn das Handy nicht ständig in einer Handysocke oder Tasche getragen wird. Netzteil und Headset lassen sich leicht in die Einschübe stecken und haben dort auch kein bemerkenswertes Spiel.


Ein Manko ist bei der Anordnung der Kameralinse am oberen Rand der Vorderseite zu entdecken. Diese ist gänzlich ungeschützt und liegt auch nicht versenkt, so dass früher oder später der eine oder andere Kratzer die Sicht trüben wird. Der Rand des S3600 ist in schwarzem Plastik gestaltet. An der linken Oberkante hebt sich eine silberne Öse zum Anbringen von Handschlaufe oder Handyschmuck ab. Darunter befindet sich der schwarz abgedeckte Steckplatz für die MicroSD-Speicherkarte. Eine silberfarbene Wipptaste zur Lautstärkeregulierung bildet die Mitte der linken Außenseite. An der rechten Außenseite ist lediglich der schwarz abgedeckte Steckplatz für Headset und Netzteil zu entdecken. Das große Tastenfeld des Samsung S3600 ist in schlichtem Dunkelgrau gehalten. Es ist ganz fein geriffelt, was ihm einen edlen Touch verlieht. Ein großer rechteckiger 4-Wege-Navigationskey mit einer OK-Taste in der Mitte, beherrscht das obere Drittel des Tastaturfeldes. Daneben sind zwei Softkeys angesiedelt, links darunter die Taste „uMenu“ und rechts darunter eine Kalendertaste. Wähltaste, Löschtaste und Ein-/Aus-/Menü-Ende-Taste befinden sich zwischen Navigationstaste und alphanumerischer Tastatur.

Samsung S3600Die alphanumerischen Tasten sind klassisch angeordnet. Da das Tastenfeld sehr glatt gehalten wurde, ist zwischen den nebeneinander liegenden Tasten ein dickerer und zwischen den untereinander liegenden Tasten ein dünnerer Steg angebracht. Dennoch reicht die Erhabenheit der Stege kaum aus, um die Tasten ohne hinzugucken so voneinander abzugrenzen, dass man blind eine SMS tippen könnte. Ansonsten sind die einzelnen Tasten wegen ihrer angenehmen Größe auch für die Bedienung mit dickeren Fingern gut geeignet. Der Leider geht die schlichte Gestaltung des Tastenfeldes auch auf Kosten der Bedienbarkeit des 4-Wege-Navigationskeys. Dieser hat zwar einen dickeren Rand drumherum, jedoch ist die OK-Taste in seiner Mitte nur durch einen sehr feinen Rand abgegrenzt, so dass man sich beim Scrollen durch die Menüs schon einmal vertippen oder mit dem Finger von der Taste rutschen kann.

Samsung S3600Vibrationsalarm des Samsung S3600 ist separat oder gemeinsam mit dem Rufton zu nutzen. Es kann jedoch auch ein Rufton ohne Vibration eingestellt werden. Der Folder hat einen sehr gut wahrnehmbaren Vibrationsalarm, der jedoch leider einen deutlich hörbaren Summton von sich gibt.

Sprachqualität & Empfang

Samsung S3600Die Sprachqualität des Samsung S3600 weist einige Mängel auf. Zwar hört man das Gegenüber ausreichend laut, jedoch abgehackt und mit Unterbrechungen. Im Hintergrund ist ständig ein leichtes Rauschen zu vernehmen. Ironischerweise verbessert sich dieses etwas, wenn die Sprachverbesserungsfunktion abgeschaltet wird. Vom Gesprächspartner im Festnetz wird man zwar besser verstanden, jedoch wird die eigene Stimme als blechern und gequetscht beschrieben. Die Gesprächslautstärke kann über die seitliche Wipptaste den äußeren Gegebenheiten angepasst werden. Der Hersteller bescheinigt dem Folder eine Gesprächszeit von bis zu 3,5 Stunden und eine Standbyzeit von bis zu 350 Stunden. Wie bei fast allen anderen Handys auch, führt ein häufiger Betrieb stromverbrauchender Funktionen, wie Nutzung des MP3-Players oder Bluetooth, zu einer deutlichen Verkürzung der Akkulaufzeit.

Laut Samsung hat das S3600 einen SAR-Wert von 0,216 W/kg.

Display & Kamera

Samsung S3600Da beim Samsung S3600 Klapphandy auf ein Außendisplay verzichtet wurde, gehört die Aufmerksamkeit dem 2.2 Zoll großen TFT-Innendisplay. Der sichtbare Displaybereich ist mit 4.4 cm Höhe und 3.5 cm Breite, im Verhältnis zur Gesamtgröße des Handys, recht klein geraten. Dabei wäre deutlich mehr Platz für das Innendisplay gewesen, hätte man auf die große Lautsprecherabdeckung über den Display verzichtet. Hier zeigt sich, eben so wie in den nicht mehr ganz zeitgemäßen 65.536 Farben in denen die Displayanzeige dargestellt wird, dass es nicht als Multimedia- sondern lediglich um als Alltagshandy gedacht ist. Die Displaydarstellung ist für seine Zweckdienlichkeit gut, wenngleich bei genauerem Hinsehen etwas pixelig. Farben werden jedoch leuchtend dargestellt. Direkte Sonneneinstrahlung lässt das Display aufgrund seiner reflektierenden Oberfläche schlecht ablesbar werden. Bei normalem Lichteinfall oder Beleuchtung durch eine Glühbirne, ist eine gute Ablesbarkeit jedoch gegeben. Unter dem Menüpunkt „Display und Licht" ist nicht nur die Displaybeleuchtung sondern auch die Tastaturbeleuchtung einzustellen. Diese kann auf „jederzeit" geschaltet werden, jedoch auch auf benutzerdefinierte Zeiten und Nachteinstellung. So ist eine gute Ablesbarkeit von Display und Tastatur auch in der Dunkelheit gewährleistet. Die Ziffern, Buchstaben und Zeichen der Tastatur werden von unten gleichmäßig in hellem Weiß ausgeleuchtet. Lediglich die beiden Telefontasten sind im klassischen Grün und Rot gehalten.

Zur optimalen Ablesbarkeit kann die Displayhelligkeit in fünf Stufen eingestellt werden. Die Beleuchtungszeit ist in fünf Stufen zwischen 10 Sekunden und 10 Minuten einstellbar. Um Strom zu sparen lässt sich das Display in vier Stufen zwischen fünf Sekunden und drei Minuten dimmen. Der Dimmer kann jedoch auch deaktiviert werden. Um die Darstellung des S3600 dem eigenen Geschmack anzupassen, sind die drei Themes „Samsung theme", „Pflaume" und „Celestial" einstellbar. Für die Standby-Anzeige kann entweder die Theme-typische Anzeige gewählt werden, oder eines von sechs vorinstallierten Hintergundbildern, ein auf das Handy geladenes Bild, ein Foto, Kalenderanzeige und Uhr. Als Kamera wurde dem S3600 von Samsung lediglich eine 1.3-Megapixel-Kamera mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Pixeln spendiert. Ein Blitz, Makromodus oder Bildstabilisator sind nicht mit an Bord. Als Kamerasucher dient das Innendisplay. Die alphanumerische Tastatur ist mit Schnellzugriffsfunktionen für die Kameraeinstellungen belegt. Die Navigationstaste dient zum Zoomen und zur Helligkeitseinstellung. Die OK-Taste ist der Auslöser. Alternativ lassen sich die Kameraeinstellungen im Optionsmenü über die linke Softtaste vornehmen. Folgende Einstellungen sind möglich:

  • Einzelaufnahme
  • Serienbild (von einer bis zu neun Aufnahmen, je nachdem wie lange man den Auslöser festhält)
  • Mosaikaufnahme
  • Bildgröße (176x144, 176x220,320x240,640x480,800x600,1024x768,1280x1024)
  • Timer (Aus, 3 Sek., 5 Sek., 10 Sek.)
  • Effekte (kein Effekt, Schwarz-Weiß, Negativ, Sepia, Prägung, Skizze, Antik)
  • Rahmen (hier gibt es viele verschiedene bunte Rahmen auszuwählen)
  • Weißabgleich (Auto, Tageslicht, Glühlampe, Leuchtstoffröhre, Bewölkt)
  • Suchfunktionsmodus (Vollbildmodus, Vollbildansicht und Anzeige, Vollbildansicht und Richtlinien, Standardverhältnisanzeige)
  • Kamera-Schnellzugriffe
  • Qualität (Extrafein, Fein, Normal)
  • Szenenprogramm (Normal, Nächtliche Landschaft)
  • Belichtungsmessung (Matrix, Mittenbetont, Spot)
  • Einzelaufnahmemodus (Aufnahme und speichern, Automatisch speichern)
  • Auslöser-Ton (Aus, Auslöser 1, 2 oder 3)
  • Zoom-Ton (Ein, Aus)
  • Helligkeit-Ton (Ein, Aus)
  • Standardname

Fotos werden im JPEG-Format aufgenommen. Mit einem Bildbearbeitungprogramm können Fotos nachbearbeitet werden, mit den Optionen: Effekte (Filter, Stil, Warp-Effekt, Teilunschäfe), Abgleichen (Autoniveau, Helligkeit, Kontrast, Farbe), Modifizieren (Größe ändern, Drehen, Kippen), Hinzufügen (Rahmen, Bild, Clipart, Emoticon, Text) und Bildausschnitt. Für die Aufnahme von Videoclips gibt es folgende Einstellungsmöglichkeiten:

  • Samsung S3600Größe (176x144, 160x120, 128x96)
  • Timer (Aus, 3 Sek., 5 Sek., 10 Sek.)
  • Effekte (Keine Effekte, Schwarz-weiß, Negativ, Sepia, Prägung, Skizze, Antik)
  • Weißabgleich (Auto, Tageslicht, Glühlampe, Leuchtstoffröhre, Bewölkt)
  • Audio Aufnahme (Ein, Aus)
  • Aufnahmemodus (Normal, Begrenzung für MMS)
  • Suchfunktionsmodus (Vollbildmodus, Vollbildansicht und Anzeige, Standardverhältnisansicht)
  • Videokamera-Schnellzugriffe
  • Qualität (Extrafein, Fein, Normal)
  • Auslöser-Ton (Ein, Aus)
  • Zoom-Ton (Ein, Aus)
  • Helligkeit-Ton (Ein-Aus)
  • Standardname

Videoclips werden in den Formaten H.263 und MPEG4 aufgenommen. Bilder und Videos werden je nach Einstellungen im Bilder- oder Video-Ordner in „Eigene Dateien" gespeichert. Neue Ordner können hierfür nicht angelegt werden. Dadurch, dass die Einstellungen sowohl über die Softkeys, als auch die Navigationstaste und das alphanumerische Tastenfeld vorgenommen werden können, sind die Kamerafunktionen teilweise sehr unübersichtlich. Die Bedienungsanleitung des Folders lässt den Nutzer dabei leider auch komplett alleine, da hier lediglich in neun Zeilen erläutert ist, wie man ein Foto aufnimmt und anschließend anzeigt. Wenngleich unübersichtlich, weist das S3600 für seine Preisklasse also eine ganze Menge Kamerafunktionen auf.

Wie sieht es aber mit der Qualität der aufgenommenen Fotos und Videoclips aus? Die Fotos sind für eine 1.3-Megapixel-Kamera recht ordentlich, können aber bei weitem keine Digitalkamera ersetzen und haben eher Schnappschussqualität. Zu den Rändern hin wirken die Bilder, auf einem PC-Monitor betrachtet, leicht unscharf, und da auf Blitz und Fotoleuchte verzichtet wurde, sind Aufnahmen in schlechten Lichtverhältnissen und bei Dunkelheit fast unmöglich. Mit den Videoaufnahmen verhält es sich ähnlich. Auf dem kleinen Handydisplay betrachtet noch ganz passabel, wirken sie auf dem PC-Monitor unscharf, verpixelt und ruckelig. Die Kamera ist also insgesamt eher dem Spaßfaktor zuzuordnen, was bei einem Handy dieser Preisklasse wohl zu verschmerzen ist.

 

 

OS & Bedienung

Samsung S3600
Samsung S3600
Samsung S3600
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Samsung S3600
Samsung S3600
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Samsung S3600
Samsung S3600

Das als Raster dargestellte Hauptmenü des Samsung S3600 umfasst die Menüpunkte: Anrufliste, Telefonbuch, MP3-Player, Internet, Nachrichten, Eigene Dateien, Organizer, Kamera, UKW-Radio, Anwendungen, Alarm und Einstellungen. Unter den meisten Menü-Icons befindet sich mit einigen Ausnahmen in Listenmenüs das, was man darunter erwartet. Die Spiele verstecken sich zum Beispiel im Menüpunkt „Eigene Dateien“ und nicht wie erwartet unter dem Menüpunkt „Anwendungen“. Eine intuitive Bedienung ist aber weitestgehend möglich. Die Reihenfolge der Menü-Icons lässt sich nicht verändern.

Um eine SMS zu verfassen kann man im Hauptmenü den Nachrichtenordner anwählen oder, wenn man eine Taste des 4-Wege-Navigationskeys mit dieser Schnellfunktion belegt hat, auch aus dem Standby-Monitor, durch einen einfachen Tastenklick. Die zwei seitlichen Richtungstasten der 4-Wege-Navigationstaste sowie die „nach oben-Taste“, sind frei mit Schnellzugriffen belegbar. Einzig die „nach unten-Taste“ ist mit der Kamerafunktion vorbelegt, die sich auch nicht ändern lässt. Eine dritte Option zur schnellen Anwahl der Nachrichtenfunktion bietet das „uMenu“, das direkt über die uMenu-Taste angesteuert werden kann. Hier bietet sich die Möglichkeit, fünf verschiedene Anwendungen einzutragen, die schnell über diese Taste erreichbar sind. Die Schriftgröße für die Listenmenüs oder den Standby-Bildschirm ist nicht änderbar.

Da die Schrift aber relativ groß gehalten ist, sollten auch Menschen mit einer Sehhilfe und leichter Fehlsichtigkeit, die Anzeige gut lesen können. Einzig die Wählanzeige ist in groß oder klein einstellbar. Um die Unterdrückung der eigenen Rufnummer zu aktivieren benötigt man folgende Schritte: Hauptmenü > Einstellungen > Anwendungseinstellungen > Anruf > Alle Anrufe > Rufnummernübertragung. Ähnlich lang ist der Weg zur Einstellung der automatischen Wahlwiederholung: Hauptmenü > Einstellungen > Anwendungseinstellungen > Anruf > Telefonanrufe > Automatische Wahlwiederholung. Etwas verwirrend ist, dass diese beiden Einstellungen nicht, wie sonst üblich, in den Telefoneinstellungen, sondern in den Anwendungseinstellungen zu finden sind.

Der erste Punkt im Hauptmenü umfasst die Anruflisten. Hier können letzte Kontakte, unbeantwortete Antworte, gewählte Rufnummern, empfangene Anrufe und Anrufverwaltung eingesehen und bearbeitet werden. Das Verfassen von SMS und MMS wird durch die ein- und ausschaltbare T9-Funktion erleichtert. Erkennt das T9 ein Wort einmal nicht, so wird direkt unter dem geschriebenen Text die Option angezeigt, ein neues Wort einzufügen, was sehr praktisch ist. Eine überlange SMS darf 1836 Zeichen lang sein.

Am oberen Bildschirmrand wird angezeigt, wie viele Zeichen noch übrig sind, und auf welcher SMS Seite (Seite 1 bis 12) man sich gerade befindet. Je nachdem ob der Nachricht Bilder, Videos oder Töne hinzugefügt werden oder nicht, wird sie als SMS oder MMS erkannt. Eine SMS kann jedoch auch in den Nachrichtenoptionen manuell zur MMS geändert werden. Der MMS können schon gespeicherte Bilder, Videos und Töne, beigefügt werden und man kann direkt vom Nachrichtenordner aus auch auf die Option zugreifen, Bilder, Videos und Töne für die MMS neu aufzunehmen. Auch Visitenkarten, Termine, Jahrestage, Verschiedenes und Aufgaben, sowie Vorlagen, Emoticons und Cliparts sind optional in die Nachricht einzufügen. SMS und MMS können an die letzten Empfänger, mehrere Kontakte aus dem Telefonbuch auf einmal, Gruppen, Kontakte mit Anrufbegrenzung und beliebige E-Mail-Kontos, versendet werden.

Mit dem E-Mail-Konto-Assistenten können beliebig viele E-Mail-Konten zum Versenden und Empfangen von E-Mails angelegt werden. Einer E-Mail kann der Nutzer Bilder, Videos, Töne, andere Dateien, Musik, Visitenkarten, Termine, Jahrestage, Verschiedenes, Aufgaben, Memos, Vorlagen, Emoticons, Visitenkarten und Favoriten anhängen. Sollte man sich einmal in einer Notsituation befinden, kann die SOS-Nachrichtenfunktion des S3600 gute Dienste leisten. Hier kann man bei geschlossenem Telefon durch viermaligen Druck auf die Lautstärketaste an vorher festgelegte Empfänger eine voreingestellte Nachricht versenden.

Das Handy hat außerdem eine WAP-Push-Funktion. Auf dem Handy sind 20 Ruftöne vorinstalliert. Diese werden sehr laut und klangvoll wiedergegeben. Ruftöne können in den Formaten MP3, AAC, und eAAC+ eingestellt und abgespielt werden. Für Nachrichten gibt es vier Töne zur Auswahl, außerdem können Tastentöne und ein Popup-Signalton aktiviert werden. Da das S3600 Klapphandy über kein Außendisplay und außer der Wipptaste auch über keine weiteren Tasten auf der Außenseite des Klapphandys verfügt, wurde auf eine automatische Tastensperre verzichtet. Die Lautstärketaste (Wipptaste) ist bei zugeklapptem Handy auch nur bei voreingestellter SOS-Nachrichtenfunktion und dann auch nur bei viermaligem Druck der Taste aktivierbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Das Samsung S3600 hat folgende Verbindungsmöglichkeiten:
  • GPRS
  • EDGE
  • Bluetooth 2.0
  • USB /POP-Port-Schnittstelle
  • Massenspeicher

Über GPRS und EDGE ist eine Verbindung ins Internet nicht vergleichbar schnell wie mit einer UMTS-Verbindung, die hier fehlt. Das Handy ist jedoch schon alleine wegen des verhältnismäßig kleinen Displays nicht vorrangig für das Surfen im Internet ausgelegt. Mit einem USB-Kabel, das leider nicht mitgeliefert wurde, kann das Smartphone mit dem PC verbunden werden. Die Erkennung als Massenspeicher macht eine unkomplizierte Übertragung von Dateien zwischen Handy und Computer möglich. Die Bluetoothverbindung mit einem Notebook klappte im Test sehr einfach und schnell, so dass auch größere selbstaufgenommene Videoclips in kürzester Zeit übertragen werden konnten. Wenn der 31 MB große flexible Speicher des S3600 nicht zum Speichern aller Bilder oder Musikstücke ausreicht, kann er durch eine bis zu 2 GB große MicroSD-Speicherkarte aufgerüstet werden, die nicht im Lieferumfang vorhanden ist.

Multimedia & Organizer

Über Sprachsteuerung oder Sprachwahl verfügt das Samsung S3600 nicht, wohl aber über einen Sprachspeicher, der Sprachmemos von bis zu 60 Minuten Länge aufzeichnen kann. Die Freisprechfunktion des Folders ist ordentlich. Der Gesprächspartner wird ausreichend laut gehört, um ihn auch im Auto bei laufendem Motor verstehen zu können. Über die OK-Taste lässt sich diese Funktion sehr leicht während des Gespräches ein- und ausschalten. Der linke Softbutton führt den Nutzer während eines Gespräches zu weiteren Einstellungsmöglichkeiten. So kann das Mikrofon auf stumm geschaltet werden, wenn der Gesprächspartner vorübergehend nicht mithören soll. Auch die Sprachverbesserungsfunktion lässt sich zuschalten.

Im Folder sind die Profile Normal, Stumm, PKW, Besprechung, im Freien und Offline vorinstalliert. Es können beliebig viele eigene Profile zusätzlich angelegt werden. Die Profile sind nicht zeitgesteuert. Im Telefonbuch des S3600 können Kontakte eingetragen und mit zahlreichen Zusatzfunktionen versehen werden. Sind die Kontakte im Telefonbuch des Handys gespeichert, kann man ihnen folgendes hinzufügen: Vorname, Name, Handynummer, Privatnummer, Büro, Fax, Andere, E-Mail, Anruferbild, Rufton, Gruppe, Geburtstag und Notiz. Während eines Gespräches kann man auf die Kontakte zugreifen. Der Organizer umfasst einen Kalender, Memo, Zeitzone, Rechner und Umrechner. Werkseitig wird der Kalender in der Monatsansicht angezeigt. Es kann jedoch auch eine Wochen- oder Tagesansicht gewählt werden. Möchte man einen Termin, Jahrestag, Verschiedenes oder eine Aufgabe hinzufügen, gibt es dafür zahlreiche Zusatzoptionen: Betreff, Details, Startdatum, Startzeit, Enddatum, Endzeitpunkt, Ort, Alarm (Vorher, Wiederholen). Eine Memo lässt sich ebenso einfach verfassen, wie eine SMS. In ein weißes Fenster kann mithilfe der T9 Funktion ein beliebiger Memotext eingegeben und später abgerufen werden.

Unter dem Menüpunkt „Anwendungen“ befinden sich weitere nützliche Funktionen wie Timer oder Stoppuhr, Bildbearbeitung und Sprachmemo. Wurde eines der Handy-Themes für den Startbildschirm eingestellt, so wird dort im Stil des jeweiligen Themes eine große digitale Uhr angezeigt. An der oberen Kante des Displays ist zusätzlich die Datumsanzeige zu sehen. Eine kleine digitale Uhr wird auch dann an der Oberkante angezeigt, wenn man durch die Menüs navigiert. Ein Wecker sorgt für pünktliches Aufstehen. Hier können ein Weckruf und vier zusätzliche Alarme eingestellt werden. Weckruf und Alarmen können Alarmzeit, Alarmtyp, Alarmton, Alarmlautstärke, Wochentage, erneut erinnern und Einschalten mit Alarm hinzugefügt werden. Im Menüpunkt „Eigene Dateien“ befindet sich der Ordner „Spiele und mehr“. Hier sind die Spiele „Cannonball“, „Forgotten Warrior“, „Freekick“, „Arch Angel“, „Midnight Pool“, „Minigolf Las Vegas“, „Paris Hilton`s Diamond Quest“, „Tetris Mania“, „Asphalt2“ und „Super Action Hero“ vorinstalliert. Leider handelt es sich hierbei nur um Demoversionen. Wer die Vollversion der Spiele nutzen möchte, muss sich diese kostenpflichtig aus dem Internet herunterladen. Zwar werden die Spiele auf dem Display gut angezeigt, sind aufgrund der verhältnismäßig kleinen Displaygröße jedoch eher als Pausenfüller geeignet, denn als stundenlange Beschäftigung.

Samsung S3600
Samsung S3600
Samsung S3600
Samsung S3600

„Musikgenuss rund um die Uhr“, verspricht Samsung mit dem MP3-Player des S3600. Öffnet man den Player, gelangt man zunächst in die Listen: Zuletzt gespielt, Alle, Kürzlich gespielt, Am häufigsten gespielt, Künstler, Genres, Alben, Podcasts, Wiedergabelisten. Das Übertragen von Musik auf das Handy ist über ein USB-Datenkabel, Bluetooth oder über den Download aus dem Internet möglich. Auf dem Handy können beliebig viele Wiedergabelisten erstellt werden, hierfür ist jedoch das Einlegen einer MicroSD-Speicherkarte nötig. Der Wiederholungsmodus des Players kann ausgestellt werden und es können einzelne Elemente oder alles wiederholt werden. Außerdem ist eine Zufallswiedergabe möglich. Wenn zeitgleich mit dem Abspielen von Liedern im Menü navigiert werden soll, ist der Player als Hintergrundmusik einstellbar.

Er spielt dann auch weiter, wenn das Klapphandy geschlossen wird. Als Klangspektren hat das S3600 Normal, Dance, Pop, Rock, Jazz, Klassik, Gesprochenes Wort, Bassverstärkung und Tiefenverstärkung mit an Bord. Eine Autofunktion kann die Musik nach 30 Minuten, nach einer Stunde oder zwei Stunden automatisch ausschalten. Wer es abwechslungsreich mag, hat die Auswahl zwischen drei Farbschemen des Players. Während der Wiedergabe werden im Fenster des Players Album, Interpret und Titel angezeigt. Eine Liedanwahl ist über eine der Musiklisten oder über den Musikordner in den eigenen Dateien möglich. Hier befinden sich die Ordner „mehr Musik“ zum Herunterladen weiterer Musikstücke aus dem Internet, „Musik“ und „UKW-Radio Aufnahmen“. Weitere Musikordner lassen sich nicht anlegen, aber man kann die bestehenden Ordner umbenennen. Die Klangqualität des Players ist dank des großen Lautsprechers recht voluminös, wenngleich auch ein wenig blechern. Wie bei fast allen Handys geht der Dauergebrauch des MP3-Players auf Kosten der Akkulaufzeit. Das Handy spielt Musik in den Formaten AAC, eAAC+ und MP3 ab. Mit dem integrierten UKW-Radio ist man zudem jederzeit auf dem neuesten Stand, vorausgesetzt, man hat das Headset dabei, denn dieses wird vom Radio als Antenne benötigt.

Fazit

Samsung S3600
 
„Schlicht, edel und für den Alltagsgebrauch konzipiert“, lässt sich das Samsung S3600 wohl am besten umschreiben. Die Verarbeitung ist hochwertig, dafür wurde an Zubehör und Kameraqualität gespart. Da das Klapphandy von Samsung vor allen Dingen als funktionelles Gerät für Freizeit und Alltag beworben wird, wäre eine etwas praktischere Tastaturgestaltung wünschenswert gewesen. Hier geht die edle und glatte Optik zu Ungunsten der Bedienerfreundlichkeit. Wer auf eine High-Quality-Kamera und allzu viel Multimedia verzichten kann und eher Wert auf ein robustes und übersichtlich gestaltetes Handy für wenig Geld legt, ist mit dem Samsung S3600 jedoch bestens bedient.

Falsche oder fehlende Angaben im Datenblatt (Samsung S3600)?

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