Test des Samsung C3200 Monte Bar

10 Minuten

Samsung C3200 Monte Bar

Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Um mobil auf diese Dienste zugreifen zu können, muss man nicht zwangsläufig Besitzer eines teuren Smartphones sein. Günstige Einsteiger-Handys wie das Monte Bar von Samsung bringen manchmal genug Funktionen mit sich, die man für die Kommunikation unterwegs braucht. Was das schlanke Barren-Handy von Samsung zu bieten hat, verrät der Test auf inside-handy.de.

Das Monte Bar wird in einer viereckigen Schachtel geliefert, deren Ausmaße sich auf ein Minimum begrenzen. Der Lieferumfang beinhaltet das Handy nebst 960 mAh-Akku, ein Ladekabel, ein Headset und eine gedruckte Bedienungsanleitung, welche die Grundfunktionen des Gerätes erklärt. Ein Datenkabel oder eine Speicherkarte wurden seitens des Herstellers nicht spendiert. Mit Blick auf den günstigen Preis, ist dies allerdings zu verschmerzen.

Samsung C3200 Monte Bar
Samsung C3200 Monte Bar

Um den Akkudeckel aus seiner Arretierung zu lösen, muss mit dem Fingernagel in eine kleine Öffnung am unteren Ende der Deckel nach oben gehoben werden. Der SIM-Kartenslot befindet sich unter dem Akku, der MicroSD-Slot an der linken Geräteseite. So wird ein Wechsel der Speicherkarte auch ohne Entnahme des Akkus erlaubt.

Das C3200 ist mit 112 x 47 x 13,3 Millimetern und einem Gewicht von gerade einmal 78 Gramm ein wahrer Handschmeichler und fast schon wieder zu leicht. Es liegt gut in der Hand und vermittelt trotz ausschließlich verwendetem Kunststoff einen guten haptischen Eindruck. Geschwungene Formen und Kurven bestimmen das Design. Die Verarbeitung ist sehr gut und die Spaltmaße gering. Ein fester Druck lässt dem Gerät kein Knarzen oder Knacken entlocken. Die Vorder- und Rückseite sind in schwarzem Klavierlack gehalten. Dies ist sehr schön anzusehen – zumindest solange man es nicht ohne Handschuhe an fasst. Der Lack ist sehr anfällig für Fingerabdrücke, so dass man es ständig putzen möchte. Die Seiten des Testgerätes sind in mattem silber-grau.

An der linken Geräteseite befinden sich die Lautstärkewippe, welche aus Kunstoff besteht und die durch eine Abdeckung geschützte Micro-USB-Schnittstelle. Auf der anderen Seite wurde der geschützte Ladekabelanschluss verbaut. Auf eine seitliche Kamerataste wurde indes verzichtet. Die Rückseite verzieren neben der in den Akkudeckel eingelassenen Kameraöffnung auch zwei kleine Schlitze für den Lautsprecher.

Samsung C3200 Monte BarUnter dem Display befindet sie eine Standardtastatur im klassischen 3×4-Design. Auch hier bestimmen stilvoll geschwungene Linien die Optik. Die trapezförmige 5-Wege-Navigationstaste liegt mittig eingebettet zwischen den Tasten für das Anrufmanagement und zwei Schnellstarttasten, welche mit dem Menü und den Kontakten vordefiniert sind. Um die Bedienung im Dunkeln zu erleichtern, ist das Tastenfeld weiß beleuchtet. Der Druckpunkt der Tasten ist gut und bestätigt die Eingabe mit einem satten Klick. Die Tastensperre kann wahlweise auch automatisch erfolgen, sobald sich das Display ausschaltet.

Samsung C3200 Monte BarDie Sprachqualität wurde im E-Plus-Netz getestet und ist als gut einzustufen. Der Gesprächspartner ist zwar klar und deutlich zu vernehmen, jedoch ist die Ausgabe ein wenig dumpf. Störende Nebengeräusche sind allerdings nicht vorhanden. Auch der Nutzer des C3200 wird ohne nennenswerte Probleme vom Gegenüber verstanden. Die Lautstärke über die integrierte Freisprecheinrichtung ist etwas zu leise. Am Empfang des Gerätes gibt es nichts auszusetzen. Der 960-Milliamperstunden-Akku liefert laut Hersteller eine Standby-Zeit von bis zu 21 Tagen und soll für achtstündige Gesprächzeiten reichen. Nach zwei Tagen intensiver Nutzung von Telefon, Emails und Programmen wie Facebook, verlor das Handy gerade einmal drei Balken der Akkuanzeige.

Der SAR-Wert beträgt laut Hersteller 0,721 W/kg.

Samsung C3200 Monte BarDas zwei Zoll große TFT-Display löst mit 240×320 Pixeln auf und kann bis zu 262.144 Farben darstellen. Die Anzeige ist hell und farbenfroh. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es problemlos möglich, Inhalte auf dem Display zu erkennen. Inhalte wie Videos, Bilder und Texte werden scharf dargestellt. Selbst bei ganz genauem Hinausschauen, lassen sich einzelne Pixel so gut wie nicht erkennen. Über einen Lage- oder Helligkeitssensor verfügt das Einsteigerhandy nicht. Allerdings kann die Helligkeit manuell an die Umgebung angepasst werden.

Samsung spendierte dem Handschmeichler eine 2-Megapixel-Kamera ohne Autofokus und Fotolicht. Da keine Kamerataste verbaut wurde, muss die Kamera über das Menü gestartet werden. Dies dauert knapp zwei Sekunden und die Kamera ist funktionsbereit. Genauso lang ist die Auslöseverzögerung. Für ein Einsteigerhandy sind die Kameraeinstellungen ausreichend. Eine Hilfe erklärt auf Wunsch die Einstellungen:

  • Aufnahmemodus (Serie, Mosaik, Rahmen)
  • Auflösung
  • Weißabgleich
  • Effekte (Schwarz-Weiß, Sepia, Negativ, Wasser, Grün)
  • Nachtmodus
  • Belichtungskorrektur
  • Suchermodus (Hilfslinien, Symbole, Keine)
  • Selbstauslöser

Samsung C3200 Monte BarDie Bilder sind, auf dem kleinen Handydisplay betrachtet, brauchbar. Auf einem PC-Monitor ist die Qualität kaum noch zu gebrauchen. Die Bilder weisen einen Schleier auf und wirken leicht milchig. Die Rauschunterdrückung greift so arg ein, dass es kaum scharfkantige Details gibt. Dies fällt umso stärker auf, je mehr man in das Bild herein zoomt. Fast alles ist sehr stark weichgezeichnet. So hat die Kamera lediglich einen Schnappschusscharakter. Videos werden mir einer Auflösung von 176×144 Pixel aufgenommen und eignen lediglich zum Betrachten auf dem Handy. Auf dem PC ist die starke Artefaktebildung bei schnellen Kameraschwenks störend.

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Auf dem Startbildschirm befindet sich eine Symbolleiste (Smart Standby) für die wichtigsten Programme und Funktionen, die sich nach links und rechts durchscrollen lassen. Zu den Schnellstartfunktionen gehören das Nachrichtenmenü, der MP3-Player, Twitter, Facebook und die Google-Suche. Wer auf die Leiste verzichten möchte, hat alternativ die Möglichkeit, sich verschiedene Uhren auf dem Startbildschirm anzeigen zu lassen. Der Startbildschirm kann zudem noch um ein Kalender-Widget und um kleine Bilder der favorisierten Kontakte erweitert werden.

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Das Menü ist im klassischen Rasterdesign aufgebaut und bringt keine Überraschungen hervor. Für die Personalisierung stehen drei vordefinierte Designs zur Auswahl. Wem das nicht reicht, der hat die Möglichkeit eigene Themes direkt auf dem Handy zu erstellen. Bei der Auswahl von Bildern, Farben und Mustern hilft ein Assistent. Desweiteren lassen sich noch verschiedenen Überblendungseffekte für das Menü einstellen.

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Das C3200 kann neben SMS und MMS auch E-Mails versenden und empfangen. Über das Nachrichtenmenü wählt man zwischen SMS und E-Mail aus. Fügt man einer SMS diverse Medien hinzu, erstellt das Handy automatisch eine MMS. Eine Worterkennung zeigt bei Bedarf alle Worte des gleichen Wortstamms an. So muss man nicht zwangsläufig das komplette Wort eintippen- es reichen die Anfangsbuchstaben, um das gewünschte Wort aus der Liste auszuwählen. Zudem hat man die Möglichkeit eigene Wörter hinzuzufügen, sollte das Handy den Begriff einmal nicht kennen. Insgesamt können 1836 Zeichen für zusammenhängende SMS verwendet werden.

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Samsung C3200 Monte BarSamsung C3200 Monte BarSamsung C3200 Monte Bar Samsung C3200 Monte BarDas Quad-Band GSM-Handy verfügt neben GPRS nur über EDGE als Datenverbindung. Für die lokale Datenübertragung steht neben Bluetooth 2.1 mit Stereo-Audio-Streaming (A2DP) auch eine USB-Verbindung zur Verfügung. Das im Lieferumfang kein Datenkabel enthalten, ist ärgerlich. Da Samsung auf seinen herstellereigenen Anschluss zurückgreift, lässt sich kein vorhandenes Micro-USB-Kabel anschließen. So konnte der Datenaustausch nur per Bluetooth getestet werden. Dies funktionierte allerdings ohne Probleme. Als PC-Software steht die Samsung Kies bereit, welche von der Homepage des Herstellers herunter geladen werden muss. Über die Kies steht auch der Abgleich mit Outlook zur Verfügung. Insgesamt stehen 24 Megabyte dynamischer Speicher zur Verfügung, welcher per MicroSD um bis zu weitere acht Gigabyte erweitert werden kann.

Samsung setzt auf den NetFront Access Browser v3.5. Der Browser ruft die Startseite von www.inside-handy.de in knapp 41 Sekunden auf. Die Navigation auf einer Seite gestaltet sich ein wenig nervig. Jedes Bild und jeder Link wird beim Navigieren angewählt. So kann es schon etliche Sekunden dauernd, bis man das Seitenende erreicht hat. Ein wenig komfortabler ist hier die Verwendung eines virtuellen Mauszeigers, welche die Navigation erleichtert. Der Browser unterstützt Cookies und interessante Links lassen sich an Freunde versenden. Inhalte können direkt auf dem Handy gespeichert werden. Wesentlich komfortabler und schneller ist hier der Opera Mini 5, welcher kostenlos heruntergeladen und installiert werden kann.

Der Standard-MP3-Player durchsucht die Musik-Bibliothek nach eigenen Wiedergabelisten, Interpreten, Alben, Genres, kürzlich oder am häufigsten wiedergegeben Liedern. Der Klang über den integrierten Lautsprecher ist selbst bei maximaler Lautstärke gut, wenngleich es an Bass fehlt. Die Ausgabe über den kleinen rückseitig verbauten Lautsprecher ist klar und sauber. Ein Übersteuern ist nicht zu vernehmen. Der Klang des mitgelieferten Headsets ist voluminös und klar, auch der Bass überzeugt. Lediglich auf maximaler Lautstärke kommt es zu einem minimalen Kratzen. Dies ist allerdings kaum zu vernehmen. Der Player zeigt das Coverbild während der Wiedergabe an. Zudem können zehn verschiedene Klangspektren eingestellt werden. Neben Jazz, Rock, Classic, Pop und Dance stehen auch Weit, Dynamisch und Surround zur Verfügung.

Während der Wiedergabe kann das Gerät mit anderen Funktionen genutzt werden. Lässt man den MP3-Player im Hintergrund laufen, erscheint auf dem Startbildschirm ein Mini-Player für die Steuerung. Wer gern mit Musik einschläft, kann ein Zeitspanne festlegen, nach der der Player sich abschaltet. Das integrierte UKW-Radio kann nur mit angeschlossenem Headset verwendet werden. Erfreulich hingegen ist, dass man den Sound auch über den Lautsprecher ausgeben kann. Ein automatischer Suchlauf speichert alle empfangbaren Sender ab und zeigt dank RDS dessen Namen an.

Samsung C3200 Monte Bar
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Zudem verfügt das Monte Bar über einen Musikerkennungsdienst. Dabei wird ein Teil des Liedes welches man gerade irgendwo hört, aufgezeichnet und mit einem Server abgeglichen, um den Titel und den Interpreten angezeigt zu bekommen. Dem Kalender können wiederkehrende Jahrestage, Termine, Urlaub und wichtige Erinnerungen hinzugefügt werden. Neben einem Titel, dem Erinnerungszeitpunkt und einem Alarm gibt es noch weitere Details wie Ort, Endzeit des Termins und Wiederholungen. Bei der Anzeige kann zwischen Tages-, Wochen- und Monatsansicht gewählt werden. Insgesamt können 500 Termine und Jahrestage, 100 Aufgaben und 100 Notizen eingetragen werden. Das Telefonbuch erlaubt die Speicherung von bis zu 1000 Kontakten. Einem Kontakt können etliche zusätzliche Informationen hinzugefügt werden, wie diverse Nummern, E-Mail-Adresse, Geschäftsdaten und Notizen.

Für den Zeitvertreib stehen sechs Spiele zur Verfügung. Zudem ein Umrechner, ein Sprachmemo-Funktion und eine Google-Suche. Zudem können weitere Java-basierte Applikationen auf das Handy geladen werden. Programme wie Facebook, Twitter oder Palringo sorgen für die Verbindung zu den sozialen Netzwerken. Wem das nicht reicht, der hat die Möglichkeit weitere Netzwerke hinzu zufügen. Zur Auswahl stehen Flickr, Picasa, Photobucket, MySpace und Friendster. Ein Bluetooth-Messenger steht für die Nahfeldkommunikation bereit.

Samsung C3200 Monte Bar

Das C3200 Monte Bar erweist sich als gut ausgestattetes Einsteigerhandy. Dank der Verbindung zu diversen sozialen Netzwerken, soll es gerade bei jungen Leuten punkten. Das stylische Design und der Preis von knapp 70 Euro unterstreichen dies. Die Verarbeitung des Barren-Handys ist sehr gut. Auch mit der Sprachqualität und der guten Musikausgabe kann das Monte Bar auf der Habenseite verbuchen. Punktabzug gibt es für den nicht überzeugenden Browser und die Qualität der Kamera.

Pro

  • gute Verarbeitung
  • saubere Sprach- und Musikausgabe
  • geringer Preis

Contra

  • schlechte Kameraqualität
  • umständliche Browserbedienung
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