Test des Nokia 6300i

25 Minuten

 

Nokia 6300i

Ein altes afrikanisches Sprichwort sagt, „Wenn du glaubst, dass du zu unscheinbar bist, um etwas zu bewegen, versuche mit einer Stechmücke in einem geschlossenen Raum zu schlafen".

Nicht nur Biologen wissen, dass kleine Dinge oft Großes bewirken können und genau hier fängt die Umsetzung des Nokia 6300i an. Der kleine Gentleman in Grau steckt voller Überraschungen, die nicht nur alt eingesessene Business-Hasen ins Staunen bringen.

Ist aber nicht die Größe gerade ein entscheidendes Kriterium für gutes Handling und komfortable Bedienung? Oder überzeugt das Gerät durch andere Qualitäten? Antworten auf diese Fragen, sowie auf weitere werden im folgenden Test des Business-Handys Nokia 6300i von inside-handy.de gegeben.

Nokia 6300iGrau bedeut nicht zwangsweise sofort langweilig. Dies zeigt die Verpackung des finnischen Handys Nokia 6300i. Mit Übergängen zu Weiß und einer Ecke in Orange-Gelb, in der das Telefon abgebildet ist, macht der Karton eher einen dezent fröhlichen Eindruck und keineswegs gelangweilt.

Im schlichten Grau geht es im Inneren des Päckchens weiter, leider nicht nur vom Aussehen her, denn der Lieferumfang des Nokia 6300i Testgerätes ist sehr spärlich. Mit dabei sind Handy, Akku samt Akkudeckel, Ladekabel und Bedienungsanleitung. Also das Standardzubehör sowie eine schicke silberne Ladestation, die beschwert wurde, um einen stabilen Stand zu gewährleisten. Ein Headset mit einem Klink-Stecker hat Nokia ebenfalls dazugetan.

Nokia 6300i
Nokia 6300i

Das Design ist gänzlich in Grau-Tönen gehalten und dadurch wirkt das Handy eher unscheinbar. Dennoch ist die Verarbeitung gut und erstaunt bei dem Einführungspreis des Geräts. Die Farbauswahl deutet wohl auf den Verwendungszweck des Geräts, nämlich seine Funktion als ein praktisches Business-Handy. Die Oberseite prägt das Display, in dessen Schutzscheibe zwei Softkeys, die Gesprächsannahme und -Auflegeknöpfe sowie die Navigationstaste eingearbeitet wurden.

Nokia 6300iDer Steuerknopf ist Grau mit silberner Umrandung und sitzt in der Mitte der vier Tasten, die durch das transparente Plastik optisch nicht ganz zum Rest des Designs passen. Darunter befindet sich in der großen oberen Metallfassung die standardmäßige 12-Knöpfe Tastatur. An der rechten Seite sind die Plus/Minus-Regler für die Lautstärke, die auch beim Telefonieren gut zugänglich sind und somit eine einfache Anpassung der Lautstärke ermöglichen.

An beiden Seiten hat Nokia zwei Leuchtdioden eingebaut, die bei verpassten Anrufen, Anmachen des Geräts und diversen anderen Aktivitäten aufleuchten. In der Unterseite sind alle Ports und auch das Mikrofon des Handys verarbeitet. Neben dem Ladekabelsteckplatz werden dort auch das USB-Kabel sowie das AV-Kabel (Headset) angeschlossen. Das Zweite leider mit einer 2,5mm-Fassung, was die Verwendung von normalen Kopfhörern unmöglich macht.

Die Rückseite des Telefons wirkt nur halb gelungen: Der metallische Akkudeckel sorgt durch seine Anthrazit-Farbe zwar für einen edlen Eindruck, dieses Bild wird aber leider durch die obere Plastikverarbeitung gestört. Dort befinden sich auch die Kameralinse und der Lautsprecher des Telefons. Steckplätze für die SIM- und die Micro-SD-Speicherkarte sind unter dem Akkudeckel verbaut.

Nokia 6300iDas gesamte Handy ist robust gebaut und weist keine lockeren Teile auf, weshalb es im Alltag mit einer langen Lebensdauer aufwarten müsste. Auch seine Spaltmaße sind gering und bieten Staub und Flusen keine Angriffsfläche und somit keinen Platz zum Ansätzen. Alle auswechselbaren Teile sind unter dem festsitzenden Akkudeckel gesichert und vor Verlust geschützt.

Dazu gehören der Akku selbst, die SIM-Karte, die auch noch einen separaten Verschluss hat und die Speicherkarte, die durch Drücken aus dem Slot gelöst wird. Der Auseinanderbau aller Teile geht leicht und ohne Kraftaufwand von statten und ermöglicht ein schnelles Auswechseln der Teile. Alle Steckplätze sind ebenfalls solide verbaut und bieten externen Anschlüssen einen festen Sitz. Die Docking-Station sorgt beim Einstecken und Entfernen des Telefons ebenfalls für einen sicheren Halt.

Nokia 6300iDarüber hinaus ist ihre Oberseite des Station mit dem gleichen angerauten Metall überzogen wie das 6300i, was natürlich für eine ästhetische Erscheinung sorgt. Leider weist dieser Metallüberzug bei beiden Geräten nach relativ kurzer Benutzung erste permanente Gebrauchsspuren auf, die auf lange Sicht natürlich zunehmen werden und die Gesamtoptik verunstalten.

Alle Tasten sind genauso wie das Gehäuse stabil eingearbeitet und zeugen von guter Qualität. Auch ihr Druckpunkt ist ausbalanciert und sorgt für eine komfortable Bedienung des Geräts. Die Knöpfe der numerischen Tastatur sind minimal angeraut und haben zwei Markierungen auf der Ziffer fünf – eine weitere Orientierungshilfe stellt die Vertiefung an den Rändern dar. Dadurch wird das Tippen von Nachrichten spielend leicht gemacht und man kann Schreiben ohne die Tasten im Blick zu haben.

 

Die Sprachqualität ist für ein Businesshandy leider nur befriedigend, da gerade diese Klientel darauf angewiesen ist, jedes Wort genau zu verstehen. Zwar ist das Hintergrundrauschen beim Telefonieren relativ gering, dafür klingt die Stimme des Gesprächspartners ziemlich verzerrt und hohl (E-Plus zu T-Mobile) – bei schwankendem Empfang sinkt die Sprachqualität bis das Gerät wieder ein stärkeres Signal empfangen kann. Interessanterweise hört der Gesprächspartner einen selbst gut, was darauf hinweist, dass Nokia beim Ohrhörer eingespart hat. Da das Grundrauschen des Telefons gering ausfällt sind anfallende Störgeräusche von Außen, wie zum Beispiel Straßenlärm oder Gespräche anderer, kein Problem.

Bei Bedarf ist die Lautstärke während des Telefonats sowohl beim Ohrhörer, Headset als auch beim Lautsprecherbetrieb bequem über die gut erreichbaren Seitentasten einstellbar. Die Akku-Standby-Zeiten sind oft die Stolperfalle der neuen Telefongenerationen. Das 6300i beweist im Alltagstest sehr viel Ausdauer und zeigt, dass es als Business-Handy trotz langer Gesprächszeiten, WLAN-Betrieb und Musikhören sehr gute Ergebnisse erzielt. Für ein Handy für die Zielgruppe der Geschäftswelt ist es beispielhaft.

Nokia 6300iDa das 6300i ein kleines Gerät ist, ist auch der Bildschirm entsprechend groß. Aber die Maße von 3,2cm mal 4,1cm machen es im Verhältnis zur Gesamtgröße zu einem geräumigen Display, das die Vorderseite des Geräts glanzvoll prägt. Die weich gezeichneten Menügrafiken weisen eine hohe Farbbrillanz, großes Farbreichtum und Schärfe auf. Bei starker Lichteinwirkung ist die Lesbarkeit des Displays immer noch in hohem Maße gewährleistet.

Bei Dunkelheit lassen sich der Bildschirm und die beleuchteten Tasten auf der Vorderseite des Geräts problemlos erkennen. Für Menschen, die an Dioptrienschwäche leiden bietet das 6300i einige wenige Optimierungsmöglichkeiten: Man kann drei verschiedene Schriftgrößen sowie die Schriftfarbe im Adressbuch, den Mitteilungen und im Internetbrowser einstellen.

Darüber hinaus kann man neben ganzen graphischen Themen auch Details wie Hintergrundbild und Bildschirmschoner verändern. Man kann auch zwischen zwei Energiesparmodi des Displays wählen. Der normale Energiesparmodus, bei dem nur das Licht der Anzeige ausgemacht wird und der Schlafmodus, bei dem das komplette Display ausgeschaltet bleibt während das Handy nicht in Benutzung ist. Es können auch Benachrichtigungsdetails ein- oder ausgeblendet werden, hierzu kann man auch Lichteffekte bei verschiedenen Funktion dazuschalten, die durch kleine Dioden an den Seiten angezeigt werden. Auf Begrüßungstext- oder -Animationsoptionen wurde verzichtet, es kann lediglich die Begrüßungsmelodie ein oder ausgeschaltet werden.

Nokia 6300iDie Kamera wird über die Symbolleiste im Standardbildschirm oder das Hauptmenü angesteuert. Das Display fungiert dabei als Sucher im Hoch- oder Querformat. Bei genügend Licht funktioniert die Anzeige sehr gut und zeigt das Motiv mit großer Farbechtheit an. Während bei Dämmerung oder schlechten Lichtverhältnissen deutliches Rauschen auf dem Sucher zu sehen ist – auf Fotos verhält es sich analog. Hier schafft aber der Nachtmodus gute Abhilfe und sorgt wieder für klare Sichtverhältnisse.

Informationen zu aktuellen Einstellungen werden an den Bildschirmrändern angezeigt. Dazu zählen der momentane Modus (Foto oder Video) und Speichertort mit Anzahl der verbleibenden Bilder. Auflösung und Zoom, sowie die Belegung der Softkeys sind rechts bzw. unten eingeblendet. Über die Optionen kann man sich geschossene Fotos in einer Liste mit kleinen Vorschaubildern anzeigen lassen oder zwischen dem Video- und Fotomodus hin und her schalten.

Mit dem Nachtmodus, der Bildfolge und dem Selbstauslöser mit drei Einstelloptionen hat das 6300i nützliche Tools, mit denen man auf Standardanwendungen einer normalen Kamera zurückgreifen kann. Eher Spielereien sind diverse Bildeffekte, die verwendet werden können. Nokia hat bei diesem Modell Sepia, Falschfarben, Graustufen, Negativ, Solarisation und Normal verarbeitet und bietet zudem noch die Möglichkeit den Weißabgleich zu abzustimmen.

Die Basiseinstellungen, wie Bildqualität (gut, normal, einfach) sowie Größe des Bildes (1200×1600 bis 120×160 Pixel), können ebenfalls individuell eingestellt werden – parallel dazu verlaufen die Einstellungen des Videomodus. Zusätzlich sind noch der Speicherort, Standardtitel, Kamerageräusche und Bildvorschaudauer wählbar. Unerwartet schnell funktioniert das Schießen der Fotos und die Speicherung der Daten. Somit ist die Zeitspanne, in der man vom Drücken des Auslösers wieder zum Sucher gelangt, für ein Business-Handy erstaunlich gering.

Möchte man eine unvergessliche Weile festhalten, kann man auch in den Videomodus wechseln. Dort sind alle Einstellungen wie man sie im Fotomodus zu finden mit dem Unterschied, dass optional das Mikrofon zur Videoaufnahme hinzugezogen werden kann.

Ist die Aufnahme „im Kasten", kann man diese nachbearbeiten: Ein Bildrahmen oder eine Illustration kann das Bild witzig gestalten und mit dem richtigen Spruch, der sich im Bild auch am gewünschten Ort platzieren lässt, bekommt das Foto eine neue Erscheinung. Bild in Bild oder einen Bildausschnitt als separate Datei zu speichern kann das 6300i ebenfalls problemlos.

Ist man mit dem erzielten Ergebnis zufrieden, kann das Foto oder bearbeitete Bild in einem frei wählbaren Ordner auf dem Telefon oder der Speicherkarte mit eigenem Namen abgelegt werden. Zusätzliche Informationen zu den Medien liefert die Detailansicht des Bildes mit sämtlichen relevanten Parametern wie Name des Bildes, Größe, Erstellungsdatum, Format, Auflösung und bei Bedarf auch Copyright. Die Grafik kann natürlich als Hintergrund, Bildschirmschoner, Kontakt- oder Gruppenbild verwendet oder per MMS, E-Mail oder Bluetooth versendet werden.

Nokia 6300i
Nokia 6300i
Nokia 6300i
Nokia 6300i
Nokia 6300i
Nokia 6300i
Nokia 6300i
Nokia 6300i
Nokia 6300i
Nokia 6300i
Nokia 6300i
Nokia 6300i
Nokia 6300i
Nokia 6300i

Was die Menüführung angeht, bleibt Nokia einfach Nokia: intuitiv, logisch, gut strukturiert und vor allem individuell. Im Hauptbildschirm sieht man am oberen Bildrand Das Netzsymbol und den Batteriestatus.

Rechts davon befindet sich die Uhr, bei der zwischen analog und digital (12- und 24-Stundenformat) gewählt werden kann. Drunter sieht man eine horizontale Symbolleiste, die den Schnellzugriff auf diverse individuell anpassbare Funktionen bietet. Dazu findet man in einer sehr langen Liste Funktionen die zusätzlich verfügbar sind.

Unter dieser Leiste befindet sich der WLAN-Port, über den man die Zugriffe auf WLAN-Funknetze steuert. In den Optionen kann man aber noch zwei weitere Felder unter dem WLAN-Zugriff konfigurieren. Um diese zu besetzen kann man ebenso wie bei den anderen Feldern zwischen vielen praktischen Shortcuts wählen und diese einrichten.

Die Einteilung in vier belegbare Felder nennt sich aktiver Standby-Modus. Dieser Modus kann aber auch abgeschaltet werden, dann sieht der Benutzer vier frei wählbare Symbole, die als Schnellzugriff über die Navigationstaste fungieren. Die zwei Softkeys am unteren Bildschirmrand können nach eigenem Belieben belegt werden – der linke Knopf ist ein „Favoriten"-Knopf, bei dem noch zusätzliche Shortcuts erstellt werden können.

Die Menüebenen sind beim Nokia zahlreich und gut strukturiert, was die Navigation erleichtert und die Suche nach der gewünschten Funktion optimiert. Für einen genaueren Einblick soll an dieser Stelle der Weg zum Schreiben einer Nachricht betrachtet werden.

Drei Möglichkeiten bietet das 6300i, um zur SMS zu gelangen: der erste ist über die Symbolleiste am oberen Bildschirmrand. Dort muss der Shortcut „Mitteilung verfassen" angewählt werden. Das Favoriten Menü bietet den gleichen und genauso schnellen Zugang, dort muss der Shortcut aber erst erstellt werden – in beiden Schnellzugriffslisten kann auch der Zugang zum Verfassen einer E-Mail erstellt werden.

Über das Hauptmenü ist der Weg etwas länger: Nachdem man das Nachrichten-Symbol geklickt hat, gelangt man in die innere Menüstruktur der Nachrichten, wo sämtliche Nachrichtenarten erstellt, bearbeitet und versendet werden können. Beim Punkt „Mitteilung verfassen" kann man den Gewünschten Nachrichtentyp wählen (Nachricht, also SMS und MMS, E-Mail, Flash-Mitteilung und Audiomitteilung) oder sich eine Textvorlage zum Versenden aussuchen.

Beim Verfassen der Nachrichten gelangt man zu einem Bildschirm mit Feldern für Empfänger, Text und Anhängen. Beim Textfeld stehen neben dem normalen Tipp-System auch verschiedene T9-Sprachen zur Verfügung. Diese können entweder über das Optionsmenü oder durch längeres Drücken der Raute-Taste gewählt werden.

Sollte die T9-Software ein Wort nicht kennen, wird man gefragt, ob man dies einfügen möchte. Ist der Text geschrieben kann er als SMS versendet werden, fügt man noch einen Anhang hinzu, so wird die Nachricht automatisch in eine MMS umgewandelt.

Vielfältig sind auch die verschiedenen Inhalte, die man der Nachricht anfügen kann: Neben Bildern, Videos und Musik-Dateien kann man auch grafische Themen, Visitenkarten sowie Kalendereinträge verschicken. Wer mehr Text braucht, kann auch ein zusätzliches Textfeld einfügen – eine etwas unsinnige Funktion, denn die SMS wird ja automatisch um erweitert, wenn mehr Zeichen benötigt werden. In der Galerie gespeicherte Dateien können der MMS auch angefügt werden.

Ganz interessant ist der Versand von Streaming-Links, mit denen man Adressen von Podcasts, Radio- und Youtube-Streams direkt verschicken kann. Bevor man auf den E-Mail-Dienst zurückgreifen kann, müssen erst sämtliche benötigten Abrufdaten eingegeben werden. Über den Assistenten ist dies kein Problem und die Account-Daten sind schnell eingerichtet.

Beim Schreiben der E-Mail sieht das Formular ähnlich aus wie bei der SMS, mit dem Zusatz, dass es noch ein Betreff-Fenster gibt. Beim Versand werden die Anhänge nicht über die Symbolleiste sondern über das Optionsmenü angehangen.

Die Rufnummernunterdrückung kann manchmal eine nützliche Funktion sein, vor allem bei geschäftlichen Anrufen. Das Ein- bzw. Ausblenden der eigenen Nummer lässt sich über das Einstellungsmenü der Anrufe steuern. Dort kann man neben dieser Funktion auch Rufumleitung, bevorzugte Anruftypen (Sprachanruf oder Internetanruf) sowie die automatische Wahlwiederholung einstellen.

Eine Gesamtanrufliste zeigt in chronologischer Reihenfolge, welcher Anruf wann getätigt oder wann er nicht entgegengenommen werden konnte. Ausgehende Anrufe werden mit einem blauen aufwärts zeigenden Pfeil markiert, eingegangene Anrufe mit einem abwärts zeigenden Pfeil. Nicht beantwortete Anrufe werden mit einem roten, zur Seite zeigenden Pfeil gekennzeichnet.

In der Anrufliste wird der Kontakt oder bei unbekannten Anrufern die Nummer angezeigt. Bei allen Einträgen ist auch das Datum und die Uhrzeit des Telefonats sichtbar. Über das Optionsmenü kann man zusätzlich die Gesprächsdauer und Details zum Kontakt einsehen. Eine weitere Möglichkeit bieten mehrere Kommunikationswege: Mitteilung verschicken (Nachricht, E-Mail, Flash-Nachricht und Audiomitteilung), Sprachanruf sowie Internetanruf. Des Weiteren kann man die Nummer speichern oder sie zu einem bestehenden Kontakt hinzufügen.

Sämtliche Signaltöne können in einem Menü eingestellt werden. Beim Klingelton hat man mehrere Möglichkeiten das Anrufsignal zu konfigurieren (Rufton, ansteigend, Rufton x1, Einzelton und aus) und seine Lautstärke zu bestimmen.

Als Rufton ist standardmäßig natürlich der „Nokia-Tune" voreingestellt, der neben Ton-Downloads und eigens auf das Handy eingespielten Musik-Dateien verwendet werden kann. In der Hinsicht zeigt sich das 6300i als ein wahrer Allrounder, der neben diversen AAC-Formaten auch verschiedene MPEG-Formate und das Windowseigene WMA unterstützt. Dazu kommen noch einige weniger bekannte Dateitypen AMR, MIDI oder XMF.

Individualisten können mit der Recorder-Funktion komplett ihr eigenes Anrufsignal aufnehmen und ihrer künstlerischen Ader freien Lauf lassen. Wer seinem Klingelton etwas mehr Farbe verleihen möchte, kann dies über das Anrufvideo machen (H.263, H.264, MPEG4). Benachrichtigungssignale können auch für unterschiedliche Nachrichtenformate wie SMS, E-Mail oder Chat eingestellt werden. Zusätzlich lässt sich der starke Vibrationsalarm optional zum Klingelton dazuschalten. Im selben Menü können auch alle Quittiertöne des Telefons manipuliert werden.

Das schnurlose Verbinden des Geräts über Bluetooth funktionierte einwandfrei. Neben Datenversand zu Handys, Notebooks und anderen Geräten hat man die Möglichkeit Musik über diese Schnittstelle an ein Gerät zu streamen.

Empfangene Dateien werden automatisch im Ordner „Empfangene Dateien" in der Galerie gespeichert und können von dort aus beliebig verschoben und kopiert werden. Eine weitere Möglichkeit zur kabellosen Verbindung ist die WLAN-Netzwerkkarte des Telefons. Damit kann man nach vorhandenen Netzwerken suchen, sie speichern und sich in diese einwählen. Zuvor wird allerdings noch der Verbindungsschlüssel des Routers abgefragt und danach steht dem mobilen Surfen nichts mehr im Wege – als Browser fungiert dabei die Mini-Version von „Opera".

Elemente wie man sie vom PC her kennt finden sich auch auf der Version und erleichtern die Bedienung durch einen intuitiven da bereits bekannten Zugriff. In den Einstellungen kann man wählen, ob Bilder oder visuelle Effekte geladen werden sollen und wenn ja, in welcher Qualität. Auch die Schriftgröße lässt sich anpassen und Cookies können manuell abgeschaltet und gelöscht werden. So schön der Drahtlose Internetzugriff auf einem Handy auch sein mag, der kleine Bildschirm bietet nicht sehr viel Komfort und eignet sich daher nur zur Abfrage von RSS-Feeds, die auch das Handy anbietet oder das Besuchen von textlastigen Seiten mit wenig aufwändiger Grafik.

Ein interessanter Aspekt, der mit dieser Technologie kommt, ist die Möglichkeit bei WLAN-Betrieb „Voice-over-IP" zu nutzen. Dazu muss lediglich ein Account via Assistent eingerichtet werden.

Die Verbindung über das USB-Kabel ist natürlich ebenfalls möglich. Diese Funktionen wurden mangels des Kabels aber nicht getestet. Wer schon mal ein Nokia-Telefon hatte, weiß, dass über den ersten Modus die PC-Suite viele Optimierungs- und individuelle Einstellungsmöglichkeiten bietet. Der zweite Modus wird verwendet, um direkten Zugriff auf Drucker zu haben ohne das Handy an einen Computer schließen zu müssen. Der dritte Modus dient zum einfachen Datentransfer per Windows-Explorer zwischen PC und Telefon.

Die Komfortfunktionen des 6300i zeichnen die bisherige praktische Linie weiter, die allerdings kleine Ungereimtheiten aufweist. So funktioniert die Sprachsteuerung nur dürftig.

Zwar hat man die Möglichkeit diese schnell einzurichten, aber die Software hat große Schwierigkeiten bei der Worterkennung. Die integrierte Freisprechfunktion funktioniert auf Grund der Verwendung des hinteren Lautsprechers gut – allerdings auch hier mit einer starken Verzerrung, ähnlich wie beim Ohrlautsprecher.

Da die Musikwiedergabe aber ohne diese Verzerrungen verläuft, liegt es nahe, dass Nokia entweder zwei Lautsprecher eingebaut hat – einen für die Gespräche und den anderen für die Musik – oder, dass die Software bei Anruf automatisch zu anderen Einstellungen schaltet.

Die Freisprechanlage lässt sich bequem über den rechten Softkey neben dem Steuerknopf einschalten, der mit dieser Funktion bei Gesprächsannahme automatisch belegt wird. Möchte man von einem Gespräch Notiz nehmen, kann man dieses über das Optionsmenü zur späteren Kenntnisnahme mitschneiden oder auch das Mikrofon stumm schalten.

Das Telefonbuch bietet für eine komfortable Handhabung der Kontakte zahlreiche Eintrags- und Ansichtsmöglichkeiten. So kann man zwischen drei verschiedenen Ansichten wählen (normale Namensliste, Name und Nummer oder Name und Bild), die Schriftgröße ändern und bestimmen, ob der Name oder der Vorname vorne stehen soll.

Möchte man einen neuen Eintrag erstellen, öffnet sich ein Formular mit Feldern für Name, Vorname sowie private Kommunikationswege (Mobilfunknummer, Festnetznummer und E-Mail-Adresse) mit einem Bild. Darüber hinaus gibt es viele Erweiterungsfelder mit unterschiedlichsten Einträgen wie Webseite, Firma und die dortige Position, ganze Postadressen, Geburtstag und noch Weiteres. Verliert ein Feld an Aktualität, kann es dann auch wieder entfernt werden.

Wichtige Personen können eine von insgesamt neun Kurzwahlnummern zugewiesen bekommen, um eine schnelle Kommunikation zu garantieren. Die Kontakte können auch in Anrufergruppen mit eigenem Bild und Klingelton eingeteilt und später wieder verwaltet werden. Sämtliche Einträge werden auf dem Telefon gespeichert, können aber auf die SIM-Karte transferiert werden.

Für den Wechsel zwischen verschiedenen Umgebungen stehen mehrere voreingestellte Profile zur Verfügung, die aber alle individuell angepasst werden können. Aktiviert man ein Profil, so wird dessen Name nahe der Uhr eingeblendet.

Neben dem allgemeinen Profil, sind noch „Lautlos" und „Besprechung" vorhanden – zweiteres lässt sich auch über längeres Drücken der Rautetaste anschalten. Bei besonders lauten Geräuschkulissen empfiehlt sich vor allem das Profil „Draußen". Geschäftsreisende, die oft im Flugzeug verkehren, erhalten dank des Flugmodus Zugriff auf sämtliche Funktionen des Telefons, außer dem Empfang natürlich. Wer noch mehr klangliche Freiheit braucht, der hat noch die Möglichkeit zwei eigene Profile zu erstellen.

Nokia 6300i
Nokia 6300i
Nokia 6300i
Nokia 6300i

Der Organizer umfasst viele Zeitmanagement Funktionen und andere nützliche Tools: Ein Wecker sorgt für das frühe Wachwerden – Morgenmuffel können mit unterschiedlichen Melodien und der Einstellung der Schlummerzeit den Tag gemütlich beginnen. Danach kann man dank der Aufgabenliste die geplanten Aufgaben abarbeiten.

Der Betreff informiert dabei schlagwortartig über die Aufgabe; mit der Priorität, dem Fälligkeitsdatum und der Uhrzeit wird die Dringlichkeit der Aufgabe ersichtlich. Damit in der Arbeitsamkeit nichts untergeht, kann auch der Zeitpunkt der Erinnerung mit oder ohne Tonsignal eingestellt werden.

Für etwaige Vermerke zwischendurch leistet der Notizblock gute Dienste. Die Stoppuhr und der Countdown-Zähler runden mit dem Taschenrechner die Organizer-Funktionen ab. Der Kalender hat drei Ansichten zur Orientierung. Die Tagesansicht zeigt alle an einem Tag stattfindenden Einträge (Erinnerung, Besprechung, Anrufen, Geburtstag, Jahrestag und Notiz), die durch verschiedene Symbole unterschieden werden.

In der Wochenübersicht wird ein Stundenplan von Montag bis Sonntag und Null bis 24 Uhr angezeigt. Die jeweiligen Einträge werden hier in den angegebenen Zeitfenstern ebenfalls mit Symbolen angezeigt. Zusätzlich werden alle Vermerke des Tages unter dem Zeitfenster resümiert eingeblendet.

Bei der Monatsansicht wird ein Kalender mit Angabe des Monats, des Jahres sowie der Nummer der Kalenderwoche gezeigt. Der aktuelle Tag wird mit einem Kästchen markiert und beim angewählten Tag werden sämtliche enthaltene Einträge wie in der Wochenansicht resümiert eingeblendet. Zur besseren Navigation im Kalender kann man per Eingabe direkt zu einem Datum springen. Aus dieser Bedienungsoberfläche lassen sich sämtliche Einträge eines Tages löschen oder es kann auch die Aufgabenliste des aktuell angewählten Datums angezeigt werden.

Die „Erinnerung" und die „Notiz" bieten die Möglichkeit des Eintrags für den Betreff, das Erinnerungsdatum sowie -zeit und die Möglichkeit ein Tonsignal einzustellen. Bei „Besprechung" gibt es neben Betreff die Felder für den Ort sowie die Anfangs- und Endzeiten des Termins und die Erinnerungszeit.

Der „Anruf" zeigt Informationen über den Anzurufenden, seine Kontaktnummer und die Anruf- sowie Erinnerungszeit. Zusätzlich kann bei diesen Einträgen das Wiederholungsintervall samt Frequenz (Täglich, Wöchentlich, Monatlich und Jährlich) und des gewünschten Tages eingestellt werden. Bei sich ohnehin jährlich wiederholenden Einträgen wie „Geburtstag" oder „Jahrestag" ist diese Funktion integriert.

Zu den Zeitvertreibern für Unterwegs von Nokia gehört natürlich das altbekannte „Snake"-Spiel, das mittlerweile in die dritte Generation geht und sogar dreidimensionale Ansicht erlaubt. Knobel-Fans werden auch mit dem japanischen „Sudoku" und seinen unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen eine Menge Spaß haben, während Sportbegeisterte eher auf „Soccer 3D" zurückgreifen werden. Bei dem letzteren ist die grafische Darstellung leider nicht ganz gelungen und die Steuerung ist auch mühselig.

Musikfreunde müssten ihre Lieder über ein USB-Kabel im Datenmodus per Drag’n’Drop übertragen oder die Dateien per PC-Suite kopieren können. Wer etwas Abwechslung haben möchte, kann auf die Radio-Funktion zurückgreifen oder selber einen Song mit der Sprachaufnahme einsingen.

Die Klangregelung erlaubt diverse Sound-Optimierungsmöglichkeiten mit Voreinstellungen für Pop, Rock, Jazz, Klassik und zwei persönliche Einstellungen. Sogar eine 3D-Klang-Option ist vorhanden. Hierbei handelt es sich allerdings nur um Spielerei, da ein 3-dimensionaler Klang nicht erzeugt wird, dafür gewinnt der Ton etwas an Brillanz.

Wird man während des Musikhörens angerufen, verstummt die Wiedergabe automatisch, wird aber bei Beendigung des Gesprächs wieder an der gleichen Stelle fortgesetzt, wo sie aufgehört hat. Die unterstützten Abspielformate sind sehr vielfältig und sehr praktisch, denn heutige Standards (MP3, WMA und AAC) werden alle unterstützt. In der Bibliothek können die Lieder nach verschiedenen Kriterien (Titel, Interpret, Album und Genre) angezeigt werden, aber auch das Erstellen eigener Playlists ist kein Problem. Bei der Wiedergabe werden Informationen über den Interpreten, den Song und das dazugehörige Album eingeblendet.

Zur Navigation stellt der Player die üblichen Play/Stop- und Vorwärts/Rückwärts-Funktionen bereit. Drückt man bei der Wiedergabe den Steuerknopf nach unten, öffnet sich eine Liste mit aktuellen Tracks. Drückt man ihn nach oben, so wird das Musikmenü angezeigt. Die Klangqualität über den Lautsprecher sowie über die Kopfhörer des Headsets überzeugt durch den klaren und voluminösen Sound.

Eine sehr nützliche Funktion sind die „Nokia-Maps" – also das eingebaute Navigationssystem des 6300i. Zahlreiche Karten zu ganz Deutschland bieten einen guten Ersatz für ein mobiles Navigationsgerät – Karten anderer Länder müssen zusätzlich geladen werden. Zur eigenen Orientierung kann man den aktuellen Standort bestimmen oder sich per Adresseingabe die Umgebungskarte anzeigen lassen.

Häufig verwendete Adressen können gespeichert werden und die Liste der zuletzt verwendeten Karten sowie die Option „letzte Karte" erlauben einen schnellen Zugriff auf das bereits aufgerufene Kartenmaterial. Über die Funktion „Route Planen" kann man sich den Wegverlauf in Worten oder auf der Karte anzeigen lassen. Bei verfügbarem GPS-Signal kann die Navigation starten.

Die vornehmbaren Einstellungen der Route sind „schnellster Weg" und „kürzester Weg". Zusätzlich kann man noch wählen welche Verkehrswege (Mautstraße, Autobahn, Fähre etc.) genutzt oder gemieden werden sollen. Die Anzeige der Karte lässt zur persönlichen Anpassung auch eigene Einstellungen zu. Somit kann man die Maßeinheit (Metrisch oder Imperial) wählen, interessante Orte auf der Karte (Restaurants, Bahnhöfe usw.) einblenden, die Sprachführung einschalten oder auch Beleuchtungsoptionen bestimmen.

Nokia 6300i
 

Das Nokia 6300i ist klein, kompakt und voller Überraschungen. Es zeigt sich durchweg als ein Handy der Business-Klasse – schon das schlichte Design in Grau deutet diese Richtung an. Auch die robuste Verarbeitung verfolgt diese Linie und zeigt neben der Vielfalt der gebotenen Zeitmanagement- und Connectivity-Funktionen bestätigen den Eindruck.

Das Handy ist optimal für Pragmatiker, die klare Vorstellungen von Anforderungen an ihr Telefon haben und sich nicht in Details und Schnörkeleien verlieren. Sehr gut sind auch die Möglichkeiten der individuellen Anpassung der Bedienungsoberflächen, Menüs und Softkeys.

Die Größe des Handys bringt ihre Vor- und Nachteile mit: Der Nachteil ist, dass der Bildschirm recht klein ist, aber der Gesamtgröße des Telefons entsprechend sich doch als relativ groß erweist. Der Vorteil ist, dass das Handy in jede Hosentasche gut hineinpasst und nicht auffällt – weder optisch noch wird es vom Gewicht her lästig. Halt ein idealer Begleiter, der es durchaus mit seinen größeren Klassenkumpanen wie Blackberrys oder Palms aufnehmen kann.

0 0
Lenovo Z5s vorgestellt

Lenovo Z5s: Neues Mittelklasse-Smartphone mit Triple-Kamera vorgestellt

Aktuell hat Lenovo die Reihen seiner Smartphones aufgefüllt. Mit dem neuen Lenovo Z5s schickt der Hersteller ein Gerät der Mittelklasse ins Rennen. Nichtsdestotrotz bietet das Handy auch einige interessante Highlights wie ein randloses Design und eine Triple-Kamera.
Vorheriger ArtikelTest des Sony Ericsson G502
Nächster ArtikelTest des General Mobile DST 3G Cool
inside handy redaktion
Die inside handy Redaktion liebt Technik und Mobilfunk. Sie besteht aus einem leidenschaftlichen Experten-Team, das es sich zum Ziel gesetzt hat, auch komplexe Themen verständlich zu verpacken. Ob du dich im Smart-Home-Labyrinth oder im Tarif-Dschungel verirrt hast oder im tiefen Smartphone-Ozean zu ertrinken drohst – die Redaktion kennt sich mit allen Facetten des digitalen Lebens aus und bietet Lesern wie dir Orientierung und Unterstützung. Deshalb bringt sie deine Technik auf den Punkt. Jeden Tag.

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein