Test des Nokia 6230

18 Minuten

Nokia schafft es immer wieder, seinen Händlern echte Dauerbrenner in  die Schaufenster zu legen. Schon seit dem legendären Nokia 6110  schafft es der finnische Hersteller immer wieder, ein Handy für den  Weltmarkt zu entwickeln, das vom Normal- bis zum Poweruser alle  Kunden ansprechen soll. Doch nach dem Nokia 6220, dass sich bis  zuletzt nicht durchsetzen konnte, war es auf einmal ruhig um den  Weltmarktführer. Nun setzt man alle Hoffnungen auf den Nachfolger  6230, der wieder den Weg zurück an die Spitze der Verkaufscharts  garantieren soll. Wir haben den neuen Allrounder von Nokia auf Herz  und Nieren geprüft.Die schmale, handliche Verpackung des Nokia 6230 wirkt auf den ersten Blick etwas trist und langweilig und nicht ganz auf die Zielgruppe abgestimmt. Der innere Teil besteht aus dem üblichen, von Nokia bekannten, Pappeinleger. Das Gerät, sowie das Zubehör sind noch einmal einzeln in Folien verpackt.

Im Lieferumfang sind enthalten:

  • Nokia 6230
  • Ladegerät
  • Lithium-Ion-Akku
  • 32 MB-MMC-Speicherkarte
  • Stereo-Headset (das gleichzeitig als Antenne für das Radio dient)
  • PC-Software PC Suite
  • Bedienungsanleitung
Nokia 6230 - Lieferumfang

Soweit ist also alles enthalten, was die sofortige Nutzung der kompletten Eigenschaften des Nokia 6230 erlaubt.

Test des Nokia 6230-2
Test des Nokia 6230-3

Das Nokia 6230 zusammen zu bauen, gelingt wie bei den meisten Nokia Geräten problemlos.
Die SIM-Karte befindet sich, wie gewohnt, in der SIM-Halterung unter dem Akku, die mitgelieferte MMC-Speicherkarte wird etwas weiter unten, in einer leichten Vertiefung befestigt und vom Akku gehalten.
Alles passt relativ gut zusammen, man muss also keine Angst haben, das Gerät fiele jeden Moment auseinander.
Leider hat sich Nokia mit dem Backcover zuviel Mühe gemacht! Teilweise ist das Backcover so festsitzend, das man es nur mit größter Mühe oder Kraft abbekommt. Der kleine Knopf an der Unterseite macht es nicht leichter, das Cover zu bewegen.
Wenn man dann aber erst mal den Kniff raus hat, ist auch das kein Problem mehr.
Ansonsten ist es sehr einfach, das Cover gegen ein neues zu ersetzen, da das Nokia 6230 austauschbare Xpress-on-Covers erlaubt. Man braucht kein Werkzeug dafür, höchstens eine ruhige Hand.

Nokia 6230 - Infrarot
Nokia 6230 - von unten

Optisch ist das Nokia 6230 relativ schlicht und einfach gebaut. Es wartet äußerlich nicht mit großen Extravaganzen auf, sondern besticht durch seine Einfachheit. Es fällt nicht weiter auf.
Das Gehäuse wurde aus leicht angerautem Kunststoff gefertigt, das nicht gleich jeden Kratzer auffliegen lässt, aber einem Sturz durchaus sicher nicht lange standhalten würde. Gehalten wird das Gehäuse durch einen Einrast-Mechanismus, der nach öfterem Lösen und wieder Zusammenfügen schnell ausleiert.
Enttäuschend ist das viel zu klein geratene Display, das mit seinen 27,3 x 27,3 mm nicht wirklich überzeugend ist, dennoch wirkt es mit seinen 65.536 Farben unter neuester Displayverarbeitung einwandfrei klar. Natürlich bringt das kleine Display keinerlei Einschränkungen mit sich, dennoch wäre ein etwas größeres Display angenehmer gewesen. Leider ist es auch überhaupt nicht geschützt, was Kratzern ein leichtes Spiel macht.
Das Gerät an sich liegt gut in der Hand und ist mit seinen 97g Gewicht auch nicht besonders schwer. Die relativ glatte Oberfläche macht das Gerät etwas rutschig, dennoch hat man es gut im Griff. Leider sieht man jeden Fingerabdruck sofort und man ist immer dabei, über das Display zu wischen. Ansonsten macht das Gerät einen stabilen Eindruck.

Nokia 6230 - liegend
Nokia 6230 - display von oben

Leider sollte man in Bezug auf die Verarbeitung mittlerweile mehr von Nokia erwarten können, die X-Press-On-Cover haben einen leichten Spiel und lassen es zu, das Staub hinter das Display und unter das Gehäuse dringen kann.

Dafür passt das mitgelieferte Ladekabel umso besser in seine Fassung. Es hält stabil fest und kann auch nicht so ohne weiteres, ohne es gewollt zu haben, gelöst werden. Noch viel bessere Festigkeit besitzt das zum Zubehör gehörige Headset. Ein einzigartiger Anschlussstecker sorgt für ein festsitzendes Ergebnis. Beides lässt sich leicht an- und auch wieder abmontieren.
Sollte man mal sein eigenes Ladegerät nicht zur Verfügung haben, so lässt sich problemlos ein Ladegerät eines Vorgängermodells verwenden. Schwierig wird es allerdings bei der Verwendung eines anderen Headsets, da Nokia seine Anschlüsse mit der neuen Serie umgestellt hat.

Nokia 6230 - displayZu den äußerlichen Besonderheiten des Nokia 6230 gehört die seitlich sitzende Wipptaste. Sie dient dazu, auch während laufender Gespräche oder während Nutzung des MP3-Players, die Lautstärke zu ändern.
Die integrierte VGA-Kamera, die heutzutage ja schon in fast jedem Gerät zu finden ist, macht Fotos, die von recht guter Qualität zeugen. Natürlich nichts im Vergleich zu einer normalen Digitalkamera, aber für eine Handykamera, mit 300.000 Pixeln, doch recht gut. Man hat die Möglichkeit zwischen verschiedenen Kameramodi zu wählen, die sich Normal-, Portrait-, oder Nachtmodus nennen. Die Anzahl der Bilder, die speicherbar sind, ist äbhängig von der austauschbaren MMC-Karte, die von Werk aus auf 32 MB begrenzt ist.

Nokia 6230 - TastaturDie Tastatur des Nokia ist recht einfach gegliedert. Die Tasten sind fast einheitlich groß und symmetrisch angeordnet. Auffällig ist der große Navikey, der direkt unter dem Display, mittig, zwischen den Softkeytasten sitzt. Leider ist der Navikey recht gewöhnungsbedürftig, und man muss sich erst mal daran gewöhnen, den richtigen Druckpunkt zu finden. Aber rein vom Handling ist die Tastatur sehr griffig.
Die Tasten sind fest und wackeln nicht umher, sie erzeugen ein leises knacken beim Drücken, haben also einen guten Druckpunkt.
Das Blind-Schreiben ist mit dieser Tastatur, wenn man sich an sie gewöhnt hat, auch recht einfach.

Der Vibrationsalarm des 6230 ist recht gut zu spüren. Er kann entweder zusammen mit dem Rufton ausgewählt werden, oder auch als reiner Vibrationsalarm, ohne Ton, genutzt werden. Er wird in Intervallen ausgegeben.Nokia 6230 - WippschalterIch persönliche sehe die Sprachqualität als recht gut an. Man versteht seinen Gesprächspartner ohne lästiges Rauschen oder störende Nebengeräusche. Anrufer sind klar und deutlich zu hören, und ich als Anrufender habe auch keinerlei Probleme mit der Sprachübertragung.
In Alltagssituationen, wie zum Beispiel draussen auf der Strasse empfinde ich die Sprachqualität immer noch als überzeugend.

Sollte es dennoch einmal zu leise sein, stellt man eben ganz fix, jederzeit, auch während des Gespräches, mit Hilfe des sich auf der linken Seite befindlichen Wippschalters, die Lautstärke höher.Nokia 6230 - displayBeim Display hat sich Nokia leider zu sehr zusammengerissen. Ein relativ kleines Display 128 x 128 Pixel (27,3 x 27,3 mm), sind nicht gerade überzeugend für den Nutzer.
Das bedeutet aber auch bei längerer Nutzung keinerlei Nachteile.
Mit seinen 65.536 Farben überzeugt es wahrlich in brillianter Qualität, die Farben, wie auch Schriften und Bilder werden scharf und klar erkennbar dargestellt.
Auch bei etwaiger Sonneneinstrahlung hat Nokia mitgedacht und das Display in dieser Hinsicht verbessert.
Alles ist klar zu erkennen, und trotz der etwas schwächeren Kontraststärke, gut zu lesen.
Abends, ohne jegliche weitere Einstrahlung von Sonne oder Licht, betrachtet, zeigt das Display sein vollkommenes Können. Die Farben wirken noch „lebendiger“ und die Helligkeit des Displays könnte mit der einer Taschenlampe wetteifern. Alles in allem also sehr Zufriedenstellend.
Bei Einschalten des Gerätes lässt sich eine individuelle Begrüßung verfassen, die bei jedem Neustart des Handys angezeigt wird. Lässt man es auf Standardeinstellung, so begrüßen einen die von Nokia typischen, animierten Hände und ebenfalls passend dazu, der allseits bekannte Nokiasound.
Ein Bildschirmschoner lässt sich zeitlich begrenzt aktivieren, vorgegeben sind die Werte 10 Sekunden, 30 Sekunden oder eben eine individuell angepasste Zeitvorgabe. Auch ein Bild lässt sich ganz nach seinem Geschmack anpassen, ob animiert, oder standardmäßig die Uhrzeit, alles ist möglich.

Nokia 6230 - KameraDas Display funktioniert auch als Sucher für die integrierte VGA-Kamera. Es zeigt das aufzunehmende Bild in seiner gewohnten Brillianz an, und verliert diese beim Auslösen auch nicht. Die mittig liegende Navigationstaste dient in diesem Fall als Auslöser.
Im Ausgangsdisplay wird die Bezeichnung des jeweiligen Modus, die verfügbare Anzahl noch aufzunehmender Bilder, die Optionsleiste, sowie der Auslöser und die Beenden-Funktion angezeigt. Lässt man das Gerät für eine Minute ohne Funktion im Kameramodus liegen, so schaltet sie sich automatisch in den Stand-By-Modus.
Durch verschiedene Kamera-Modi, wie dem Nachtmodus, wodurch die empfindlichkeit des Kamerachips höher gesetzt wird, ermöglicht auch bei schlechterem Lichteinfall noch relativ gute Aufnahmen zu machen; dem Portraitfotomodus, mit dem man ein Bild im Hochformat, zum Beispiel von seinem Liebsten, machen kann und natürlich dem Standardfotomodus, der das Aufnehmen unter normalen Umständen ermöglicht.

Das Auslösen geht relativ schnell, doch sollte man direkt nach dem Auslösegeräusch nicht sofort das Handy bewegen, weil das Handy erst die Situation speichern muss.. Nokia hat an dieser Stelle einen ordentlichen Defizit, im sonst so klasse gelungenen Nokia 6230.
Denn ertönt das Auslösegeräusch, geht man davon aus, dass die Aufnahme beendet ist, doch dies ist in diesem Fall leider nicht so. Vielleicht sollte Nokia an diesem Fehler noch einmal arbeiten, denn das ist wirklich eine Fehlfunktion, wie sie im Buche steht, und ärgerlich obendrein.
Natürlich besitzt das Nokia 6230 auch einen digital Zoom, der es aber erst nach dem Auslösen des Bildes möglich macht, das Bild heranzuzoomen. Leider lassen sich dann nur einzelne Partien zoomen. Darunter leidet dann auch die graphische Darstellung, da das Bild dann leicht verpixelt.

Nokia 6230 - auf der Seite stehend

Das Nokia 6230 verfügt auch über eine integrierte Videofunktion. Über den Kameramodus, sowie über das Menü an sich, gelangt man in den Videomodus. Dieser ist jedoch alles andere als ausgereift. Selbst beim vollständigen Ruhighalten des Gerätes während der Aufnahme, wirkt das Aufgenommene im Nachhinein verpixelt, unscharf und ist als Film völlig unbrauchbar. Zwar erreicht das Gerät dennoch eine Leistung von ca. 4:30 Minuten, doch hinterher nichts großartig erkennen zu können, ist ja auch nicht Sinn der Sache.

Der interne Speicher des Handys ist auf 8 MB begrenzt, kann aber mit Hilfe einer auswechselbaren MMC-Speicherkarte jederzeit mit bis zu 512 MB (teilweise auch schon mit 1 GB, die leider nicht alle funktionieren) –Karten erweitert werden. Der interne Speicher ist ausreichend für etliche Bilder in höchster Auflösung. Die Bilder bzw. Videos werden in speziell dafür angelegten Ordner zusammengefasst (Fotos, Videoclips, sowie Musikdateien, Grafiken, Töne und Aufnahmen). Sämtliche Ordner können weder gelöscht, noch umbenannt werden. Aber die Möglichkeit eigene Ordner hinzuzufügen, ist gegeben.

Die Qualität der Bilder ist recht gut gelungen, wenn man sie sich auf dem PC mal etwas genauer betrachtet. Das die Qualität nicht an die einer richtigen Digitalkamera ran kommt ist vollkommen klar, aber für solch ein kleines Gerät sind die Bilder überzeugend gut. Wenn man denn mal grad den richtigen Zeitpunkt erwischt und das Gerät lange genug, ohne zu wackeln, vor sich gehalten hat.

Nokia 6230 - Display O2
Nokia 6230 - Display Menü

Die Menüführung ist, wie bei Nokia üblich, leicht und selbsterklärend zu verstehen. Das Menü besteht aus zehn Menüpunkten: Mitteilungen, Anruflisten, Adressbuch, Einstellungen, Galerie, Medien, Organizer, Programme, Internet und SMS-Services, welche in Icons sowie auch als Liste aufgeführt werden können.
Die Menügestaltung an sich ist etwas öde und einseitig gestaltet worden. Man kann zwar zwischen verschiedenen Farben wählen, doch ändert sich dadurch, der etwas altmodisch gestaltete Teil der Aufmachung der Icons und des Hintergrundes, nicht.
Die Untermenüs zu den einzelnen Menüpunkten sind in einer Liste angeordnet und leicht zu verstehen.
Mit vier einfachen Klicks auf den Navikey befindet man sich schon im Textfeld, bereit eine neue SMS zu verfassen. Also perfekt angeordnet, für den Viel-SMS-Schreiber.
Über den Navikey kommt man, per klick nach links, auch sofort in das Feld zum Erstellen einer SMS.

Unter dem Display befinden sich links und rechts die beiden Shortcut-Tasten, von denen sich nur die rechte Taste manuell belegen lässt und die linke Taste immer für die Favouriten bestimmt ist, so das man über sie in ein weiteres Untermenü mit Schnellwahlmenü trifft.

Auch weitere Schnellzugriffsfunktionen werden vom Gerät unterstützt.
Eine integrierte Freisprechfunktion ermöglicht es, auch während eines Gespräches diverse Funktionen des Gerätes in Anspruch zu nehmen. Auch die vorhandene Sprachwahl und die Sprachsteuerung erleichtern das wählen von Rufnummern und Funktionen, z.B. während der Autofahrt.

Um seine Rufnummer nicht mehr an andere Geräte, bei einem Anruf, zu übertragen, wählt man über einen Menüpunkt in den Einstellungen einfach aus, das die Nummer nicht mehr gesendet wird. Das heißt, das man inkognito telefonieren kann. Diese Funktion muss nicht, wie bei manch einem anderen Gerät, vor jedem Telefonat neu aktiviert werden, sondern bleibt so aktiviert, bis man es wieder umstellt.

Nokia 6230 - Display Mitteilung
Nokia 6230 - Display Kalender

Auch erleichtert die bereits sehr beliebte Funktion „T9“ (Wörterbuch) das schreiben einer SMS. Das T9 ist beim Nokia 6230 lernfähig. Diese Funktion gibt es in verschiedenen Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch, Türkisch und Portugiesisch). Allerdings muss diese Funktion erst vor dem Schreiben unter den SMS-Einstellungen aktiviert werden.
Das Schreiben einer SMS (auch ohne den Komfort von T9) ist sehr einfach und man muss sich gar nicht großartig hineindenken, ein integrierter Zeichenzähler zeigt einem während des SMS schreibens an, wie viele Zeichen noch frei, bzw. wie viele SMS die Mitteilung schon benötigt. Denn das Gerät unterstützt die Funktion der überlangen SMS. Das verschicken an sich geht einfach und Problemlos und während und nach dem Senden wird eine jeweilige Statusanzeige angegeben.
SMS lassen sich auch vorschreiben und bis zu einem späteren Zeitpunkt in einen dafür vorgesehenen Ordner verschieben, entweder in den Postausgangsordner oder in einen dafür individuell angelegten Benutzerordner.
Auch Textvorlagen, für das flinke versenden eine kurzen Benachrichtigung, etwa über das eventuelle zu spät kommen, oder die Zusage zu einem Date, sind im Nokia vorhanden.

Wem die SMS zu langweilig und zu wenig aussagekräftig sind, der kann natürlich auch eine MMS verschicken.
Das Erstellen einer MMS ist ganz einfach. Einfach die MMS-Funktion aufrufen, und dann auf „Einfügen“ auswählen, was man mit dieser MMS verschicken möchte. Wählbar sind die Optionen: Bild, Soundclip, Videoclip, Seite, Visitenkarte oder der Kalendereintrag.
Und auch hier gibt es ein paar Vorlagen, die eine schnelle Aufmerksamkeit per MMS, zu einer Sekundensache machen.

Durch den integrierten E-Mail-Client ist es auch möglich, E-Mails zu verschicken. Unterstützend wirken die E-Mail-Protokolle POP3, SMTP, sowie IMAP4, dem E-Mail-Versand bei.

Nokia 6230 - Musik PlayerUm das Handy ganz individuell zu gestalten, lassen sich auch Klingeltöne in den Formaten MP3, AAC und MIDI auf dem Gerät abspielen. Natürlich befinden sich auch polyphone (mehrstimmige) Klingeltöne auf dem Nokia.
Ein Radio, das sich on Board befindet, ist eine abwechslungsreiche alternative zum ebenfalls vorhandenen MP3-Player. Der Klang über den Mono-Lausprecher ist im wahrsten Sinne des Wortes „berauschend“, also nicht wirklich überzeugend, dafür macht das der Klang über das Stereo-Headset wieder wett.

Die Tastatur lässt sich über zwei Tasten ganz leicht sperren und wieder entsperren, oder sperrt sich automatisch nach einiger Zeit, wenn diese Funktion aktiv ist. Sehr praktisch, wenn man es gerne vergisst, die Tastatur selbst zu sperren.Nokia 6230 - InfrarotDas Nokia 6230 neben einer Infrarotschnittstelle, über die es möglich ist, Daten mit anderen Geräten auszutauschen, auch eine Bluetooth-Schnittstelle. Auch hier ist das versenden von Dateien, wie Klingeltönen, Bildern etc. spielend einfach.

Zum Synchronisieren mit dem PC ist es möglich, ein Datenkabel, oder besser noch, einen Bluetooth-Stick zu verwenden. Mit der mitgelieferten Software Nokia PC Suite, wird die Synchronisation um ein vielfaches erleichtert. Der Abgleich des Telefonbuches, sowie von Terminen und Aufgaben kann über Outlook und Lotus erfolgen.

Nokia 6230 - seitlich liegend
Nokia 6230 - schräg liegend
Nokia 6230 - schräg auf dem Kopf liegend
Nokia 6230 - seitlich schräg liegend
Nokia 6230 - schräg auf dem Kopf liegend
Nokia 6230 - seitlich liegend

Nun noch mal tiefergehend zur Sprachwahl-/Sprachsteuerungsfunktion.
Diese Funktion vereinfacht einige Situationen erheblich. Die Sprachwahl ermöglicht es, durch einen einfachen Befehl, zu sämtlichen Programmen und Funktionen im Handy zu gelangen, ohne lange suchen zu müssen. Ein bestimmter Befehl wird nach drücken einer Taste laut und deutlich ausgesprochen und sofort springt das Gerät zum angeforderten Menüpunkt.

Sprachaufzeichnungen lassen sich ebenso bequem aufnehmen, ein Zeitlimit von bis zu drei Minuten ist gegeben, und speichert die Aufnahme nach Beendigung sofort in dem dafür vorgesehenen Ordner „Aufnahmen“ oder in dem dafür angepassten Ordner. Die Aufnahme lässt sich kinderleicht versenden.
Die Stummschaltung während des Gespräches funktioniert ganz einfach. Während des laufenden Gesprächs wird die Optionen-Taste gewählt und über das dann folgende Menü die Stummschaltung gewählt. Schon kann der andere Teilnehmer für den Augenblick das Gespräch nicht mehr mitverfolgen.

Die integrierte Freisprechfunktion hat einen relativ guten Klang. Auch diese lässt sich durch einen einfach Tastendruck einschalten. Und ebenso leicht auch wieder ausschalten.

Einen integrierten Anrufbeantworter besitzt das Nokia 6230 leider nicht.

Profile sind vorhanden, um das schnelle Umstellen, zwischen den verschiedenen gerade gewünschten Bedürfnissen, zu gewährleisten. Profile sind teilweise schon vom Hersteller hinterlegt, sie lassen sich aber auch individuell neu anlegen und anpassen.

Zu einem guten Handy gehört auch ein umfangreiches Telefonbuch. Das ist beim Nokia 6230 ziemlich ausgereift.
Das Telefonbuch lässt es zu, einen Anrufnamen hinzuzufügen, bis zu fünf verschiedene Nummern (Allgemein, Mobil, Privat, Arbeit und Fax) zu speichern, außerdem noch eine E-Mail-Adresse, eine Web-Adresse, eine Postadresse, eine Benutzererkennung, sowie eine bestimmte Notiz zum Eintrag hinzuzufügen. Um den Eintrag noch persönlicher zu gestalten, lässt sich ein Bild hinzufügen, das bei Anruf der bestimmten Person im Display erscheint.
Auch lassen sich die einzelnen Telefonbucheintrage zu bestimmten Anrufergruppen zuordnen, die dann ein bestimmtes festgelegtes Rufsignal nur für diese Nutzergruppe zulässt.
Die Einträge sind sowohl auf SIM-Karte, sowie auch im Gerät selbst (bis zu 1000 Einträge) speicherbar.

Nokia 6230 - von Oben liegendDer Organizer im Nokia 6230 ist recht umfangreich. Der Kalender bietet vielfältige Möglichkeiten. Er ist sehr übersichtlich gegliedert und bietet jede Menge Platz für Termine a lá Besprechungen, Anruferinnerung, Geburtstage, Notizen, und ganz normale Erinnerungen. Jede dieser Erinnerungsmöglichkeiten ist einzeln gekennzeichnet und kann entweder nur so als Erinnerung da stehen, lautlos, oder mit Tonsignal gekennzeichnet werden. Die Wiedergabe kann täglich wiederholt, oder auch auf einen bestimmten Tag festgelegt werden. Alles ist ganz leicht einzuspeichern und erfordert keine großen Vorkenntnisse. Und auch eine Aufgabenliste und eine Notizmöglichkeit, extern vom Kalender, stehen noch zur Verfügung.

Eine elektronische Brieftasche, die Kreditkarteninformationen, sowie andere persönliche Daten speichert, ist ebenfalls vorhanden.

Sowie auch die Möglichkeit der Synchronisation, wie sie schon etwas weiter oben beschrieben wurde.

Einen Wecker, der es zulässt die Weckzeit täglich wiederholen zu lassen oder auch nur einmalig zu wecken, untermalt mit einem individuellen Wecklied, oder Radio bzw. einem ganz normalen Weckton, gibt es auch.

Die Uhrzeit an sich ist auf dem Display als Bildschirmschoner hinterlegt, so das sie dauerhaft angezeigt werden kann.
Außerdem ist im Gerät eine Weltzeituhr, eine Stoppuhr, sowie ein Countdownzähler vorhanden.
Datumsanzeige, und auch die Uhrzeit lassen sich ganz einfach unter dem Menüpunkt „Einstellungen“ verändern.

Sollte mal Langeweile aufkommen, sind auf dem Nokia auch 3 Spiele bereits vorhanden. Wählbar, ob man Schach für das Training der grauen Zellen nutzt, mal bei einer Partie Golf die Seele baumeln lässt, oder auch ganz entspannt mal eine Runde Rally fährt, für jeden ist etwas dabei. Beliebig leicht lassen sich auch noch andere Spiele auf das Gerät downloaden.Dieses Gerät ist sehr gut für so ziemlich jede Zielgruppe geeignet.
Musikfans werden dank MP3-Player und Radio begeistert sein, Organisationsprofis finden in diesem Gerät einen treuen Begleiter, SMS-Schreiber werden entzückt sein und jeder, der ein schlichtes, aber multifunktionsfähiges Handy sucht, ist mit dem Nokia 6230 richtig gut bedient.

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WhatsApp ist weltweit Millionenfach in Gebrauch – zumindest im herkömmlichen Gebrauch. Doch daneben gibt es auch eine Business-Version des Messenger-Dienstes, die eigens für den Austausch zwischen geschäftlichen Kontakten konzipiert wurde. Die Provider mobilcom-debitel und Vodafone greifen nun darauf zurück und bieten ab sofort einen Kundenservice über WhatsApp an.
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