Test des Motorola V3xx

11 Minuten

Motorola V3xx: Draufsicht

Motorolas neuestes UMTS-Handy der V3-Serie stellt wieder sowohl stylistisch als auch ausstattungstechnisch einen besonderen Leckerbissen dar. Flach, elegant schwarz mit einem traumhaften Display könnte die Kurzbeschreibung für den neuesten Testkandidaten im inside-handy.de-Testcenter lauten. Der Hersteller preist den UMTS-Boliden als „Highspeed- Entertainment der MotorazrV3xx-Serie“ an. Das Klapphandy ist die perfekte Verbindung aus legendärem Design und ultimativem Highspeed-Entertainment, das mit einer überragenden Connectivity-Eigenschaft ausgestattet ist. Wird der Motorazr-Bolide den hochgesteckten Erwartungen gerecht? Ein ausführlicher inside-handy.de-Test zeigt die wahren Eigenschaften.Motorola V3xx: VerpackungDas V3xx wird in einer typischen Vodafone-Motorola-RAZR-Verpackung geliefert. Die Aufmachung des Kartons mit dem knalligen Rot weckt bereits Interesse auf den Inhalt.
Der durchschnittliche Lieferumfang ist Standard für ein Gerät dieser Klasse. Neben dem Serien-Akku mit 3,7V, 940mA, einem USB-Verbindungskabel und einem Netzladeteil hat Motorola dem Gerät auch noch ein Stereo-Headset und eine 128 Megabyte MicroSD-Speicherkarte mit SD-Adapter beigelegt. Eine ausführliche Betriebsanleitung in Buchform, ein Quickstart-Guide und eine Daten-CD mit den Motorola Phone Tools 4.0 runden den Lieferumfang ab. Alles ist sauber verpackt in dem Karton untergebracht.

Motorola V3xx: Lieferumfang
Motorola V3xx: zerlegt in Bestandteile
Motorola V3xx: TastaturSpontan beim ersten „Anfassen“ liegt das Motorola-Klapphandy sehr gut in der Hand. Das schwarze Finish mit dem alufarbenen Rahmen verleiht dem Handy einen edlen Charakter. Die in Mattschwarz gehaltene Lackierung erzeugt einen visuell ansprechenden Charakter des Motorola-RAZR-V3xx. Leider ist das schwarze Finish sehr empfindlich was Fingerabdrücke und dergleichen anbelangt. Ein Putztuch für eine kurze Politur zwischendurch dürfte bei diesem Gerät häufiger zum Einsatz kommen.

Das Gehäuse vermittelt einen hochwertigen Charakter – Spaltmasse, Tasten und sonstige Bedienelemente sind sehr passgenau eingearbeitet. Nichts knarzt oder wackelt, hier ist die Razr-typische hochwertige Verarbeitung vorzufinden.
Das Einlegen der Simkarte mit dem Einsetzen des Akkus gestaltet sich einfach ohne die Notwendigkeit eines zusätzlichen Werkzeuges. Die Sim-Karte wird in einem gut zugänglichen Kartenleser auf der Rückseite unterhalb des Akkus eingesetzt. Akku einsetzen, Akkudeckel drauf und das Handy ist bereit für einen ersten Start. Auch im betriebsfertigen Zustand wirkt der Folder handlich und ansprechend. Das hochwertige Plastikmaterial des Gehäuses hinterlässt einen stabilen Eindruck.

Motorola V3xx: Größenverhältnis An den Außenseiten befindet sich eine Smarttaste und zwei Wipptasten, die zur Lautstärkeregelung und zum Aufruf der Profile im geschlossenen Zustand benutzt werden können. Die Buchse für das Headset und das Netzladeteil findet man ebenfalls an der linken Außenseite. Mit den Smarttasten ist im geschlossenen Zustand die Funktion des Kameraauslöseknopfes und die Zoomfunktion der Frontlinse verbunden. Die Buchse für den USB-Anschluss ist mit einer Plastikabdeckung geschützt. Diese Abdeckung erweist sich im praktischen Gebrauch als hilfreich gegen eindringenden Schmutz.

Motorola V3xx: BeleuchtungAuf der Vorderseite ist die Kameralinse angebracht. Ein kleines Außendisplay mit einer Auflösung von 96 x 80 Pixel bei 65.536 Farben informiert im zugeklappten Zustand über den Betriebsstatus des Handys.

Nach dem Öffnen der Klappe erscheint eine alufarbene Metallfolien-Handytastatur und ein brilliantes, kontrastreiches Farbdisplay.
Über dem Ziffernblock ist die Rufannahme- und Rufbeendigungstaste. Letztere dient zugleich als Ein-/Ausschalttaste. Zwischen diesen beiden Tasten ist die Vodafone-Life-Aktivierungstaste für das Internet platziert. Darüber ist mittig eine Vier-Wege-Wippe mit einem zentralen Steuerknopf. Auch eine großzügig dimensionierte Löschtaste/Returntaste ist direkt rechts neben dem Nav-Key. Je links und rechts unter dem Display sind zwei Tasten, die der jeweiligen Softkey-Funktion des Menüs zugeordnet sind. Im Grundzustand sind diese beiden Tasten mit dem Menüaufruf und der Nachrichten-Erstellungsfunktion vorbelegt.
Die Tasten lassen sich alle sehr leichtgängig und präzise bedienen. Ein deutlicher Druckpunkt und ein sauberes Ansprechverhalten gewährleisten ein zügiges und exaktes Bedienen des Folders. Die Folientastatur vermittelt einen zielsicheren und fehlerfreien Bedienkomfort.

Der integrierte Vibrationsalarm kann wahlweise ohne Rufton oder zuerst Vibration und dann Rufsignalisierung eingestellt werden. Der Vibrationsalarm ist deutlich zu spüren.Motorola V3xx: HeadsetDie Sprachqualität und der Empfang sind sehr gut. Bei beiden Gesprächspartnern ist die Verständigung klar und deutlich. Während des Gespräches kann mit der seitlichen Wipptaste die Lautstärke verändert werden. Mit einer Tastenbetätigung lässt sich die integrierte Freisprecheinrichtung einschalten. Auch hier ist die Verständigung klar und deutlich – die Lautstärke ist auch für eine etwas lautere Geräuschkulisse in der Umgebung noch absolut praxistauglich.

Die Gesprächs- und Standby-Zeiten gibt der Hersteller wie folgt an: Videotelefonie 120 Minuten, UMTS-Gesprächszeit 180 Minuten / UMTS-Standby-Zeit 350 Stunden, GSM-Gesprächszeit 300 Minuten / GSM-Standby-Zeit 400 Stunden.
Im Praxistest waren diese Zeiten i.d.R. nicht zu erreichen. Vor allem bei Nutzung der UMTS-Verbindungsmöglichkeit war nur eine deutlich kürzere Gesprächs- und Standby-Zeit möglich. Die Akku-Kapazität ist jedoch für ein UMTS-Gerät im praktischen Einsatz in jedem Fall ausreichend. Als Tribandgerät mit UMTS/HSDPA/EDGE-Modul steht außerdem dem Einsatz (fast) weltweit nichts im Wege.Motorola V3xx: KameraDas V3xx verfügt über ein hochauflösendes TFT-LCD-Display mit 320 x 240 Pixel und 262K-Farben im Inneren und einem CSTN-Display mit 96 x 80 Pixel und 65K-Farben an der Außenseite. Die Farben werden knackig und brilliant angezeigt. Das Außendisplay ist für das Ablesen der Statusinformationen ebenso ausgezeichnet geeignet. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung bleiben beide Displays noch gut lesbar.
Die Helligkeit des Farb-Displays kann in sechs Stufen eingestellt werden. Der Kontrast kann bei beiden Displays nicht geändert werden.
Für die Farbdarstellung gibt es drei verschiedene Grundthemen. Statusmeldungen wie Netzstärke, Akku-Ladezustand, Signalisierungsart, Datum und Zeit und bei Bedarf die Homezone-Verfügbarkeit lassen sich auf dem Außendisplay mit einem Blick ablesen. Nach ca. zehn Sekunden schaltet das Display ab und bleibt nur noch schemenhaft erkennbar. Statusinfos können dann nur durch Druck auf die Lautstärke-Wippe, die Smarttaste oder durch Aufklappen des Folders angezeigt werden. Eine LED-Signalisierung für Netzverbindung bzw. verpasste Anrufe ist nicht integriert.
Ein Bildschirmschoner ist mit einer wahlweisen Verzögerung von einer bis zu zehn Minuten aktivierbar. Hintergrundbild und Begrüßungstext lassen sich ebenfalls individuell vom Nutzer auswählen.

Motorola V3xx: DraufsichtDie 1.3-Megapixel-Kamera des V3xx hat eine Auflösung von maximal 1280 x 1024 Pixel. Bei aktivierter Kamera fungieren beide Displays als Sucher. Das Sucherbild im Außendisplay kann allerdings nur als Notlösung betrachtet werden – im zugeklappten Zustand ist die Kamera dadurch aber ebenfalls einsetzbar. Diverse Einstellungen wie digitaler Zoom (8-fach) und Helligkeit können mit der Navigationstaste vorgenommen werden. Über das erweiterte Einstellungsmenü können u.a. Aufnahmemodus, Aufnahmequalität und Auslösegeräusch justiert werden.
Für die Videotelefonie ist eine zweite VGA-Kamera vorhanden. Die Videoaufnahme-Rate beträgt 15 Bilder pro Sekunde.

Die Auslöseverzögerung ist kurz genug, um brauchbare Aufnahmen zu erreichen. Die Belichtung der Bilder ist gleichmäßig. Aufgenommene Bilder lassen sich direkt per MMS und Postkarte verschicken. Unter guten Bedingungen gelingen meist sehr brauchbare Aufnahmen/Schnappschüsse.

Nach Aktivierung der Kamera kann der Benutzer wählen, ob ein Foto oder ein Video aufgenommen werden soll. Videoaufnahmen, die sehr flüssig wirken, werden im P2P-Format abgespeichert. Eine maximale Auflösung von 176 x 144 Pixel ist möglich. Die Länge ist nur durch die Speicherkapazität begrenzt.

Motorola V3xx: beim Fotografieren

Aufgenommene Bilder und Videos werden entweder im internen ca. 64 Megabyte großen dynamischen Gerätespeicher oder auf der MicroSD-Speicherkarte abgelegt. Der Speicher ist damit ausreichend bemessen und kann beliebig erweitert werden.

Motorola V3xx: Startbildschirm
Motorola V3xx: Meine Spiele
Motorola V3xx: Minigolf
Motorola V3xx: Musik
Motorola V3xx: Nachricht verfassen
Motorola V3xx: Rechner
Motorola V3xx: Hauptmenü
Motorola V3xx: Snowboard
Motorola V3xx: Laufen
Motorola V3xx: Nachrichten
Motorola V3xx: Mein Telefon
Motorola V3xx: Kalender

Die Menüstruktur ist einfach und logisch aufgebaut. Auch ohne längeres Studium der Gebrauchsanweisung lassen sich die meisten Menüpunkte intuitiv zuordnen. Die Icons sind klar dargestellt und sind größtenteils selbsterklärend. Über bis zu fünf Ebenen kann man problemlos durch das Menü navigieren und die entsprechenden Punkte schnell finden. Um z.B. eine SMS zu erstellen, reichen normalerweise drei Tastendrucke bzw. sogar eine bei Benutzung der Schnellwahlfunktion.

Dem Navi-Key lassen sich wahlweise vier verschiedene Funktionen aus dem Menü zuordnen. Wie und mit welchem Programm der Nutzer den Navi-Key belegt, bleibt ihm selbst überlassen.

Die beiden obersten Tasten unter dem Display sind mit „Menü“ und „Nachricht“ vorbelegt. Die Belegung der linken Taste (Menü) kann nicht verändert werden.

Die Darstellung und Größe der Schrift ist auch für ältere Menschen klar erkennbar.
Die Rufnummeranzeige beim Angerufenen kann vor der Wahl über die Menütaste aktiviert oder deaktiviert werden.

Eine Quickdial-Funktion erlaubt das schnelle Anwählen von bis zu drei Rufnummern.

Das V3xx hat integrierte Anruflisten, die mit einem Filter getrennt nach „Rufe in Abwesenheit“, „Empfangene Anrufe“ und „Gewählte Rufnummern“ selektiert werden können. Eine automatische Wahlwiederholung ist ebenfalls möglich. Die Funktion „Gesprächsannahme durch Klappe“ ermöglicht eine Gesprächsannahme durch das Aufklappen.

Das Schreiben einer SMS bzw. auch MMS gestaltet sich sehr einfach mit diesem Motorola-Folder. Eine lernfähige Motorola-spezifische iTAP-Eingabeunterstützung ist ebenso vorhanden, wie eine flexible Speichermöglichkeit der SMS/MMS auf der SIM-Karte bzw. dem Gerätespeicher. Zeichenzähler und Vorlagen erleichtern die Kunst mit den Buchstaben.

Das RAZR V3xx verfügt über einen E-Mail-Client, mit dem Nachrichten nach dem POP3- bzw. IMAP4-Standard abgerufen und versendet werden können. Der automatische Abruf der E-Mails kann wahlweise in Intervallen zwischen 15 Minuten und bis zu 24 Stunden eingestellt werden.

Der User kann unter einer Vielfalt von 25 Klingeltönen (auch polyphon) auswählen. Jedem Kontakt lassen sich wahlweise ein individueller Rufton, ein Bild und/oder eine Anrufergruppe zuordnen. Selbstgemachte Bilder und aufgenommene Melodien können ebenso einem Kontakt zugeordnet werden. Ein integriertes Radio sucht man beim V3xx vergeblich.Motorola V3xx: AnschlussFolgende Verbindungsmöglichkeiten sind integriert:

  • Bluetooth mit BIP, BPP, DUN, FT, HFP, Headset, OPP, A2DP
  • GPRS (Klasse 10)
  • EDGE (Klasse 10)
  • HSDPA (3,6 Mbit/s)
  • HSCSD
  • SyncML
  • SMS/MMS/EMS/IM
  • WAP (2.0)
  • OTA

Die Datenübertragung per GPRS/EDGE funktioniert flott und unproblematisch. Internetinhalte lassen sich problemlos abrufen und über den integrierten Opera-Browser anzeigen. Die UMTS/HSDPA-Unterstützung erlaubt bei entsprechender Netzverfügbarkeit noch schnelleren Datenaustausch. Auch diese Übertragungsformen funktionierten in der Praxis problemlos.

Das Pairing und die Nutzung mit anderen Bluetooth-Geräten war problemlos möglich. BT-Headsets (z.B. Jabra BT800) arbeiteten störungsfrei mit dem V3xx zusammen.

Eine Datensynchronisation von Kalender und Kontaktbuch mit Windows-Programmen (z.B. Outlook) war über die beigefügte Motorola Phone Tools – Software ohne Probleme möglich. Die Datensynchronisation funktionierte sowohl mit einem XP-Rechner als auch einem Win2000-Rechner. Auch über eine BT-Verbindung war ein Datentransfer reibungslos möglich.

Grundsätzlich können die Datendienste per OTA der Netzbetreiber konfiguriert werden.

Motorola V3xx: Draufsicht unten
Motorola V3xx: Draufsicht unten rechts
Motorola V3xx: Draufsicht rechts
Motorola V3xx: Draufsicht rechts oben

Das Motorola V3xx verfügt über einen Voice-Recorder. Eine Sprachwahl ist allerdings nicht integriert. Dafür können die Aufnahmen des Voice-Recorders als Ruftöne zugeordnet werden.

Über die integrierte Freisprecheinrichtung lassen sich bequem Gespräche führen.

Motorola V3xx: Draufsicht oben
Motorola V3xx: Draufsicht oben links
Motorola V3xx: Draufsicht links
Motorola V3xx: Draufsicht links unten

Klassische Profile sucht man beim V3xx vergeblich. Wohl ist ein Flugprofil vorhanden, dass die Verwendung des Folders bei ausgeschalteten Sendemodulen im Flugzeug erlaubt.

Nützliches Zubehör wie Wecker, Taschenrechner, MobileTV, Alarm und verschiedene Demo-Spiele runden die gute Ausstattungsliste des Motorola-Folders ab.

Ein Musikplayer ermöglicht das Abspielen Audiodateien in folgenden Formaten: AAC+, AAC+ Enhanced, AMR NB, AMR WB, MP3, WMA v9, XMF.

Motorola V3xx: zerlegt in Bestandteile

Das Motorola Motorazr V3xx setzt die Kultlinie der RAZR-Familie konsequent fort. Ausgestattet mit den Datenturbos UMTS und HSDPA platziert sich das V3xx-Folder-Phone in einem Marktsegment der schnellen Datenübertragung, das bei vielen Usern Zuspruch finden dürfte. Der beliebte Formfaktor der Razr-Familie ergänzt auch optisch dieses Handset zu einem trendigen Messaging-Spezialisten. Als durchweg positiv kann man das Ergebnis des Testes sehen. Negative Punkte sind nicht oder kaum zu finden. Zu einer noch vollständigeren Liste der Verbindungsarten würde nur ein WLAN-Modul und ein IR-Port beim V3xx fehlen. Mit einer Größe des Gerätes von 103 x 53 x 15 Millimeter (H x B x T) bei 107 Gramm Gewicht ist die Hemd- und Sakkotaschen-Eignung voll und ganz gegeben. Gute Verarbeitung mit innovativer Technik sind bei diesem Motorola-Sprössling gewährleistet.

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