Test des Samsung B2700

Einführung

Test-Datum: 07.01.2009
Software Version: B2700XXHI6
Testversion mit Branding: nein
Test-Autor: JR dem Autor Feedback senden
Gesamtwertung: 0 / 10
 
Samsung B2700
 
Neue Musikhandys, Megapixelhandys sowie Smartphones kommen fast monatlich aus den Produktionsstätten der großen Handyhersteller. Seltener, deshalb jedoch nicht weniger Beachtenswerter, sind Outdoor Handys. Samsung stellt mit dem B2700 ein neues „Robustes Outdoor Handy mit umfangreicher Ausstattung“ vor. Was genau der Hersteller darunter versteht und wie robust das Gerät wirklich ist, zeigt der Test auf inside-handy.de.

Verpackung & Lieferumfang

Samsung B2700Die weiße, rechteckige Verpackung umgibt das B2700, welches in der Mitte durch eine Plastikscheibe zu sehen ist. Die Front, sowie linke und rechte weiße Seite werden von einer Strichzeichnung verziert, welche einen Bergsteiger sowie einen großen Berg zeigt. Die Zeichnung erinnert an ein Gittermodell, welches in der Computeranimation Verwendung findet. Auf der linken Seite finden sich kurze und pregnante Fakten zum Handy, nämlich das Kürzel 3G, Quad-Band, ein Hinweis zur Taschenlampenfunktion, USB, Bluetooth sowie den microSD Steckplatz. Die Ober- und Unterseite sind in hellem blau gefärbt, die Rückseite ist dunkelgrau. Auch hier ziert ein großes Gittermodell in schwarzen Linien die Rückseite, welche einen laufenden Sportler zeigt. In der unteren linken Ecke ist die Rückseite des B2700 sowie die Seitenansicht abgebildet.

Ob dieses Design der Zielgruppe entspricht, und nicht etwa ein wenig naturgrün fehlt, werden die Verkaufszahlen zeigen müssen. Zum Lieferumfang gehören das Handy B2700 sowie der dazugehörende Akkudeckel. Auch ein Akku, Ladegerät, Datenkabel, Headset, Bedienungsanleitung, Software sowie ein Gürtelhalter dürfen nicht fehlen. Eine Speicherkarte ist leider nicht dabei. Aufgrund des internen 25MB Speichers wäre eine zusätzliche Speicherkarte sinnvoll.

 

 

 

Samsung B2700

Verarbeitung & Handhabung

Samsung B2700
 

Das Zusammenbauen des Koreaners ist sehr einfach. Nachdem man die SIM-Karte in den Steckplatz geschoben hat, wird der Akku eingesetzt und danach der Akkudeckel befestigt. Zuerst muss allerdings die untere Klappe nach unten geschoben werden, erst jetzt hat der Deckel genug Platz um befestigt zu werden. Dieser wird oben in der Nähe der Kamera eingehängt und der Rest ans Handy gedrückt. Dies geht, aufgrund der Gummibeschichtung, etwas schwerer als bei herkömmlichen Handys. Sitzt der Akkudeckel fest, wird die untere Klappe wieder Samsung B2700hochgeschoben und somit der Akkudeckel zusätzlich festgehalten. Gleiches gilt für das Auseinanderbauen, nur in umgekehrter Reihenfolge. Zu beachten ist jedoch, dass der Akkudeckel wirklich fest sitzt und man diesen nur mit Kraftaufwand wieder lösen kann. Auch die verwendeten Materialien wirken der Preisklasse entsprechend. Eine Mischung aus Plastik mit Gummibeschichtung sorgen dafür, dass das Gerät sehr gut in der Hand liegt und schön griffig ist. Aufgrund der robusten Verarbeitung übersteht das Outdoor Handy auch Stürze aus größerer Höhe. Auch Stöße und Schläge können dem Handy nichts anhaben. Und diese sind bei einem Outdoor Handy nicht selten. Die Spaltmaße variieren von 0.5mm bis zu 1mm. Dies sind jedoch die optischen Spaltmaße. Aufgrund der verwendeten Gummimaterialien und der beworbenen Wasserdichtigkeit ist ein Eindringen von Staub nicht möglich. Selbiges gilt für Spritzwasser.

Samsung B2700Auch die Anschlüsse mitsamt der Schutzkappe wirken von Außen, als ob ein Spaltmaß von 0.5mm vorhanden wäre. Bei näherer Betrachtung stellt man jedoch fest, dass auch dieser Anschluss so Wasserdicht konzipiert ist. Auch das Zubehör sitzt passgenau in der Buchse, obwohl ein etwas festerer Sitz von Vorteil wäre. Universalzubehör kann aufgrund des Samsung-typischen Steckers nicht verwendet werden. Die Anschlußbuchse befindet sich links unten am Gerät. Darüber ist der Wippschalter, welcher für die Lautstärkenregelung und den Kamerazoom zuständig ist. An der Stirnseite sitzt eine Leuchtstarke LED, welche auch als Taschenlampe dient. Diese lässt sich über eine Taste, welche auf der rechten Seite oben angeordnet ist, ein- sowie ausschalten. Nebendran sitzt die Kamerataste. Zusätzlich befindet sich an der Stirnseite eine Lasche, an der ein Halter für den Gürtel befestigt werden kann. Oberhalb des Displays sitzt die Frontkamera, welche für Videotelefonie gedacht ist. Die Hauptkamera sitzt auf der Rückseite. Aufgrund der großen Zifferntasten, dem großen Abstand sowie der Gummibeschichtung lässt sich jede Taste sehr gut erfühlen. Ein blindes Navigieren sowie das Schreiben eines Textes, sind ohne Übung problemlos möglich.

Alle Tasten, einschließlich jener an den Seiten, haben einen sehr guten und identischen Druckpunkt. Samsung B2700Oberhalb des Ziffernblocks befinden sich die Abhebetaste, Auflegetaste, zwei Softkeytasten sowie der Navigationskreis inkl. Bestätigungsknopf. Der Vibrationsalarm kann je nach Bedarf zum Klingelton dazu geschaltet werden. Entweder nur Vibration, Vibration und danach der Klingelton, Vibration und Klingelton parallel oder ansteigend kann eingestellt werden. Der Vibrationsalarm ist hervorragend auf das Gerät abgestimmt. Nicht zu schwach und nicht zu stark lässt er das Gerät vibrieren. Auch durch eine dickere Jeans oder eine Jacke ist die Vibration spürbar.

Sprachqualität & Empfang

Samsung B2700Der starke Lautsprecher lässt den Gesprächspartner deutlich vernehmen. Auch in unruhiger Umgebung beweist das Handy eine gute Sprachqualität. Zusätzlich kann mittels der seitlichen Tasten die Lautstärke variiert werden um den Gesprächsgegenüber besser zu verstehen. Auch das eingebaute Mikrofon übermittelt als klar und deutlich. Somit hat der Gesprächspartner auch keine Probleme den B2700 Besitzer zu verstehen. Jedoch patzte das Handy in unserem Test beim Empfang. In ländlichen Gegenden verliert es sehr leicht den Kontakt zur Basisstation. Trotz einer Empfangsstärke von einem Balken war es nicht möglich eine Kurznachricht zu verschicken. Evtl. könnte der Hersteller hier mit einem Firmwareupdate nachbessern, denn die physikalische Gegebenheit (Netzempfang) ist vorhanden. Auch internationale Empfangsbereitschaft zeigt das Outdoor Handy, in welchem ein Quad-Band Chip werkelt. Zusätzlich beherrscht der verbaute Chip das europäische UMTS Netz 2100.

Je nachdem, welches Netz benutzt wird, verringert sich die Gesprächs- sowie Standby Zeit. Der Hersteller gibt für das 2G Netz (GSM) 5 Stunden und für das 3G Netz (UMTS) 4 Stunden an. Gleiches gilt für die Standby Zeit. Hält der mobile Begleiter 250 Std. im UMTS Netz durch sind es im GSM Netz dagegen 350 Std, was ca. 14 Tage bedeuten würde. Im reinen Standby, ohne zu Telefonieren oder das Handy anderweitig zu benutzen hielt der Testkandidat elf Tage durch. Hierbei muss erwähnt werden, dass die Netzwahl sowie Empfangsstärke großen Einfluss auf den ermittelten Wert hat. Unter optimalen Bedingungen sind sicherlich ein oder zwei Tag mehr drin. Bei normaler Benutzung hält das B2700 sieben Tage durch. Hierbei wurden kurze Telefonate geführt sowie der Musikplayer benutzt. Wer den Player häufig benutzt, um sich Beispielsweise die Zeit zu und von der Arbeit mit Musik zu vertreiben, wird je nach Nutzung auch nach drei Tagen an das Wiederaufladen erinnert.

Das B2700 hat einen maximalen SAR-Wert von 0,997 W/kg.

Display & Kamera

Samsung B2700Samsung hat ein 1.9 Zoll TFT-Display mit 262.144 Farben verbaut. Die 176 x 220 Pixel finden auf dem 3.70 cm hohen und 3.00 cm breiten Display Platz. Die Größe ist in Anbetracht des Outdoor Handys gut gewählt. Natürlich hätte man sich ein etwas größeres Display gewünscht, dieses wäre jedoch nicht so gut wie das etwas kleinere verbaute Display geschützt. Die Darstellungsqualität ist bestens. Trotz der schützenden Plastikscheibe besticht das Display durch seine Schärfe und Farbbrillianz. Die Helligkeit lässt sich in fünf Stufen nach Bedarf regeln. Trotz höchster Leuchtstärke kann es bei starker Sonneneinstrahlung durchaus vorkommen, dass man Schwierigkeiten beim ablesen hat. Bei Dunkelheit kann die Helligkeit auf Stufe eins gestellt werden, was sehr angenehm für die Augen ist.

Das Tastenfeld erstrahlt in einem schönem und starkem weiß, was ein zurechtfinden vereinfacht. Schön wäre es, wenn auch der Navi-Kreis beleuchtet wäre. Dies ist leider nicht der Fall, erschwert aber nur minimal das zurechtfinden. In den Einstellungen kann das Startdisplay verändert werden. Hier können Beispielsweise das Theme verändert oder nur das Aussehen der eingeblendeten Uhr angepasst werden. Auch die komplette Themeverwaltung wird unter dem Menüpunkt Dsplay- und Beleuchtungseinstellungen erledigt. Zudem lässt sich die Schriftgröße, -farbe sowie Hintergrundfarbe einstellen. Beim Starten lässt sich auch eine Grußmeldung einblenden, welche Standardmässig auf „Welcome to 3G“ eingestellt ist. Zusätzlich lässt sich, wie vorher schon erwähnt, die Displayhelligkeit, Displaybeleuchtungsdauer sowie die Tastenfeld-Beleuchtungsdauer einstellen. Die Einschaltanimation sowie die Ausschaltanimation lassen sich nicht verändern. Auch einen Bildschirmschoner beherrscht das Outdoor Handy nicht. Wird die Kamera eingeschaltet dient das Display als Sucher. Der Sucherbereich der Kamera ist aufgrund der Größe des Displays relativ klein, trotzdem kann man noch gut erkennen was man fotografieren möchte. Während des Fotografierens stehen dem Nutzer einige Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Über ein direkt einblendbares Menü können verschiedene Einstellungen getätigt werden. Im Aufnahmemodus hat man die Möglichkeit zwischen Einzelaufnahme, Serienaufnahme (6, 9 oder 15 Aufnahmen), Mosaikaufnahme oder Rahmenaufnahme zu wählen. Sechs Auflösungen bietet das Handy zur Auswahl an.

Folgende Auflösungen werden von der Kamera unterstützt: 240x180, 320x240, 640x480, 800x600, 1280x960 sowie 1600x1200. Der Selbstauslöser kann bei Bedarf nach drei, fünf oder zehn Sekunden aktiv werden. Zusätzlich kann man direkt Effekte ins Bild einfügen, wie z.B. Schwarz-Weiß, Negativ oder Sepia. Zum Weißabgleich stehen vordefinierte Umgebungsprofile zur Auswahl. Diese sind Tageslicht, Glühlampe, Leuchtstoffröhre, Bewölkt oder Automatisch. Im Suchermodus können Hilfslinien, Standardseitenverhältnis sowie Symbole ein oder ausgeblendet werden. Zusätzlich lassen sich auch Schnellzugriffunktionen einblenden lassen. Damit kann man z.B. mittels der Zifferntaste 1 zwischen Kamera- sowie Videomodus wechseln. Auch kann man Mittels der Navi-Tasten das Bild in sieben Stufen aufhellen sowie in der gleichen Anzahl einen digitalen Zoom durchführen. Dieser funktioniert jedoch nur, wenn nicht die größtmögliche Auflösung eingestellt ist. Ist das Motiv anvisiert löst die Auslösetaste unter eine Sekunde aus.

Das so geschossene Bild erscheint nach ca. zwei Sekunden auf dem Display. Zusätzlich zu diesen direkten Einstellungsmöglichkeiten gibt es noch weitere Einstellungen im Optionsmenü. Hier kann man zum einen die Qualität zwischen Normal, Fein, Extrafein und Sparmodus einstellen. Das Szenenprogramm bietet Einstellungen für Normal sowie Nächtliche Landschaft. Hierbei wird das Bild digital aufgehellt. Dies funktioniert in dunkler Umgebung gut. Aufgrund der digitalen Bildaufhellung reagiert das Display als Sucher dann allerdings sehr zäh. Ist fast kein Umgebungslicht vorhanden hilft auch die Aufhellung des Bildes nichts. Doch zurück zu den Einstellungen. Die Belichtungsmessung kann anhand einer Matrix oder einem Spot sein. Beim Einzelaufnahmemodus hat man die Wahl zwischen Aufnahme und speichern oder dem Automatischen speichern. Letzteres erspart das separate abspeichern der geschossenen Fotos. Zusätzlich kann man sich zwischen drei Auslösetönen entscheiden. Möchte man doch lieber ohne Geräusche Fotografieren kann der Ton auch ausgeschaltet werden.

Samsung B2700Zu guter letzt, hat man die Wahl des Speichers. Hier kann wahlweise auf den Telefonspeicher oder auf die Speicherkarte geschrieben und der Speichername festgelegt werden. Beim betätigen des Auslösers muss man bei der 2 Megapixel-Kamera allerdings eine sehr ruhige Hand beweisen (aufgrund des fehlenden Autofokus) um ein nicht verwackeltes Bild zu bekommen. Die Naheinstellungsgrenze liegt bei ca 15 cm. Hat man eine geringere Distanz zum Objekt, kann das Handys dieses nicht mehr scharf stellen. Im Videomodus gibt es eine reduzierte Auswahl an Einstellungen. Zwischen den Auflösungen 176x144 und 128x96 kann sich der Nutzer hier nur entscheiden. Die Optionen des Selbstauslösers, Effekte sowie Weißabgleich sind identisch mit jenen im Fotomodus. Zusätzlich kann bei den Aufnahmen das Mikrofon ein oder ausgeschaltet werden.

Möchte man ein Video per MMS verschicken, lässt sich die Länge des Videos beschränken. Somit ist sichergestellt, dass das Video per Multimediakurznachricht verschickt werden kann. Zu guter letzt lassen sich auch hier die Schnellzugriffsfunktionen einblenden. Wie auch im Fotomodus bietet das Einstellungsmenü weitere Optionen. Hierzu zählen Qualität, Standardspeicher sowie der Speichername. Die Qualität kann hierbei zwischen Fein, Normal und Sparmodus gewählt werden. Während der Aufnahme wird auch der benötigte Speicherplatz in kb angezeigt. Somit weiß man wie viel Speicherplatz für das 3GP Video notwendig ist. Ein Bearbeiten der Videos ist auf dem Telefon nicht möglich. Liegt das B2700 auf einer festen Fläche und herrschen sehr gute Lichtverhältnisse macht die Kamera gute Bilder. Sind diese Bedingungen nicht gegeben werden fast alle Fotos etwas unscharf. Gleiches gilt für die Videofunktion. Werden langsame Szenen aufgenommen ist das Video auf dem Display ansehnlich. In schnellen Szenen verursacht der Codec starke Artefakte. Somit ist die Kamera nur bedingt als Ersatz für eine richtige Digitalkamera im Urlaub zu gebrauchen.

Samsung B2700
 

OS & Bedienung

Samsung B2700
Samsung B2700
Samsung B2700
Samsung B2700
Samsung B2700
Samsung B2700
Samsung B2700
Samsung B2700
Samsung B2700
Samsung B2700
Samsung B2700
Samsung B2700
Samsung B2700
Samsung B2700
Samsung B2700
Samsung B2700
Samsung B2700

Mittels der Bestätigungstaste wird das Menü geöffnet. Dieses wird in der Gitteransicht dargestellt und ist in vier Zeilen unterteilt. Die oberste besteht aus den Punkten Anrufliste, Telefonbuch und Multimedia. Die zweite Zeile beherbergt die Punkte Google, Nachrichten und eigene Dateien.

Eine Zeile tiefer befindet sich der Kalender, Kamera sowie die Unterhaltung. Anwendungen, Alarm und Einstellungen haben in der untersten Zeile Platz gefunden. Andere Ansichten, wie eine Listenansicht, existieren nicht. So muss man mit der Gitteransicht vorlieb nehmen. Auch eine andere Anordnung der Menüpunkte ist nicht möglich. Je nach Menüpunkt gibt es unterschiedlich viele Menüebenen. Der Großteil der gesuchten Funktionen befindet sich hinter dem gewünschten Menüpunkt. Samsung beispielsweise hat die Bluetoothfunktionen im Menüpunkt Anwendungen untergebracht, woraufhin andere Hersteller diesen Menüpunkt in den Einstellungen legen.

Hat man sich an die Menüstruktur einmal gewöhnt sind alle Schritte logisch aufgebaut und führen zum Erfolg. Um Beispielsweise eine Kurznachricht zu schreiben, wird die Bestätigungstaste gedrückt, der Menüpunkt Nachrichten ausgewählt, das Untermenü Nachricht erstellen angeklickt und zuguterletzt Nachricht ausgewählt um eine SMS zu schreiben. Somit sind es vier Schritte bis die Kurznachricht verfasst werden kann.

Über die linke Softkeytaste erspart man sich einen Schritt und ist somit in drei Schritten bereit eine SMS zu erstellen. Die beiden Softkeystasten lasen sich leider nicht abändern. Somit bleibt auch die rechte Softkeytaste mit der Internetfunktionalität dauerhaft belegt. Der Navigationskreis jedoch kann frei belegt werden. Somit ist durch ein drücken des Navi-Kreises nach links mit nur einem Klick ein blinkender Cursor zu sehen, um eine SMS schreiben zu können. Auch während des Gespräches sind die Softkeytasten verfügbar. Dadurch lässt sich während des Telefonats die Freisprecheinrichtung aktivieren, das Telefonbuch durchstöbern oder das Gespräch Halten bzw. Stummschalten.

Alle Funktionen sind einfach und schnell erreichbar. Eine Sprachsteuerung bzw. Gesprächsaufnahme gibt es leider nicht. Dafür lässt sich aber die Schriftart, -größe, -farbe sowie Hintergrundfarbe teilweise individuell anpassen. Teilweise bedeutet, dass das eigentliche Menü nicht änderbar ist. Die Änderungen beziehen sich nur auf die Wählanzeige, sprich während der Eingabe einer Telefonnummer. Die Menüdarstellung bzw. Menüschriftgröße ist gut Lesbar. Menschen mit einer leichten Sehschwäche dürften auch keine Probleme haben das Menü lesen zu können. Ältere Personen sowie Sehbehinderte dürften jedoch Schwierigkeiten mit dem Ablesen haben.

Wie auch bei anderen Handys lässt sich das Senden oder Unterdrücken der Mobilfunktelefonnummer nur Systemweit in den Anrufeinstellungen im Menüpunkt Einstellungen durchführen. Gleiches gilt für die Anrufliste. Diese ist über die Abhebentaste erreichbar und ist in vier Unterpunkte unterteilt. Es kann zwischen Letze Kontakte, Unbeantwortete Anrufe, Gewählte Nummern sowie Empfangene Anrufe durchgeblättert werden.

Hinter jedem Eintrag verbirgt sich die Telefonnummer bzw. der gespeicherte Kontaktname, Datum sowie Uhrzeit. Um einen Kontakt beispielsweise zurückzurufen wird dieser in der Anrufliste ausgewählt und mittels Abhebentaste direkt angerufen. Genauso einfach funktioniert das Schreiben einer SMS. Ein drücken auf die linke Navi-Taste und man kann den Empfänger eintragen. Entweder über eine Telefonnummer oder mittels des Telefonbuchs. Ist der Empfänger ausgewählt kann mittels der Zifferntasten die SMS verfasst werden. Hierzu kann man entweder durch mehrmaliges drücken einer Taste den gewünschten Buchstaben auf das Display zaubern oder über das integrierte T9 Wörterbuch. Sollte mal das Wörterbuch ein Wort nicht kenne, kann es mittels der Buchstabierfunktionalität eingespeichert werden.

Während des Schreibens bekommt man am unteren Displayrand die Anzahl der zu versendeten SMS angezeigt. Sollte man die 160 Zeichen pro SMS überschreiten, werden mehrere Nachrichten verschickt und beim Empfänger wieder zusammengefügt. Wie viel Zeichen noch übrig sind, zeigt ein Zähler am oberen linken Bildschirmrand an. Zu Beginn wird die Zahl 2295 angezeigt, dies entspricht 14 zusammenhängenden Nachrichten. Somit kann ein sehr großer Text verfasst werden, jedoch weiß man nicht wie viele Zeichen noch in die aktuelle SMS passen, bevor eine neue angefangen werden muss. Zusätzlich lassen sich Textvorlagen, Text-Emoticon (Smileys), Visitenkarten sowie Termine einfügen.

Genauso einfach kann man Bilder, Videoelemente sowie Töne in die SMS einfügen, welche sich daraufhin in eine MMS umwandelt. Der Zugriff auf die Mediendateien erfolgt über den gleichen Browser, welche auch im Menü Eigene Dateien angezeigt wird. Somit befindet man sich in gewohnter Umgebung und findet sich schnell zurecht. Ein geschriebener und häufig verwendeter Text lässt sich als Textvorlage oder wahlweise als Entwurf abspeichern. Wer gerne seine SMS Archiviert kann dazu eigene Ordner erstellen und die Kurznachrichten geordnet abspeichern.

Wer große Dateianhänge verschicken möchte, kann auch auf den E-Mail Client zurückgreifen. Sind alle Einstellungen wie Benutzername, Passwort und Server eingetragen geht das Erstellen einer E-Mail genauso von statten wie das Erstellen einer Kurznachricht. Bis zu fünf Konten kann das B2700 verwalten. Um bei größeren Festlichkeiten nicht die Einladungs-SMS einzeln an alle Personen verschicken zu müssen, lassen sich Gruppen erstellen. Somit kann die SMS an die jeweilige Gruppe verschickt werden und alle darin befindlichen Kontakte bekommen die SMS zugestellt.

Die Signalisierung einer eingegangenen Kurznachricht oder eines Gesprächs kann mittels vorgespeicherter Töne oder der aufgespielten MP3 Dateien erfolgen. Zusätzlich zum Klingelton kann auch der Vibrationsalarm dazu geschaltet werden. Es stehen Melodie, Ansteigende Melodie, Vibration, Vibration dann Melodie, Vibration und Melodie, Vibration ansteigend sowie Stumm zur Auswahl.

Auch Sprachmemos, welche im .amr Format abgespeichert werden, können als Klingelton Verwendung finden. Videos lassen sich leider nicht als Klingelton wählen. Das Outdoor Handy wird mittels langem drücken auf die Sterntaste ge- sowie entsperrt. Eine automatische Tastensperre ist ebenfalls vorhanden. Diese greift sobald das Handy nach der selbst eingestellten Zeit das Display ausschaltet.

 

 

 

 

 

 


Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Samsung B2700Mit der Außenwelt kann das B2700 mittels mitgelieferten USB-Datenkabels kommunizieren oder über die integrierte Bluetooth Funkschnittstelle. Die einfachste Art Daten auf das Gerät zu bekommen, ist es als USB-Massenspeichergerät zu verwenden. Jedoch gibt es hierbei einen Haken. Dieser Modus dient lediglich dazu, auf die (nicht mitgelieferte) Speicherkarte zuzugreifen. Somit muss man zwangsweise über die Samsung PC Studio 3 Software gehen. Die mitgelieferte Software ist für Windows 2000, Windows XP sowie Windows Vista konzipiert. Hierüber kann man auch auf den internen 25MB großen Speicher zugreifen und Dateien hin und her kopieren. Welche Art von Dateien ist hierbei egal. Auch das Telefonbuch, Kalender, Aufgaben und Memos lassen sich hierüber mit dem PC synchronisieren. Dies ist sinnvoll um auf dem PC sowie dem Mobiltelefon stets die aktuellen Daten zu haben. Ein Abgleich mit Outlook verläuft reibungslos. Mittels des Multimediamanagers lassen sich auch bequem Mediendatein kopieren, verwalten sowie auch bearbeiten. Über die einfache Benutzeroberfläche lassen sich Beispielsweise Videos mit verschiedenen Effekten versehen, das Seitenverhältnis ändern oder zurechtschneiden. Der zur Software gehörende Networking Wizard erlaubt es das Telefon als Modem zu nutzen. Dadurch ist es möglich mit dem Laptop über das Mobilfunknetz im Internet zu surfen. Aufgrund des Bluetoothstandards verlief auch die Verbindung mit verschiedenen Headsets sowie Freisprecheinrichtungen reibungslos.

Multimedia & Organizer

Wie zuvor erwähnt besitzt das B2700 leider keine Sprachwahl oder Sprachsteuerung. Jedoch ist eine Memofunktion integriert, welche das gesprochene Wort aufnimmt. Leider funktioniert die Memofunktion nicht in Gesprächen. Somit kann man nur die eigenen Gedanken als Sprachaufzeichnung festhalten. Was jedoch gut und einfach während eines Gespräches funktioniert ist die Stummschaltung welche über die Softkeytaste aktiviert oder deaktiviert wird. Gleiches gilt für die Freisprechfunktion. Mittels der Bestätigentaste kann diese ein oder aus geschaltet werden. Was leider nicht gefällt ist das nochmalige Nachfragen ob die Freisprechfunktion wirklich eingeschaltet werden soll. Besonders während der Autofahrt ist man so gezwungen nochmals eine Taste zu drücken. Die Lautstärke des Lautsprechers lässt sich in sieben Stufen den Bedürfnissen anpassen. Der Gesprächspartner ist gut zu verstehen und am Klangspektrum gibt es nichts auszusetzen. Verschiedene Profile kennt der Koreaner ebenfalls. Sechs Profile sind von Haus aus fest eingespeichert. Diese sind Normal, Stumm, PKW, Besprechung, im Freien sowie Offline. Weitere hinzufügen oder die vorhandenen löschen ist nicht möglich. Alle Profile sind zutreffend bezeichnet und erfüllen den gewünschten Zweck. Der Offline Modus ermöglicht es das Handy auch in Flugzeugen oder Krankenhäusern zu benutzen. Hierbei wird der Funkchip ausgeschaltet. Somit sind zwar keine Gespräche möglich, alle anderen Funktionen stehen jedoch weiterhin zur Verfügung. Eine Zeitgesteuerte Profilauswahl bleibt jedoch nur den Smartphones vorbehalten. Das Telefonbuch brauch sich jedoch nicht zu verstecken. Es bietet alle Funktionen an, um die Kontakte zu pflegen. Zusätzlich zum Namen, Telefonnummer und E-Mail Adresse lässt sich auch ein Bild des Kontaktes hinzufügen. Ein persönlicher Klingelton oder eine Memo gehören ebenfalls dazu. Wem dies noch nicht reicht, kann auf 20 weiteren Feldern Informationen zum Kontakt abspeichern. Zusätzlich lässt sich, wie zuvor schon erwähnt, auch jeder Kontakt in verschiedene Gruppen einordnen. Alle Funktionen stehen auch während eines Gesprächs zur Verfügung. Gleiches gilt für die Organizerfunktionen. Im Kalender lassen sich auf gewohnt einfache Art und Weise diverse Termine eintragen. Einfach einen Tag im Kalender auswählen und den gewünschten Termin hinzufügen.

Man hat hier die Wahl zwischen Termin, Jahrestag, Urlaub, Wichtig sowie Privat. Jeder Termin lässt sich mit einem Titel sowie weiteren Details und Uhrzeit beschrieben. Die Alarmfunktion erlaubt es an den eingetragenen Termin zu erinnern. Wann die Erinnerung sein soll kann man selbst entscheiden. Sich wiederholende Termine können auf die gleiche Weise angelegt werden. Hierbei hat man noch zusätzlich die Wahl, wie oft sich der Termin wiederholt. Ob nun jährlich, monatlich oder wöchentlich bleibt dem Nutzer überlassen. Memos sowie Aufgaben lassen sich genauso einfach erstellen wie Einträge im Kalender. Die Funktionalität ist im Menüpunkt Anwendungen hinterlegt.

undefined undefined
undefined undefined
undefined undefined
undefined undefined

Zu jeder Memo oder Aufgabe kann man einen Titel sowie weitere Details hinterlegen. Einen Taschenrechner gibt es selbstverständlich auch. Dieser funktioniert wie alle anderen Taschenrechner auch und bedarf somit keiner weiteren Beschreibung. Der obligatorische Wecker darf in keinem Handy fehlen und ist auch im B2700 vorhanden. Bis zu fünf verschiedene Wecker können eingestellt werden. Jeden einzelne kann man frei programmieren. Die Melodie, Weckzeit sowie die gewünschten Werktage können frei gewählt werden. Somit entfällt das lästige tägliche stellen des Weckers. Der Wecker funktioniert übrigens auch, wenn das Handy ausgeschaltet ist. So spart man sich über die Nacht Akkuleistung und wird trotzdem morgens geweckt. Die aktuelle Uhrzeit inkl. Datum wird je nach Theme anders auf dem Startdisplay angezeigt. Jedes Theme sieht anders aus und stellt wirklich toll aussehende Uhren zur Verfügung. Timer sowie Stoppuhr sind ebenfalls vorhanden und befinden sich auch im Menüpunkt Anwendungen. Gleiches gilt für die Weltzeituhr. Hier kann man sich Uhrzeiten aus aller Welt auf einen Blick einblenden lassen. Einfach den gewünschten Ort auswählen und er erscheint mit der richtigen Uhrzeit in der Liste. Für den kurzen Zeitvertreib sind acht Spiele als Demoversion vorinstalliert. Hierzu gehören Tetris-Mania, SuperActionHero, WSOP, MidnightPool, DiamondTwister, BrickBreakerRevolution, BrainChallange Vol2 sowie Asphalt3. Aufgrund der geringen Auflösung wirken einige Spiele etwas grobpixelig machen aber dennoch viel Spaß. Vor allem die Gehirntrainingsspiele mit der ein oder anderen kniffeligen Aufgabe sind ein guter Zeitvertreib. Zusätzlich ist auch ein Internetbrowser vorinstalliert um beispielsweise Nachrichten auch unterwegs abrufen zu können. Jedoch muss auch hier erwähnt werden, dass es sehr mühevoll ist auf dem kleinen Display sinnvoll zu navigieren. Besser hingegen ist der RSS-Reader, welcher aktuelle Nachrichten als Text im Display anzeigt. Weitere Programme sind beispielsweise der Schrittzähler, welcher nach Eingabe der eigenen Größe sowie Gewichtes den BMI ausrechnet und die gegangenen Schritte zählt. Zusätzlich wird die gegangene Gesamtstrecke ausgerechnet sowie die verbrauchten Kcal. Gleiches gilt für das Programm Kompass & Höhenmesser. Nach dem einmaligen kalibrieren wird die jeweilige Höhe angezeigt sowie ein Kompass, welcher sich je nach Richtung des Handys mit bewegt. Kommen wir nun zum Musikplayer.

Sind die gewünschten Lieder per USB-Kabel oder Bluetooth übertragen steht dem Musikgenuss nichts mehr im Weg. Die Lieblingslieder lassen sich in Playlisten sortieren, eine Begrenzung hierbei gibt es nicht. Wer diese lieber in Ordnern sortiert, muss diese im Menüpunkt Eigene Dateien erstellen und sortieren. Eine Resumefunktion gibt es auch. Wird der Player verlassen und später nochmals aufgerufen fängt das zuletzt abgespielte Lied wieder von Vorne an. Somit ist diese Funktion nicht mit der Resumefunktion beim Autoradio vergleichbar, wo an der zuletzt aufgehörten Stelle mitten im Lied weiter abgespielt wird, dennoch bleibt einem das anhören der Playlist von vorne erspart. Verschiedene Klangspektren kennt das B2700 leider nicht. Somit können Bässe oder Höhen nicht manuell angehoben werden. Im Musikplayer werden zwar Titel und Interpret angezeigt jedoch leider nicht das eingebettete Cover. Zwischen den Liedern kann mittels linker oder rechter Navi-Taste vor oder zurück gesprungen werden. Ein langes drücken der Tasten bewirk ein vor oder zurückspulen des Liedes. Über die Freisprecheinrichtung klingen die Lieder sauber und voluminös. Was jedoch etwas zu kurz kommt sind die Höhen. Mit den mitgelieferten Kopfhörern ist jedoch das volle Klangspektrum inkl. Höhen da. Es werden AAC, AAC+, eAAC+, MP3, WMA, AMR, MIDI sowie WAV als Formate unterstützt. In einem Outdoor Handy darf keineswegs eine Taschenlampe fehlen. Diese ist für nächtliche Wanderungen unabdingbar. Deshalb besitzt das B2700 oben links eine sehr leuchtstarke Power-LED. Diese lässt sogar die ein oder andere Taschenlampe alt aussehen. Wirklich beeindruckend. Durch den mitgelieferten Gürtelhalter kann das Handy bequem am Gürtel oder anderen Sachen befestigt werde.

Fazit

Samsung B2700
 
Aufgrund seiner hochwertigen Materialien und der Gummibeschichtung trotzt es jeglicher Schläge sowie Stöße. Auch ein Fall zu Boden macht dem B2700 nichts aus. Durch die sehr leuchtstarke LED fungiert es auch bestens als Taschenlampe und beweist auch durch sein spritzwassergeschütztes Gehäuse, dass es ein waschechtes Outdoor Handy ist. Doch auch die Organizerfunktionen sowie die weiteren Anwendungen wie Beispielsweise der Kompass oder der Schrittzähler machen es für Abenteuerlustige sehr attraktiv. Zusätzlich kann es dank Quad-Band und UMTS auch im Ausland eingesetzt werden. Naturburschen und jene welche es noch werden wollen sollten sich das B2700 näher anschauen.

Falsche oder fehlende Angaben im Datenblatt (Samsung B2700)?

Wenn Sie einen Fehler finden oder eine Funktion bzw. Daten kennen, die wir bisher nicht recherchieren konnten, so informieren Sie uns bitte und helfen Sie die Daten zu verbessern.

Klicken Sie dafür auf den nachfolgenden Link:

Fehler- oder Ergänzungsmeldung