Test des Samsung S8000 Jet

Einführung

Test-Datum: 06.08.2009
Software Version: Eigenentwicklung
Testversion mit Branding: nein
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Samsung S8000 Jet

„Nie wieder Speedlimits“ verspricht Samsung vollmundig seiner Kundschaft und bringt das Samsung S8000 Jet auf den Markt. Unterscheidet sich das rasante Handy mit seiner Touchwiz 2.0 Oberfläche auf den ersten Blick nicht wesentlich von anderen aktuellen Samsung-Geräten, verrät spätestens ein Blick in das Datenblatt, dass darunter ein 800 MHz Prozessor arbeitet. HSDPA und WLAN sollen zudem für schnelle Geschwindigkeit im Internet sorgen. Eine 5-Megapixel-Digitalkamera, MP3-Player und ein Touchscreen mit AMOLED-Technologie lassen den Nutzer in Multimedia-Sphären fliegen. Ist der Name beim Jet tatsächlich Programm oder ist die gute Laune bei der Nutzung schnell verflogen? Das verrät der Praxistest auf inside-handy.de.

Verpackung & Lieferumfang

Samsung S8000 JetSamsung liefert das S8000 Jet im „kleinen Schwarzen“ an seine Kundschaft aus. Der mattschwarze quadratische Karton mit eingeprägtem Samsung-Schriftzug wirkt schlicht und edel. Verziert wird der Karton von einer bedruckten Banderole mit Fotos des Smartphones und Angaben der Handyfeatures. Ein stabiler Klappdeckel gibt den Blick frei auf das Jet, das gut geschützt in einer dunkelgrauen, pappmachéartigen Schale liegt. Diese kann man herausheben und findet darunter, in einer weiteren Schale aus gleichem Material, das Handyzubehör. Hierzu gehören: ein Akku, ein Netzteil, ein USB-Datenkabel, ein Stereo-Headset mit Klinkenstecker, ein Handyetui, deutsch- und englischsprachige Bedienungsanleitungen und eine CD mit der Software „Samsung New PC Studio“. Leider ist, trotz vorhandenem Steckplatz keine MicroSD-Speicherkarte im Lieferumfang vorhanden. Bei einem solchen Multimedia-Gerät hätte etwas mehr Spendierlaune vom Hersteller erwarten dürfen. Der interne Speicher ist schließlich nur zwei Gigabyte groß.

Samsung S8000 Jet

Verarbeitung & Handhabung

Samsung S8000 Jet

Der Akkudeckel des Samsung Jet nimmt, bis auf eine Aussparung für Kameralinse und LED-Blitz, die gesamte Handyrückseite ein. Um ihn abzulösen hakt man mit dem Fingernagel in eine kleine Rille und hebt ihn aus seiner Verankerung. Da er sehr fest sitzt, erfordert dieses zunächst etwas Überwindung. Gefahr, den Deckel dabei zu zerbrechen besteht aber kaum, da er an den Kanten stark abgerundet ist, was dem verbauten Plastik Stabilität verleiht. Unter der Abdeckung sieht man einen relativ klein ausfallenden Akku und daneben die SIM-Kartenhalterung, in die die SIM-Karte unter einen schmalen Metallbügel geschoben wird. Der Akku muss dazu nicht entfernt werden. Neben der Kameralinse befindet sich der MicroSD-Speicherkartenslot. Auch zum Einschieben und Entnehmen der Speicherkarte muss man nicht den Akku, sehr wohl aber die Akkuabdeckung, entfernen. Eine Anbringung an der Seite des Handys wäre da sicherlich praktischer gewesen.

Samsung S8000 JetDa man ja nun schon weiß, dass der Akkudeckel nicht allzu zerbrechlich ist, geht das Wiedereinsetzen deutlich einfacher vonstatten. Der Deckel rastet fest in seine Verankerungen ein, sitzt fest und wackelt oder knarzt nicht. Auf den ersten Blick wirkt das Samsung Jet mit seinen Maßen von 109 x 54 x 11,9 Millimetern und 110 Gramm Gewicht erstaunlich zierlich und leicht für ein Handy mit Touchscreen. Dabei wirken die verbauten Materialien, obwohl hauptsächlich Plastik verwendet wurde, sehr hochwertig. Das mag unter anderem an der mit Spiegelreflexen versehenen Rückseite und den auf der Gerätefront angebrachten schwarzen Funktionstasten im gebürsteten Metalllook liegen. Das 3,1 Zoll große Display darüber nimmt einen Großteil der Frontseite des Smartphones ein. Insgesamt macht das Handy einen sehr soliden und stabil gebauten Eindruck. Auch bei festerem Zupacken knackt oder knarrt nichts. Dank abgerundeter Ecken und Kanten liegt es während der Bedienung angenehm in der Hand. Wegen seiner zierlichen Maße ist es auch für Menschen mit kleineren Händen gut einhändig zu bedienen, da man, wenn es in der Handfläche liegt, trotzdem noch mit dem Daumen alle Ecken des Displays erreicht.

Bei ganz genauem Hinsehen sieht man, dass die Spaltmaße zwischen Display und Umrandung nicht hundertprozentig gleichmäßig sind. Beim Testmodell besteht auf der rechten Seite eine etwas breitere Rille, als auf der linken. Auch könnten die Spaltmaße zwischen den Funktionstasten und ihrer Umgebung etwas geringer ausfallen, da sich auch hier auf Dauer sicherlich Staub ansammeln wird. Lobenswert ist die Schutzabdeckung über der Multifunktionsbuchse für Netzteil und Datenkabel. Diese fehlt allerdings, anders als sonst von Samsung gewohnt, über der Klinkensteckerbuchse. Auch die Kameralinse ist zwar ein Stück weit im Gehäuse versenkt, beziehungsweise durch einen erhabenen silbernen Rand während des Ablegens auf dem Tisch vor Kratzern geschützt, hat aber keine zusätzliche Abdeckung. Beim Transport in der Tasche, zusammen mit Schlüsseln oder anderen spitzen Gegenständen, sind sichttrübende Kratzer vorprogrammiert, vorausgesetzt, man transportiert das Jet nicht in der mitgelieferten Handytasche. Netzteil und Datenkabel sitzen fest in ihren Steckplätzen, lassen sich aber seitlich hin- und herwackeln, so dass auf Dauer Kontaktprobleme entstehen könnten. Der Klinkenstecker passt da schon besser in seine Buchse und hat zu den Seiten hin wenig Spiel.

Am oberen Ende der Handyfrontseite befindet sich ein schmales Gitter über dem Handylautsprecher, rechts daneben ist das zweite Kameraobjektiv für Videotelefonie angeordnet. Direkt über dem Display hat Samsung einen silbernen Hersteller-Schriftzug angebracht. Das glänzende Display ist sehr anfällig für Fingertapsen, so dass demjenigen das Mitführen eines Putztuches angeraten sei, der Wert auf ein schickes Äußeres seines Privat-Jets legt. Die beiden schwarzen Anruf- und Ein-/Aus-/Menü-Ende-Taste sind aus einem Guss gefertigt. Ihre Symbole sind chromfarben. In ihrer Mitte prangt eine durchscheinende wie ein dreidimensionaler Würfel geschliffene Menütaste, die ebenfalls in einen Chromrand eingefasst wurde und ein Hingucker ist. Pfiffig ist auch die dunkelrot schillernde Rückseite des Smartphones gestaltet. Hier scheint es, als würde man durch rotes Plexiglas hindurch, auf glänzende nebeneinander liegende Rohre schauen. Die schon erwähnte Kameralinse befindet sich am oberen Rand. Zwei Rillen über dem Außenlautsprecher des Handys sind ganz unten auf der Rückseite zu sehen, darüber ein weiterer Samsung-Schriftzug. Auf der linken Handyseite findet man eine schwarze Wipptaste zur Lautstärkeregulierung.

Samsung S8000 JetAuf der rechten Handyseite ist zuoberst eine kleine Sperrtaste zum Sperren von Display und Funktionstasten. Außerdem findet man hier die zusammen liegende Gate- und Kamerataste, wobei die Gate-Taste eine Neuheit bei Samsung darstellt. Drückt man darauf, findet man auf dem Display den schon vom Menübutton bekannten dreidimensionalen Würfel für das Cube-Menü wieder. Den Seitenwänden ist jeweils eine Funktion, wie Album, MP3-Player, Video-Player, UKW-Radio, Spiele und Internet zugeordnet. Mit dem Finger oder per Lagesensor kann man den Würfel drehen und die gewünschte Funktion auswählen – eine nette und praktische Spielerei. Auf der Oberkante des Handys sieht man die 3.5 mm Klinkenbuchse und daneben die Multifunktionsbuchse samt Abdeckung. Eine physische alphanumerische oder QWERTZ-Tastatur hat das Samsung Jet nicht. Alle beschriebenen Funktionstasten haben einen guten und strammen Druckpunkt und sind ausreichend groß für die Bedienung mit dickeren Fingern. Zum Eintippen von SMS oder E-Mail muss man auf die virtuelle Tastatur auf dem Display zurückgreifen. Wer Probleme mit der Größe der Tasten hat, sollte die alphanumerischen Tastatur nutzen, die bei Eingabe im Hochformat eingeblendet wird. Aus Platzgründen fällt die im Querformat eingeblendete QWERTZ-Tastatur zwar für zierliche Finger ausreichend groß aus, Menschen mit dickeren Fingern werden sich vermutlich jedoch des Öfteren darauf vertippen. Hier zeigen sich die Vorteile eines noch etwas größeren Displays, wie beispielsweise das des Samsung I8910 HD, denn darauf lassen sich die Tasten naturgemäß größer darstellen. Blindes Eintippen einer SMS ist auf einem virtuellen Tastenfeld wohl eher unmöglich.

Samsung S8000 JetBesonders, wenn das Samsung Jet während eines „losrappelnden“ Vibrationsalarms auf dem Tisch liegt, macht es seinem Namen alle Ehre. Zwar ist das scheppernde Geräusch, welches der Vibrationsalarm dabei von sich gibt, nicht ganz so laut wie das eines Düsenjets, kann aber durchaus einen leisen Klingelton ersetzen - nicht wirklich gut geeignet für eine dezente Gesprächsannahme während einer Besprechung. Sollte der Vibrationsalarm tonlich dann aber doch nicht reichen, kann zusätzlich noch ein Klingelton hinzugeschaltet werden. Damit nicht genug, stehen als Anrufsignal fünf Vibrationsalarme mit verschiedenen Vibrationsintervallen zur Verfügung. Deutlich schwächer und dementsprechend dezenter, fällt da die Vibration aus, mit der Berührungen des Touchscreens vom Handy quittiert werden.

Sprachqualität & Empfang

Samsung S8000 JetSowohl auf Festnetz- als auch auf Handyseite klingen die Stimmen sehr klar und deutlich. Allerdings ist die Klangfarbe auf beiden Seiten sehr hart. Mit der seitlichen Wipptaste lässt sich die Lautstärke sehr laut einstellen – Umgebungen mit hoher Geräuschkulisse sind somit kein Problem, um den Gesprächspartner noch verstehen zu können. Der Empfang des Smartphones ist sehr gut. Sogar im schwächer ausgelegten E+-Netz konnte das Jet fast durchgehend eine sehr gute Empfangsleistung verbuchen. Das Samsung Jet schafft mit dem mitgelieferten 1100 mAh Akku laut Hersteller eine Gesprächszeit von bis zu 8,2 Stunden, was einen guten Wert darstellt. Die Standbyzeit wird mit bis zu 422 Stunden angegeben. Im Test hielt das Smartphone bei durchschnittlicher Benutzung stromfressender Anwendungen wie MP3-Player, Spielen und Kamera, vier Tage bei untrainiertem Akku durch. Diese Zeit sollte sich also noch steigern.

Laut Hersteller wurde für dieses Gerät ein maximaler SAR-Wert von 0,522 W/kg ermittelt.

Display & Kamera

Samsung S8000 JetSprichwörtlich „zum Abheben“ ist die Darstellung des 3,1 Zoll AMOLED-Touchdisplays des Samsung S8000 Jet.16 Millionen Farben tummeln sich in einer Auflösung von 800x480 Pixel auf einer Displayfläche von 4,1 cm Breite und 6,8 cm Höhe. Dank der gestochen scharfen und brillanten Anzeige ist es eine wahre Freude, Videos oder Bilder zu betrachten. Der schnelle 800 Mhz Prozessor trägt seinen Teil dazu bei, dass Filme ruckelfrei und flüssig abgespielt werden. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist von der Brillanz der Darstellung aufgrund des spiegelnden Displays zwar kaum mehr etwas zu sehen, dennoch kann man, dank heller Einstellungsmöglichkeit und Leuchtkraft, Schriften noch leidlich gut ablesen. Bei normaler Beleuchtung oder gar Dunkelheit, weiß der Monitor dann aber richtig zu punkten. Ein kleines Manko ist die fehlende Beleuchtung der Funktionstasten unter dem Display. Diese kann man im Dunkeln nur ertasten. Als Hintergrundbild kann man eines der zahlreichen auf dem Handy vorhandenen Bilder oder ein selbstgeknipstes Foto einstellen. Um das Handy zu personalisieren, stehen Themes in den Farben Schwarz, Grün und Rot und drei verschiedene Schriftarten zur Auswahl. Der Hauptmenüstil kann gemäß dem aktuell gewählten Theme oder benutzerdefiniert, in diesem Fall mit einem Hintergrundbild der Wahl, dargestellt werden. Wer von seinem Handy persönlich begrüßt werden möchte, hat die Möglichkeiten einen Text hierfür einzugeben. Auch mit optional einstellbaren Übergangseffekten wartet das Jet auf. Die Helligkeitseinstellung des Displays wird wahlweise automatisch vom Handy festgelegt oder manuell in 5 Stufen justiert. Bei der Displaybeleuchtungsdauer hat man die Auswahl zwischen 6 Stufen, in einer Zeitspanne zwischen 8 Sekunden und 10 Minuten. Die Begrüßungs- und Verabschiedungs-Animationen sind von Samsung vordefiniert – dieses lässt sich auch nicht ändern.

Im Handy ist ein Lagesensor verbaut, der das Display beim Kippen des Gerätes vom Hoch- ins Querformat bringt. Dieses klappt sehr schnell und gut. Störend ist, dass die Displaydarstellung auch beim Ablegen dazu neigt, die Darstellung ins andere Format umschwenken zu lassen, obwohl es dabei nicht seitlich gekippt wurde. Mit dem Sensor lassen sich einige Motion-Funktionen bedienen. Mit Motion-Gate kann der schon erwähnte, über die Gate-Taste anwählbare Würfel, mit dem Lagesensor, anstatt mit dem Finger bedient werden. Bei Einstellung des Etikette-Modus wird der aktuelle Ton vorübergehend stummgeschaltet, wenn man das Telefon umdreht. Sehr praktisch ist auch die Option „Lautsprecher bei Anruf“: wird das Telefon während eines Telefonates vom Ohr weggenommen und auf eine flache Oberfläche gelegt, startet das Telefon bei aktivierter Funktion automatisch den Telefonlautsprecher. Eine witzige Funktion ist das „Motion Tutorial“, das auch als Spiel auf dem Smartphone vorhanden ist: Durch zweimaliges Tippen auf das Telefon, Schütteln zur einen oder anderen Seite und ruckartiges Bewegen (Snap), können verschiedene Funktionen, wie zum Beispiel die Liedanwahl im MP3-Player, gesteuert werden. Ein Motion Guide übt die Ausführung der genannten Funktionen mit dem Handynutzer.

Das Touchdisplay des Samsung Jet ist resistiv, das heißt, es reagiert auf Druck. Um Menüpunkte zu öffnen oder durch Fingerwisch zwischen Darstellungen zu wechseln, ist nur ein ganz leichter Druck nötig, so dass man manchmal schon fast das Gefühl hat, es mit einem kapazitiven Display zu tun zu haben, das auf Berührung (ohne Druck) reagiert. Um eine optimale Erfassung von Displayeingaben zu erzeugen, lässt sich das Display kalibrieren. Wie beim resistiven Display üblich, ist auch dieses mit einem Stylus (Displaystift) bedienbar. Dieser ist allerdings, aufgrund der ausreichend großen Darstellung der verbesserten TouchWiz 2.0-Oberläche, kaum vonnöten, es sei denn man hat dickere Finger und möchte Texte über die virtuelle QWERTZ-Tastatur eingeben oder kommt nicht mit der Anwahl kleinerer Links im Internetbrowser klar. Beim Scrollen durch die Listenmenüs wird am rechten Displayrand ein schmaler Scrollbalken angezeigt, jedoch erst, nachdem man das Display berührt hat. Zum Scrollen selbst ist er jedoch nicht nötig, denn man kann die Seitenanzeige auch von jedem beliebigen anderen Punkt auf dem Display aus nach oben oder unten schieben – er dient eher zur ungefähren Orientierung, ob man sich weiter oben oder unten auf einer Seite befindet. Man kann das Menü auch mit dem Finger „anschieben“, es scrollt dann flüssig von alleine bis zum Seitenende weiter.

Samsung S8000 JetDas Samsung Jet hat eine 5-Megapixel-Kamera mit 4.0-fach Digitalzoom, der erfreulicherweise auch bei höchster Bildauflösung arbeitet. Zusätzlich wurde ein Hochleistungsfotolicht verbaut. Als Auslöser dient die Kamerataste. Auch bei der Auslöseverzögerung ist der Name des Jet Programm, denn in etwa einer Sekunde ist ein Bild im Kasten, nach zwei Sekunden ist die Kamera bereit für ein weiteres Bild. Das Display dient im Querformat als Sucher, und diese Aufgabe erfüllt es meistens gut: Das geknipste Bild entspricht, zumindest in seiner Größe, dem angezeigten Bildausschnitt. Allerdings stimmt die Qualität der Bilddarstellung auf dem Display, nicht immer mit der auf einem PC-Monitor betrachteten Darstellung überein – dazu aber später mehr. Ungünstig ist die Ansiedlung der Kameralinse am Rand der Rückseite, denn man kommt dadurch sehr schnell während der Aufnahme mit dem Finger vor den Sucher. An der linken und rechten Displayseite befinden sich Menüsleisten mit Einstellungsbuttons. Im Kameramodus gibt es folgende Einstellungsmöglichkeiten:

  • Selbstauslöser
  • Auflösung (2560x1920, 2048x1536, 1600x1200, 640x480, 2560x1536, 1600x960, 800x480)
  • Weißabgleich (Auto, Tageslicht, Glühlampenlicht, Fluoreszierend, Bewölkt)
  • Effekte (Keine, Schwarz/Weiß, Sepia, Negativ)
  • ISO (Auto, 100, 200, 400, 800)
  • Belichtungs-Messung (Matrix, Integ.-Mess., Spot)
  • Fokusmodus (Autofokus, Makro, Gesichtserkennung)
  • Bildstabilisator
  • WDR
  • Blinzelerkennung
  • Bildqualität (Sehr fein, Fein, Normal, Sparsam)
  • Anpassen (Kontrast, Sättigung, Schärfe)
  • Hilfslinien
  • Überprüfen (Ein, 2 Sek., Aus)
  • GPS-Verbindung
  • Auslöserton (Ton 1,2,3, Aus)
  • Speicher (Telefon, Speicherkarte)
  • Szenen Modus (Kein, Hochformat, Querformat, Nacht, Sport, Party/Innen, Strand/Schnee, Sonnenuntergang, Morgendämmerung, Herbstfarbe, Feuerwerk, Text, Kerzenlicht, Gegenlicht)
  • Aufnahmemodus (Einzeln, Smile, Serie -9 Bilder-, Panorama, Mosaik, Rahmen)
  • Fotolicht (Auto, Ein, Aus)
  • Belichtungswert
  • Galerie

Geknipste Bilder können als Diashow angezeigt und nachbearbeitet werden. Im Bearbeitungsprogramm können Filter, Stil, Warp-Effekt, partielle Unschärfe, automatische Anpassung, Helligkeit, Kontrast, Farbe und Größe eingestellt werden. Außerdem kann man einen Bildausschnitt wählen, das Foto drehen oder kippen und als Memo auf den Bildschirm legen. Damit nicht genug, stehen zahlreiche Rahmen, Cliparts, Emoticons und eine Texteingabeoption zur Verfügung, um dem Bild hinzugefügt zu werden. Die Bearbeitungsprogramme „Live pix“ und „Foto-Memo“ bieten zusätzliche Bearbeitungsmöglichkeiten. Fotos werden im JPEG-Format aufgenommen. Außer der Fotofunktion besitzt das Samsung Jet die Möglichkeit, Videoclips selbst aufzunehmen. Auch hierfür gibt es viele Einstellungsmöglichkeiten:

  • Selbstauslöser
  • Auflösung (720x480, 640x480, 320x240, 176x144)
  • Weißabgleich (Auto Tageslicht, Glühlampenlich, Fluoreszierend, Bewölkt)
  • Effekte (Keine, Schwarz/Weiß, Sepia, Negativ)
  • WDR
  • Videoqualität (Fein, Normal, Sparsam)
  • Anpassen (Kontrast, Sättigung, Schärfe)
  • Hilfslinien
  • Audioaufnahme
  • Speicher (Telefon, Speicherkarte)
  • Aufzeichnungsmodus (Normal, Begrenzung für MMS, Zeitlupe)
  • Belichtungswert
  • Fotolicht (Auto, Ein, Aus)
  • Galerie

Videos werden im MPEG4- oder 3GP-Format aufgenommen. Im Video-Editor können weitere Clips, Töne und Fotos importiert und mit einem Video zu einem ganz neuen Clip zusammen geschnitten werden. Außerdem ist eine Neuaufnahme von Fotos oder Videos möglich. Das fertig bearbeitete Video kann mit verschiedenen Effekten versehen werden.

Fotos sind im Fotobrowser gespeichert, in dem man sie in einer Art Slideshow mit dem Finger weiterbewegen kann. Die Fotoansicht im Fotobrowser ist klasse, leider gestaltet sich das Sliding als mühsam und hakelig, was angesichts des sonstigen Tempos des Handys verwundert. Außerdem findet man sowohl Fotos als auch Videos unter dem Hauptmenübutton „Eigene Dateien“, im Bilder- oder Videoordner, wieder. Von hieraus können sie auch nachbearbeitet, versendet oder als Hintergrundbild oder Kontaktbild eingestellt werden. Beliebig viele weitere Ordner für Fotos oder Videos kann man neu anlegen. Bei so vielen Einstellungs- und Nachbearbeitungsmöglichkeiten stellt sich die Frage nach der Qualität der aufgenommenen Fotos und Videoclips. Bei optimalen Lichtverhältnissen aufgenommene Fotos gelingen sehr gut und kontrastreich. Lediglich eine leichte Überbelichtung ist zu erkennen, wenn die wesentlichen Kamerafunktionen auf „Auto“ gesetzt wurden. Hier muss man mit Belichtungseinstellungen nachregeln. Bei nicht ganz so optimalen Lichtverhältnissen werden die Bilder schnell unscharf, wenn man nicht die Fotoleuchte hinzuschaltet. Diese leistet gute Arbeit und leuchtet einen Bereich von zwei bis drei Metern hell aus. Generell werden Fotos auf dem Handydisplay farbiger und kontrastreicher dargestellt, als sie letztendlich auf dem PC-Monitor aussehen. Hier kann es schon die eine oder andere Enttäuschung geben. Bei guten Lichtverhältnissen kann die Digitalkamera schon einmal zu Hause gelassen werden. Bei nicht ganz so optimalen Lichtverhältnissen leistet die 5.0-Megapixelkamera eher Schnappschussqualität. Da hat man bei Sony Ericsson Cybershot-Handys schon Besseres gesehen. Trotz hoher Auflösung werden selbstaufgenommene Videoclips ziemlich pixelig und unscharf. Sie sind eher  ein nettes Gimmick und keine Konkurrenz für Camcorder. Auch hier gilt, dass die Aufnahmen auf dem Handydisplay sehr viel besser aussehen, als auf dem PC-Monitor.

 

OS & Bedienung

Samsung S8000 Jet
Samsung S8000 Jet
Samsung S8000 Jet
Samsung S8000 Jet
Samsung S8000 Jet
Samsung S8000 Jet
Samsung S8000 Jet
Samsung S8000 Jet

Das Hauptmenü des Samsung S8000 Jet verteilt sich auf drei Seiten, durch die man per Fingerwisch flüssig navigieren kann. Dementsprechend gibt es viele selbsterklärende Hauptmenüpunkte: Anrufliste, Google, MP3-Player, Internet, Video-Player, Eigene Dateien, Kalender, Kamera, Foto-Browser, Foto-Kontakte, Alarm, Einstellungen, Musik-erkennung, Communities, Live pix, UKW-Radio, Exchange ActiveSync, Video-Editor, Spiele und mehr, Sprachmemo, Bluetooth, Synchronisieren, Timer, Stoppuhr, Wi-Fi, Downloads, Memo, Aufgabe, Weltuhr, Rechner, Umrechnung, Simkarten-Dienste.

Unter den Hauptmenüpunkten verbergen sich hauptsächlich Listenmenüs. Die Hauptmenü-Icons sind in Rasterform angesiedelt, dieses und auch die Reihenfolge der einzelnen Punkte, lässt sich nicht ändern.

Da es durch die vielen Hauptmenüpunkte zu einer sehr differenzierten Aufteilung der Menülisten kommt, ist eine intuitive Bedienung, bis auf ein paar Ausnahmepunkte, gut möglich. Da es sich allerdings um so viele Icons handelt, braucht es eine gewisse Zeit der Eingewöhnung, bis man sich merken kann, wo der einzelne Punkt wiederzufinden ist.

Sehr kurz ist der Weg zum Verfassen einer SMS, denn direkt auf dem Startbildschirm und auch während der Navigation im Hauptmenü, wird am unteren Bildschirmrand ständig eine Menüleiste mit Buttons für Tastenfeld, Kontakte, Nachrichten (unter anderem zum Verfassen einer SMS) und Hauptmenü angezeigt. Befindet man sich im Hauptmenü, wird der Hauptmenü-Button allerdings durch einen Beenden-Button ersetzt.

Auch der Standbybildschirm teilt sich auf drei Seiten auf, die genügend Raum für die Platzierung der Widgets bieten, die über eine kleine Registerkarte am linken Bildschirmrand aufgerufen werden können. Die Widgetliste ist frei mit Funktionen wie beispielsweise Kalender, Galerie oder Analoguhr belegbar, die schon auf dem Handy vorhanden oder aus dem Internet herunterladbar sind. Da man die Widgets aus der Liste heraus auf den Bildschirm ziehen kann, hat man immer einen schnellen Zugriff auf seine Lieblingsanwendungen. Auf dem Bildschirm befinden sich drei schmale Leisten (stellvertretend für jeden Bildschirm eine), in die man Widgets auch direkt reinziehen kann, wenn man sie auf einer bestimmten der drei Seiten wiederfinden möchte. Über die schon erläuterte Gate-Taste kann man Schnellzugriffe zu Unterhaltungsfunktionen abrufen.

Die Schriftgröße der Listenmenüs ist nicht änderbar, jedoch kann man zwischen drei verschiedenen Schriftarten wählen. Die Menüpunkte werden aber so groß dargestellt, dass sie auch von Menschen mit einer Sehhilfe gut lesbar sein sollten.

Etwas wunderlich angesiedelt ist die Funktion zur Unterdrückung der eigenen Rufnummer. Vermutet man sie in den Telefoneinstellungen, wird man sie vergeblich suchen, denn man findet sie stattdessen in den Anwendungseinstellungen. Der richtige Weg dorthin ist: Hauptmenü > Einstellungen > Anwendungseinstellungen > Anruf > Alle Anrufe > Rufnummernübertragung.

Ganz in der Nähe befindet sich auch die Funktion zur automatischen Wahlwiederholung: Hauptmenü > Einstellungen > Anwendungseinstellungen > Sprachanruf > Automatische Wiederwahl.

Die Anruflisten hingegen sind schnell gefunden, denn sie stellen den ersten Hauptmenüpunkt da. In ihnen kann man wahlweise alle Anrufe, unbeantwortete Anrufe, gewählte Rufnummern, empfangene Anrufe und gesendete Nachrichten mit Nummer, Datum und Zeit abrufen, die angezeigte Nummer anrufen, zum Telefonbuch hinzufügen, zur Sperrliste hinzufügen, ins Wählfeld kopieren, sie löschen oder ihr eine Nachricht senden.

Eine (abschaltbare) T9-Funktion erleichtert die Eingabe eines Nachrichtentextes. SMS oder MMS können auf dem Touchscreen wahlweise im Hochformat über ein alphanumerisches Tastenfeld oder im Querformat über eine virtuelle QWERTZ-Tastatur, eingegeben werden.

Möchte man eine Empfängernummer manuell eingeben, muss man, um das Adressfeld öffnen zu können, das Display hierfür zunächst ins Hochformat bringen, was nicht nur unverständlich, sondern auch umständlich ist, denn zur Eingabe selbst kann man wieder ins Querformat wechseln. Nach der Eingabe schwenkt das Display dann jedoch automatisch wieder ins Hochformat, und erst ein Klick in das Textfeld erlaubt, dass man das Display zur Texteingabe wieder ins Querformat bringen kann.

Auch zum Hinzufügen von Medien muss sich das Display im Hochformat befinden. Dieses ist auch erst möglich, nachdem man die Texteingabe mit „OK“ abgesegnet hat, es sei denn, man fügt das Medium schon vor der Eingabe von Empfänger oder Text ein. Als Alternative zur Eingabe über die virtuelle Tastatur, steht eine Handschrifteingabe zur Auswahl. Diese klappt sehr gut, es wurden im Test auch undeutlich eingegebene Buchstaben richtig erkannt. Einer Nachricht können Textvorlagen, Visitenkarten, Terminplan, Jahrestag, Aufgabe, Memo, Visitenkarte, Terminplan, Jahrestag, Dateien oder Bilder, Videos und Töne hinzugefügt werden, die auch direkt von hieraus neu aufgenommen werden können. Überschreitet beispielsweise ein Foto die erlaubt Nachrichtengröße, wird es automatisch angepasst.

Ist der Anhang nicht für eine SMS geeignet, wandelt sich die Nachricht in eine MMS. Am oberen Rand des Displays zählt eine Anzeige von 160 Zeichen für eine SMS an abwärts. Werden diese überschritten, fängt der Zähler wieder von vorne an, leider ohne dabei anzuzeigen, um die wievielte SMS es sich inzwischen handelt. Nachrichten können an beliebig viele Kontakte oder Gruppen versendet werden. Die Eingabe von SMS und MMS ist somit zwar, dank drei verschiedener Eingabemöglichkeiten und zahlreichen Anhangsmöglichkeiten, sehr komfortabel, aber viel zu umständlich - da hat Samsung in anderen Handys schon wesentlich Besseres vorgelegt.

Um eine E-Mail eingeben zu können, braucht man ein E-Mail-Konto. Dieses ist in wenigen Schritten mit einem E-Mail-Einrichtungsassistenten erstellbar. Hat man mehrere E-Mail-Adressen, kann man für jede ein eigenes Konto anlegen. Einer E-Mail können Visitenkarten, Terminplan, Jahrestag, Aufgabe, Memo, Favoriten, Memos, Terminplan, Textvorlage, Signatur, Bilder, Videos, Töne oder andere Dateien angehängt werden. Auch hier ist eine Neuaufnahme von Bildern, Videos oder Tönen direkt aus dem E-Mail-Programm heraus möglich. POP3, IMAP4 und SMTP werden unterstützt und auch Push-E-Mail ist einstellbar.

Auf dem Samsung Jet sind werkseitig 20 Klingeltöne im MP3-Format vorhanden. Diese können für Sprachanrufe und Videoanrufe verwendet werden und werden, je nach Einstellung, sehr laut und klar wiedergegeben. Insgesamt kann man Ruftöne in den Formaten AAC, AAC+, AMR und MP3 einstellen. Sehr praktisch zum sofortigen Sperren von Display und Tastatur, um ein versehentliches Bedienen beim Transport in der Tasche zu verhindern, ist die seitlich angebrachte Sperrtaste. Ein kurzer Druck darauf genügt, um Display und Tastatur zu sperren. Durch langen Druck darauf oder auf ein Sperrsymbol auf dem Display, werden beide wieder entsperrt. Eine weitere komfortable Möglichkeit das Telefon zu entsperren, ist der Einsatz der Funktion „Smart-Touch“. Indem ein bestimmter (zuvor festgelegter) Buchstabe auf dem gesperrten Display mit dem Finger gezeichnet wird, kann das Display entsperrt, ein Anruf einer Kurzwahl getätigt oder eine bestimmte Anwendung gestartet werden.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Samsung S8000 JetIn puncto Connectivitymöglichkeiten greift man mit dem Samsung S8000 Jet in die Vollen:

  • GPRS Klasse 12
  • EDGE
  • UMTS Down 384 KBit/s Up: 64 KBit/s
  • HSDPA 3,6 MBit/s
  • WLAN 802.11b (11 MBit) und 802.11g (54 Mbit)
  • Bluetooth 2.1 mit A2DP
  • USB-Massenspeicher
  • USB/ POP-Port Schnittstelle
  • GPS
  • TV-Out
  • MicroSD-Speicherkartenunterstützung

WLAN bietet eine schnelle Verbindung ins Internet. Die Kopplung mit einer FRITZ!Box Wlan klappte im Test mit WEP Verschlüsselung reibungslos. Befinden sich kein WLAN-Router und keine Hotspots in der Nähe, hat man die Möglichkeit, über UMTS oder EDGE im Internet zu surfen. Alternativ gibt es ein wesentlich langsameres GPRS der Klasse 12. Ein Einrichtungsassistent erkennt die entsprechenden Netzverbindungsdaten auf der Simkarte und richtet die Verbindung automatisch ein, so dass keine umständliche manuelle Dateneingabe nötig ist. Dank HSDPA mit bis zu 3.6 Mbit/s können Daten auf schnellem Wege aus dem Netz auf das Handy heruntergeladen werden.

Das Bluetooth 2.1 mag dem Geschwindigkeitswahn des Samsung Jet so gar nicht gerecht werden. Zwar klappte eine Kopplung zwischen Handy und PC sehr gut, für die Übertragung eines 1,5 Megabyte großen Fotos vom Handy auf den Rechner, legte es aber lediglich ein Schneckentempo von 24 Sekunden vor. Schnell und unkompliziert geht eine Datenübertragung dagegen via USB-Datenkabel über den Massenspeicher des Handys. Die Synchronisationssoftware „Samsung New PC Studio“ hat der Hersteller mit ins Zubehörpaket gelegt. Hiermit können Kontakte, Kalenderdaten und Nachrichten zwischen Handy und PC synchronisiert und organisiert oder Multimediadateien angesehen und übertragen werden. Die Synchronisation funktioniert sowohl über eine USB- als auch über eine Bluetoothverbindung. Um ausreichend Speicherplatz für alle Multimediadateien zur Verfügung zu haben, kann der zwei Gigabyte große flexible Speicher des Smartphones mit einer bis zu 16 GByte großen MicroSD-Speicherkarte aufgerüstet werden.

WLAN bietet eine schnelle Verbindung ins Internet. Die Kopplung mit einer FRITZ!Box Wlan klappte im Test mit WEP Verschlüsselung reibungslos.

Befinden sich kein WLAN-Router und keine Hotspots in der Nähe, hat man die Möglichkeit, über UMTS oder EDGE im Internet zu surfen. Alternativ gibt es ein immer noch ziemlich schnelles GPRS der Klasse 12. Ein Einrichtungsassistent erkennt die entsprechenden Netzverbindungsdaten auf der Simkarte und richtet die Verbindung automatisch ein, so dass keine umständliche manuelle Dateneingabe nötig ist.

Dank HSDPA können Daten auf schnellem Wege aus dem Netz auf das Handy heruntergeladen werden.

Das Bluetooth 2.1 mag dem Geschwindigkeitswahn des Samsung Jet so gar nicht gerecht werden. Zwar klappte eine Kopplung zwischen Handy und PC sehr gut, für die Übertragung eines 1,5 Megabyte großen Fotos vom Handy auf den Rechner, legte es aber lediglich ein Schneckentempo von 24 Sekunden vor.

Schnell und unkompliziert geht eine Datenübertragung dagegen via USB-Datenkabel über den Massenspeicher des Handys.

Die Synchronisationssoftware „Samsung New PC Studio“ hat der Hersteller mit ins Zubehörpaket gelegt. Hiermit können Kontakte, Kalenderdaten und Nachrichten zwischen Handy und PC synchronisiert und organisiert oder Multimediadateien angesehen und übertragen werden.

Die Synchronisation funktioniert sowohl über eine USB- als auch über eine Bluetoothverbindung.

Um ausreichend Speicherplatz für alle Multimediadateien zur Verfügung zu haben, kann der zwei Gigabyte große flexible Speicher des Smartphones mit einer bis zu 16 GByte großen MicroSD-Speicherkarte aufgerüstet werden.

Multimedia & Organizer

Samsung S8000 Jet
Samsung S8000 Jet
Samsung S8000 Jet
Samsung S8000 Jet

Das Samsung Jet verfügt weder über eine Spachwahl, noch über eine Spachsteuerung. Dafür kann man Sprachmemos in einer Länge von bis zu 60 Minuten aufzeichnen. Die Freisprechfunktion ist mittelmäßig. Zwar hört man den Geprächspartner auch hier klar, der Lautsprecher dürfte jedoch etwas lauter sein. So eignet sich die Freisprechfunktion eher zum Mithörenlassen von Personen in leiserer Umgebung, als für den Einsatz im Auto. Während des Gespräches ist eine Stummschaltung des Mikrofons über eine virtuelle Taste auf dem Display möglich. Mit den sechs Benutzerprofilen Normal, Stumm, PKW, Besprechung, Im Freien und Offline, kann das Handy den äußeren Gegebenheiten angepasst werden. Weitere Profile sind nicht erstellbar, jedoch lassen sich die vorhandenen den eigenen Bedürfnissen entsprechend einstellen. Eine zeitbegrenzte Einstellung der Profile ist nicht vorgesehen.

Unter dem Menüpunkt „Kontakte“ verbirgt sich das Telefonbuch des Jet. Dort lassen sich Name, Nachname, Mobil- und Festnetznummer, E-Mail, Klingelton, Vibration, Geburtstag, Memos, Fax, URL, Beruf und noch vieles mehr an Daten hinzufügen. Kontakte können in Gruppen zusammengefasst werden. Während eines Telefonats kann man auf das Telefonbuch zugreifen. Die Organizerfunktionen des Smartphones sind nicht in einem Extra-Menüicon zusammengefasst, sondern über das ganze Hauptmenü verteilt. So findet man hier einen Kalender, der wahlweise in Monats- Tages- oder Wochenansicht angezeigt werden kann. In ihn können Termine oder Jahrestage mit Titel, Startdatum, Startzeit, Alarm, Enddatum, Endzeit, Details, Ort, Alarmton, Urlaub und Wiederholung eingetragen werden. Zum Speichern der eigenen Dateien gibt es ein eigenes Menü-Icon mit einer übersichtlichen Unterteilung in Bilder, Videos, Töne, andere Dateien und Speicherstatus. Außerdem gibt es einen praktischen Umrechner, Memo- und Aufgabenfunktion und einen Taschenrechner. Die Weckfunktion des Handys übernimmt der Menüpunkt “Alarm“. Hier lassen sich Bezeichnung, Alarmzeit, Wochentage, Erinnerungsfunktion, Alarmtyp, Alarmton und Alarmlautstärke für beliebig viele Alarme einstellen. Auch bei ausgeschaltetem Handy verpasst man keinen Alarm, da eine automatische Einschaltfunktion einstellbar ist. Auf dem Startbildschirm wird die Uhrzeit konstant am oberen Bildschirmrand angezeigt. Optional können Widgets mit einer Analog- oder Digitaluhr sowie Datumsanzeige, in den Bildschirm geschoben werden. Während der Navigation im Hauptmenü muss man leider auf eine Uhrzeitanzeige verzichten. Ein Timer und eine Weltzeituhr runden die Zeitfunktionen des schicken Smartphones ab. Praktisch für Menschen die viel unterwegs sind ist, dass das Samsung Jet sowohl Office-Dokumente, als auch PDF-Dateien öffnen kann.

 

Schon fast Standard im Samsung-Handy, aber immer wieder nützlich, sind das auf diesem Handy vorhandene uTrack zum Auffinden eines verlorenen oder gestohlenen Handys, und eine Funktion zum Tätigen eines Täuschungsanrufes. „Wow, da sind ja Spiele in Vollversion drauf!“, mag man nach einem Klick auf das Menüicon „Spiele und mehr“ ausrufen. Versieht Samsung ansonsten seine Handys doch gerne lediglich mit Demoversionen. Immerhin die Spiele „Rollercoster3D“ und „Motion Tutorial“, das eigentlich eher ein als Spiel verpacktes Trainingsprogramm zum Erlernen der Steuerung von Handyfunktionen durch Bewegung des Handys ist, präsentieren sich als Vollversionen. Im Spiel „Rollercoster3D“ bremst oder beschleunigt man einen Achterbahnwaggon mit dem Lagesensor des Handys. Das ist gar nicht so einfach und erfordert einiges an Übung. Auch zeigt sich die Steuerung hier ab und an etwas ruckelig. Als Demoversion sind die Spiele „Rollende Würfel“, „Tetris“, „PyramidBloxx“, „BrickBreaker“ und „BrainChallenge2“ auf dem Handy vorinstalliert. Die Spielfreude ist bei diesen Spielen nur von kurzer Dauer, da kurz nach dem Start die Anzeige kommt, dass es sich bei dem Spiel um eine Demoversion handelt, das vollständige Spiel aber erwerbbar wäre. Dementsprechend lässt sich teilweise noch nicht einmal ein Level ganz durchspielen. Ins Internet kommt man mit dem Samsung Jet über den neuen Dolphin-Browser.

Der Browser kann JavaScripts und Bilder anzeigen, Töne wiedergeben und Flash ausführen. Die Seitendarstellung ist authentisch mit der Darstellung in einem PC-Browser, allerdings werden aufwändig gestaltete Seiten mit Flash-Inhalten sehr langsam geladen. Optional werden während des Browsens, am oberen und rechten Displayseite, graue Menüleisten mit Bedienelementen angezeigt. Diese lassen sich jedoch zur Ganzseitenansicht ausblenden. Der Lagesensor schwenkt die Seitenansicht beim Drehen des Handys vom Hoch- ins Querformat. Nervend ist, dass einige Einstellungen nur im Hochformat möglich sind, so dass das Display hierfür wieder gedreht werden muss. Das Scrollen der Seiteninhalte geht sehr flüssig. Man kann die Seite anschieben, so dass sie von alleine bis zum Ende durchscrollt. Größer zoomen kann man die Seitenansicht durch Klopfen auf das Display. Im Test reagierte der Zoom teilweise etwas träge und erst nach häufigerem Klopfen. Im Test ließ sich beobachten, dass Seiteninhalte durchgehend im typischen Mobil-Format ohne Flash-Unterstützung angezeigt werden, wenn man von der Google-Suchfunktion (in der Mobil-Ansicht) aus auf eine Website zugreift. Gibt man aber die URL derselben Seite in die Adressleiste ein und öffnet die Seite hierüber, wird sie Flash-unterstützt angezeigt. Insgesamt ist der Browser recht komfortabel, weist aber das eine oder andere Manko auf.

Samsung S8000 Jet
Samsung S8000 Jet
Samsung S8000 Jet
Samsung S8000 Jet

In den Widgeteinstellungen lassen sich unter Anderem Widgets mit den Links zu Flickr, Photobucket, Friendster, YouTube, Facebook und MySpace aktivieren, um von dortaus direkt auf die beliebten Webseiten zu kommen. Mit „Accu Weather“ oder „wetter.de mobil“, beide auch in den Widgets zu finden, ist man jederzeit über das Wetter in seiner Region bestens informiert. Das Samsung Jet gibt es in zwei verschiedenen Preisvarianten. Die günstigere beinhaltet keine lizensierte Navigationssoftware, während in der teureren eine Route66 Software mit einer 2-jährigen Lizenz vorhanden ist. Da im Test das günstigere Modell zum Einstatz kam, konnte die Funktionalität dieser Software leider nicht getestet werden. Zwar ist eine Option zur Aktivierung der Navigation  auch schon in der günstigeren Handyversion vorhanden, die entsprechenden Dateien müssen jedoch zunächst aus dem Internet heruntergeladen und kostenpflichtig registriert werden, damit man die Navigation nutzen kann. Als Alternative gibt es auf dem Handy ein vorinstalliertes „Google Maps“, das zwar keine Navigation, aber immerhin eine Routenplanung unterstützt. Da hat man mal einen Musiktitel gehört, weiß aber nicht, wie er heißt?

Die Musikerkennung des Samsung Jet ermöglicht, die gewünschten Daten herauszufinden. Hierzu muss der Musiktitel abgespielt werden. Die Erkennungs-Funktion nennt den gewünschten Titel, Interpreten und Album. Musikdateien bekommt man per Download aus dem Internet oder über USB-Datenkabel, MicroSD-Speicherkarte oder Bluetooth, vom PC auf das Handy. Abspielen kann man sie mit dem MP3-Player des Smartphones. Dieser sortiert Musiktitel zunächst in in die Kategorien: Wiedergabelisten, kürzlich wiedergegeben, am häufigsten wiedergegeben, Interpreten, Alben, Podcasts und Genres. So lässt sich der gewünschte Titel schnell wiederfinden. Wiedergabelisten kann man sich in beliebiger Anzahl selbst erstellen. Die Titel können dann einzeln, in einer Wiedergabeschleife oder in zufälliger Wiedergabe abgespielt werden. Hierbei werden Interpret, Titel und Album angezeigt. Der MP3-Player bietet die Sound-Effekte: Normal, Rock, Jazz, Live, Klassik, Megabass, Konzertsaal, Wow HD, Bassverstärkung, Musikklarheit und Externalisierung. Wer es auch optisch abwechslungsreich mag, kann zwischen drei verschiedenen Visualisierungstypen wählen. Ein nettes Feature ist die Albumdarstellung (Coverflow), die bei Kippen des Handys ins Querformat erscheint. Hier werden alle vorhandenen Alben mit gespeicherten Titeln nebeneinander dargestellt, so kann man durch sie Hindurchscrollen, um das gewünschte Album auszuwählen. Die Klangqualität des Players ist recht gut und voll, zeigt sich allerdings etwas höhenlastig und übersteuert.

Das mitgelieferte Headset bietet nur eine mäßige Verbesserung des Klanges. Da kommt dem Nutzer die Klinkenbuchse zugute, denn mit einem hochwertigen Kopfhörer macht der Sound des Samsung Jet schon wirklich etwas her. Damit alle Musiktitel gut untergebracht sind und auch auf Anhieb wiedergefunden werden können, lassen sich unter dem Menüicon „Eigene Dateien“ beliebig viele Ordner für Musik neu erstellen. Das Jet kann Musik in den Formaten AAC, AAC+, eAAC+, MP3 und WMA wiedergeben. Auf dem Handy ist auch ein Video-Player installiert. Dieser kann H.263, H.264, MPEG4, DivX und Xvid abspielen und leistet, dank leistungssarkem Prozessor und grandiosem AMOLED-Display, eine super Darstellung. Auch mit an Bord ist ein UKW-Radio, für dessen Betrieb jedoch das mitgelieferte Stereo-Headset vonnöten ist, da das Headset-Kabel die Funktion der Antenne übernimmt.

Fazit

Samsung S8000 Jet

 

Das Samung Jet macht, mit Ausnahme des langsamen Seitenaufbaus im Handybrowser und hakeliger Fotobrowserdarstellung, seinem Namen in puncto Geschwindigkeit alle Ehre. Navigation durch Handymenüs, Videowiedergabe und Öffnen von Menüfunktionen funktionieren flott und ohne merkliche Verzögerung. Das AMOLED-Display zeigt eine brillante Wiedergabe und macht bei der Betrachtung wirklich Freude, die Verarbeitung des Jet ist weitestgehend ordentlich und das Design edel. Zu bemängeln ist die zwar optionsreiche, aber unglaubliche umständlich zu bedienende Nachrichtenfunktion, beim Verfassen von SMS oder MMS. Auch die Qualität der 5-Megapixel-Kamera wäre, trotz zahlreicher Einstellungsmöglichkeiten, noch verbesserungswürdig, besonders die etwas pixeligen Videoaufnahmen betreffend. Optische Highlights, gepaart mit Funktionalität, bieten Cube-Menü und Startbildschirm-Widgets. Nicht ganz perfekt, aber auf dem richtigen Weg dahin, ist das Samsung S8000 Jet ein handliches und funktionsreiches Gerät, das einfach Spaß macht.

Pro:

  • brillantes und gut zu bedienendes AMOLED-Touchdisplay
  • nette und praktische Cube-Menü-Funktion
  • schnelle Menü-Navigation
  • tolle Videowiedergabe
  • weitestgehend gute Verarbeitung und edles Design

Contra:

  • nervig umständliche Bedienung der SMS- und MMS-Funktion
  • wieder mal hauptsächlich Spiele in Demoversion
  • Kamera könnte, besonders bei Videoaufnahmen, besser sein
  • langsamer Seitenaufbau im Browser
  • hakeliger Fotobrowser

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