Test des Nokia E75

43 Minuten

Nokia E75

Neben den allseits bekannten N-Serien Modellen des Finnischen Herstellers gibt es die nicht weniger bedeutende E-Serie. Diese richtet sich insbesondere an Businesskunden und ist deshalb bei Privatpersonen weniger bekannt. Das E75 soll hier das Bindeglied zwischen Geschäfts- und Privatkunden darstellen. Es vereint das schmale Äußere vom Privathandy und eine vollwertige Tastatur sowie Organzierfunktionen für Geschäftskunden. Ob und wie weit der Spagat gelingt, zeigt unser Test auf inside-handy.de

Nokia E75Die kompakte Verpackung ist schlicht und spricht die Zielgruppe sehr gut an. Die Front ist weiß mit der Abbildung des E75. Zusätzlich sind der Schriftzug des Herstellers, die Produktlinie E-Series sowie die Bezeichnung des Handys aufgedruckt. Die Seiten sind mit einer Ausnahme komplett weiß. Die rechte Seite ist Signalrot und mit dem Nokia- und dem E-Series Schriftzug bedruckt. Die Rückseite wiederum ist weiß und mit viel Text versehen. In sechs Sprachen wird u.a. auf das durchdachte Design für die E-Mail-Kommunikation sowie auf die aufschiebbare Tastatur hingewiesen. Viele Piktogramme zeigen den großen Funktionsumfang des Handys an. Die Verpackung wird hochkant aufgeklappt. Der Inhalt ist in mehrere Bereiche, die jeweils von einem Deckel verdeckt werden, aufgeteilt. Im oberen separaten Karton liegt das E75. Der Rest des Zubehörs befindet sich in den anderen Kammern. Hierzu zählen der Akku, das Ladegerät, ein Stereo-Headset, ein Handy-Etui und  eine ausführliche Bedienungsanleitung inkl. zwei Gutscheine für je ein N-Gage Spiel und ein 5-Euro-Gutschein für den Nokia Music Store. Des weiteren wurden zwei Kurzanleitungen, eine 4 GB mini-SD Speicherkarte sowie ein USB-Datenkabel beigelegt. Beim USB-Datenkabel wird ein Micro-USB Stecker verwendet. Dieser soll in Zukunft als einheitliche Ladegerät-Schnittstelle für alle großen Mobilfunkhersteller dienen. Momentan wird jedoch beim Ladegerät weiterhin auf den Nokia-typischen kleinen Stecker gesetzt.

Beim Auspacken wundert man sich, dass keine Software-CD beiliegt. Dies liegt daran, dass die erforderliche Software auf der Speicherkarte abgelegt wurde. Dies spart Herstellungskosten und schont die Umwelt. Beim Verbinden des Handys mit dem PC sollte man deshalb das Gerät zuerst als Massenspeicher betreiben um die Software installieren zu können. Für ein Business-Handy fehlt uns ein Reiseadapter für das Ladegerät. In dieser Preisklasse hätte der Hersteller mehr Wert auf Business und somit auf international agierende Geschäftsleute legen müssen.

Nokia E75
Nokia E75

Das Öffnen des Akkudeckels ist sehr simpel. Unterhalb des Akkudeckels befindet sich ein Arretierungsknopf. Wird dieser nach unten gedrückt, springt der Akkudeckel auf und kann einfach nach oben abgezogen werden. Die SIM-Karte wird daraufhin in den Steckplatz geschoben und der 1000mAh Akku eingesetzt sowie der Akkudeckel aufgesteckt. Genauso einfach funktioniert auch das Entfernen der SIM-Karte. Ist der Akkudeckel abgezogen, kann der Akku einfach mittels Fingernagel an der einen Seite angehoben und rausgenommen werden. Die SIM-Karte wird mit leichtem Druck und gleichzeitigem Ziehen aus dem Steckplatz gezogen.

Nokia E75Der Akkudeckel besteht aus Edelstahl und ist auf der Rückseite mit dem Nokia und dem E-Series Schriftzug beschriftet. Zusätzlich ist dieser mit leicht geschwungenen Rillen versehen. Dadurch ist dieser sehr stabil und wirkt hochwertig. Hat man das Handy in der Hosentasche mit anderen Gegenständen wie einem Feuerzeug oder Schlüsselbund kommen jedoch auch schnell Kratzer auf den Akkudeckel. Der Rest der Rückseite besteht leider nicht mehr aus Edelstahl sondern aus Plastik. Gleiches gilt für die ausziehbare Tastatur. Auch diese ist mit der Ausnahme eines Chromelements komplett aus Plastik. Hält man das aufgeschobene Handy und greift mit beiden Daumen an die Seiten der Tastatur, sprich die eigentliche Ober- und Unterkante des Handys, fühlt es sich sehr billig an. Hier spürt man die harte Kante der Plastikrückseite. Qualitativ hochwertiger dagegen ist die Front. Die oberen beiden Drittel bestehen aus Display sowie dem Lautsprecher und der Displayumrandung. Das Display ist hinter einer großen Plastikscheibe versteckt, welche bündig mit den Kanten abschließt. Die darunterliegende Tastatur ist ebenfalls aus durchsichtigem Plastik und fügt sich gut in die Gesamtoptik des Handys ein. Zusätzlich wird das Handy durch einen Chromrahmen verziert und passt somit wunderbar zu den auf der rechten Seite angebrachten Knöpfen. An der Unterseite befindet sich nur der Steckplatz für das Ladegerät. Auf der linken Seite sind zwei Plastikkappen angebracht, welche zum einen den micro-USB Anschluss schützen und zum anderen den Speicherkartensteckplatz. An der Oberseite befindet sich der Steckplatz für das Stereo-Headset.

Im geschlossenen Zustand überwiegt das hochwertige Material weshalb es sich seiner Preisklasse entsprechend anfühlt sowie aussieht. Im aufgeschobenen Zustand jedoch kommt viel Plastik zum Vorschein und es verliert an Glanz. Doch egal ob im geschlossenem oder im offenen Zustand, das Handy liegt sehr gut in der Hand und wirkt sehr stabil und robust. Das Gewicht von gemessenen 140g inkl. Akku ist ebenfalls zu spüren und trägt deutlich zum massiven Gesamteindruck bei. Das E75 fühlt sich sogar etwas hochwertiger an, als es aussieht. Die verwendeten Materialien deuten ebenfalls auf eine lange Lebensdauer hin. Etwas anders dagegen sieht es jedoch bei der allgemeinen Verarbeitung aus. Zwischen Display und Tastatur sowie beim Akkudeckel ist ein minimaler Spalt. Hier ist bei unserem Probanden besonders die linke Seite betroffen, die ein etwas größeres Spaltmaß als die anderen Seiten aufweist. Noch kritischer wird es zwischen den Slider-Hälften. Zwar knirscht das Handy nirgends, jedoch besteht hier ein Spaltmaß von zwei Millimetern. Auch die linke Seite, sprich die Unterkante des Schiebemechanismus, wackelt etwas. Während der normalen Nutzung fällt dies doch nicht auf. Nur wenn man explizit die beiden Slider-Hälften voneinander weg bewegt merkt man das Spiel. Punkten kann das E75 jedoch mit dem sehr gut passendem Zubehör. Ladegerät, Stereo-Headset und das Datenkabel sitzen fest und akkurat in den Buchsen. Schaut man sich jedoch die kleine Öffnung der Ladebuchse und die recht große Öffnung des 3,5 mm Klinkensteckers an, wünscht man sich auch hier einen Staubschutzdeckel.

Nokia E75Die seitlichen Tasten auf der rechten Seite dienen der Lautstärkeregelung des Gespräches oder der Musik. Zwischen diesen Tasten befindet sich die Stummtaste, welche durch ihre sehr flache Anordnung nicht aus Versehen gedrückt werden kann. Zusätzlich ist noch die Auslösetaste der Kamera vorhanden, welche in zwei Stufen das anvisierte Motiv erst fokussiert und dann auslöst. Das normale Tastenfeld unter dem Display ist standardmäßig angeordnet. Direkt unter dem Display befinden sich zwei Softkey-Tasten. Diese haben je nach Menü unterschiedliche Funktionen. Sieht man jedoch genauer hin bemerkt man, dass diese Tasten weitere Funktionen haben. Denn in Wirklichkeit sind unter einer Taste zwei Tasten verborgen. Dadurch ist die oben links angeordnete Taste die Softkey-Taste. Drückt man diese Taste auf der rechten Seite gelangt man ins Menü. Gleiches gilt auch für die andere Seite. Die linke Seite dient zum löschen, die rechte Seite ist die Softkey-Taste. Links und rechts unter diesen ist die Annahme- sowie Auflegetaste. Auch diese besitzen weitere Funktionen. Neben der Annahmetaste führt die rechte Seite zum Kalender. Die linke Seite der Auflegetaste öffnet das E-Mail Menü. Doch dies ist noch nicht alles, werden z.B. die Kalender- oder E-Mail-Taste länger gedrückt, können sie weitere Programme oder Lesezeichen öffnen. Somit bieten diese Tasten drei Funktionen in einer. Was geöffnet werden soll, kann in den Einstellungen definiert werden. Zwischen diesen Tasten befindet sich der Navigationskey. Dieser ist groß, viereckig und besitzt abgerundete Kanten. Um diesen wurde ein Chromring verbaut, welcher als Navigationskreuz dient. Durch seine nach außen hochgehenden Kanten ist er sehr gut und präzise steuerbar.

Direkt unter den genannten Funktionstasten befindet sich das Tastenfeld. Dieses ist wie üblich in vier Reihen und drei Spalten angeordnet. Zwischen den Reihen gibt es kleine Spalten, um die Fühlbarkeit zu erhöhen. Die Reihen sind jeweils ohne Spalten, was der Tastenfühlbarkeit ein wenig schadet. Die Ziffer Fünf ist dafür mit zwei vertikalen Plastikstreifen markiert um die Orientierung zu erleichtern. Dadurch ist es einfach eine SMS auch blind zu tippen. Wer einmal eine SMS blind getippt hat, brauch hier wenig oder keine Übung. Zusätzlich haben Stern- und Rautetaste weitere Funktionen übernommen und können nun mittels längerem drücken Bluetooth und Signaltöne ein- oder ausschalten. Ist das Handy aufgeschoben kann die vollwertige QWERTZ-Tastatur benutzt werden. Diese ist flach gehalten weshalb eine blinde Orientierung nicht möglich ist. Die einzelnen Tasten sind jeweils separat und nicht wie beim Nokia E75Ziffernfeld in einer Reihe zusammengefasst. Je nach Fingergröße lassen sich diese entsprechend gut bedienen. Wer jedoch größere Hände und somit auch dickere Finger besitzt wird hier Übung benötigen. Deshalb sollte man unbedingt vor dem Kauf das Handy selbst ausprobieren. Der Vibrationsalarm, welcher auch beim einschalten kurz angeht, ist stark und gut auf die Größe und die Masse des Finnen abgestimmt. Hier gibt es nichts auszusetzen.

Nokia E75Beim ersten Telefonat mit dem E75 wird klar, dass es sich um ein Business-Handy handelt. Der Gesprächspartner kommt klar, sauber und deutlich rüber. Keine Störgeräusche oder Rauschen können im Hintergrund vernommen werden. Gleiches gilt für den Gesprächspartner, der alle Worte ebenfalls klar und deutlich versteht. Über die seitlichen Tasten kann bei Bedarf die Lautstärke während des Gespräches reguliert werden. Die Lautstärke ist gut abgestimmt, weshalb man auch in lauterer Umgebung den Gesprächspartner gut versteht. Das GSM Quadband-Handy und UMTS Triband-Handy hat auch in versorgungsschwachen Gebieten keine Probleme eine Verbindung herzustellen. Ist UMTS vorhanden, wird dieses in der Standardeinstellung bevorzugt benutzt. Hier kann der Finne Verbindung zu den Frequenzen 900 MHz, 1900 MHz und 2100 MHz herstellen. Ist das Versorgungsgebiet noch nicht mit UMTS ausgestattet, wird automatisch auf GSM runter geschaltet. Hier können die Frequenzen 850 MHz, 900 MHz, 1800 MHz und 1900 MHz verwendet werden. Somit fühlt sich das E75 auch im Ausland wohl, was für ein Businesshandy durchaus wichtig ist.

Je nach verwendeter Technologie variiert die Gesprächs-Zeit. In GSM gibt der Hersteller unter Optimal-Bedingungen bis zu 560 Minuten an. 260 Minuten sollen es im UMTS Netz sein und wer über WLAN per VoIP telefoniert kann 540 Minuten telefonieren. In der Realität müssen diese Werte etwas nach unten korrigiert werden. Bei den Stand-by-Zeiten spielt das E75 vorne mit. 280 Stunden im GSM und 270 Stunden im UMTS Netz soll die Bereitschaft halten. 130 Stunden sind es im bei eingeschaltetem WLAN. Daraus ergibt sich eine Zeit von ca. elf Tagen. Wer gerne Musik hört, kann dies laut dem Hersteller 25 Stunden am Stück tun. In Kombination, also im normalen Gebrauch, hält das Handy vier bis fünf Tage durch. Hierbei wurden kurze Telefonate geführt, der Routenplaner benutzt sowie kurz über WLAN gesurft und Musik gehört. Täglich nimmt die Funkbelastung zu, denn fast jeder besitzt heutzutage ein Handy und überall werden vermehrt WLAN Access-Points aufgestellt. Da verwundert es nicht, dass immer mehr Personen auf den SAR-Wert achten. D

Das Handy hat einen maximalen SAR-Wert von 1.20 W/kg.

Nokia E75Im E75 ist ein TFT-Aktiv-Matrix-Display mit einer QVGA Auflösung von 240 x 320 Pixeln verbaut. Das Display wurde auf einer Fläche von 3,7 mal 4,8 Zentimeter untergebracht. Das Handy kann 16,7 Millionen Farben darstellen, was zu einem farbreichen und brillanten Bild führt. Durch die vordere Plastikschutzschicht spiegelt es ein wenig, was jedoch kaum störend wirkt. Das Display ist aus allen Winkeln gut erkennbar, was besonders während einer Autofahrt wichtig ist, da sich hier das Handy meist in der Handyhalterung befindet. Auch bei starker Sonneneinstrahlung ist erstaunlicherweise alles gut zu erkennen. Zwar verblassen in diesem Fall die Farben und es kommt der Anschein auf, man hat ein Schwarz/Weiß Display vor sich, jedoch kann man weiterhin das Gerät bedienen. Ist die starke Lichtquelle nicht mehr da, kommen die Farben wieder. In dunkler Umgebung wird die Tastatur in einem angenehmen Weiß beleuchtet um alles gut erkennen zu können. Schiebt man die QWERTZ-Tastatur auf, wird auch hier die Hintergrundbeleuchtung aktiviert, welche etwas dezenter als die Ziffernblocktastaturbeleuchtung ist. Beides ist jedoch vom Umgebungslicht abhängig. In heller Umgebung werden nur das Navigationskreuz und die seitlichen Softkey-Tasten beleuchtet, der Ziffernblock bleibt dunkel um Energie zu sparen. Gleiches gilt für die Tastatur. Erst in dunkler Umgebung werden diese dazu geschaltet. Am Display lässt sich neben der Helligkeit auch die Beleuchtungsdauer einstellen. Zusätzlich kann man die Schriftgröße einstellen. Hier hat man die Auswahl zwischen Klein, Normal und Groß. Dies ist insbesondere für Personen mit Sehschwäche von Vorteil. Hier wünscht man sich jedoch, dass das Display einen Tick größer wäre. Zu den weiteren Personalisierungsoptionen gehört auch der Bildschirmschoner. Hierzu stehen einem mehrere Optionen zur Verfügung. Entweder kann ein Datum, ein Text, ein Player, eine Animation oder eine Bildschirmpräsentation aktiviert werden. Bei letzteren wird jeweils eine Datei gewählt und die Dauer der Animation festgelegt. Alternativ kann zum Intro noch ein Text oder ein Foto eingeblendet werden. Weitere Einstellungen zur Einschalt- oder Ausschaltanimation gibt es nicht. Im Stand-by-Modus leuchtet das Navigationskreuz periodisch auf, um die Bereitschaft zu signalisieren.

Um auch während des Tippens auf der QWERTZ-Tastatur alles lesen zu können wird das Display automatisch ins Querformat gedreht. Wird die Tastatur eingefahren, wechselt das Handy wieder ins Hochformat. Alternativ kann auch der Lagesensor aktiviert werden, welcher das Display je nach Lage in das entsprechende Format wechselt. Als zusätzliches Feature gibt es zwei weitere Optionen. Ist die Antippfunktion aktiviert, kann je nach Einstellung der Klingelton leise, die Schlummerfunktion aktiviert oder beides gemeinsam ausgeführt werden. Dazu muss bei einem Alarm z.B. zweimal auf das Handy getippt werden und der Alarm schaltet sich aus. Die zweite Option nennt sich Umdrehfunktion und bewirkt das gleiche bei identischen Einstellungen. Hierzu muss jedoch das Handy auf die Displayseite umgedreht werden, sobald ein Alarm oder Telefonat eingeht. Im Büroalltag sehr sinnvoll – kann die Einstellung im privaten Alltag hinderlich sein. In unserem Test wurden aufgrund dieser Einstellung mehrere Telefonate nicht wahrgenommen. Hier erkennt das Handy wohl ungewollt die Umdrehfunktion bzw. die Antippfunktion in der Hosentasche.

Nicht aus Versehen kann hingegen die Kamera aktiviert werden, denn ein leichtes antippen oder kurzes halten des Auslöseknopfes reicht nicht aus. Hierzu muss dieser nämlich drei Sekunden lang gedrückt werden bevor der Kameramodus aktiviert wird. Alternativ kann natürlich weiterhin über das Menü die Kamera eingeschaltet werden. Im Display, also dem Sucher welcher direkt in den Quermodus schaltet, wird alles übersichtlich dargestellt. Links oben ist der aktuelle Modus als Symbol dargestellt. Hier gibt es entweder das Kamerasymbol oder das Videosymbol. Oben rechts befindet sich die Taste um den Kameramodus zu beenden. Unten links werden Batteriestatus, die eingestellten Megapixel sowie die noch verbleibenden Bilder angezeigt. Unten rechts geht es zu den allgemeinen Optionen. An der rechten Bildseite wird die Symbolleiste eingeblendet. Die hier vorhandenen Punkte können frei gewählt und in der Position verschoben werden. Sind alle Einstellungspunkte in der Leiste vorhanden, setzen sich diese wie folgt zusammen:

  • Nokia E75Wechsel zwischen Bild- und Videomodus
  • Fokus (Autofocus, Benutzerdefiniert, Nahaufnahme)
  • Motivprogramm (Porträt, Landschaft, Sport, Nacht sowie Porträt Nacht)
  • Blitz (Automatisch, Ein, Rote Augen Reduktion und Aus)
  • Selbstauslöser (zwei Sekunden, zehn oder 20 Sekunden) 
  • Farbton (Normal, Sepia, Schwarzweiß, Kräftig, Negativ)
  • Weißabglich (Automatisch auf Sonnig, Wolkig, Weißlicht, Neonlicht)
  • Belichtungskorrektur (von -2.0 bis + 2.0)
  • Bildschärfe (Stufen Niedrig, Normal, Hoch)
  • Kontrast und Helligkeit  (20 Stufen von -10 bis + 10)
  • ISO-Wert (Automatisch auf Niedrig, Mittel, Hoch)

Auch direkt in die Galerie gelangt man über die Symbolleiste. Hier können alle geschossenen Bilder betrachtet werden. Im letzten Punkt lässt sich die Symbolleiste anpassen. Zusätzlich verfügt das Handy über einen Serienbildmodus (Einzelbild, Serie) – Serie bedeutet, dass bei einmaligen Drücken der Auslösetaste sechs Bilder geschossen werden. Wird die Auslösetaste gedrückt gehalten werden so lange Bilder aufgenommen bis diese losgelassen wird oder der Speicher voll ist. Wahlweise lassen sich auch Serienbilder alle 10 Sekunden, 30 Sekunden, 1 Minute, 5 Minuten, 10 Minuten und 30 Minuten aufnehmen. Liegt das Handy ruhig und nimmt jede 5 Minuten ein Bild auf, können schöne Zeitraffervideos erstellt werden. In den Einstellungen über die Optionstaste lassen sich weitere Grundeinstellungen vornehmen. Hier nimmt man Einstellungen für die Bildqualität vor. Drei Optionen hat man zur Auswahl: 0,3 Megapixel für den Versand von MMS, zwei Megapixel für normale Abzüge oder 3,2 Megapixel für großformatige Abzüge. Ob mit jedem Bild auch der Standort aufgezeichnet werden soll, sogenanntes Geo-Tagging, kann genauso eingestellt werden wie der Standardbildname. Ob ein Bild nach der Aufnahme gezeigt und ob dieses gedreht werden soll, kann hierüber ebenfalls ausgewählt werden. Wem der normale Zoom nicht ausreicht kann den verstärkten Digitalzoom einschalten. Dieser ist jedoch nicht empfehlenswert. Besser ist es ein Bild ohne Zoom zu erstellen und später am PC den Bereich ran zu zoomen. Der Auslöseton lässt sich ändern, jedoch leider nicht komplett ausschalten. Als verwendete Speicher kann wahlweise der interne Speicher oder die Speicherkarte festgelegt werden. Wer zu viel optimiert hat, kann auch die Werksteinstellungen laden.

Sind alle gewünschten Einstellungen getätigt kann das anvisierte Motiv abgelichtet werden. Durch leichtes drücken des Auslöseknopfes wird der Auto-Fokus aktiv und visiert das Motiv innerhalb von zwei Sekunden an. Ein stärkeres Drücken auf den Auslöseknopf erstellt das 1536×2048 Pixel große Foto und speichert es innerhalb einer Sekunde ab. Auch im Videomodus bleibt das Sucherbild identisch. Nur die Symbolleiste hat sich verändert. Hier findet man neben dem Wechsel in den Kameramodus die Motivaufnahme welche auf Autofokus oder Nacht steht. Das Videolicht kann entweder ein- oder ausgeschaltet werden. Zum Weißabgleich stehen die bekannten Optionen Automatisch, Sonnig, Wolkig, Weißlicht und Neonlicht zur Verfügung. Ebenfalls stehen im Farbton die Funktionen Normal, Sepia, Schwarzweiß, Kräftig und Negativ zur Auswahl. Der letzte Punkt verweist, wie auch im Bildmodus, auf die Galerie.

In den Optionen können wiederum weitere Grundlegende Eigenschaften festgelegt werden. Hierzu zählt die Videoqualität, welche in mehreren Stufen verändert werden kann. Die kleinste Stufe ist die MMS-Qualität, welche die Auflösung und Größe (35 Sekunden Länge) an eine MMS anpasst. Möchte man in besserer Qualität aufnehmen, kann entweder Normale oder Hohe E-Mail-Qualität eingestellt werden. Ab hier ist die Aufnahmelänge nur durch den Speicher begrenzt. Um wirklich gute Aufnahmen zu machen empfiehlt sich allerdings die Normale bzw. die Hohe TV-Qualität. Wie auch beim Foto lässt sich auch der Standort des Videos festhalten. Ebenfalls kann der Ton separat ein- oder ausgeschaltet werden. Ob man das gedrehte Video zum Schluss nochmals betrachten möchte, kann ebenso eingestellt werden. Gleiches gilt für den Standardnamen sowie den verwendeten Speicher. Auch hier kann man die Werkseinstellungen bei Bedarf laden. In der höchsten Auflösung werden die Videos mit 30 Bildern pro Sekunde in einer Auflösung von 640×480 Pixeln aufgenommen.

Ein Bearbeiten der als MP4 abgespeicherten Videos oder der geschossenen JPG-Bilder am Handy ist nicht möglich. Die Qualität der Bilder und Videos ist durchweg gut. Durch den Auto-Fokus werden alle Bilder scharf und detailgetreu aufgenommen. Somit kann die Kamera alternativ auch im Urlaub verwendet werden ohne Angst haben zu müssen, dass man sich über schlechte Bilder ärgert. Gleiches gilt für die Videos. Diese haben eine ausreichende Auflösung um sie am heimischen Fernseher anschauen zu können. Zwar sehen beim sehr schnellen Kameraschwenks Objekte minimal schief aus, doch dafür kann auch während der Aufnahme gezoomt werden. Hier hat Nokia wieder mal sehr gute Arbeit geleistet.

Nokia E75
Nokia E75
Nokia E75
Nokia E75
Nokia E75
Nokia E75
Nokia E75

Das ständig weiterentwickelte Betriebssystem bekommt mit jeder neuen Oberfläche neue Funktionen hinzu. Somit wird es ständig verbessert und um sinnvolle Funktionen ergänzt, doch fangen wir bei den Grundfunktionen an. Das Menü ist Symbian-typisch gut und durchdacht angeordnet. Somit findet man sich schnell zurecht. Alle Punkte befinden sich unter dem erwarteten Hauptmenüpunkt. Dieses lässt sich zudem zwischen Raster- und Listenansicht ändern. Einzelne Icons können bei Bedarf innerhalb der Liste verschoben oder in andere Ordner verlagert werden. Die Anzahl der Menüebenen ist je nach gewähltem Menüpunkt unterschiedlich. Der Großteil der Menüebenen spielt sich im Rahmen zwischen drei und fünf Unterebenen ab. Somit kann man vom Startbildschirm mit vier Klicks eine SMS verfassen oder mittels einem Klick über die Schnellstartleiste. Alternativ kann natürlich auch eine der beiden Softkey-Tasten mit dem direkten Zugang zum Erstellen einer SMS verknüpft werden.

Während eines Gespräches wird über die seitlichen Tasten die Lautstärke geändert und die Freisprecheinrichtung aktiviert. Über die linke Softkey-Taste lässt sich zudem das Gespräch in den Hintergrund legen und man kann dadurch auf alle Funktionen des Handys zugreifen. Dies ist sinnvoll um zum Beispiel während des Gespräches nach einem Kontakt zu suchen oder im Terminkalender nach einem freien Termin zu suchen.

Die Anrufliste kann entweder über das Menü oder über die Annahmetaste aufgerufen werden. Danach erhält man drei Registerkarten, in denen Anrufe in Abwesenheit, angenommene Anrufe und gewählte Rufnummern aufgelistet werden. Diese sind jeweils mit Namen, Datum und Uhrzeit abgespeichert.

Ohne Probleme funktioniert das Schreiben einer SMS. Wird eine neue SMS verfasst, muss man die Empfängernummer von Hand eintragen oder aus dem Telefonbuch wählen. Hier können bei Bedarf auch mehrere Empfänger ausgewählt und somit eine Gruppen-SMS versendet werden. Alternativ lässt sich vorher eine Gruppe anlegen, an welche die SMS verschickt wird.

Die Eingabe des Textes ist je nach Wunsch entweder mit oder ohne T9 Wörterbuch möglich. Entscheidet man sich für das T9 Wörterbuch werden erkannte Wörter vollendet, wenn diese eindeutig sind. Somit muss Beispielsweise nur „Bahnh“ eingegeben werden und das Wörterbuch ergänzt die restlichen Buchstaben in einer blasseren Farbe und das Wort Bahnhof erscheint auf dem Display. Durch Drücken der Sterntaste wird eine Liste mit den Alternativen wie Bahnhofsplatz angezeigt. Dieses Feature kann wahlweise in den Optionen auch ausgeschaltet werden. Sollte mal ein Wort nicht bekannt sein, kann dieses selbstverständlich zum Wörterbuch hinzugefügt werden. Wem dies nicht schnell genug geht, schiebt die QWERTZ-Tastatur auf und kann mit beiden Händen tippen. Die Tasten sind flach und relativ groß, weshalb es keine Vertipper geben sollte. Dies hängt aber stark von der Fingergröße sowie der eigenen Geschicklichkeit ab. Der Druckpunkt der Tasten ist gut gewählt und gewährleistet ein schnelles Tippen. Sonderzeichen sowie Ziffern lassen sich mittels vorherigem Druck auf die Spezialtaste aktivieren und können danach über die auf der Tastatur abgebildeten Symbole geschrieben werden.

Innerhalb der SMS gibt es keine maximale Anzahl von Zeichen. Auch nach vier zusammenhängenden SMS-Texten war ein Weiterschreiben problemlos möglich. Die Art der verfassten Mitteilung kann entweder festgelegt oder auf automatisch gestellt werden. Bei letzterer Option wird immer die kleinste Version genommen, was bedeutet dass bei reinem Text eine SMS versendet wird. Fügt man weitere Inhalte wie Bilder, Videos, Sounds, oder Präsentationen ein wird eine MMS versendet. Die Inhalte können entweder neu erstellt, oder aus einer Liste ausgewählt werden. Hierzu wird seitlich eine Liste eingeblendet, in der die Bilder einzeln aus der Galerie angezeigt werden. Kennt man den Namen der Datei kann man diese eingeben und direkt einfügen. Auch eigene Vorlagen oder Entwürfe lassen sich abspeichern und zu jeder Zeit wieder einfügen.

Ebenso einfach lassen sich auch E-Mails abrufen und erstellen. Beim erstmaligen Benutzen startet ein Assistent, welcher nach E-Mail Adresse und Passwort sowie der gewünschten Verbindungsart fragt. Sind diese Daten eingetragen wird alles automatisch konfiguriert und die E-Mails werden abgerufen. Sollte man keine E-Mail bei einem der großen Anbieter haben wird zusätzlich noch nach den Serveradressen gefragt. Doch auch bei den großen Anbietern kommt es an und ab vor, dass es Probleme gibt. Über Freenet konnte zwar das Konto angelegt und E-Mails empfangen werden, jedoch keine versendet. Wer über GMX seine E-Mails verwaltet, muss auf den Tarif GMX Pro Mail umsteigen, denn erst dieser unterstützt IMAP. Über WEB.de gab es hingegen keinerlei Probleme.

Es können somit mehrere separate Konten angelegt und verwaltet werden. Mit dem Erwerb des E75 ist man auch zur Benutzung des Push-E-Mail-Services berechtigt. Das Intervall des Services wird in den Einstellungen festgelegt. Dadurch wird man beim Eingang einer neuen E-Mail sofort benachrichtigt. Die empfangenen E-Mails werden weiterhin auf dem Server belassen und werden schön übersichtlich in einer Liste angezeigt. Der Betreff sowie eine Zeilen des Textes werden direkt eingeblendet.

Beim Klicken auf die E-Mail wird die Empfänger-E-Mail-Adresse angezeigt, wann die E-Mail gesendet wurde und wie der Betreff lautet. Direkt darunter ist der eigentliche Text, welcher schön und übersichtlich dargestellt wird. Links lassen sich direkt aus der E-Mail heraus anklicken und die jeweilige Seite öffnen. Auf die E-Mail kann man Antworten, diese Weiterleiten oder löschen. Antworten und Weiterleiten sind zusätzlich mit der Zifferntaste 1 und 7 verknüpft. Somit reicht das Drücken der Taste 1 um auf eine E-Mail zu antworten. Zusätzlich lassen sich, falls vorhanden, Kontaktdetails zum Absender abrufen. Des weiteren lassen sich Nachrichten ebenfalls als ungelesen markieren, in andere Ordner verschieben oder die Mitteilungsdetails aufrufen.

Die durchschnittliche Größe einer E-Mail beträgt fünf Kilobyte. Somit bleibt auch der Datentraffic ohne Flatrate im überschaubaren Maß. Es wird jeweils nur der Text der E-Mail empfangen und angezeigt. Möchte man auch Grafiken oder Anhänge angezeigt bekommen, muss die E-Mail per Link als HTML-Mitteilung geöffnet werden. Erst jetzt werden alle Bilder runtergeladen und angezeigt. Die E-Mails lassen sich nach Datum, Absender, Betreff, Priorität, Ungelesen, Anhang und Größe sortieren und innerhalb der Ordner Postfach, Entwürfe, Gesendete Objekte, Ausgang sowie Weitere Ordner navigieren. Um eine E-Mail zu erstellen kann über die linke Softkey-Taste E-Mail erstellen gewählt werden. Innerhalb dieser kann man Empfänger, CC, BCC und Betreff eintragen sowie den eigentlichen Inhalt. Hier kann die Eingabesprache von Deutsch auf Englisch, Türkisch, Französisch oder Italienisch umgestellt werden. Zusätzlich lassen sich auch Anhänge hinzufügen. Dies klappt auch bis zu einer Größe von etwa 10 MB. Alles was darüber hinaus geht bringt das E-Mail Programm zum Absturz und man landet ohne einen Hinweis oder Fehler im Startbildschirm. Dies Betrifft aber nur einzelne Anhänge die größer als 10 MB sind. Mehrere kleine Anhänge mit einer Gesamtgröße von über 10 MB machen hingegen keine Probleme. Hier muss der Hersteller mit einem Firmwareupdate nachbessern.

Auf alle Ereignisse kann mittels Tönen hingewiesen werden. Unterstütze Formate sind MP3, WMA, AAC, AAC+, eAAC und eAAC+. Diese können jeweils in den Profilen personalisiert werden. Für Rufton, Videoanruf, Kurzmitteilungssignal, E-Mail-Signal, PTT Anrufsignal, Öffnungston und Schließton können separate Töne gewählt werden. Somit kann anhand des Tones auf die Mitteilungsart zurückgeschlossen werden. Um nicht unabsichtlich einen Anruf zu tätigen oder Einstellungen durchzuführen kann die Tastensperre automatisch oder manuell betätigt werden. Die Tastensperre wird nach dem Schließen des Sliders aktiviert. Ebenfalls lässt sich diese auch automatisch nach einer bestimmten Zeit oder manuell aktivieren. Hierzu kann entweder die linke Softkey-Taste mit darauffolgender Sterntaste gedrückt werden oder die Auflegetaste wird gedrückt und der Punkt Tastatur sperren wird gewählt.

Nokia E75

Das E75 verfügt über eine Reihe von Verbindungsmöglichkeiten:

  • GPRS
  • EDGE
  • UMTS
  • HSDPA (3.6Mbit)
  • Wlan (b/g Standard)
  • Bluetooth 2.0
  • Micro-USB
  • 3.5mm Klinkenstecker
  • GPS mit aGPS-Unterstützung

Über die USB-Variante kann das Gerät, ohne Software auf dem Rechner installieren zu müssen, als Massenspeicher benutzt werden. Ist die Nokia PC Suite auf dem Rechner installiert können alle Möglichkeiten des Programms ausgenutzt werden. Dazu zählt das kopieren von Dateien, installieren von Software oder die Synchronisation mit dem PC. Die PC Suite ist für die Betriebssysteme Microsoft Windows XP sowie Vista verfügbar. Die Software ist intuitiv und einfach zu bedienen. Die Synchronisation klappt reibungslos. Es können Kontakte, Kalender, Notizen, Multimedia, Kontaktgruppen, Kurzmitteilungen, MMS und Lesezeichen synchronisiert werden.

Bluetooth bietet identische Funktionalität. Es lassen sich alle Vorgänge die über USB-Datenkabel möglich sind, auch über die Bluetooth Schnittstelle realisieren. Zudem können auch Peripherie-Geräte an das Mobiltelefon gekoppelt und genutzt werden. Dazu zählen vorzugsweise Bluetooth-Headsets, welche durchweg reibungslos mit dem E75 funktionieren. Alles klappt dank Standardisierung reibungslos. Gleiches gilt ebenfalls für die Kommunikation mit einem PC/Laptop. Somit kann auch ohne die Nokia PC Suite auf das Gerät zugegriffen und Daten hin und her kopiert werden. Über WLAN kann das Gerät nach Access-Points suchen und diese für den Zugang zum Internet nutzen. Somit sind über den integrierten Client auch VoIP Gespräche möglich. Jedoch lässt sich die WLAN Schnittstelle nicht für Dateiübertragungen mit dem PC nutzen.

Jedes hochwertigere Mobiltelefon besitzt mittlerweile eine Sprachsteuerung bzw. Spracheingabe. Dadurch ist es möglich Programme über die Sprache zu starten oder Kontakte anzurufen. Leider funktioniert dies beim E75 nicht zufriedenstellend. Andere Modelle haben hier deutlich besser abgeschnitten. Nur ein geringer Teil der Sprachbefehle wurden erkannt. Besser hingegen funktioniert die Sprachausgabe, die auch Texte vorliest. Zuerst muss man sich allerdings die Deutsche Sprachdatei sowie eine Stimme runterladen. Dies ist ganz einfach über die Einstellungen möglich und ist zudem kostenfrei. Nach der Installation kann man sich Texte wie z.B. Kurzmitteilungen oder E-Mails verständlich vorlesen lassen. Bei der Spracheingabe muss Nokia jedoch noch etwas nachbessern.

Es lassen sich aber auch eigene Sprachmitteilungen aufzeichnen. Hier hat man die Wahl zwischen einer Sprachaufzeichnung für MMS, welche in der Länge beschnitten ist, der Standardqualität oder der hohen Qualität. Diese sind auf eine Länge von 60 Minuten beschränkt. Wird die Sprachaufzeichnung während eines Gespräches gestartet, können auch Konversationen aufgenommen werden. Noch einfacher lässt sich das Gespräch stumm schalten. Hierfür brauch nur der seitlich angebrachte flache Knopf betätigt werden und das Gespräch ist stumm geschaltet. Mit einem weiteren Klick ist die Stummschaltung wieder aufgehoben. Das Gegenteil der Stummschaltung ist die integrierte Freisprechfunktion. Diese wird über die Softkey-Tasten ein- und ausgeschaltet. Ebenfalls lässt sich die Lautstärke über die seitlichen Knöpfe regeln, weshalb in jeder Situation der Lautsprecher an die aktuellen Bedürfnisse eingestellt werden kann. Der Gesprächspartner klingt satt und gut verständlich, hier gibt es nichts zu beanstanden. Jedoch hätte auch hier, wie beim normalen Telefonat auch, der Lautsprecher ein oder zwei Lautstärkenstufen mehr vertragen.

Um während eines Meetings nicht unangenehm aufzufallen kann auf ein entsprechendes Profil gewechselt werden. Sechs vordefinierte Profile können nach den eigenen Wünschen personalisiert werden. Zu den festen Profilen gehören Allgemein, Lautlos, Besprechung, Draußen, Pager und Offline. Alle sind der Situation entsprechend vorkonfiguriert und können direkt verwendet werden. Benötigt man weitere Profile können diese bei Bedarf erstellt und eingerichtet werden. Um nachts nicht gestört zu werden, kann z.B. ein Lautloses Profil auch für eine bestimmte Zeit aktiviert werden. Direkt nach dem aktivieren wird die verbleibende Zeit, die das Profil noch aktiv ist, angezeigt. Das Offline-Profil ist für Krankenhäuser und Flugzeuge gedacht. Hier können alle Funktionen, bis auf die Funkschnittstellen des E75, weiterhin benutzt werden.

Wie alle E- und N-Modelle von Nokia hat auch das E75 ein sehr ausgereiftes Telefonbuch. Zum Speichern eines Kontaktes wird entweder über das Kontaktmenü ein neuer Kontakt erstellt oder im Startbildschirm eine Nummer eingetragen und diese einem neuen Kontakt hinzugefügt. Standardmäßig hat man die vordefinierten Felder Name, Vorname, Mobiltelefon, Telefon, E-Mail, Videoanruf, Internet-Telefon, Push-to-Talk, Firma und Position. Jeden einzelnen Punkt kann man auch umbenennen, weshalb für jeden Kontakt auch individuelle Kombinationen und spezielle Daten gespeichert werden können. Zusätzlich lassen sich auch weitere Felder hinzufügen. Hier stehen die Punkte Titel, Zweiter Vorname, Namenszusatz, Aliasname, Mobiltelefon, Mobiltelefon (privat), Mobiltelefon (dienstlich), Telefon, Telefon (privat), Telefon (dienstlich), E-Mail, E-Mail (privat), E-Mail (dienstlich), Autotelefon, Videoanruf, Videoanruf (privat), Videoanruf (dienstlich), Fax, Fax (privat), Fax (dienstlich), Pager, DTMF, Internet-Telefon, Internet-Telefon (privat), Internet-Telefon (dienstlich), Push-to-Talk, Video zuschalten, SIP, Abteilung, Position, Assistent(in), Assistent(in) – Telefon, Partner(in), Kinder, Web-Adresse, Web-Adresse (privat), Web-Adresse (dienstlich), Geburtstag, Jahrestag sowie Notiz zur Verfügung. Alleine diese Vielfalt an Daten ist schon enorm. Wenn einem dann noch bewusst wird, dass jeder dieser Punkte bearbeitet und umbenannt werden kann, eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten in Bezug auf die Kontaktspeicherung.

Suchen lässt sich im Kontaktmenü nach Vornamen sowie nach Nachnamen und sogar nach Firmennamen, alles wird gleichzeitig durchsucht. Ein nettes Feature ist auch, dass man direkt im Startbildschirm nach den gleichen Attributen suchen kann. Während der Eingabe wird eine Liste angezeigt, die mit den Suchparametern übereinstimmt. Leider kann hier nicht nach Telefonnummern gesucht werden. Ebenfalls lassen sich über die Optionstaste Gruppen anlegen und Kontakte hinzufügen. Auf all diese Funktionen hat man auch während des Telefonats Zugang. Genauso eindrucksvoll wie das Telefonbuch ist auch der Kalender. Das auf Business ausgelegte Handy hat nämlich einen überarbeiteten Kalender bekommen. Wird dieser gestartet, nimmt der Kalender etwas mehr als die Hälfte des Displays ein. Dies ist ausreichend um in der Monatsansicht gut navigieren zu können. Doch auch die Tages-, Wochen- und Aufgabenansicht lassen alles gut erkennen. Direkt darunter werden die jeweiligen Termine und Ereignisse in einer Listenform angezeigt. Jeder Tag mit einem Event hat in der rechten unteren Ecke ein kleines Dreieck, das auf diesen hinweist.

Möchte man einen neuen Eintrag tätigen, kann zwischen Besprechung, Besprechungsanfrage, Notiz, Jahrestag und Aufgabe unterschieden werden. Hat man sich für einen entschieden, wird der Betreff sowie die Uhrzeit in der das Ereignis stattfindet eingetragen. Zusätzlich lassen sich auch Zeitraum und Ort für ein Mehrtägiges Ereignis bestimmen. Die Erinnerungsfunktion kann auf den erstellten Termin Täglich, Wöchentlich, Alle 2 Wochen, Monatlich oder Jährlich erinnern. Gleiches gilt für die Erinnerungszeit, welche einige Minuten, Stunden, Tage oder eine Woche vorher auf das Ereignis aufmerksam macht. Zudem lässt sich auch die Priorität der Ereignisse, wie auch bei E-Mails üblich, auf Niedrig, Normal und Hoch stellen. Notizen können aber auch in dem separaten Programm Notizen abspeichern werden. Somit kann man hier bequem eine Einkaufs- oder ToDo-Liste erstellen. Ebenfalls wurde ein Taschenrechner integriert, welcher die vier Grundrechenarten sowie Prozentrechnung und Wurzel ziehen kann. Diesem steht noch ein Umrechner zur Seite der Währung, Fläche, Energie, Länge, Masse, Leistung, Druck, Temperatur, Uhrzeit, Geschwindigkeit und Volumen umrechnen kann. Um rechtzeitig zu jedem Termin zu erscheinen besitzt das Gerät natürlich auch eine Uhr. Ist die Uhrzeit, das Datum und die Zeitzone gewählt kann auch der Wecker gestellt werden. Hierzu kann man für verschiedene Ereignisse mehrere Weckzeiten frei definieren. Neben der Uhrzeit und einer Beschreibung kann auch die Wiederholfunktion eingeschaltet werden. Hier wird zwischen Keine Wiederholung, Innerhalb 24h, Täglich, Werktags und Wöchentlich gewählt. In den Datum und Uhrzeit Einstellungen kann zudem festgelegt werden, was als Werktag gilt. Somit entfällt das tägliche Weckerstellen.

Nokia E75
Nokia E75
Nokia E75
Nokia E75

Einen Reiter weiter befindet sich die Weltzeituhr. Hier kann man mehrere Städte hinzufügen um direkt die jeweilige Uhrzeit vor Ort zu sehen. Für Unterhaltung sorgen die Spiele aus der N-Gage Reihe. Es ist schön, dass nun auch erkannt wurde, dass auch Businessmenschen ab und an gerne mal abschalten und für kurze Spiele zu begeistern sind. Deshalb befindet sich auf der Speicherkarte das Spiel Bounce als Testversion. Dieses wird installiert, sobald der Punkt Spiele aufgerufen wird. Weitere Spiele können aus dem Store nachgeladen werden. Das Installieren des Spiels dauert wenige Sekunden, danach kann es sofort gestartet werden. Nach dem wenige Sekunden andauernden Ladevorgang kann der Spielespaß beginnen. Mittels des Steuerkreuzes wird ein Ball innerhalb einer vordefinierten Strecke gesteuert. Ziel ist es, das Ende der Strecke zu erreichen und den zwischendurch auftauchenden Gefahren auszuweichen. Das navigieren ist etwas schwierig, da man mit der Taste 3 springt und mit den Navigationskreuz steuert. Somit kommt es ab und an vor, dass man eine der umliegenden Spezialtasten wie Kalender oder E-Mail trifft. Für den kurzen Zeitvertreib ist es jedoch gut geeignet. Auch die Grafik und die sehr flüssige Darstellung wirken sich positiv auf das Spielgeschehen aus.

Ebenfalls gehört ein Browser in das Business-Gerät, um auch Informationen im Internet abzurufen. Hier setzt Nokia weiterhin auf den hauseigenen Browser. Beim öffnen erscheinen auf der Startseite Lesezeichen um schnell zum gewünschten Ziel zu navigieren. Um eine bestimmte Seite zu öffnen kann direkt losgetippt werden. Es öffnet sich ein Eingabefeld welches die schon besuchten Seiten anzeigt und mit der eingetippten Adresse vergleicht. Ist die Eingabe fertig muss jedoch zuvor der gewünschte Verbindungstyp eingestellt werden. Ist dieser gewählt wird die Seite direkt geladen. Alle getesteten Webseiten wurden ordnungsgemäß geöffnet. Hierzu zählen Webseite inkl. Flash wie auch Youtube. Youtube-Videos werden zudem beim Anklicken im Vollbildmodus durch den RealPlayer abgespielt. Der Seitenaufbau ist durchweg zügig auch wenn bei einzelnen Seiten der Aufbau einige Sekunden länger dauert als gewöhnlich. Die Navigation ist Symbian-typisch. Mittels des Navigationskreuzes kann sich innerhalb der Seiten bewegt werden. Scrollt man länger, wird eine Mini-Map eingeblendet die anzeigt wo man sich innerhalb der Seite befindet. Dies erleichtert die Orientierung und Navigation erheblich. Ebenfalls funktioniert auch das rein- und rauszoomen. Somit lassen sich auf größeren Seiten Texte vergrößern um sie lesen zu können. Um sich auch PDF-Dateien anzuschauen, kann man diese runterladen, abspeichern und später offline lesen. Aufgrund der guten Navigation und Umsetzung macht es richtig Spaß mobil im Internet zu surfen. Hier wünscht man sich, wie bei anderen Geräten auch, einen größeren Bildschirm. Die Inhalte des WWW sind nur selten auf kleine Bildschirme abgestimmt, weshalb es trotz komfortabler Bedienung nur bei kurzen Internetbesuchen bleibt. Hat man jedoch die Adresse des nächstgelegenen Restaurants gefunden, kann man sich mittels Navigation direkt dorthin führen lassen.

Der integrierte GPS Empfänger ermöglicht es nämlich das E75 auch als Navigationsgerät zu nutzen. Zusätzlich wurde auch die A-GPS Funktionalität integriert um die Navigation noch genauer zu machen und die Positionsbestimmung zu beschleunigen. Vorinstalliert ist die Hauseigene Nokia Maps Software. Die Deutschlandkarte ist schon vorinstalliert und man könnte mit der Berechnung der Route sofort beginnen. Jedoch muss zuvor für die Sprachausgabe eine Lizenz gekauft werden. Eine 3-monatige Test-Lizenz liegt jedoch bei und wartet nur auf die Aktivierung. Dies geschieht mittels zwei Klicks über die bevorzugte Verbindung und dauert wenige Sekunden. Danach empfiehlt es sich die Navigationssoftware zu starten und das Gerät nach Satelliten suchen zu lassen. Die erste Verbindung, der sogenannte Sat-fix, dauert je nach Wetterlage mehrere Minuten. In unserem Test hat das Gerät bei starker Bewölkung 30 Minuten für diesen benötigt. Beschleunigen kann man dies mittels A-GPS. Ist dies erfolgt kann der gewünschte Ort eingegeben und die Route direkt berechnet werden. Die Dauer der Berechnung ist kurz und variiert je nach Streckenlänge. Bei der Teststrecke von 30 km hat das Handy ca. eine Sekunde für die Berechnung benötigt. Beim Losfahren merkt man die sehr flüssige und gute Darstellung auf dem Display. Die Sprachausgabe ist laut genug um auch bei hoher Geschwindigkeit alles gut verstehen zu können. Hat man einmal eine Ausfahrt verpasst, benötigt das Gerät ca. 20 Meter bis es dies bemerkt und berechnet unter einer Sekunde die weitere Route. Dadurch ist das Handy ein vollwertiger Navigationsersatz, wenn man sich für eine Nokia Maps Lizenz entscheidet. Die aktuellen Preise können auf der Herstellerseite nachgelesen werden. Alternativ lässt sich auch Software von Drittanbietern installieren. Diese funktionieren ebenfalls gut und die Kosten sind in der Regel einmalig.

Als Zusatzfeature wurden mehrere Programme installiert. Dazu gehört auch ein Barcodescanner. Dieser ermöglicht es die kleinen viereckigen Barcodes auf Produkten zu scannen und die Informationen abzurufen. Um bei den immer beliebteren Podcasts auf dem laufendem zu bleiben können diese zusätzlich abonniert werden. Dabei werden die Podcast bei Bedarf über die bevorzuge Verbindung aktualisiert. Um auch mit anderen Personen zu kommunizieren hat das E75 einen Chat-Client spendiert bekommen. Ist dieser eingerichtet und die Daten wie Servername, Zugangspunkt, Web-Adresse, Benutzerkennung und Passwort eingetragen kann der Chat beginnen. Durch das weit verbreitete Symbian Betriebssystem können weitere nützliche Anwendungen nachinstalliert werden. Wem das noch nicht reicht kann mittels QuickOffice Dokumente erstellen, bearbeiten und anschauen. Hierzu zählen Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien. Durch den vorinstallierten Adobe PDF Reader lassen sich auch PDF-Dateien öffnen und betrachten. Wer viele Dateien auf dem Handy speichert wird die integrierte Verschlüsselung des internen Speichern und/oder der Speicherkarte zu schätzen wissen. Sollte hier mal das Handy verloren oder geklaut werden, kommt ein unberechtigter Nutzer nicht an die Daten ran.

 

Zur Besonderheit des E75 gehört auch die Umschaltung zwischen privatem und geschäftlichem Profil. Die anfangs angenommene Funktionalität, dass sich Kontakte, Termine und Settings in zwei Profilen speichern lassen wurde schnell zunichte gemacht. Wäre dies der Fall, hätte man sozusagen zwei Handys in einem, die separat voneinander Inhalte speichern. Doch nach dem ersten Umschalten machte sich Ernüchterung breit. Gewechselt werden die Anzeige im Startbildschirm sowie das Theme. Vorinstalliert ist ein Theme für die private Nutzung sowie ein Theme für die geschäftliche Nutzung. Beide sind in schwarz gehalten und unterscheiden sich nur marginal. Der Startbildschirm kann in beiden Modi frei definiert und konfiguriert werden. Dadurch ist es möglich, die Programme im Startbildschirm nach Belieben zu ändern sowie die abgebildete Liste anzupassen. Hier können Termine, E-Mails, WLAN-Netze usw. aufgelistet werden. Wechselt man den Modus wird der entsprechend konfigurierte Starbildschirm angezeigt. Schöner wäre eine Option, die es erlaubt im privaten Modus nur die privaten Kontakte anzuzeigen und im geschäftlichen nur die dienstlichen Kontakte. Somit hätte der Besitzer beides getrennt und könnte dafür nur ein Handy nutzen. Doch es ist definitiv zumindest die richtige Richtung die Nokia hier eingeschlagen hat.

Natürlich beherrscht das E75 auch die Wiedergabe von Musik- und Videoinhalten. Während man den Organizer pflegt, wird im Hintergrund Musik abgespielt. Doch zuerst müssen die Lieder den Weg auf das Handy finden. Hier gibt es, wie auch bei der Synchronisation, mehrere Möglichkeiten. Entweder über ein Datenkabel oder schnurlos über Bluetooth. Ob man die Nokia PC Suite dazu verwendet oder die windowseigenen Bordmittel ist jedem selbst überlassen. Sind die Lieder und Alben auf dem großen Speicher kopiert, kann man diese nach Interpreten, Album, Genres oder Komponisten abspielen bzw. sortieren lassen. Ebenfalls möglich ist das Abspielen aller Songs oder von individualisierten Wiedergabelisten. Drei Listen wie Meistgehörte, Zuletzt gehörte und Zuletzt hinzugefügte sind standardmäßig schon vorhanden. Weitere Listen lassen sich hinzugefügt und mit den jeweiligen Songs bestücken. Eine Begrenzung gibt es hierbei nicht. Zwar kann man im Dateimanager auch Ordner für die einzelnen Alben anlegen, jedoch kann man über den Player nicht separat auf diese zugreifen. Während des Abspielens kann das Klangspektrum verändern werden, dabei stehen einem mehrere Klangspektren zur Verfügung. Hierzu zählen Bass-Booster, Klassik, Jazz, Pop und Rock. Wem dies nicht reicht, kann sich auch eigene Spektren erstellen. Egal ob vordefiniert oder selbst erstellt, richtig zur Geltung kommen diese nur wenn man die Musik über Kopfhörer hört. Über den Lautsprecher merkt man fast keinen Unterschied. Zudem lassen sich auch ein Bass-Boost sowie der Stereo-Raumklang aktivieren. Letzteres merkt man jedoch nicht nur bei aufgesetzten Kopfhörern sondern auch bei eingeschaltetem Lautsprecher.

Im Allgemeinen ist die Klangqualität der Kopfhörer klar und deutlich auch wenn etwas mehr Bass sowie Volumen nicht geschadet hätte. Der Lautsprecher, welcher sich auf der Rückseite befindet, ist ebenfalls klar und deutlich jedoch etwas Bass arm. Aufgrund des auf der Hinterseite platzierten Lautsprechers gibt es deutliche Klangunterschiede, je nachdem wo das Handy hingelegt wird. Doch nicht nur der Klang ist wichtig, sondern auch die Handhabung und die dargestellten Informationen. Angezeigt werden, falls vorhanden, ID3-Tag Informationen und auch Albumbilder. Ist kein Bild in der MP3 vorhanden, kann wahlweise ein Platzhalter oder eine Animation, wie Kreise, Oszilloskop oder Spektrum angezeigt werden. Die Liederanwahl wird über das Navigationskreuz realisiert. Ein drücken des Navigationskreuzes nach rechts springt zum nächsten Lied. Möchte man vorspulen, muss das Kreuz länger nach rechts gehalten werden. Zusätzlich kann man über die vorher erwähnten Listen wie Interpret oder Album den gewünschten Titel auswählen. Eine richtige Resumefunktion, bei der an der letzten Position weitergespielt wird, gibt es nicht. Wird der Player geschlossen kann allerdings in der Wiedergabeliste beim gleichen Titel wieder angefangen werden.

Zu den unterstützten Formaten zählen MP3, WMA, AAC, AAC+, eAAC sowie eAAC+. Versucht man andere Formate auf das Handy zu kopieren bekommt man einen Warnhinweis, dass das Format vom Gerät nicht unterstützt wird und man nur die Möglichkeit hat diese Dateien zu speichern aber nicht wiederzugeben. Um diese wiederzugeben muss mittels eines entsprechenden Programms die Datei vorher konvertiert werden. Alternativ kann man das integrierte UKW Radio benutzen. Dies funktioniert nur mit angeschlossenen Kopfhörern, da hier das Kabel als Antenne dient. Die Sender können entweder manuell eingegeben, automatisch gesucht oder über den Anbieter eine Liste runtergeladen werden. Die einzelnen Sender können gespeichert und mit den Zifferntasten verknüpft werden. RDS sowie AF werden unterstützt und auch in der oberen rechten Ecke bei Unterstützung angezeigt.

Wem dies nicht reicht kann auf den integrierten Internet-Radio-Dienst zugreifen. Dieser stellt über die bevorzugte Verbindung eine Verbindung mit dem Internet her. Hier kann man sich aus einer Vielzahl von Sendern jenen aussuchen, welcher einem am besten zusagt und diesen als Stream öffnen. Doch Vorsicht: ohne Daten-Flatrate kann es schnell teuer werden. Die Auswahl ist enorm, weshalb für jeden Geschmack etwas dabei ist. Je nach Sender und der übertragenen Bitrate klingt der Stream entsprechend gut oder weniger gut. Hier heißt es probieren geht über studieren.

Nokia E75

 

Mit dem E75 ist Nokia ein wirklich gelungener Spagat zwischen Privatnutzer und Businessnutzer gelungen. Die durchweg intuitive Bedienung gekoppelt mit der multimedialen Funktionsvielfalt und der enormen Organizerfähigkeit lässt keine eindeutige Zuordnung zur E- oder N-Serie mehr zu. Im geschlossenen Zustand wirkt es wie ein normales Handy, wird es jedoch aufgeklappt ist die Businesslinie nicht mehr zu leugnen. Zwar ist die kompakte Bauweise ein Vorteil, jedoch wünscht man sich gelegentlich ein etwas größeres Display. Trotz kleinerer Fehler, wie den großen E-Mail Anhängen welche den E-Mail-Client abstürzen lassen, hat das E75 klar gepunktet. Behebt Nokia die kleinen Macken mit einem Firmware update ist der Finne ein klarer Favorit im Business- und Privatbereich.

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