Test des Samsung S5150 Diva folder

Einführung

Test-Datum: 19.03.2010
Software Version: Eigenentwicklung
Testversion mit Branding: nein
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Gesamtwertung: 0 / 10
 
Samsung S5150 Diva folder

Mit dem S5150 erweitert Samsung seine Diva-Serie, welche vornehmlich die weibliche Kundschaft ansprechen soll. Das Klapphandy ist eine gelungene Abwechslung zu den Barren- oder Touchscreen-Handys der letzten Wochen und wurde – wie auch das Schwestermodell S7070 – mit einer Steppoptik verziert. Eine nicht sichtbare LED-Anzeige auf der Vorderseite und eine grundsolide Ausstattung zu einem akzeptablen Preis sollen das S5150 zu einem begehrten Begleiter für die Frau von heute machen. Die Redaktion von inside-handy.de hat das stylische Einsteigerhandy einem ausgiebigen Test unterzogen.

Verpackung & Lieferumfang

Mit der in Silber gehaltenen und mit kleinen Strasssteinen versehenen Verpackung wird schnell klar, welche Zielgruppe angesprochen werden soll. Der Lieferumfang ist mit diversen Plastiktütchen in einer edel anmutenden, schwarzen Schachtel untergebracht. Neben dem Diva Folder nebst einem 800-Milliamperstunden-Akku findet man ein Stereo-Headset und das Ladegerät. Die Software-CD und die Bedienungsanleitung runden den Lieferumfang ab. Eine Speicherkarte wäre zwar löblich gewesen; ihr Fehlen ist aber in Anbetracht des Gerätepreises zu verschmerzen.

Samsung S5150 Diva folder

Verarbeitung & Handhabung

Samsung S5150 Diva folder

Der Akkudeckel wird mit dem Finger nach unten geschoben und löst sich so aus seiner Arretierung. Neben dem SIM-Karten-Slot, welcher sich unter dem Akku befindet, wurde auch der MicroSD-Steckplatz verbaut. Für die Speicherkarte wird zunächst eine kleine Metallabdeckung nach oben aufgezogen, die Karte eingelegt und die Metallabdeckung wieder geschlossen.

Samsung S5150 Diva folderDie ausschließliche Verwendung von Kunststoff vermittelt keinen sehr guten haptischen Eindruck. Zwar ist das Handy mit seinen 83 Gramm sehr leicht, wirkt allerdings eher wie ein Spielzeug denn ein echtes Handy. Die Vorder- und Rückseite wurden mit einer silberfarbenen Steppoptik versehen, welche zu gefallen weiß. Die Verarbeitung des 94 x 47 x 17,4 Millimeter großen Handy ist sehr gut, alles sitzt fest und auch ein fester Druck lässt dem Gerät kein Knarzen entlocken.

 

 

 

 

 

 

 

Die Achillessehne eines Klapphandys ist bauartbedingt das Scharnier. Aber auch hier lässt sich bei dem S5150 nichts bemängeln. Das Scharnier ist straff und lässt auch im geöffneten Zustand nahezu kein Spiel für die Geräteoberseite zu. Im geschlossenen Zustand ist zwischen der Ober- und Unterseite ca. ein Millimeter Luft, was aus zweierlei Hinsicht positiv ist: Zum einem wird damit das Display geschützt, welches so nicht direkt auf der Tastatur aufliegt. Zum anderen erleichtert der Abstand das Aufklappen des Handys mit einer Hand.

Samsung S5150 Diva folderAuf der linken Geräteseite befindet sich die Lautstärkewippe und dem gegenüber der durch eine Abdeckung geschützte MicroUSB-Port für das Daten- und Ladekabel. Ebenfalls rechts findet man die leicht erhobene Kamerataste. Auf der oberen Gerätehälfte wurde die kleine Kamera verbaut und auf der Rückseite sind zwei Schlitze für den Lautsprecher in den Akkudeckel eingelassen. An der Stirnseite ist zudem eine Öse für diversen Handyschmuck oder -bänder angebracht.

Zwei Schnellstarttasten und die Tasten für das Anrufmanagement betten eine 8-eckige Navigationstaste ein. Das Tastaturfeld in klassischer 3x4-Bauweise besitzt keine physisch voneinander getrennten Tasten. Dennoch ist Blindschreiben aufgrund der recht großen Felder gut möglich. Der Druckpunkt ist angenehm straff, wird aber zu den äußeren Tasten hin ein wenig weicher. Über Sprachwahl oder -steuerung verfügt das S5150 nicht.

Sprachqualität & Empfang

Samsung S5150 Diva folderDie Sprachqualität wurde im E-Plus- und im Vodafone-Netz getestet und ist als gut einzustufen. Die Stimme des Gesprächspartners wird ein wenig dumpf wiedergegeben, ist aber dennoch deutlich und ohne Verzerrung oder Störgeräusche zu vernehmen. Die Freisprecheinrichtung hingegen ist selbst auf höchster Stufe zu leise, was eine Verwendung in lauter Umgebung erschwert. Zudem der kleine Lautsprecher bei voller Lautstärke leicht. Der Empfang ist selbst in geschlossenen Räumen sehr gut. Samsung gibt eine Standby-Zeit von knapp 17 Tagen und eine Gesprächszeit von sieben Stunden an. Nach drei Tagen intensiver Nutzung mittels Telefonaten und Internet verlor das S5150 gerade einmal zwei Balken der Akkuanzeige.

Der SAR-Wert beträgt laut Hersteller 0,602 W/kg.

Display & Kamera

Samsung S5150 Diva folderDas 2,2 Zoll große TFT-Display löst mit 240 x 320 Pixel auf und kann bis zu 16 Millionen Farben darstellen. Die Anzeige ist kontrastreich und farbenfroh. Unter normalen Lichtverhältnissen gibt es bei der Ablesbarkeit keine Probleme. Anders schaut dies bei direktem Sonnenlicht aus. Hier stört die relativ starke Spiegelung des Displays, welches so auch mühelos als Schminkspiegel genutzt werden könnte. Die Helligkeit kann manuell an die jeweiligen Bedienungen angepasst werden. Über einen Helligkeitssensor verfügt das Diva Folder hingegen ebenso wenig wie über einen Lagesensor. Auf der Außenseite zeigen kleine orangefarbene LEDs standardmäßig die Uhrzeit an, sobald man das Handy zuklappt. Sie dienen auch zur Signalisierung von verpassten Anrufen oder empfangenen Kurzmitteilungen. Über die Einstellungen können die Standard- und Ereignisanzeige definiert werden.

Die 3,2-Megapixel-Kamera wird über die seitliche Taste gestartet und es dauert ca. zwei Sekunden, bis sie einsatzbereit ist. Über Autofokus oder Fotolicht verfügt das S5150 nicht. Auch die Einstellungen halten sich in Grenzen. So findet man:

 

  • Nachtmodus
  • Selbstauslöser
  • Effekte (Schwarz/Weiß, Negativ, Sepia, Wasser)
  • Rahmen
  • Weißabgleich
  • Mosaik

Samsung S5150 Diva folderFür das Betrachten auf dem kleinen Handydisplay reicht die Qualität der Bilder aus. Auf einem PC-Monitor hingegen fehlt es an Sättigung und Kontrast. Auch ist das Rauschen sehr störend. Eine gute Schnappschussqualität lässt sich daher nur bedingt bescheinigen. Gleiches lässt sich für die selbst gedrehten Videos bescheinigen, welche mit einer Auflösung von 240x320 Pixel aufgenommen werden und somit von der Qualität lediglich für das Abspielen auf dem Handybildschirm ausreichen. 

 

OS & Bedienung

Samsung S5150 Diva folderSamsung S5150 Diva folderSamsung S5150 Diva folder

Am unteren Rand des Startbildschirms befindet sich eine Schnellstartleiste für diverse Programme, wie zum Beispiel Facebook, MySpace oder den MP3-Player. Die Anwendungen können nach Belieben geändert werden. Insgesamt stehen bis zu 15 Programmplätze zur Verfügung. Das Menü ist in der klassischen Rasteransicht angeordnet. Das Design kann mittels Themes verändert werden und auch die Schriftart ist frei wählbar. Zur weiteren Personalisierbarkeit zählt die Verwendung von Übergangseffekten für das Öffnen und Schließen der jeweiligen Menüpunkte.

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Das S5150 kann neben SMS und MMS auch E-Mails versenden und empfangen. Über das Nachrichtenmenü wählt man zwischen SMS und E-Mail aus. Fügt man einer SMS diverse Medien hinzu, erstellt das Handy automatisch eine MMS.  Eine Worterkennung zeigt bei Bedarf alle Worte des gleichen Wortstamms an. So muss man nicht zwangsläufig das komplette Wort tippen. Es reichen die Anfangsbuchstaben und man kann das gewünschte Wort aus der Liste auswählen und antippen. Zudem hat man die Möglichkeit, eigene Wörter hinzuzufügen, sollte das Handy den Begriff einmal nicht kennen. Insgesamt können 1836 Zeichen für zusammenhängende SMS verwendet werden und bis zu 250 SMS kann das Handy speichern.

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Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Die Verbindungsmöglichkeiten des stylischen Klapphandys sind überschaubar. Triband-GSM öffnet das Tor zur mobilen Welt lediglich per GPRS (Klasse 10) oder EDGE. Für den Datenaustausch stehen Bluetooth 2.1 samt Audio-Stereo-Profil (A2DP) sowie eine USB-Verbindung zur Verfügung. Mittels der mitgelieferten Samsung New PC Suite lassen sich bequem Daten und Kontakte zwischen dem Handy und dem PC abgleichen. Insgesamt stehen knapp 41 Megabyte interner Speicher bereit. Dieser lässt sich per MicroSD(HC)-Karte um bis zu weitere acht Gigabyte erweitern.

Multimedia & Organizer

Samsung setzt auf den NetFont Access Browser in der Version 3.5. Da nur EDGE als Verbindung zur Verfügung steht, dauert der Seitenaufbau recht lange. Das Portal von www.inside-handy.de wurde in 45 Sekunden zum Teil geladen. Der Ladevorgang wurde mit der Fehlermeldung „Speicher voll“ abgebrochen. Trotz dessen kann man sich auf der Seite bewegen und Inhalte lesen bzw. betrachten. Für die bessere Navigation kann ein virtueller Mauszeiger eingeblendet werden. Der Browser unterstützt Cookies und kann sich so Passwörter und Zugänge merken. 

Der Standard-MP3-Player kann die Musik-Bibliothek nach eigenen Wiedergabelisten, Interpreten, Alben, Genres, kürzlich wiedergegeben oder am häufigsten wiedergegeben Liedern durchsuchen. Der Klang über den integrierten Lautsprecher ist selbst bei maximaler Lautstärke noch akzeptabel, wenngleich es ein wenig an Bass fehlt. Da das S5150 über keinen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss verfügt, können eigene Kopfhörer nicht angeschlossen werden. Der Klang mit dem Headset ist voluminös und klar, selbst der Bass kann mit den Kopfhörern überzeugen. Der Player zeigt das Coverbild während der Wiedergabe an. Zudem können verschiedene vordefinierte Klangspektren eingestellt werden. Neben Jazz, Rock, Classic, Pop und Dance stehen auch Wide, Dynamisch und Surround zur Verfügung.

Während der Wiedergabe kann das Gerät mit anderen Funktionen genutzt werden. Lässt man den MP3-Player im Hintergrund laufen, erscheint auf dem Startbildschirm ein Mini-Player für die Steuerung. Wer gern mit seiner Lieblingsmusik einschläft, hat die Möglichkeit, eine Zeitspanne zu definieren, wie lang der MP3-Player die Musik insgesamt abspielen soll. 

Samsung S5150 Diva folder
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Samsung S5150 Diva folder
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Das integrierte UKW-Radio kann nur mit angeschlossenem Headset verwendet werden. Erfreulich hingegen ist, dass man den Sound auch über den Lautsprecher ausgeben kann. Ein automatischer Sendersuchlauf speichert alle empfangbaren Sender ab und zeigt Dank RDS dessen Namen an. Ein Musikerkennungsdienst sorgt für die nötigen Informationen eines unbekannten Liedes. Zudem findet man noch eine Weltuhr, einen Umrechner und fünf Spiele. Programme wie Facebook, Twitter oder Flickr sorgen für den Kontakt zu den sozialen Netzwerken.

Dem Kalender können wiederkehrende Jahrestage, Termine, Urlaub und wichtige Erinnerungen hinzugefügt werden. Neben einem Titel, dem Erinnerungszeitpunkt und einem Alarm gibt es noch weitere Details wie Ort, Endzeit des Termins, weitere Notizen und Wiederholungen. Die Anzeige kann zwischen Tages-, Wochen- und Monatsansicht gewählt werden. Insgesamt können 500 Termine und Jahrestage eingetragen werden. Memos und Aufgaben lassen sich ebenfalls einzeln erstellen. Insgesamt stehen sechs verschiedene Telefonprofile zur Auswahl. Die Profile können verändert werden. Wem die Standardauswahl nicht reicht, der kann eigene Profile hinzufügen. Über eine zeitgesteuerte Profilauswahl verfügt das S5150 indes nicht.

Eine Täuschungsanruf simultiert ein Gespräch um sich auch einer ungeliebten Situation zu befreien. Mittels uTrack wird eine SMS an eine vorher definierte Nummer gesendet, falls das Handy einmal gestohlen oder verloren wird und eine neue SIM-Karte eingesetzt wird. 

 

Fazit

Samsung S5150 Diva folder

Ein schickes Design, gute Verarbeitung und eine solide Ausstattung kann das S5150 Diva Folder auf der Habenseite verbuchen. Dem gegenüber stehen die nicht überzeugende Kameraleistung und ein stark spiegelndes Display. Für die vorprogrammierten sozialen Netzwerke und die Email-Funktion reicht EDGE vollkommen aus. Für einen aktuellen Preis von rund 170 Euro ist das S5150 für die Frau von heute durchaus einen näheren Blick wert.

Pro

  • sehr gute Verarbeitung
  • lange Akkulaufzeit
  • ausgefallenes Design

Kontra

  • schwache Kameraleistung
  • kein UMTS
  • stark spiegelndes Display

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