Test des Samsung M8910 Pixon12

Einführung

Test-Datum: 04.11.2009
Software Version: Eigenentwicklung
Testversion mit Branding: nein
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Gesamtwertung: 0 / 10
 
Samsung M8910 Pixon12

Das Rennen um das Handy mit der hochauflösendsten Megapixelkamera startet in eine neue Runde: Samsung begibt sich mit dem neuen M8910 Pixon12, laut eigener Aussage als weltweit erster Handy-Hersteller, in die Kamera-Superlative von 12 Megapixeln. Die Konkurrenz lässt jedoch nicht lange auf sich warten, denn auch der für gute Foto-Handys bekannte Hersteller Sony Ericsson zog mit dem Satio nach. Aber nicht nur die Megapixel-Kamera soll das Pixon12 auszeichnen, auch das 3,1 Zoll messende AMOLED-Touchdisplay scheint mit einer Auflösung von 800x480 Pixel und One-Finger-Zoom nicht von schlechten Eltern zu sein. Für gute Connectivity sorgen UMTS, HSDPA und WLAN. Inside-handy.de hat getestet, ob die vielen Pixel unter der Haube des Samsung Pixon12 einen Siegerplatz unter den Foto-Handys rechtfertigen.

Verpackung & Lieferumfang

Samsung M8910 Pixon12In einem edlen mattschwarzen Karton kommt das Samsung Pixon12 daher. Die stabile Verpackung wird von einer Banderole umschlossen, auf der Fotos des Kamerahandys und Informationen über seine Features zu sehen sind. Mit dem Slogan „Shoot, See, Share In an Instant“ wirbt der Hersteller für die guten Kameraqualitäten des Touchphones. Klappt man den Deckel des quadratischen Kartons auf, kommt das Pixon12, eingebettet in eine stabile graue Pappschale, zum Vorschein. Diese verbirgt das darunter liegende Zubehör. Beim Zubehör wurde nicht gespart, das Pixon 12 kommt in Begleitung von:

 

 

  • 1000 mAh Akku
  • Stereo-Headset mit Klinkenstecker
  • Headset-Adapter
  • Netzteil
  • USB-Datenkabel
  • Handytasche
  • 2GB-MicroSD-Speicherkarte mit MicroSD-Adapter
  • Software CD mit New Samsung PC Studio
  • Deutsch- und Englischsprachige Benutzerhandbücher

Das Zubehör ist erfreulich umfangreich. Etwas knapp fällt, wie von Samsung gewohnt, die Bedienungsanleitung aus. Vom Nutzer wird hier an einigen Stellen einiges an Intuition bei der Bedienung des Handys erwartet.

 

Samsung M8910 Pixon12

In einem edlen mattschwarzen Karton kommt das Samsung Pixon12 daher. Die stabile Verpackung wird von einer Banderole umschlossen, auf der Fotos des Kamerahandys und Informationen über seine Features zu sehen sind. Mit dem Slogan „Shoot, See, Share In an Instant“ wirbt der Hersteller für die guten Kameraqualitäten des Touchphones.

Klappt man den Deckel des quadratischen Kartons auf, kommt das Pixon12, eingebettet in eine stabile graue Pappschale, zum Vorschein. Diese verbirgt das darunter liegende Zubehör.

 

Beim Zubehör wurde nicht gespart, das Pixon 12 kommt in Begleitung von:

 

·1000 mAh Akku

·Stereo-Headset mit Klinkenstecker

·Headset-Adapter

·Netzteil

·USB-Datenkabel

·Handytasche

·2GB-MicroSD-Speicherkarte mit MicroSD-Adapter

·Software CD mit New Samsung PC Studio

·Deutsch- und Englischsprachige Benutzerhandbücher

 

Verarbeitung & Handhabung

Samsung M8910 Pixon12

Mit einem Druckknopf an der Handyoberkante lässt sich die Akkuabdeckung des Pixon12 leicht lösen. Darunter befindet sich der Akku, den man zum Einsetzen der SIM-Karte erst entfernen muss. Diese wird in einen Slot geschoben, in dem sie sicher sitzt, ohne verrutschen zu können. Auch entfernen lässt sie sich, durch eine Aussparung an der Slot-Oberseite, sehr einfach. Die Akkuabdeckung ist aus Metall gefertigt und macht, ebenso wie der Rest des Foto-Handys, einen soliden und stabilen Eindruck.

Samsung M8910 Pixon12„Edel, sportlich und modern“ sind die Attribute, die das Handy-Äußere wohl am besten beschreiben. Schwarzes stabiles Plastik rund um das große Display mit Metallumrandungen- und Rückseite in titan- und anthrazitfarben machen das Pixon12 optisch zu einem kleinen Schmuckstück. Nicht verleugnen lässt es sich, dass es sich hierbei um ein Foto-Handy handelt, denn die kreisförmige Linsenumrandung auf der Rückseite ist groß und ausladend. Das Handy liegt durch den erhabenen Linsenrand nicht ganz eben, aber trotzdem stabil auf der Unterseite auf. Auch das Handyfeel ist, dank abgerundeter Kanten und moderater Außenmaße von 108 x 53 x 13,8 Millimetern, sehr angenehm. Es darf auch ruhig mal etwas fester zugefasst werden, ohne dass etwas knarzen oder knacken würde. Die Spaltmaße des Handys sind gering und auch beim MicroSD-Speicherkartensteckplatz, der erfreulicherweise gut zugänglich an der Handyaußenseite angebracht ist sowie beim Multifunktions-Steckplatz, wurde an eine Abdeckung gedacht, um Staub und Dreck vom Handyinneren fern zu halten. Einziges verarbeitungstechnisches Manko ist der etwas wackelige Auftritt der Anbauteile, sprich Netzteil, USB-Datenkabel und Headset, wenn man sie in die Multifunktionsbuchse steckt. Zwar rutschen sie nicht von alleine wieder raus, lassen sich aber deutlich im Slot hin- und herbewegen.

Wie so häufig bei glänzenden Displays, sei auch bei diesem angeraten, das Putztüchlein immer mitzuführen, falls man auf eine fingertapsenfreie Oberfläche Wert legt. Über dem großen Display sieht man mittig das silberne Gitter der Lautsprecherabdeckung. Links daneben befindet sich ein kleines Kameraobjektiv für Videoanrufe. Unter dem Display prangt ein silberner Samsung-Schriftzug. Dezent unter dunkelgrauem gebürsteten Metall sind Anruf und Beenden-/Aus-Taste verborgen. Zwischen ihnen befindet sich eine ebenfalls dunkelgraue, silber umrandete Menütaste. Neben dem schon erwähnten Druckknopf zum Öffnen des Akkudeckels ist an der Oberkante des Handys die Multifunktionsbuchse gelegen. Auf der linken Außenseite sieht man die graue Abdeckung des MicroSD-Speicherkarten-Slots, darunter eine Sperrtaste zum Sperren des Displays. Eine graue Wipptaste zur Lautstärkeregulierung befindet sich zuoberst an der rechten Außenseite, darunter eine runde, rötlich schillernde Kamerataste und zu guter Letzt eine silberne Taste als Auslöser. Gleich ins Auge fällt die schon erwähnte große Umrandung der Kameralinse auf der Handyrückseite. Eine Besonderheit ist, dass daneben sowohl ein Blitzlicht, als auch ein zusätzliches Fotolicht angebracht sind. Eine Abdeckung schützt die Kameralinse vor Verschmutzung und Kratzern.

Samsung M8910 Pixon12Ein wenig an die Betriebssystem- und Prozessor-Werbungsaufkleber, wie man sie von Notebooks und PCs kennt, erinnert ein kunterbunter Sticker, der unter der Linse angebracht ist und die Besonderheiten des Pixon12 verkündet. Dieser lässt sich rückstandslos ablösen. Edel wirkt der leicht erhaben gestaltete Teil am unteren Handyrücken der den Außenlautsprecher umschließt, da er in schwarzer geriffelter Lederoptik gestaltet ist. Die Fronttasten unter dem großen Display sind angenehm groß und dadurch, dass sich die Menütaste vom Umfeld abhebt, gut tast- und bedienbar. Der Druckpunkt der Anruf- und Beenden-/Aus-Tasten ist allerdings etwas schwammig. Da es kein physikalische Tastaturfeld gibt, muss die Eingabe von Nachrichten auf virtuellen, auf dem Display dargestellten, Tastaturfeldern erfolgen. Hier kann man zwischen einem alphanumerischen Tastenfeld, wenn man das Handy im Hochformat hält oder einer QWERTZ-Tastatur, bei der Bedienung im Querformat, wählen. Während die alphanumerisch dargestellten Tasten auch für breitere Finger groß genug sind, dürften sich Menschen mit großen Händen auf der virtuellen QWERTZ-Tastatur schon des Öfteren mal vertippen, da hier die einzelnen Tasten nicht allzu groß sind.

Samsung M8910 Pixon12Sehr individuell zeigt sich der Vibrationsalarm des Pixon12, denn für diesen lassen sich fünf verschiedene „Rhythmen“ in verschieden starker Vibrations-Intensität einstellen. Er ist sehr stark in Hemden- oder Hosentasche spürbar, bringt dabei, bei stärkster Einstellung, leider auch das Cover dermaßen in Schwingung, dass dieses ein deutliches Schnarren von sich gibt. Je nach gewähltem Handyprofil lassen sich für die Anrufsignalisierung „Melodie“, „ansteigende Melodie“, „Vibration“, „erst Vibration - dann Melodie“, „Vibration und Melodie“ oder „Vibration & ansteigende Melodie“ einstellen.

Sprachqualität & Empfang

Samsung M8910 Pixon12Die Sprachqualität des Samsung Pixon12 ist sowohl auf der Festnetz- als auch auf der Handyseite sehr gut. Die Stimmen klingen unverzerrt und klar. Dank Lautstärkeregler auf der rechten Außenseite kann die Gesprächslautstärke so laut eingestellt werden, dass ein Telefonat auch in lauter Umgebung noch gut möglich ist. In der Empfangsleistung zeigte sich das Pixon12 durchgehend sehr gut. Besonders in D-Netzen mit guter Abdeckung gab es im Test kaum ein Abweichen von der höchsten Statusanzeige. Mit dem 1000 mAh Li-Ion Akku bringt es das Handy laut Hersteller auf folgende Standby- und Gesprächszeiten: Gesprächszeit bis zu drei Stunden, Gesprächszeit (2G) bis zu 7,5 Stunden, Gesprächszeit (3G) bis zu 4,8 Stunden, Standby bis zu 250 Stunden, Standby (2G) bis zu 390 Stunden, Standby (3G)bis zu 345 Stunden Im Test hielt der noch untrainierte Akku des Handys bei mittlerer Belastung durch MP3-Player und Kamera, ständig aktiviertem Bluetooth und ca. einer Stunden Gesprächszeit, viereinhalb Tage im Standby durch, bis er wieder ans Netz musste.

Der SAR-Wert des Handys liegt laut Hersteller bei 0.265 W/kg.

Display & Kamera

Samsung M8910 Pixon12Ins Schwärmen geraten kann man beim Anblick des 3,1 Zoll großen AMOLED-Touchscreen-Displays. Dieses stellt 16 Mio. Farben in einer Auflösung von 480 x 800 Pixel auf einer Fläche von 4,2 cm Breite und 6,9 cm Höhe sehr brillant und glasklar dar. Direkter Sonneneinstrahlung kann es trotzdem nur sehr schwer trotzen, da die glänzende Displayoberfläche zu stark reflektiert. Da die Displayhelligkeit aber in fünf Stufen sehr hell einstellbar ist, ist eine gute Ablesbarkeit der Darstellung immerhin bei Glühlampenlicht gewährleistet. Alternativ regelt ein Sensor automatisch die Helligkeit des Displays. Die Beleuchtungsdauer ist in sechs Stufen zwischen acht Sekunden und zehn Minuten einstellbar. Die Themes „Schwarz“, „Grün“ und „Rot“ sorgen für Abwechslung in der Farbgestaltung des Menüs. Für den Hauptmenüstil, sprich sein Hintergrundbild, kann zwischen dem voreingestellten Bild des jeweils gewählten Themes und einem von zahlreichen werkseitig vorhandenen Hintergrundbildern gewählt werden. Selbstverständlich lassen sich auch selbst geschossene Fotos als Hintergrund einstellen. Bildschirmschoner sind nicht vorinstalliert, dafür gibt es aber die Möglichkeit, die Displayanzeige durch Übergangseffekte aufzupeppen – in diesem Fall wird ein neu geöffnetes Fenster seitlich ins Bild geschoben, anstatt sich einfach nur zu öffnen. Werkseitig begrüßt einen das Handy mit dem höflichen Satz: „Wie geht es Ihnen heute?“ Für die Begrüßung lässt sich jedoch auch jeder beliebige andere Text eingeben. Beim Display des Pixon12 handelt es sich um ein resistives Display, also ein Touchdisplay, das auf leichten Druck reagiert. Hier reicht schon ein sehr leichter Druck aus um einen Menüpunkt zu öffnen. Mit einer Kalibrierungsfunktion kann man die Feineinstellung für eine optimale Bedienbarkeit des Touchdisplays vornehmen. Dank TouchWiz – Oberfläche mit großen Hauptmenü-Icons und ausreichend groß gestalteten Listenmenüs ist die Bedienung nur über den Finger und ohne Stylus gut möglich.

Ein Lagesensor bringt die Displayanzeige beim Kippen des Handys vom Hoch- ins Querformat, was besonders beim Betrachten von Webseiten oder bei Spielen von Vorteil ist. Der Sensor reagiert sehr gut und schnell. Ein One-Finger-Zoom vergrößert durch Klopfen auf das Display Bilder und Webseiten-Ansicht. Befindet man sich im Medienbrowser zur Bildbetrachtung, wird beim Zoomen am unteren Bildrand das Foto im Kleinformat angezeigt. Der gerade betrachtete Bildausschnitt wird darin durch einen Rahmen gekennzeichnet. Durch Streichen mit dem Finger über das Display lässt sich die Bildansicht zu einem anderen Bildausschnitt verschieben, so dass man alle Bilddetails genauestens „unter die Lupe“ nehmen kann. Betrachtet man einzelne Bilder, indem man das Handy im Querformat hält, kann man durch leichtes Kippen des Handys von einem Bild zum nächsten wechseln – dieses geschieht jedoch, genauso wie der Scrollen durch die Bilder mit dem Finger, nicht ganz ruckelfrei. Als praktisch erweist sich der Lagesensor auch im „Etikette“-Modus – ist dieser aktiviert, wird der aktuelle Ereigniston vorübergehend stumm gestellt, wenn man das Handy auf die Displayseite dreht. Druck auf einen Menüpunkt quittiert das Display mit in ihrer Intensität verstellbarer Vibration.

Samsung M8910 Pixon12Ein besonderes Augenmerk gebührt der 12-Megapixel-Kamera des Pixon12. Der flotte Knipser ist nicht nur mit einem Xenon-Blitzlicht, sondern auch mit einem zusätzlichen Hochleistungsfotolicht ausgestattet, das besonders der Aufnahme von Videos, Aufnahmen bei Nacht oder bei suboptimalen Lichtverhältnissen dienen soll. Findet man bei anderen Handys in der Regel nur eine Kamerataste vor, haben wir es hier gleich mit zweien zu tun. Ein Klick auf die rot schillernde Kamerazugangstaste bringt das Handy direkt in den Kameramodus. Als Sucher dient das Display im Querformat. Grundsätzlich meistert es diese Aufgabe gut. Nicht immer entspricht das geknipste Bild aber auch der Voransicht, wobei zur Verteidigung gesagt werden muss, dass das geknipste Bild meistens besser ausfällt als die Vorschau, da es durch einen intelligenten Automodus oder manuelle Einstellungen optimiert wird, was in der Regel jedoch erst nach der Aufnahme sichtbar wird. Als Auslöser dient die Kamera-Auslöser-Taste. Die Auslöseverzögerung braucht auch bei eingestelltem Autofokus weniger als eine Sekunde, was sehr schnell ist. Es dauert allerdings noch fast zwei weitere Sekunden, in denen man auf einen schwarzen Bildschirm blickt (oder bei Überprüfungseinstellung auf das geknipste Bild), bis die Kamera bereit ist für eine neue Aufnahme. Erfreulicherweise ist der 5-fach Digitalzoom der Kamera auch bei höchster Bildauflösung einsetzbar. Tippt man mit dem Finger auf das Display, werden an linker und rechter Seite Einstellungsoptionen eingezeigt. Hierzu gehören im Kameramodus:

  • Fokusmodus (Autofokus, Makro, Gesichtserkennung)
  • Selbstauslöser( Aus, 2 Sek., 5 Sek., 10 Sek.)
  • Auflösung (12M 4000x3000, 5M 2560x1920, 2M 1600x1200, 0,3M 640x480, W10M 4000x2400, W4M 2500x1536, W1.5M 1600x960, W0.4M 800x480)
  • Weißabgleich (Auto, Tageslicht, Glühlampenlicht, Fluoreszierend, Bewölkt)
  • Effekte (Keine, Schwarz/Weiß, Sepia, Negativ, Antik, Schärfer)
  • ISO (Auto, 50, 100, 200, 400, 800, 1600)
  • Bel.-Messung (Mittenbetont, Matrix, Spot)
  • Objektverfolgung (Ein, Aus)
  • Bildstabilisator, (Ein, Aus)
  • Automatischer Kontrast (Ein, Aus)
  • Bildqualität (Sehr fein, Fein, Normal, Sparsam)
  • Anpassen
  • Hilfslinien (Ein, Aus)
  • Überprüfen (Ein, 2 Sekunden, Aus)
  • GPS-Verbindung (Ein, Aus)
  • Auslöser-Ton (1,2,3, Aus)
  • Speicher (Telefon, Speicherkarte)
  • Einstellungen zurücksetzen
  • Szenen-Modus (Keine, Hochformat, Querformat, Nacht, Sport, Party/Innen, Strand/Schnee, Sonnenuntergang, Morgendämmerung, Herbstfarbe, Feuerwerk, Text, Kerzenlicht, Gegenlicht)
  • Aufnahmemodus (Einzeln, Beauty, Smile, Serie 0/9, Panorama, Klassisch)
  • Modus (Intelligenter Auto-Modus, Programm/Kamera, Videokamera)
  • Fotolicht (Auto, Ein, Rote-Augen-Korrektur, Aus)
  • Schnellansicht

Fotos knipst das Handy im JPEG-Format. Mit dem installierten Programm „Live pix“ und dem integrierten Bildbearbeitungsprogramm lassen sich Fotos aufnehmen oder aus dem Foto-Ordner heraus durch zahlreiche Funktionen wie Zuschneiden, Texteingabe, Formen, Zeichnen, Effekte oder Stempel nachbearbeiten. Hat man keine Lust oder Zeit, um selber großartige Einstellungen vorzunehmen, empfiehlt es sich, den intelligenten Auto-Modus einzustellen, denn hier übernimmt die Kamera selbst die Einstellungen, um die Fotos zu optimieren. Im Test wurden unter dieser Option geknipste Bilder sehr ordentlich. Blinzelerkennung, Beauty-Modus (bei dem das aufgenommene Gesicht von Mängeln und Unreinheiten befreit wird) oder Smile-Funktion erleichtern das Aufnehmen von Portraitfotos, wobei hier gesagt sei, dass es für die Smile-Funktion nicht allzu dunkel sein sollte, da die Kamera ansonsten Schwierigkeiten hat, das Lächeln der aufgenommenen Person auch als solches zu erkennen und auszulösen. Super zu bedienen ist die Panoramafunktion. Diese erlaubt nicht nur die Aufnahme von Panoramabildern im Querformat, sondern auch im Hochformat. Praktisch ist hierbei, dass die Bildausschnitte nicht vom Nutzer selbst anhand von halbtransparenten Vorausschnitten justiert werden müssen, wie man es von vielen anderen Kamera-Handys kennt, sondern, dass um den jeweiligen nächsten Bildausschnitt ein Rahmen gesetzt wird, der sich mit der Kamerabewegung soweit ins Bild schiebt, bis er komplett im Display angezeigt wird und die Kamera selbständig auslöst. So sind im fertigen Panoramabild keine Schnittkanten zu sehen. Schön für die Aufnahme von Sportlern oder Tieren ist die Option, Fotos mit Objektverfolgung aufzunehmen. Hierbei wird das Motiv verfolgt und scharf gestellt, selbst wenn sich das Objekt oder der Fotograf bewegen. Durch Berührung des Motives auf dem Display erscheint ein Fokusrahmen um das Motiv und folgt ihm, wenn das Telefon bewegt wird. Durch Drücken des Auslösers wird das Motiv aufgenommen. Das funktioniert gut, auch wenn Teile des Motives die sich zu schnell bewegen, zum Beispiel ein wedelnder Schwanz des laufenden Hundes, im Test auch mal unscharf ausfielen. Fertig geknipste und gespeicherte Fotos findet man im Fotoordner in den eigenen Dateien wieder.

In diesem, genau wie im ebenfalls dort befindlichen Videoordner, können beliebig viele neue Ordner angelegt werden. Alternativ findet man aufgenommene Fotos und Videos im Medienbrowser. Videos im DVD-Format verspricht der Hersteller seinen Kunden, denn immerhin kann die Kamera Videoclips in WVGA-Auflösung (720 x 480 Pixel) aufnehmen. Im Videomodus gibt es folgende Einstellungsmöglichkeiten:

  • Fokusmodus (Autofokus, Gesichtserkennung)
  • Selbstauslöser (Aus, 2, 5, 10 Sekunden)
  • Auflösung (W0.3M 720x480, 0.3M 640x480, 320x240, 176x144)
  • Weißabgleich (Auto, Tageslicht, Glühlampenlicht, Fluoreszierend, Bewölkt)
  • Effekte (Keine, Schwarz/Weiß, Sepia, Negativ, Antik, Schärfer)
  • Automatischer Kontrast (Ein, Aus)
  • Videoqualität (Fein, Normal, Sparsam)
  • Anpassen (Kontrast, Sättigung, Schärfe)
  • Hilfslinien (Ein, Aus)
  • Audioaufnahme (Ein, Aus)
  • Speicher (Telefon, Speicherkarte)
  • Einstellungen zurücksetzen
  • Aufzeichnungsmodus (Normal, Begrenzung für MMS, Zeitlupe)
  • Modus (Intelligenter Auto-Modus, Programm, Videokamera)
  • Fotolicht (Auto, Ein, Aus)
  • Schnellansicht

Je nach gewählter Größe können Videos im H.263 oder MPEG4-Format aufgenommen werden. Auch Videos können nachbearbeitet werden. Man kann sie zuschneiden, teilen und ihnen Audiodateien hinzufügen. Ein Video-Editor-Programm ermöglicht zudem die direkte Aufnahme von Videos aus dem Programm heraus, sowie das Importieren und Zusammenschneiden von Videos, Bildern, Tönen und Fotos zu einem ganz neuen Video.

Die umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten der Handy-Kamera gleichen denen einer ausgewachsenen Digitalkamera. Ist auch die Aufnahmequalität vergleichbar? Bei optimalen Lichtverhältnissen aufgenommene Fotos gelingen sehr gut. Farbdarstellung und Kontrast stimmen, so dass man die Digitalkamera schon gerne mal zuhause vergessen kann, wenn man das Pixon12 dabei hat. Einziges kleines Manko ist eine leichte Bildverzerrung an den Ecken, besonders bei Aufnahmen mit eingeschaltetem Xenon-Blitzlicht, die jedoch nur bei genauerer Bildbetrachtung überhaupt erkennbar ist. Auch die Dunkelheit braucht diese Kamera, dank Hochleistungsfotolicht und Xenon-Blitz, nicht zu scheuen. Das Hochleistungsfotolicht beleuchtet bei Dunkelheit vor, so dass man Objekte im Raum gut erkennen und anvisieren kann. Beim Auslösen reagiert dann der Xenon-Blitz und leuchtet einen durchschnittlich großen Raum komplett hell aus, so dass sämtliche Details erkennbar sind. So rundum die Kamera im Kameramodus auch überzeugen mag, bei der Aufnahme von Videoclips müssen leichte Abstriche gemacht werden. Die Farben der aufgenommenen Clips sind kräftig, die Aufnahmen fast ohne Ruckler, jedoch hapert es dadurch an der Bildqualität, dass sich der Aufnahmefokus immer wieder automatisch versucht, scharf zu stellen. So wechselt die Darstellung zwischen leicht unscharfer und scharfer Wiedergabe. Bei nicht ganz optimalen Lichtverhältnissen lässt sich das Hochleistungsfotolicht hinzuschalten. Dieses erhellt die dunkle Umgebung recht gut, trotzdem zeigen die Videoaufnahmen bei Kamerabewegungen ein deutliches Bildrauschen. Für den Spaßfaktor geht die Videofunktion durchaus in Ordnung, kann aber keinen vollwertigen Camcorder ersetzen.

 

OS & Bedienung

Samsung M8910 Pixon12Samsung M8910 Pixon12Samsung M8910 Pixon12

Nichts wirklich Neues bringen Menüaufbau und Menügestaltung des Samsung Pixon12, jedenfalls dann nicht, wenn man mit Samsung-Handys der neueren Generation vertraut ist. Das Hauptmenü verteilt sich auf drei Seiten. Die einzelnen Seiten lassen sich mit dem Finger in den Bildschirm hinein oder aus ihm heraus schieben. Werkseitig voreingestellt sind die Hauptmenüpunkte: Protokolle, Google, MP3-Player, Internet, Video-Player, Eigene Dateien, Kalender, Kamera, Medienbrowser, Foto-Kontakte, Alarm, Einstellungen, Musikerkennung, Communities, Live pix, UKW-Radio, Exchange ActiveSync, Video-Editor, Spiele und mehr, Sprachmemeo Bluetooth, Synchroniieren, Timer, Stoppuhr, Wi-Fi, Downloads, Memo, Aufgabe, Weltuhr, Rechner und Umrechnung. Dabei muss man es als Nutzer aber nicht belassen, denn am oberen Bildschirmrand befindet sich ein Menü-Icon zur Bearbeitung des Hauptmenüs. Klickt man darauf, können neue Menüpunkte gespeichert, die Reihenfolge der Menüpunkte verändert oder das ganze Menü wieder in seinen Ursprungszustand zurückgesetzt werden. Die Menü-Icons sind ansprechend farbenfroh und selbsterklärend gestaltet und haben zusätzlich auch noch eine Beschriftung.

Samsung M8910 Pixon12Samsung M8910 Pixon12Samsung M8910 Pixon12

Unter den Menüpunkten verbergen sich teilweise direkt die jeweiligen Anwendungen oder Listenmenüs. Eine intuitive Bedienung ist durch das breit aufgefächerte Hauptmenü weitestgehend gut möglich. Einzig durch die Vielfalt der Programme und Einstellungsmöglichkeiten kann man sich schon einmal in den Untermenüs verlaufen, wenn man noch nicht mit dem Menüaufbau vertraut ist. Dreiseitiger Standbybildschirm und Widgets gehören bei Samsung Touchscreen-Telefonen heute erfreulicherweise schon zur Standardausrüstung. Im Standbybildschirm sowie im Hauptmenü wird am unteren Bildschirmrand eine Menüleiste für den Direktzugriff auf Telefon-Tastenfeld, Kontakte, Nachrichten und Hauptmenü angezeigt. Eine Widget-Leiste am linken Bildschirmrand des Standbybildschirms lässt sich ein- oder ausblenden und sorgt mit voreinstellbaren und zusätzlich aus dem Internet herunterladbaren Widgets, für deren Platzierung reichlich Platz auf den drei drei Bildschirmseiten vorhanden ist, für weitere Schnellzugriffsmöglichkeiten auf häufig genutzte Anwendungen. Ebenso wie durch die drei Hauptmenüseiten, werden auch die Seiten des Standbybildschirms mit dem Finger in den Bildschirm hinein – oder aus ihm herausgeschoben.

Mit der Menütaste die unter dem Display angesiedelt ist, kommt man von jedem Ort, aus Untermenüs oder Standbybildschirm heraus, direkt wieder auf die erste Seite des Hauptmenüs. Die Schriftgröße der Menüanzeige lässt sich nicht verändern, ist aber groß genug für Menschen mit Sehhilfe. Dafür lässt sich die Anzeige durch die Auswahlmöglichkeit zwischen drei verschiedenen Schriftarten personalisieren. Im Gegensatz zum ansonsten recht logischen und intuitiv bedienbaren Aufbau des Hauptmenüs, dürfte für Samsungneulinge das spontane Auffinden der Rufnummerunterdrückung schwierig werden. Dieses ist nicht - wie von anderen Herstellern gewohnt - in den Telefoneinstellungen zu finden, sondern Samsung-typisch, in den Anwendungseinstellungen. Für die Einstellung dieser Funktion begibt man sich auf folgenden Weg: Hauptmenü – Einstellungen – Anwendungseinstellungen – Anruf – Rufnummernübertragung. Ähnlich gestaltet sich der Weg zum Auffinden der Wahlwiederholungseinstellung: Hauptmenü – Einstellungen – Anwendungseinstellungen – Anruf – Sprachanruf – Automatische Wiederwahl. Die Anruflisten verbergen sich im Hauptmenü unter dem Icon „Protokolle“. Diese Funktion ist mit Datenzähler, Nachrichtenzähler und Gesprächszeitzähler ausgestattet. Hier lassen sich wahlweise alle Anrufe, unbeantwortete Anrufe, gewählte Rufnummern, empfangene Anrufe und gesendete Nachrichten mit Datum und Uhrzeit nachverfolgen.

Samsung M8910 Pixon12Samsung M8910 Pixon12Samsung M8910 Pixon12

Einen schnellen Zugriff auf die Nachrichtenfunktionen des Pixon12 ist durch das schnell erreichbare Nachrichten-Icon in der grauen Menüleiste am unteren Bildschirmrand gewährleistet. Eine separate Einteilung in SMS- und MMS- Funktion gibt es hier zunächst nicht. Die Aufgabe, eine Nachricht als Shortmessage oder Multimedia-Nachricht einzuteilen, übernimmt das Handy automatisch, je nach Größe der Nachricht und hinzugefügten Dateien. Die Nachrichteneingabe ist wahlweise über ein großes virtuelles alphanumerisches Tastenfeld möglich, wenn man das Handy im Hochformat hält oder über eine virtuelle QWERTZ-Tastatur, beim Halten im Querformat. Menschen mit breiteren Fingern sei angeraten das alphanumerische Tastenfeld zu wählen, da die QWERTZ-Tastatur doch recht zierlich ausfällt. Wer die handschriftliche Eingabe bevorzugt, hat auch hierfür die Auswahl zwischen entweder einem einfachen Eingabefeld oder einem, das in vier Kästchen aufgeteilt ist, die mit verschiedenen Sprachen für die T9-Funktion oder eine Zahleneingabe konfigurierbar sind. Am oberen Bildschirmrand gibt es eine Anzeige für überlange Nachrichten. Diese signalisiert, die wievielte Nachricht man gerade verfasst (bis zu 15 sind möglich) und erleichtert so die Kostenkontrolle. Unter dieser Anzeige ist das Eingabefeld für Kontakte und Gruppen, an die die Nachricht gesendet werden soll, angesiedelt.

Samsung M8910 Pixon12Samsung M8910 Pixon12Samsung M8910 Pixon12

Eine Nachricht lässt sich an beliebig viele Kontakte oder Gruppen schicken. Im darunter liegenden großen Feld wird schließlich der eingegebene Text angezeigt. Einer Nachricht lassen sich Visitenkarten, Terminplan, Jahrestage, Aufgaben und Memos und außerdem Bilder, Videos und Töne hinzufügen, die auch direkt aus diesem Programm heraus neu aufgenommen werden können. Ist eine angehängte Datei, beispielsweise ein Foto, zu groß für den Versand einer MMS, wird sie automatisch in ihrer Datenmenge der MMS angepasst. Auch Vorlagen können einer SMS oder MMS hinzugefügt werden, werkseitig sind jedoch noch keine Vorlagen vorhanden, so dass man diese zunächst einmal selbst erstellen muss. Für das Verfassen einer E-Mail muss zunächst, optional mit einem E-Mail-Assistenten, ein E-Mailkonto eingerichtet werden. Hat man gleich mehrere Adressen, lässt sich für jede einzelne ein eigenes Konto einrichten. Neben beliebig vielen Empfängern und Gruppen, kann man einer E-Mail auch ein Betreff hinzufügen. Außerdem können Visitenkarten, Terminplan, Jahrestage, Aufgaben, Memos und Favoriten versendet werden. Als Anhang sind auch bei E-Mails Bilder, Videos, Töne und andere Dateien möglich, die optional direkt aus dem E-Mail-Programm heraus aufgenommen werden können.

20 Klingeltöne im MP3-Format sind auf dem Pixon12 vorinstalliert. Außerdem können Musikstücke im AAC, AAC+, AMR, MP3 – Format als Anrufsignal oder Video-Rufton eingestellt werden. Für die Signalisierung von Nachrichten gibt es außerdem vier Sondertöne. Die Wiedergabe der Klingeltöne über den Außenlautsprecher ist zwar klanglich nicht mit der eines Walkmanhandys vergleichbar, aber dennoch sehr laut und ihrem Zweck angemessen. Das Display lässt sich auf einfache Weise durch Druck auf die seitlich angebrachte Sperrtaste sperren und so vor unbeabsichtigter Bedienung beim Transport in der Tasche schützen. Entsperrt wird es durch einen weiteren längeren Druck auf die Sperrtaste. Eine weitere Option zum Entsperren des Displays ist die Smart-Touch-Funktion. Durch Zeichnen eines zuvor selbst festgelegten und eingespeicherten Zeichens auf dem Bildschirm wird das Telefon entsperrt und je nach Einstellung anschließend automatisch ein Kontakt angerufen oder eine vorher festgelegte Anwendung gestartet. Eine im Telefonmenü an- und ausschaltbare Telefonsperre sperrt zudem das Telefon automatisch, sobald sich die Displaybeleuchtung ausschaltet.

Samsung M8910 Pixon12Samsung M8910 Pixon12

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Sehr umfangreich sind die Verbindungsmöglichkeiten des Samung Pixon12. Es verfügt über:

  • GPRSSamsung M8910 Pixon12Klasse 12
  • EDGE
  • UMTS
  • HSDPA 7,2 MBit/s
  • HSUPA 5,7 MBit/s
  • WLAN b/g
  • Bluetooth 2.1
  • Micro USB-Anschluss
  • Massenspeicherfunktion
  • USB/ POP-Port-Schnittstelle
  • TV-Out
  • GPS
  • WAP 2.0
  • MicroSD-Steckplatz

Mit dem Pixon12 kommt man fast überall ins Internet, dafür sorgen UMTS und EDGE. Bei Nutzern ohne Netzabdeckung für diese schnellen Übertragungswege ist immerhin noch GPRS Klasse 12 mit an Bord. Dank schnellem HSDPA und HSUPA kann man größere Datenmengen schnell aus dem Internet auf das Handy herunter und vom Handy auf Internetplattformen hinaufladen. Das integrierte WLAN unterstützt mit WEP, WPA und WPA2 alle gängigen Verschlüsselungen und kann auch an Orten mit Hot Spots genutzt werden. Die Datenübertragung zwischen Handy und PC via Bluetooth klappte im Test schnell und reibungslos. Große Datenmengen lassen sich zudem mit dem mitgelieferten USB-Datenkabel rasant schnell zwischen Handy und PC übertragen, da der Rechner das Pixon12 als Massenspeicher erkennt. Synchronisationsmöglichkeiten von Kontakten, Terminen, Nachrichten und Mediendateien zwischen Fotohandy und PC bietet das Samsung New PC Studio, das der Hersteller auf einer Software-CD mitliefert. Die Software unterstützt sowohl die Synchronisation über USB, als auch über Bluetooth. Knipst man viele Fotos und speichert zudem Musik- oder Videodateien, kann der 200 Megabyte große flexible Speicher des Telefons schnell voll sein. Das ist aber kein wirkliches Problem, denn über den MicroSD-Steckplatz lässt sich der Speicher auf 16 Gigabyte aufrüsten.

Multimedia & Organizer

Samsung M8910 Pixon12
Samsung M8910 Pixon12
Samsung M8910 Pixon12
Samsung M8910 Pixon12

Über Sprachwahl oder Sprachsteuerung verfügt das Samsung Pixon12 nicht. Eine Sprachmemofunktion ersetzt locker das Diktiergerät. Mit ihr kann man Memos in einer Länge von bis zu 60 Minuten aufnehmen. Möchte man eine Sprachaufzeichnung per MMS verschicken, die dementsprechend eine bestimmte Datenmenge nicht überschreiten darf, kann man in den Programmoptionen eine extra Begrenzung für MMS wählen. Da sich das Display während eines Telefonates automatisch sperrt, um die Aktivierung von Menüpunkten durch das Berühren mit der Wange zu verhindern, ist es notwendig, zunächst einmal die Sperrtaste zu drücken, um während des Gespräches auf Handyfunktionen zugreifen zu können. So verhält es sich auch, wenn man die Freisprechfunktion aktivieren möchte, für die es, ebenso wie für die Stummschaltung, einen großen Menü-Button auf dem Display gibt. Der Freisprecher ist ausreichend laut, um ihn auch im Auto einsetzen zu können, allerdings klingen die Stimmen auf beiden Seiten deutlich verzerrt.

Die Telefonprofile Normal, Stumm, PKW, Besprechung, im Freien und Offline sind auf dem Handy fest vorinstalliert. Es lassen sich zwar keine weiteren Profile hinzufügen, aber man kann in jedem einzelnen Profil zahlreiche Einstellungen vornehmen und es somit den eigenen Bedürfnissen anpassen. Zeitbegrenzt lassen sich die Profile nicht einstellen. Unter dem Kontakt-Icon verbergen sich die gespeicherten Kontakte, Gruppen und Favoriten. Die einzelnen Kontakte können mit Daten wie Vorname, Nachname, Mobil privat, Mobil geschäftlich, E-Mail, privat, Gruppe, Klingelton, Vibration, Geburtstag Memos, Festnetzt - privat, Festnetzt – geschäftlich, Fax Videoanruf, URL, DTMF, Nachrichtenton, Spitzname, Firma, Beruf, Adresse und noch einigen mehr, versehen werden. Hierbei kann der Nutzer flexibel auswählen, welche Informationen er der Datenliste hinzufügen möchte oder nicht. Alternativ gibt es einen Foto-Kontaktordner, in dem man seine Kontakte nach Fotos sortieren kann. Während eines Telefonates ist der Zugriff auf das Telefonbuch möglich.

Dafür, dass es sich beim Pixon12 nicht um ein Smartphone oder Business-Gerät handelt, ist es sehr gut mit Office-Funktionen ausgestattet. So ist das Handy in der Lage, Office-Dokumente und sogar PDF-Dateien zu öffnen. Ein Kalender sorgt für eine gute Terminübersicht. Er wird wahlweise in Monats-, Tages- oder Wochenansicht angezeigt. In dem Kalender lassen sich Terminpläne und Jahrestage mit Titel, Startdatum, Startzeit, Alarm, Enddatum, Endzeit, Details und Ort anlegen. Komfortabel ist auch der vom normalen PC-Betriebssystem bekannte Ordner „Eigene Dateien“. In ihm kann man die Ordner für Bilder, Videos, Töne, andere Dateien und der Speicherstatus einsehen und neue Ordner erstellen. Natürlich fehlen auch Memo- und Aufgabenfunktion nicht, und mit einem praktischen Umrechner lassen sich nicht nur Währungen, sondern auch Länge, Gewicht, Volumen, Fläche und Temperatur umrechnen. Eine Weltuhr sorgt dafür, dass einem überall auf der Welt die richtige Stunde schlägt, Timer und Stoppuhr dafür, den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen beziehungsweise aufzunehmen. Mit dem Wecker gibt es keine Ausrede für Verschlafen mehr. Beliebig viele Alarme können mit Alarmbezeichnung, Alarmzeit, Alarm Wiederholung, Erinnerung, Alarmtyp, Alarmton und Alarmlautstärke versehen werden. Der Nutzer entscheidet selbst, ob sich das Telefon beim Alarmzeitpunkt selbst einschalten soll, wenn es einmal gerade ausgeschaltet sein sollte.

Über die aktuelle Uhrzeit informiert leider nur eine kleine Anzeige oder eine große digitale oder analoge Uhr aus den Widgets, wenn man sich im Standbybildschirm befindet. Während der Navigation durch die Handymenüs wird keine Uhrzeit angezeigt. Wer sich in den Spieleordner des Pixon12 begibt, wird zunächst über die vielen installierten Spiele erstaunt sein. Die Ernüchterung erfolgt jedoch schnell, denn wie so oft bei Samsung-Handys üblich, sind die Spiele „Tetris“, „PyramidBloxx“, „Monopoly World“, „Brick Breaker“ und „BrainChallenge“ nur in einer Demoversion vorhanden. So lassen sich diese Spiele lediglich anspielen – wer mehr will, muss sich die Vollversionen kostenpflichtig herunterladen. Immerhin hat Samsung dem Fotohandy die Spiele „Rollende Würfel“ und „Rollercoaster3D“ in Vollversion spendiert. Beide sind über den Lagesensor des Handys steuerbar. Während es sich bei den rollenden Würfeln nicht wirklich um ein Spiel, sondern vielmehr um zwei in 3D animierte Würfel handelt, wird bei „Rollercoaster3D“ ein Achterbahnwaggon durch Bewegung des Handys beschleunigt oder gebremst – zudem sind virtuelle Steuerungstasten im Display seitlich angezeigt. Die Spielesteuerung erfordert einiges an Übung, bietet aber einen recht hohen, wenngleich nicht ganz ruckelfrei dargestellten, Spaßfaktor.

Samsung M8910 Pixon12
Samsung M8910 Pixon12
Samsung M8910 Pixon12
Samsung M8910 Pixon12

Auf dem Pixon12 surft man über den Samsung Mobile Browser v1.0 im Internet. Durch einen Klick auf ein kleines graues Icon in der rechten unteren Displayecke öffnen sich Adresseingabeleiste am oberen Bildschirmrand und eine graue Menü-Iconleiste am rechten Displayrand. Hierüber lassen sich Favoriten anwählen, Displayhelligkeit regeln, die Startseite aufrufen, Websites zu Favoriten hinzufügen, RSS-Feed anwählen oder Browsereinstellungen vornehmen. Der Browser unterstützt JavaScripte, die Anzeige von Bildern, Ausführen von Flash und Wiedergabe von Tönen. Lästig ist, dass sich die Displayanzeige für das Vornehmen von Einstellungen immer automatisch vom Quer- ins Hochformat stellt, so dass ein umständliches Drehen des Handys notwendig ist. Innerhalb einer Seite kann man mit dem Finger zu allen Richtungen hin scrollen. Das Scrollen stoppt nicht abrupt beim Loslassen des Bildschirms, sondern die Anzeige lässt sich mit dem Finger „anschieben“, so dass sie immer noch ein Stückchen weiterscrollt. Das funktioniert sehr flüssig bei gezoomten Seiten. Hat man eine Ganzseitenansicht gewählt, fällt die Scrollfunktion eher hakelig aus. Ein Klick auf die Adressleiste öffnet das virtuelle Tastaturfeld zur URL-Eingabe, je nach gewähltem Hoch- oder Querformat als alphanumerisches oder QWERTZ-Tastaturfeld. Die Websites werden identisch zu Seiten, über einen normalen PC-Browser betrachtet, angezeigt. Ein Doppelklick auf den Bildschirm zoomt ,dank „One-Finger-Zoom“, die Displayansicht, so dass die ansonsten recht kleine Anzeige gut lesbar wird. Das funktioniert leider nicht immer, denn ab und an ignoriert das Display den Fingerklick schlichtweg. In einer 3D-Ansicht kann man sich die bereits besuchten Websites anzeigen lassen und mit dem Finger durch sie hindurchscrollen, was, im Gegensatz zum Scrollen durch den Bilderordner, flüssig möglich ist. Vermissen lässt der Browser eine Funktion zum Markieren und Speichern von Texten oder Bildern.

Ein Hauptmenü-Icon führt direkt zur Google-Suchmaschine, Google-Mail oder Google Maps. Dank GPS-Funktion lässt sich Google Maps auch komfortabel mit dem Pixon12 nutzen. Geo-Tagging erlaubt das Einstellen selbst geknipster Bilder in virtuelle Landkarten. Eine Funktion zur Freischaltung von Route66 findet man im Navigationsordner unter den Anwendungseistellungen. Das Herunterladen des Kartenmaterials und die Freischaltung der Navigationssorfware ist jedoch nur beim kostenpflichtigen Erwerb der dazugehörigen Lizenz möglich. Musikdateien lassen sich per Bluetooth, MicroSD-Speicherkarte oder USB-Datenkabel vom PC auf das Handy übertragen, aber auch ein schneller Download aus dem Internet ist dank HSDPA möglich. Im MP3-Player des Pixon12 sind die Titel in einer Musik-Bibliothek in alle Titel, Wiedergabelisten (von denen beliebig viele selbst erstellbar sind), kürzlich wiedergegeben, am häufigsten wiedergegeben, Interpreten, Komponisten, zuletzt hinzugefügt, Alben, Genres und Podcasts eingeteilt. Durch das Setzen oder Streichen von Häkchen lassen sich Unterpunkte der Bibliothek streichen oder hinzufügen. Möchte gleichzeitig mit dem Handy arbeiten und Musik hören, kann der Player als Hintergrundmusik eingestellt werden. Während der Wiedergabe werden Interpret, Titel, Album und Abspielzeit angezeigt. Abwechslung gibt es bei der Visualisierung, hier kann der Nutzer zwischen drei Visualisierungsmöglichkeiten wählen. Einen netten Effekt bietet auch die Albumanzeige mit dazugehörigen gespeicherten Titeln, wenn das Handy bei der Musikwiedergabe im Querformat gehalten wird. Hier kann man mit dem Finger durch die gespeicherten Alben scrollen. Klangliche Vielfalt bietet bieten die Sound-Effekte Normal, Rock, Jazz, Live, Klassik, Megabass, Konzertsall, Wow HD, Bassverstärkung, Muskklarheit und Externalisierung. Gespeichert werden Musiktitel im Musikordner, in den eigenen Dateien. Durch die Möglichkeit neue Ordner hinzuzufügen, können die Titel übersichtlich geordnet werden. Ausdauernde Nutzung des Players geht leider auch beim Pixon12 auf Kosten der Akkuleistung – zwar zeigte der Akku im Test eine gute Ausdauer, möchte man das Handy auf einer längeren Reise häufiger als MP3-Player nutzen, empfiehlt sich jedoch, das Netzteil im Reisegepäck mit dabei zu haben. Abspielen lassen sich Musikdateien in den Formaten AAC, AAC+, eAAC+, MP3 und WMA.

Der Klang über den Außenlautsprecher des Handys ist ordentlich, bisweilen aber etwas blechern und nicht mit dem eines Walkmanhandys vergleichbar. Abhilfe schafft das mitgelieferte Headset oder wahlweise ein eigenes Headset, das dank Klinkenstecker-Adapter an das Handy angeschlossen werden kann. Dieses erhöht die Klangqualität und somit den Musikgenuss noch um einiges gegenüber der Wiedergabe über den Handylautsprecher. Ein kabelgebundenes Headset ist auch zur Inbetriebnahme des UKW-Radios nötig, denn es wird von diesem gleichzeitig als Antenne genutzt. Das Abspielen von Videos ist in den Formaten H.263, H.264, MPEG4, DivX, Xvid möglich. Videos laufen auf dem Pixon12 flüssig und auf dem brillanten und großen AMOLED-Displays macht die Betrachtung wirklich Spaß. Sollte das Handy mal verloren gehen oder entwendet werden, hilft uTrack es wiederzufinden. Möchte man sich aus einer unangenehmen Situation entfernen, hilft die Täuschungsanrufs-Funktion, einen von außen kommenden Anruf vorzutäuschen.

Fazit

Samsung M8910 Pixon12

Mit seiner 12-Megapixel-Kamera liegt das Samsung M8910 Pixon12 wirklich gut im Rennen. Fotos in sehr guter Aufnahmequalität sprechen dafür. Leichte Abstriche müssen dagegen bei der Qualität der selbstgedrehten Videoclips gemacht werden, hier besteht Nachbesserungsbedarf bei der automatischen Kontrast-Regulierung. Super sind Verarbeitung und Design des schicken Telefons und auch das brillante und große AMOLED-Touchdisplay ist nicht von schlechten Eltern. Erstaunlich umfangreich für ein Foto-Handy sind die Office-Funktionen. Eine umfangreiche Connectivity mit UMTS, HSDPA, HSUPA, EDGE und WLAN sorgt, zusammen mit den schon genannten Funktionen, dafür, dass das Samsung Pixon12 zu einem komfortablen und zuverlässigen Begleiter für unterwegs in allen Lebenslagen wird.

Pro

  • Top Verarbeitung und edles Design
  • Gute Fotoqualität der selbstgeknipsten Bilder
  • brillantes AMOLED-Display
  • umfangreiche Connectivity mit UMTS, HSDPA, HSUPA, EDGE und WLAN
  • umfangreiche Officefunktionen

Contra

  • einige Mankos bei selbstgedrehten Videoclips
  • nicht immer funktonierender „One-Finger-Zoom“
  • nicht in allen Punkten ausgereifter Internet-Browser

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