Test des Motorola W220

10 Minuten

Motorola W220: Draufsicht

Für alle, die auf der Suche nach einem kleinen, handlichen Handy ohne den typischen „Schnickschnack“ sind und lediglich Wert auf die üblichen Basisfunktionen legen, ist das Motorola W220 ausgerichtet. Einziger „Luxus“ des Mobiltelefons ohne Kamera, MP3-Player oder Videofunktion ein UKW Radio, das mit dem mitgelieferten Headset funktioniert. Unschlagbar ist der Preis des Handys: Mit 100 Euro gehört es in die untere Preisklasse und lässt sich nur schwer von der Konkurrenz unterbieten. Was das Handy ansonsten noch kann – oder auch nicht kann – hat inside-handy.de getestet!Motorola W220: VerpackungIn einem kleinen schwarz-türkis farbigen Karton wird das Motorola W220 geliefert.

Öffnet man den Deckel der Verpackung, findet man das Handy in der ersten Ebene vor, die von schwarzem Karton eingefasst ist.

In der nächsten Ebene der handlichen Verpackung ist das Aufladegerät, das Headset, der Akku sowie die Schale, die über den Akku befestigt wird.

Im unterem Teil der Verpackung sind die Bedienungsanleitung, das „Motomanual“, die komplett in Deutsch gehalten ist sowie ein Infoheft zur Garantie und Serviceinformationen.

Motorola W220: Lieferumfang
Motorola W220: in Bestandteile zerlegt

Motorola W220: aufgeklapptDas W220 lässt sich einfach zusammenbauen. Nachdem die SIM Karte in den SIM-Kartenhalter geschoben ist , kann der Akku ohne Probleme in das Handy eingesetzt werden. Über den Akku muss das Rückcover geschoben werden. Nun kann das Handy aufgeklappt und durch Drücken der roten On/Off-Taste eingeschaltet werden.

Die Designlinie des W220 ist konsequent. Die Farbe „Metallic Silber“ dominiert das gesamte Handy, und wird nur von schwarzen Elementen bei der Tastatur, dem Display, der Rückseite des Displays, dem Schalter für die Lautstärkeregelung sowie den Steckeröffnungen für Ladegerät und Headset unterbrochen. Das gesamte Gehäuse ist aus festen Kunststoff, welches aber einen stabilen und kratzfesten Eindruck hinterlässt. Ebenfalls schützt es vor Wasserspritzern.

Motorola W220: GrößenverhältnisKlappt man das Handy, rastet das Display fest in eine Position ein, wodurch ein Ausleiern des Klappgelenks vermieden wird. Die Steuertasten sind aus schwarzem Kunststoff mit weißen Beschriftungen, die Anruf- und Auflegtasten sind mit den üblichen Farben Grün und Rot versehen. Die außen angebrachte Lautstärketaste wirken wiederstandsfähig.

Das Spaltmaß zwischen den beiden Hauptelementen des Handys beträgt ca. ein Millimeter, sodass die Wahrscheinlichkeit, dass Staub ins Handy gerät, sehr gering ist. Dieser kann jedoch in die beiden Öffnungen für das Ladegerät und Headset gelangen. Wünschenswert wären hier, wie bei vielen anderen Handymodellen, Möglichkeiten diese Steckplatzöffnungen komplett verschließen zu können.

Motorola W220: RückseiteDas Ladekabel und das Headset werden über zwei Steckplatzöffnungen mit dem Handy verbunden, die links und rechts am unteren Ende des Handys sind. Die Anschlüsse des Landekabels und des Headsets sind rund, ähnlich wie der Kopfhöreranschluss eines MP3-Players. Im Test erwies sich, dass das Anschlusskabel bereits bei leichten, unbeabsichtigten Ziehen am Headsets löste.

Ein Anschluss für ein Datenkabel fehlt. Da das Handy ebenfalls weder über Bluetooth oder Infrarotschnittstelle verfügt, ist es nicht möglich, Daten mit dem PC auszutauschen.

Klappt man das Handy auf, lässt es sich über einen Fünf- Wege Navikey sowie 16 weitere Tasten bedienen. Im oberen Teil des Bedienfeldes sind zwei Tasten, mit denen sich die aktuellen Befehle jeweils bestätigen oder verneinen lassen. Unterhalb des Navikeys, welcher von der Anruf- und Auflegtaste eingefasst ist, sind die zwölf üblichen Bedienungstasten.

Alle Tasten haben einen guten Druckpunkt und sitzen fest im Gehäuse. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, wie sie bei den meisten Mobiltelefonen benötigt wird, ist der Umgang mit der Tastatur, die der des Motorola Razr sehr ähnelt, kein Problem mehr.
Motorola W220: LadegerätTelefonate mit dem W220 geschehen in einer guten Sprachqualität, die weder von Rauschen oder ähnliche Störungen beeinträchtigt werden. Dank der hohen Akkulaufzeit, sind laut Motorola Telefonate von bis zu acht Stunden möglich, was besonders Kunden von Flatrates zugute kommt.

Die Lautsprecherlautstärke kann während des Telefonierens mit dem Wippschalter an der Seite des Handys verändert werden.

Auch bei Auslandsreisen in andere Länder kann das W220 genutzt werden. Es funkt sowohl auf 900 als auch 1800 MHZ.

Als Standby-Zeit gibt Motorola für das W220 bis zu 290 Stunden an.
Motorola W220: BeleuchtungDas TFT Innendisplay des W220 hat eine Auflösung von 128 x 128 Pixeln, auf dem 65.000 Farben dargestellt werden. Die Bildschärfe ist akzeptabel.

Nachteil des W220 ist jedoch das mit 25×27 Millimeter sehr kleine Display.

Da das Mobiltelefon aber keine Kamera und Videofunktion besitzt ist dieses auch nicht für anspruchsvolle Grafikanwendungen ausgelegt.

Ein Außendisplay besitzt das W220 nicht. Einen graphischen Blickfang bieten jedoch drei Icons, welche beim Erhalt einer SMS Nachricht, einem Anruf oder bei Akkuschwäche und dem Aufladen des Akkus verschiedenfarbig leuchten.

So ist es möglich einen Hinweis über entgangene Anrufe und noch nicht gelesene SMS direkt zu sehen.

Die Helligkeit des Displays kann nicht verändert werden. Es ist nur möglich den Kontrast zu ändern.

Auswählbar ist die Beleuchtungszeit des Displays. Hier kann zwischen 10, 20 und 40 Sekunden gewählt werden.

Als Startbildschirm erscheint eine von Motorola vorinstallierte Animation.

Sechs Farbstile sind bereits auf dem Handy gespeichert. Neben der Auswahl des Farbstils ist es möglich aus drei vorhandenen Wallpaper-Grafiken auszuwählen.

Auch kann man einstellen ob die Uhr angezeigt oder verborgen werden soll.

Motorola W220: Startbildschirm
Motorola W220: Neue Nachricht
Motorola W220: Rechner
Motorola W220: Kalender
Motorola W220: Spiele
Motorola W220: Spiel
Motorola W220: Bilder
Motorola W220: Radio
Motorola W220: Grundeinstellungen
Motorola W220: Telefonbuch
Motorola W220: Nachricht schreiben
Motorola W220: Rechner
Motorola W220: Kalender
Motorola W220: Spiel
Motorola W220: Browser
Motorola W220: Sounds
Motorola W220: Sicherheit
Motorola W220: Anrufliste

Das Menü des W220 ist gut und einfach verständlich – hinter den verschiedenen Icons findet man die Funktionen wieder, welche man erwartet. Insgesamt gibt es neun Menüpunkte die in jeweils drei Zeilen aufgegliedert sind. Die Untermenüs werden in einer Listenform angezeigt und führen schnell zu der gewünschten Funktion. Bei einigen Menüpunkten, wie zum Beispiel „Einstellungen“, sind die Untermenüs erneut in Listenform aufgegliedert.

Um eine SMS zu verfassen, benötigt man vier Tastenklicks wenn man über die Menü-Funktion geht, wählt man den Weg der Schnellwahltaste genügen drei Klicks um in das Eingabefeld zu gelangen.

Jede Richtung des Navi-Keys lässt sich individuell mit einer bestimmten Funktion über den Menüpunkt Einstellungen / Personalisieren / Home Screen / Softkeys individuell belegen. Voreingestellt sind die Verknüpfungen zum Telefonbuch, der Anrufliste, den Tools sowie den Multimedia Anwendungen.

Nachteil des W220 ist, dass die Schrift- und Icongröße von vornherein festgelegt ist und nicht individuell angepasst werden kann. Besonders für ältere Menschen, die oft ein einfaches Gerät benötigen, ein großes Manko.

Mit fünf Klicks gelangt man zu den Einstellungen der Rufnummernübermittlung. Hier kann gewählt werden, ob die Rufnummer gesendet oder nicht gesendet wird. Zusätzlich ist es möglich, den Modus „Vorauswahl“ zu nutzen.

Zu den Anruflisten gelangt man entweder durch einen der Navi-Keys oder durch das Hauptmenü. Dort sieht man die „Empfangenen Anrufe“, die „Gewählten Rufnummern“ und den Notizblock. Zu jedem Name bzw. jeder Nummer wird das Datum sowie die Uhrzeit angezeigt. Ebenfalls gibt es Informationen zu den Gesprächszeiten und Gebühren und es ist ein GPRS-Datenzähler vorhanden.

Beim Verfassen einer SMS kann zwischen den typischen Eingabemethoden gewählt werden. Hierbei wird jeweils die aktuell noch verbleibende Zeichenmenge angezeigt. Werden die 160 Zeichen einer SMS überschritten wird automatisch eine zweite SMS mit dem Volumen von 160 Zeichen angehängt.

Standardvorlagen zum SMS Versand sind auf dem W220 vorinstalliert. Ebenfalls ist es möglich, selbst Vorlagen zu erstellen.

Neu eingegangene Nachrichten werden im Ordner „Eingang“ gespeichert. Nach dem Lesen der Kurzmitteilung ändert sich das Nachrichtensymbol vom geschlossenen zum geöffneten Brief. Ebenfalls ist es möglich mit dem W220 MMS Nachrichten zu verfassen. Dazu wird im Menüpunkt „Neue Nachricht“ anstatt „Neue SMS“ die Menüoption „Neue MMS“ gewählt und schon kann man die MMS Nachricht nach Belieben mit Bildern, Tönen, Text etc. versehen.

Das Senden von E-Mails ist mit dem W220 nicht möglich.
Motorola W220: SIM-EinschubDatenschnittstellen besitzt das Motorola W220 nicht.

Es ist weder möglich Daten über Bluetooth und Infrarot auszutauschen noch über ein USB Datenkabel oder eine serielle Schnittstelle.

Mit dem W220 sind lediglich die WAP Dienste nutzbar.

Motorola W220: unten
Motorola W220: unten rechts
Motorola W220: rechts
Motorola W220: rechts oben

Eine Sprachsteuerung besitzt das W220 nicht. Somit ist der Einsatz besonders während des Auto Fahrens komplizierter. Auch eine integrierte Freisprechfunktion fehlt.

Jedoch wird ein Headset mitgeliefert, welches für solche Situationen geeignet ist.

Es stehen fünf verschiedene Profiltypen zur Auswahl. Gewählt werden kann zwischen dem Profil „Laut“, „Leise“, „Vibrieren“, „Vibrieren&Ton“ und „Stumm“. Individuell anpassen lassen sich die einzelnen Profile in der Lautstärke, dem Signalton, der Signalfolge, dem Nachrichtenton, der Tastenlautstärke und dem Tastenton. Erstellen neuer Profile oder Umbenennen von Profilnamen ist nicht möglich.

Das W220 besitzt 22 polyphone Ruftöne. Es ist möglich eigene Klingeltöne zu komponieren. Netzabhängig ist es möglich Ruftöne zu herunterzuladen.

Im Telefonspeicher können bis zu 1000 Kontakte gespeichert werden. Jeder Kontakt lässt sich neben dem Namen und der Rufnummer einer Anrufergruppe zuordnen. Die Datensätze können die E-Mailadresse, die Postadresse und die Internetadresse beinhalten sowie durch eine Notiz ergänzt werden. Komplette Datensätze können bei Bedarf als SMS versendet werden.

Motorola W220: oben
Motorola W220: oben links
Motorola W220: links
Motorola W220: links unten

Im Menüpunkt „Tools“ gibt es sechs verschiedene Funktionen. Den Rechner, den Kalender, die Schnellzugriffe, den Chat, das SIM-Toolkit sowie die Beleuchtungsfunktion. Die Weckerfunktion bildet einen eigenen Hauptmenüpunkt.

Der Kalender ist in der Monatsansicht vorhanden. Einzelne Termine können bestimmten Tagen zugeordnet werden und die Art des Termins (Verabredung, Geburtstag etc.) kann eingestellt werden. Der Rechner besitzt eine voreingestellte Funktion zur Umrechnung von Währungen.

Im Menüpunkt Spiele stehen drei verschiedene Spiele zur Auswahl: „Fußball“, „Rebels“ – ein Raumfahrtspiel und „Crazy“, welches an den bekannten Spieleklassiker „Worms“ angelehnt ist.

Auch wenn das W220 keinen MP3-Player besitzt ist für Unterhaltung unterwegs gesorgt. Im Menüpunkt Multimedia ist das intergrierte UKW-Radio. Um dies zu aktivieren muss das Headset angeschlossen sein, in dem sich die Antenne befindet. Ist dieses angeschlossen, kann die Sendefrequenz der persönlichen Lieblingssender eingestellt und gespeichert werden und dem Hörvergnügen steht nichts mehr im Wege. Die Wiedergabe erfolgt entweder über das Headset oder den Handylautsprecher. Es ist möglich die Radiofunktion auszublenden um so andere Funktionen des Handys benutzen zu können.

Motorola W220: in Bestandteile zerlegt

Für alle, die ihr Mobiltelefon nur zum Telefonieren und SMS schreiben benötigen, ist das Motorola W220 zu empfehlen. Es verfügt über die üblichen Basisfunktionen und ein integriertes UKW Radio. Das Handy ist auch für Laien leicht verständlich und gut zu bedienen. Das Menü ist selbsterklärend und klar strukturiert – hier sollte sich jeder zurechtfinden.

Das W220 ist ein Handy, das besonders der Ursprungsidee der Mobiltelefone, dem Telefonieren, gerecht wird und für einen Preis von 100 Euro günstig zu haben ist.

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