Test des Nokia N 82

17 Minuten

Nokia  N 82

Die N-Serie von Nokia, immer ein Garant für einen „multimedialen Genuss" auf höchster Ebene. Einer der neuesten Vertreter aus diesem Bereich ist der aktuelle Testkandidat N82. Das Modell wurde bereits Ende 2007 angekündigt und ist seit Anfang 2008 in nennenswerten Stückzahlen erhältlich. Nokia erweitert die N-Serie in extrem kurzen Abständen mit neuen Modellen. Nach dem N81 und dem N95 (8 GB) wurde auch das Modell N82 gelauncht.

 

Wie es sich für einen richtigen Vertreter der Multimedia-Linie gehört, ist das N82 mit einer 5-MP-Kamera, GPS, WLAN und einem UMTS/HSDPA-Funkmodul ausgestattet. Nokia ist auch beim N82 seinem bewährten Barrenkonzept treu geblieben. Was leistet der Multimedia-Bolide in der Praxis und über welche inneren Werte verfügt der neueste Testkandidat? Ein ausführlicher Check in unserem Testcenter von inside-handy wird diese Fragen beantworten.

Nokia  N 82Das N82 wird in einer relativ großen grauen Nokia-Verpackung geliefert. Die Aufmachung des Kartons mit dem aufgedruckten Bild des Nokia N82 ist wenig spektakulär. Die Verpackung wirkt auf den ersten Blick eher schlicht und einfach.

Der durchschnittliche Lieferumfang ist nicht mehr als Standard für ein Gerät dieser Klasse. Neben dem Serien-Akku BP-6MT mit 3,7V, 1050mA und einem Netzladeteil hat Nokia dem Gerät auch noch ein Stereo-Headset, ein Video-Kabel und eine 2-GB microSD-Speicherkarte mit SD-Adapter beigelegt. Eine ausführliche Betriebsanleitung in Buchform, ein Quickstart-Guide und eine Daten-CD mit der Nokia PC-Suite runden den Lieferumfang ab. Ein USB-Datenkabel war nicht im Lieferumfang des N82-Testgerätes.
Alles ist sauber verpackt in dem Karton untergebracht. Das N82 ist zusätzlich noch geschützt in einer transparenten Plastikbox untergebracht.

 

Nokia  N 82

 

Nokia  N 82

Spontan beim ersten „Anfassen" liegt das Nokia Barren-Handy gut in der Hand. Wohl ist sofort zu bemerken, dass Größe und Gewicht ihn nicht zu einem ernsthaften Kandidaten für den „Slimline-Wettbewerb" zulassen würden. Aber im Vergleich zu einem N95 ist das N82 etwas kleiner und in etwa mit der Größe des N73 vergleichbar. Das Testgerät wurde in der Farbe warm/light Titanium geliefert. Das chromfarben glänzende Finish des Frontcovers mit dem matt-alufarbenen Rahmen verleiht dem Handy insgesamt einen hochwertigen Charakter. Die Rückseite des N82 ist ganz in dem titaniumfarbenen Look gehalten.

Nokia  N 82Das Gehäuse vermittelt auf den ersten Blick eine hochwertige Verarbeitung – Spaltmasse, Tasten und sonstige Bedienelemente sind relativ passgenau eingearbeitet. Auch auf etwas stärkeren Druck ist dem N82-Gehäuse kein Knacken und Knirschen zu entlocken. Hier sitzt alles wie es sitzen muss.

Das Einlegen der SIM-Karte mit dem Einsetzen des Akkus gestaltet sich einfach ohne die Notwendigkeit eines zusätzlichen Werkzeuges. Die SIM-Karte wird in einem gut zugänglichen Kartenleser auf der Rückseite unter dem Akku eingesetzt. Akku einsetzen, Akkudeckel drauf, der mit einer Ver-/Entriegelungstaste versehen ist und das Handy ist bereit für einen ersten Start. Auch im betriebsfertigen Zustand wirkt das Barren-Phone noch handlich und ansprechend. Der Kunststoffrahmen des Gehäuses hinterlässt einen stabilen Eindruck.

Nokia  N 82An der linken Gehäuseseite ist der Anschluss für ein microUSB-Datenkabel (das Standard-mini-USB-Datenkabel, das z.B. beim 6110 Nav. verwendet wird passt hier nicht mehr), der Kartenleser für eine microSD-Speicherkarte und der Anschluss für das Netzladekabel vorhanden. Der Speicherkarten-Slot ist mit einer Plastikabdeckung gegen das Eindringen von Staub und Schmutz geschützt. An der rechten Gehäuseseite befinden sich die beiden Lautsprecher für die Freisprechfunktion, eine Wipptaste zu Lautstärke-Regulierung und zwei weitere Tasten für den Aufruf der Bildergalerie und der Auslöser für die Kamera. An der Oberseite des Gehäuses ist die 3.5 mm Buchse für das Stereo-Headset und das Kabel für den TV-Ausgang, der Ein-/Ausschalter und die Öse für den Trageriemen angebracht.

Die Rückseite des N82 dominiert das Carl Zeiss-Tessar-Objektiv der 5 MP-Kamera, das mit einem Schieber vor Beschädigungen geschützt ist und ein Xenon flash-Fotolicht.

Auf der Vorderseite ist die zweite Kameralinse mit einer maximalen Auflösung von 352 x 288 Pixel für Videotelefonate angebracht. Neben der Kameralinse befindet sich der Umgebungslichtsensor für das Display. Die Front wird dominiert von einem 2,4-Zoll-LCD-QVGA-Display (Displaydiagonale 6,1 cm) mit 16,7 Mio. Farben bei einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln. Das Display ist mit einer Kunststoffabdeckung geschützt.

Nokia  N 82Unterhalb des Displays ist mittig ein 5-Wege-Nav-Key mit einer großen zentralen Bestätigungstaste und je links und rechts davon eine große Doppel- bzw. 3fach-Taste. Die obere Belegung der linken Doppeltaste ist mit einer frei wählbaren Funktion möglich, die untere Seite der Taste ist mit dem Aufruf des Hauptmenüs statisch vorbelegt. Die rechte Doppel- bzw. 3-fach-Taste ist oben mit einem frei wählbaren Programmaufruf und nach unten mit der Löschfunktion statisch belegt. Mittig in der rechten Taste befindet sich noch eine kleine schmale Zusatztaste, die mit dem Aufruf der Multimedia-Galerie statisch vorbelegt ist.

Außerhalb dieser Tasten sitzen jeweils zwei längliche Hardwaretasten, die die Funktion der Rufannahmetaste (links) und der Rufbeendigungstaste (rechts) haben. Unterhalb des Nav-Keys ist eine herkömmliche 12er-Tastatur mit sehr schmalen, strichförmigen Tasten vorhanden. Diese Tasten erinnern von der Optik an die bekannten Tastaturmodelle der SonyEricsson-Geräte. Die Tasten sind relativ klein geraten. Die Beschriftung der Tastatur ist weiss auf dem chromfarbenen Hintergrund, was teilweise eine schlechte Ablesbarkeit zur Folge hat.

Die dezente weisse Beleuchtung des Tastenfeldes ist auch in dunklen Räumen ausreichend und wirkt optisch sehr ansprechend. Die Tasten habe alle einen guten Druckpunkt mit Ausnahme des 5-Wege-Nav-Key, hier wirkt die Bedienung sehr schwammig und undeutlich, ein sauberes navigieren ist mit dieser Multifunktionstaste nicht gewährleistet. Häufige Fehlbedienungen sind hier zu erwarten.

Der integrierte Vibrationsalarm kann wahlweise ohne Rufton oder zuerst Vibra und dann Rufsignalisierung eingestellt werden. Der Vibrationsalarm ist deutlich zu spüren.

 

Nokia  N 82Der Empfang des N82 ist in allen Frequenzbändern sehr gut. Verbindungsabbrüche sind sehr selten, die Einbuchung in die Handynetze (auch bei etwas schwächerer Netzversorgung) ist gewährleistet. Die Sprachqualität ist nicht immer überzeugend, teilweise ist die Stimme des Gegenübers etwas dumpf zu hören. Die Wiedergabe über die Gerätelautsprecher der Freisprechanlage ist sehr laut, wirkt aber z. T. etwas blechern. Während des Gespräches kann mit der seitlichen Wipptaste die Lautstärke verändert werden. Mit einer Tastenbetätigung lässt sich die integrierte Freisprecheinrichtung einschalten. Hier ist die Verständigung überwiegend klar und deutlich – die Lautstärke ist auch für eine etwas lautere Geräuschkulisse in der Umgebung noch absolut praxistauglich.

Die Gesprächs- und Stand-by-Zeiten gibt der Hersteller wie folgt an:
Gespräche im GSM-Netz: 260 Minuten; UMTS-Netz: 190 Minuten
Stand-by-Zeiten: 225 Stunden GSM-Netz; 210 Stunden UMTS-Netz
Im Praxistest waren diese Zeiten nicht zu erreichen. Vor allem bei Nutzung der HSDPA/UMTS-Verbindungsmöglichkeit war nur eine deutlich kürzere Gesprächs- und Stand-by-Zeit möglich. Bei normalen Mischbetrieb war eine Stand-by-Zeit von 2 Tagen mit dem Nokia N82 ohne Probleme erreichbar. Bei Nutzung der WLAN- und UMTS/HSDPA-Schnittstelle in Verbindung mit einer Nutzung der Kamera war der Akku bereits nach einem knappen Tag am Ende seiner Kapazität angelangt. Die Akku-Leistung ist damit für ein HSDPA/UMTS-Gerät im praktischen Einsatz noch in jedem Fall für einen arbeitsreichen Tag ausreichend. Als Quadbandgerät mit UMTS/HSDPA/EDGE-Modul steht außerdem dem Einsatz weltweit nichts im Wege.

Nokia  N 82Das N82 verfügt über ein hochauflösendes TFT-LCD-Display mit 320 x 240 Pixel und 16,7 Mio-Farben. Die Farben werden knackig und gestochen scharf angezeigt. Bei direkter Sonneneinstrahlung leidet die Ablesbarkeit deutlich, Details sind teilweise nur schwer zu erkennen.
Die Helligkeit des Displays kann nicht verändert werden. Über den integrierten Lichtsensor ist es möglich wahlweise die Aktivierung bzw. Deaktivierung der Display-Beleuchtung in heller Umgebung anzupassen.

Beleuchtungsdauer und Energiesparmodus können stufenlos in einer Zeitspanne von 5 Sekunden bis zu 90 Sekunden (Beleuchtungsdauer bis zu 60 Sekunden) eingestellt werden.
Für die Farbdarstellung gibt es fünf verschiedene Grundthemen. Statusmeldungen wie Netzstärke, Akku-Ladezustand, Signalisierungsart, Datum und Zeit und bei Bedarf die Homezone-Verfügbarkeit lassen sich auf dem Display mit einem Blick ablesen.

Nach einer frei wählbaren Zeitspanne von 5 Sekunden bis zu 90 Sekunden schaltet das Display in den Stand-by-Modus, bei dem nur ein schmaler weißer Balken den Besitzer über Uhrzeit, Datum und bei Bedarf über verpasste Anrufe und eingegangene Nachrichten informiert. Die Reaktivierung des Displays kann über die Betätigung einer der Tasten erfolgen. Eine LED-Signalisierung für Netzverbindung bzw. verpasste Anrufe ist nicht integriert.
Sowohl die Menüansicht (Raster- oder Listenform) als auch der Hintergrund (Standard oder Bild) und der Begrüßungstext lassen sich individuell anpassen.

Das Display verfügt über einen Lagesensor, mit dem durch das Kippen des Handys die Displayanzeige von vertikal in horizontal umgeschaltet werden kann. Bei diversen Anwendungen (Internet, Nachrichten, Videoplayer) ist das Querformat der Darstellung wesentlich optimaler.

Nokia  N 82Die 5.0 MP-Kamera des Nokia N82 hat eine Auflösung von maximal 2592 x 1944 Pixel. Bei aktivierter Kamera dient das Display als Sucher. Die Ausstattungsliste der Kamera kann sich sehen lassen:
Optik von Carl Zeiss
Leistungsstarker Xenon-Blitz
bis zu 20-facher Digitalzoom (bei 5-MP-Auflösung bis zu 6-fach)
Belichtungskorrektur, Blendenwerte und Automatik für Mittenbetonung
Programmautomatik (Auto, manuell, Nah, Portrait, Nacht, Sport, Querformat)
Farbstimmung und Farbsättigung
Autofokus
Amberfarbene Objektbeleuchtung zur Autofokus-Unterstützung
Verbindung direkt über WLAN (UPnP) oder kabelgebunden über TV-Ausgang
Makrofunktion
Blende: F2.8
Brennweite: 5,6 mm
Schärfenbereich: 10 cm – 50 cm Abstand
Selbstauslöser
Farbtonwahl (Normal, Sepia, SW, Negativ, kräftig)
Weißabgleich

Für die Videotelefonie ist eine zweite Kameralinse an der Vorderseite vorhanden, die eine Auflösung von 320 x 240 Pixel (QVGA) erreicht. Die Videoplayback- und Aufnahme-Rate beider Objektive beträgt bis zu 30 Frames/s im VGA-Modus MPEG-4. Video-Codes „MPEG4, AVC/H.264, H.264, WMDRM und H.263" versteht das N82 ohne Probleme.
Die Auslöseverzögerung ist kurz genug um brauchbare Aufnahmen zu erreichen. Die Belichtung der Bilder ist gleichmäßig. Aufgenommene Bilder lassen sich direkt per Nachricht, via Bluetooth, via Internet-Upload und E-Mail verschicken. Unter guten Bedingungen gelingen sehr gute Aufnahmen/Schnappschüsse. Das Xenon-Fotolicht unterstützt den User bei dunklerer Umgebung. Fotos gelingen hier im Nahbereich bis zu 2,5 Meter recht brauchbar durch die Ausleuchtung mit dem Foto-Blitz. Der Xenon-Blitz ist relativ leuchtstark, was bei der Qualität der Aufnahmen positiv zu sehen ist. Die Kamera dürfte vom Gesamteindruck mit die Spitzenposition bei vergleichbaren Fotohandys einnehmen.

Nach Aktivierung der Kamera kann der Benutzer zum Videomodus wechseln. Videoaufnahmen, die sehr flüssig und scharf wirken, werden im MPEG-4-Format abgespeichert. Eine maximale Auflösung kann in drei Stufen voreingestellt werden. Hier ist eine maximale Auflösung von 640 x 480 Pixel möglich. Die Länge ist nur durch die Speicherkapazität begrenzt. Eine parallele Audioaufzeichnung im AAC-Format ist ebenfalls möglich. Diverse Einstellmöglichkeiten (Videostabilisator, Weißabgleich, Motivprogramme, digitaler 10-fach-Zoom, etc.) erlauben dem Besitzer des N82 qualitativ hochwertige Videoaufnahmen zu erreichen.

Aufgenommene Bilder und Videos werden entweder im internen ca. 120 MB großen dynamischen Gerätespeicher oder auf der microSD-Speicherkarte abgelegt. Der Speicher ist damit ausreichend bemessen und kann beliebig erweitert werden. Speicherkarten bis zu 8 GB werden problemlos erkannt und können genutzt werden.

 

Nokia  N 82

 

Nokia  N 82
Nokia  N 82
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Nokia  N 82
Nokia  N 82
Nokia  N 82

Das N82 von Nokia ist auf der Series60-Plattform mit dem Betriebssystem Symbian OS 9.2, 3rd Edition, Feature Pack 1 ausgestattet.

Die Menüstruktur ist einfach und logisch aufgebaut. Auch ohne längeres Studium der Gebrauchsanweisung lassen sich die meisten Menüpunkte intuitiv zuordnen, wie es für ein Series60-Phone üblich ist. Die Icons sind klar dargestellt und sind größtenteils selbsterklärend. Über bis zu vier Ebenen kann man problemlos durch das Menü navigieren und die entsprechenden Punkte schnell finden. Um z.B. eine SMS zu erstellen reichen normalerweise drei Tastendrucke aus. Bei entsprechender Programmierung des Softkeys kann auch mit einem Tastendruck diese Funktion gestartet werden.

Über den aktiven Modus können bis zu sechs Programme zum Schnellstart definiert werden. Diese Programmsymbole sind auf dem aktiven Stand-by-Bildschirm eingeblendet und können von dort aktiviert werden.
Der aktive Stand-by-Bildschirm zeigt einen „heute"-ähnlichen Umfang, wie er von WinMobile-Geräten bekannt ist. Hier werden aktuelle Termine und Nachrichten, eine Suchfunktion und die Aktivierung/Deaktivierung der WLAN-Suche mit den verfügbaren WLAN-Routern eingeblendet.

 

Die beiden obersten Tasten unter dem Display sind mit „Nachrichten" und „Kontakte" vorbelegt. Die Belegung der beiden Tasten kann individuell verändert werden.

Die Darstellung und Größe der Schrift ist auch für ältere Menschen klar erkennbar. Die Schriftgröße kann verändert werden.
Die Rufnummeranzeige beim Angerufenen kann vor der Wahl über das Menü aktiviert oder deaktiviert werden.

Das N82 verfügt über eine Sprachwahl, mit der Funktionen und Sprachanrufe gestartet werden können.

Das Nokia N82 hat integrierte Anruflisten, die mit einem Filter getrennt nach „Rufe in Abwesenheit", „Empfangene Anrufe" und „Gewählte Rufnummern" selektiert werden können. Eine automatische Wahlwiederholung ist ebenfalls möglich.

Eine automatische Tastensperre verhindert das versehentliche Betätigen des Phones beim Tragen in der Tasche.

Auch das Schreiben einer SMS bzw. auch MMS gestaltet sich sehr einfach mit diesem Nokia-Multimedia-Barren. Eine T9-Eingabeunterstützung erleichtert das Schreiben von Texten und Nachrichten. Auch MMS sind mit den entsprechenden Anhängen zügig zu erstellen.

Eine E-Mail-Client, mit dem Nachrichten nach dem POP3- bzw. IMAP4-Standard abgerufen und versendet werden können ist ebenfalls Bestandteil der Ausstattung des N82. Der automatische Abruf der E-Mails unterstützt beim Abfragen des E-Mail-Postfaches.

Der User kann unter einer großen Auswahl von 35 Klingeltönen (auch polyphon) den individuellen Rufton festlegen. Jedem Kontakt lassen sich wahlweise ein individueller Rufton, ein Bild und/oder eine Anrufergruppe zuordnen. Selbstgemachte Bilder und aufgenommene Melodien können ebenso einem Kontakt zugeordnet werden.

 

Nokia  N 82Folgende Verbindungsmöglichkeiten sind integriert:

Bluetooth mit BIP, BPP, DUN, FT, HFP, Headset, OPP, Sync, A2DP
GPRS (Klasse 11) mit Dual Transfer Mode (DTM) zur gleichzeitigen Nutzung von Sprach- und Datenverbindungen
WLAN 802.11b/g
EDGE (Klasse 32)
UMTS
HSDPA (3,6 Mbit/s)
HSCSD
GPS
SyncML local/remote
SMS/MMS/EMS/IM
WAP (2.0)
USB-Massenspeicher-Unterstützung
PictBridge
TV-Ausgang
PTT
SIP
OTA

Die Datenübertragung per GPRS/EDGE funktioniert flott und unproblematisch. Internetinhalte lassen sich problemlos abrufen und über den integrierten Safari-Browser anzeigen. Die UMTS/HSDPA-Unterstützung erlaubt bei entsprechender Netzverfügbarkeit noch schnelleren Datenaustausch. Auch diese Übertragungsformen funktionierten in der Praxis sehr schnell und problemlos.

Sehr angenehm bei der Datenübertragung war auch das integrierte WLAN-Modul. Mit der UPnP-Unterstützung war das Einbuchen und der Datenversand in/über WLAN-Netze zu anderen UPnP-fähigen Geräten problemlos möglich. Die Datentransfer-Rate liegt relativ hoch und die Empfangsempfindlichkeit ist bei diesem Modell ebenfalls ok.

Das Pairing und die Nutzung mit anderen Bluetooth-Geräten war problemlos möglich. BT-Headsets (z.B. Jabra BT800) arbeiten störungsfrei mit dem N82 zusammen (auch der SIM-Access-Modus ist integriert).

Eine Datensynchronisation von Kalender und Kontaktbuch mit Windows-Programmen (z.B. Outlook) war über die beigefügte PC-Suite-Software möglich. Die Datensynchronisation funktionierte sowohl mit einem XP-Rechner als auch einem Win2000-Rechner. Auch über eine BT-Verbindung war ein Datentransfer reibungslos möglich.

Grundsätzlich können die Datendienste per OTA der Netzbetreiber konfiguriert werden.

Das Nokia N82 verfügt über einen integrierten GPS-Empfänger (mit A-GPS-Unterstützung). Das notwendige Kartenmaterial muss allerdings erst nachgekauft und per Download geladen werden. Ein 3-tägiger kostenloser Testbetrieb ist jedoch möglich.

Für eine längere Nutzungszeit muss eine Lizenz erworben werden. Dies ist von 7 Tage bis zu 3 Jahren möglich. Der SAT-Fix ist zügig möglich, obwohl Nokia beim N82 keinen Sirf-III-Chipsatz verwendet. Der GPS-Empfang ist subjektiv besser als bei einem vergleichbaren Nokia N95. Die Navigation mit dem integrierten Routenplaner ist für eine gelegentliche Nutzung absolut ausreichend.

Auch über ein UKW-Radio verfügt das N82 von Nokia. Alle notwendigen Grundfunktionen wie Sendersuchlauf etc. sind vorhanden. Was fehlt ist eine RDS-Funktion. Klang und Senderempfang des Radios sind gut.

Ein integrierter MP3-Player ermöglicht das Abspielen von Audiodateien in folgenden Formaten: AAC, AAC+, AAC+ Enhanced, AMR NB, AMR WB, MP3, RA v9, WAV und XMF. Der Player ist mit einem 8-Band-Equalizer ausgestattet, der eine gute Vielfalt an Klangeinstellungen ermöglicht. Auch Zufallswiedergabe und Speichermöglichkeit von Wiedergabelisten sind Ausstattungsmerkmale des MP3-Players.

 

Nokia  N 82
Nokia  N 82
Nokia  N 82
Nokia  N 82

In Verbindung mit einem guten Headset kann der Klang überzeugen. Da das N82 über einen 3,5 mm-Klinkenanschluss verfügt, ist jedes herkömmliche Headset mit diesem Klinkenstecker nutzbar. Auch die Musik-Wiedergabe über A2DP-fähige Bluetooth-Kopfhörer ist qualitativ hochwertig.

Über die Hardwaretaste wird ein spezielles Programm zur Multimedia-Galerie aufgerufen. Hier werden in einer Karussell-Anordnung die letzten Bilder, Videos, Musiktitel, Spiele, GPS-Karten, Internetadressen und zuletzt verwendete bzw. gespeicherte Kontakte dargestellt – ein einfaches und übersichtliches Tool zur Verwaltung der Multimedia-Daten.

Das Nokia N82 verfügt über eine integrierte Sprachwahlfunktion zum Aufruf von Programmfunktionen und Anrufen aus dem Telefonbuch.

Über die integrierte Freisprecheinrichtung lassen sich bequem Gespräche führen.

Sechs Klassische Profile sind beim N82 von Nokia vorinstalliert und können individuell angepasst werden. Wem dies nicht genügt, der kann noch weitere Profile erstellen und hinzufügen. Auch ein „Offline"-Profil ist vorhanden, was die Nutzung des N82 in Flugzeugen ohne aktive Sendemodule erlaubt.

Nützliches Zubehör wie Wecker, Taschenrechner, PDF-Reader, Alarm, Quickoffice (zum Betrachten von Office-Dokumenten auf dem Handy), Notizprogramm, Barcodeleser-Programm, ZIP-Programm und ein Umrechner vervollständigen den sehr guten Ausstattungsumfang des N82.

Auch Spiele sind zur Entspannung bereits vorinstalliert: Snakes (Vollversion), N-GAGE (Spiele-Demos von FIFA07 und ASPHALT3).

Nokia  N 82

Zweifellos erhält man mit dem Nokia N82 ein ausgereiftes und von der Ausstattung kaum zu übertreffendes Multimedia-Handy. Wer eine herausragende Kamera-Funktion in Verbindung mit einer zeitgemäßen Connectivity-Ausstattung sucht, der wird um das N82 nicht herumkommen.

 

Selten sind diese multimedialen Fähigkeiten in diesem Umfang in einem Handy vereint zu finden. Das N82 braucht hier keinen Vergleich mit Multimedia-Geräten anderer Hersteller zu scheuen. Auch das Design ist durchaus ansprechend. In Anbetracht der technischen Ausstattung ist auch die Größe von 112 x 50,2 x 17,3 mm bei 114 g Gewicht absolut in Ordnung. Negative Punkte – bis auf den etwas schwammigen Nav-Key – trüben das Gesamtbild so gut wie nicht.

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Eine Kamera der ARD

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