Test des Nokia 5220 XpressMusic

18 Minuten

Nokia 5220 XpressMusic
 

Als „Music Almighty“ wird das neue Nokia 5220 XpressMusic von dem finnischen Mobilfunkhersteller angepriesen das im Herbst 2008 auf dem deutschen Markt eingeführt wurde. Laut Nokia vereint das 5220 herausragenden Musikgenuss mit modernem Design und überzeugt durch viel Leistung zum günstigen Preis. Inside-handy.de hat einmal hinter die Fassade geschaut und den Music Almighty auf Herz und Nieren geprüft. Ob das Nokia 5220 XpressMusic seine Vorschusslorbeeren zu Recht verdient und ob dieses Handy wirklich durch Preisleistung besticht erfahren sie auf den folgenden Seiten.

Nokia 5220 XpressMusicNokia liefert das 5220 XpressMusic in einem rechteckigen, schwarzen Karton an seine Kundschaft aus. Die Vorderseite ist mit bunten Kreisen in kontrastreichen Farben verziert, aber trotz der starken Kontraste wirkt die Verpackung übersichtlich und passt zum Produkt. Auf der Vorderseite sind Informationen über Hersteller und Modell zu finden. Ebenso auf den Seiten des Kartons. Die Rückseite ist gespickt von technischen Daten und zeigt das 5220 in diversen Ansichten. Öffnet man die Verpackung kommen zwei weitere schwarze Boxen zum Vorschein. Eine dieser Boxen beinhaltet das Handy und die andere Box den Akku.

Beide Boxen können der Verpackung entnommen werden. Im unteren Bereich der Verpackung befindet sich der Rest des Lieferumfangs. Insgesamt hat Nokia folgende Komponente in die Verpackung gelegt: Handy, Akku, Headset, USB Datenkabel, Bedienungsanleitung, Nokia PC Suite, Trageband und eine 512 Megabyte große Speicherkarte. Alles in allem lässt der Lieferumfang nicht vermissen. Die Bedienungsanleitung ist ausschließlich auf Deutsch gehalten und übersichtlich gestaltet. Bei näherem Hinschauen und beim Suchen von Detailinformationen wird aber schnell klar, dass die Anleitung nur oberflächliche Hilfe für den Verbraucher bietet.

Nokia 5220 XpressMusic
Nokia 5220 XpressMusic
 

Per Knopfdruck öffnet sich die Verrieglung der Akkuabdeckung und der Deckel kann mühelos entfernt werden. Beim Schließen des Deckels muss dieser einfach nur in die dafür vorgesehene Arretierung eingedrückt werden. Ebenso unproblematisch geht das Einsetzen und Herausnehmen der SIM Karte von der Hand. Die Karte muss einfach nur in den SIM Karten Slot oberhalb des Akkusteckplatzes eingeschoben oder herausgezogen werden. Erwartungsgemäß einfach ist auch das Einsetzen und Entfernen des Akkus. Nokia 5220 XpressMusic Als sehr praktisch erweist sich der Speicherkarten Slot, der auf der rechten Seite des Gerätes positioniert ist. Somit muss der Handynutzer nicht unnötigerweise immer den Akkudeckel öffnen, um an die Speicherkarte zu gelangen. Um ein Eindringen von Staub oder Dreck zu verhindern ist der Speicherkartensteckplatz mit einer Kunststoffabdeckung geschützt. Das extravagante Design verleiht dem 5220 eine sehr stylische Note. Gemeint sind damit die schräg verlaufende Kopf- und Fußseite. Bei einer Länge von 108 Millimetern, einer Breite von 43,5 Millimetern und einer Höhe von nur 10,5 Millimetern bringt das Handy ein Gewicht von 78 Gramm auf die Waage und es lässt somit leicht in einer Hemd- oder Hosentasche verschwinden. Dennoch wirkt das schlanke Gerät, welches zum Großteil aus Hartplastik gefertigt wurde, robust.

Nokia 5220 XpressMusic Die Kombination aus den Farben rot und schwarz verleiht dem 5220 eine sportliche Note, welche von der geriffelten Rückseite aus Gummi verstärkt wird. Der Nokia Schriftzug sowie der Aufdruck XpressMusic sind auf der Vorderseite über dem Display und auf der Rückseite zu finden. Die Verarbeitung der Tasten und Schalter ist sehr gut und lassen auf eine lange Lebensdauer vermuten. Ebenso ist die Qualität der Steckverbindung hervorragend, denn geringe Spaltmaße und perfekte Steckverbindungen sorgen für störungsfreie Kontakte zur Umwelt. Als äußerliche Teile sind auf der rechten Seite der Speicherkarten Slot und die Lautstärkeregelung verbaut, auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich der Ladegeräteanschluss sowie die Musiksteuertasten.Der USB Anschluss, der Nokia AV Anschluss und die Entriegelungstaste für die Akkuabdeckung befinden sich oben am Gerät. Komplettiert werden die äußerlichen Bauteile von der Kameralinse, dem Effektlicht und dem Lautsprecher auf der Rückseite.

Nokia 5220 XpressMusicMittig unter dem Display sitzt der Navigationskey, rechts und links davon schließen sich die Funktionstasten sowie die grüne und rote Hörertaste an. Im Anschluss daran befindet sich eine herkömmliche Zifferntastatur. Die Druckpunkte der Tasten sich gut gewählt und ein leises Knacken kommentiert deren Betätigung. Die Tasten stehen leicht aus der Oberfläche heraus und verleihen dem 5220 insgesamt eine gute Haptik. Tasten die seitlich am Gerät integriert sind stehen nicht aus der Oberfläche heraus. Für geübte Schreiber ist das Blinde Tippen kein Problem. Der Vibrationsalarm erfolgt gleichzeitig zum Klingelton und kann optional deaktiviert werden. Leider fällt dieser aber etwas zu schwach aus, so dass das Vibrieren nur im direkten Kontakt zum Körper wahrgenommen wird. Als Extra verfügt das Gerät über eine Öse zum Befestigen eines Trageriemens unten links.

Nokia 5220 XpressMusicGespräche werden sauber übermittelt, so dass eine gute Sprachqualität auf beiden Seiten gewährleistet ist. Die Verständlichkeit bei den Partnern ist einwandfrei. Die Lautstärke kann über zwei Tasten auf der rechten Seiten über zehn Stufen intervallweise eingestellt werden. Die Lautstärkeregelung ist gut eingestellt, so dass man den Gesprächspartner auch noch in unruhigeren Umgebungen gut verstehen kann. Das 5220 verfügt zwar über eine Freisprechfunktion, allerdings ist diese etwas zu leise und sollte nur bei leiser Umgebungslautstärke verwendet werden. Das Freisprechen mit dem Headset funktioniert tadellos und auch das Lautstärkeintervall ist hervorragend. Der Empfang des Handys ist sehr gut, auch in schlecht zugänglichen Örtlichkeiten bleibt man stets erreichbar. Leider kann der Empfang des Triband Gerätes (900, 1800, 1900 MHz) nicht wunschgemäß eingestellt werden. Über UMTS Zugang verfügt das 5220 nicht. Laut Hersteller kann bis zu fünf Stunden und 15 Minuten telefoniert werden, was einer Standby Zeit von 406 Stunden entspricht. Im Test musste das Gerät allerdings bereits nach 120 Stunden an das Ladekabel. Nach drei Stunden war dar Akku wieder voll geladen worüber eine sehr verlässlich Akkuzustandsanzeige im Standby Bildschirm informiert.

Nokia 5220 XpressMusicDas zwei-Zoll große QVGA-Display mit einer Displaydiagonale von 5,1 Zentimetern kann 262.144 Farben darstellen bei einer Auflösung von 320 x 240 Pixel. Die Farben werden scharf und brillant wiedergegeben, allerdings lässt sich das Display bei direkter Sonneneinstrahlung nur erschwert ablesen oder einsehen. Leider bietet das 5220 keine Einstellungsmöglichkeiten bezüglich des Kontrastes und der Helligkeit. Lediglich die Musiksteuertasten können auf Wunsch mit Lichteffekten bei der Wiedergabe von Sounds belegt werden. Das Display schaltet automatisch nach 25 Sekunden ab und der Bildschirmschoner startet anschließend automatisch. Der Schoner kann natürlich auch deaktiviert werden. Befindet sich das Gerät im Energiesparmodus schaltet das Display bereits nach fünf Sekunden ab. Ein- und Ausschaltanimationen können ebenfalls nicht konfiguriert werden. Lediglich die dazu ertönende Melodie ist anpassbar. Fünf Themen stehen dem Nutzer zur Gestaltung des Handys zur Verfügung. Per Java oder WAP 2.0 können weitere Themen downgeloadet werden. Die zwei-Megapixel Kamera mit vierfachem Digitalzoom wird über das Hauptmenü – Medien – Kamera aktiviert. Das Display arbeitet dabei nicht gut als Sucher, denn die Darstellung ist durchweg verschwommen und ruckelt. Die Einschaltzeit beträgt lediglich eine Sekunde allerdings benötigt das 5220 eine stolze Zeit von 15 Sekunden bis Bilder im Display fixiert sind. Das Kameradisplay informiert den Nutzer permanent über den aktuellen Modus (Kamera, Video), den verfügbaren Speicherplatz für Bilder, die Zoomeinstellung und die Bildgröße.

Nokia 5220 XpressMusic Als Funktionen beziehungsweise Einstellungsmöglichkeiten hält das Gerät folgende Optionen bereit: Selbstauslöser, Effekte (Normal, Falschfarben, Graustufen, Sepia, Negativ, Solarise), Weißabgleich, Bildqualität (gut, normal, einfach) und Bildgröße. Bei der Qualität macht es jedoch keinen Unterschied welches der drei angebotenen Formate ausgewählt ist. Eine Blitzeinheit und ein Bildstabilisator sucht der Benutzer vergebens. Die Qualität der Aufnahmen ist gut, die Bilder sind scharf, weißen keine Schleicher oder ähnliches auf und scharfe Kontraste werden ebenfalls gut dargestellt. Allerdings wird diese gute Bildqualität nur bei ausreichend guter Ausleuchtung erreicht.

Bei schwachem Umgebungslicht ist es ohne den fehlenden Blitz nicht ratsam Aufnahmen zu schießen. Betrachtet man die Bilder auf dem PC ist die Qualität ebenso gut. Zur Nachbearbeitung stehen dem Benutzer folgende Möglichkeiten zur Verfügung: Drehen und Kontrast einstellen. Fotos können im vorinstallierten Ordner „Fotos“ oder in einem eigenen hinzugefügten Ordner gespeichert werden. Ebenso bleibt der Speicherort frei nach Wahl des Nutzers. Folgende Videoformate werden von dem 5220 unterstützt: H.263, H.264, MPEG4 und 3GPP. Im Gegensatz zu Bildaufnahmen funktioniert hier das Display als Sucher gut. Probleme entstehen nur bei schnellen Bewegungen wobei einige Bilddetails verpixelt dargestellt werden. Die Qualität der Videos lässt allerdings einiges zu Wünschen übrig. Die Videos werden stark verpixelt wiedergegeben. Die Länge der Aufnahme kann entweder 60 Sekunden betragen oder max. 10 Minuten, je nach dem wie es der Benutzer wünscht. Auch hier kann der Kontrast nachbearbeitet werden und die Speicherung erfolgt im vorinstallierten Ordner „Videos“ bzw. im eigenen erstellten Ordner.

 
Nokia 5220 XpressMusic
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Das Desktop ähnliche Hauptmenü besteht aus neun Ordnern die in einer 3 x 3 Matrix angeordnet sind. Die Icons der Ordner sind allesamt animiert. Das Menü ist logisch aufgebaut was das Zurechtfinden auch ohne Bedienungsanleitung leicht macht.

Die Untermenüs sind als Listen dargestellt und statisch deklariert, so dass der Benutzer keine Veränderungen vornehmen kann. Die Menüstruktur ist simpel und flache Hierarchien sorgen für kurze Wege zum gewünschten Menüpunkt, wie zum Beispiel das Verfassen einer Mitteilung verdeutlicht: Mitteilungen – Mitteilung verfassen – Mitteilung.

Der quadratische Navigationskey mit abgerundeten Ecken spricht gut an und es Bedarf keiner Übung um ihn präzise handhaben zu können. Der rot umrandete schwarze Button kommentiert jede Betätigung mit einem leisen Knacken und lässt sich frei belegen.

Mit bis zu fünf Shortcuts kann der Navigationskey gleichzeitig versehen werden. Schnellzugriffe während einer Gesprächsverbindung bieten die Optionen: Halten, Adressbuch, Menü und Aufnahme.

Die Darstellung der Schrift und der Zeichen ist klar und sauber. Die Größe der Zeichen kann getrennt für das Adressbuch, das Internet und für Mitteilung in drei verschiedene Formate (klein, normal, groß) eingestellt werden.

Leider besteht keine Möglichkeit die Darstellung der Zeichen im Standby Bildschirm zu konfektionieren, da diese zum Teil recht filigran dargestellt werden und Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen Probleme haben die Zeichen korrekt zu erkennen.

Zur Unterdrückung der eigenen Rufnummer muss der Benutzer folgendem Menüpfad folgen, Einstellungen – Anrufe – Eigene Nr. senden, und die Option deaktivieren auswählen.

Die Anruflisten sind obligatorisch über den Hauptmenüpunkt Protokoll zu erreichen. In gewohnter Art und Weise sind die Listen untergliedert in angenommene Anrufe, entgangene Anrufe, gewählte Rufnummern und Anrufe undifferenziert. Das Nokia 5220 XpressMusic hält eine automatische Wahlwiederholungsfunktion bereit. Die Wahlwiederholung muss für jeden Anruf aufs Neue aktiviert werden.

Beim Schreiben von Kurznachrichten wird der Benutzer auf Wunsch von einer lernfähigen und gut funktionierenden T9 Funktion unterstützt. Weitere Schreibformate sind die Groß- und Kleinschreibung. Der Texteditor informiert permanent über Empfänger, den geschriebenen Text, die verbleibende Anzahl von Zeichen und den Schreibmodus.

Des Weiteren ist am unteren Bildschirmrand eine Scrollbar eingeblendet. Diese Scrollbar beinhaltet diverse Icons welche die Anhangsmöglichkeiten für Mitteilungen repräsentieren. Per Klick können folgende Formate hinzugefügt werden: Videoclip, Foto, Bild, Soundclip, Notiz, Visitenkarte, Thema, Internetlink.

Das Handy hält 11 Textvorlagen bereit. Eine persönliche Erweiterung ist jederzeit möglich. Mitteilungen können im dafür vorgesehenen Ordner „Gespeicherte Nachrichten“ oder in einem selbst angelegten Ordner gespeichert werden. Der Speicherplatz für Mitteilungen ist dynamisch gestaltet. Ohne Speicherkarte können 200 Mitteilungen gesichert werden.

Das 5220 von Nokia macht keine Unterschiede bei der Erstellung einer MMS im Vergleich zu einer SMS. Für beide Varianten steht der gleiche Editor bereit und per Knopfdruck wird die Nachricht in eine MMS bzw. in eine SMS umgewandelt. Nicht nur der Editor ist für die MMS identisch, auch die Speicheroptionen und der Speicherplatz. Als sehr günstig erweisen sich die bereits konfigurierten MMS Einstellungen so dass direkt Multi Media Mitteilungen versendet und empfangen werden können.

Zur Erstellung von Emails muss der Benutzer lediglich die Option Email verfassen im Mitteilungsmenü auswählen. Noch einfacher geht’s per Shortcutfunktion. Auch hier sind wieder alle Einstellungen vorkonfiguriert so dass direkt mit dem Senden und Empfangen von Emails begonnen werden kann. Verfasst werden Emails im gleichen Editor wie SMS und MMS. Abgeholt wird dieser Nachrichtentyp einfach per SMS vom Verteiler. Auch hierzu Bedarf es keiner Bedienungsanleitung. Der leistungsfähige Musik Player basierend auf der Serie 40 von Nokia unterstützt folgende Tonformate: MP3, M4A, AAC, AAC+, eAAC+ und WMA. Vorinstalliert sind 18 Klingeltöne und 14 Signaltöne für Nachrichten oder ähnliches. Weitere Töne können per Java oder Internet downgeloadet werden.

Nokia 5220 XpressMusicAls Verbindungsmöglichkeiten hält das 5220 Bluetooth, General Packet Radio Service (GPRS), USB Datenübertragung und das Internet bereit. Der Verbindungsaufbau und die Datenübertragung per Bluetooth funktionieren reibungslos. Zum Übertragen einer Datei der Größe 3,1 Megabyte wurde eine Zeit von 90 Sekunden benötigt. Praktisch alle Formate lassen sich per Bluetooth senden und empfangen. GPRS bietet die Möglichkeit Daten per Funk zu übertragen. Der Vorteil hierbei ist, dass der Funkraum wirklich nur benutzt wird, wenn auch Daten übertragen werden. Auch hier funktioniert der Verbindungsaufbau problemlos. Für den Aufbau einer Internetverbindung braucht das Gerät acht Sekunden, eine Internetseite ist binnen vier Sekunden aufgebaut. Auch hier sind wieder alle Einstellungen bedienerfreundlich vorkonfiguriert. Folgende Internetdienste stehen zur Kommunikation bereit: WAP 2.0, Java, EDGE und HSCSD. Leider verfügt das Handy nicht über UMTS oder HSDPA. Die Datenübertragung per USB Datenkabel ist etwas träge, dafür kann man mit der mitgelieferten Nokia PC Suite so einiges anstellen, wie zum Beispiel Medien wiedergeben, das Adressbuch verwalten, eine Internetverbindung erstellen oder seine Dateien verwalten. Die Benuzung der PC Suite ist einfach und selbsterklärend. Per Mausklick wird das Handy binnen Sekunden mit dem PC synchronisiert.

Nokia hat dem 5220 Xpress Music eine Sprachsteuerung sowie eine Sprachwahl Funktion mit auf den Weg gegeben. Aktiviert wird die Spracherkennung durch langes Drücken der rechten Funktionstaste. Im Test wurde jedoch keine einziger Sprachbefehl korrekt von dem Gerät erkannt. Der integrierte Sprachspeicher verfügt über eine Speicherkapazität von bis zu 60 Minuten und dient unter anderem auch zum Mitschneiden von Telefonaten. Hierzu muss der Benutzer einfach während eines Gespräches unter Optionen die Auswahl „Aufnehmen“ aktivieren. Auf die gleiche Art und Weise kann man das Gerät stumm schalten. Eine weitere Option bietet die Freisprechfunktion. Der Klang und die Verständlichkeit sind bei beiden Gesprächspartnern gut. Allerdings ist der Freisprecher etwas zu leise, so dass er nur in ruhiger Atmosphäre eingesetzt werden kann. Über einen integrierten Anrufbeantworter verfügt das Handy nicht.

Das 5220 ist mit insgesamt sieben Profilen ausgestattet die allesamt treffend bezeichnet sind. Alle Profile sind veränderbar und lassen sich den Wünschen des Benutzers anpassen. Die interne Speicherkapazität beträgt 30 Megabyte und kann per Speicherkarte bis zu acht Gigabyte erweitert werden. 2000 Adressbucheinträge stehen zur Verfügung. Jedem Eintrag können folgende Details hinzugefügt werden: mehrere Rufnummern, Email, Video, Ton, Webseite, Firma, Adresse, Benutzerkennung, Geburtstag, Notiz und Bild. Des Weiteren stehen Möglichkeiten zur Gruppen- und zur Kurzwahl bereit. Ein Organizer hilft den Alltag zu planen. Innerhalb des Organizers können Kalendereinträge, Aufgaben und Notizen verwaltet werden. Als Kalendereinträge können Erinnerung, Besprechungen, Anrufe, Geburtstage, Jahrestage und Notizen hinterlegt werden. Als Wiederholungsmöglichkeiten werden täglich, wöchentlich, monatlich und jährlich angeboten. Bei Aufgaben kann die Priorität zusätzlich mit angegeben werden. Als Rechenfunktionen stehen dem Benutzer ein konventioneller Taschenrechner sowie ein wissenschaftlicher Rechner und ein Darlehnsrechner zur Verfügung. Countdownfunktion und Stoppuhr bieten Möglichkeiten Zeiten festzuhalten.

Über Umrechenfunktionen verfügt das Handy nicht, aber dafür sind aber gleich fünf Spiele (City Bloxx, Guitar Rock Tour, Rally 3D, Snake 3) vorinstalliert. Weitere Games können per Internet downgeloadet werden. Der im Organizerpaket enthaltene Wecker funktioniert auch bei ausgeschaltetem Gerät. Das 5220 ist als Tribandgerät ausgestattet und ist netzübergreifend (GSM 900/1800/1900) aktiv. Ein weiteres Komfortmerkmal ist der Office Document Viewer. Zum Abspielen von Musikdateien steht ein Haus eigener Player aus der 40iger Serie bereit der folgende Formate unterstützt: MP3, Mp4, AAC, AAC+, eAAC+ und WMA. Lieder können per Bluetooth oder per USB Datenkabel problemlos übertragen werden. Der Player wird als Wechseldatenträger erkannt und verfügt über eine Resumefunktion die dort wieder einsteigt, wo zuvor der Song verlassen wurde.

Nokia 5220 XpressMusic
Nokia 5220 XpressMusic
Nokia 5220 XpressMusic
Nokia 5220 XpressMusic

Zur Individualisierung der Musik steht ein Equalizer mit insgesamt sieben Klanspektren bereit. Zwei davon sind nach eigenen Wünschen konfigurierbar. Eine weitere Option bietet die Player Oberfläche für die vier verschiedene Designs zur Auswahl stehen. Des Weiteren verfügt der Player über eine ID3 Tag Funktion welche über die Daten des Liedes und des Künstlers informiert. Speichermöglichkeiten bilden der dafür vorgesehene Ordner „Musik“ oder die mitgelieferte Speicherkarte, aber auch hier können wieder eigene Ordner erstellt werden. Dank der mitgelieferten 512 MB Speicherkarte steht zunächst ausreichend Platz für Musik zur Verfügung.

Die Lautstärke kann mit Hilfe des Lautstärkereglers an der rechten Außenseite des Gerätes eingestellt werden. Nützlich erweisen sich auch die Musiksteuertasten an der linken Seite, so dass der Player auch ruhig im Hintergrund laufen kann ohne unerreichbar zu sein. Die Qualität der wiedergegebenen Musik ist durchschnittlich. Der Großteil der Lieder klingt blechern und wenig voluminös. Auch unter Verwendung der 3D Klang Option erhält der Benutzer kein besseres Klanergebnis. Eine Verbesserung bringt der Gebrauch des Headsets mit sich. Der Klang aus dem Kopfhörer ist gut und voluminös. Das Lautstärkeintervall ist sowohl mit als auch ohne Headset mehr als ausreichend, allerdings ist der Musikgenuss beim 5220 alles andere als energiesparend. Nach 30 Minuten Dauerbetrieb auf mittlerer Lautstärkeeinstellung gingen zehn Prozent der Akkuleistung verloren. Eine weitere Option bietet das integrierte UKW Radio mit RDS das stets mit gutem Empfang punkten konnte.

Nokia 5220 XpressMusic
 

Als „Music Almighty“ hat sich das Nokia 5220 XpressMusic nicht erwiesen, aber den Finnen ist es gelungen einen sehr guten Allrounder im mittleren Preissegment zu konstruieren.Der Music Player konnte mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten punkten und ebenso mit der Steuerung durch die äußeren Steuertasten am Gerät, allerdings verlor er an Boden durch die durchschnittliche Klangqualität des Lautsprechers. Minuspunkte handelte sich der Tribander auch mit der Kamera ein, die sehr träge agiert und ohne Blitz nur bedingt für Aufnahmen geschaffen ist. Die andere Seite der Medaille ist das leistungsfähige Adressbuch und der Nachrichteneditor. Nicht zu letzt überzeugt das XpressMusic durch seine Sprachqualität und den Empfang sowie sein außergewöhnliches und stylisches Auftreten und ist mit einem Einführungspreis von rund 190 Euro auf jeden Fall eine Kaufoption.

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