Test des Motorola MotoZine ZN5

25 Minuten

Motorola MotoZine ZN5
 

Motorola meets Kodak. Lange mussten die Motorola-Fans auf ein Handy mit 5 Megapixel-Kamera warten, doch nun ist es da, das MotoZine ZN5. Gemeinsam mit Kodak hat Motorola ein Handy mit Autofokus, Panoramafunktion und Xenon-Blitz entwickelt. Doch kann der Motorola-Barren mit der Carl Zeiss-Linse den Kampf mit den Konkurrenzprodukten von Nokia, Sony Ericsson und Co. wirklich aufnehmen? Was hat das ZM5 gegenüber seinen Vorgängern außer einer hochauflösenden Kamera noch zu bieten? Das erfahren Sie im Test auf inside-handy.de.

Motorola MotoZine ZN5Shoot. Share. Show off. – Dieser Schriftzug ist kleingedruckt auf dem Karton des ZN5 zu lesen. Für das Handy selbst mag sich das „Schnappschuss schießen, andere daran teilhaben lassen und damit angeben" ja lohnen, mit der Verpackung sieht es da jedoch aufgrund ihrer Quantität etwas anders aus. Die Kartonage ist für ein Motorola-Kamera-Flaggschiff recht einfach gehalten. Auf dem rechteckigen Pappkarton ist quer das Handy auf dem Untergrund vieler kleiner Portraitaufnahmen zu sehen. Pappe wohin man schaut, denn auch nach dem Öffnen des Kartons blickt man auf eine nicht sehr hochwertig wirkende pinke Kartonfläche.

In einer kleinen Mulde ist das MotoZine eingefasst. Entfernt man das Handy aus seiner Einbettung, lässt sich die Kartonabdeckung aufklappen und gibt den Blick frei auf das mitgelieferte Zubehör, das dagegen schon etwas erfreulicher ausfällt. Neben dem Netzteil sind ein USB-Datenkabel, ein kabelgebundenes Headset, eine 1 Gigabyte große MicoSD-Speicherkarte, die Bedienungsanleitung, und sogar ein Fernsehkabel mit an Bord. Etwas üppiger verhält es sich auch mit der mitgelieferten Software: Eine Motorola Phone Tools 5.0 CD mit Kodak Easy Share – Fotobearbeitungsprogramm bietet die nötigen Features, um die geknipsten  Bilder auf den PC zu bringen und dort weiterzubearbeiten.

Motorola MotoZine ZN5
Motorola MotoZine ZN5

Der Abbau des Akkudeckels gestaltet sich beim ZN5 etwas schwierig. In die Abdeckung ist die Kameralinse eingelassen, und darüber ein ziemlich klein geratener Knopf den man drücken muss, um die Akkuabdeckung abzuziehen. Motorola MotoZine ZN5Hat man dieses mit etwas Geduld geschafft, kann man die Simkarte einsetzen, was sich als erstaunlich leicht erweist: Im Gegensatz zu manch anderem Handy, bei dem man die Karte erst kompliziert und mit viel Fingerspitzengefühl unter einen Metallbügel bekommen muss, schiebt man beim Motorola-Barren die Simkarte geradewegs unter eine Metallabdeckung. Direkt daneben ist der Slot für die MicroSD-Speicherkarte, mit der man genauso verfährt. Gehalten werden die beiden Karten von der Oberkante des Akkus, der quer darunter liegt. Das Wiedereinsetzen der Akkuabdeckung gestaltet sich dann auch wesentlich einfacher als der Abbau. Zwei Metalllaschen halten ihn an der Handyunterseite, seitlich und oben rastet er einfach wieder in die Einfassung ein. Dass es sich beim ZN5 um ein Motorola handelt, sieht man auf den ersten Blick. Das Handy wirkt edel, neigt aber mit seinen Außenmaßen von 118,0 x 50,5 x 16,0 mm und einem Gewicht von 114 g zur Klobigkeit, was jedoch zum Teil an der großen integrierten Kamera liegt.

Motorola MotoZine ZN5Sowohl die verbauten Plastik-, als auch die Metallteile, wirken robust und stabil. Das 2,4 Zoll große Display nimmt etwas mehr als die Hälfte der Frontseite ein. Im unbeleuchteten Zustand ist es glänzend schwarz und verleiht dem ZN5 seinen edlen Look. Dieser wird noch verstärkt durch die durchgehend glatte, wahlweise graue oder schwarze Tastaturmatte, die nur von stecknadelkopfgroßen zirkoniafarbenen Erhebungen zur Tastenfühlbarkeit und dem runden Navigationskey unterbrochen wird. Auf der oberen Rückseite des Barrens verbirgt sich die Kameralinse unter einer quer über die gesamte Breite verlaufende, etwa einen halben Zentimeter dicken, Erhebung. Die Linse wird von einer großen Schiebeabdeckung mit dem Schriftzug „Kodak" geschützt. Darunter befindet sich ein recht stattlich ausfallendes Blitzlicht. Da die Erhebung sich nur über die obere Handyseite zieht, liegt das ZN5 dennoch gut in der Hand.

An der oberen linken Seite befindet sich die Klinkenbuchse für das mitgelieferte Headset. Wer sein Handy gerne an einer Schlaufe mit sich herumträgt, findet die dazugehörende Öse direkt darüber. Auf der linken Unterseite, gut geschützt unter einer Plastikabdeckung, ist der Steckplatz für das Netzteil. Auf der rechten Außenseite sieht man die Wipptaste zur Lautstärkenregulierung und für den Kamerazoom. Sehr praktisch, um nicht immer auf dem Tastenfeld herumsuchen zu müssen, hat Motorola auf der rechten Außenseite einen kleinen Schieberegler zur Tastensperre angebracht. Weiter unten befindet sich der lila glänzende Auslöseknopf für die Kamera. Meckern kann der aufmerksame Betrachter über die Spaltmaße zwischen der flachen Tastaturmatte und dem umgebenden Rahmen. Hier scheint es, als hätte jemand vor dem Zusammenbau nicht richtig nachgemessen, und auch schon nach kurzer Benutzung des Handys setzen sich dort kleine Fussel und Staubteile fest.

Quer über dem Display wurde eine 2 mm breite Aussparung zugunsten des Lautsprechers gelassen. Wer diese dauerhaft Fusselfrei halten möchte, wird um die Reinigung mit Pinsel oder Zahnbürste nicht drum herumkommen. Ebenso verhält es sich mit der Lautsprecheröffnung auf der unteren Rückseite des ZN5. Sowohl der Stecker des mitgelieferten Netzteils, als auch der Klinkenstecker des Headsets sitzen nach dem Anschließen fest in ihrer Verankerung. Um die Plastikabdeckung für die Netzteilbuchse los- und zur Seite geschoben zu bekommen, bedarf es allerdings etwas Fingerspitzengefühls. Unter dem Display befinden sich die Funktionstasten. Links und rechts neben der Navigationstaste sind oben die beiden Softkeys, darunter links die Ansichtstaste und rechts die Lösch-, beziehungsweise Rücktaste. Am äußeren Rand sind links die Annahme- und rechts die Auflegen- beziehungsweise Ein- und Ausschalttaste angeordnet. Die edle Optik des Tastenfeldes geht eindeutig zu Ungunsten der Bedienbarkeit. Sowohl die Funktionstasten als auch die einzelnen Tasten des darunter liegende Tastenfeldes, lassen sich sich nur aufgrund der stecknadelkopfgroßen Erhebungen neben den Ziffern erfühlen, und sind so nicht besonders bedienerfreundlich gestaltet. Da die Ziffern zwar in Dreierreihen nebeneinander liegen, die jeweils zweite Taste aber leicht nach unten versetzt ist, wird das Eintippen einer SMS, ohne dabei hinschauen zu müssen, fast unmöglich. Da die Funktionstasten sehr eng aneinander liegen, vergreift sich der etwas dickere Daumen zudem häufig zwischen den Softkeys und An- und Ausschalttasten. Gut funktioniert dahingegen die Navigationtaste. Menüpunkte lassen sich mit ihr präzise ansteuern, und durch die Erhebung in der Mitte, die Menüpunkte leicht öffnen. Während der Bedienung und bis sich der Bildschirm ausschaltet, werden die Ziffern und Symbole der Tasten von unten beleuchtet.

Motorola MotoZine ZN5Bunt fällt hier die Beleuchtung der Funktionstasten aus: Softkeys und Zurücktaste sind weiß, das Innere der Navigationstaste und die Ansichtstaste lila, die Annahmetaste grün und die Auflegentaste orange. Die Beleuchtung des Ziffernfeldes ist durchgehend weiß. Der Vibrationsalarm des ZN5 ist nicht sehr stark und könnte in einer weiten Jackentasche schon mal übersehen werden. Für die Hosentasche sollte er aber reichen, und ein Vorteil ist, dass er durch geringe Lautstärke auch in ruhiger Umgebung nicht auffällt.

Motorola MotoZine ZN5Bei einem Gespräch wird man vom Gegenüber gut und klangecht gehört. Auch in einer lauteren Umgebung ändert sich nichts daran. Anders verhält es sich umgekehrt. Der Gesprächspartner klingt recht dumpf, leider auch wenn man den Ton mit der Wipptaste in die lauteste Einstellung bringt.
Besonders in unruhiger Umgebung ist das von Nachteil. Das Headset kann hier Abhilfe schaffen. Der Empfang des Motorola ZN5 ist durchgehend gut bis sehr gut. Auch bei schwächerer Netzabdeckung ist der Gesprächspartner immer noch ohne störende Unterbrechungen gut zu hören. Mit einer Gesprächszeit von durchschnittlich 5,8 Stunden und vom Hersteller angegebenen Standby-Zeiten von 310 Stunden, darf der Besitzer des ZN5 schon mal das Netzteil zuhause vergessen, ohne von seinem Handy im Stich gelassen zu werden. Bei häufigem Gebrauch von MP3-Player und Kamera oder ständig laufender Bluetoothverbindung, verringern sich diese Zeiten jedoch deutlich.

Motorola MotoZine ZN5Mit einem 3,7 mm Breite x 4,9 mm Höhe messenden TFT-Display legt das MotoZine ZN5 stattliche Maße vor. In einer Auflösung von 240 x 320 Pixel gibt das Handy die Farben leuchtend und Bilder gestochen scharf wieder. Auch die vorinstallierten Bildschirmschoner wirken auf diesem Display brillant und farbecht. Trotz der glänzenden Displayoberfläche ist die Anzeige auch noch bei Sonnenlicht gut lesbar. Ihre volle Brillanz entfalten Displayfarben und Tastenbeleuchtung jedoch bei Dämmerlicht oder in der Dunkelheit. Das Timeoutdisplay lässt sich zwischen fünf und dreißig Sekunden einstellen, bis es sich abschaltet. Alternativ kann man Screensaver aktivieren. Um die Helligkeit des Displays seiner Umgebung anzupassen, lässt sich diese in sechs Stufen regulieren. Für das Standby-Display kann der Nutzer zwischen verschiedenen Hintergründen wählen. Hier kommen selbstaufgenommene Fotos, aber auch vorinstallierte Hintergründe und Screensaver, die dann allerdings nicht animiert wiedergegeben werden, in Frage. Das ZN5 hat drei Themes installiert, mit denen die Farbgestaltung der Schrift und des Menühintergrundes geändert wird: Indium, Kodak und Plush. Diese Themes sind allerdings nicht starr, sondern Hintergründe und Screensaver lassen sich zusätzlich einzeln einstellen, was dann auch als Änderung im jeweiligen Theme angezeigt wird. Ändert der Nutzer ein komlettes Theme, so gibt es einen „Themealarm" und es wird erst einmal nachgefragt, ob er das auch wirklich möchte. Statusmeldungen wie Netzstärke, Anbieter, Edge, Uhrzeit, Datum und Akkuladestand können jederzeit im Standby-Display abgelesen werden, der Screensaver schaltet diese jedoch aus. Geht man in den Menümodus, so sind nur noch Netzstärke, Akkuladestand und Edge zu erkennen. Schaltet sich nach einiger Zeit auch der Screensaver aus, wird das Display komplett dunkel.

Ein Ablesen der Statusanzeigen ist dann erst wieder möglich, wenn eine beliebige Taste gedrückt und somit die Displaybeleuchtung aktiviert wird. Das ZN5 verfügt über eine hochauflösende 5-Megapixel-Kamera von Kodak mit einer Auflösung 2560 x 1920 Pixel. Bei der Ausstattung der Kamerafunktionen wurde wirklich nicht gegeizt, und eine Zusammenarbeit von Handy- und Kamerahersteller bei Hard- und Software ist hier gut zu erkennen. Der Kameramodus wird ganz einfach durch das Aufschieben der Kameralinsen-Abdeckung aktiviert. Wenn diese schon aufgeschoben ist, der Kameramodus aber deaktiviert wurde, kann die Kamera auch durch den Auslöser aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden.Allein der Summton bei Aktivieren der Kamera erinnert an den Umgang mit eine richtigen Digicam. Als Sucher für die Kamera fungiert das Handydisplay. Hier kann man in heller Umgebung alles gut erkennen. Im Dämmerlicht wäre eine etwas hellere Anzeige jedoch wünschenswert. Erwähnenswert ist auch, dass der Bildausschnitt auf dem Display nicht immer exakt mit dem tatsächlichen Bild übereinstimmt. Passt ein Objekt beim Fotografieren direkt auf das Display, so hat es im fertigen Bild etwas breitere Ränder. Zum Fotografieren bringt man das Handy ins Querformat. Am oberen Bildrand werden dann folgende Einstellungsmöglichkeiten angezeigt: Modussymbol, Kameraleuchte, verbleibende Fotos und Auflösung. In der Mitte des Displays befindet sich das Autofokus-Feld. Drückt man die Navigationstaste, werden die Kameraeinstellungen in der linken unteren Bildhälfte angezeigt, und lassen sich durch Navigation nach links oder rechts einstellen.

Um den Autofokus zu aktivieren, muss die Kamerataste auf halber Höhe gedrückt gehalten werden, bis das Autofokus-Feld grün angezeigt wird. Wird es rot angezeigt, ist der Vorgang zu wiederholen. Hier ist uns im Test jedoch aufgefallen, dass der Autofokus gerade bei sehr nahen Objekten nicht immer exakt arbeitet. Zwar stellt er sich vorübergehend scharf, justiert sich dann aber in einer nicht ganz scharfen Bildanzeige. Leider lässt sich dieses auch nicht durch Wiederholung beheben. Bei sofortigem Durchdrücken reagiert der Auslöseknopf sehr schnell, nach nochmaligem Drücken nach Aufnahme des Bildes, steht die Kamera für das nächste Bild bereit. Einige Ziffertasten sind im Kameramodus mit zusätzlichen Funktionen belegt: Betrachten eines Fotos, Wechseln zwischen der Fotoansicht und dem Sucher, Löschen eines Fotos, Aktivieren der Funtion Simple Share.

Die aufgenommenen Fotos im JPEG-Format speichert das ZN5 automatisch im Foto-Ordner auf dem Telefon. Diese Funktion lässt sich jedoch in den Kameraeinstellungen deaktivieren und ein neuer Speicherort, zum Beispiel die Speicherkarte, für die Fotos festlegen. Mit der Funktion Simple Share können aufgenommene Bilder auf verschiedene Weise wiedergegeben werden. Zur Verfügung stehen die Betrachtungsweisen: MMS, E-Mail, Bluetooth oder Kodak Gallery. Eine besondere Kamerafunktion ist der Panoramamodus. Die Arbeit mit dieser Option macht einem das ZN5 sehr einfach. Im Sucher werden am oberen Bildrand drei Kästchen angezeigt. Lediglich das erste muss man selbst anvisieren. Drückt man nun den Auslöser, erscheint das Bild im ersten Kästchen. Nun muss nur noch die Kamera soweit weitergedreht werden, bis sich das nächste Bild automatisch in das nebenliegende Kästchen einfügt. Die Kamera quittiert das mit Vibration und Ton. Sind alle drei Bilder im Kasten, fügt die Kamera sie automatisch zu einem Panoramabild zusammen. Das funktionierte mit dem ZN5 in unserem Test sehr gut und präzise.

Motorola MotoZine ZN5Die Kamera des Motorola bietet viele Möglichkeiten, die Fotos nachzubearbeiten. Drehen, Zuschneiden, Spiegeln und das Verändern der Größe, sind für das ZN5 kein Problem. Aber auch verschiedene Fotostile beherrscht die Kamera: Grauskala, Sepia, Negativ, Rötlich, Grünlich, Bläullich, Helligkeit, Kontrast, Schärfen und Verwischen. Wem das noch nicht reicht, der kann seinen Schnappschüssen die Elemente „Grafik, Rahmen, Text und Zeitstempel" hinzufügen. Mit dem auf dem Handy installierten Programm Kodak Perfact Touch, kann die Qualität eines Fotos im Nachhinein verbessert werden. Bei aktivem Kamerasucher kann der Nutzer mit der Navigationstaste Nachtmodus, Bildschärfe, Weißabgleich, und Kameraleuchte anwählen und einstellen. Eine praktische Funktion um gespeicherte Fotos wiederzufinden ist die Kennung. Hier kann man vor dem Fotografieren einen Kennungsnamen für aufzunehmenden Fotos eingeben unter dem sie dann gespeichert werden. Alternativ können Fotos mit einem Standardnamen versehen werden.

Unter dem Menüpunkt „Optionen", mit dem die linke Softtaste belegt ist, finden sich die Punkte: Gehe zu My Media (wo gespeicherte Bilder angezeigt, bearbeitet und gelöscht werden können), Videomodus, Panorama, Selbstauslöser, Serienbild und Kameraeinstellungen. Ungünstig ist hier, dass das Bedienfeld „Option" im Sucher ganz unten rechts angezeigt wird, die Softtaste zum Bedienen des Feldes aber etwas weiter oben liegt. So drückt man oft erst auf die Annahmetaste, anstatt auf den Softkey und erhält anstatt der gewünschten Option ein Fehlersignal. Über die Kodakfunktion Gallery Link können eigene Fotos auf die Website „Kodak Gallery" hochgeladen werden, um sie dort freizugeben oder auszudrucken. Videoclips sind wahlweise in der Auflösung Klein (96×128) oder Groß (144×176) aufzunehmen. Die Videolänge kann zwischen Kurz (MMS), Lang (MMS) und Maximum variiert werden. Die Videoformate sind H.263 und MPEG4. Im Videomodus werden am oberen Displayrand folgende Funktionen angezeigt: Modussymbol, Audio, Zoom, Verbleibende Zeit und Auflösung. Mit der Bedienung verhält es sich hier wie im Kameramodus. Die Wipptaste dient auch hier als Zoom. Etwas lästig ist, dass die Videofunktion schon bei Beginn der Aufnahme das Bild etwas näher heranzoomt, ohne dass zuvor die Zoomtaste betätigt wurde. Das Bild wird so schnell unscharf und bei weiterem (gewollten) Heranzoomen zunehmend unschärfer. Wie steht es nun insgesamt mit der Qualität der Fotos und Videos des MotoZine ZN5?

In heller Umgebung und bei Sonnenlicht aufgenommene Fotos sehen sowohl auf dem Handydisplay als auch auf dem PC betrachtet sehr gut aus. Nichts ist verpixelt, die Fotos wirken scharf, brillant und farbecht. Etwas anders sieht es da schon bei Schummerlicht oder in der Dunkelheit aus. Hier zeigt der Blitz seine Stärken bei Aufnahmen in einer Entfernung von etwa zwei Metern. Alles wird gut ausgeleuchtet, und so ist auch das Fotografieren in Innenräumen mit dem ZN5 eine wahre Freude. Leider gilt das nicht für Aufnahmen näherer Objekte. Diese überbelichtet der Blitz gerne mal, und die Objekte werden blass wiedergegeben oder wirken verzerrt. Die Videofunktion des Motorola ZN5 ist bei hellerer Umgebung recht gut. Der Bildablauf ist nicht verruckelt oder verzerrt, wirkt jedoch leider häufig insgesamt etwas unscharf. Verstärkt wird dieser negative Effekt noch in dunklerer Umgebung. Hier reicht die Auflösung einfach nicht, um real wirkende Videoclips aufzunehmen, so dass die Videofunktion bei diesem Handy insgesamt wohl eher dem Spaßfaktor und dem Festhalten netter Erinnerungen, als dem Ersatz eines Camcorders zuzuordnen ist.

 
Motorola MotoZine ZN5
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Die intuitive Bedienung des Hauptmenüs des MotoZine ZN5, dürfte für Motorola-Kenner keine große Herausforderung darstellen. Unter den neun Hauptmenüpunkten findet man alles dort, wo man es erwartet.

Etwas anders sieht es hier schon mit dem Kameramenü aus, das im Kameramodus unter „Optionen" angewählt werden kann. Hier muss selbst der eingefleischte Motorolakenner sicherlich mal den einen oder anderen Blick in die Bedienungsanleitung werfen. Aber mit ein bisschen Übung ist auch diese Hürde schnell genommen.

Das Hauptmenü besteht aus den Punkten: Kodak Gallery, Tools, Anrufliste, Web-Zugriff, Nachrichten, Multimedia, Spiele, Kontakte und Setup (Einstellungen). Wahlweise kann das Hauptmenü in der Raster- oder Listenansicht angelegt und nach eigenem Geschmack sortiert werden. Wer es etwas aufregender mag, hat zudem die Möglichkeit, die Menüpunkte in der Karussellansicht kreisen zu lassen.

Im Standbymenü lassen sich alternativ noch vier Menüpunkte mit frei wählbaren Icons belegen, die dann über die Navigationstaste angewählt werden können.

Im aktiven Standbymenü ist die linke Softtaste mit einem Optionsmenü für verschiedene Telefoneinstellungen belegt, und die rechte Softtaste mit dem Hauptmenü. Befindet man sich dann im Hauptmenü oder in einem der Untermenüs, ist die Belegung der linken Sofftaste „Optionen", und die der rechten „Zurück". Bestätigt wird durch das Drücken der Navigationstaste.

Innerhalb der Unterpunkte kann man mit der Navigationstaste in einer Liste hoch- und runterscrollen, und auch noch zusätzlich links und rechts zwischen einzelnen Themenmenüs oder Registerkarten wechseln.

Belegt man einen der vier frei wählbaren Menüpunkte im Standbybildschirm mit der SMS-Funktion, so kann man diese mit einem Klick aktivieren. Um die Unterdrückung der eigenen Rufnummer zu aktivieren/deaktivieren, findet man im Menüpunkt „Einstellung" unter „Anrufe" die Option Wahl-Setup.

Im Hauptmenü befinden sich unter dem Icon „Anruflisten" Optionen, um sich gewählte Anrufe, beantwortete Anrufe, entgangene Anrufe und häufige Anrufe anzeigen zu lassen. Für alle Anrufe lassen sich hier Optionen festlegen wie: Anrufen, Nachricht senden, In Kontakten speichern, ID verbergen, ID anzeigen, Gesprächszeit, und Einstellungen der Ansicht.

Unter dem Menüpunkt „Anrufe" befinden sich auch die Gesprächsoptionen und hier neben einem Gesprächstimer, den Rufannahmeeinstellungen, den Alarmeinstellungen für Nachrichten und Roaming, Anklopffunktion und Rufabbruchton, die Wahlwiederholungsfunktion.

Abgesehen vom nicht ganz bedienerfreundlichen Tastaturlayout, erweist sich das Schreiben von SMS und MMS auf dem ZN5 als sehr einfach. Mit dem Schnellzugriff über die Navigationstaste kommt man direkt in das Fenster zum Erstellen einer Nachricht.

Am oberen Bildrand steht links die Texteingabemethode, die mit der Nulltaste in Groß- und Kleinschreibung und die vereinfachte Texteingabe geändert werden kann. Am rechten oberen Bildrand steht die Anzahl der schon eingegebenen Zeichen.

Zum Eintippen der Nachricht steht eine vereinfachte Texteingabe mit Lernprogramm, ähnlich dem T9 zur Verfügung. Wörter, die der vereinfachten Texteingabe noch nicht bekannt sind, können direkt über das Optionsmenü (über den linken Softkey erreichbar) eingegeben werden.

Wer seine SMS jedoch lieber auf die klassische Art- und Weise verfasst, kann das Lernprogramm auch deaktivieren. Optional kann man im Optionsmenü seine SMS auch direkt in eine MMS ändern, in Entwürfen speichern und Töne, Bilder, Kontaktinfos, Web-Adressen, Textvorlagen oder Videos einfügen. Von hier aus ist es auch möglich, bei einer längeren SMS zwischen verschiedenen Seiten der SMS zu navigieren.

In den Sendeoptionen lassen sich der Nachricht die Eingabefelder Cc: und Bcc: hinzufügen. Wer eine E-Mail schreiben möchte, muss sich zuerst für ein E-Mailkonto anmelden. Hat man das getan, kann man auf sein bestehendes E-Mailkonto online zugreifen. Dem Benutzer des Motorola-Barren stehen 30 Klingeltöne im Midi- und MP3- Format zur Verfügung. Diese kann man auch den Kontakten einzeln zuordnen, so dass man gleich am Klingeln erkennen kann, wer gerade anruft.

Die Tastatur kann über einen kleinen Schieberegler an der rechten Außenseite des Handys gesperrt werden, damit es nicht in der Hosen- oder Jackentasche auf eigene Faust unerwünschte Gespräche führt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Motorola MotoZine ZN5Das MotoZine Zn5 verfügt über EDGE, WLAN, Bluetooth, SyncML/PC und eine USB- Schnittstelle, und ist somit reich an Verbindungsmöglichkeiten mit dem Internet, dem PC oder anderen mobilen Geräten. Während die Bluetoothverbindung und der Datenaustausch mit dem Notebook problemlos klappte, ließ sich zwar eine Verbindung zu einem Nokia 6230 aufbauen, aber aus unerfindlichen Gründen ließen sich keine Daten austauschen. Die Internetverbindung über EDGE sowie das Aufbauen einer Verbindung mit einem WLAN-Netzwerk laufen schnell und zuverlässig. Praktisch ist, dass das ZN5 vom PC als Massenspeicher erkannt wird, so dass das Austauschen von Dateien auch ohne zusätzliche Software funktioniert. Gerade für die Besitzer älterer Computer ist es bedauerlich, dass das Motorola-Handy über keine Infrarot-Schnittstelle verfügt, was aber bei Handys der neueren Generation keine Seltenheit darstellt.

Zum Bedauern mancher Autofahrer hat das Motorola ZN5 weder eine Sprachsteuerung, noch einen Sprachspeicher mit an Bord. Eine Freisprecheinrichtung ist allerdings vorhanden und kann während des Gespräches mit der Optionstaste aktiviert werden. Leider ist die Freisprechfunktion auf beiden Seiten sehr leise. Zwar versteht man seinen Gesprächspartner in ruhiger Umgebung gut, ist es dann aber, wie zum Beispiel im Auto, mal etwas lauter, wird es damit schon schwieriger. Möchte man einmal nicht, dass der Gesprächspartner mithören kann, was in der eigenen Umgebung geredet wird, lässt sich das Mikrofon während eines Gespräches mit der rechten Softtaste stumm schalten. Im MotoZine ZN5 lassen sich verschiedene Profile einstellen. Dabei ist es hier nicht, wie bei vielen anderen Mobiltelefonen so, dass bereits Profile vorgegeben sind, sondern es können Daten wie: Signaltyp Anrufsignal, Ruftonlautstärke, Tastenlautstärke, Wiedergabelautstärke, Mailbox Signal, Nachrichten-Signal, Email-Signal, Terminerinnerung und die Optionen für entgangene Nachrichten, unter verschiedenen Registerkarten eingestellt und mit einem eigenen Profilnamen benannt werden.

Auf die im Telefonbuch gespeicherten Kontakte kann man ganz einfach über einen der Schnellzugriffspunkte auf dem Standby-Bildschirm zugreifen. Hier hat man die Wahl zwischen Anzeige auf der Simkarte und dem Telefon, oder beides jeweils einzeln. Speichert man die Kontakte auf dem Telefon, gibt es viele zusätzliche Eintragungsmöglichkeiten: Vorname, Nachname, Mobil, Zuhause, Büro, E-Mail, Adresse, Signal-ID, Nachrichten-ID, Bild-ID, Notizen, Geburtstag, Jahrestag, Firma und Titel, lassen sich auch noch durch weitere, eigene Eintragungen ergänzen. Unter „Optionen" kann festgelegt werden, ob man dem Kontakt eine Nachricht senden, eine Nachrichten oder E-Mailliste an mehrere Kontakte erstellen,die Kontaktdaten bearbeiten, einen Kontakt löschen, Kontakte aus dem Datei-Manager importieren möchte, verschiedene Filtereinstellungen zur Ansicht der Kontakte angelegt werden sollen oder ob man eine neue Registerkarte für einen Kontakt anlegen möchte. Das Icon „Tools" steht bei dem ZN5 Pate für den „Organizer". Hier hat man Zugriff auf einen Datei-Manager, mit dem sämtliche auf dem Telefon gespeicherten Dateien verwaltet werden können. Neben den obligatorischen Musik- Video- Sprachaufnahme- Dokumenten- oder Bilderordnern, gibt es auch einen Ordner für unterkannte Dateien.

Der Kalender im Organizer kann in einer 5-Tages-, 6-Tages- Wochen- oder Monatsansicht wiedergegeben werden.
Hier lassen sich Termine zu selbstgewählten Anlässen erstellen, an die mit Alarmsignalen erinnert werden kann, wenn der Nutzer das so möchte. Damit der Nutzer des ZN5 nicht verschläft, hat das Handy natürlich auch einen Wecker mit an Bord.  Schön ist hier, dass im Gegensatz zu vielen anderen Motorola-Handys, bei aktiviertem Wecker, ein Weckersymbol im Standby-Display angezeigt wird. E-Mailzugang und SyncML befinden sich ebenso unter dem Optionspunkt „Tools" wie ein praktischer Taschenrechner, eine Aufgabenliste und eine Notizfunktion. Im Download-Manager kann man nachschauen, welche Dateien durch welche Verbindung auf das Handy heruntergeladen wurden. Wer wissen möchte, wie spät es anderswo auf der Welt ist, findet in den Tools auch eine Weltuhr, die gleichzeitig die Uhrzeit an drei Orten auf der Welt anzeigt. Zur Auswahl der Orte gibt es eine Weltkarte.

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Das Mobiltelefon ist in der Lage, Uhrzeit und Datum per Auto-Update festzulegen, eine Zeitzone zu speichern, die Uhrzeit im 24- oder 12- Stundenformat anzuzeigen, verschiedene Datumsformate festzulegen oder Sommerzeitdetails anzuzeigen. Dort kann man nachschauen, ob und wann die Uhr nun eine Stunde vor- oder zurückgestellt wurde oder wird. Das MotoZine ZN5 ist seriell mit den Spieleklassikern „Tetris" und Jamdat Sudoku" ausgestattet. Die Spiele im 3D-Format laufen beide ohne Ruckler und werden angenehm farbig und klar dargestellt. Um den Download von noch mehr Spielspaß zu erleichtern, steht ShoZu zur Verfügung. Das Mobiltelefon verfügt über ein UKW-Radio, einen Voice Recorder für Sprachmemos und einen MP3 Player der Musik und Töne im AAC, AAC+, AMR-NB, MIDI, MP3, WAV und WMA abspielen kann. Außerdem hat der Nutzer die Möglichkeit, auf seinem Handy Videos und Bilder im H.236 und MPEG4, sowie 3GP- BMP-, GIF- oder JPEG- Format anzuschauen. Sowohl MP3-Player als auch Videoplayer werden direkt über die wiederzugebenden Video- oder Musikdateien in der Bibliothek angesteuert. Die Wiedergabefunktionen „Play, Stop, Pause, nächster/letzter Titel" des MP3-Players sind von ihren Symbolen her so dargestellt wie bei einem herkömmlichen CD-Player. Die Navigationstaste ist mit diesen Funktionen belegt. Wird ein Musikclip an einer Stelle durch „Pause" unterbrochen, kann er an der selben Stelle wieder durch „Play" gestartet werden. Zwischen den einzelnen Stücken lässt sich hin- und herschalten. Am oberen Displayrand werden Interpret und Titel angezeigt.

Die linke Softtaste ist mit den Optionen des MP3-Players belegt. Hier lassen sich die Eigenschaften der einzelnen Clips anzeigen, Stücke entfernen, per Nachricht, Bluetooth oder E-mail versenden, in zufälliger Reihenfolge wiedergeben oder einer Playliste hinzufügen. Der MP3-Player verfügt über einen Equilizer mit folgenden Einstellungsmöglichkeiten: Klassik, Country und Western, Techno, Lateinamerikanisch, Pop, Reggea, Rock, Treble Boost und Vocal Boost. Eine automatische Wiederholung kann ebenso eingestellt werden wie ein Raumklang und Bass Boost. Optional lässt sich die Bedienungsleiste so einstellen, dass sie auch auch während des üblichen Handybetriebes am unteren Displayrand angezeigt wird. In der Musikbibliothek kann der Nutzer kürzlich abgespielte Clips oder alle Lieder wiederholen lassen, eine Zufallswiedergabe aktivieren, Playlisten erstellen oder sich die Musik nach Künstlern, Alben, Genres oder Komponisten anzeigen lassen. Der Videoplayer kann Videos über das gesamte Display wiedergeben. Die Wiedergabe ist hier sauber und ruckelfrei. Im Video-Wiedergabemodus stehen für die Audiowiedergabe ein Raumklang und Bass Boost zur Verfügung. Die Musikwiedergabe über das ZN5 ist gut, der Ton ist klar und deutlich, könnte allerdings etwas lauter sein. Schon ganz anders tönt das MotoZine ZN5, wenn man das beiliegende Headset benutzt, hiermit lassen sich die Musikclips in ihrer ganzen Klangfülle genießen.

Motorola MotoZine ZN5
 

Nicht sehr klein, aber trotzdem fein. Das MotoZine ZN5 hat alles an Bord, was der zeitgemäß anspruchsvolle Handynutzer so braucht. Für den Businesskunden ist das ZN5 ebenso geeignet wie für denjenigen, der unterwegs neben der Telefonfunktion eine Kamera oder einen MP3-Player zu schätzen weiß. Zwar nicht das größte Gamer-Handy, bietet das Mobiltelefon seinem Besitzer aber dennoch einen guten Spielespaß. Lediglich bei der Bedienbarkeit des Tastenfeldes hätte Motorola sein Augenmerk etwas mehr auf Bedienerfreundlichkeit, anstatt auf die hübsche Optik richten können. Wer also ein edel anzusehendes und funktionelles Mobiltelefon sucht, das nicht gerade minimalistisch klein sein muss, ist mit dem MotoZine ZN5 wirklich gut bedient!

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