Test des Nokia 6500 Classic

17 Minuten

Nokia 6500 Classic: Draufsicht

Nokia lässt sich als Weltmarktführer selten die Butter vom Brot nehmen: Ob pures Multimedia, mobiles Büro oder stylisches Designerhandy, die Finnen bedienen praktisch jeden Markt. Nur in einem Feld zeigte sich die sonst siegessichere Nummer 1 unterrepräsentiert: Im Reigen der extrem flachen Handys waren vor allem Motorola und Samsung aktiv, und auch Sony Ericsson mischte mit. Jetzt bringt Nokia mit dem 6500 Classic erstmals ein Mobiltelefon mit weniger als zehn Millimetern Dicke. Wir haben den Flachmann ins Testlabor geschickt, und seine Wettbewerbsfähigkeit auf die Probe gestellt.Nokia 6500 Classic: VerpackungEin zartes, flaches Pappschächtelchen begrüßt den Besitzer eines Nokia 6500 Classic, vorne mit dem Abbild des Handys versehen, sowie seinem Namen. Wer mehr über den Inhalt erfahren will, muss die Verpackung um 180 Grad drehen. Dort auf der Rückseite sind die allerwichtigsten Features kurz zusammengefasst. Der Karton ist hervorragend stapelbar: Seitlich ist der Name des Handys noch einmal in riesigen Lettern aufgebracht, sodass man beim Griff ins Regal keinen Fehler macht.

Klappt man die dünnen Pappe auf, bleibt der Eindruck einer etwas billig geratenen Schachtel: Ein hauchdünner schwarzer Karton, in den ein kleiner „Form und Funktion"-Flyer eingelassen wurde, ergänzt das recht befindliche Handy. Schönes Motto übrigens, wobei die Schachtel zwar ihren Punkt bei der Funktion machen mag, die Form, zumindest jene der Verarbeitung, ist doch eher schäbig. Einmal mehr feiert hier vermutlich der Shareholder-Value seinen Sieg, denn eine ähnliche Umverpackung wäre vor kurzem vielleicht in der billigsten Einsteiger-Serie zu finden gewesen.

Direkt darunter findet man das mitgelieferte Zubehör. Und das ist den Umständen entsprechend ordentlich: Den Kunden erwarten der Akku, das Ladegerät, das Stereoheadset mit Micro-USB-Anschluss, ein USB-Datenkabel, die obligatorische CD-ROM mit der PC Suite sowie das jetzt komplett in schwarz-weiß gehaltene Handbuch. Früher, als alles besser war, wäre das Handbuch farbig gewesen.

Nokia 6500 Classic: Lieferumfang
Nokia 6500 Classic: offenes Gerät hinten
Nokia 6500 Classic: TastenUm das 6500 Classic in Betrieb zu nehmen, erfordert es keine Anleitung oder anderweitigen Aufwand: Hier passt alles perfekt zusammen. Die SIM-Karte findet ihren Platz, der Akku rastet so ein, dass man das Gefühl bekommt, der wolle da nicht wieder weg. Doch das Gefühl trügt: Genauso einfach, wie er einrastet, lässt er sich auch wieder entfernen. Ein echter Minuspunkt ist lediglich die Heckklappe aus weichem und haptisch wenig ansprechendem Plastik. Diese lässt sich zwar einfach aufschieben und wieder entfernen, macht aber keinen sehr langlebigen Eindruck.

So, nun ist es betriebsbereit, also sollten wir das Gerät selbst einmal betrachten. Das 6500 Classic ist auf der Vorderseite wirklich ansehnlich, und das auch unabhängig von seiner Form. Das Handy macht einen weitestgehend hochwertig verarbeiteten Eindruck, der Metallrahmen des Hauptgehäuses – leicht gebürstetes schwarzes Aluminium, so scheint es, ist gelungen, gut auf einander abgestimmt und anscheinend auch sehr robust. Das Gehäuse ist recht griffig, und da, wo man ein Stückchen Metall in der Hand hält, fühlt es sich auch wertig an. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten, und der offenbart sich hier in Gestalt der schwarzen Akkuklappe, die sich so gar nicht mit dem Rest des Handys anfreunden will: Sie fühlt sich nicht nur sehr billig an, sie schmiert auch beim leichtesten Fingerabdruck schrecklich schnell voll.

Die Elemente der Vorderseite sind sehr gut aufeinander abgestimmt. Ein großes, schwarzes und doch spiegelndes Display, gleich darunter die gut aufeinander abgestimmten Bedientasten sowie der Rest der Tastatur, alle mit einem kleinen, silbernen Rand abgesetzt. Die Tasten sind im oberen Bereich gut handhabbar, und das, weil sie ausreichend groß dimensioniert ausfallen, dabei aber nicht zu groß wirken. Das gleiche Bild offenbart sich bei den normalen numerischen Tasten: Auch wenn sie auf den ersten Blick schmal, sind sie auch mit dickeren Fingern gut zu bedienen. Also ein Allrounder, der auf schlank macht. Schöne Idee.

Nokia 6500 Classic: GrößenverhältnisKommen wir zu dem, was das Handy außen sonst noch umgibt: Auf der Unterseite des Handys befindet sich auf gleicher Höhe des schmalen Lautsprecherschlitzes auch die dezente Kamera sowie der schmale Blitz, um auch im Dunklen noch Bilder machen zu können. An der Oberkante herrscht Schlichtheit: Hier findet man nur den Mini-USB-Anschluss, welcher zum Laden oder Datentransfer genutzt wird. Mehr findet man nicht, das Handy ist einfach nur, nun ja, Handy.

Die Spaltmaße sind minimal und die Tasten weisen keinerlei Angriffsflächen für Schmutz und Staub auf. Das Handy wirkt trotz seines weitestgehend edlen Auftretens sehr robust. Es scheint auch einen Sturz ohne größere Schäden überstehen zu können, Testen wollten wir es jedoch nicht. Die Micro-USB-Anschlussstelle – für Headset, Ladekabel und USB-Kabel auf der Oberseite – lässt sich das Anschließen von Zubehör konfliktfrei gefallen. Es hält gut und dürfte nicht unbeabsichtigt, etwa in der Tasche, herausrutschen.

Wie schon die Größe von gerade einmal 110 x 45 x 9,5 Millimetern ist auch das Gewicht von 94 Gramm überaus stimmig. Das 6500 Classic wirkt keineswegs zu leicht, sondern sogar schon etwas schwer und damit wertvoll. Auf der anderen Seite sind 94 Gramm in der Hosentasche geradezu nichts, und wer es dort positioniert, bemerkt es schon nach kurzer Zeit nicht mehr.

Nokia 6500 Classic: LadekabelAnsonsten liegt es hervorragend in der Hand, die Tasten sind ohne große Verrenkungen erreichbar und auch im Dunkeln gut zu erfühlen. Blind SMS-Tippen ist schwierig, die minimalen Erhöhungen auf der Taste „5" sind nicht wirklich nützlich. Gut angelegt hingegen sind die Funktionstasten, ist doch zwischen diesen ausreichend Platz, um nicht aus Versehen falsch zu drücken. Gut, viele sind es ja auch nicht.

Der Vibrationsalarm ist gut spürbar, funktioniert auch mit Klingelton und ist leise genug, um im Theater nicht die ganze Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das Navigieren in den verschiedenen Menüs und das Steuern der Musik erleichtert der leicht bedienbare Navi-Key in der Mitte des Gerätes erheblich.

Nokia 6500 Classic: HeadsetSprachqualität und Empfang finden sich beide im ordentlichen Mittelfeld wieder. Man kann seinen Gesprächspartner laut und deutlich verstehen, wichtige Nachrichten zu übermitteln ist kein Thema mit dem 6500 Classic. Auch flüsternde Personen sind gut zu verstehen. Einzig bei starken Nebengeräuschen, etwa auf einem Flughafen oder an einer stark befahrenen Straße reicht die höchste Lautstärke nicht ganz aus. Hier empfiehlt sich das Headset, das auch sonst mit einer wesentlich besseren Sprachqualität aufwarten kann als das Handy selbst.

Auch praktisch: Dank der eingelassenen Lautsprecher kann man Gespräche auch „frei sprechen", also das Handy auf den Tisch legen und sich anderen Dingen widmen. Dieser scheppert allerdings sehr gerne, was das Telefonieren nicht gerade zu einem echten Vergnügen macht. Gut klingt alleine die Einschaltmelodie. Nehmen Sie lieber das Headset, das ist nämlich wirklich gut.

In schwachen Netzen, an Orten mit schlechtem Empfang oder bei schneller Fortbewegung ist nur manchmal ein Gesprächsaufbau möglich, andere, ältere Handys wie Motorolas gutes altes V3 oder auch das Nokia N70 können da deutlich mehr herausholen. Gesprächs- und Standbyzeit sind mit gemessenen knappen vier Stunden, bzw. 300 Stunden sehr ordentlich.

Nokia 6500 Classic: BeleuchtungDas Display ist mit seinen 240 x 320 Pixeln recht groß und auch sehr gut aufgelöst. Die Farbwiedergabe und die Schärfe sind hervorragend, wer einen Pixel sehen möchte, muss schon mit einer Lupe rangehen. Da machen sich die 16,7 Millionen Farben tatsächlich bezahlt. Die Beleuchtung ist ebenfalls hervorragend, gerade der Gegensatz zwischen dem Handy im Standby und dem laufenden Gerät ist erstaunlich. Die Kunststoff-Oberfläche des Displays hat zusätzlich noch den Vorteil, nur wenig zu spiegeln, was auch bei Sonnenlicht das Dargestellte gut lesbar macht.

In Sachen Displayeinstellungen hat das 6500 Classic nichts zu bieten, wäre man gehässig, könnte man den Entwicklern eine „Friß oder Stirb"-Einstellung unterstellen. Gut, verschiedene Designs wie Hintergrundbilder oder der Startbildschirm und Bildschirmschoner können individuell angepasst werden. Ein wirklich schönes Feature ist die Einstellmöglichkeit für die Schriftgröße, was es sowohl den Adleraugen als auch kurzsichtigen Menschen leicht macht, das Handy zu nutzen. Vorgefertigte Profile gibt es einige, diese sind sinnvoll angepasst, können aber auch selbst modifiziert werden.

Auch Fotos lassen sich mit dem 6500 Classic machen, wenn auch nicht wirkliche Schnappschüsse: Da das Handy über keine dezidierter Kamera-Taste verfügt, muss man die Fotofunktion erst aus dem Menü heraussuchen. Aktiviert man die Kamera, hält man das Gerät horizontal und nutzt das Display als Sucher. Sechs verschiedene Aufnahmegrößen von 1600 x 1200 Pixeln bis zu 320 x 240 Pixeln sind möglich, darüber hinaus noch Effekte (Falschfarben, Graustufen, Sepia, negativ, etc.), um das Bild zumindest anders zu gestalten. Die Kamera hat eine digitale Zoomfunktion, einen Nachtmodus, einen Verschlusston zum an- und ausschalten (erklingen beim Abdrücken oder eben nicht), einen Selbstauslöser und einen Weißabgleich.

Nokia 6500 Classic: KameraMinuspunkte bekommt das Handy vor allem in der Fotofunktion: Das Auslösen eines normalen Fotos in bester Qualität dauert mehr als zwei Sekunden und ist damit unterirdisch langsam. Ist man dann mit dem Resultat zufrieden, puzzelt das Handy noch einmal sechs Sekunden vor sich hin, um es in die internen Speicherreserven zu bringen.

Ein Video kann maximal mit 176 x 144 Pixel aufgenommen werden, da die Bildfolge hier ungleich höher ist. Leider ist die Qualität aufgrund der geringen Auflösung sehr mager, schon auf dem Handy selbst sieht ein solches Video nicht doll aus, vom PC wollen wir lieber ganz schweigen.

Immerhin verfügt das Handy über einen Blitz mit zwei LEDs, und erleuchtet dunkle Umgebungen auf einer Distanz von etwa einem Meter. Mit einem Xenon Blitz kann das wirklich nicht verglichen werden, die ganze Kamera dient mehr der Dokumentation denn dem Aufnehmen von abdruckbaren Bildern.

Alle Bilder und Videos werden im internen, mit einem Gigabyte recht ordentlich bemessenen Speicher verwaltet. Also, um genau zu sein: Das Gigabyte, wollte man es mit selbst gemachten Bildern füttern, wäre hoffnungslos überdimensioniert, denn bei der Fotografiegeschwindigkeit dürfte man Wochen brauchen, um den Speicher zu füllen.

Nokia 6500 Classic: Foto Schloss
Nokia 6500 Classic: Menü
Nokia 6500 Classic: neue NAchricht
Nokia 6500 Classic: Kontakte
Nokia 6500 Classic: Details
Nokia 6500 Classic: Einstellungen
Nokia 6500 Classic: Verbindungen
Nokia 6500 Classic: Galerie
Nokia 6500 Classic: Music Player
Nokia 6500 Classic: Backgammon
Nokia 6500 Classic: Organizer
Nokia 6500 Classic: Rechner

Einfachheit war ja schon immer die Stärke von Nokia, so auch hier. Ins Menü geht es schnell und intuitiv: Mit nur einem Druck auf die mittlere Taste (innerhalb des Navi-Key) kommt man in die zentrale Bedienung des 6500 Classic.

Man kann im Menü durch Drücken einer Zahl direkt in ein bestimmtes Menü gelangen, etwa die „5" für die Nachrichten. Alternativ kann man über die Navigationstasten steuern.

Die Untermenüs sind, wie immer bei einem Nokia-Handy mit Series40-Betriebssystem, variabel und einfach aufgebaut. Gewöhnlich sind die einzelnen Punkte als Listen angeordnet, die Anrufe und Optionen haben jedoch zusätzlich Registerkarten, welche sich durch horizontales Navigieren erreichen lassen. Die Weglängen sind erträglich, allerdings braucht man etwa zur Auswahl eines Bildschirmschoners mindestens acht Klicks zuzüglich der Wahl des entsprechenden Bildes.

Dafür gibt es im Gegenzug die Schnellzugriffsfunktion: Im Ruhezustand lassen sich auf dem linken Softkey die wichtigsten Funktionen unterbringen, die man täglich benötigt und nicht erst mühsam über das Menü suchen will. Leider ist die Liste so lang, dass es für einige Punkt schon wieder zu aufwändig ist, sie zu verwenden.

Sehr beeindruckend sind die Lichteffekte, die das Handy ausführen kann. Dabei blinkt es rhythmisch, man bekommt fast den Eindruck, das Telefon würde atmen oder man schaue seinem Herzschlag zu. Wie oft es erscheint, sprich wie lange es Aufleuchten soll, lässt sich im Menü einstellen.

Davon hat man jedoch immer nur kurz etwas. Energie zu sparen ist zwar zum Einen das Gebot der Stunde, doch übertreibt das 6500 Classic etwas: Kaum drückt man für fünf Sekunden mal keine Taste, schaltet sich das Display aus, selbst wenn man bei einem Handyspiel längere Zeit keine Taste drücken muss, aber durchaus dem Spielverlauf folgen möchte.

Das Schreiben von Kurznachrichten ist denkbar einfach. Die Eingabehilfe ist lernfähig, die Tasten gut und schnell zu drücken. In der oberen rechten Ecke ist der Zähler angebracht, der die Zahl der noch freien Zeichen von 1000 herunterzählt, du zugleich anzeigt, wie viel schon getippt wurde. Gut gelöst.

Das Anrufprotokoll erreicht man schnell über die linke Hörertaste, dort kann man mit dem Navi-Key schnell durch die vier Register (Alle, Angenommen, Gewählt und Unbeantwortet) navigieren.
Sehr angenehm ist auch das Hilfesystem. Wo immer ein Punkt unklar ist, gibt es eine Information zu der entsprechenden Einstellung. Sollte mal eine noch unbelegte Taste gedrückt oder eine Funktion ausgewählt werden, die weitere Einstellungen benötigt, wird das erklärt und eine Lösung angeboten. So wird man bei nicht eingestecktem Headset und der Auswahl des Radios darauf hingewiesen, dass dieses (bzw. ein Zubehörteil, aber das kann man sich ja ausmalen) unbedingt benötigt wird, da dort die Antenne integriert ist.

Musiktechnisch ist das 6500 Classic ein gut ausgestatteter Begleiter: Der Player ist wirklich ausgereift, bietet eine Menge Funktionen und auch eine gut strukturierte Darstellung. Das heißt, wenn man ihn erreicht, denn den großen Vorteil eines Musikbuttons, wie ihn beispielsweise die Walkmanhandys haben, ist bei Nokia bis heute nicht angekommen.

Interessant ist die Medienbibliothek: Hier kann man einfach durch die Anwahl eines Interpreten oder eines Albums ein Satz Zusatzinformationen nach unten hin aufblenden, was aufwändiges Scrollen zwischen Titel, Interpret und Album erspart. Ebenfalls positiv ist der eingebaute Equalizer einzuordnen, der eine Vielzahl von Einstellmöglichkeiten bietet, die tatsächlich etwas bewirken.

Einen Minuspunkt stellt der interne Speicher von einem Gigabyte dar, der sich nicht erweitern lässt. Gut, von einem Gigabyte internem Speicher hätte man vor zwei Jahren noch geträumt, doch ist das nur eine magere Einladung zum Musikhören. Mehr als ein Satz Lieblingstitel passt da nicht samt Albumcover drauf, da macht selbst ein Nokia 6233 einen besseren Eindruck, kann man hier doch den Speicher erweitern.

Das Headset ist leicht anzuschließen und lässt sich auch einfach in den Ohren und an der Kleidung befestigen, so dass das Mikrofon immer in Hörweite ist. Leider fällt das Anbauteil irgendwie recht leise aus, sodass Musikhören nicht immer ein Vergnügen ist, vor allem nicht in lauten Umgebungen.

Nokia 6500 Classic: USB KAbelWer Verbindungen sucht, bekommt hier viel geboten: Telefonieren kann das 6500 Classic im Quadband-GSM- und UMTS-Netz, Daten schaufelt es via GPRS, EDGE und UMTS. Gut, das sollte man auch erwarten bei einem Handy, dass irgendwie in die Fußstapfen des Nokia 6233 tritt. Ebenfalls positiv: Das Handy verfügt nicht nur über eine Bluetooth-Schnittstelle zum Daten bewegen, sondern auch gleich das passende A2DP-Upgrade, was es möglich macht, auch Musik ohne Kabel auf einen Stereokopfhörer zu streamen.

Ebenfalls praktisch ist das neue Datenkabel mit Micro-USB-Anschluss: Zum einen wird damit ein sinnvoller Standard etabliert, zum anderen ist die Übertragungsgeschwindigkeit ordentlich. Der Abgleich via Nokia PC Suite funktioniert reibungslos, und gleich ab dem ersten Versuch. So muss das sein. Auch lässt sich der Anschlussmodus frei wählen und macht das 6500 Classic ruckzuck zum externen Massenspeicher.

Komfort gehört zu den Dingen, die ein Nokia Handy groß schreiben sollte. Schließlich haben es praktisch alle Vorgänger schon getan. Das tut auch das 6500 Classic, indem es alles bringt, was Otto-Normal-Handyuser heutzutage so benötigt.

Der Kalender ist so recht umfangreich geraten. Neben der normalen Monatsansicht bietet er auch eine Wochenansicht. Zudem können Termine mit Anfangsdatum/-zeit und Enddatum/-zeit gespeichert werden. Geburtstage werden direkt aus dem Adressbuch in den Kalender übernommen. Einzelne Termine können kopiert, verschoben oder auch via Infrarot, Bluetooth, SMS, E-Mail oder MMS gesendet werden.

Das Adressbuch kann pro Kontakt so viele Informationen speichern, wie im Regelfall noch denkbar sind: So finden bis zu fünf Nummern, Mailadresse, Webadresse, Bild, persönlicher Rufton, Foto, Video, Titel, Firma, Straße, Ort, Bundesland, PLZ, Land (Straße bis Land auch noch privat), Bemerkungen und zusätzlich noch der Geburtstag gespeichert werden. Wem das nicht reicht, dem können wir auch nicht helfen.

Nokia 6500 Classic: Seitenansicht oben
Nokia 6500 Classic: Ecke oben links
Nokia 6500 Classic: Seite links
Nokia 6500 Classic: Ecke unten links

Im Menüpunkt Organizer befindet sich unter anderem der Punkt Alarmsignale. Man kann den Alarmton frei wählen und zusätzlich einen regelmäßigen Alarm definieren.

Die Aufgabenfunktion dient der Speicherung von noch zu erledigenden Aufgaben oder Anrufen und speichert diese inklusive Erinnerungsfunktion ab. Nach Erledigung kann eine Aufgabe als erledigt markiert werden und steht so zum späteren Abruf bereit. Notizen können auch gespeichert werden. Zusätzlich zur normalen Textspeicherung kann eine Notiz auch im Standby angezeigt werden, damit diese nicht vergessen wird.

Der integrierte Taschenrechner beherrscht nicht nur Division, Multiplikation, Addition und Subtraktion, sondern auch mathematische Formeln wie Sinus, Cosinus oder Tangens. Ebenfalls enthalten ist ein Wechselkursrechner, was ganz praktisch außerhalb des Euro-Raums ist.

Weiterhin befinden sich im Organizer ein Timer (Countdown) und eine Stoppuhr.

Gleich vier Spiele werden von Haus aus mitgeliefert. „Sudoku" enthält ein gleichnamiges Knobelspiel, „Snake" macht das, was Snake schon immer auf dem Nokia-S40-Handy gemacht hat, nämlich Schlangen durch ein Labyrinth zu schicken, „Golf Tour" bereitet kleine Ausflüge auf das Green vor und „Backgammon" sorgt für knobelige Abende. Ein rundes Set, das sich selbstverständlich erweitern lässt.

Nokia 6500 Classic: offenes Gerät vorne

Nokia hat mit dem 6500 Classic ein Handy auf den Markt gebracht, dass nicht nur dünn ist, sondern auch eine Menge Funktionen bietet. Schick ist es, das steht außer Frage, und ein weiteres Mal setzen die Finnen auf ihr Betriebssystem S40, das zwar nicht mehr innovativ, aber halt immer noch intuitiv ist. Der Musikspieler stellt ein echtes Highlight dar, der interne Speicher von einem Gigabyte ist solide.

Also, nichts auszusetzen? Doch, hier gibt es auch Schattenseiten: Für ein echtes Multimedia-Handy ist der Speicher viel zu klein, die Haptik ist zum Undank der Akkuklappe bestenfalls mittelmäßig und billig, und die Kamera ist ein echter Rückschritt in der Welt der Kamerahandys. Den Kauf sollte man gut abwägen, gibt es doch eine Vielzahl von vergleichbaren Mitbewerbern.

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