Test des Nokia N73 Musik Edition

19 Minuten

Nokia N73 Musik Edition: Draufsicht

Als "Multimedia-Computer" bezeichnet Nokia selber sein Erfolgsmodell N73. Das Allroundhandy mit 3,2-Megapixel-Kamera ist jetzt als "Music Edition" auf den Markt gekommen. Mit einem erweiterten Speicher von zwei Gigabyte und verbesserten Musikfunktionen. Wie sich das neue Mitglied der N-Series in der Praxis schlägt, hat inside-handy.de getestet.Nokia N73 Musik Edition: VerpackungIn funktionaler Hülle mit wenig aufwendigem Design kommt das N73 Music Edition. Der stabile Karton ist bedruckt mit Lifestyle-Fotos und Abbildungen des innenliegenden Modells. Der geöffnete Karton präsentiert eine graue Einlage – in einer Einlassung liegt das Handy. Unter der Pappabdeckung ist in zwei Lagen das passende Zubehör untergebracht. Der Lieferumfang bietet neben dem obligatorischen Ladegerät und Akku, alles, was sich der Musikliebhaber für den Einsatz des neuen "Music Edition"-Handys wünschen kann: ein USB-Kabel, ein Stereo-Headset mit einer extra "Music-Player"-Steuerung, einem Adapter für die Nutzung von 3,5-Millimeter-Anschlüssen und eine Software-CD mit der sich die Software "Nokia PC Suite 6.8", "Nokia Lifeblog 2.1", "Nokia N73 Highlights", "Windows Media Player-Treiber", "Nseriers Design für Windows Media Player", "Themen für ihr Gerät" und "Adobe Photoshop Album 3.0 SE" auf dem Computer installieren lassen. Mit den verschiedenen Programmen kann der Nutzer unter anderem seine Daten vom Handy auf dem PC sichern, verwalten und anschauen oder Musik auf die mitgelieferten 2-Gigabyte-Speicherkarte übertragen. Eine ausführliche Bedienungsanleitung in Deutsch und eine kleine extra Anleitung über die ersten Schritte für den Einsatz des Modells ist ebenfalls eingefügt. Alle Teile sind sicher und so stabil verpackt, dass sie auch vor möglichen Stößen geschützt sind. Der Umfang des Zubehörs ist absolut ausreichend um das Gerät in vollem Umfang nutzen zu können. Besonders hervorzuheben sind die 2-Gigabyte-Speicherkarte, auf die locker über 1000 Songs passen und der Adapter über den auch bereits vorhandene Stereo-Kopfhörer mit 3,5 Millimeter-Stecker angeschlossen werden können.

Nokia N73 Musik Edition: Lieferumfang
Nokia N73 Musik Edition: zerlegt in Bestandteile
Nokia N73 Musik Edition: TastaturDer Akkudeckel des N73 Music Edition ist mit der Schiebe-Abdeckung der Kamera verbunden. Der Nutzer muss einen kleinen Knopf hinunter drücken, um die Abdeckung aufschieben zu können. Das Einlegen der SIM-Karte ist kein Problem – sie wird einfach in den dafür vorgesehen Rahmen geschoben, die Entnahme der Karte gestaltet sich ebenso einfach. Der Akku lässt sich einfach einlegen und sitzt ebenso wie die Sim-Karte absolut fest und passgenau. Der Deckel wird einfach wieder eingeschoben und es kann losgehen. Die Abdeckung selber hat bei dem getesteten Gerät einen leichten Spielraum, der sich insbesondere beim Verschieben der Kamera-Abdeckung bemerkbar macht.

Die MiniSD-Karte wird durch einen extra, mit einer Klappe geschützten Einschub an der Unterseite des Handys eingeschoben- diese Lösung ist einfach und praktikabel, da nicht wie bei vielen anderen Modellen der Akkudeckel entfernt werden muss, um die Speicherkarte einzulegen.

Nokia N73 Musik Edition: GrößenverhältnisDas "Music Edition"-Handy ist komplett in schwarz auf den Markt gekommen. Die Vorderseite hat eine glänzend schwarze Oberfläche – lediglich das Navigationskreuz ist silbern gefärbt. Die Rückseite ist in einem etwas matteren Schwarz-Ton – nur wenige silberne Applikationen durchbrechen die komplette Schwarzfärbung des Handys.

Bis auf die Umbelegung einer Zugrifftaste mit einem kleinen Notensymbol, weist kein Anzeichen darauf hin, dass es sich bei dem Handy um eine " Music Edition" handelt.

Die Tastatur ist im Verhältnis zum TFT-QVGA-Farbdisplay mit einer Display-Diagonale von 6,1 Zentimetern eher gering ausgefallen. Die Tastenflächen sind sehr klein und gehen so gut wie nahtlos ineinander über. Kleine Erhebung sollen die Tasten zwar voneinander abtrennen, eine blinde Steuerung ist aber kaum möglich. Der Druckpunkt der einzelnen Tasten ist deutlich zu spüren.

Nokia N73 Musik Edition: BeleuchtungNeben der Standard-Tastatur verfügt das N73 Music Edition über ein Navigationskreuz, bei dem sich die Richtungen sehr gut steuern lassen, die glatte Metall-Oberfläche ist jedoch etwas zu rutschig, um jederzeit fest mit dem Daumen verbunden zu sein. Um das Steuerkreuz sind zudem vier weitere Tasten zur Annahme und zum Beenden eines Anrufes, sowie zwei Smarttasten, die frei belegbar mit einer Funktion aus dem Menü sind. Rechts und links von der Nummern-Tastatur sind die Zugriffstasten auf das Menü, den MP3-Player, eine direkte Bearbeitungstaste für die Eingabe von Texten und die Löschtaste.

An den Seiten dienen zudem zwei Tasten dem Direktzugriff auf die Kamerafunktion und die Bilder- oder Videoclip-Galerie und eine winzige Wipp-Taste an der Seite sorgt für die Lautstärke-Regelung oder den Zoom bei Nutzung der Kamera. Tasten und Elemente sind absolut stimmig in das Design des Modells eingefügt – lediglich die Anschlussstelle für das Datenkabel und die Kopfhörer wirkt unpassend, da diese im Verhältnis zu den anderen Elementen des Handys nicht extra abgedeckt ist.

Alle Bauteile sind passgenau und lassen nur geringe Spaltmasse zu – lediglich der Akkudeckel verschiebt sich leicht und knarzt etwas, wenn man feste zugreift. Die Anschlussstelle für das Lade- oder Datenkabel ist ungeschützt und somit nicht gegen Schmutz gefeilt. Insgesamt wirkt das UMTS-Handy recht groß und unförmig. Das Handy misst 110 x 49 x 19 Millimeter und wiegt 116 g Gramm – eignet sich somit kaum um bequem in der Hosentasche getragen zu werden.

Der Vibrationsalarm ist gut spürbar und funktioniert auch mit Klingelton.Nokia N73 Musik Edition: mit HeadsetSprachqualität und Empfang sind in allen Netzen sehr gut. Man kann seinen Gesprächspartner laut und deutlich, auch bei Nebengeräuschen, sehr gut verstehen, sollte dieser mal zu laut oder zu leise werden, kann die Lautstärke mit dem Zeigefinger mittels des Schalters an der Seite verstellt werden. Einzig bei starken Nebengeräuschen, etwa auf einem Flughafen oder an einer stark befahrenen Straße reicht die höchste Lautstärke nicht ganz aus. Hier kann aber mit dem Headset schnell ausgeholfen werden. Der Lautsprecher kann während des Gespräches direkt über die rechte Smarttaste eingeschaltet werden. Die Lautstärke ist hoch einstellbar und ermöglicht ein bequemes, gut verständliches, freies Sprechen. Der Empfang ist auch in schwachen Netzen, an Orten mit schlechtem Empfang oder bei schneller Fortbewegung sehr gut. Selbst bei geringer Signalstärke ist der Gesprächspartner noch gut zu verstehen. Gesprächs- und Standby-Zeit sind im GSM-Betrieb mit 246 Minuten bzw. 350 Stunden und im UMTS-Betrieb mit 226 Minuten bzw. 350 Stunden angegeben. Im Testbetrieb bei einer durchschnittlichen Nutzung der Telefonfunktionen hat der Akku eine gute Woche gehalten. Mit dem Nokia N73 Music Edition kann der Nutzer zudem die Funktion des Videoanrufes nutzen. Dazu muss das UMTS-Netz verfügbar sein. Bei einem Videoanruf sieht man den Gesprächspartner auf dem Bildschirm des Handys und umgekehrt. Die Videoanruffunktion ist einfach zu nutzen und kann direkt über die Kontakte gewählt und gestartet werden.Nokia N73 Musik Edition: KameraDas Display ist mit seinen 3,7 x 4,9 Zentimetern im Vergleich zu anderen Geräten großzügig bemessen. Farbwiedergabe und Schärfe sind hervorragend, wer einen Pixel sehen möchte, muss mit einer Lupe rangehen. Die Lesbarkeit ist in allen Lichtverhältnissen, egal ob dunkel oder hell, sehr gut. Die Display-Einstellungen des Nokia N73 Music Edition sind vielseitig: Der Nutzer kann zwischen fünf verschiedenen Designs und unterschiedlichen Hintergrundbildern wählen. Auch die Helligkeit des Displays kann nach den persönlichen Wünschen angepasst werden, der Kontrast ist nicht einstellbar. Zudem kann der Nutzer bestimmen, wie viel Zeit vergehen soll, bis der Energiesparmodus einsetzt, wann der Schlafmodus aktiviert wird und wie lange die Beleuchtungsdauer des Displays nach der letzten Aktivierung ist.

Nokia N73 Musik Edition: DraufsichtDie Kamera startet automatisch sobald man die Abdeckung beiseite schiebt, das Kameramenü dann horizontal lesbar. Und eine kleine Symbolleiste bietet den direkten Zugriff auf die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten. Das Display dient dem Nutzer als Sucher. Man kann als Aufnahmegröße je nach Bedarf zwischen einer Größe von drei Megapixel, zwei Megapixel, einem Megapixel und VGA, also 0.3 Megapixel, wählen. Praktisch dabei ist die automatische Information, zu welchem Aufnahmezweck die jeweilige Auflösung genutzt werden sollte. Die Kamerataste dient mit zwei Druckpunkten zur Autofokus-Steuerung und zum Auslösen. Das integrierte Blitzlicht hat eine Reichweite bis zu einem Meter und reicht aus, um brauchbare Fotos unter schlechten Lichtverhältnissen zu schießen. Der Nutzer kann dabei auf folgende Blitzlicht-Modi zurückgreifen: Automatisch, Aus, Ein und Reduzierung des Rote-Augen-Effekts. Zudem kann die Kamera neben Standardfotos auch Serien-Bilder oder Videos aufnehmen. Dem Nutzer stehen zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten wie der Weißabgleich, unterschiedliche Farbeinstellungen, oder die Lichtempfindlichkeit zur Verfügung. Das Auslösen eines normalen Fotos in bester Qualität liegt gut unter einer Sekunde und verdirbt dem Nutzer nicht den Spaß am Fotografieren. Die Videofunktion bietet ebenfalls zahlreiche Effekte – auf Wunsch sorgt ein Bildstabilisator für halbwegs wackelfreie Aufnahmen. Die Aufnahme des Tons lässt sich zusätzlich ausschalten. Der Speicherort für Bilder und Videos kann manuell ausgewählt werden. Mit der 2-Gigabyte-Speicherkarte dürfte dafür vorerst auch ausreichend Platz vorhanden sein.

Nokia N73 Musik Edition: beim Fotografieren
Nokia N73 Musik Edition: Testbild draußen
Original Kamera-Foto des
Nokia N73 Musik Edition | für volle Bildgröße bitte klicken

Nokia N73 Musik Edition: Testbild Makro

Insgesamt liefert die Kamera des Nokia N73 Music Edition für eine Handykamera sehr gute Ergebnisse, die im Zweifelsfall auch mal die Digitalkamera ersetzen kann. Die Qualität der Bilder und Videos sind passabel. Durch die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten und Hilfen kann der Nutzer auch unter verschiedenen Bedingungen das Maximum der Kamera-Funktionern herausholen.

Nokia N73 Musik Edition: Startbildschirm
Nokia N73 Musik Edition: Kalender
Nokia N73 Musik Edition: Musikmenü
Nokia N73 Musik Edition: Mitteilungen
Nokia N73 Musik Edition: Kurzmitteilungen
Nokia N73 Musik Edition: Galerie
Nokia N73 Musik Edition: 3D-Töne
Nokia N73 Musik Edition: Uhr
Nokia N73 Musik Edition: Rechner
Nokia N73 Musik Edition: System
Nokia N73 Musik Edition: Sperreneinstellungen
Nokia N73 Musik Edition: Hauptmenü
Nokia N73 Musik Edition: Kalender
Nokia N73 Musik Edition: Wiedergabelisten
Nokia N73 Musik Edition: Mitteilungen
Nokia N73 Musik Edition: Kontakte
Nokia N73 Musik Edition: Hilfe
Nokia N73 Musik Edition: RealPlayer
Nokia N73 Musik Edition: Programme
Nokia N73 Musik Edition: Office
Nokia N73 Musik Edition: Visual Radio
Nokia N73 Musik Edition: Sprachbefehle

Das Display des Nokia N73 präsentiert dem Nutzer alle wichtigen Infos und Zugriffe auf einen Blick. Das obere Viertel wird von der Uhr-, Datums- und Netzanzeige belegt. Über ein Schnellstartmenü, welches sich der Nutzer selber zusammenstellen kann, ermöglichen kleine Symbole den direkten Zugriff auf die am häufigsten benutzten Symbole. Tagesaktuelle Kalendereinträge werden auf Wunsch direkt unter der Symbolleiste angezeigt.

Wer schon einmal ein Nokia-Handy in Händen hielt, wird beim Öffnen des Menüs wenig überrascht sein: Zwölf grafische Symbole präsentieren sich farbenfroh und sind zusätzlich beschriftet. Doch auch Neulingen dürfte der Umstieg zum Nokia N73 Music Edition leicht fallen – die Oberfläche ist anderen Handys mit einem im Gitter aufgestellten Menü ähnlich und intuitiv bedienbar. Wählt man einen Menüpunkt mit weiteren Unterpunkten wie "System" aus sind die einzelnen Unterpunkte übersichtlich in Karteikarten-Darstellung aufgegliedert. Da die Funktionen des N73 jedoch recht vielseitig sind, ist das Menü entsprechend umfangreich – man muss sich schon ein paar Mal durchwühlen um intuitiv die richtigen Punkte zu finden. Die hohe Displayauflösung lässt die Schrift und die Grafik glatt und schick aussehen. Die "geschliffene" und farbenfrohe Optik des Menüs verleiht dem Nokia N73 Music Edition einen edlen Touch und das gut strukturierte Menü machen Lust die Tiefen des Menüs zu erforschen.

Wem das ursprüngliche Design (Theme) nicht gefällt, dem stehen unter den System-Einstellungen vier weitere Designs und zur Verfügung. Die Navigation innerhalb des Menüs funktioniert über die Navigationstaste, was einfach und intuitiv vonstatten geht. Über die "Zurück-/Schließen-Taste" springt man eine Menü-Ebene höher. Während eines Gespräches kann der Nutzer über die linke Smarttaste jederzeit ins Hauptmenü wechseln, um beispielsweise im Telefonbuch einen Kontakt zu suchen. Die Schriftgröße und Art für das Menü ist fixiert und lässt sich nicht ändern, sie ist jedoch durchgehend in einer angenehmen Größe und in jeder Situation gut abzulesen. Mit der rechten Smarttaste kann der Nutzer während des Gespräches direkt den Lautsprecher einschalten. Die Rufnummerübermittlung kann man einfach in den Systemeinstellungen verwalten, hier kann man aus den drei Standardfunktionen auswählen. Praktisch: über die Anrufeinstellungen kann der Nutzer einen SMS-Text speichern, der auf Wunsch automatisch an Anrufer gesendet wird wenn besetzt ist.

Die Anruferlisten sind wie gewohnt gut, man kann sowohl verpasste, als auch angenommene oder abgegangene Gespräche einsehen, oder aber auf einer gemischten Liste alle auf einmal Revue passieren lassen – den schnellsten Zugriff auf das Protokoll hat man über die Anruftaste. Markiert man einen Namen kann man über den linken Softkey/Optionen auch gleich an den Kontakten arbeiten und unbekannte Nummern einfach in das interne Telefonbuch übernehmen.

Beim SMS-Schreiben wird der Anwender von einer lernfähigen T9 Funktion unterstützt. Über dem Textfeld ist ein Zähler, der die übrigen Zeichen einer einzelnen SMS abzählt. Im Nachrichtenmenü findet man neben der Möglichkeit, SMS in alle Welt zu senden, auch die Auswahl eine MMS oder E-Mail zu versenden. Ganz einfach kann man so Bilder, Videos, Töne und Text versenden. Hierzu lässt sich aus den Standardspeicherorten des Gerätes auswählen oder noch selbst die Datei, die man einfügen will, erstellen. Die maximale MMS-Größe beträgt, wie üblich, 300 Kilobyte.

Die integrierte E-Mail-Software ist umfangreich und sollte den meisten Anwendern locker reichen. Die Konfiguration ist einfach – bevor man die E-Mail-Funktion nutzt, muss man ein eine "Mailbox" mit allen relevanten Daten, die "Schritt für Schritt" abgefragt werden, einrichten. Der Nutzer kann bis zu sechs verschiedene dieser Mailboxen anlegen. Praktisch ist die Abfrage, ob die gesamte Mail, oder aber nur der Absender so wie die Betreffzeile auf das Handy herunter geladen werden sollen. Das spart Zeit und, wenn keine Datenflatrate vorhanden sein sollte, auch einen großen Posten auf der Rechnung ein. Zudem kann der Nutzer eine Signatur für die eigenen E-Mails erstellen. Ist das Konto einmal eingerichtet, lassen sich E-Mails problemlos unterwegs abrufen und versenden.

Die Tastatur zu sperren ist einfach: "linke Smarttaste" kombiniert mit der "Sternchen"-Taste ist der Nutzer vor versehentlichen Anrufen geschützt – genauso wird die Tastatur auch wieder freigegeben. Unter den Sicherheitseinstellungen lässt sich zudem eine automatische Tastensperre aktivieren, so aktiviert das Handy die Tastensperre ganz automatisch.Nokia N73 Musik Edition: AnschlussDas Nokia N73 Music Edition verfügt über zahlreiche Schnittstellen um Daten zu übertragen: es unterstützt Bluetooth, Infrarot, USB, GPRS und UMTS. Per Bluetooth lassen sich problemlos Dateien zu anderen Geräten versenden. Die Verbindung mit anderen Handys funktioniert hervorragend. Zusätzlich sorgt das USB-Kabel für problemfreie Kommunikation zwischen PC und Handy – entweder über die mitgelieferte PC-Software ""Nokia PC Suite 6.8"" oder direkt – das Nokia N73 Music Edition wird dann einfach als Wechseldatenträger erkannt und die Dateien können selbst in den entsprechende Ordner übertragen werden. Die Übertragung funktioniert sehr gut und relativ schnell.

Auch das Empfangen und Senden von E-Mails ist per POP3, SMTP und IMAP möglich. Dazu muss der Nutzer ein neues Konto einrichten, wer dies zum ersten Mal machen muss, wird sicherlich ein wenig Zeit dafür benötigen. Sind die Daten einmal korrekt gespeichert, ist die Synchronisation von Namen, Telefonnummern und Terminen kein Problem mehr.

Nokia N73 Musik Edition: Draufsicht unten
Nokia N73 Musik Edition: Draufsicht unten rechts
Nokia N73 Musik Edition: Draufsicht rechts
Nokia N73 Musik Edition: Draufsicht rechts oben

In Sachen Komfort lässt das N73 keine Wünsche offen. Es kann alles, was man von einem modernen Telefon erwartet (Anklopfen, Makeln, halten oder Stummschaltung). Während des Gespräches kann der Nutzer über die linke Smarttaste die Optionen anwählen und die entsprechenden Funktionen auswählen. Zudem kann man auch das Menü wählen, um beispielsweise während des Telefonates eine Telefonnummer herauszusuchen. Die Freisprecheinrichtung kann direkt über die rechte Smarttaste aktiviert werden und hat genug Lautstärke, um bequem freihändig auch in einem etwas lauteren Umfeld zu telefonieren. Sehr praktisch ist auch das Profil "Offline" (Flugzeugmodus), dieses ermöglicht es, die meisten Funktionen auch dort zu nutzen, wo die Nutzung von Handys nicht erlaubt ist. So kann man auch im Flugzeuge oder Krankenhaus den MP3-Player nutzen, Termine verwalten oder spielen.

Der Kalender ist sehr umfangreich. Neben der normalen Monatsansicht bietet er auch eine Wochenansicht. Zudem können Termine mit Anfangsdatum/-zeit, Termindauer, Ort, Beschreibung der Aufgabe und je nach Art des Termins mit einer Wiederholung des Termins in Tagen, Wochen oder Jahren gespeichert werden. Einzelne Termine können kopiert, verschoben oder auch via Bluetooth, SMS, E-Mail oder MMS gesendet werden. Das Adressbuch kann pro Kontakt bis zu sechs Nummern speichern, zusätzlich können E-Mail-Adresse, Webadresse, Bild, Titel, Firma, Straße, Ort, Bundesland, PLZ, Land (Straße bis Land auch noch privat), Bemerkungen und zusätzlich noch der Geburtstag gespeichert werden.

Nokia N73 Musik Edition: Draufsicht oben
Nokia N73 Musik Edition: Draufsicht oben links
Nokia N73 Musik Edition: Draufsicht links
Nokia N73 Musik Edition: Draufsicht links unten

Die Weckfunktion ist unter dem Menüpunkt Programme/Uhr versteckt. Hier kann der Nutzer einen Alarm einstellen. Man kann den Alarmton frei wählen, also auch gespeicherte Songs nutzen. Der Wecker funktioniert auch wenn das Handy ausgeschaltet ist.

Die Aufgabenfunktion dient der Speicherung von noch zu erledigenden Aufgaben oder Anrufen und speichert diese inklusive Erinnerungsfunktion ab. Nach Erledigung kann eine Aufgabe als erledigt markiert werden und steht so zum späteren Abruf bereit. Notizen können auch gespeichert werden. Termine, Aufgaben und Notizen des aktuellen Tages werden auf Wunsch dauerhaft im Standby angezeigt.

Der integrierte Taschenrechner beherrscht Division, Multiplikation, Addition und Subtraktion. Zudem kann das Vorzeichen gewechselt werden, Dezimalwerte werden akzeptiert und ein Wert kann in den Zwischenspeicher gelegt werden. Dieser erlischt aber mit dem Verlassen des Rechners. Weiterhin befinden sich im "Office" des Menüs Quickoffice, eine Software mit der sich gängige Office-Dateien betrachten lassen, einen PDF-Reader, ein Notizen und Aufnahme-Tool sowie einen Umrechner für verschiedene Einheiten. Der Musik-Player bietet alle Features, die man sich für die Verwaltung und Wiedergabe wünschen kann: Die gespeicherten Songs lassen sich nach Interpreten, Alben, Genres oder Komponisten anzeigen. Der Nutzer kann zudem eigene Wiedergabelisten erstellen oder die Songs per Zufall oder in einer Schleife abspielen lassen. Mit dem Klangregler können unterschiedliche bereits gespeicherte Profile wie "Standard" "Bass-Booster" oder "Klassik" gewählt werden – die Höhen und Tiefen können dabei jeweils noch dem eigenen Geschmack angepasst werden. Unter den "Audio-Einstellungen" kann der Nutzer zusätzlich die Balance regeln, über das "Stereo widening" und eine Loudness-Funktion lässt sich der Klang dann endgültig dem eigenen Geschmack anpassen. Wer gute Ohren hat und gerne leise Musik hört, hat Pech beim Nokia N73 Music Edition: die niedrigste Lautstärke-Einstellung ist immer noch so laut, dass die Musikwiedergabe über die Kopfhörer in ruhiger Umgebung viel zu hoch ist.

Nokia N73 Musik Edition: FernbedienungIst das Album Cover mitgespeichert, wird dieses beim Abspielen der dazugehörigen Lieder angezeigt. Alternativ dazu können zwei wenig spektakuläre Visualisierungen gestartet werden.

Angenehm ist Steuerung des Musikplayers – mit den Richtungen der Navigationstaste kann der Nutzer während des Abspielens ein Lied vor- oder zurückspulen, den nächsten oder vorherigen Titel wählen und Stoppen.

Das mitgelieferte Headset bietet einen sehr guten Klang. Praktisch ist die Möglichkeit, eigene Kopfhörer mit 3,5-Millimeter-Klinkenstecker anschließen zu können, das Steuerelement, welches über eine Klammer an der Kleidung befestigt werden kann bleibt dem Nutzer dabei erhalten. Die wichtigsten Funktionen des Musikplayers können so jederzeit bequem bedient werden und das Handy kann in der Tasche bleiben. Eine zufällige Bedienung ist ausgeschlossen – ein kleiner Regler sperrt die Tasten des Headset-Adapters auf Wunsch. Bei Anrufen oder SMS unterbricht die Musikwiedergabe automatisch.

Von Haus aus wird leider nur ein Spiel mitgeliefert: Snakes – ein buntes und schnelles Spiel, welches den Nutzer kurze Wartezeiten überbrücken lässt. Der Funfaktor ist relativ gering. Weitere Spiele lassen sich jederzeit herunterladen und installieren.

Zusätzlich bietet das Handy noch das Programm "Lifeblog". Die Software erstellt automatisch eine Zeitlinie mit aufgenommenen Fotos und Videos sowie gesendeten und empfangenen Mitteilungen, die auf Wunsch mit einer PC-Version des Lifeblogs synchronisiert werden kann.

Nokia N73 Musik Edition: zerlegt in Bestandteile

Mit der Music Edition des N73 hat Nokia eine Version herausgebracht, welche sich im Wesentlichen mit der Direktzugrifftaste, ein paar erweiterten Funktionen des Musikplayers, der 2-Gigabyte-Speicherkarte und dem besseren Headset von dem Originalmodell unterscheidet. Damit gehört das Gerät noch nicht zu Gruppe der Musik-Handys – es fehlen weitere spezielle Musik-Features, wie zusätzlicher Software oder ein besonderes Design. Insgesamt überzeugt das N73 jedoch: eine zuverlässige Leistung, vielseitige Features und die Möglichkeit die S60-Smartphone-Funktionen mit dem breiten Angebot an verfügbarer Software zu erweitern zeichnen das N73-Modell aus. Die mitgelieferte 2-Gigabyte Speicherkarte bietet ausreichend Platz für Musik und Videos und die Funktionen des Music-Players sind absolut ausreichend, sodass der MP3-Player künftig getrost zu Hause liegen bleiben kann. Aber auch die übrigen Multimedia-Features wie der real-Videoplayer oder die sehr gute Kamera zeichnen das N73 als Multimedia-Handy aus. Die Business-Funktionen können den Alltag gezielt erleichtern und runden den Umfang ab. Kleine Schwachpunkte des N73 Music Edition sind die zu flache Tastatur, bei der sich die einzelnen Tasten nicht merkbar voneinander abheben, die manchmal etwas zu lange Ladezeit nach dem Einschalten des Handys oder Öffnen von Programmen sowie die zu gering nach unten regelbare Lautstärke bei Nutzung des Headsets. Im Ganzen überzeugt das Handy mit einer hochwertigen Verarbeitung, zahlreichen Features und einer soliden Ausstattung.

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