Test des Nokia 9300

Einführung

Test-Datum: 09.01.2006
Software Version: Symbian OS 7.0s
Testversion mit Branding: nein
Test-Autor: SR dem Autor Feedback senden
Gesamtwertung: 0 / 10
 
Nokia spricht bei der Einführung des 9300 Smartphones von einem optimalen Begleiter was die Organisation des Geschäfts- wie auch Privatleben betrifft. Verwaltung von Terminen und auch die Möglichkeit der Mitführung eines kleinen mobilen Büros sollen hier absolut im Vordergrund stehen. Trotz der Größe gibt es keine Zusatzhardware wie z.B. eine integrierte Kamera. Hier ist nun die Frage was sich im Inneren des großen Gehäuses verbirgt. Ob das Konzept des mobilen Büros hier wirklich gelungen umgesetzt ist und vor allem ob das Gerät dem Preis und den Erwartungen gerecht wird, erfahren Sie in unserem Testbericht! Eines sei jedoch vorab schon verraten, mit diesem Handy sind sie auch Flugzeugtauglich und überall sonst, wo Handys untersagt sind, können Sie dieses Büro im Handformat nutzen. Aufgeklappt arbeitet das Gerät auch wenn es abgeschaltet ist.

Verpackung & Lieferumfang

Nokia 9300 - VerpackungNach der Lieferung sieht man, den von Nokia standardisierten Hartkarton mit einem gewohnt schlichten Bild aus dem Alltag. In diesem Fall sieht man eine Frau an einem Cafetisch sitzen. Der Tisch befindet sich im Freien. Ein Mann im Anzug schaut per Schulterblick zu Ihr hinüber, während auch sie einen lächelnden, recht interessierten Blick zu ihm hinüber wirft. Er hat einen Strauss Blumen in den Händen. Im Hintergrund sieht man einen Brunnen und ein verglastes Gebäude. Dieses Bild lässt mehrere Interpretationen zu. Am wahrscheinlichsten ist es, dass das Communicator Handy dem Inhaber einen Hauch Selbstbewusstsein verleiht und solche Situationen im Leben nun öfter vorkommen könnten.

Das „Nokia connecting people“ Logo beendet die Frontansicht. Wie so oft sind auf der Rückseite Bilder des Handys, wie auch eine Auflistung seiner erwähnenswertesten Stärken zu sehen. Auf den Seitenteilen ist der Hintergrund des Hauptbildes weiter gestreckt. An der Verpackung und der gestellten Szene des Bildes sieht man die Zielgruppe im Business Bereich. Hier sollen wohl Geschäftsleute angesprochen werden, welche zu ihrem bereits vorhandenen Erfolg jetzt noch einen Communicator in der Jackettasche mit sich führen sollen.

Nokia 9300 - Lieferumfang

Der Lieferumfang kann sich sehen lassen. Eine 128 MB große Speicherkarte, Synchronisationskabel mit Software, ein leistungsstarker Akku mit Ladegerät, ein Headset, das Handbuch und auch eine formschöne Dockingstation füllen den Karton. Mit diesem Zubehör kann man sehr zufrieden sein.

Verarbeitung & Handhabung

Das 9300 wirkt durchaus robust. Fast die komplette Rückseite des Handys kann als Abdeckung abgenommen werden. Hinter ihr verbirgt sich der Schacht für den quadratischen Akku und eine fast genau so große Silberhalterung. In den oberen Rand dieser Halterung lässt sich die SIM-Karte einschieben. Unterhalb findet sich ein etwas größerer Platz für die MMC Speicherkarte. Die Karten werden so nicht nur bestmöglich festgehalten sondern bieten auch einen optimal genutzten Platz. Der Rest des Gehäuses lässt sich nicht einfach auseinander nehmen. Coverwechsel, sofern irgendwann benötigt, sollte nur durch Fachpersonal durchgeführt werden. Der Look des Gerätes wirkt Anfangs noch etwas zu groß geraten. Wobei das Front-Display so klein ist wie bei normalen Handys. Dafür ist die Tastatur aber fast doppelt so groß. Die Tasten liegen nicht so eng beieinander wie man es gewohnt ist. Dadurch wirken sie allerdings auch etwas wackelig. Die Abstände zwischen den Tasten sehen nicht nur unschön aus, sondern bieten leider auch ungewollten Platz für Staub, Feuchtigkeit und Dreck. Alles in allem ist das Handy von außen alles andere als Souverän.

Nokia 9300 - auseinander

Nokia 9300 - im dunkelenGanz anders aber die innen Seite. Klappt man das 9300 auf, taucht man praktisch in eine neue Welt ein. Das Innendisplay ist ein Aktiv-Matrix Bildschirm mit 65.536 Farben. Es nimmt die obere Hälfte ein. Rechts sind noch vier Knöpfe, die die Navigation erleichtern. Auf der unteren Hälfte befindet sich die Qwertz-Tastatur. Diese ist mehr als gut gelungen. Optisch wie auch in der Handhabung macht sie einiges her. Die Tasten liegen eng aneinander und bieten genug Platz für die Daumen. Das Druckfeeling und die Schreibbarkeit sind hervorragend. Das Texte schreiben ist so schon mal als Vergnügen gesichert. Die Navigation soll über einen kleinen Joystick erfolgen. Dieser ist mit dem Daumen zwar gut zu bedienen, lässt sich aber nicht immer leicht handhaben. Hier wäre es wohl besser gewesen den Stick etwas länger zu gestalten. Das war allerdings nicht machbar für Nokia, da sich das ganze Gerät dann hätte vergrößern müssen. Andernfalls ließe es sich nicht so abschließend zusammen klappen. Der Klappmechanismus ist an sich gut. Hier fehlt nur eine Federung, die das Aufklappen etwas erschwert. So ist es sehr leicht das Handy zu öffnen. Es wäre somit auch möglich, dass es in der Tasche durch Bewegungen von alleine geöffnet wird. Außerdem stehen die Klappscharniere leicht nach außen ab, was das Feeling und auch die Optik leicht einschränkt.

Das Gerät liegt trotz seiner Größe gut in der Hand. Das Gewicht ist mit 167 Gramm auch noch im toleranten Bereich. Auf der Rückseite sind zwei dünne Gummiabstände, die für festen Halt auf glatten Oberflächen sorgen sollen. Die Oberseite ist mit metallischem Material gestärkt und ist so dem Alltag gewappnet. Das einzige was einen hier stört und qualitativ nicht ganz in das Gesamtbild passt ist eindeutig die vordere Tastatur. Sie wirkt einfach zu unausgefertigt.

Nokia 9300 - größeWie bei allen Nokia Modellen ist das bewährte Bügelsteckersystem für die Zusatzteile beibehalten worden. USB Kabel und Headset können so ohne Probleme fest angeschlossen werden. Das Netzteil wird über eine mittelgroße Rundbuchse angesteckt. Eine Kompatibilität zu alten Netzteilen gibt es hier nur selten. Das Netzteil vom Nokia 6101 beispielsweise ist zu klein. Sehr guten Anschluss bietet hier auch die Dockingstation. An der halbkreisförmigen Station ist ebenfalls ein Bügelstecker und eine Syncronisierungstaste. Will man das Gerät wieder von der Station trennen muss man es nur leicht anwinkeln und schon ist es gelöst. Beim 9300 gibt es keinerlei Seitentasten oder Shortcuts an der Außenseite. Kein Wunder, wenn man bedenkt was sich im inneren für eine Vielzahl von Tasten verbirgt.

Leute, welche gerne auf die schnelle mal ein Foto mit dem Handy schießen wollen, stehen bei diesem Model mit leeren Händen da. Eine Kamera wurde nicht verbaut. Unter Umständen wollte Nokia das Gerät nicht noch größer machen und hat sich deshalb dagegen entschieden.

Nokia 9300 - QWERTZ-Tatstatur

Nokia 9300 - TatstaturDie sichtbare Tastatur ist wie gehabt aufgebaut. Die Ziffern ergeben wieder drei nebeneinander liegende Reihen mit je vier Zeichen. Rechts wie Links verlängern die Abbruch, Annahme und je eine Auswahltaste die Reihe. In der Mitte liegt eine Fünf-Wege-Taste. Da die Tastatur im Inneren der Computertastatur gleicht, dürften PC vertraute Menschen sehr gut damit klar kommen. So wird das Nachrichten schreiben wesentlich einfacher. Allein die Möglichkeit jede Taste nur einmal drücken zu müssen und gleich den passenden Buchstaben zu haben, ist hier mit Sicherheit eine Zeitersparnis. Obwohl man über die Navigation mit Hilfe des kleinen Joysticks hier und da meckern kann, kommt man aber trotzdem gut mit ihm zurecht. Die Menüpunkte lassen sich einfach und schnell ansteuern und können mit der Push Funktion des Sticks auch sofort geöffnet werden. Sehr verwunderlich ist auch, warum Nokia keine Vibrationsfunktion in diesem Produkt verarbeitet hat. Dieses Feature fehlt beim 9300 leider und lässt sich schmerzlich vermissen.

Sprachqualität & Empfang

Nokia 9300 - HeadsetDer Klang des Gesprächspartners ist gut. Selber kommt man ebenfalls recht deutlich an. Das Mikrofon bietet hier aber nicht die gleiche Qualität wie der Hörer. Trotzdem wird man gut verstanden und kann somit durchaus telefonieren. Die Lautstärke des Hörers kann bei Verlangen über die Fünf-Wege-Taste während des Telefonierens geregelt werden. Im Straßenalltag und unterwegs wird das eigene Verständnis stärker beeinflusst. Bei mehr Verkehr und lauteren Geräuschen ist das Hören nicht mehr so klar. Hier hilft aber auch eine weitere Lautstärkenerhöhung nicht. In Gebäuden lässt sich also am besten Telefonieren. Nicht unbedingt Sinn und Zweck eines Handys. Durch den Monolautsprecher ist die Freisprechfunktion leider auch nicht der Hit. Das Mikrofon funktioniert zwar, auch bei mehr Abstand, recht gut. Jedoch bietet der Lautsprecher diese Qualität nicht einmal annährend.

Die maximale Gesprächszeit beträgt beim 9300 etwa 5-7 Stunden. Im Stand-By Modus bringt das Telefon eine Bereitschaftszeit von bis zu 200 Stunden. Bei einem Härtetest mit Musik Wiedergabe und hier und da Nachrichten schreiben, sowie kurze Telefonate führen, brachte er es sogar auf respektable drei Stunden Fulltimenutzung.

Display & Kamera

Innen- wie auch Außendisplay sind von der Art her gleich. Bei beiden können bis zu 65.536 Farben wiedergegeben werden. Beide sind transflektive Aktivmatrix-Farbdisplays. Einziger Unterschied zwischen ihnen ist natürlich die Größe. Außen ist es 128 x 128 Pixel groß und innen bietet es mit 640 x 200 Pixeln genug Fläche für die jeweilige Anwendung. Da das Außendisplay sicher nicht so oft begutachtet wird wie das im Inneren, können auch nur für letzteres viele Anpassungen vorgenommen werden. Helligkeit, Kontrast, Farbschema alles kann unter den Einstellungen geändert werden. Die Standardeinstellung zeigt das Display allerdings auch schon in einem beachtlichen Zustand. Die Farben sind hervorragend und die Motive lassen sich schön ansehen.

Nokia 9300 - aufgeklappt
Nokia 9300 - Anzeige

Es ist auch kein Problem über den integrierten Player ein Video anzuschauen. Durch die Klappfunktion bietet sich immer ein perfektes Bild. Sonneneinstrahlung oder ähnliche Umstände lassen sich so optimal ausgleichen. Spiegelungen und andere Einflüsse kann man durch eine simple Bewegung abwenden. Bei mangelndem Licht oder auch kompletter Dunkelheit, erleuchten die Farben des großen Displays die Tastatur. Dies ist auch bitter nötig, denn eine eigene Tastenbeleuchtung gibt an dieser Stelle nicht. Das Licht vom Display reicht aber auch dafür aus. Die Zeit bis zum Ausschalten der Beleuchtung kann eingestellt werden. Ebenso die Art des Bildschirmschoners. Meistens wird hier die Zeitanzeige auftauchen. Das Einstellen eines Bildes ist ebenfalls möglich. Für die Speicherung von Bildern und Videos stehen schon intern satte 80 MB zur Verfügung. Die mitgelieferte Speicherkarte schlägt da noch mal 128 MB drauf. Wer noch mehr benötigt kann jederzeit größere Speicherkarten hinzu kaufen. Das 9300 kann Speicherkarten bis zu einer Größe von 2 GB aufnehmen. Es lassen mit dem Speicher, neben Bildern und Videos, auch neue Ordner oder Dateien erstellen.

OS & Bedienung

Nokia 9300 - AußendisplayDie Menüs sind durch das große und farbenfrohe Display und deren animierte Icons leicht zu durchschauen. Unter „Persönlich“ findet man schnell seine Kontakte, Mitteilungen und auch den Kalender. „Office“ beinhaltet Dokumente, Tabellen, Präsentationen, einen Rechner und natürlich den Datei Manager. „Medien und System“ runden den Arbeitsplatz ab. Die Medien ermöglichen das Aufbewahren und auch anschauen von Bildern, Videos und Sprachaufnahmen. Das System Menü hält den kompletten Administrativen Bereich in seinem Inneren. Ob nun Systemeinstellungen geändert oder auch Datensicherung oder Datenübertragung eingerichtet werden sollen, hier wird alles gemanaged.

Nokia 9300 - Menü

Ruft man das Menü über das kleine Front Display auf, sieht man sich dem üblichen und gewohnten Nokia Menü gegenüber. Die Anzahl der Menüs ist für so einen Allrounder durchaus überraschend klein und übersichtlich gehalten. Dies hilft nicht nur bei der Menüführung sondern vereinfacht auch den schnellen Zugriff auf gesuchte Punkte.

Nokia 9300 - Medien

Mitteilungen lassen sich schnell und einfach über den Bereich „Persönlich“ ansehen, verwalten oder auch erstellen. Mitteilungen können allerdings auch noch schneller über eine der acht Schnellzugriffstasten erreicht werden. Hier stehen auch noch welche für den Arbeitsplatz, das Telefon, das Internet, die Kontakte, Dokumente, Kalender und Favoriten zur Auswahl.

Nokia 9300 - Persönliches

Die Möglichkeit auf die Schnelle seine Rufnummer zu Unterdrücken gibt es nicht. Ein langer Umweg über gut fünf Stationen führen hier erst zum gesuchten Ziel. Dabei ist es sogar noch in „Telefon“ und „andere Einstellungen“ sehr gut versteckt. Schriftart oder die Größe können nicht eingestellt werden. Einzig möglich ist eine Verkleinerung der Ansicht über die Menütaste. Die Icons und Texte sind über das Display aber trotz allem gut zu erkennen. Anruflisten lassen sich am besten wieder über das kleine Front Display anzeigen. Hier kann man alle zuletzt aus- und eingegangenen Telefonate ansehen. Mit Druck auf die Anruftaste kommen die zuletzt gewählten Rufnummern und ersparen so das erneute eintippen.

Nokia 9300 - Office

Mitteilungen zu schreiben ging selten so einfach. Die Tastatur gibt einem ein sicheres Tastengefühl und ermöglicht ein sauberes und schnelles Tippen. Es gibt kein großes Umgestelle mehr oder Durchtippen bis man beim richtigen Buchstaben ist. Für Grossbuchstaben muss man nicht mehr den Textmodus wechseln sondern drückt, wie bei der Textverarbeitung am heimischen PC einfach die Shift-Taste. Über das Menü lässt sich nach dem Schreiben noch mal auswählen ob die Nachricht vielleicht doch lieber als Fax gesendet werden soll, anstelle von einer SMS.

Nokia 9300 - Weckert & Uhr

Die Faxfunktion ist ohnehin der Clou des Gerätes. Es lassen sich über die eigene Handynummer auch spielend leicht Faxe empfangen. Immer und überall hat man so sein kleines Büro dabei. Einfügen von Bildern und Videos veranlassen das Senden via MMS. Selbst aufgenommene Sprachtexte können in den Anhang. Der E-Mail Verkehr ist sowohl für POP, wie auch IMAP gesichert. Nach der Eingabe von Mailadresse, Benutzernamen, Passwort, Verbindungprotokoll und Ein- wie auch Ausgangsserver lässt sich das Konto prompt freischalten und das Abrufen der Nachrichten kann beginnen. Selbst das Einfügen von Signaturen ist hier kein Problem.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Nokia 9300 - von unten
Nokia 9300 - Infrarot
Das 9300 bietet sämtliche Schnittstellenmöglichkeiten an. Es gibt hier Infrarot, USB und natürlich auch Bluetooth. Das einzige was hier fehlt ist WLan aber das erwartet man ja auch nicht unbedingt. Die Aktivierung der Schnittstellen lässt sich ebenfalls mit Funktionstasten durchführen. Ob man nun Bilder, Videos oder auch Dateien, wie Dokumente oder auch MP3 importieren will, alles ist möglich. Das Connecten mit dem PC über die mitgelieferte Nokia PC Suite ist sehr einfach und schnell durchzuführen. Egal für welche Schnittstelle man sich hier entschieden hat. Über den Datei Manager können die Medien auf das Telefon überspielt werden. Datensicherung oder die Angleichung der Kontakte mit den outlookeigenen Kontaktadressen kann komplett erfolgen. Je nach Art des Anschlusses benötigt dies verschieden lange Zeit. Über Infrarot beispielsweise muss man mehr Zeit einplanen als über USB oder Bluetooth. Ein Nachteil ist, dass sich die Notizen nicht vergleichen lassen. Außerdem kann das Synchronisieren der Outlookdaten zu einer Fehlermeldung führen.

Multimedia & Organizer

Nokia 9300 - schräg
Nokia 9300 - seitlich
Nokia 9300 - schräg
Nokia 9300 - schräg
Nokia 9300 - seitlich
Das Handy bietet zwar die Funktionen des Freisprechens und der Sprachaufzeichnung aber eine Sprachanwahl und die Menüführung über die eigene Stimme gibt es nicht. Die Qualität der Sprachaufzeichnung ist allerdings sehr gut. Man kann das Gerät auf den Tisch legen und sogar etwas im Raum umher laufen. Trotzdem wird optimal aufgezeichnet. Das Mikrofon leistet hier grandiose Arbeit. Kommt zu der Zeit ein Anruf rein, kann man auch diesen getrost annehmen und mit einem Tastendruck die Freisprechfunktion nutzen. Auch hier kann sich die Qualität sehen lassen. Bei diesem Business Model von Nokia gibt es wieder die Standard Profile. Die meistgenutzten sind das Allgemeine und das Lautlose Profil. Hier werden die gröbsten Einstellungen die man für gewöhnlich braucht zusammengestellt angeboten. Wer individuelle Einstellungen wünscht kann ganz schnell ein eigenes Profil einstellen.

Etwas schwach in der Fülle ist das Telefonbuch. Hier können Kontakte nur mit Namen und Nummer eingegeben werden. Adresse, E-Mail und etwaige andere Posten fallen hier komplett unter den Tisch. Besser ist der Kalender. Dieser kann als Organizer benutzt werden. Es lassen sich Erinnerungen, Termine, Notizen und Besprechungen einstellen. Wichtige Daten können mit einer Farbe markiert und auch per Tonsignal als Erinnerung gekennzeichnet werden. Öfter auftretende Termine können unter Wiederholungen so verwaltet werden, dass sie nie in Vergessenheit geraten. Die Zeit ist auch ein wesentlicher Faktor bei dem Menüpunkt „Uhr“. Hier werden sofort die animierten Uhren der eigenen Zeitzone und auch die einer zweiten, freiwählbaren Zeitzone, abgebildet. Der Wecker kann in diesem Punkt ebenfalls eingestellt werden.

Für den Spaß zwischendurch stehen leider keinerlei Spiele auf dem Handy zur Verfügung. Es ist lediglich möglich sich Spiele aus dem Internet zu laden und diese dann zu speichern. Man merkt auch hier wieder ganz schnell für welche Ziel-Gruppe dieses Produkt erstellt wurde.

Nokia 9300 - von oben
Nokia 9300 - von unten
Songs können sowohl per Infrarot, Bluetooth, MMS oder auch über die Nokia Suite auf dem Communicator gespeichert werden. Beim Test wurde das Handy leider nicht als Wechseldatenträger erkannt. So war es nicht möglich die MP3´s direkt zu kopieren. Über die Nokia Suite gab es da aber kein Problem. Benutzt man dafür das USB Kabel kann man mit einer Übertragungszeit von 30 bis 60 Sekunden pro Song rechnen. Über den Musik Player lassen sich die Songs nach und nach abspielen. Hier können keine Playlisten oder Bibliotheken angelegt werden. Wer versucht die Musik Files im Real Player wiederzugeben, wird sich schnell wundern, denn dieser steht ausschließlich den Videofiles zur Verfügung. Der Musik Player macht seine Aufgabe aber sehr gut, von daher braucht man sich keine Sorgen machen. Die Länge, der Titel und der Interpret tauchen sofort in der Abspielliste auf wenn man den Ordner mit den Musik Dateien ausgewählt hat. Das Handy kann während der Wiedergabe auch ausgeschaltet werden. Das Gerät spielt einfach weiter.

Bei Eingang einer SMS wird ebenfalls keine Unterbrechung herbeigeführt. Einzig bei einem eingehenden Anruf ist Schluss mit der Musik. Weiter geht es erst mit Druck auf die Play Taste. Während der Wiedergabe kann man mit Hilfe des Sticks vor- und zurückspulen. Von dem internen Lautsprecher sollte man beim Musikhören Abstand nehmen. Der Sound klingt metallisch mit einem leichten Hall und bringt so keinen großen Genuss. Grund hierfür ist, dass das Ganze nur auf Mono ausgelegt ist. Selbst mit Benutzung des beiliegenden Headsets wird der Hörgenuss nicht wirklich gesteigert. Dafür sorgt auch in dem Fall ein Headset mit nur einem Hörer. Ohne eine Stereoausgabe wird das Handy mit Sicherheit kein modischer Walkman.

Fazit

Das Nokia 9300 macht auf den ersten Blick keinen so berauschenden Eindruck. Öffnet man es allerdings kann man gar nicht genug davon bekommen. Leider muss man nach dem ersten positiven Eindrücken feststellen, dass es, was die Funktionen und Features angeht, nicht unbedingt gut gefüllt ist. Hier kann man sich nur freuen wenn man nachträglich Anwendungen installiert. Eine Digitalkamera ist ebenfalls nicht vorhanden. Wer also gerne Schnappschüsse macht, kann sich hier nicht freuen. Die Office Anwendungen sind zwar sehr schön und nützlich aber das Private bleibt bei diesem Model meist auf der Strecke. Allein wenn man einen Blick in das Telefonbuch wirft ist man durch dessen Sperrlichkeit mehr als erstaunt. Es gibt keine Spiele oder andere Freizeitbeschäftigungen. Hier kann man sich nur freuen, dass wenigstens für den Medienbereich Player und Abspielmöglichkeiten vorhanden sind. Bei ausreichendem Platz lässt sich auch ein Movie ansehen. Das Verarbeiten einer Qwertz-Tastatur ist hier gelungen und bietet einem beachtliche Freude beim Erstellen von Nachrichten und anderen Texten. Trotzdem ist, wenn man an den Preis denkt, die Ausstattung nicht wirklich angemessen. Hier sollte man also eindringlich überlegen ob man lieber den „Grossen Bruder“, das Nokia 9500, kauft. Für Geschäftsleute ist aber auch dieses Gerät schon eine nette Sache. Was Fax, Dokumentenerstellung, Präsentationen oder auch Terminorganisation angeht kann sich das 9300 sehen lassen und leistet eine gute Arbeit. Man kann also sagen, dass dieses Produkt zwar nicht für jede Zielgruppe geeignet ist, dennoch ist es ein qualitativ ansprechendes Gerät und für jeden businessorientierten Menschen ein optimaler Begleiter.

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