Test des Samsung S7070 Diva

11 Minuten

Samsung S7070 Diva

„Elegant und edel“, so beschreibt Samsung sein neues Touchscreen-Handy S7070 Diva. Mit Extravaganz und femininen Design soll es die weibliche Kundschaft ansprechen. Klein und schick soll es der neue tägliche Begleiter werden. Ob die Vereinigung von Eleganz und Technik gelingt, hat die Redaktion von inside-handy.de getestet.

Die Verpackung kann man getrost als zielgruppengerecht beschreiben: Mit einem in zartrosa gehaltenem Mosaikaufdruck und kleinen Strasssteinen versehen, ist der Aufdruck der Verpackung „Glamour Collection“ durchaus gerechtfertigt. Der Lieferumfang gestaltet sich hingegen weniger glamourös: Neben dem Handy nebst 960mAh Akku findet man das Lade- und Datenkabel, ein weißes Headset, sowie die Anleitung und die Software-CD – keine schicke Tasche, keine Speicherkarte.

Samsung S7070 Diva
Samsung S7070 Diva

Der weiße Akkudeckel besteht aus Kunststoff und ist mit einer fühlbaren Wabenstruktur versehen. Mit dem Fingernagel hebt man den ziemlich festsitzenden Deckel an, schiebt die SIM-Karte in den Slot und legt den Akku ein. Mit einem leichten Druck wird der Akkudeckel wieder auf der Rückseite arretiert.

Samsung S7070 DivaDie handschmeichlerische Art des S7070 weiß zu überzeugen. Mit den Maßen von 101 x 55 x 13,4 Millimetern und einem Gewicht von 94 Gramm liegt es zierlich in der Hand. Der haptische Eindruck ist sehr gut. Alles wirkt stimmig und hochwertig. Die Spaltmaße sind so gering, das man eigentlich nicht mehr von „Spalt“ sprechen kann. Die Stepp-Optik des Akkudeckels fühlt sich zwar ungewohnt, aber nicht störend an. Zudem bietet sie den Vorteil, dass man das Handy sicher in der Hand halten kann und es nicht versehentlich heraus rutscht. Neben der weißen Gerätefarbe setzt ein Chromrahmen den nötigen edlen Akzent. Das Design als solches lässt auch keinen Zweifel an der femininen Zielgruppe aufkommen. So findet sich neben der Anrufannahme- und einer Auflegetaste mittig nur noch die „Zurück“-Taste, welche zudem noch ein Eyecatcher ist.

Samsung S7070 DivaDie Diva wird ausschließlich über den  Touchscreen bedient. Das Diamanten-Design unterstreicht hierbei den femininen Look des Handys. An der linken Geräteseite befinden sich zwei Tasten für die Lautstärkeregelung sowie der geschützte Micro-USB-Steckplatz. Rechts findet man die Taste für die Displaysperre und den Kameraschnellstart. Alle Tasten haben einen sehr guten Druckpunkt. Die Rückseite zieren eine kleine Kameraöffnung samt Chromumrandung und drei kleine Schlitze für den Lautsprecher.

Samsung S7070 DivaDie Sprachqualität wurde im Eplus-Netz getestet und ist als gut einzustufen. Die Stimme des Gesprächspartners wird ein wenig dumpf wiedergegeben, ist aber dennoch deutlich und ohne Verzerrung oder Störgeräusche zu vernehmen. Die Freisprecheinrichtung hingegen klingt  blechern und leicht kratzig. Der Empfang ist selbst in geschlossenen Räumen sehr gut.

Samsung gibt eine Standby-Zeit von 33 Tagen und eine Gesprächszeit von zehn Stunden an. Nach zwei Tagen intensiver Nutzung mittels Telefonaten und Internet verlor das S7070 gerade einmal einen Balken der Akkuanzeige. Sobald man ein Gespräch aufgebaut hat, schaltet sich die Displaysperre automatisch ein. So wird verhindert, dass eine ungewollte Eingabe erfolgt, wenn das Handy ans Ohr gehalten wird. Um die Anrufoptionen aufzurufen, muss für ca. eine Sekunde die Taste für die Sperre betätigt werden und man erhält Zugriff auf die Freisprechfunktion.

Der Sar-Wert beträgt laut Hersteller überraschend hohe 0,993 W/kg. Das hat man aus dem Hause Samsung auch schon wesentlich besser gesehen.

Samsung S7070 DivaDie Vorderseite wird durch das 2,8-Zoll große TFT-Display dominiert. Der kapazitive Touchscreen bietet eine Auflösung von 240 x 320 Pixeln und stellt bis zu 16 Millionen Farben dar. Die Displayhelligkeit kann in fünf Stufen geregelt werden. Die Front ist nur ganz leicht verspiegelt und eignet sich kaum als Schminkspiegelersatz. Daher ist das Ablesen bei direkter Sonneneinstrahlung gut möglich. In geschlossenen Räumen gibt es nichts auszusetzen. Die Anzeige von Bildern und Videos ist scharf und kontrastreich. Die Auflösung ist bei der Displaygröße ausreichend und lässt nur bei ganz genauem Betrachten kleine Pixel erkennen. Der Touchscreen reagiert sehr präzise und schnell auf die Fingereingaben. Alle Felder werden ausreichend groß dargestellt. Ein Lagesensor dreht zum Beispiel im Browser den Bildschirminhalt um 90 Grad. Ein Annäherungs- oder Helligkeitssensor wurde nicht verbaut. Berührungen auf dem Display werden mit einer Vibration bestätigt. Diese lässt sich in verschiedenen Stufen einstellen. Auf höchster Stufe ist die Vibration derart stark, dass das S7070 in Verbindung mit der Wabenstruktur auf der Rückseite, durchaus als Massagegerät durchgehen könnte.

 

Die 3,2-Megapixel-Kamera wird über die seitliche Taste gestartet und es dauert ca. zwei Sekunden bis sie einsatzbereit ist. Über Autofokus oder Fotolicht verfügt das S7070 nicht. Auch die Einstellungen halten sich in Grenzen. So findet man:

  • Samsung S7070 DivaAufnahmemodus (Lächelerkennung, Serienbilder, Panorama, Mosaik, Rahmen)
  • Szenen (Portrait, Landschaft, Nacht, Sport, Sonnenuntergang)
  • Effekte (Schwarz/Weiß, Sepia, Negativ, Wasserfarbe)
  • Belichtungsmessung
  • Selbstauslöser
  • Belichtungskorrektur
  • Weißabgleich

 

Die Bilder wirken nicht nur auf dem Handydisplay gut, sie können auch auf dem PC noch überzeugen. Zwar fehlt es ein wenig an Sättigung und ein leichtes Farbrauschen ist zu erkennen, aber die Bilder sind hell und haben einen sehr guten Kontrast. Videos werden mit maximal 320 x 240 Pixeln aufgenommen. Die Qualität reicht dabei für das Betrachten auf dem Handydisplay aus. Auf dem PC hingegen sind die Videos recht scharf, allerdings macht sich die geringe Auflösung in Form von Artefakten negativ bemerkbar. Zudem lassen sie die nötige Farbbrillanz vermissen.

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Samsung setzt beim Betriebssystem auf das proprietäre TouchWiz. Der Startbildschirm verfügt über drei konfigurierbare Seiten, welche mit einem Fingerwisch durchgeblättert werden können. Auf der linken Displayseite befindet sich die ausklappbare Widget-Leiste. Jedem Startbildschirm können so verschiedenen Programmsymbole hinzugefügt werden. Neben den vordefinierten Widgets können auch weitere aus dem Internet heruntergeladen werden.

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Am unteren Rand befinden sich die Schnellzugriffe für die Wähltastatur, das Telefonbuch und das Menü. Das Menü ist in drei Reiter unterteilt. Die Reihenfolge der Symbole ist nicht veränderbar. Insgesamt gibt es vier verschiedene Themen, welche das Design des Handys ändern. Neben dem Standard „Pink diamond“ findet man noch Schwarz, Grün und Rot zur Auswahl. Zudem lässt sich zwischen fünf verschiedenen Schriftarten wählen.

Das S7070 kann neben SMS und MMS auch E-Mails versenden und empfangen. Über das Nachrichtenmenü wählt man zwischen SMS und E-Mail aus. Fügt man einer SMS diverse Medien hinzu, erstellt das Handy automatisch eine MMS. Auf dem Display wird eine normale zwölfer Tastatur eingeblendet, welche zudem über die T9-Eingabehilfe verfügt. Das Schreiben einer SMS oder einer E-Mail gestaltet sich genauso einfach, wie man es von herkömmlichen Handys mit Tastatur gewohnt ist. Eine Worterkennung zeigt bei Bedarf alle Worte des gleichen Wortstamms an. So muss man nicht zwangsläufig das komplette Wort tippen. Es reichen die Anfangsbuchstaben und man kann das gewünschte Wort aus der Liste auswählen und antippen. Zudem hat man die Möglichkeit eigene Wörter hinzuzufügen, sollte das Handy den Begriff einmal nicht kennen. Insgesamt können 2295 Zeichen für zusammenhängende SMS verwendet werden.

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Samsung S7070 DivaIn Sachen Verbindungsmöglichkeiten stehen einem nicht allzu viele Möglichkeiten zur Verfügung. Das Triband-GSM Handy lässt die Frau von Welt das mobile Internet per EDGE oder GPRS durchforsten. Für den Datenaustausch stehen Bluetooth 2.1 samt Audio-Stereo-Profil (A2DP) und eine USB-Verbindung zur Verfügung. Mittels der mitgelieferten Samsung New PC Suite lassen sich bequem Daten und Kontakte zwischen dem Handy und dem PC abgleichen. Insgesamt stehen knapp 84 Megabyte interner Speicher bereit. Dieser lässt sich per Micro-SD um weitere acht Gigabyte erweitern.

Über das Google-Symbol öffnet man den Samsung Mobile Browser v1.0. Da nur EDGE als Verbindung zur Verfügung steht, dauert der Seitenaufbau recht lange. Das Portal von www.inside-handy.de wurde in 45 Sekunden geladen. Per Doppelklick kann man in die Seite herein zoomen. Das Navigieren funktioniert recht flüssig. Internetseiten können als Favoriten abgespeichert werden. Der Browser unterstützt Cookies und kann sich so Passwörter und Zugänge merken.

Der Standard MP3-Player bringt keine Überraschungen mit sich. Die Musik-Bibliothek kann nach eigenen Wiedergabelisten, Interpreten, Alben, Genres, kürzlich wiedergegeben oder am häufigsten wiedergegeben Liedern durchsucht werden. Der Klang über den integrierten Lautsprecher ist auf mittlerer Lautstärke noch akzeptabel, wenngleich Bass und Tiefen fehlen. Die maximale Lautstärke ist zwar sehr laut, jedoch auch viel zu blechern und kratzend. Abhilfe schafft hier der Anschluss der mitgelieferten Kopfhörer über den Micro-USB-Port. Da das S7070 über keinen 3,5 Millimeter Klinkenanschluss verfügt, können eigene Kopfhörer nicht angeschlossen werden. Der Klang mit dem Headset ist voluminös und klar. Lediglich bei maximaler Lautstärke werden die kleinen Kopfhörer überstrapaziert. Der Player zeigt das Coverbild während der Wiedergabe an. Zudem können verschiedene vordefinierte Klangspektren eingestellt werden. Wenn man das Headset angeschlossen hat, stehen neben Jazz, Rock, Classic, Pop und Dance auch Wide, Dynamisch und Surround zur Verfügung. Während der Wiedergabe kann das Gerät mit anderen Funktionen genutzt werden. Auf dem Startbildschirm wird ein Mini-Player für die Steuerung eingeblendet. Das integrierte UKW-Radio kann nur mit angeschlossenem Headset verwendet werden. Erfreulich hingegen ist, dass man den Sound auch über den Lautsprecher ausgeben kann und nicht nur über die Kopfhörer. Ein automatischer Sendesuchlauf speichert alle empfangbaren Sender ab.

 

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Dem Kalender können wiederkehrende Jahrestage oder einzelne Termine hinzugefügt werden. Neben einem Titel, dem Erinnerungszeitpunkt und einem Alarm gibt es noch weitere Details wie Ort, Endzeit des Termins, weitere Notizen und Wiederholungen. Die Anzeige kann zwischen Tages-, Wochen- und Monatsansicht gewählt werden. Insgesamt können 300 Termine und 50 Jahrestage eingetragen werden. Memos und Aufgaben lassen sich ebenfalls einzeln erstellen.

Bedient man sich eines Klischees der Zielgruppe, so ist das bekannteste sicherlich die große Affinität der Frauen shoppen zu gehen. An diesem Punkt setzt Samsung an und spendierte den Besitzerinnen eine Shopping-Wunschliste. Ist man in der Stadt unterwegs und sieht ein Objekt der Begierde, kann man dies der Wunschliste hinzufügen. Neben dem Namen, dem Preis, der Menge und einer Notiz kann auch die Priorität des Wunsches definiert werden. Zudem lassen sich direkt aus der Anwendung heraus, Bilder erstellen und hinzufügen. Zu guter Letzt kann das Ganze auch noch mit einem Alarm versehen werden.

Hat man seinen wichtigsten Kontakten ein Anruferbild hinzugefügt, wird dieses in einer durchscrollbaren Ansicht dargestellt. Ein Musikerkennungsdienst sorgt für die nötigen Informationen eines unbekannten Liedes. Zudem findet man noch einen RSS-Reader, eine Weltuhr, einen Umrechner und diverse Spiele. Programme wie Facebook, Twitter oder Palringo sorgen für den Kontakt zu den sozialen Netzwerken. Neben der Google Suche und einem GMail Programm zeigt Google Maps den aktuellen Standort und die Umgebung an.

Samsung S7070 Diva

Äußerlich verprüht das S7070 Glamour pur. Elegantes und feminines Design bestimmen die Formen. Es besticht durch eine sehr gute Verarbeitung. Technisch hält es sich hingegen charmant zurück. Der sehr präzise Touchscreen und die gute Bildqualität kann das S7070 auf der Habenseite verbuchen. Negativ sind fehlendes UMTS und die nicht überzeugende Soundqualität zu erwähnen. Für einen aktuellen Marktpreis von rund 190 Euro bekommen die stilbewussten Frauen ein extravagantes und edel anmutendes Handy, welches in keiner Handtasche fehlen sollte.

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