Test des Motorola Rokr E8

32 Minuten

Motorola Rokr E8
 

Sony Ericsson sollte sich in Acht nehmen. Denn die Antwort auf das Walkman-Handy kommt nun aus den USA. Der Hersteller Motorola bringt ein Handy mit dem Namen Motorokr E8 heraus. Ein schickes schwarzes "heavy" Gerät, das mit einer interessanten Tastatur versehen ist. Es sind Softkeys, die je nach Funktion nicht nur ihre Funktion sondern auch ihre Beschriftung ändern.

Wie verhält sich die Tastatur im Alltag und welche Musik-Power steckt noch in Motorolas Gerät? Erweist sich sein Display als zu klein und hält der Akku der musikalischen Dauerbelastung stand? Nun, ob der Rocker wirklich so ein heißes Eisen ist und seinen Namen verdient trägt, soll geprüft werden. Lesen Sie mehr im redaktionellen Test zum Motorokr E8 von inside-handy.de.

Motorola Rokr E8Ein Augenschmaus durch und durch. Liebhaber modernster Technologien und deren ästhetischen Einsatz werden bereits an der Verpackung des Rocker-Handys von Motorola Spaß haben. Diese kommt nämlich nicht nur in edlem Design mit Top-Materialien, sondern hebt sich durch ihren Öffnungsmechanismus von herkömmlichen Verpackungen ab: Um nämlich an den Inhalt heranzukommen, muss der Karton seitlich aufgezogen werden. Beim Öffnen präsentiert sich das Motorokr E8 selbst und verdeckt das darunter liegende Zubehör mit einer glänzend weinroten Auflage, in der es sitzt.

Im Lieferumfang sind neben dem Telefon, seinem 970 mAh Akku samt Verschluss auch das Lade-, sowie das USB-Kabel enthalten. Für Handfreie Kommunikation ist auch ein Headset beigefügt worden. Darüber hinaus ist eine internationale Garantiekarte und eine Beilage zu rechtlichen und sicherheitstechnischen Hinweisen dabei. Bei einem Musikhandy mit schnellen Datenverbindungen und dem heutigen Dilemma der Musikpiraterie macht es ja auch durchaus Sinn auf die rechtliche Seite hinzuweisen, allerdings ist in der Beilage über Musik nichts zu finden. Über die technische Seite des Telefons und die ersten Schritte sowie wichtigsten Funktionen informiert eine Kurzanleitung, die am Umfang gemessen zwar knapp, dafür aber recht ausführlich ist.

Für Verbindungen des Motorola-Fons zum Computer ist auch eine Software-CD mit den Phonetools 5.0 beigelegt. Eine zweite Disc bietet grafisch ansehnlich verpackte Anleitungen und Dienste rund um die Musik auf dem Motorokr E8. Dazu gehören Synchronisation der Dateien mit dem Windows Media Player, Downloadmöglichkeit aus über 200 Online-Music-Stores, den Link zur Telefon-Schnupper-Tour auf der Webseite von Motorola und einige Supportanwendungen. Wer allerdings unterwegs bei einer Zugfahrt mehr über das Gerät erfahren möchte kann dies über den Punkt "Hilfe" in den Einstellungen machen. Dort sind viele Informationen über die Grundlagen als Text abrufbar.

Motorola Rokr E8
Motorola Rokr E8

Anfassen macht bekanntlich Spaß – dies trifft auch auf das Motorokr E8 zu. Für den Bau des Handys sind durchweg hochwertige Materialien verwendet worden. Die Vorderseite fühlt sich durch kleine noppenartige Anhebungen auf den Tasten, die unter der spiegelnden Oberfläche verbaut wurden, interessant an.

Motorola Rokr E8Dasselbe Material wie für die Front wurde auch für die Seiten des Handys verwendet. Die Rückseite sorgt durch die leicht angeraute Verkleidung – eine Mischung aus Plastik und Gummi? – für ein wohliges Gefühl beim Festhalten. Ein Rocker mit Samthandschuhen? Dabei entsteht definitiv der Eindruck, dass der haptische mit dem optischen Eindruck völlig übereinstimmt. Das Design der Ineinanderverlaufenden Flächen bietet idealen Schutz vor Staub und Schmutz. Die Oberseite ist ja quasi aus einem Guss. Die wenigen vorhandenen Spalten sind minimal und auf dem Telefon verbaute Steckplätze durch Aufsätze geschützt. Dies fördert natürlich auch die Stabilität des Gerätes, allerdings ist es fraglich wie lange die spiegelnde Oberfläche so schön bleibt. Denn nach kurzer Nutzung sieht man auf der gesamten Vorderseite fettige Fingerspuren. Mit der Zeit werden sicherlich auch Kratzer entstehen. Der optische Eindruck von dem Gerät ist sehr überzeugend: modern, interessant gestaltet, gut verarbeitet – ideal für eine anspruchsvolle, musikbegeisterte Zielgruppe. Schauen wir doch etwas genauer hin. Die Vorderseite erinnert bei ausgeschaltetem Display ein wenig an eine Fernbedienung. Etwas schlicht und dunkel. Von oben ziert das Logo des Herstellers die Frontseite. Gefolgt vom Display, das mit den Maßen von 4,2 Mal 3,1 Zentimeter eigentlich recht klein ausfällt.

Um sich den unteren Teil der Vorderseite genauer anzusehen, muss das Display aktiviert werden. Es bietet sich ein leuchtender Anblick, dessen Eye-Catcher die Scroll-Leiste um den Navigationsknopf ist. Um diese bietet sich ein oft gesehenes Bild. Nämlich die Rufannahme- und Auflegentaste, sowie zwei Softkeys unterhalb des Bildschirms mit zwei weiteren Tasten, deren Funktionen festgelegt sind. Hier handelt es sich links um den Schnellzugriff zur Musikbibliothek und rechts um die Löschtaste. Unterhalb befindet sich die numerische Tastatur, die allerdings mit viel mehr aufwarten kann als nur der schlichten Anzeige von Ziffern: Je nach verwendeter Funktion des Telefons (Standardbildschirm, Kamera, Media-Player etc.) werden bei den Tasten andere Symbole mit neuen, an die Bedürfnisse der Modi angepassten Optionen, eingeblendet. So verschwindet die numerische Tastatur und es erscheinen zum Beispiel beim Musik-Player die Tasten für Vorwärts, Zurück, Play/Pause. Beim Kameramodus erscheinen Tasten für mehr oder weniger Zoom. Die Oberseite des Rockers hält den 3,5 Millimeter-Steckplatz unter einem Deckel für das Headset bereit. Der Vorteil der Standardbuchse ist, dass man bei Kopfhörern auf handelsübliches Zubehör zurückgreifen kann. Neben der Buchse befindet sich auch eine Öse für ein Halterungsband.

Motorola Rokr E8Links am Telefon befindet sich die Plus/Minus-Taste zur Lautstärkeregulierung und der Auslöser für den Kameramodus. Rechts sitzt der Steckplatz für das USB- und das Ladekabel mit einer Kontrolldiode, die bei Kabelverbindung blinkt. Auch ein verschiebbarer Regler zum Ein- und Ausschalten des Telefons sowie zur Sperrung der Tastatur ist ebenfalls dort zu finden. Auf der Rückseite leuchtet wieder das schraffierte "M" von Motorola. Oberhalb davon ist die kleine, eingelassene Linse der 2-Megapixel-Kamera. Unterhalb sind zwei Symbole, welche die Funktionalität des Geräts verdeutlichen. Zum einen ein Noten-Symbol mit dem Schriftzug "Music", zum anderen ein Bildchen, das an eine Festplatte erinnert und mit der Beschreibung "2GB+" versehen ist. Sämtliche Anbauteile sitzen fest. Angefangen bei den "Innereien" des Telefons, wie SIM-Karte und Akku bis hin zum Akkudeckel und den mitgelieferten Kabeln (Lade-, USB- und Headset-Stecker). Trotz des festen Halts geht der Auseinanderbau der losen Teile unkompliziert und ohne Gewaltanwendung oder Werkzeug von statten. Die Tastenfühlbarkeit ist sehr interessant. Da jede Taste mit einer Noppe versehen ist fühlt man die an einen Touchscreen erinnernde Oberfläche recht gut, was letztendlich zu einer besseren Orientierung auf der Tastatur führt. Zusätzlich wird jeder Druck durch eine kurze Vibration bestätigt – wie man es tatsächlich von manchen Touchscreens, wie zum Beispiel dem Samsung SGH-F480, kennt.

Motorola Rokr E8

Die Scroll-Leiste sowie die sich seitlich befindenden Tasten lösen keine fühlbare Bestätigung aus. Ob die Vibration aber zu einer großen Optimierung der nahtlosen Tastatur führen wird ist fraglich. Allem Anschein nach hat Motorola ein Problem auf sein Handy gezaubert, das die Hersteller von Touchscreen-Handys gerne gelöst sehen würden. Denn wie bei berührungsempfindlichen Geräten ist hier das Tippen eines Textes ohne Sichtkontakt unmöglich.

Motorola Rokr E8Wie die Musik so auch das Wort. Klingt zwar biblisch, trifft im Fall des Motorokr E8 aber definitiv zu. Die Sprachqualität ist sehr gut und bietet ein natürliches Klangbild der Stimme – vom Gesprächspartner wird man ebenso gut wahrgenommen. Auch im Härtetest des Alltag verhält sich Motorolas Rocker sehr gut. Laute Klangkulissen, wie Gespräche von Menschen in Cafés oder der vorbeifahrende Bus, meistert das Handy mit sehr guten Ergebnissen. Sollte die Umgebung doch mal zu laut sein, kann man über die seitlich angebrachten Plus/Minus-Tasten die Lautstärke nach oben regulieren.

Ähnlich wie beim Ohrhörer, funktioniert die integrierte Freisprechfunktion sehr gut und gibt ein sehr gutes Klagbild wieder. Die Stimme des Partners hört sich voluminös und sehr realitätsnah an. Auf diese Funktion kann man über den linken Softkey am Bildschirm zugreifen, sobald das Freizeichen ertönt. Damit ist ein schneller Wechsel vom Ohr- zum Lautsprecher gewährleistet. Bei den vom Hersteller angegebenen Standbyzeiten von 300 Stunden entschwindet die Realität doch aus gänzlicher Nähe. Bedenkt man nur, dass der Akku nur eine Leistung von 970 mAh aufweist wird klar, dass diese Angabe nicht stimmen kann. Bei normalem Betrieb hat das Handy im Test zwischen drei bis vier Tagen geschafft. Während der Rocker bei sehr intensiver Nutzung des MP3-Players aber auch schon nach einem Tag ans Ladegerät musste. Die Gesprächszeiten sollen bis 360 Minuten laut Motorola betragen. Hier kann man aber getrost auch nur einen Wert von 150 Minuten anpeilen.

Motorola Rokr E8Klein aber Oho lautet hier die Devise. Der im Gesamteindruck eher etwas klein ausgefallene Bildschirm weißt Maße von 3,2 Mal 4,1 Zentimeter auf. Trotz der Größe überzeugt es durch eine QVGA-Auflösung von 320 Mal 240 Pixel mit 262.000 Farben. Die Darstellung erfreut mit großer Farbbrillanz und Schärfe bei gleichzeitigen weich gezeichneten Objekten und Animationen – ein wahrer Augenschmaus. Dafür bietet die Optimierung der Bildschirmeinstellungen wenig Möglichkeiten: Die Helligkeit ist der einzige Wert, der verändert werden kann. Sonst sind nur Optionen zum Screensaver und der Zeit bis er eingeschaltet wird vorhanden. Die Möglichkeiten, den Display-Schoner, Begrüßungen oder Verabschiedungen einzustellen gibt es im Menü der Themen. Dort kann man alle Themen bis ins kleinste Detail personalisieren. Passend zum Namen des Handys befindet sich unter den vielen bereits installierten grafischen Themen für das Display auch eins mit einer eleganten Les-Paul-Gitarre als Hintergrund. Wer Mal Telefon-Vokabeln in anderen Sprachen lernen möchte, kann sich bei der Anzeigesprache in acht europäischen Idiomen fortbilden. Auf dem Standardbildschirm werden viele Informationen eingeblendet: In der Mitte der Anzeige sieht man vier Symbole, die die Schnellzugriffe auf der Navigationstaste darstellen. Darunter befinden sich die Belegungen der beiden Softkeys, links Optionen und rechts das Menü. Im oberen Teil des Displays sind Infos zu Status und Einstellungen des Telefons sichtbar. Rechts oben sieht man die Batterieanzeige, die in drei Balken unterteilt ist. Links daneben ist ein Symbol, das die Möglichkeit des Empfangs von PTT-Anrufen (push-to-talk) signalisiert. Daneben sieht man noch das aktuelle Profil. Die Uhrzeit und das aktuelle Datum wird darunter eingeblendet. Auf der linken Seite sind die Empfangsbalken zu GSM und GPRS zu sehen und darunter wird der Name des Betreibers angezeigt.

Die Lesbarkeit bei Sonneneinstrahlung ist für das spiegelnde Display gut. Allerdings verschlimmern die Fettschlieren nach Berührungen die Sicht in Verbindung mit starkem Licht enorm. Bei Dunkelheit wird aus dem Rokr E8 eher eine Discoqueen. Das farbige Display und die Beleuchtung auf der Vorderseite verleihen dem Handy nicht nur ein schönes Aussehen, sondern sorgen für genügend Licht, um alle Funktionen anzusteuern. Lediglich die Seitentasten werden nicht beleuchtet. Der Kameramodus wird durch Drücken des Auslösers aktiviert. Ist die Kamera bereit, erscheint auf dem Display das Motiv in farbechter und scharfer Darstellung. Informationen über aktuelle Einstellungen zur Aufnahme werden ebenfalls eingeblendet. In der linken oberen Ecke sieht man ein Symbol, das über den verwendeten Modus informiert (Foto oder Video). In der rechten Ecke sind drei Icons. Diese zeigen die Anzahl der verbleibenden Aufnahmen, Infos zur Auflösung und Speicherort der Fotos. Betätigt man die Navigationstaste, erhält man den Zugriff auf drei weitere Einstellungsoptionen: In der Szenerie kann man zwischen verschiedenen Lichtempfindlichkeitsstufen wählen (Manuell, Automatisch und Nacht). Bei den Einstellungen zu Style kann man diverse Effekte, wie Schwarzweiß, Antik (eine Art Sepia) und Negativ, aktivieren. Zusätzlich gibt es in dem Menü noch drei Farbfilter (Rot, Blau und Grün) die angewendet werden können. Eine selbst eingestellte Kennung lässt sich auf die Fotos anwenden, um sie zum Beispiel hinterher besser zuordnen zu können. Über die Optionen lässt sich zusätzlich zum Navigationsknopf der Auslöser bedienen.

 

Aber auch Serienbilder (vier, sechs und acht Aufnahmen) und ein Selbstauslöser (fünf oder zehn Sekunden) lassen sich dort einschalten. In den Bildeinstellungen kann man die Auflösung des Fotos von 160 Mal 120 bis 1600 Mal 1200 wählen. Auch die Qualität kann hier in drei Stufen verändert werden. Dabei setzt Motorola auf einen kleinen psychologischen Trick und nennt diese Stufen "Gut", "Besser" und "Am besten". Der Verschlusston lässt sich hier auch verstellen oder ausschalten. Für bessere Zuordnung kann man den Dateien einen Standardnamen vergeben, welchem bei jedem Schnappschuss eine fortlaufende Nummer hinzugefügt wird. Der Speicherort kann bei eingesetzter MicroSD-Karte zwischen internem Speicher und Karte geschaltet werden, sollte es einmal eng werden. Um dem vorzubeugen kann man die Option "Automatisches Speichern" abstellen. Zusätzlich dazu kann man auch ein automatisches Senden an einen festgelegten Empfänger einstellen. Die Geschwindigkeit der Aufnahme ist für ein auf Musik ausgerichtetes Handy recht gut. Es ergibt sich nur eine geringe Verzögerung zwischen dem Auslösen, der Belichtung der Linse und dem Erscheinen des Bildes auf dem Display.

Auf der numerischen Tastatur ergibt sich in der Zwischenzeit ein interessantes Bild. Die Ziffern sind verschwunden und dafür erscheinen zwei Zoom-Buttons mit zwei weiteren Knöpfen für den Wechsel, zum einen, zwischen Vorschau und Aufnahme und, zum anderen, Video- und Fotomodus. Im Videomodus tut sich ein ähnliches Szenario. Die eingeblendeten Informationen sind fast identisch mit dem Fotomodus – allerdings an den Videobetrieb angepasst. So wird die verbleibende Zeit für einen Film in Minuten angezeigt. Auch der Speicherort und die Qualität sind an gewohnter Stelle. Im linken Bereich des Schirms sind zwei neue Symbole. Zum einen ist da ein Kamera-Zeichen für den Videomodus und ein Lautsprecher, der signalisiert, dass das Mikrofon bei der Aufnahme aktiv ist. In den Optionen findet sich neben dem Auslöser die Option, die Audiospur auszustellen. In den weiteren Einstellungen bieten sich die gleichen Optionen wie im Fotomodus.

Motorola Rokr E8Lediglich ist die Auflösung verändert: Anstatt den früheren 1600 Mal 1200 Pixel sind hier maximal 144 Mal 176 Pixel verfügbar. Auch die psychologisch positive Bezeichnung der Qualität findet sich wieder. Das einzig wirklich neue ist die Einstellung der Videolänge. Diese lässt sich aus kurz und lang für MMS und Maximum aussuchen. Die Qualität der Fotos hängt beim Rocker-Handy stark von den Lichtverhältnissen ab – wie bei vielen 2-Megapixel-Kameras in diesem Preissegment. Auf dem Display ist das grünliche Rauschen bei wenig Licht recht stark und verunstaltet die Fotos. Auf dem Bildschirm präsentiert sich das gleiche Bild in groß. Hier sieht man allerdings die Pixelhaftigkeit der Aufnahme noch mehr. Ebenso verhält es sich mit den Filmen. Wer da auf bessere Ergebnisse nicht verzichten möchte, der sollte lieber nach einem Kamera-Handy Ausschau halten.

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Das Menü des Motorokr E8 wurde an die Größe des Bildschirms angepasst. Am unteren Bildschirmrand sieht man kleine in Grau gehaltene Symbole, welche für die unterschiedlichen Menüpunkte stehen.

Markiert man ein Icon, so ändert es in der Liste die Farbe zu Weiß und oben wird das Symbol groß, mit Titel und in Farbe angezeigt. In der Menüanzeige lässt sich die Darstellung zwischen zwei weiteren Ansichten ändern.

Die zweite Möglichkeit ist eine Listenansicht, bei der die Menüpunkte von eins bis zehn durchnummeriert sind. Markiert man ein Icon, wird die Schrift wie beim vorherigen Menü weiß hervorgehoben und das zugehörige Symbol wird ebenfalls eingeblendet – diesmal rechts im Display.

Die letzte Anzeigeoption ist das so genannte Raster. Dabei werden alle farblichen Symbole in zwei Reihen angeordnet. Wenn man die Markierung über einen Punkt fährt, wird dieser durch Größe- und Helligkeitsunterschiede samt Titel betont.

Die musikalische Ausrichtung des Rockers spiegelt sich in der Wahl der Symbole im Hauptmenü wider. Denn die ersten fünf Einträge betreffen die Themen Musik oder Video. Im ersten Punkt "Musik" kann man sich die vorhandenen Musikdateien nach unterschiedlichen Kriterien anzeigen lassen – kurz gesagt, es handelt sich um eine Musikbibliothek.

Im zweiten wird die Zufallswiedergabe gestartet und bei Nummer drei kann man auf das Radioprogramm ausweichen, sollte einem die eigene Musik nicht mehr zusagen. Der vierte Menüpunkt, SongID, und das Symbol für Multimedia schließen den musikalischen Bereich der Icons ab.

Danach folgen telefonbezogene Optionen, wie Kontakte, Anruferlisten und Nachrichten. Ein Tools-Ordner hält diverse Organizerfunktionen bereit und in den Einstellungen kann das Telefon den persönlichen Wünschen angepasst werden. Wem diese Anordnung der Symbole nicht zusagt, der kann die Reihenfolge ändern.

Auf Grund der gut gewählten Symbole und der Beschriftungen findet man sich im Hauptmenü optimal zurecht. In den weiteren Menüs setzt sich dies leider nicht immer so gut umgesetzt fort. Denn der Menüaufbau erweist sich an manchen Stellen als etwas unlogisch, da man in den Einstellungen zum Beispiel einen übergeordneten Punkt zum Standby-Display und einen weiteren zu grafischen Themen findet.

In den Telefoneinstellungen ist nochmals der Punkt Display mit einigen weiteren Einstellungen. Es wäre praktischer gewesen, wenn Motorola das in einer Rubrik zusammengefasst hätte. Sonst gestalten sich die Weglängen beim Motorokr E8 als kurz. Zumal man viel über Shortcuts regeln kann.

Am Beispiel des Verfassens einer SMS soll dies verdeutlicht werden: Es gibt zwei Möglichkeiten, um zu dieser Funktion zu gelangen. Zum einen ist es möglich den Schnellzugriff in den Standardbildschirm einzubinden. Dann gelangt man direkt in das Nachrichtenmenü, wo man eine Nachricht (SMS und MMS) erstellen kann. Über das Hauptmenü kommt man ebenfalls dahin. Dort muss man entweder zum Punkt Nachrichten scrollen oder diesen per Direktwahl via numerische Tastatur anwählen.

Möchte man eine SMS schreiben, kann man vier Modi zurückgreifen: Worterkennung – also T9, das herkömmliche Multitap-Verfahren, Zahlen und Symbole. Bei der Verwendung von T9 zeigt sich der Rocker als ein wahrer Kosmopolit und erlaubt die Schreibe in acht europäischen Sprachen.

Die Worterkennung funktioniert gut und das Verfassen des Textes läuft relativ schnell ab. Sollte das Handy ein Wort nicht kennen, muss es per Multitap eingetippt werden. Dank der fortschrittlichen T9-Software ist das neue Wort beim nächsten Mal, wenn es geschrieben wird, bereits im Wortspeicher enthalten. Äußerst praktisch sind auch die vielen Textvorlagen, die das Handy mitbringt. Zusätzlich kann man der SMS neben Bookmarks auch Kontaktdetails hinzufügen.

Beim Tippen informiert ein Zeichenzähler über die aktuell verwendete Anzahl von getippten Zeichen. Überschreitet man die magische Zahl 160, erscheint daneben die Summe der für den Versand benötigten SMS. Wem das zu wenig Text ist, der kann die SMS in eine MMS umwandeln und weiterschreiben – beim Anhängen von Bildern, Videos und Audio-Dateien wird eine Nachricht automatisch zu einer MMS transformiert. In diesem Modus wird aus dem Zeichenzähler eine Anzeige der Größe der Nachricht.

Wird ein Medium in die MMS eingefügt, kann man verschiedene Design-Optionen vornehmen. So ist es möglich das Layout zu ändern, die Dauer der Anzeige einzelner Folien festzulegen und sich die fertige Nachricht als Vorschau anzusehen. Wird man beim Erstellen unterbrochen, speichert der Rocker die Nachricht im Entwürfe Ordner. Man hat aber auch die Option sie ohne Sicherung abzubrechen. Um den Versand von E-Mails zu nutzen, muss erst ein Client eingerichtet werden. Im Nachrichtenübersichtsmenü kann man sich über den Status des Posteingangs aller Nachrichten sowie diverser Ordner informieren.

Ob der Rocker von Motorola zu schnellen Jungs gehört, zeigt sich bei seinen Shortcuts. Auf dem Standarddisplay ist die Navigationstaste mit vier Schnellzugriffen belegt. Diese lassen sich persönlich konfigurieren und erlauben den Zugriff auf eine Auswahl grundlegendster Optionen des Handys. Praktisch wäre eine völlig von Vorgaben losgelöste Verknüpfungsmöglichkeit. Allerdings reichen die vier Shortcuts für einen durchschnittlichen Musik-Handy-Nutzer aus. Zumal es einen festen Schnellzugriff auf die Musikbibliothek vom Standardbildschirm gibt.

Die Rufnummernunterdrückung lässt sich über das Wahlsetup im Punkt Anrufe des Optionsmenüs einstellen. Über Schnellzugriffe kann man diese Funktion nicht erreichen. Die Anruflisten kann man über die grüne Rufannahmetaste einsehen. Das Motorokr E8 bietet hier eine Ordnung nach fünf Kriterien: alle Anrufe, gewählte Nummern, beantwortete Telefonate, entgangene und häufige Anrufe. Die einzelnen Listen sind mit jeweiligen Symbolen versehen, die über die jeweilige Sortierung Auskunft geben. In der Ansicht über sämtliche Anrufe findet man neben der angezeigten Nummer oder dem Kontaktnamen die Icons der Listen wieder, die über den Status des Anrufes informieren. Somit zeigt ein senkrechter Hörer mit Linkspfeil gewählte Nummern an.

Der Rechtspfeil zum vertikalen Hörer zeigt eingegangene Telefonate und ein horizontaler Hörer mit einem Pfeil informiert über entgangene Anrufe. Zudem zeigt ein Häkchen auch an, ob die Kommunikation zu Stande gekommen ist – ein praktisches Merkmal, das bei anderen Herstellern kaum Anwendung findet. Die Listenansicht bietet neben der Anzeige, ob der Kontakt im Telefonbuch ist kaum Informationen zu den Telefonaten. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Eintrag markiert wird oder nicht, Datum und Uhrzeit des Anrufs werden nicht angezeigt. Schaltet man bei den Anruferlisten in die so genannte Thumbnail-Ansicht, werden auch diese Details eingeblendet. Bei den speziellen Listen werden die gleichen Informationen zum Anruf gezeigt, allerdings ohne das Symbol zum Anruftyp. In allen Auflistungen werden die Einträge zur besseren Übersicht mit Nummern versehen. Über die Optionen kann man der markierten Eintrag eine Nachricht schicken, ihn Anrufen, löschen, diesen als neuen Kontakt speichern oder einen vorhandenen aktualisieren. Man kann auch mehrere Einträge markieren und diese dann löschen oder ihnen eine Nachricht schreiben. Das Telefon verfügt über vier Profile, die sich individuell anpassen lassen: Normal, Vibrieren, Stumm und Vibration mit Rufton. Im Prinzip lässt sich jedes Detail ändern, angefangen beim Profilnamen über Signaltyp und seine Lautstärke sowie die Lautstärke der Tastentöne. Weitere Signaltöne für Nachrichten und E-Mail lassen sich ebenso festlegen wie die Melodie der Terminerinnerung. Wem das an Flexibilität zu wenig ist, der kann auch weitere Profile erstellen.

Als Klingelton lassen sich sämtliche unterstützten Musikdateien (AAC, MP3, AMR, WMA, WAV sowie Realaudio) verwenden. Einen ganz persönlichen Flair bietet der Voice-Recorder: Wer seine Band oder den Klang seines Autos als Anrufsignal haben möchte, kann dies über die Aufnahme eines eigenen Sprachmemos machen. Sonst kann das Rocker-Fon auf vorinstallierte Anrufsignale im DCF-Format zurückzugreifen. Zusätzlich zum Klingelton lässt sich auch die Vibration als Signalisierung nutzen – entweder im stummen Modus oder in Kombination mit der Audiosignalisierung. Die Tastatursperre aktiviert man auf sehr nostalgische Weise, in dem man den Schieber auf der rechten Seite einfach nach oben bewegt. Die Entsperrung funktioniert auf umgekehrtem Wege.

Motorola Rokr E8Bei kabellosen Direktverbindungen ist Bluetooth natürlich immer noch die Königsklasse. Dementsprechend ist auch diese Technologie im Rocker-Fon verbaut. Bei der Verwendung eines USB-Kabels eröffnen sich mehrere Optionen. Im simpelsten Modus dient das Handy als ein Wechseldatenträger, der an jeden beliebigen Computer angeschlossen werden kann. Dies ist sowohl die schnellste als auch die einfachste Möglichkeit, Dateien vom und auf das Telefon zu  transferieren. Im Modus der Media-Datei-Synchronisation wird das Handy vom Computer automatisch von Optionen zur Mediensynchronisation mit dem Windows-Media-Player erkannt. Auch das Importieren von Bildern wird in diesem Betrieb durch Windows ermöglicht. Die Synchronisation von Outlook-Daten wird ebenfalls in dem Modus ermöglicht. Die mitgelieferte Software bietet verschiedene Möglichkeiten des Datenabgleichs: Man kann alle Einträge vom Computer auf das Handy aufspielen oder auch vice versa. Eine beidseitige Synchronisation ist auch möglich – dabei überschreiben die aktuelleren Daten ältere Einträge. Man kann dazu noch diverse Filter und Optionen einstellen, um diesen Vorgang noch mehr abzustimmen. Eine bei Kamera-Handys häufig anzutreffende Funktion ist der "USB-Druck". Dabei kann das Gerät unmittelbar an einen Drucker angeschlossen werden, um Dokumente und Fotos zu Papier zu bringen. Die letzte Verbindungsoption erweist sich vor allem unterwegs als sehr praktisch. Man kann das Telefon nämlich als Modem an einen Computer anschließen und über das Notebook surfen.

Der Name des Motorola Handys weist schon darauf hin, dass es sich um ein Musik-Phone handeln muss. Was hat der Rocker eigentlich im Musikbereich drauf? Die Musik wird über einen stylischen Musikplayer abgespielt, der viele Infos zum Track bereithält. Neben dem vollständigen Dateinamen des abgespielten Stücks wird der Name des Interpreten sowie der Songtitel eingeblendet. Eine Zeitleiste stellt grafisch dar, an welcher Stelle sich der Track gerade befindet. In Zahlen gesprochen werden die aktuelle und die Gesamtzeit des Stücks gezeigt während den Hintergrund ein nostalgischer Vinylplattenspieler ziert. Die Steuerung ist auf der Handytastatur zu finden. Wie von Zauberhand verschwindet die alte Beschriftung der Knöpfe und es erscheinen links und rechts von der Navigationstaste die Buttons für Rückwärts und Vorwärts. Unterhalb sitzt der Play/Pause-Knopf samt der Funktionsschaltung für zufällige Wiedergabe und Repeat-Funktion.

Über die Scrolleiste um den Steuerknopf kann man mit ganz leichter Berührung im Lied vorspulen. Wechselt man nun wieder zurück in den Standardbildschirm, bleibt die Tastenanzeige unverändert und es erscheint eine kleine Oberfläche am unteren Displayrand mit Informationen zum Stück und Interpreten sowie den bereits genannten Zeitangaben. Während dessen hat man aber normalen Zugriff auf sämtliche Funktionen des Hauptmenüs. Erst beim Drücken der Auflegetaste wird die Musikwiedergabe abgebrochen. Über die Optionen kann man sich viele Dateidetails anzeigen lassen und den gespielten Track zu einer Playlist hinzufügen oder als Klingelton verwenden. Das spielende Lied kann man auch an einen Freund per Nachricht, E-Mail oder Bluetooth weiterschicken. In den Einstellungen kann man die Zufällige Wiedergabe sowie die automatische Wiederholung einschalten.

Über den Equalizer kann man jedem Genre ein passendes Klangbild verleihen. Dieser bietet nämlich zwölf voreingestellte Presets sowie sieben Stufen einer 3D-Stereoklang-Simulation. Wer noch zusätzlich auf fette Beats steht, der wird am Bass-Boost viel gefallen finden. Sollte es beim rockig fetzigen Musikgenuss Mal klingeln, braucht man keine Angst zu haben, dass man seinen Lieblingspart im Lied verpasst, denn nach dem Auflegen wird das Lied automatisch an der Stelle wieder fortgesetzt, wo es vom Telefonat unterbrochen wurde. Für den schnellen Datentransfer kann man die mitgelieferte Software Phonetools 5.0 benutzen. Sollte man sie nicht zur Hand haben, kann man das Handy einfach anschließen und es wird von Windows als Wechseldatenträger erkannt. Dann bekommt man Zugriff auf das Dateisystem und kann Daten wie im Explorer verschieben.

Als musikalischer Allrounder kann man den Motorokr E8 bezeichnen. Denn es finden zahlreiche Musikformate wie das AAC-, MP3- oder AMR-Format Einsatz. Auch Musik als WMA, WAV oder Realaudio kann das Gerät abspielen. Die Dateien kann man entweder direkt aus der Musikbibliothek nach Interpret, Album, Komponist oder Genre auswählen oder eigene Playlists erstellen. Die Klangqualität des Lautsprechers ist sehr gut. Man hört einen vollen Sound, der dank des Equalizers noch variiert werden kann. Sowohl Bässe als auch Höhen sind sehr gut vertreten und bilden bei der Wiedergabe ein rundes Klangbild. Beim Betrieb über das Headset gewinnt das Rocker-Fon noch mehr an Soundqualität. Falls man das Handy als MP3-Player-Ersatz verwenden möchte sollte darauf geachtet werden, dass das Gerät nach zwei Tagen wieder am Ladekabel angeschlossen wird. Im Telefonbuch findet man viele Eintragsmöglichkeiten. Neben Basisdaten wie Vorname, Nachname, Nummer und E-Mail, kann man dem Kontakt einen Spitznamen vergeben, ihn als privat vermerken und den Speicherort des Eintrags bestimmen. Zur weiteren Einordnung kann man dem Eintrag eine Kategorie (Anrufergruppe) zuordnen.

Dazu gehören die folgenden Optionen: keine Kategorie, allgemein, Büro und Privat. Es gibt auch die Möglichkeiten weitere Kategorien zu erstellen. Wer stets gerne sein vollständiges Adressbuch mitführt kann im Motorokr E8 auch komplette Adresssätze anlegen – auch für verschiedene Einteilungen, wie privat oder Büro. Zur weiteren Spezifizierung des Anrufers kann ihm ein eigener Klingelton sowie ein Erkennungsbild zugewiesen werden. Ein weiterer Reiter bietet die Möglichkeit eine Notiz zum Kontakt anzulegen und Geburtstag samt Sternzeichen und Jahrestag anzugeben. Für berufliche Zwecke kann man auch ein Sprachmemo erstellen, den Namen der Firma, des Assistenten sowie des Managers einpflegen. Als zusätzliche Info lässt sich ebenfalls die Webseite des Kontakts abspeichern. Auch für persönliche Titel, wie Adelstitel oder diverse akademische Würden, wurde ein Feld erstellt. Damit Privates nicht untergeht, kann man auch den Namen der Ehefrau und der Kinder eingeben.

Motorola Rokr E8
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Der Organizer ist beim neuen Musik-Handy von Motorola unter dem Namen "Tools" versteckt. Dort findet man einen Datei-Manager sowie einen Zugang zum Internet via Browser. Der Wecker mit drei verschiedenen Weckzeiten bietet viele Einstellungen rund um die Weckmelodie und die Weckzeit inklusive der Frequenz, mit welcher der Alarm gestartet werden soll. Hier kann man auch den E-Mail-Client einrichten und eine primäre Synchronisierungsart (lokal und mobil) einstellen. Die Weltuhr sorgt unterwegs für chronologische Klarheit: Es können drei Standpunkte angegeben werden, von denen die Uhrzeit und das Datum angezeigt werden. Zusätzlich sieht man noch den Zeitunterschied in Stunden. Für simple Rechenoperationen steht die Taschenrechner-Funktion bereit. Bei der Erstellung eines Zeitplans kann man auf die Aufgabenliste zurückgreifen. Dabei können Titel, Fälligkeitsdatum und Status angegeben werden. Sollte es sich um etwas Dringendes handeln, lässt sich dem Termin noch eine Prioritätsstufe zuweisen.

Für weitergehende Informationen kann man das Notizfeld verwenden. Ist eine Aufgabe erstellt kann man in einer Liste alle Einträge sehen. Dabei sieht man ein Symbol (Minus oder Haken), das über den Status informiert, den Titel des Termins sowie die Priorität, die durch farblich unterschiedliche Symbole angezeigt wird. Sollte Mal Stift und Blatt nicht zur Hand sein, wenn der Musikliebhaber sich den Titel des neuesten Rocksongs seiner Lieblingsband notieren möchte, kann man auch eine Notiz mit dem Rocker-Fon machen. Neben der Texterstellung kann man die Notiz auch kennzeichnen. Für terminliche Übersicht im Partyreichen Leben zwischen Jam-Session und eigenen Auftritten sorgt der Kalender. Im Setup der Funktion kann man Einstellungen zur Standardansicht, zur Wochenlänge und -anfang sowie der Start- und Endzeit des Tages angeben. In den Optionen kann auch festgelegt werden, nach wie viel Zeit ein vergangener Termin automatisch gelöscht werden soll. In der Monatsansicht bietet sich eine Ansicht, in der man oben die Wochentage sieht und darunter die Daten des Monats. Der aktuelle Tag wird durch einen helleren Hintergrund als die anderen gekennzeichnet. Der markierte Tag erscheint in Rot. Termine werden durch einen kleinen Strich im Kästchen des Datums deutlich gemacht.

In der Wochenansicht erbietet sich die Ansicht des typischen Stundenplans mit Tagen (hier auch mit Datum) und Stunden. Die Tabelle bietet Platz für 24 Stunden am Tag, wobei die Arbeitszeiten farblich anders markiert werden. Auch hier kommt der Markierungsstrich bei Terminen zum Vorschein. Bei der Tagesansicht öffnet sich ein nach Stunden angelegter Tagesplan. Bei einem Termin sieht man das Symbol, welches über die Tätigkeit informiert, den Betreff sowie das Datum. Der Eintrag wird in jener Stunde eingeblendet, in der er auch anfängt. Möchte man einen Termin erstellen, hat man die Wahl zwischen vielen geschäftlichen als auch privaten Einträgen, die durch ein Symbol unterschieden werden: Der geschäftliche Anteil ist mit Terminen, wie Besprechung, Verabredung, Präsentation und Telefonkonferenz sehr präsent. Damit man vor lauter Arbeit das Essen nicht vergisst sind auch Einträge für Frühstück, Mittagessen und Abendessen zu finden. Bei sich jährenden Terminen kann man Geburtstag der Jahrestag wählen. Das Vergnügen darf natürlich auch nicht zu kurz kommen. Dafür bietet das Handy Einträge für Flug, Urlaub und Party. Neben der genauen Start- und Endzeit des Termins kann auch der Alarm eingestellt werden. Im nächsten Reiter können Notizen zum Termin eingepflegt werden. Auch Personenbezogene Daten können hier gespeichert werden. Somit finden sich Felder für den Veranstalter und die Teilnehmer samt der Zeitanzeige (frei, zeitweilig, beschäftigt und nicht im Büro) sowie Sensitivität – zu Deutsch also, der Belang des Termins: normal, persönlich, privat und vertraulich.

Die Fun-Anwendungen des Rockers findet man unter Multimedia im Hauptmenü zusammengefasst. In der Liste gibt es einen Media-Finder, der eigentlich nichts anderes als die Musikbibliothek des Geräts ist. Die Rubrik Spiele bietet zwei Denkspiel-Klassiker. Dies sind der alte Gamboy Hit Tetris und das japanische Tüftel-Spiel Sudoku. Für Menschen, die stets über ihre Freunde und den neuesten Klatsch Bescheid wissen möchten, bietet der Dienst Shozu wunderbare Abhilfe. Damit hat man Zugang zu Seiten, wie Youtube, Picasa sowie dem social Network Facebook. Es ist selbstverständlich, dass hierfür eine Internetverbindung von Nöten ist. Unter dem Punkt Spiele befinden sich auch Sicherungsdienste für das Handy. Seltsam ist nur, dass diese Funktionen im Spielemenü zu finden sind. Man hätte sie eigentlich eher im Bereich der Tools erwartet. Zumal es tatsächlich solch einen Menüpunkt gibt. Die Backup-Funktion, welche die Daten des Telefons auf einem Server speichert erweist sich als praktisch. Der Service Motorola-Text dient zum Export von Textnachrichten für unterwegs ohne PC. Auch hier sollte man vorsichtig sein, denn diese Dienste benötigen ebenfalls einen Internetzugang. Das Motorola-Setup hält das Telefon mit aktuellen Software-Updates auf dem neuesten Stand. In der Rubrik Multimedia befinden sich auch Verknüpfungen zu den Kamerafunktionen, dem Voice-Recorder sowie zur Suchmaschine Google.

Motorola Rokr E8
 

Von der Ausstattung und Verarbeitung her kann das Motorokr E8 wahrlich als "Heavy Metal" bezeichnet werden. Den Vergleich mit einem Walkman-Handy von Sony Ericsson braucht es zumindest nicht zu scheuen. Der Aufbau der Menüs ist sehr gut, obwohl es bisweilen einige Schwächen aufweist, die aber durch die Flexibilität des Nutzers den persönlichen Wünschen angepasst und daher auch wettgemacht werden. Auch das im Vergleich mit anderen Telefonen eher kleine Display zeigt eine optimale Ausbeute der Anzeige und ermöglicht präzise Navigation auf engem Raum. Lediglich die Oberfläche der Frontseite erweist sich als ein Schwachpunkt, da sie bei der Benutzung der Tastatur schnell durch Fettflecken verschmutzt ist und für Kratzer sehr anfällig ist. Das musikalische Equipment ist wirklich überzeugend und bietet mit den umfangreichen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten einen guten Ersatz für jeden MP3-Player. Auch die Kompatibilität der Formate spricht für sich – optimal wäre für ein Musik-Phone noch die Unterstützung des patentfreien OGG-Formats, das im Vergleich mit einer MP3 wesentlich bessere Qualität mit kleinerem Datenvolumen liefert. Ansonsten bleibt nur zu sagen, wer eine Alternative zu den Walkman-Handys von Sony Ericsson sucht, ist mit dem Gerät jedenfalls bestens beraten.

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Huawei P Smart (2019): Starker Prozessor, kleiner Preis

Huaweis P Smart bekommt einen Nachfolger. Das behauptet zumindest die Gerüchteküche. Das P Smart (2019) soll angeblich schon im Januar nach Deutschland kommen. Das Highlight: gute Hardware zum kleinen Preis.
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