Test des Nokia 6700 slide

Einführung

Test-Datum: 28.05.2010
Software Version: Symbian S60 Version 3.2
Testversion mit Branding: nein
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Gesamtwertung: 0 / 10
 
Nokia 6700 slide

An eine junge Zielgruppe richtet sich das Nokia 6700 slide, das in sechs verfügbaren Farben und mit vielen Nutzungsoptionen für soziale Netzwerke und Mitteilungsdienste daherkommt. Dank 5-Megapixelkamera mit Carl Zeiss Optik und einer zweiten Kamera ermöglicht das 6700 slide sowohl Foto- als auch Videoaufnahmen sowie Videostreaming. Über Ovi Dienste können E-Mails, Kontakte, Kalenderdaten und Multimediadateien verwaltet und mit Ovi Share oder dem PC abgeglichen werden. UMTS mit HSDPA und HSUPA versprechen schnelle Datenverbindungen. Das Anwendungspaket des kompakten Sliders klingt vielversprechend – doch hält das 6700 slide auch, was Nokia verspricht? Das verrät ein Praxistest auf inside-handy.de.

Verpackung & Lieferumfang

In einem großen blauen, dünnwandigen Karton liegen Nokia 6700 slide und das Handy-Zubehör. Dazu gehören ein Netzteil, ein 860 mAh BL-4CT Akku, ein USB-Datenkabel, ein Stereo-Headset, eine 2 Gigabyte MicroSD-Speicherkarte und die Bedienungsanleitung. Eine CD mit Synchronisationssoftware befindet sich nicht im Lieferumfang. Die Nokia Ovi Suite zur Synchronisation von Kontakten, Kalenderdaten und Nachrichten kann jedoch kostenlos von der Nokia Website auf den PC heruntergeladen und installiert werden. Eine Handytasche ist nicht im Paket enthalten.

Nokia 6700 slide

 

Verarbeitung & Handhabung

Nokia 6700 slide

„Wie bekomme ich bloß die Akku-Abdeckung vom Gerät herunter?“, mag sich der Nutzer beim ersten Gebrauch des Nokia 6700 slide irritiert fragen. Ein Aufkleber auf dem Handy-Display verrät es: Unter einer Plastikabdeckung, die auch den Micro-USB-Anschluss verdeckt, versteckt sich ein Knopf zum Entriegeln des Akkudeckels. Das Öffnen der Micro-USB-Abdeckung ist etwas fummelig, denn diese ist durch eine Gummihalterung gesichert und lässt sich dadurch schwer soweit zur Seite biegen, dass der Knopf gedrückt oder das USB-Kabel angesteckt werden kann. Unter dem Akku befindet sich der Steckplatz für die SIM-Karte. Um die Karte einzulegen, muss der SIM-Karten-Halter, welcher aus Metall besteht, zunächst zurückgeschoben und hochgeklappt werden. Hat man die Karte in die Halterung eingeschoben und diese wieder verriegelt, sitzt alles bombenfest an seinem Platz. Auch um die MicroSD-Speicherkarte einzusetzen, muss zunächst der Akkudeckel entfernt werden, denn der Steckplatz sitzt seitlich unter der Abdeckung.

Nokia 6700 slideAuf den ersten Blick wirken sämtliche Metall- und Plastikteile, die im Handy verbaut wurden, sehr stabil und hochwertig. Bei geschlossenem Slider erklingt beim Testmodell jedoch ein deutliches Quietschen, wenn die Beenden-/Aus-Taste betätigt oder auf den rechten unteren Rand gedrückt wird – das nervt, besonders bei längerer Bedienung. Bei deutlichem Hinsehen offenbart sich hier auch ein etwas größerer Spalt zwischen Ober- und Unterseite des Sliders, als an der linken Handy-Seite. Bei geöffnetem Slider zeigt sich dieses Phänomen aber nicht und auch am leicht gleitenden Slide-Mechanismus gibt es nichts zu meckern. Der Slider sitzt sowohl im geöffneten als auch im geschlossenen Zustand straff in seiner Position und weist auch zu den Seiten hin kein Spiel auf.

Mit 95,2 x 46,1 x 15,9 Millimetern Größe und einem Gewicht von 110 Gramm liegt das 6700 slide angenehm in der Hand. Kratzer dürfte es bei längerem Gebrauch und häufigem Transport ohne schützende Handytasche auf der rückseitig liegenden Kameralinse geben, denn diese ist nicht durch eine Abdeckung geschützt. Das USB-Datenkabel sitzt fest und ohne Wackler im Micro-USB-Steckplatz. Neben dem Steckplatz befindet sich der Anschluss für das Headset – leider nur in 2,5-mm-AV-Ausführung. Hier wäre ein 3,5 Millimeter-Anschluss wünschenswert gewesen.

Unter dem Display des Nokia 6700 slide befindet sich die Außentastatur. Linker und rechter Softkey sind im Standbymodus mit Menü- und Kontakt-Icons und im Menü-Modus meistens mit Options-Menü und Schließfunktion belegt. Eine Home-Taste unter dem linken Softkey führt vom Standby-Bildschirm ins Hauptmenü oder von jeder Menü-Ebene aus direkt zurück zum Standby-Bildschirm. Unter dem rechten Softkey liegt die Löschtaste. Unter Home- und Löschtaste sitzen Anruf- und Ende-/Ein-/Aus-Taste. Da Home- und Löschtaste rund und von den ansonsten flachen Funktionstasten abgesetzt sind, können alle Tasten gut blind ertastet werden. Nicht so sehr begeistern kann die Beleuchtung der Außentastatur, denn sämtliche Tastatursymbole werden nur schwach weiß von unten beleuchtet. Wünschenswert wäre eine farbliche Unterscheidung, zumindest der Anruf- und Ende-/Ein-/Aus-Tasten, von den übrigen Funktionstasten gewesen. Auch fällt die Tastaturbeleuchtung zu den Seiten hin deutlich ab. Nervig ist zudem das schon zuvor beschriebene Quietschen der Ende-/Ein-/Aus-Taste beim Testmodell. Ganz und gar überzeugen kann dagegen die große quadratische Navigationstaste mit OK-Button, die inmitten der Außentasten liegt. Sie ist groß genug, um auch mit dicken Fingern gut bedient werden zu können und ist, dank erhabenem Rand, gut bedienbar, auch ohne dabei hinzuschauen.

Nokia 6700 slideBei aufgeschobenem Slider kommt ein glattes, schwarzes alphanumerisches Tastenfeld mit weißen Symbolen zutage. Die untereinanderliegenden Tasten sind durch Rillen voneinander getrennt, die nebeneinanderliegenden Drücker gehen jedoch fließend ineinander über, was die blinde Eingabe deutlich erschwert. Die obere Tastenreihe liegt sehr dicht am oberen Slider-Rand, wodurch man während der Texteingabe immer mal wieder dagegen stößt. Überzeugen kann auch hier die weiße Tastenbeleuchtung nicht zur Gänze, denn sie fällt ebenfalls zu den Seiten hin in ihrer Leuchtkraft ab. Eine Kamerataste an der rechten Außenseite bringt das Handy in den Kamera-Modus und dient dort als Auslöser. Da sie leicht erhaben ist, kann man sie gut auf der glatten Handy-Oberfläche ertasten. Zur Lautstärkeregulierung wäre eine seitliche Wipptaste wünschenswert gewesen – diese fehlt dem Slider leider – während eines Telefonates übernimmt diese Funktion der Navigationskey.

Das 6700 slide verfügt über eine Sprachanwahl und Sprachsteuerung. Nach längerem Druck auf die rechte Softttaste wird der Name des gewünschten Kontaktes oder Programmes aufgesprochen. Das Mobiltelefon reagierte im Test dabei manchmal etwas begriffsstutzig, so dass Befehle mehrfach, trotz sehr deutlicher Aussprache, wiederholt werden mussten, bis sie vom Handy erkannt und der gewünschte Kontakt aufgerufen wurde – und das trotz zuvor absolviertem Spracherkennungstraining zur besseren Verständigung zwischen Handy und Nutzer.

Sprachqualität & Empfang

INokia 6700 slidem Test zeigte sich das Nokia 6700 slide in D-Netzen sehr empfangsstark. Im E+-Netz gab es Schwankungen in der Empfangsstärke, es kam jedoch zu keinen Gesprächsabbrüchen. Die Sprachqualität ist gut. In lauter Umgebung kann die Lautstärke über die Navigations-Taste nach oben hin nachreguliert werden, so dass der Gesprächspartner im Festnetz auch noch gut zu verstehen ist, wenn man sich beispielsweise auf Bahnhof oder Flugplatz befindet. Ausreichend für den Einsatz in mittellauter Umgebung ist die Lautstärke der Freisprecheinrichtung. Sollte man das Handy im Auto nutzen wollen, empfiehlt sich jedoch der Einsatz eines Headsets. Nicht allzu langatmig zeigt sich das 6700 slide bei den Gesprächs- und Standby-Zeiten. Hier gibt der Hersteller bis zu vier Stunden Gesprächszeit in GSM-Netzen an. Für die Standby-Zeit in GSM-Netzen werden bis zu 300 Stunden benannt. Im Test musste das Handy nach etwa einer Woche, bei gelegentlicher Nutzung von Kamera und Bluetooth und etwa einer Stunde Gesprächzeit, wieder ans Netz. Nach mehreren Ladezyklen des Akkus sollte sich dieser Wert aber noch deutlich erhöhen.

Für den SAR-Wert gibt Nokia 0,91 W/kg an.

Display & Kamera

Nokia 6700 slideDas 2,2 Zoll große TFT-Display des Nokia 6700 slide gibt 16,7 Millionen Farben in einer Auflösung von 240 x 320 Pixel sehr klar und brillant wieder. Direkt einfallende Sonne spiegelt sich sich stark in der glatten Display-Oberfläche, was die Ablesbarkeit der Darstellung deutlich erschwert. Anders sieht es bei Lampenlicht und indirekter Beleuchtung aus – hier kann der Monitor des Sliders brillieren. Die Helligkeit der Beleuchtung wird durch einen Lichtsensor den äußeren Gegebenheiten angepasst. Nach der eingestellten Beleuchtungszeit des Displays stellt sich dieses komplett dunkel – leider gibt es keine blinkende LED zur Signalisierung entgangener Anrufe oder Nachrichten, so dass erst wieder eine Taste gedrückt oder der Slider aufgeschoben werden muss, um das Display zu aktivieren. Ein Lagesensor bringt die Display-Darstellung zur Betrachtung von Fotos und Videos oder beim Surfen im Internet vom Hoch- ins Querformat, wenn das Handy gedreht wird. Im Test funktionierte der Sensor sehr schnell und verzögerungsfrei. Alternativ lässt sich mit dem Sensor der Klingelton abstellen oder die Schlummerfunktion aktivieren, wenn das Handy auf die Displayseite gedreht wird.

Die 5-Megapixel-Kamera des Nokia 6700 slide verfügt über Autofokus und zwei LED-Blitzlichter. Als Auslöser dient die Kamerataste. Im Test brauchte ein Foto bei eingeschaltetem Autofokus etwa zwei Sekunden, bis es im Kasten war. Das Display fungiert im Querformat als Sucher. Gezoomt wird über zwei Richtungstasten des Navigationskeys. Das Nokia 6700 slide verfügt im Kamera-Modus über die Einstellungsfunktionen:

  • Nokia 6700 slideMotivprogramme
  • Blitzmodus
  • Selbstauslöser
  • Bildfolgemodus
  • Bildqualität (5M, 3M, 2M, 0,8M, 0,3M)
  • In Album einfügen
  • Bild zeigen
  • Standardname für Fotos
  • Albumfunktion
  • Verstärkter digitaler Zoom
  • Auslöserton
  • Verwendeter Speicher
  • Panorama-Modus

Im Videomodus gibt es die Einstellungsoptionen:

  • Panorama-Modus-öffnen
  • Motivprogramme
  • Videolicht einschalten
  • Weißabgleich
  • Farbton
  • Videoqualität
  • Audioaufnahme
  • In Album einfügen
  • Videoaufnahme zeigen
  • Standardname für Videos
  • Verwendeter Speicher

An den naturgetreu wiedergegebenen Farben, der mit dem Nokia 6700 slide geschossenen Aufnahmen, gibt es nichts zu meckern. Allerdings wirken auch bei höchster Auflösung aufgenommene Fotos etwas grobkörnig, wenn sie auf einem großen PC-Monitor betrachtet werden. Dieses verstärkt sich noch, wenn die Lichtverhältnisse nicht optimal sind. Sehr gut funktioniert die Ausleuchtung dunkler Räume mit dem doppelten LED-Licht. Dieses fungiert auch als Dauerbeleuchtung bei Videoaufnahmen. Videos werden in einer Auflösung von bis zu 640 x 480 Pixel aufgenommen. Anders als als bei Fotoaufnahmen zeigen sich Videoaufnahmen nicht grobkörnig sondern sehr klar. Lediglich ein leichtes Bildwabern stört die Wiedergabe. Für Spaßaufnahmen ist die Videoaufnahme-Funktion des Sliders durchaus sehr gut geeignet. Sowohl Fotos als auch Videos können direkt auf dem Handy nachbearbeitet, mit Tags versehen oder vom Handy aus an einen Drucker geschickt werden.

OS & Bedienung

Auf dem Nokia 6700 slide arbeitet der Nutzer mit der Symbian S60 Betriebssystem der Version 3.2. Der Standby-Bildschirm informiert nicht nur über die wichtigsten Ereignisse, Akkuladestand und Empfangsstärke, sondern ist mit Kontakt-Fotos bestückbar, die über eine Foto-Leiste direkt angeklickt und aufgerufen werden können. Außerdem wird man werksseitig über über aktuelle Kalendereinträge und empfangene E-Mails benachrichtigt und kann Fotos von hieraus freigeben oder auf Internetplattformen hochladen. Alternativ kann der Programmliste ein MiAudioPlugin und ein Link zur Kontaktliste auf Ovi hinzugefügt werden.

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Eine Menüleiste am unteren Bildschirmrand ist außerdem frei mit bis zu sechs beliebigen Schnellzugriffen auf jeweils eine der vielen vorhandenen Anwendungen belegbar. Liebt man es eher schlicht, kann auf Kontakt-Fotos und Programme auf dem Standby-Bildschirm verzichtet werden, indem das Standby-Thema auf Standard (keine Menüleisten, Kontakt-Fotos etc.), horizontale oder vertikale Symbolleiste gesetzt wird – hier werden nur die wichtigsten Anwendungen in einer kurzen Symbolleiste zusammengefasst.

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Im Hauptmenü werden Menü-Icons der grundlegenden Programme und Einstellungsmöglichkeiten wahlweise als Raster, Liste, Hufeisen oder im V-Form angezeigt. Dem Menü können neue Ordner hinzugefügt werden und die Reihenfolge der Ordner ist flexibel. Unter den Menü-Icons befinden sich Untermenüs in Raster- oder Listenansicht. Die Anordnung der Untermenüs ist meistens logisch, jedoch sind die Menüs so umfangreich, dass es für den Symbian-ungeübten Benutzer schon mal etwas unübersichtlich werden kann. Menüpunkte werden zügig vom 6700 slide geöffnet, lediglich beim Scrollen durch Bildergalerien reagiert das Handy etwas ruckelig.

Auf dem Nokia 6700 slide geschieht die Texteingabe über das alphanumerische Tastaturfeld. Eine optionale automatische Wortergänzungs-Funktion erleichtert die Eingabe des Textes. Einer Nachricht können Visitenkarten, Textvorlagen, Bilder, Videoclips, Soundclips, Text, Präsentationen und sonstige Dateien hinzugefügt werden. Ist eine Datei zu groß für eine SMS, wird die Nachricht automatisch in eine MMS umgewandelt und die angehängte Datei der maximalen MMS-Größe angepasst. Außerdem können Textstellen kopiert oder ausgeschnitten werden.

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Auch einer E-Mail kann man beliebige Dateien anhängen. Um eine E-Mail verfassen zu können, muss jedoch erst einmal ein E-Mail-Konto auf dem Handy angelegt werden. SMTP-, IMAP- und POP3-Konten werden unterstützt. Bei der Einrichtung hilft ein E-Mail-Assistent. Im ersten Schritt bietet der Mail-Assistent direkte Einrichtungslinks zu Konten von Ovi Mail, Yahoo! Mail, Google Mail, Windows Live, Mail für Exchange und anderen E-Mail-Providern an.

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Ob und wann über eingehende E-Mails informiert werden soll, kann in den E-Mail-Optionen festgelegt werden. Hierfür sind acht Intervalle zwischen fünf Minuten und einmal am Tag einstellbar. Um teure Datenverbindungen beim Aufenthalt im Ausland zu vermeiden, kann die Option „nur in eigenem Netzwerk abrufen“ aktiviert werden. Außer SMS, MMS und E-Mails können auch Audiomitteilungen über das Nokia 6700 versandt werden.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Nokia 6700 slideDank Quadband-Technologie ist man mit dem Nokia 6700 slide fast überall auf der Welt erreichbar. Im Internet surft man über die Datenverbindungen GPRS, EDGE oder UMTS. HSDPA 10,2 Mbit/s und HSUPA 2 Mbit/s sorgen für schnellen Daten-Down- und Upload. Wünschenswert wäre WLAN gewesen, zumal eines der Hauptmerkmale des 6700 slide die zahlreichen Sozial-Network-Anwendungen sind. Daten können über Bluetooth 2.0 zwischen Handy und anderen Bluetooth-fähigen Geräten ausgetauscht werden. Im Test benötigte der Slider 18 Sekunden für den Transfair eines 1,45 Megabyte großen Fotos zum PC via Bluetooth. Ist das 6700 über das USB-Datenkabel mit dem PC verbunden, wird es bei eingelegter MicroSD-Speicherkarte als Massenspeicher erkannt, so dass auch auf diesem Wege ein schneller Austausch großer Dateien zwischen den Geräten stattfinden kann. Alternativ bietet das Handy beim Anschluss eines USB-Kabels eine direkte Bildübertragung zum PC und die Verbindung über die PC Suite, sprich Nokia Ovi Suite an. Das funktioniert allerdings nur, wenn vorher die Nokia Ovi Suite von der Hersteller-Website heruntergeladen und auf dem PC installiert wurde. Mit der Ovi Suite können Notizen, Kalendereinträge, Kurz- und Multimedia-Mittelungen, Browser-Lesezeichen und Kontakte zwischen Handy und PC oder einem kompatiblen Programm im Internet synchronisiert werden. Außerdem ist über die Ovi Suite das Herunterladen von Karten auf das Mobiltelefon möglich. Sollte der 60 Megabyte große flexible Speicher des Mobiltelefons nicht zum Ablegen aller Fotos oder Musikdateien reichen, kann dieser mit einer MicroSD-Speicherkarte auf bis zu 16 Gigabyte aufgerüstet werden.

Multimedia & Organizer

Der WebKit-basierte Open Source Internet-Browser des Nokia 6700 slide unterstützt das Ausführen von JavaScripten und Flash Lite 3.0. Direktlinks führen den Nutzer bei einem Klick auf das Internet-Icon zu Nokia.mobi, Ovi.mobi, Facebook, MySpace und YouTube. Dank Video-Streaming können Videoclips direkt auf der YouTube-Website betrachtet werden. Außerdem unterstützt der Browser die Verwaltung privater Daten. Der Browser wird werkseitig in der Ganzseitenansicht angezeigt - das alphanumerische Tastenfeld ist mit Schnellzugriffen belegbar, so dass von hieraus die Optionen Symbolleiste, Stichwortsuche, als Lesezeichen speichern, Vollbild, Seitenübersicht, Web-Adresse öffnen, Vergrößern, Startseite öffnen, Verkleinern, Eine Seite zurück und Neu laden direkt aufgerufen werden können.

Als Sprinter kann der Browser jedoch nicht bezeichnet werden – im Test benötigte er bei EDGE-Verbindung geschlagene 70 Sekunden, um die inside-handy.de – Startseite in der klassischen Ansicht vollständig zu laden. Das geht mit einigen anderen Handy-Browsern schon wesentlich schneller! Umso bedauernswerter ist das fehlende W-LAN, denn an Social-Network-Optionen stellt das Nokia 6700 slide einiges zur Verfügung und bietet zudem über Direktlink-Icons die Möglichkeit des Downloads weiterer Anwendungen, die noch nicht auf dem Handy vorinstalliert sind. Unter dem Menü-Icon „Freigabe“ verbergen sich Direktlinks zu Ovi Dateien, MySpace, Hi5, Twitter, Online-Freigabe, Ovi Kontakte (Ovi Chat und Synchonisierung), Facebook und YouTube.

Über Bluetooth GPS oder netzbasiert können mit dem Nokia 6700 slide Reisestrecken festgelegt und der eigene Standort ermittelt werden. Das 6700 unterstützt hierbei die Verwendung von Ovi Karten. Im Test klappte die netzbasierte Standortbestimmung jedoch nicht. Obwohl eine netzbasierte Bestimmungsmethode eingestellt war, forderte das Gerät immer wieder auf, erst eine satellitenbasierte Standortmethode zu aktivieren.

Musikstücke werden auf dem Nokia 6700 slide in die Kategorien Interpreten, Alben, Wiedergabelisten, alle Songs, Genres und Komponisten eingeordnet. Ein Klangregler mit diversen Klangfarben, Bass-Booster, Stereo-Raumklang und Balance-Regler passen die Wiedergabe dem eigenen Geschmack an. Während der Wiedergabe werden ein Bild des Albums, der Interpret und Titel angezeigt. Die Lautstärke-Regulierung erfolgt über die Navigations-Taste. Über den Handylautsprecher tönt die Musik voll, wenngleich etwas höhenlastig. Zur Wiedergabe über ein Headset ist man mangels 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss auf das mitgelieferte Headset angewiesen. Dieses leistet aber gute Dienste und einen vollen Klang.

Nokia 6700 slide
Nokia 6700 slide
Nokia 6700 slide
Nokia 6700 slide

Auch das Radio des 6700 slide benötigt das Headset, da dieses als Antenne fungiert. Ist dieses angeschlossen, kann die Wiedergabe jedoch auch über den Handylautsprecher erfolgen. Lokale Sender können über ein Senderverzeichnis heruntergeladen werden, dieses erfordert jedoch eine Verbindung zum Internet. Alternativ sind die Sender manuell einstellbar. Bis zu 50 Sender lassen sich auf dem Mobiltelefon speichern.

Der komfortable Kalender des Nokia 6700 slide wird wahlweise in Aufgaben-, Termin-, Tages-, Wochen- oder Monatsansicht angezeigt. Besprechungen, Besprechungsanfragen, Notizen, Jahrestage und Aufgaben können mit Daten wie Betreff, Start- und Endzeit, Datum, ganztägig, Ort, Alarm, Wiederholung, Öffentlich und Details versehen und in den Kalender eingetragen werden. Für die Erinnerung an ein Ereignis lassen sich verschiedene Kalender-Signaltöne und Erinnerungsintervalle einstellen.

Auch das Telefonbuch des Handys zeigt sich in seinen Einstellungsmöglichkeiten umfangreich. So können Kontake mit Vorname, Nachname, Mobilnummer, Festnetznummer, E-Mail, Videoanrufnummer, Firma, Position, Synchronisation, Adresse, Geburtstag und zahlreichen weiteren Kontakt-Informationen versehen werden. Außerdem können Kontakte Gruppen zugeordnet werden. Fügt man einem Kontakt ein Foto hinzu, wird dieses in der Foto-Leiste auf dem Standby-Bildschirm angezeigt und ist von dort aus direkt abrufbar. Im „Protokoll“ des 6700 slide werden Anrufe in Abwesenheit, angenommene Anrufe, gewählte Nummern und alle Anrufe mit Zeit, Datum und Anrufdauer aufgelistet. Außerdem beinhaltet der Protokollordner einen Paketdatenzähler für gesendete und empfangene Daten.

Praktisch ist auch ein Dateimanager, der in den Programmen zu finden ist. In ihm sind alle Ordner des Telefons und der Speicherkarte aufgelistet, zudem können neue Ordner selbst erstellt werden. Die Profile Allgemein, Lautlos, Besprechung, Draußen, Pager und Offline können vom Benutzer mit Klingelönen, Videoanrufsignal, Ansage des Anrufernamens, Klingeltonart- und Lautstärke, Kurzmitteilungssignal, E-Mail-Signal, Vibrationsalarm, Tastentönen und Warntönen personalisiert werden. Zudem sind die Profile Lautlos, Besprechung, Draußen und Pager zeitbegrenzt einstellbar. Auch neue Profile kann man selber anlegen.

Auf dem Nokia 6700 slide ist das Jump and Run Spiel „Bounce Tales“ installiert. Das Spiel erinnert an das klassische „Super Mario“, nur dass man hier einen Gummiball anstatt Mario durch Hindernisse hüpfen lässt. Die Steuerung erfolgt über den Navigationskey oder die alphanumerische Tastatur. Hinsichtlich der jungen Zielgruppe des 6700 slide hätte Nokia dem Handy ruhig ein paar mehr Spiele spendieren können. Weitere Spiele, Programme, Audio- und Video-Dateien und Individualisierungen kann man sich aus dem Nokia Ovi Store auf das Handy herunterladen, allerdings meistens kostenpflichtig. Einige wenige Spiele oder Anwendungen sind kostenlos oder als Testversion zu haben. Videos können über den auf dem Handy installierten RealPlayer in den gängigsten Formaten abgespielt werden. as 6700 slide verfügt zudem über einen Datenmanager, eine Sprachausgabe (auf dem Testgerät allerdings nur englischsprachig), Taschenrechner, Umrechner und eine Notizfunktion.

Fazit

Nokia 6700 slide

Bis auf kleine Verarbeitungsmängel macht das Nokia 6700 slide einen stabilen und optisch seiner Zielgruppe angepassten Eindruck. Viele Schnellzugriffsfunktionen und ein flexibel gestaltbares Menü lassen Freude bei Individualisten aufkommen. Besonders auf ihre Kosten kommen Nutzer mit Spaß am Social-Networking. Dabei hätte dem schicken Slider jedoch W-Lan, zusätzlich zu UMTS und EDGE, gut zu Gesicht gestanden. Als hochwertig erwiesen sich im Test der gute Klang des MP3-Players, sowie die überzeugende Video-Aufnahme-Funktion. Eine netzbasierte Standortbestimmung mochte dahingegen nicht klappen und auch die Zuverlässigkeit der Spracherkennungsfunktion ließ etwas zu wünschen übrig,.

Pro

  • viele Social-Network-Applikationen
  • guter MP3-Player
  • gute Video-Aufnahme-Qualität
  • gute Sprachqualität
  • viele Schnellzugriffsmöglichkeiten und flexible Menü-Gestaltung

Kontra

  • quietschende Außentastatur
  • kein W-Lan
  • im Test funktionierte die netzbasierte Standortbestimmung nicht
  • Spracherkennungsfunktion unzuverlässig

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