Test des Nokia N78

Einführung

Test-Datum: 09.10.2008
Software Version: V 12.046 v
Testversion mit Branding: nein
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Nokia N78

Ein weiterer Multimedia-Computer der Nokia N-Reihe, das N78 erweitert die vielfältige Series60-Smartphone-Serie von Nokia. Von GPS bis UMTS, von WLAN bis UKW-Radio ist (fast) alles bei diesem Modell zu finden, das zu einem echten Smartphone gehört. Die N-Serie von Nokia ist mit verschiedenen Bauart-Typen bestückt. Beim N78-1 wurde der Barren-Formfaktor beibehalten, wie er auch bei den anderen Monoblock-Handys, wie das N82, das N79 und das N73ME zu finden ist. Auf den ersten Blick sind keine herausragenden Besonderheiten beim N78 zu finden, das eine gewisse Einzigartigkeit bedeuten könnte. Ist der Erfolgsfaktor der N-Serie-Modelle auch beim N78 wiederzufinden? Ein ausführlicher Praxistest in unserem inside-handy.de-Testcenter wird diese Frage beantworten.

Verpackung & Lieferumfang

Nokia N78Das N78 wird in einer sehr großen grauen Nokia-Verpackung geliefert. Die Aufmachung des Kartons mit dem aufgedruckten Bild des Nokia N78 ist wenig spektakulär, gibt allerdings sofort einen Hinweis auf die Hauptausstattungsmerkmale des Testkandidaten (Kamera mit Objektiv von Carl Zeiss, On-board-Navi mit A-GPS-Unterstützung). Die Verpackung wirkt auf den ersten Blick eher schlicht und einfach gehalten für einen Multimedia-Computer. Der durchschnittliche Lieferumfang ist nicht mehr als gerade noch Standard für ein Gerät dieser Klasse. Neben dem Serien-Akku BL-6F mit 3,7 Volt und satten 1200mAh und einem kleinen Netzladeteil hat Nokia dem Gerät auch noch ein Stereo-Headset, ein USB-Kabel und eine zwei Gigabyte microSD-Speicherkarte ohne SD-Adapter beigelegt. Eine ausführliche Betriebsanleitung in Buchform, ein Quickstart-Guide für die ersten Schritte und eine Daten-CD mit der Nokia PC-Suite runden den Lieferumfang ab. Alles ist sauber verpackt in einer Innenschale in dem Karton untergebracht. Das N78 ist zusätzlich noch geschützt in einer transparenten Plastikbox untergebracht und als Blickfang sofort beim Öffnen der Verpackung zu sehen.


Nokia N78

Verarbeitung & Handhabung

Nokia N78
 

Spontan beim ersten „Anfassen" liegt das Nokia Barren-Handy mit dem abgerundeten Kanten des Monoblocks gut in der Hand. Auch Größe und Gewicht vermitteln einen „schlanken" Ersteindruck, der sehr gefällig wirkt. Im Vergleich zu den Schwestermodellen N82 und N73ME liegt das N78 mit seinen Maßen von 113 x 49 x 15,1 mm bei 101,8 g Gewicht fast identisch auf gleichem Niveau.

Nokia N78 Das Testgerät wurde in einer schwarzen Gehäusefarbe geliefert. Das glänzend schwarze Finish der Vorderseite wird nur von dem alufarbenen Nav-Key-Ring und der gleichfarbenen Taste für den Start der Multimedia-Funktionen aufgelockert. Leider führt diese Design-Wahl auch zu den bekannten Nachteilen, das die glänzende Vorderfront sehr anfällig auf Fingerabdrücke und generelle Verschmutzungen macht und das die teilweise starken Spiegelungen eine gute Erkennbarkeit manchmal stark beeinträchtigen. Der breite seitliche Metallrahmen in einem dunklen matten Grauton gibt dem Gerät eine physikalische und auch „optische" Standfestigkeit. Die Rückseite des N78 ist ein durchgehender Akkudeckel, der ganz in einem titaniumschwarzen Look gehalten ist und nur von dem groß wirkenden Carl-Zeiss-Objektiv der CMOS-Kamera und dem Fotolicht der 3,2 Megapixel Kamera aufgelockert wird.

Das Gehäuse vermittelt auf den ersten Blick eine hochwertige Verarbeitung - Spaltmasse, Tasten und sonstige Bedienelemente sind relativ passgenau eingearbeitet. Auch auf etwas stärkeren Druck ist dem N78-Gehäuse kein Knacken und Knirschen zu entlocken. Hier sitzt bis auf eine Ausnahme alles wie es sitzen muss: Der Akkudeckel, der sich etwas fummelig lösen und aufsetzen lässt, sitzt viel zu locker und wackelt im geschlossenen Zustand mit einem inakzeptablen Spiel hin und her. Das Einlegen der SIM-Karte mit dem Einsetzen des Akkus gestaltet sich einfach ohne die Notwendigkeit eines zusätzlichen Werkzeuges. Die SIM-Karte wird in einem gut zugänglichen Kartenleser auf der Rückseite unter dem Akku eingeschoben. Den Li-Poly-Akku einsetzen, Akkudeckel drauf, der mit einer Ver-/Entriegelungstaste versehen ist und das Handy ist bereit für einen ersten Start. Auch im betriebsfertigen Zustand wirkt das Barren-Phone handlich und ansprechend. Der Metallrahmen des Gehäuses mit dem Kunststoff-Cover der Vorderseite hinterlässt einen stabilen Eindruck.

An der linken Gehäuseseite ist der Anschluss für ein microUSB-Datenkabel, der Kartenleser für eine microSD-Speicherkarte, der Anschluss für das Netzladekabel und eines der beiden großen Gerätelautsprecher vorhanden. Der Speicherkarten-Slot ist mit einer Plastikabdeckung gegen das Eindringen von Staub und Schmutz geschützt. An der rechten Gehäuseseite befindet sich der zweite Lautsprecher für die Freisprechfunktion, eine Wipptaste zu Lautstärke-Regulierung und eine weitere Tasten für den Aufruf der Kamera-Funktion. An der Oberseite des Gehäuses ist die 3.5 mm Buchse für das Stereo-Headset (das auch für andere herkömmliche 3,5 mm-Buchsen-Anschlüsse offen steht) und der Ein-/Ausschalter, der versenkt angebracht ist. Die Rückseite des N78 dominiert das Carl Zeiss-Tessar-Objektiv der 3,2 Megapixel Kamera, das frei liegt und nicht zusätzlich vor Beschädigungen geschützt ist und ein Fotolicht mit einer LED. Auf der Vorderseite ist die zweite Kameralinse mit einer maximalen QVGA-Auflösung von 320 x 240 Pixel für Videotelefonate angebracht. Neben der Kameralinse befindet sich der Umgebungslichtsensor für das Display. Die Front wird dominiert von einem 2,4-Zoll-TFT-QVGA-Display (Displaydiagonale 6,1 cm) mit 16,7 Millionen Farben bei einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln. Das Display ist mit einer Kunststoffabdeckung geschützt.

Nokia N78Unterhalb des Displays ist mittig ein Fünf-Wege-Nav-Key mit einer großen zentralen Bestätigungstaste und je links und rechts davon mehrere strichförmige horizontale und vertikale Tasten. Diese Tasten sind ähnlich von Sensor-Tasten völlig plan in dem Frontcover integriert und nur zu sehen, wenn die Tastenbeleuchtung diese Stellen entsprechend sichtbar macht. Dies hat den entscheidenden Nachteil, dass vor einer Bedienung die Tastenbeleuchtung erst aktiviert werden muss, um überhaupt die Lage und die zugeordnete Funktion der Taste erkennen zu können. Bei deaktivierter Tastenbeleuchtung wirkt der gesamte Tastaturbereich dunkel und schwarz, nur die strichförmigen leichten Erhebungen der Handy-Zwölfer-Tastatur sind schwach erkenntlich. Die optische Ausnahme bilden - wie bereits erwähnt - der alufarbene Nav-Key-Ring und die strichförmige Multimedia-Taste. Links vom Nav-Key ist eine horizontale Strichtaste für den Aufruf des Softmenüs (variabel) und an der Seite darunter die vertikale grüne Strichtaste für die Rufannahme-Funktion.

Rechts vom Nav-Key ist eine horizontale Strichtaste für den Aufruf der zweiten Softmenü-Funktion (variabel) und darunter die alufarbene Taste für die Multimedia-Funktionen, die auch etwas erhaben von den übrigen Tasten besser fühl- und sichtbar ist. Neben dieser Taste ist rechts am Gehäuserand die vertikale rote Strichtaste für die Rufbeendigungs-Funktion. Unterhalb des Nav-Keys ist eine herkömmliche Zwölfer-Tastatur mit sehr schmalen, strichförmigen Tasten vorhanden, die ohne Tastaturbeleuchtung nur als vier horizontale dünne Querstriche angedeutet sind. Die Tasten sind sehr dünn geraten. Die Beschriftung der Tastatur ist weiß auf dem schwarzen Hintergrund und nur bei aktivierter Tastatur-Beleuchtung erkennbar, was teilweise eine sehr schlechte Ablesbarkeit bei Tages- und Sonnenlicht zur Folge hat. Seitlich am Rande vom Tastaturfeld sind noch zwei „verborgene" Tasten zu finden, die wiederum nur bei aktivierter Tatstaturbeleuchtung sichtbar werden - links die Nokia N78Menütaste für das Hauptmenü und rechts die C-Taste mit der Löschfunktion. Die dezente weiße Beleuchtung des Tastenfeldes ist in dunklen Räumen ausreichend und wirkt dann optisch sehr ansprechend. Der Ring des Nav-Key hat eine wahlweise zuschaltbare Statusbeleuchtung, die dezent in einem langsamen Rhythmus blinkt und erst durch ein schnelleres Blinken auf unbeantwortete Anrufe bzw. ungelesene Mitteilungen aufmerksam macht. Die Tasten habe alle einen guten Druckpunkt. Die Bedienung der Zwölfer-Tastatur ist durch die kleine Strich-Bauweise etwas zu filigran und für größere Finger nicht besonders geeignet. Der integrierte Vibrationsalarm kann wahlweise ohne Rufton oder zuerst Vibration und dann Rufsignalisierung eingestellt werden. Der Vibrationsalarm ist deutlich zu spüren.

Sprachqualität & Empfang

Nokia N78Der Empfang des N78 ist in allen Frequenzbändern sehr gut. Verbindungsabbrüche sind sehr selten, die Einbuchung in die Handynetze (auch bei etwas schwächerer Netzversorgung) ist gewährleistet. Auch die Sprachqualität kann grundsätzlich überzeugen, teilweise ist die Stimme des Gegenübers leicht dumpf zu hören. Die Wiedergabe über die Gerätelautsprecher der Freisprechanlage ist sehr laut, wirkt zum Teil sogar unangenehm laut. Während des Gespräches kann mit der seitlichen Wipptaste die Lautstärke verändert werden. Mit einer Tastenbetätigung lässt sich die integrierte Freisprecheinrichtung einschalten.

Hier ist die Verständigung überwiegend klar und deutlich - die Lautstärke ist auch für eine etwas lautere Geräuschkulisse in der Umgebung absolut praxistauglich. Die Gesprächs- und Standby-Zeiten gibt der Hersteller wie folgt an:  Gespräche im GSM-Netz: 260 Minuten; UMTS-Netz: 190 Minuten - Standby-Zeiten: 320 Stunden GSM-Netz (auch UMTS-Netz). Im Praxistest sind diese Zeiten nicht immer zu erreichen. Vor allem bei Nutzung der HSDPA/UMTS-Bänder und der WLAN-Schnittstelle ist nur eine deutlich kürzere Gesprächs- und Standby-Zeit möglich. Bei normalen Mischbetrieb dürfte eine Betriebszeit im Standby-Modus ohne Nachladung durchaus fünf Tage erreichen. Bei häufiger Nutzung der WLAN- und UMTS/HSDPA-Schnittstelle in Verbindung mit einer Nutzung der Navi-Funktion war der Akku bereits nach einem knappen Tag am Ende seiner Kapazität angelangt. Die Akku-Leistung ist damit für ein HSDPA/UMTS-Gerät im praktischen Einsatz noch in jedem Fall für einen arbeitsreichen Tag ausreichend. Als Quadbandgerät mit UMTS/HSDPA/EDGE-Modul steht außerdem dem Einsatz weltweit nichts im Weg.

Der Sar-Wert des Nokia N78 beträgt sehr hohe 1,23 W/kg.

Display & Kamera

Nokia N78Das N78 verfügt über ein hochauflösendes TFT-QVGA-Display mit 320 x 240 Pixel und 16,7 Mio.-Farben. Die Farben werden knackig und gestochen scharf angezeigt. Bei direkter Sonneneinstrahlung leidet die Ablesbarkeit deutlich, Details sind durch starke Spiegelungen teilweise nur schwer zu erkennen. Die Helligkeit des Displays kann nicht verändert werden. Über den integrierten Lichtsensor ist es möglich wahlweise die Aktivierung bzw. Deaktivierung der Display-Beleuchtung in heller Umgebung anzupassen. Beleuchtungsdauer und Energiesparmodus können stufenlos in einer Zeitspanne von fünf Sekunden bis zu 90 Sekunden (Beleuchtungsdauer bis zu 60 Sekunden) eingestellt werden. Auch die Schriftgröße ist individuell in drei Stufen einstellbar (Groß, Normal, Klein). Für die Farbdarstellung gibt es vier verschiedene Grundthemen (Nokia Nseries 1, Haze, Nseries2, Nseries3). Statusmeldungen wie Netzstärke, Akku-Ladezustand, Signalisierungsart, Datum und Zeit und bei Bedarf das Homezone-Häuschen lassen sich auf dem Display mit einem Blick ablesen. Nach einer frei wählbaren Zeitspanne von fünf Sekunden bis zu 90 Sekunden schaltet das Display in den Standby-Modus, bei dem nur ein schmaler weißer Balken den Besitzer über Uhrzeit, Datum und bei Bedarf über verpasste Anrufe und eingegangene Nachrichten informiert. Die Reaktivierung des Displays kann über die Betätigung einer der Tasten erfolgen. Eine LED-Signalisierung für eine aktive Netzverbindung ist nicht integriert. Sowohl die Menüansicht (Raster-, Hufeisen-, Listenform oder V-Form) als auch der Hintergrund/Energiesparmodus (Standard oder Bild/Bildschirmpräsentation) und der Begrüßungstext lassen sich individuell anpassen. Neu ist auch die Möglichkeit einer Wahl der Audiothemen, zwischen drei Einstellungen kann der Nutzer wählen (Jazz, Nokia, Space).

Nokia N78Die 3,2 Megapixel-CMOS-Kamera des Nokia N78 mit dem Tessar 2.8/4.6-Objektiv hat eine Auflösung von maximal 2.048 x 1.536 Pixel. Bei aktivierter Kamera dient das Display als Sucher. Die Ausstattungsliste der Kamera kann sich sehen lassen:

  • Optik von Carl Zeiss
  • Fotolicht
  • Autofokus
  • bis zu 20-facher Digitalzoom
  • Belichtungskorrektur, Blendenwerte und Automatik für Mittenbetonung
  • Programmautomatik (Auto, manuell, Nah, Portrait, Landschaft, Sport, Portr. Nacht)
  • Bildfolgemodus (Einzelbild, Serie, 10 Sek., 30 Sek., 1 Min., 5 Min., 10 Min., 30 Min.)
  • Sucherraster-Einblendung
  • Belichtungskorrektur (+2 - -2)
  • Makrofunktion (10 - 30 cm)
  • Kontrast
  • ISO (Auto, Niedrig, Mittel, Hoch)
  • Schärfenbereich: Hoch, Normal, Niedrig (10 cm bis unendlich)
  • Selbstauslöser
  • Farbtonwahl (Normal, Sepia, SW, Negativ, kräftig)
  • Weißabgleich

Für die Videotelefonie ist eine zweite Kameralinse an der Vorderseite vorhanden, die eine Auflösung von 320 x 240 Pixel (QVGA) erreicht. Die Videoplayback- und Aufnahme-Rate beider Objektive beträgt bis zu 15 Frames/s. Video-Codes „MPEG4, AVC/H.264, H.264, WMDRM und H.263" versteht das N78 ohne Probleme. Die Auslöseverzögerung ist kurz genug um wackelfreie Aufnahmen zu erreichen. Die Belichtung der Bilder ist gleichmäßig. Bei Aufnahmen mit dem integrierten Fotolicht ist die Detailschärfe oft nicht besonders gut. Nur durch diverse Feineinstellungen ist ein relativ passables Ergebnis erzielbar. Aufgenommene Bilder lassen sich direkt per Nachricht, via Bluetooth, via Internet-Upload und E-Mail verschicken. Unter guten Bedingungen gelingen gute Aufnahmen/Schnappschüsse. Das LED-Fotolicht unterstützt den User bei dunklerer Umgebung. Fotos gelingen hier im Nahbereich bis zu 2,5 Meter recht brauchbar durch die Ausleuchtung mit dem Fotolicht. Die Leuchtstärke der Foto-LED ist jedoch mit einem Xenon-Blitz nicht vergleichbar. Die Kamera ist insgesamt guter Durchschnitt im Bereich der 3 - 3.2 Megapixel-Kameras.

Nach Aktivierung der Kamera kann der N78-User zum Videomodus wechseln. Videoaufnahmen, die flüssig und detailgetreu wirken, werden im MPEG-4- oder 3GPP-Format abgespeichert. Eine maximale Auflösung kann in drei Stufen (Hoch, Normal, MMS) voreingestellt werden. Hier ist eine maximale Auflösung von 320 x 240 Pixel möglich. Die Länge ist nur durch die Speicherkapazität begrenzt. Eine parallele Audioaufzeichnung im AAC-Format ist ebenfalls möglich. Diverse Einstellmöglichkeiten (Videostabilisator, Weißabgleich, Motivprogramme, digitaler achtfach-Zoom, etc.) erlauben dem Besitzer des N78 qualitativ hochwertige Videoaufnahmen zu erreichen. Aufgenommene Bilder und Videos werden entweder im internen ca. 70 Megabyte großen dynamischen Gerätespeicher oder auf der zwei Gigabyte-microSD-Speicherkarte abgelegt. Der Speicher ist damit ausreichend bemessen und kann beliebig erweitert werden. Speicherkarten bis zu acht Gigabyte werden problemlos erkannt und können genutzt werden. Die Bilder und Videos können auch sofort versendet werden. Hier stehen Bluetooth, E-Mail, MMS und/oder Internet-Upload als Übertragungsarten zur Verfügung.


OS & Bedienung

Nokia N78
Nokia N78
Nokia N78
Nokia N78
Nokia N78
Nokia N78
Nokia N78
Nokia N78

Das N78 von Nokia ist auf der Series60-Plattform mit dem Betriebssystem Symbian OS 9.2, 3rd Edition, Feature Pack 2 ausgestattet. Die Menüstruktur ist einfach und logisch aufgebaut wie es von den Symbian-Geräten gewohnt ist. Auch ohne längeres Studium der Gebrauchsanweisung lassen sich die meisten Menüpunkte intuitiv zuordnen, wie es für ein Series60-Phone üblich ist.

Die Icons sind klar dargestellt und sind größtenteils selbsterklärend. Über bis zu drei Ebenen kann man problemlos durch das Menü navigieren und die entsprechenden Punkte schnell finden. Um z.B. eine SMS zu erstellen reichen normalerweise vier Tastendrucke aus. Bei entsprechender Programmierung der Softmenü-Taste oder der Schnellwahlfunktion kann auch mit einem Tastendruck diese Funktion gestartet werden.

Über den aktiven Modus können bis zu sechs Programme zum Schnellstart definiert werden. Diese Programmsymbole sind auf dem aktiven Standby-Bildschirm eingeblendet und können von dort aktiviert werden.

Der aktive Standby-Bildschirm zeigt einen „heute"-ähnlichen Umfang, wie er von WinMobil-Geräten bekannt ist. Hier werden aktuelle Termine und Nachrichten, eine Suchfunktion und die Aktivierung/Deaktivierung der WLAN-Suche mit den verfügbaren WLAN-Routern eingeblendet.

Die beiden obersten Tasten unter dem Display sind mit „neue Mitteilung" und „Kontakte" vorbelegt. Die Belegung der beiden Tasten kann individuell verändert werden.

Die Darstellung und Größe der Schrift ist auch für ältere Menschen klar erkennbar, zumal die Schriftgröße verändert werden kann. Die Rufnummeranzeige beim Angerufenen kann vor der Wahl über das Menü aktiviert oder deaktiviert werden.

Das N78 verfügt über eine Sprachwahl, mit der Funktionen und Sprachanrufe gestartet werden können. Das Nokia N78 hat integrierte Anruflisten, die mit einem Filter getrennt nach „Rufe in Abwesenheit", „Empfangene Anrufe" und „Gewählte Rufnummern" selektiert werden können. Eine automatische Wahlwiederholung ist ebenfalls möglich.

Eine automatische Tastensperre verhindert das versehentliche Betätigen des Multimedia-Phones beim Tragen in der Tasche. Auch das Schreiben einer SMS bzw. auch MMS gestaltet sich sehr einfach mit diesem Nokia-Multimedia-Monoblock. Eine T9-Eingabeunterstützung erleichtert das Schreiben von Texten und Nachrichten. Auch MMS sind mit den entsprechenden Anhängen zügig zu erstellen.

Ein E-Mail-Client, mit dem Nachrichten nach dem POP3- bzw. IMAP4-Standard abgerufen und versendet werden können, ist ebenfalls Bestandteil der Ausstattung des N78. Der automatische Abruf der E-Mails unterstützt beim Abfragen des E-Mail-Postfaches. Hier können sowohl einzelne Wochentage wie auch völlig individuell gestaltbare Zeiträume gewählt werden.

Der Nutzer kann unter einer großen Auswahl von 44 Klingeltönen (auch polyphon 64-stimmig) den individuellen Rufton festlegen. Jedem Kontakt lassen sich wahlweise ein individueller Rufton, ein Bild und/oder eine Anrufergruppe zuordnen. Selbstgemachte Bilder und aufgenommene Melodien können ebenso einem Kontakt zugeordnet werden.

 

 

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Nokia N78Folgende Verbindungsmöglichkeiten sind integriert:
  • Bluetooth 2.0 + EDR mit BIP, BPP, DUN, FT, HFP, Headset, OPP, Sync, A2DP
  • GPRS (Klasse 11)
  • EDGE 
  • UMTS
  • HSDPA (3,6 MBit/s)
  • WLAN 802.11b/g
  • GPS
  • SyncML local/remote
  • SMS/MMS/EMS/IM
  • WAP (2.0)
  • USB-Massenspeicher-Unterstützung
  • PictBridge

Die Datenübertragung per GPRS/EDGE funktioniert flott und unproblematisch. Internetinhalte lassen sich problemlos abrufen und über den integrierten Nokia-Internet-Browser anzeigen. Die UMTS/HSDPA-Unterstützung bis 3,6 MByte/s erlaubt bei entsprechender Netzverfügbarkeit noch schnelleren Datenaustausch. Auch diese Übertragungsart funktioniert in der Praxis sehr schnell und problemlos. Sehr angenehm bei der Datenübertragung ist auch das integrierte WLAN-Modul. Mit der UPnP-Unterstützung ist das Einbuchen und der Datenversand in/über WLAN-Netze zu anderen UPnP-fähigen Geräten problemlos möglich. Die Datentransfer-Rate liegt relativ hoch und die Empfangsempfindlichkeit ist bei diesem Modell ebenfalls in einem guten Standard-Bereich. Das Pairing und die Nutzung mit anderen Bluetooth-Geräten ist einfach möglich. Bluetooth-Headsets (z.B. Jabra BT800) arbeiten störungsfrei mit dem N78 zusammen (auch ein SIM-Access-Modus ist integriert).

Eine Datensynchronisation von Kalender und Kontaktbuch mit Windows-Programmen (z.B. Outlook) wird über die beigefügte und bekannte Nokia-Sync-Software „PC-Suite" ermöglicht. Die Datensynchronisation funktioniert sowohl mit einem Vista-Rechner als auch einem XP-Rechner. Auch über eine Bluetooth-Verbindung ist wahlweise der Datentransfer möglich. Die Vielfalt der Kontakt-Datenbank lässt sehr individuelle Sync-Abstimmungen mit dem PC-PIM zu. Grundsätzlich können die Datendienste per OTA der Netzbetreiber konfiguriert werden.

Multimedia & Organizer

Das Nokia N78 verfügt wie andere Nokia-Modelle über einen integrierten GPS-Empfänger (mit A-GPS-Unterstützung). Das notwendige Kartenmaterial ist über das vorinstallierte Navi-Programm „Nokia Maps" herunterladbar. Der SAT-Fix wird zügig durchgeführt und in der Regel ist der GPS-Empfänger in maximal 40 Sekunden einsatzbereit online. Die Navigation mit dem integrierten Routenplaner ist für eine gelegentliche Nutzung absolut ausreichend. Auch über ein UKW-Stereo-Radio mit RDS-Unterstützung verfügt das N78 von Nokia. Alle notwendigen Grundfunktionen wie Sendersuchlauf etc. sind vorhanden. Klang und Senderempfang des Radios sind gut. Ein integrierter MP3-Player ermöglicht das Abspielen von Audiodateien in folgenden Formaten: AAC, eAAC+, MP3, WMA, WAV und XMF. Über einen Klangregler können individuelle Klangeinstellungen vorgenommen werden (Bass-Booster, Klassik, Jazz, Pop, Rock). Auch Zufallswiedergabe und Speichermöglichkeit von Wiedergabelisten sind Ausstattungsmerkmale des MP3-Players. Ein zuschaltbarer Stereo-Raumklang verfeinert die Musik-Wiedergabe noch weiter. In Verbindung mit einem guten Headset kann der Klang überzeugen. Da das N78 über einen 3,5 mm-Klinkenanschluss verfügt, ist jedes herkömmliche Headset mit diesem Klinkenstecker nutzbar. Auch die Musik-Wiedergabe über A2DP-fähige Bluetooth-Kopfhörer ist qualitativ hochwertig.

Über die Hardwaretaste wird ein spezielles Programm zur Multimedia-Galerie aufgerufen. Hier werden in einer Karussell-Anordnung die letzten Bilder, Videos, Musiktitel, Spiele, GPS-Karten, Internetadressen und zuletzt verwendete bzw. gespeicherte Kontakte dargestellt - ein einfaches und übersichtliches Tool zur Verwaltung der Multimedia-Daten. Das Nokia N78 verfügt über eine integrierte Sprachwahlfunktion zum Aufruf von Programmfunktionen und Anrufen aus dem Telefonbuch. Über die integrierte Freisprecheinrichtung lassen sich bequem und mit einer guten Akustik Gespräche führen. Sechs Klassische Profile sind beim N78 von Nokia vorinstalliert und können individuell angepasst werden. Wem dies nicht genügt, der kann noch weitere Profile erstellen und hinzufügen. Auch ein „Offline"-Profil ist vorhanden, was die Nutzung des N78 als Multimedia-Talent in Flugzeugen ohne aktive Sendemodule erlaubt.

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Nützliches Zubehör wie Wecker, Taschenrechner, PDF-Reader, Alarm, Quickoffice (zum Betrachten von Office-Dokumenten auf dem Handy), Notizprogramm, ZIP-Programm und ein Umrechner vervollständigen den sehr guten Ausstattungsumfang des N78. Eine N-Gage-Konsole kann per Download auf das N78 installiert werden, die Installationsvorbereitung ist im Multimedia-Bereich zu finden. Sonstige Spiele sind im Auslieferzustand nicht auf dem Modell vorhanden.

 

 

Fazit

Nokia N78
 

Auch das N78 ergänzt auf eine gewisse individuelle Weise die N-Serie von Nokia. Wer nach großen Unterschieden zu anderen N-Serie-Modellen sucht, der wird diese nur im Detail finden. Hier wird sicher mehr der Formfaktor verbunden mit der Ausstattung ein Hauptkriterium zur Auswahl sein. Alles in allem ist das N78 ein solider Vertreter der Multimedia-Smartphones, das sich keine großen Schwächen leistet. Allerdings sind auch herausragende Individual-Merkmale bei diesem Modell nicht zu finden. Ein guter und solider Allrounder mit einer guten durchschnittlichen Multimedia-Leistung sollte das N78 zu einem gern gesehenen und treuen Begleiter machen. Der beim Testgerät schlampig sitzende Akkudeckel ist eines der wenigen negativen Punkte, die das allgemein gute Gesamtbild nicht nachhaltig beeinflussen können.

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