Test des Nokia N79

33 Minuten

Nokia N79
 

Ein weiteres Multitalent hat die Finnischen Hallen verlassen. In Barrenform präsentiert sich der Neuling und bietet nahezu alle technischen Finessen. Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem N78, hat das N79 ein paar Verbesserungen unter der Haube spendiert bekommen. Ob sich der Mehrpreis lohnt und welche Änderungen durchgeführt worden sind, verrät der Test von inside-handy.de.

Nokia N79Aufgrund der starken Businessorientierung steht der Finne im schlichten, hell grauen Karton in den Regalen der Händler. Die Oberseite ziert ein Abbild des N79 inkl. der NOKIA Nseries sowie Nokia N79 Aufschrift. In der unteren rechten Ecke befindet sich ein Hinweis, dass das N79 4GB Speicherplatz bietet und ein Carl Zeiss Objektiv beinhaltet. Auf den Seiten finden wir mehrfach den Namen des Herstellers sowie den Modelnamen. Auch ein N-Gage Aufkleber ist seitlich angebracht und deutet darauf hin, dass hier nicht nur ein Businesshandy drinsteckt, sondern mehr. Die Unterseite schafft Klarheit. Neben vielen Logos wie Bluetooth, WiFi, N-Gage und S60 finden wir mehrere Farbausführungen des N79 inkl. eines Überblicks der Funktionen in verschiedenen Sprachen.

Das erste Aufklappen der Oberseite. Man sieht eine graue Fläche auf der sich eine kleine Aufschrift nseries.com befindet. Ein weiteres Aufklappen der zweiten Fläche nach unten legt die Sicht auf das Handy frei. Mittig und quer liegt das Handy in einer aus Plastik bestehender Liegefläche. Oberhalb des Handys befindet sich ein grüner Akkudeckel, unterhalb des Handys ein lilafarbener Akkudeckel. Das Handy selbst ist weiß und hat einen türkisfarbenen Akkudeckel aufgesetzt. Nachdem die Plastikfläche herausgenommen ist, zeigt sich das Zubehör. Dies besteht aus Stereokopfhörern, Datenkabel, Speicherkarte, Bedienungsanleitung, DVD, und Ladegerät. Auffallend ist der fehlende Akku. Wurde etwa vergessen einen Akku beizulegen? Das Zubehör wird nochmals überprüft aber kein Akku in Sicht. Da war die Vorfreude so groß, dass N79 einem Test zu unterziehen und dann so etwas. Nach einigen Minuten des Grübelns bemerkt man, dass die Liegefläche mit den zwei zusätzlichen Akkudeckeln relativ schwer ist.

Nach der Herausnahme der lilafarbenen Abdeckung, die Erleichterung. Hier hat sich der Akku versteckt. Treffen ein ungeduldiger Käufer und große Vorfreude sowie Spieletrieb zusammen, kann die Akkusuche schnell zum Nervenspiel werden. Erfreulich ist, dass wahlweise dank des 3,5mm Klinkensteckers auch die favorisierten Kopfhörer verwendet werden können. Dies gilt jedoch nicht für das Datenkabel. Wurde beim Nokia N95 sowie dem Nachfolger auf einen mini-USB Steckplatz gesetzt, verwendet das N79 einen micro-USB Steckplatz. Dieser ist jedoch bei weitem nicht so häufig anzutreffen wie mini-USB.

 

Nokia N79
Nokia N79
 

Zuallererst muss der türkisfarbene Akkudeckel vom Handy runter. Unterhalb der Rückseite ist ein Schiebeknopf, welcher nach oben geschoben und dann mittels des Fingernagels hochgezogen wird. Dadurch löst sich der Akkudeckel vom Handy und wir können in den Schiebesteckplatz unsere SIM-Karte einführen. Danach wird der verschollen geglaubte Akku eingesetzt und je nach Lust und Laune der entsprechende Akkudeckel oben eingeklinkt und festgedrückt.

Nokia N79Ist das Handy zusammengebaut macht es einen sehr ordentlichen und stabilen Eindruck. Die Vorderseite ist weiß, die entsprechende Beschriftung ist schwarz. Die Ecken sind abgerundet und ein chromfarbener Rahmen umhüllt den mobilen Begleiter. Das Mittelstück, sprich die Seiten, sind in mattem Silber. Und wie zuvor erwähnt die Rückseite je nach Cover in der entsprechenden Farbe. Aufgrund der sehr gelungenen Proportionen liegt das N79 sehr gut in der Hand. Die verwendeten Materialien wirken robust, hochwertig und der Preisklasse entsprechend. Die Maße betragen 110 x 49 x 15 mm.

Durch die guten Platzierung des Akkus ist der Schwerpunkt des Handys etwas unterhalb der Mitte, was eine angenehme Bedienung ermöglicht. Das Handy bringt mit Akku 97 Gramm auf die Waage. Somit stimmt der optische Ersteindruck mit dem haptischen überein.  Die Spaltmaße sind überall identisch und auf ein Minimum beschränkt. Somit ist ein Eindringen von Staub fast nicht möglich. Auch das Zubehör sitzt passgenau und sitzt fest in der jeweiligen Buchse. Die Kopfhörer werden an der Kopfseite angeschlossen. Seitlich links oben befindet sich eine Schutzkappe, welche den Anschluss für das micro-USB Kabel sowie den Speicherkartenslot versteckt. Links unten sitzt der Anschluss für das Ladegerät, was im Vergleich zu anderen Ladegeräten gerade winzig erscheint und in jeder Hosentasche Platz findet.

Nokia N79Auf der rechten Seite unten sowie oben sitzen zwei Lautsprecher, welche für die Freisprecheinrichtung sowie 3D-Sound sorgen. Dazwischen befinden sich die Kamerataste sowie der Wippschalter für Zoom oder Lautstärkenregelung. Oben sind neben dem Kopfhöreranschluss noch die Ein-/Aus Taste inkl. einer separaten Schiebetaste um die Tastensperre ein- oder auszuschalten. Und hier wären wir auch bei einem Manko des Handys. Die Tasten des Zahlenfeldes wirken zwar hochwertig und gut verarbeitet, aber von einer guten Fühlbarkeit kann man nur bedingt sprechen. Je nach Fingergröße ist es schwer die Tasten zu erfühlen und die richtige Taste zu betätigen. Die horizontalen Abstände zwischen den Tastenreihen erhöhen zwar die Fühlbarkeit, dennoch ist es schwer blind einen Text zu tippen. Dies gelingt nur nach einer längeren Übungs- und Eingewöhnungsphase.

Nokia N79Die Navigations-, Softkey-, Multimedia-, Auflege- und Abhebetasten haben minimales Spiel, lassen sich aber durch ihre hervorgehobene Art leichter treffen. Die etwas versteckt wirkende Menü sowie Cancel Taste lassen sich dagegen wiederrum gut bedienen. Gleiches gilt auch für den Navigationskreis, welcher jedoch einen etwas anderen Druckpunkt als die anderen Tasten aufweist. Neu ist das Navi-Rad. Hier kann der Navigationskreis ohne Tastenbetätigung nur durch die Berührung des Fingers und wischens in die jeweilige Richtung bedient werden. Dies ähnelt sehr der Bedienung der von Apple bekannten iPods. Mit etwas Übung funktioniert die Navigation sicher, gewöhnungsbedürftig ist es aber allemal. Es kommt jedoch ab und an vor, dass man zufällig mit dem Daumen über den Kreis wischt und somit einen Menüpunkt weiterspringt. Besser dagegen funktioniert der Vibrationsalarm. Zuverlässig spürt man diesen durch Jacke oder Jeans. Liegt das Handy auf dem Tisch und der Vibrationsalarm fängt an, ist ein überhören kaum möglich.

Nokia N79Die Sprachqualität des Finnen ist sehr gut. Eingehende sowie ausgehende Gespräche werden sauber und deutlich wiedergegeben. Auch in einer lauteren Umgebung können sich beide Gesprächsparteien gut verständigen. Gleiches gilt für die integrierte Freisprechfunktion. Diese wird über die linke Softkeytaste dazu geschaltet und über die rechte Softkeytaste wieder abgeschaltet. Die Lautstärke lässt sich über den seitlichen Wippschalter in zehn Stufen einstellen. Durch die vielen unterstützen Mobilfunkstandards, ist der Empfangspegel durchweg gut. Auch in ländlichen Gebieten empfängt das N79 noch die Basisstation und hält somit die Funkverbindung zur Außenwelt. Dies ist nicht verwunderlich, denn das Smartphone kann als Quadband in den Netzen GSM 850 MHz, 900 MHz, 1800 MHz, 1900 MHz funken. Dazu wird auch EDGE unterstützt um beim surfen im Internet eine bessere Geschwindigkeit zu erzielen. Videotelefonie ist in UMTS Netzen möglich. Hier können WCDMA 900 sowie WCDMA 2100 verwendet werden, sofern das UMTS Netz verfügbar ist. Wird das Mobiltelefon als Modem benutzt, um Beispielsweise über den Laptop in Internet zu gehen, kann der Datenturbo HSDPA dazu geschaltet werden. Dadurch werden Daten mit bis zu 3,6 Mbit pro Sekunden empfangen.

Das natürlich nur solange der Akku hält. Die Finnen geben eine Stand-by-Zeit von 372 Std. im GSM Netz sowie 406 Std. im UMTS Netz an. Sollte das WLAN Modul aktiviert sein verringert sich die Zeit auf 172 Std. Dies wären im Optimalfall ca. 17 Tage Stand-by. Wird dauertelefoniert verringert sich im GSM Netz die Zeit auf 5 Std. und 30 Min., im UMTS Netz auf 3 Std. und 30 Min. sowie über WLAN mit VoIP auf 4 Std. In unserem Test hielt das Handy 5 Tage durch. Hierbei wurden einige Telefonate geführt, der MP3 Player zum Musikhören bemüht sowie das Navigationssystem für eine kurze Teststrecke angeworfen. Ein respektabler Wert in Anbetracht dessen, was das Handy geleistet hat. Werden die integrierten Funktionen exzessiv genutzt verringert sich dieser Wert drastisch. Anhand der Fülle der integrierten Funktionen können nicht alle Kombinationen getestet werden. Wer oft den Musikplayer benutzt wird nach 3 Tagen an das Wiederaufladen erinnert. Kritischer wird es, wenn per WLAN dauerhaft gesurft wird. Hier ist nach einem Tag ein Wiederaufladen notwendig. Auch das integrierte Navigationssystem benötigt Prozessorleistung. Hier kann der Nutzer nach einigen Stunden je nach Nutzungsdauer, genau wie bei WLAN die Meldung bekommen, dass der Akku leer ist.

Der Sart-Wert beträgt 0,94 W/kg.

Nokia N79Fast genauso Stromhungrig wie WLAN sind auch alle Handydisplays. Aus gutem Grund werden hier oft kleine Displays verbaut um die Akkuleistung zu steigern. OLEDs brauchen deutlich weniger Strom, werden aber  noch selten in Handys verbaut. Das N79 besitzt ein 2,4 Zoll TFT Display. mit einer Diagonale von 6,1 cm. einer Breite von 3,6 cm sowie einer Höhe von 4,8 cm. Der integrierte Lichtsensor regelt je nach Umgebungslicht die Leuchtstärke des Displays. Dies ist besonders zu Abendstunden und in dunklen Räumen angenehmer fürs Auge und Akkuschonender. Ein manuelles nachjustieren ist aber dennoch bei Bedarf möglich. Zusätzlich kann man Beleuchtungsdauer sowie die Zeit bis die Energiesparmaßnahmen greift einstellen. Als Begrüßungslogo kann die Nokia Standardanimation, ein Text oder ein Foto ausgewählt werden. Auf die Abschaltanimation hat man keinerlei Einfluss. Doch weg von den Optimierungs- und Einstellmöglichkeiten hin zu der Darstellungsqualität. Die Farbbrilianz sowie Farbwiedergabe überzeugen. Die Symbole sowie Schriften sind klar und deutlich zu erkennen. Dazu kommt noch ein guter Kontrastwert welcher somit die optimale Darstellungsqualität abrundet. Das Display ist durch die Plastikscheibe im Frontcover vor Stößen geschützt. Dadurch kann es jedoch bei starker Sonneneinstrahlung zu einer geringeren Lesbarkeit kommen. Durch den integrierten Lagesensor erkennt das Handy ob er senkrecht oder waagerecht gehalten wird und dreht die Anzeige entsprechend. Ab und an erkennt die Firmware die Lage falsch, woraufhin man das Handy hin und her drehen muss bis die Lage wieder eindeutig ist.

Einziges Manko, was inside-handy.de bei dem Testhandy feststellen mussten, ist ein Pixelfehler. Dieser fällt besonders beim Start des Handys auf, da das Display schwarz ist und ein grünlicher Punkt hervorsticht. Trotz Qualitätssystemen kann so etwas vorkommen. Der Nutzer kann versuchen dies beim Verkäufer zu beanstanden, hat aber rechtlich keinerlei Anspruch auf einen Wechsel. Während der Benutzung fällt der Pixel jedoch gar nicht auf. Besonders wenn viele Farben dargestellt werden ist der Pixelfehler nicht wahrnehmbar. Die ist zum Beispiel bei Fotoaufnahmen der Fall. Die Kamera kann auf drei Wegen aktiviert werden. Die erste Möglichkeit besteht über das Menü. Hierzu muss man im Hauptmenü den Unterpunkt Programme und danach den Punkt Medien öffnen. Erst in diesem Menü findet man die gesuchte Kamerafunktionalität. Deutlich einfacher und vor allem schneller geht es indem man die zum Schutz dienende Blende vor der Linse wegschiebt. Daraufhin wird automatisch das Kameraprogramm gestartet. Ist die Schutzblende geschlossen, startet das Kameraprogramm mit der Frontkamera, welche für UMTS Videotelefonie gedacht ist.

Nokia N79Nach dem aufschieben der Blende dauert es zwei Sekunden, bis ein Bild auf dem Display dargestellt wird. Der Kameramodus ist auf die horizontale Bedienung des Handys ausgelegt. Somit muss das Handy mit der Auslösetaste und den Zoomtasten nach oben gehalten werden. Das Display dient dabei als Sucher und beinhaltet auf einen Blick alle wichtigen Einstellungen. Wie bei richtigen Digitalkameras wird durch leichtes drücken der Auslösetaste der Autofokus aktiviert, was in der Regel unter einer Sekunde ein scharfes Bild auf das Display zaubert. Um das Bild digital festhalten zu können wird die Auslösetaste weiter gedrückt und das Bild abgespeichert. Das Abspeichern dauert zwei bis drei Sekunden.

Die Funktionsvielfalt ist einer normalen Digitalkamera ebenbürtig. Auf dem Display wird oben links der aktuelle Modus angezeigt. kann entweder der Fotomodus oder der Videomodus sein. Unten links befinden sich die Batterieanzeige, die aktuell eingestellte Megapixelanzahl sowie noch der Speicherplatz für die verbleibenden Fotos. Die obere Softkeytaste schließt den Kameramdous. Die untere Softkeytaste ist für die Optionen zuständig. Hier können eine Vielzahl an Einstellungen getätigt werden. Hierzu zählt die Fotoeinstellung wo man u.a. die Megapixelanzahl einstellt, per GPS den Standort (Geotagging) mit aufzeichnet, ob ein digitaler Zoom verwendet wird oder welcher Speicher verwendet werden soll. Eine Symbolleiste zwischen den beiden Softkeytasten, welche sich mit dem Navi-Kreis bedienen lässt gibt es zusätzlich auch. Was in dieser Leiste an Funktionen zum schnellen Umschalten dargestellt werden soll, entscheidet der Nutzer selbst. Unter den Optionen kann man aus einem Repertoire folgende Funktionen hinzufügen: Belichtung, Farbton, Helligkeit, Kontrast, Liste bearbeiten, Lichtempfindlichkeit, Schärfe, Sucher, Weißabgleich, Umschalten der Modi, Szenen, blitz, Selbstauslöser, Bildfolge sowie das Fotoalbum öffnen. Jeder dieser einzelnen Punkte bietet Konfigurationseinstellungen mit den entsprechenden Parametern.

Die Aufnahmequalität schwank von sehr gut bis mittelmäßig und verrauscht. Wird in heller Umgebung Fotografiert, werden die Aufnahmen scharf und farbecht. Hier leistet das Carl Zeiss Objektiv beste Arbeit. Bei trübem Wetter verliert das Bild an Schärfe. Gleiches gilt für einen normal beleuchteten Raum. Hier kann es je nach Licht zu einem verrauschten Bild kommen. Auch erwähnenswert ist der Nachtmodus, welcher bei einem mäßigen Licht noch ein gutes Bild erlaubt. Jedoch merkt man die intensive Rechenleistung, da das Display alles Zeitverzögert anzeigt. In einem sehr schwach beleuchteten Raum kann auch der Nachtmodus nichts mehr bewirken. Hier hilft nur noch das integrierte Fotolicht weiter, genauer gesagt handelt es sich hierbei um 2 LED-Leuchten. Wünschenswert wäre ein Xenon-Blitzlicht, gewesen, welches das Motiv besser ausleuchten würde.

Im Videomodus ändern sich die Einstellungsmöglichkeiten und bestehen aus folgenden Punkten: Videoqualität, Standortaufzeichnung, Videostabilisierung, Audioaufnahme, In Album einfügen, Videoaufnahme zeigen, Standardname für Videos und Verwendeter Speicher. In der Symbolleiste sind noch folgende Optionen untergebracht: Wechsel zum Fotomodus, Motivprogramme, Videolicht einschalten, Weißabgleich, Farbton und Fotos öffnen. Hervorzuheben sind die diversen Qualitätseinstellungen. Videos können in fünf verschiedenen Qualitätsstufen aufgezeichnet werden. Die höchste Qualitätsstufe besitzt eine Auflösung von 640 x 480 Pixeln und nimmt mit 30 Bilder pro Sekunde auf. Auch hier gilt es auf das Umgebungslicht zu achten. Ist die Umgebung hell, macht das N79 sehr gute Aufnahmen. Durch die klare und flüssige Darstellung lassen sich die gemachten Videos auch auf einem Fernseher betrachten, ohne das Gefühl haben zu müssen ein verpixeltes Internetvideo vor sich zu haben.

Sollte man im Urlaub seine Digitalkamera vergessen haben, kann man ruhigen Gewissens Fotos mit dem Nokia N79 tätigen. Auch Videoaufnahmen gelingen sehr gut, was zum einen dem Videostabilisator und auch den 30 Bilder pro Sekunde zu verdanken ist. In Lichtschwacher Umgebung sollte das Fotolicht,  aktiviert werden um ein Rauschärmeres Bild zu erhalten.

Nokia N79
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Die Menüführung ist intuitiv und übersichtlich. Wer schon einmal ein Symbian S60 Gerät in der Hand hatte ,wird sich direkt zu Recht finden. Doch Vorsicht, die Funktionsvielfalt ist enorm.

Das Menü wird standardmäßig in der Gitterdarstellung angezeigt. Üblich bei Symbiangeräten ist auch eine Listenansicht. Das N79 kann zudem noch das Menü in Hufeisenform sowie in V-Form anzeigen. Diese sehen schick aus, sind jedoch gewöhnungsbedürftig.

Die Icons sind selbsterklärend und gut gestaltet. Auch der Aufbau ist logisch und nachvollziehbar. Die Icons ändern sich jedoch durch ein Themewechsel. Je nachdem, welches Theme dem Nutzer gefällt, kann das Aussehen der Icons somit variieren. Durch einen Überblend-Effekt wird jeder Menüwechsel zu einem Augenschmaus was allerdings minimal zu Lasten der Geschwindigkeit geht.

Kontakte, Mittelungen sowie Karten bilden die erste Reihe des Hauptmenüs. Musik, Fotos sowie Videozentrale befinden sich eine Etage tiefer. Gleiches gilt für die Suche, Internet sowie Spiele. Die unterste Reihe bilden System, Programme sowie der Punkt Laden.

Um Beispielsweise eine SMS zu versenden, muss man das Menü öffnen, Mittelungen auswählen, Neue Mitteilung anklicken und die Art der Mitteilung wählen. Hierbei kann zwischen Mitteilung, Audiomitteilung und E-Mail gewählt werden.

Audiomitteilung sind das, was der Name schon andeutet. Wird diese Option gewählt, kann man eine Nachricht aufsprechen und diese versenden. Diese vier Schritte lassen sich auf zwei verkürzen, indem man die Softkeytaste mit dem entsprechenden Programm verknüpft. Nach zwei Klicks hat man somit einen blinkenden Cursor vor sich und kann eine Mitteilung verfassen.

Im diese Einstellung zu tätigen, muss man acht Schritte bzw. Untermenüs bewältigen. Hier wird die Komplexität und Funktionsvielfalt deutlich. Beinahe alles lässt sich von Haus aus am Handy einstellen. Die entsprechenden Softkeys sind auch während der Telefonate verfügbar. Somit kann man während eines Gespräches die Freisprechfunktion aktivieren oder in den Kontakten nach einer benötigten Telefonnummer suchen.

Das Nokia N79 ist eines der wenigen Handys, bei dem die Schriftgröße einstellbar ist. Standardmäßig ist die Schriftgröße Standard eingestellt, was ein angenehmes Ablesen des Displays ermöglicht. Ist es notwendig die Schriftgröße zu vergrößern, kann man dies bequem in den Einstellungen tätigen.

Die Einstellung wird sofort auf das gesamte System übernommen. Vorbildlich. Auf ein leidiges Thema hat jedoch auch Nokia keine Antwort. Möchte man kurzfristig keine Telefonnummer übermitteln, oder umgekehrt, muss man dies systemübergreifend in den Einstellungen durchführen. Einen einzelnen Anruf zu tätigen und hierbei die Rufnummer auszuschalten ist nur mittels der Vorangestellten #31# Codes möglich.

Anruflisten sind Symbiantypisch über die Abhebetaste oder über das Menü zugänglich. Diese sind nach Eingehen, Ausgehenden Verpassten und Allen Anrufen sortiert. Hierzu wird Telefonnummer, Uhrzeit und Datum gespeichert. Die zweithäufigste benutzte Anwendung neben dem Telefonieren ist das Schreiben einer Kurznachricht. 

Nachdem man die Anwendung zum schreiben einer Nachricht geöffnet hat, kann man den Text sofort niederscheiben. In der Obersten Zeile kann man eine Handynummer eintragen. Alternativ lässt sich durch das Telefonbuch blättern und den oder die Empfänger markieren. Diese werden übernommen und erscheinen als Empfänger aufgelistet. Oben links werden die restlichen Zeichen bis zum Ende einer SMS angezeigt. Hintendran wird in Klammern die Anzahl der benötigten SMS angezeigt, sollte man über die 160 Zeichen hinauskommen.

Zwei Drittel des Bildschirmes sind für die Nachricht reserviert. Somit hat man einen guten Überblick, was schon alles geschrieben wurde. Die Nachricht kann man mittels normaler Schreibweise oder über die integrierte T9 Funktion schreiben. Das Wörterbuch beinhaltet ein sehr großes Repertoire an Wörtern. Sollte ein Exot nicht dabei sein, kann er über die Buchstabierfunktion hinzugefügt werden.

Neu ist die Art der Erstellung einer MMS. Hier gibt es keinen Sondermenüpunkt mehr. Wird in die Kurznachricht eine Datei hinzugefügt, erkennt es das Smartphone und verschickt die Nachricht als MMS. Falls hinzugefügte Dateien die Standardgröße überschreiten, wird ein Warnhinweis eingeblendet, dass nicht alle Handys die Nachricht korrekt empfangen können.

Genauso einfach geht das Erstellen einer E-Mail von statten. Nachdem man im Einrichtungsassistent seine E-Mail Daten wie E-Mail Adresse, Passwort und Benutzernamen hinterlegt hat, kann man Nachrichten schreiben sowie empfangen. Im Unterschied zur eine SMS/MMS werden in der Kopfzeile noch die zusätzlichen, von E-Mail Programmen bekannten, CC und BCC Empfänger angezeigt. Der Rest ist identisch mit dem Erstellen einer normalen Nachricht. Somit verschmelzen die Grenzen zwischen SMS, MMS und E-Mail. Ein optischer Unterschied beim Erstellen besteht nicht.

Wer gleiche Nachrichten häufiger verschickt, kann diese zu den Vorlagen hinzufügen. Durch den großen Speicher lassen sich Nachrichten auch einfach archivieren. Mithilfe der Angelegten Ordner kann man jede Nachricht separat abspeichern und zuordnen. Kurzmitteilungen, E-Mails sowie Anrufe kann man einen separaten Klingelton zuordnen.

Dadurch lässt sich am Klingelton erkennen, ob man sofort zum Handy greifen sollte um einen Anruf entgegen zu nehmen oder die empfangene Nachricht später anschauen kann. Bei der Tastatursperre haben sich die Finnen was Neues ausgedacht. Nicht wie üblich über ein Tastenkürzel kann man die Tastensperre aktivieren, sondern über eine separate Taste. Diese befindet sich an der Stirnseite des Handys und wird geschoben.

Somit kann mittels der Taste oder besser gesagt der Schiebetaste die Tastensperre aktiviert oder deaktiviert werden. Ein deaktivieren ist aber dennoch über die altbekannte Kombination der linken Softkeytaste und darauffolgend der Sterntaste möglich. Hat man sich einmal an die Schiebetaste gewöhnt ist das sperren sowie entsperren des Handys ein sehr angenehmer Vorgang.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nokia N79In Sachen Connectivity ist das N79 ein Multitalent.

  • Bluetooth 2.0
  • USB 2.0
  • GPRS
  • EDGE
  • UMTS
  • HSDPA (3,6 Mbit/s)
  • WLAN (802.11b, 802.11g)
  • UPnP
  • DLNA zertifiziert
  • GPS
  • SyncML

Über das integrierte Bluetooth kommuniziert das Handy mit Computern, anderen Mobiltelefonen und Zubehör. Ein versenden von Dateien wie Bildern oder Musik ist einfach zu bewerkstelligen. Die gewünschte Datei wird ausgewählt, über die Optionen das Senden aktiviert und die gewünschte Verbindung gewählt. Zusätzlich kann man auch Dateien über die WLAN Schnittstelle versenden. Dies ist jedoch nicht wie bei Bluetooth über die Optionstaste möglich. Hierzu muss der Nutzer über seinen PC per WLAN auf das Mobiltelefon zugreifen. Dies ist entweder über die integrierten Möglichkeiten von Windows möglich oder über die mitgelieferte Software.

Viele nützliche Programme werden mit der dazugehörigen DVD mitgeliefert. Hier lassen sich einfach Dateien zwischen PC und Mobiltelefon tauschen, Videos lassen sich für den Bildschirm des N79 optimieren sowie das Telefonbuch inkl. Kalender Lesezeichen und Notizen synchronisieren. Das Synchronisieren ist Kinderleicht. Nachdem das Telefon per Bluetooth, WLAN oder USB Kabel mit dem PC verbunden wurde, wählt der Nutzer die zu synchronisierenden Daten im Programm aus. Danach gleicht das Telefon mit dem PC die Daten ab. Durch die Unterstützung von UPnP können Dateien direkt am PC betrachtet werden, obwohl sich diese noch auf dem Mobiltelefon befinden. Auch weitere UPnP fähigen Geräte, wie moderne Fernsehgeräte können somit auf das Mobiltelefon zugreifen und die Inhalte darstellen. Weiteres Zubehör lässt sich wie üblich über Bluetooth ansprechen. Da dies seit längerem von jedem Handy beherrscht wird, gibt es keine Auffälligkeiten oder Patzer. Alles verlief Reibungslos.

An Ausstattung und Komfort mangelt es dem N79 nicht. Sprachsteuerung gehört bei Smartphones fast zur Grundausstattung. So Überrascht es nicht, dass das Handy diese Funktion integriert hat. Gleiches gilt übrigens auch für Sprachwahl. Beides wird über die rechte Softkeytaste aktiviert, unabhängig davon was man auf dieser Taste für eine Funktion eingestellt hat. Durch ein zwei sekündiges drücken der Taste startet die Aufnahmefunktion und ist bereit ein Programm zu aktivieren oder einen Kontakt anzurufen. Dies funktioniert sehr einfach ohne vorheriges anlernen oder aufnehmen von Befehlen oder Kontakten, dafür sorgt eine intelligente Spracherkennung. Sprachaufzeichnung ist zwar möglich, jedoch nicht sehr elegant gelöst. Hierzu muss vor oder während des Gespräches das Aufnahmeprogramm gestartet und die Aufnahme aktiviert werden. Hierbei ertönt bei beiden Gesprächsparteien alle fünf Sekunden ein kurzer Ton. Eleganter funktioniert dies über externe Programme. Diese laufen im Hintergrund automatisch mit und zeichne jedes geführte Gespräch auf.  Viel einfacher dagegen funktioniert die Stummschaltung. Hierzu wird während des Gespräches mit der linken Softkeytaste das Optionsmenü aufgerufen und die Stummschaltung aktiviert oder deaktiviert. Die Freisprechfunktion wird ebenfalls über das Optionsmenü aktiviert. Durch die seitlichen zwei angebrachten Lautsprecher wirkt der Gesprächspartner laut und voluminös.

Sechs Profile sind vorgespeichert. Löschen lassen sich diese nicht, jedoch personalisieren und umbenennen. Wer weitere Profile benötigt, kann sich diese einfach zusätzlich anlegen. Desweiteren beherrscht das N79 auch den sogenannten Offline-Modus. Dieser schaltet das Funkmodul im Handy aus, um dieses auch in Flugzeugen oder Krankenhäusern verwenden zu dürfen, alle weiteren Funktionen wie z.B. der Organizer kann man weiterhin benutzen. Das Telefonbuch ist Smartphone typisch sehr ausgereift. Zu jedem Kontakt lassen sich sehr viele Informationen hinterlegen. Die obligatorischen Daten wie Name, Vorname und Telefon gehören hierzu genauso wie die Firma, Position, Mobiltelefon, Videoanruf, Fax, Pager, Internet-Telefon sowie E-Mail Adresse. Benötigt man weitere Felder, kann aus über 40 weiteren Punkten, wie z.B. das Einfügen eines Mini-Fotos, eine Auswahl getroffen werden. Diese Daten kann man auch im Nachhinein noch ändern oder zu einem bestehenden Kontakt hinzufügen. Jedem Kontakt kann man einen individuellen Klingelton zuordnen, somit weiß man anhand des Klingeltons wer gerade anruft. Möchte man es noch genauer haben, kann der hinterlegte Name des Anrufenden zusätzlich zum Klingelton auch durchgesagt werden. Dafür wird der Klingelton kurz unterbrochen, der Name durchgesagt und der Klingelton weiter abgespielt. Die Computerstimme ist jedoch gewöhnungsbedürftig und besonders zu Anfang schwer verständlich.

Die Darstellung im Telefonbuch kann man wahlweise nach dem Muster Vorname, Nachname oder Nachname, Vorname umstellen. Dies ändert nichts an der Tatsache, dass im Telefonbuch nach Vor- oder Nachname gleichzeitig gesucht wird. Möchte man eine Gruppe von Personen des Öfteren gleichzeitig kontaktieren, bietet sich die Gruppenfunktion an. Hierzu kann man eine Gruppe einrichten und dieser mehrere Personen zuordnen. Somit kann man dem Freundeskreis mit einer Einstellung ein gemeinsamer Klingelton zuordnen oder eine Rund SMS verschicken. Auf all jene Daten hat man, wie zuvor erwähnt, auch während eines Telefonats zugriff. Was dem sonst tadellosen Telefonbuch das Sahnehäubchen aufsetzen würde, wäre eine Suche anhand von Telefonnummern. Diese Funktion vermissen wir leider. Alle gespeicherten Daten zu einem Kontakt werden im Telefonspeicher abgelegt. Dies ist notwendig, denn die SIM-Karte ist für diese Fülle an Informationen nicht ausgelegt. Dem Telefonbuch steht auch ein ausgezeichneter Organizer zur Seite. Über den Kalender werden somit alle wichtigen Termine, Notizen, Aufgaben sowie sich wiederholende Termine eingetragen. Nach dem auswählen des Datums kann über die Optionstaste das jeweilige Ereignis eingetragen werden. Zur Auswahl stehen Besprechung, Notiz, Geburtstag/Jahrestag und Aufgabe. Über eine Erinnerungsfunktion kann man sich an das eingetragene Ereignis erinnern lassen. Dies kann zu einem beliebigen Datum und Uhrzeit geschehen. Trifft der vorher definierte Zeitpunkt ein, wird in Intervallen an das Ereignis erinnert. Bis zu fünfmal schaltet sich das Intervall alle fünf Minuten ein, sofern man diesen nicht schon vorher mit der Stopp-Softkeytaste ausschaltet. Die Intervallzeit kann auf Wunsch auch verändert werden. Hierzu hat der Nutzer die Auswahl zwischen einer und 60 Minuten. Eigenständige Notizen kann man auch über das Menü Notizen einfügen. Aufgrund der nicht beschränkten Zeichen eignet sich diese Methode für längere Notizen besser als der Organizer. 

Der integrierte Wecker hat im Vergleich zu anderen älteren Nseries Geräten von Nokia eine Überarbeitung erfahren. Beim Nokia N80 beispielsweise musste man den Wecker täglich stellen, da dieser nur ein oder ausgeschaltet werden konnte. Wer mehr Komfort wollte, musste auf Software von Drittanbietern ausweichen. Beim N79 dagegen kann man den Wecker für die benötigten Werktage einstellen, womit ein tägliches Weckerstellen überflüssig wird. Selbstverständlich ist die Auswahl des Wecktons genauso wie die Schlummerfunktion für Morgenmuffel. Möchte man die Uhrzeit in anderen Zeitregionen wissen, kann man hierzu die Weltzeitfunktion benutzen. Die gewünschten Regionen lassen sich aus einer Liste auswählen und speichern. Somit hat man einen Überblick über die benötigten Uhrzeit des jeweiligen Landes bzw. deren Hauptstadt. Leider fehlt es dem Finnen, wie auch anderen Nseries Modellen, an einer Stopp-Uhr. Diese Software kann man bei Bedarf von einem Drittanbieter nachinstallieren.

Das sonst auf Business getrimmte Handy hat multimedial einiges zu bieten. Die Spieleplattform N-Gage bietet ein breites Spektrum an Spielen an. Hier hat man die Auswahl diverser Spiele, welche man installieren kann. Die Installation unseres Testspiels Bounce als Testversion dauert eine Minute. Danach startet das Spiel innerhalb weniger Sekunden und der Spielspaß kann beginnen. Eine Kugel muss innerhalb einer Bahn gelenkt werden, verschärft wird das ganze durch Hindernisse auf dem Weg zum Ziel. Das Spielt ähnelt dem damaligen Sonic Spiel, ist jedoch in 3D gehalten. Wer lieber mehr Action oder Sport mag, kann sich verschiedene Demoversionen runterladen, installieren und ausprobieren. Bei gefallen kann man eine Lizenz und somit die Vollversion erwerben. Aufgrund der breiten Masse und Variation an Spielen ist der Unterhaltungswert sehr hoch. Es ist für jeden etwas dabei und das große Display stellt alle Spiele gestochen scharf dar.

Nokia N79Alle installieren Spiele kann man wahlweise auf dem internen Speicher oder der Memory Card speichern. Gleiches gilt auch für alle anderen Mediendateien, wie auch Beispielsweise Musik. Zum Übertragen vom PC auf das N79 kann entweder Bluetooth, WLAN oder das USB-Kabel benutzt werden. Zudem hat man die Auswahl den Kopiervorgang über die Software oder über die Windowsboardmittel zu tätigen. Sind die Lieblingssongs auf dem N79 kann man diese über den Multimediaplayer direkt nacheinander abspielen. Gesteuert wird der Player über den Navi-Kreis. Links- und Rechtsdrücken bewirkt ein zurück oder vorspringen bzw. ein längeres halten ein zurück- oder vorspulen. Der Bestätigenknopf ist für Play sowie Pause zuständig. Ein drücken nach unten stoppt das Lied. In der oberen linken Ecke wird ein Bild, wie z.B. das Albumcover, eingeblendet sofern dieses im ID3-Tag der MP3 abgelegt Nokia N79ist. In der oberen rechten Ecke sind die Gesamtzahl der Lieder sowie die Position des aktuellen Liedes in der Liste dargestellt. In großen Lettern werden in der Mitte der Titel sowie der Interpret angezeigt. Direkt untendrunter befindet sich der Fortschrittsbalken inkl. abgespielter Zeit und verbleibeder Zeit. Unten befinden sich die Symbole für Play, Pause, Zurückspringen, Vorspringen sowie Stopp.

Nokia N79Die Lautstärke lässt sich über den seitlichen Wippschalter ändern. Möchte man die Lautstärke über das Maximum hinaus verstärken, kann man die Loudnessfunktion in den Optionen aktivieren. Zusätzlich kann man den Stereo-Raumklang einschalten, welcher schönen Raumklang Nokia N79ermöglicht. Dies ist aufgrund der zwei Stereolautsprecher möglich. Noch deutlicher kann man den Unterschied mit den Kopfhörern wahrnehmen. Diese sind klanglich sehr gut und bieten keinen Punkt zur Beanstandung. Ist das Handy in der Hosentasche, kann man sogar mit dem am Kopfhörerkabel angeschlossenem Steuerelement den Musikplayer steuern. Um sich nicht durch alle Lieder durchsuchen zu müssen, kann man auf bequeme und einfache Weise Playlisten erstellen. Das gewünschte Lied wird ausgewählt und mittels der Optionstaste zu einer bestehenden oder einer neuen Playliste hinzugefügt. Eine Begrenzung gibt es hierbei nicht. Wird der Player geschlossen und wieder geöffnet, fängt der Player beim zuletzt abgespielten Lied wieder an. Ein Schließen ist jedoch nicht notwendig, denn der Player kann man auch in den Hintergrund schieben und parallel zum Musikhören andere Sachen erledigen.

Desweiteren kann wahlweise die Zufallsoption oder die Wiederholoption aktiviert werden. Gleiches gilt für die Klangregler, welche vordefinierten Optimierungen an Höhen und Bässen vornehmen. Alternativ kann man auch hier selber Hand anlegen und mit den Klangreglern spielen. Eine Visualisierung bietet das N79 ebenfalls. Hier kann man sich ein Bild anzeigen lassen, Animierte Kreise, Oszilloskop oder das Spektrum. Alle genannten Arten beanspruchen jedoch den Akku stark, da das Display dauerhaft eingeschaltet bleibt und der Prozessor die Darstellung berechnen muss, was ihm aufgrund der Stockenden Darstellung sichtlich schwer fällt. Zusätzlich wurde ein FM-Transmitter integriert, damit die Audioausgabe von einem Radio empfangen werden kann. Die Handhabung ist so einfach, dass es schon fast erschreckend ist. Ist die gewünschte Frequenz eingestellt, kann der FM-Transmitter aktiviert werden. Sobald dies geschehen ist, wird die Audioausgabe per Funk weitergeleitet und der Musikplayer spielt die Lieder ab, es ertönt jedoch aus dem Handy kein Ton. Ein kurzer Sendersuchlauf im Autoradio und die neue Radiostation NOKIA wird gefunden. Das abgespielte Lied ertönt somit durch die Autolautsprecher. Aufgrund der kleinen Sendeleistung beschränkt sich die Ausstrahlung auf das eigene Auto bzw. in der Wohnung auf wenige Meter. Somit werden andere Verkehrsteilnehmer oder die Nachbarn nicht gestört. Um Problemen vorzubeugen sollte jedoch eine freie Frequenz gewählt werden. Hat man fälschlicherweise doch eine Frequenz gewählt die schon verwendet wird hört man trotzdem den FM-Transmitter des Handys, denn dieser ist aufgrund der Nähe zur Antenne stärker als das ausgestrahlte Signal. Um dennoch auf eventuell auftretende Probleme hinzuweisen sendet der Transmitter periodisch einen Signalton. Ein Wechsel auf eine freie Frequenz bringt Abhilfe. Die Übertragungsqualität ist durchweg gut. Wer allerdings meint seine Musikanlage aufdrehen zu müssen, bemerkt in Pausen und Lieder die sich dem Ende neigen ein Rauschen.

Videos kann der Finne auch abspielen. Entweder die eigenen aufgezeichneten Videos oder die überspielten lassen sich diese auf dem Display sehr gut betrachten. Auch während des Abspielens kann das Handy quer gehalten werden, woraufhin der Lagesensor dies erkennt und das Video dementsprechend anzeigt. Vor- und Zurückspulen funktioniert ebenfalls bestens. Zusätzlich kann man das Video versenden oder als Klingelton wählen. Desweiteren beinhaltet das N79 eine Bearbeitungsfunktion, welche es erlaubt Videos zusammenzuführen, zu schneiden, den Sound zu ändern oder einen Text am Anfang oder Ende einzufügen. Je nach Länge und Größe des Videos, kann die Bearbeitung viel Zeit in Anspruch nehmen. Beides, das anschauen sowie bearbeiten, sind für den Akku der blanke Horror. Über eine kurze Laufzeit darf man sich deshalb nicht wundern.

Nokia hat dem N79 auch einen integrieren GPS Empfänger spendiert, wodurch der mobile Begleiter in Sekundenschnelle zum Navigationsgerät mutiert. Vorinstalliert ist das Nokia Programm Nokia Maps. Beim ersten Start werden Lizenz- und Hinweisbedingungen angezeigt. Sind diese akzeptiert kann man die Sprachgesteuerte Navigation 30 Tage lang kostenlos ausprobieren. Hierbei setzt Nokia auf ein besonderes Preismodell. Nutzung der Software sowie die Karten und die Planung der Route sind kostenlos. Möchte der Nutzer eine Sprachausgabe für die Navigation haben, muss diese käuflich erworben werden. Gleiches gilt für Verkehrsinformationen, welche separat bei bedarf dazu gebucht werden können. Um immer die aktuellsten Kartendaten zu haben, werden diese aus dem Internet heruntergeladen. Dies geschieht entweder manuell über die mitgelieferte PC Software oder automatisch über eine Funkverbindung. Dies kann entweder über WLAN geschehen oder über das Mobilfunknetz. Beim letzteren sollte man jedoch eine Datenflatrate beim Netzbetreiber haben oder das Datenvolumen im Auge behalten um am Monatsende keine böse Überraschung zu erleben.

Hat man sich gegen das Laden des Kartenmaterials über den PC entschieden, werden nur die benötigten Kartenteile für die Navigation heruntergeladen. Verlässt man während der Navigation aufgrund einer Baustelle oder Staus muss ggf. Kartenmaterial über das Mobilfunknetz nachgeladen werden. In unserem Test hat das Smartphone innerhalb weniger Sekunden alle benötigten GPS Satelliten für die Navigation gefunden. Anhand der bestimmten Position und der Zieladresse wurde das benötigte Kartenmaterial runtergeladen und die erste Sprachausgabe erfolgte. Die Darstellung währen der Fahrt sowie die Sprachausgabe sind flüssig und gut verständlich. Folgt man den präzisen Anweisungen wird man sicher ans Ziel navigiert. Wem die Darstellung oder das Kostenmodell nicht zusagt, kann auch hier zu Software von Drittanbietern greifen. Beachtet werden sollte jedoch, dass nicht jede Navigationssoftware den internen GPS Empfänger erkennt. Deshalb sollte man sich vorher informieren und ggf. beim Hersteller nachfragen.

Nokia N79
 

Mit seinen 97 Gramm inklusive Akku beinhaltet das Leichtgewicht alles was das Herz begehrt. Quad-Band GSM sowie UMTS mit HSDPA sorgen für ein breites Spektrum an Verbindungsmöglichkeiten. Über Bluetooth und WLAN lassen sich Dateien austauschen, Zubehör verbinden oder im Internet surfen. Der integrierte GPS Receiver lässt das Smartphone zum Navigationsgerät mutieren und der FM-Transmitter bringt die Ausgabe auf das Autoradio.

Zusätzlich zu den Hardwaremässigen Highlights bietet das N79 reichlich an Softwareeinstellungen wie z.B. das Ändern der Schriftgröße Systemweit mit. Viele weitere zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten machen das Handy zu einem wahren Allrounder. Aufgrund des mittlerweile enormen Umfangs von Smartphones konnte nicht auf jede Einzelheit eingegangen werden.  Leider hat die Firmware einige Probleme und erkennt des Öfteren die Position des Lagesensors nicht und Themes werden nach einem Neustart sporadisch wieder zurück auf die Standardeinstellung gesetzt. Wer mit diesen Kinderkrankheiten bis zum nächsten Firmwareupdate leben kann, bekommt ein sehr gutes Multimediatalent für sein Geld.

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