Test des Samsung Qbowl

16 Minuten

Samsung Qbowl: Draufsicht

Das iPhone von Apple hat allen anderen Beteuerungen zum Trotz zu einiger Verunsicherung in der Branche geführt: Nur noch Touchscreen und ein Design, dass es so nicht gab, soll die Mobilfunkbranche in eine neue Zeit führen. Kein Wunder, dass viele Handyproduzenten nachziehen und Smartphones auf den Markt bringen, die ähnlich aussehen. Gerade Samsung legt mit dem Qbowl ein Handy nach, dass technisch mehr zu bieten hat als die Amerikaner: HSDPA und eine ausschiebbare Tastatur haben die Koreaner ihrem iPhone-Konkurrenten spendiert. inside-handy.de hat den iPhone-Clone ins Testlabor geschickt, um festzustellen, ob auch Vodafone-Kunden jetzt ein ebenbürtiges Telefon in Händen halten können.Samsung QbowlDas Qbowl kommt in einer recht ungewöhnlichen Verpackung daher: Eine silberne Box erwartet den Besitzer, die es in sich hat: Innerhalb der anscheinend stoßfesten Verpackung wartet eine zweite Schachtel, die den eigentlichen Handykarton enthält. Welchen Sinn das ergibt, sei dahingestellt, denn die Pappschachtel im Inneren dürfte das Telefon ebenfalls ausreichend schützen. Vermutlich wollte man nur eine wuchtigere Umverpackung auf den Markt bringen. Das ist auch gelungen.

Klappt man den zweiten, im Vodafone-typischen Design gehaltenen Karton auf, erwartet einen zunächst ein Stoß Papiere, sowie die Bedienungsanleitung und auch die Software, die gleich mitgeliefert wurde. Erst unterhalb davon erspäht man das Handy in einer klassischen Pappschale, die alles andere als edel wirkt.

Direkt neben dem QBowl findet man das mitgelieferte Zubehör. Das ist ganz ordentlich ausgefallen: Den Kunden erwarten der Akku, das Ladegerät, das Stereoheadset mit 3,5-Milimeter-Klinkensteckeradapter, die mit vier Gigabyte sehr gut dimensionierte Micro-SD-Karte, ein Datenkabel, die obligatorische CD-ROM mit der PC Suite sowie das mit Ausnahme des Covers in schwarz-weiß gehaltene Handbuch.

Samsung Qbowl: Lieferumfang
Samsung Qbowl: Tasten

Der erste Zusammenbau des Handys geht leicht von der Hand. Die SIM-Karte lässt sich ebenso leicht einlegen wie der Akku. Möchte man allerdings die SIM-Karte wechseln bekommt man den Akku nur mit langen Fingernägeln wieder aus dem Gerät heraus operiert.

Der Akkudeckel schließt leicht, lässt sich jedoch nur mit einigem Schieben wieder öffnen. Gut, das macht der normale Handynutzer nur selten, aber bei einem so teuren Gerät sollte das nun wirklich nicht sein. Der Deckel besteht aus recht hochwertig anmutendem Kunststoff und schließt das Handy elegant auf der Rückseite ab.

Samsung Qbowl: GrößenverhältnisWerfen wir als nächstes einen Blick auf das Handy selbst: Das Samsung Qbowl besteht, zumindest im zusammengeschobenen Zustand, hauptsächlich aus Display. Dies nimmt einen erheblichen Teil der Oberseite ein und ist von einem schwarzen Nadelstreifenmuster umgeben. Wenn man so will, hat man hier ein Business-iPhone in den Händen. Der Kunststoff wirkt recht solide und gut verarbeitet. Abzüge in der B-Note erhalten die Koreaner jedoch für die Anbringung der Kamera: Diese ist nicht ins Handy eingelassen worden, sondern schließt plan mit der Oberfläche ab. Wenn da keine Kratzer entstehen, dann nur, weil es immer auf samtenen Oberflächen abgelegt wird. Mit der Realität eines Business-Handys (Schreibtische, Jackentaschen, Aktenkoffer) hat das nichts zu tun.

Kommen wir zur Bedienung. Hier erweist sich das Telefon doch als besonders vielseitig: Neben dem Touchscreen haben die Ingenieure dem Handy schließlich auch noch eine ausfahrbare Tastatur spendiert. Oben findet man ein großes, schwarzes und dann doch spiegelndes Display, gleich darunter eine Schnellwahltaste, mit der man ruckzuck zu den am häufigsten benutzten Funktionen hüpfen kann.

Die aufschiebbare Tastatur auf der linken Seite des Handys fährt mit wenig Kraftaufwand heraus, und gibt eine komplette Qwertz-Tastatur frei. Sie rastet mit einem satten Schnappen ein, hat jedoch immer ein wenig Spiel, sodass sie das ganze Gerät ein wenig wackelig wirken lässt.

Samsung Qbowl: AkkuDie Tasten der Qwertz-Tastatur sind erstaunlich gut handhabbar, und das, weil sie ausreichend groß dimensioniert ausfallen, dabei aber nicht zu groß wirken. Einzige die obere, direkt unter dem Display befindliche Reihe, fällt etwas mager aus, da sie zu wenig Spiel zum Display hin bieten. Man stößt andauernd an die Kante, das dürfte beim Verfassen langer Texte nicht wirklich nett sein.

Nun zu dem, was das Handy außen sonst noch umgibt: Auf der rechten Seite des QBowl findet man recht großzügig dimensionierte Lautstärketasten, darüber eine manuelle Tastensperre (gute Idee, danke!) und darunter die Taste zum Aktivieren der Fotofunktion. Oben und damit vollkommen Schreibtischaufsteller-inkompatibel findet man den Anschluss des Ladekabels und den Anschluss für das Headset. Mit dem Handy zu telefonieren, während es am Ladegerät hängt, ist ein echtes Kuriosum.

Die Spaltmaße sind minimal und die Tasten weisen keinerlei Angriffsflächen für Schmutz und Staub auf. Das liegt im Fall der Tastatur maßgeblich daran, dass diese einer Matte ähnlich aufgebracht wurden und die Tasten nicht einzeln nebeneinander stehen. Das Handy wirkt trotz seines glänzenden Auftretens recht robust gegenüber der Umwelt. Es dürfte auch einen Sturz ohne größere Schäden überstehen können.Samsung Qbowl: Rückseite

Wie schon die Größe von soliden 112 x 56 x 16 Millimetern ist auch das Gewicht von 139 Gramm deutlich über der Norm. Hier kauft man ein Stück Wertarbeit, das so manch eine Anzuginnentasche ausbeulen dürfte. Viel leichter ist das iPhone freilich auch nicht.

Der Vibrationsalarm ist gut spürbar, funktioniert auch mit Klingelton und ist leise genug, um im Theater nicht die ganze Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das Navigieren in den verschiedenen Menüs und das Steuern der Musik geht ausschließlich mit dem Touchscreen vonstatten.

Samsung Qbowl: HeadsetSprachqualität und Empfang finden sich beide im Mittelfeld wieder. Sicher, man kann seinen Gesprächspartner laut und deutlich verstehen, auch wichtige Nachrichten zu übermitteln ist kein Thema mit dem Qbowl. Doch der Sound ist blechern, hat kein Volumen und entspricht leider nicht dem, was ein vieltelefonierender Geschäftskunde erwarten würde.

Auf dem Papier praktisch ist die Freisprecheinrichtung: Dank der eingelassenen Lautsprecher kann man Gespräche auch „frei sprechen", also das Handy auf den Tisch legen und sich anderen Dingen widmen. Das klingt allerdings nicht besser als durch den internen Lautsprecher, wenn man das Handy ans Ohr hält: Es scheppert, Tiefe lässt das Telefon völlig vermissen.

Der Empfang ist okay, wenngleich für ein D-Netz-Handy nicht wirklich berauschend. Gerade innerhalb von Gebäuden reißt schnell mal ein Gespräch ab, das, wie oben erwähnt, nicht mal besonders doll klingt. Auch der Akku ist kein Stück aus der Meisterfabrik: Zwar erreicht das Qbowl mit ca. 250 Stunden einen ganz passablen Standbywert, doch saugt der Touchscreen den Energiespeicher enorm schnell leer. Tödlich für den Akku ist zudem Datentransfer jeder Art: Gerade einmal zwei Stunden Videostream lässt das Handy zu, dann schreit es nach einem Stromanschluss.

Samsung Qbowl: DIsplayWerfen wir nun einen Blick auf das Display, das augenscheinlich alles am Qbowl dominiert. Mit der sehr ungewöhnlichen Auflösung von 432 x 240 Pixeln und 262.144 Farben bei einer Diagonale von 8,1 Zentimetern stellt es viele andere Handydisplays von der Größe her locker in den Schatten. Gut, nicht ganz das iPhone, aber immerhin. Es löst brillant auf, Kontrast und Schärfe überzeugen vollkommen, egal ob man sich ein Video oder Bilder anschaut.

Das ist zumindest so, wenn die Sonne nicht scheint. Wenn sie das tut, dann muss man ganz schön mit dem Handy herum wedeln, um alles sehen zu können.

Interessant ist das Feedback des Displays: Da man bei einem Touchscreen ja nie weiß, ob man nun eine Taste gedrückt hat, wurden hier von den Ingenieuren Feedbacks mithilfe des Vibrationsalarms eingebaut. Das bedeutet, das Handy schüttelt sich leicht, wenn man eine Taste gedrückt hat. Das ist auch notwendig, denn die Bildschirmeingabe zeigt sich recht widerspenstig und reagiert nicht jedes Mal, wenn man darauf drückt.

Datum und Uhrzeit werden permanent am unteren Rand des Displays angezeigt, ebenso der Batteriestatus, was angesichts des Energieverbrauchs auch sinnvoll ist.

Einen Bildschirmschoner wollte das Handy beim besten Willen nicht präsentieren, auch wenn man zahlreiche Einstellungen vornehmen kann: So lässt sich die Displaybeleuchtung dimmen, an der Beleuchtungsdauer schrauben, sogar die Intensität des Fingerdruck-Feedbacks kann einzeln vorgenommen werden. Ingesamt ein schönes, wenn auch nicht herausragendes Display.

Samsung Qbowl: KameraWenn man schon beim Bild ist, dann sollte man auch einen Blick auf die Erstellung werfen: Aktiviert man die Kamera, hält man das Gerät horizontal und nutzt das Display als Sucher. Das funktioniert gut, ist das Display doch richtig fix und zeigt das spätere Resultat in wirklich guter Qualität. Vier verschiedene Aufnahmegrößen von 2048 x 1536 Pixeln bis zu 432 x 240 Pixeln sind möglich, darüber hinaus noch Effekte (Falschfarben, Graustufen, Sepia, negativ, etc.), um das Bild zumindest anders zu gestalten.

Die Kamera hat eine digitale Zoomfunktion, einen Nachtmodus, den Verschlusston an- und ausschalten (erklingen beim Abdrücken oder eben nicht), einen Selbstauslöser und einen Weißabgleich. Ebenfalls mit an Bord ist ein träger Autofokus, der den Schnappschuss praktisch unmöglich macht. Bis zu drei Sekunden benötigt der Scharfsteller, bis er ein Bild aufnimmt.

Samsung Qbowl: Handy offenEbenfalls ein Minuspunkt: Die Bilder sind nur im Hellen wirklich überzeugend, abends lässt man das Qbowl besser in der Tasche, die Bilder sind schlicht zu schlecht. Um Licht ins Dunkel zu bringen, verfügt das Handy über einen Blitz mit zwei LEDs, und erleuchtet dunkle Umgebungen auf einer Distanz von etwa einem Meter. Mit einem Xenon Blitz kann das wirklich nicht verglichen werden, die ganze Kamera dient mehr der Dokumentation denn dem Aufnehmen von abdruckbaren Bildern.

Ein Video kann maximal mit 320 x 240 Pixeln aufgenommen werden. Leider ist die Qualität trotz der ordentlichen Auflösung sehr mager, schon auf dem Handy selbst sieht ein solches Video nicht doll aus, vom PC wollen wir lieber ganz schweigen.

Alle Bilder und Videos werden auf dem mitgelieferten, mit vier Gigabyte sehr ordentlich bemessenen Speicher verwaltet. Viele Bilder wird man mit dem Qbowl vermutlich eh nicht machen, damit relativiert sich die Speichergröße ins gewaltige.

Samsung Qbowl: Foto Schloss
 
 
Samsung Qbowl: Menü
Samsung Qbowl: neuer Kontakt
Samsung Qbowl
Samsung Qbowl: Einstellungen
Samsung Qbowl: Rechner
Samsung Qbowl: Spiele

Will ein Handy mit dem iPhone ernsthaft konkurrieren, dann sollte es eines wirklich gut können: Schnell und intuitiv bedienbar sein. Um das Urteil vorweg zu nehmen: Das ist es nicht. Es ist sogar das genaue Gegenteil, denn es ist das erste Samsunghandy, dass wir seit Jahren im Testlabor haben, das permanent den Griff zum Handbuch verlangt.

Das Hauptmenü ist über die Kurzwahltaste zu erreichen, wenn auch nur nach zweifachem Drücken in die Mitte des Displays. Drücken ist allerdings ein Thema beim Qbowl: Der Touchscreen ist launisch wie das Wetter im April. Mal springt eine Funktion gleich beim ersten Tastendruck an, mal muss man erst nachhelfen, indem man noch einmal deutlich fester draufdrückt.

Das Flash-animierte Hauptmenü ist zwar ist zwar mit gängigen Icons versehen worden, doch erscheint bei der Touchscreen-Bedienung die schriftliche Kurzbeschreibung immer erst, wenn die Taste gedrückt wurde. Auffällig ist auch, dass das Menü nicht immer so schnell anspricht, wie man es von einem modernen Handy erwartet.

Doch es muss nicht immer Touchscreen sein, denn Samsung hat schließlich dem Qbowl außerdem noch eine Tastatur spendiert. Diese versetzt das Hauptmenü, schiebt man sie heraus, in das Querformat, und lässt sich zum Tippen hervorragend verwenden.

Die Untermenüs sind allerdings wie bei Samsung gewohnt einfach aufgebaut: Hier geht alles in Listen seinen Gang. Leider spielt hier der Touchscreen wieder einmal nicht so mit wie erwünscht, lässt er doch ein geschmeidiges Scrollen nicht zu, sondern bewegt sich recht ruckelig nach oben oder unten. Die Weglängen sind erträglich, allerdings braucht man etwa zur Auswahl eines Bildschirmschoners mindestens acht Klicks zuzüglich der Wahl des entsprechenden Bildes.

Um nicht zu lange im Menü zu suchen, gibt es für die wichtigsten Anwendungen vier Schnellzugriffsfunktion: Ein Druck auf den unten in der Mitte angebrachten Softkey, und schon hat man die Abkürzung zu Nachrichten, Musikspieler etc.

Magerkost liefert leider schon die nächste Funktion, der Musikspieler. Der klingt gut, doch hört damit die Positivliste auch schon auf. Ist die Musik nämlich nicht in Listen angelegt, die das Handy schon unterstützt, muss man mühsam durch die gesamte Musikauswahl scrollen. Sicherlich, Standardfunktionen wie Genre, Musikstil und Album unterstützt das Handy schon, aber wo ist eine Suche oder die Möglichkeit, einen Ordner abzuspielen? Hier ist Nachbessern angesagt, aber kräftig.

Das Schreiben von Kurznachrichten ist immerhin dank der Tastatur denkbar einfach. Die Eingabehilfe ist lernfähig, die Tasten gut und schnell zu drücken. In der oberen rechten Ecke ist der Zähler angebracht, der die Zahl der noch freien Zeichen von 1000 herunterzählt und zugleich anzeigt, wie viel schon getippt wurde. Gut gelöst.

Das Headset ist leicht anzuschließen und lässt sich auch einfach in den Ohren und an der Kleidung befestigen, so dass das Mikrofon immer in Hörweite ist. Leider fällt das Anbauteil irgendwie recht leise aus, sodass Musikhören nicht immer ein Vergnügen ist, vor allem nicht in lauten Umgebungen.

Samsung Qbowl: USB KabelWirft man einen Blick auf die Featureliste, dann ist das Samsung Qbowl ganz oben dabei im aktuellen Handyzirkus. HSDPA, UMTS, GPRS, Infrarot und Bluetooth sind in der Klasse der Multimediahandys und Smartphones praktisch alles, was man heute erwarten kann. Doch ein Schatten fällt auf das Handy: WLAN sucht man vergeblich. Warum, ist praktisch nicht nachvollziehbar, packen die Koreaner doch auch sonst alles technisch mögliche in ihre Telefone.

Die gute Nachricht: Die Verbindung zum PC klappt dabei über das beiliegende Datenkabel wie auch per Bluetooth einwandfrei. Auch für den Sprung ins Internet bietet sich das schwarze Smartphone an, wenn auch mehr als Modem für ein Laptop denn zum Surfen auf dem Display. Hier erscheint der nächste Schwachpunkt des Mobiltelefons: Die Seiten werden unglaublich langsam gerendert, was den Geschwindigkeitsvorteil von HSPDA schon wieder gänzlich zunichte macht. Auch ist die Navigation auf den Webseiten keinen Eintrag in das große Buch der Lustbarkeiten wert: Die Seiten werden nicht richtig an das Display angepasst, scrollen ist aufgrund des schmalen Streifens an der Seite ebenfalls kein Vergnügen.

Samsung Qbowl: USB-AnschlussImmerhin: Die Kommunikation per Bluetooth-Headset funktioniert, wie zu erwarten, ohne Probleme, und das dank A2DP auch in bestem Stereo. Die Sprachwahl funktioniert ebenfalls problemlos.

Die anderen Verbindungen sind jedoch ebenfalls lobenswert: E-Mails holt das Qbowl sowohl nach dem PO3- als auch nach dem IMAP-Standard ab, hier lassen sich auch Intervalle ab fünf Minuten einrichten. Etwas störend ist die Tatsache, dass die Vodafone Superflat zwar schon für das Internet, jedoch nicht für die E-Mail-Konten anderer Anbieter zuständig zu sein scheint.

Komfortfunktionen gibt es bei einem Handy, das alles hat, eine Menge. So lässt sich die integrierte Freisprecheinrichtung ohne Probleme nutzen und liefert einen recht ordentlichen, wenn auch blechernen Klang auf beiden Seiten.

Die sechs eingebauten Profile lassen sich, Samsung-typisch, nicht frei konfigurieren, sollten aber ausreichen. Hier nervt übrigens, dass man auf dem Touchscreen nicht selbsttätig die Profile wechseln kann, wie man es erwarten würde: Wo ein kleiner durchgestrichener Lautsprecher erscheint, da will man auf den Bildschirm draufdrücken. Kann man auch, es passiert nur nichts.

Gut fällt das Telefonbuch aus. Man kann beinahe grenzenlose Informationen zu jedem Kontakt speichern. Mehrere Telefonnummern, Anschrift, E-Mail-Adressen, Web-Adressen, Pagernummern, quasi alles, was man sich zum Thema Kontakte nur einfallen lassen kann. Insgesamt 1000 Nummern mit Namen finden im Handy Platz. Diese vom PC zu holen ist übrigens ein echtes Stück Fleißarbeit, denn ohne den richtigen Treiber geht da gar nichts.

Etwas mager fällt hingegen der eingebaute Kalender aus. Samsung Qbowl: Seitenansicht obenEs ist zwar sehr einfach einen Termin, auch einen Serientermin oder eine Aufgabe, zu erstellen oder zu löschen. Doch leider gibt es keine Möglichkeit Termine zu kopieren oder komfortabel zu verschieben. Man muss immer den jeweiligen Termin bearbeiten und dort das Datum und die Uhrzeit ändern, wobei man bei der Änderung des Datums nicht auf die Kalenderansicht Samsung Qbowl: Ecke oben linkszurückgreifen kann.

Die Aufgabenfunktion dient der Speicherung von noch zu erledigenden Aufgaben oder Anrufen und speichert diese inklusive Erinnerungsfunktion ab. Nach Erledigung kann eine Aufgabe als erledigt markiert werden und steht so Samsung Qbowl: Seite linkszum späteren Abruf bereit. Notizen können auch gespeichert werden. Zusätzlich zur normalen Textspeicherung kann eine Notiz auch im Standby angezeigt werden, damit diese nicht vergessen wird.

Samsung Qbowl: Ecke unten linksDer integrierte Taschenrechner beherrscht nicht nur Division, Multiplikation, Addition und Subtraktion, sondern auch mathematische Formeln wie Sinus, Cosinus und Tangens. Ebenfalls enthalten ist ein Wechselkursrechner, was ganz praktisch außerhalb des Euro-Raums ist.

Mit Spielen schaut es auf dem Qbowl mager aus: Gerade mal ein simpler Zeitvertreiber hat auf dem Samsung Platz gefunden, wobei das Handy selbst auf die Möglichkeit des kostenpflichtigen Downloads hinweist. Der Weisheit letzter Schluss ist das nicht.

Samsung Qbowl: Draufsicht

Samsungs Stärke ist zugleich seine Schwäche: Das Hinzufügen von mehr Features führt nicht zwangsläufig dazu, dass ein Handy besser wird. Sicherlich ist die Kamera besser als beim iPhone, auch ist der Zugriff auf das Internet schneller als beim amerikanischen Mitbewerber. Doch das Handy offenbart deutliche Schwächen genau da, wo es eigentlich Punkte machen sollte: Es ist schlicht nicht leicht bedienbar.

Im Gegenteil: Das Menü des Qbowl wirkt, als sei es auf die Schnelle zusammengesetzt worden, um dem gefürchteten Gegner etwas entgegen zu setzen, die Touchscreen-Eingabe ist obendrein eine echte Nötigung. Einige Ideen sind tatsächlich gut umgesetzt, und an der Technik ist auch nichts auszusetzen. Doch schick alleine reicht nicht aus, um mit den zahllosen Mitbewerbern mithalten zu können. Was für ein Glück, dass Samsung noch zahlreiche Alternativen im Schrank hat.

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Apple-Logo auf der Rückseite eines iPhones.

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