Test des Motorola MotoRIZR Z3

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Endlich gibt es Eleganz zum Schieben auch von Motorola. Mit dem MOTORIZR Z3 bringt Motorola sein erstes Slider-Handy auf den Markt – optisch überzeugt es durch seine mattblau schimmernde Softtouch-Oberfläche auf den ersten Blick. Mit seinen gerade einmal 16 Millimetern ist es flacher als die meisten anderen Schiebe-Handys und anerkennende Blicke sind einem durch das schicke Luxus-Design sicher. Das MOTORIZR Z3 möchte aber auch durch seine Funktionalität überzeugen. So ist der kompakte Slider mit einer 2 Megapixel-Kamera, einem Music-Player und einer Bluetooth-Schnittstelle ausgerüstet. Ob das MOTORIZR Z3 tatsächlich ein „Fist Class Slider“ ist, der innovatives Design mit höchster Funktionalität vereint, soll der folgende Testbericht zeigen.Test des Motorola MotoRIZR Z3-2Die Verpackung des Motorizr Z3 fällt ähnlich extravagant aus, wie das Luxustelefon selber: Ein edel wirkender schwarzen Kartonschuber, auf dem das Handy in der Frontal- und Seitenansicht in Originalgröße abgebildet ist. Auf der Rückseite sind in sechs Sprachen einige technische Daten zum Telefon und dem optionalen Zubehör. Allerdings erweist sich das Öffnen des Kartons als nicht ganz so einfach. Könnte man aufgrund des nachgeahmten Slider-Formats vermuten, dass man den Karton einfach nach oben hin aufschieben kann, führt ein solcher Versuch unweigerlich dazu, dass man den Karton zerreist. Deshalb hier der Trick: der Karton lässt sich aufschieben, wenn man ihn von oben (hier befindet sich auch das Label mit der IMEI-Nummer) einschiebt. Jetzt öffnet sich der Karton ein stückweit nach unten, und man kann das Handy und das darunter befindliche Zubehör entnehmen.

Der Umfang des Zubehörs ist für ein Handy, das auch gehobenen Multimedia-Ansprüchen gerecht werden will, nicht angemessen. Neben dem Ladegerät sind im Lieferumfang der Standard-Akku BC50 (720mAh; Li-Ion), ein USB-Datenkabel, ein kabelgebundenes Stereo-Headset, eine deutsche Bedienungsanleitung, die Garantiebedingungen, eine Schnellanleitung und eine Software-CD (Motorola Phone Tools, Version 4) enthalten. Wünschenswert wäre vor allem eine MicroSD-Speicherkarte mit passendem SD-Adapter, eine Zugabe, die teilweise selbst in Prepaid-Handys wie dem V980 noch dabei war. Auch Luxus-Lifestyle-Zubehör, wie ein Gürtelclip, eine Trageschlaufe oder gar eine Ledertasche sucht man in der Verpackung vergeblich. Hier war Motorola beispielsweise bei seiner Erfolgs-RAZR-Serie wesentlich großzügiger.

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Test des Motorola MotoRIZR Z3-5Der Zusammenbau des Handys breitet keinerlei Probleme. Unkompliziert lassen sich zunächst die Simkarte und gegebenenfalls auch eine MicroSD-Speicherkarte unter die hierfür vorgesehenen Halterungen schieben. Danach kann man den Akku von links oben einhaken. Idealerweise hat Motorola das Motorizr Z3 so konstruiert, dass man die MicroSD-Speicherkarte unabhängig vom Akku einsetzen und entnehmen kann.

Die Spaltmaße sind minimal gehalten und schützen gegen eindringenden Staub und Schmutz. Einen erstklassigen Eindruck macht auch der straffe und kaum hörbare Schiebemechanismus des Sliders. Komfortabel lässt sich das Handy – egal ob offen oder geschlossen – auch einhändig bedienen. Unter dem Display befindet sich zudem eine leicht hervorstehende Schiebeleiste, mittels derer man den Slider bequem aufschieben kann, ohne lästige Fingerabdrücke auf dem Frontdisplay zu hinterlassen.

Einzig der Plastikverschluss für USB-, Kopfhörer- und Ladekabelsteckplatz auf der rechten Seite unten wirkt etwas wackelig. Das Verbummeln dieses Verschlussnippels ist bei diesem Patent leider vorprogrammiert. Pluspunkt hingegen ist der Mini-USB-Steckplatz selbst. Headset, USB- und Ladekabel lassen sich leicht anstecken und viel wichtiger: sie halten auch. Direkt über dem Mini-USB-Steckplatz befindet sich die Kamerataste und ganz rechts oben die Sprachbefehltaste. Auf der linken Seite sind die Lautstärketasten und eine Smart-Taste. Letztere ist mit dem Signale-Menü belegt, kann aber praktischer Weise auf eine beliebige Menüfunktion umgestellt werden. Mit einem Gewicht von 115 Gramm gehört das Motorizr Z3 zwar nicht mehr in die Kategorie „Fliegengewicht“, überzeugt aber durch seine knapp 16 Millimeter Tiefe, und eignet sich dadurch auch für das Tragen in Hemd- und Hosentasche. In der Mitte oben befindet sich eine Öse für eine Trageschlaufe oder den bei Frauen in Mode gekommenen Svarovski-Anhänger. Letzterer würde optisch perfekt zu der edlen mattblauen Softtouch-Oberfläche passen.

Test des Motorola MotoRIZR Z3-6Das Material sorgt für ein angenehm griffiges Gefühl in der Hand und ist darüber hinaus stoß- und kratzfest. Optisch knüpft Motorola mit dem Motorizr Z3 ganz klar an die Designlinie der Razr an. So erinnert das breite Bodenteil am unteren Rand und der längliche Lautsprecher am oberen Rand an die erfolgreichen Klappenhandys. Allerdings ist das Motorizr Z3 wesentlich schlanker, und die abgerundeten Kanten geben dem Gerät einen weicheren Touch.

Die Kamera und das Kameralicht befinden sich oben auf der Rückseite des Sliders. Zwar hat man hier keine Abdeckmöglichkeiten zum Schutz, aber die Aussparung im Akkudeckel führt dazu, dass beides leicht tiefer gelegt ist. Auf dem Akkudeckel, der etwa drei Viertel der Rückseite einnimmt, sticht einem in Silber das Firmenlogo entgegen. Im untersten Viertel befindet sich schließlich der längliche Lautsprecher. Auch beim Tastenmodell hat Motorola auf alt Bewährtes zurückgegriffen.

In der flachen Metalltastatur sorgen dünne, blau beleuchtete Silikonlinien dafür, dass man die Tasten klar voneinander abgrenzen kann. Überdies ist die 5 mit Silikon nachgezogen und bildet damit einen ausreichend deutlichen Orientierungspunkt für „Blind-SMS“-Schreiben. Der Tastendruck selbst ist klar und deutlich und zeugt von einer wertigen Verarbeitung. Im geschlossenen Zustand stehen einem neben dem zentralen Navikey (Fünf-Wege-Navigationstaste) auch die beiden Softkey-Tasten, die Browsertaste, die Korrekturtaste (c) sowie die grüne und rote Funktionstaste zur Verfügung. Sie sind rechts und links um den Navikey angeordnet. Auf den vier Richtungen des Navikeys befinden sich beleuchtete Markierungspunkte und vorbildlich hebt sich die Auswahltaste in der Mitte vom Rest ab. Sie ist durch einen beleuchteten Ring vom Rest des Navikeys abgegrenzt und eine unterschiedliche Materialoberfläche macht ein zielsicheres Bedienen möglich.

Test des Motorola MotoRIZR Z3-7Während die Mitte des Navikeys direkt ins Hauptmenü führt, können die anderen Richtungen (links, oben, rechts, unten) genauso wie die beiden Softkey-Tasten und die Smart-Taste über Einstellungen/Personalisieren/Home Screen/Softkeys mit jeder beliebigen Menüfunktion belegt werden. Solche Schnellzugriffsfunktion erleichtern einem den täglichen Umgang mit dem Handy, und auf diese Art kann man das Motorizr Z3 nahezu komplett im geschlossenen Zustand nutzen.

Einstellungssache ist, ob die Kamera- oder Audiofunktionen beim Schließen des Sliders weiterlaufen sollen, oder nicht. Hierzu hat man unter Einstellungen/Grundeinstellung/Slider geschlossen/ die Wahl zwischen Aufgabe fortführen oder Aufgabe beenden. Unverzichtbar bei einem Slider ist natürlich die Möglichkeit, das Tastenfeld und die Seitentasten zu sperren. Voreingestellt ist eine automatische Sperre, bei der man zusätzlich über Einstellungen/Sicherheit/Tastatursperre/Timer eine Zeitverzögerung (zwei, vier oder acht Sekunden) einstellen kann. Das Entsperren ist eine Tastenkombination von rechter und linker Softkey-Taste. Bei eingehenden Anrufen braucht man sich darum allerdings nicht zu kümmern, da sich in diesem Fall das Tastenfeld von selbst entsperrt.

Test des Motorola MotoRIZR Z3-8Das Tastenfeld ist sowohl im Hellen als auch im Dunklen gut ablesbar. Vermutet man auf den ersten Blick, das mangels schwacher Kontraste im Hellen Schwierigkeiten bestehen könnten, wird man beim ersten Tastendruck eines Besseren belehrt: jeder Tastendruck aktiviert automatisch die leuchtend blaue Hintergrundbeleuchtung, so dass man alles gestochen scharf sehen kann.

Eine Schwachstelle beim Motorizr Z3 ist hingegen der Vibrationsalarm. In Taschen ohne direkten Körperkontakt kann man ihn praktisch nicht mehr wahrnehmen, und entgangene Anrufe oder Mitteilungen bleiben auf dem dunklen Display verborgen. Allerdings wird man in solchen Situationen durch einen nicht zu überhörenden Signalton darauf hingewiesen. Letzterer hört auch erst auf, wenn man sich den jeweiligen Bericht angeschaut hat. Klingelton und Vibrationsalarm lassen sich gleichzeitig aktivieren.Test des Motorola MotoRIZR Z3-9Ein wirklich verlässlicher Partner ist das Motorizr Z3 im Bereich der Telefonie. Die Empfangsbalken des Quadband-Handys (GSM 850, 900, 1800, 1900 MHz) links oben im Display waren im städtischen Testgebiet in allen vier Netzen (T-Mobile, Vodafone, E-Plus, O2) so gut wie immer komplett vorhanden. Der äußerst selten auftretene, vollständige Verlust des Netzes war hier eindeutig auf Überlastungen oder den Wechsel einer Funkzelle (zum Beispiel beim Übergang in einen U-Bahnhof) zurückzuführen.

Brilliant ist auch die Sprachqualität des Motorizr Z3. Hier hat Motorola es geschafft, den leicht metallischen Klang der Vorgängermodelle komplett zu beseitigen. Störende Hintergrundgeräusche nimmt man kaum war und auch auf der anderen Seite der Leitung wird einem ein klarer und deutlicher Klang bestätigt. Dank der eingebauten Freisprechfunktion lässt sich während eines Gesprächs über die linke Softkey-Taste die Sprachausgabe auf den Aktivlautsprecher lenken. In geschlossenen Räumen kann man auf diese Weise akzeptabel Gespräche führen. Dass man im Strassenverkehr lieber auf das – übrigens auch sehr gut klingende – Headset oder ein Bluetooth-Headset zurückgreifen sollte, versteht sich von selbst.

Wirklich überraschend war beim MOTORIZR Z3 die Standby- und Gesprächszeit. Die angegebenen 400 Minuten Gesprächszeit und 350 Stunden Standbyzeit werden bei normaler Nutzung des Geräts natürlich nicht erreicht, aber fünf Tage kann man sich, bei mäßiger Nutzung der Multimedia-Tools, durchaus auf den Akku verlassen. Kleine Energiespartricks sind das Einstellen einer beschränkten Beleuchtungsdauer (60 Sekunden, 40 Sekunden, 20 Sekunden) unter Einstellungen/Grundeinstellung/Beleuchtung oder der integrierte Flugzeugmodus, wenn man nur Musik hören möchte (Einstellungen/Flugzeugmodus).Test des Motorola MotoRIZR Z3-10So ist es vor allem das hell leuchtende Display, welches beim Motorizr Z3 die Akkuenergie verbraucht. Mithin wird man dafür aber durch eine sensationelle Farbbrillanz entschädigt. Das TFT-Farbdisplay ist mit einer 262.144-Farbkomponente ausgestattet und hat eine Auflösung von 176×220 Pixel. Dank der TFT-Technologie führen Abweichungen von der senkrechten Position zu keinen nennenswerten Sichteinbußen, und die Displaymotive sind aus unterschiedlichen Winkeln gut erkennbar. Dies gilt im übrigen auch für direkte Sonneneinstrahlung, was im Test dank des sonnigen Winters überprüft werden konnte.

Das Motorizr Z3 hat eine Kamera mit einer Auflösung von 2 Megapixel und verfügt zusätzlich über ein helles Kameralicht, dass auch dunklere Umgebungen perfekt ausleuchtet. Dementsprechend gut ist die Bildqualität der Fotos und Videoclips. Die Farben der Aufnahmen wirken sehr realistisch, und die Tonqualität der Videos klingt auch bei voller Lautstärke gut.

Test des Motorola MotoRIZR Z3-11Nahezu alle Funktionen der Kamera können über den Navikey bedient werden. Besitzer von Razr-Modellen finden hier viel Bekanntes. Der Digitalzoom kann maximal auf eine 8-fache Vergrösserung eingestellt werden. Bereits ab der 4-fachen Vergrößerung werden die Motive aber, vor allem bei Nahaufnahmen, stark pixelig. Ein Digitalfilter (Stil) ermöglicht Aufnahmen in den Varianten Farbe, Schwarz/Weiss, Bläulich, Antik, Rötlich, Grünlich sowie Negativ, und die Belichtungsstärke (Belichtung) hat eine Spannweite von -2 bis +2. Der Weißlichtabgleich schließlich erfolgt über den Menüpunkt Lichtverhältnisse (Automatisch, Sonnenschein, Bewölkt, Innen/zuhause, Innen/Büro, Nacht).

Einzig die Bildgröße muss man über das Kontextmenü einstellen. Über die linke Softkeytaste (Optionen/Kameraeinstellungen) hat man hier die Wahl zwischen Groß (1600X1200), Mittel (1280X1024), Gering (480X640) und Gering (240X320). Bei der Videokamera (Optionen/Videokameraeinstellungen) ist eine maximale Auflösung von 352X288 (Groß) Pixel möglich. Das Auslösen eines Bildes dauert ca. eine Sekunde, leider sind Serienaufnahmen nicht möglich. Die gemachten Bilder werden bei nochmaligem Drücken der Auslösetaste automatisch im Ordner Multimedia/Bilder im JPEG-Format, die Videoclips im Ordner Multimedia/Videos im 3GP-Format abgespeichert.

MotoRIZR Z3 - beim Fotografieren

Für Fotos und Videoclips steht einem der variable Speicher des Geräts in Höhe von ca. 20 Megabyte zur Verfügung. Dieser variable Speicherplatz wird allerdings auch mit Musik, MMS, E-Mail und sonstigen Dateien belegt, und ist deshalb absolut unzureichend. Abhilfe schafft hier lediglich das, mit Kosten verbundene, Aufrüsten mit einer MicroSD-Speicherkarte. Bis zu einer Kapazität von einem Gigabyte kann die Software des Motorizr Z3 verwalten. Neben der bloßen Aufnahme von Bildern, hat man auch Möglichkeiten zur Bildbearbeitung und –komposition. Mittels der linken Softkey-Taste (Optionen/Bearbeiten) kann man Helligkeit, Kontrast und Schärfe verändern. Ferner lassen sich die Bilder Drehen, Spiegeln, mit einem Rahmen versehen oder die Effekte Farbe, Sepia, Negativ, Schwarz/Weiß, Rötlich, Grünlich und Bläulich hinzufügen. Allerdings muss man hierzu die Bildgröße auf 300X400 beschränken.

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Wirklich Neues bringt das Motorizr Z3 in punkto Bedienung und Menüführung nicht. Die mittlerweile – nicht nur bei Motorola – standardmäßige Gitteransicht enthält neun Menüpunkte des Hauptmenüs. Wahlweise kann auch über Einstellungen / Personalisieren / Hauptmenü eine Listenansicht ausgewählt werden. Die einzelnen Menüpunkte sind bildlich dargestellt, und erfreulicherweise verbirgt sich hinter den Piktogrammen auch, was man dahinter vermutet. Zeit, endlich das alte Vorurteil, Motorola hätte eine schwierige Menüführung, zu begraben. Bevor die wichtigsten Menüfunktionen weiter beschrieben werden, hier eine Übersicht:

Telefonbuch
Letzte Anrufe
Nachrichten: Neue Nachricht, Eingang, Ausgang, Entwürfe, Mailbox, Email, Cell Broadcast, WAP Nachrichten, Vorlagen
Tools: SIM-Dienste, Rechner, Kalender, Wecker, Anrufdienste, Aktivierungsliste
Games & More
WAP Menü: Browser, Bookmarks, Google Search, Gespeicherte URLs, History, URL aufrufen, Browser Setup, WAP Profile
Multimedia: Sounds, Voice Record, Bilder, Kamera, Videos, Videokamera
Verbindung: Bluetooth-Verbindung, USB Einstellungen, Motosync
Einstellungen: Personalisieren, Signale, Anrufumleitung, Gesprächsoptionen, Grundeinstellung, Telefonstatus, Headset, KFZ-Einstellungen, Flugmodus, Netz, Sicherheit, Java Setup

Die jeweiligen Untermenüs sind nicht rein textbasiert, sondern auch hier ermöglichen einem kleine Piktogramme ein intuitives Bedienen. Die Bedienung selbst erfolgt komfortabel über den Navikey. Insgesamt hat sich Motorola bemüht, dass Menü des Motorizr Z3 „schlank“ zu halten. Trotzdem ist besonders der Menüpunkt Einstellungen relativ umfangreich. Abhilfe bieten hier die bereits weiter oben beschriebenen Schnellzugriffsfunktionen, die einem den täglichen Umgang mit dem Handy sehr erleichtern. So würde man das Schreiben einer neuen SMS normalerweise erst durch viermaliges Drücken der linken Softkey-Taste und zwei Navigationsschritte nach rechts oben erreichen. Da sowohl die Schnellanleitung als auch die 127seitige Bedienungsanleitung sehr übersichtlich gestaltet sind, empfiehlt sich in jedem Fall, sich mit den einzelnen Funktionen des Motorizr Z3 vertraut zu machen.

Wer unterwegs schnell mal was wissen möchte, dem hilft unter Games & More „Hilfemoto“ weiter, eine javabasierte Bedienungsanleitung. Leider ist die Schriftgröße für das Menü fixiert und auch die Wählanzeige und die Textanzeige beim Verfassen einer SMS, MMS oder E-Mail lassen sich nicht verändern. Zwar ist die Schrift für „Normalsichtige“ sehr gut lesbar, für die restlichen Nutzer kann eine optional einstellbare Großschrift aber durchaus kaufentscheidend sein.

Das Verfassen von Texten bereitet hingegen keinerlei Probleme. Mittels der #-Taste kann zwischen den verschiedenen Eingabemodi iTAP/Texterkennung (Abc), TAP/keine Texterkennung (Abc), Numerisch (123) und Symbol (@) gewechselt werden. Auf Groß- und Kleinschrift stellt man sich mit der 0-Taste ein. In welchem Modus man sich befindet, wird einem links oben im Display angezeigt. Zu guter Letzt noch ein Tip, wie man ohne weitere Umschaltvorgänge Ziffern in einen Text einfügen kann: hierzu hält man einfach die gewünschte Zifferntaste länger gedrückt. Schreibt man mit iTAP, kann man mittels des Navikeys (unten) zwischen den Wörtern aus der Trefferliste wählen, und gegebenenfalls mittels einer Bewegung nach rechts das erkannte Wort auswählen. Das Schreiben auf dem Handy wird so zum Kinderspiel. Erleichterung bieten einem beim SMS- und MMS Schreiben auch die Auswahl an vorgefertigten Vorlagen für wichtige Alltagssituationen (Danke Schön, Treffen wir uns, Ich liebe dich etc.). Die Problematik des zu geringen internen Speichers betrifft auch die zu archivierenden MMS und E-Mail. „Schreibprofis“ kommen hier um einen externen Speicher nicht herum.

Test des Motorola MotoRIZR Z3-33Etwas ungewöhnlich ist das Schreiben einer MMS. Hier wählt man zunächst Neue Nachricht, um dann über die linke Softkey-Taste (Optionen) auf „Zu MMS ändern“ umzustellen. Ansonsten treten jedoch keinerlei Probleme auf. In der Softwarefassung des Testgerätes waren die MMS-Zugangspunkte lediglich für T-Mobil, Vodafone und E-Plus vorkonfiguriert. Für die Einstellungen von O2 standen deshalb drei Möglichkeiten zur Verfügung. Erstens, man nimmt alle notwendigen Einstellungen „per Hand“ vor: eine zeitaufwendige, nicht zu empfehlende Methode. Zweitens, man lässt sich den MMS-Zugangspunkt per SMS (auch Over-The–Air/OTA genannt) konfigurieren. Drittens hat Motorola bei den Java-Anwendungen (Games & More) ein Tool (Motorola SETUP), mittels dem man sich die Einstellungen für die MMS-Dienste und eine Internetverbindung „online“ holen kann.

Weniger bequem ist die Einrichtung zum Senden und Empfangen von E-Mails. Hier war nichts vorkonfiguriert, so dass man mühsam sämtliche Einstellungen manuell vornehmen muss, wenn der jeweiligen Diensteanbieter keine OTA-Konfiguration für Handys anbietet. Man wählt über die linke Softkey-Taste (Optionen) Setup Email und stellt dort folgende Angaben ein:
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  1. Account Name: frei wählbar
  2. Status: Aktiv
  3. Name: frei wählbar
  4. User-ID: hier gibt man seinen Benutzernamen ein, den man vom Diensteanbieter erhalten hat.
  5. Kennwort: hier gibt man sein E-Mail-Passwort ein.
  6. Absender: hier gibt man die jeweilige E-Mail-Adresse ein.
  7. Web-Sitzung: Der Name der jeweiligen Online-Verbindung (z. B. T-Mobile Internet, Vodafone live!, E-Plus WAP oder TL o2 WAP GPRS)
  8. E-Mail-Provider: Benutzerdefiniert
  9. Protokoll: hier legt man das E-Mail-Protokoll (POP3, IMAP4) fest.
  10. Sender-Host: hier kommt die IP-Adresse oder der Hostname des Mail-Servers rein, der die E-Mail sendet. Diese Angabe bekommt man bei seinem Diensteanbieter.
  11. Sender-Port: ist schon voreingestellt: 25.
  12. Empfänger-Host: hier kommt die IP-Adresse oder der Hostname des Mail-Servers rein, der die E-Mail empfängt. Diese Angabe bekommt man bei seinem Diensteanbieter.
  13. Empfänger-Port: Die Port-Nummer ist schon voreingestellt: 110 (POP3) bzw. 143 (IMAP4).

Schade, dass die Bedienungsanleitung hierzu schweigt. Erfreulich dagegen wieder die Sprachauswahl der Original-Softwareversion. Insgesamt stellt Motorola hier insgesamt acht Sprachen (Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch, Türkisch und Portugiesisch) fürs Menü zur Verfügung. Auch in Bezug auf die Klingeltöne kann sich das Gerät sehen lassen. Hier ist die Verwendung von echten Musik- und Klangaufnahmen im MP3-Format möglich.Test des Motorola MotoRIZR Z3-35Möchte man sich beispielsweise seinen Lieblingssong vom PC auf das Handy laden, hat man zum Verbinden zwei Möglichkeiten: via Bluetooth oder mit dem mitgelieferten USB-Datenkabel. Beide Übertragungsarten funktionieren gut, bis auf das Manko, dass der PC lediglich die MicroSD-Speicherkarte als Datenträger erkennt. Um den Kauf eines solchen externen Speichers, kommt man aber ohnehin nicht herum. Die Verbindung mit einem Bluetooth-Headset funktioniert tadellos. Mühelos lassen sich zum Beispiel auch Bilder oder Songs via Bluetooth an andere Geräte versenden. Über die linke Softkey-Taste (Option) wählt man einfach Senden/via Bluetooth, und die jeweilige Datei wird problemlos übertragen. Schließlich ist mit Hilfe der Mobile Phone Tools (4.0) auch der automatische Abgleich von Termin- und Kontaktdaten mit dem PC gelungen. Zusätzlich besteht hier die Möglichkeit, über Verbindung/Motosync/Active Sync einen Abgleich über ein Exchange-Konto zu realisieren. So kommt man zwar auch ohne PC an die notwendigen Daten, aber diese Variante ist mit Nerven (beim Einrichten) und Kosten (für die Datenübertragung) verbunden.

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Ein echtes „Highlight“ ist beim Motorizr Z3 die Klangqualität des integrierten Music-Players. Er verbirgt sich hinter Games & More/Digital Audio Player. Die grafische Darstellung des Digital Audio Players ist nicht besonders anspruchsvoll. Dafür ist der Funktionsumfang ausreichend. Es besteht die Möglichkeit, sich Playlisten zu erstellen und Songs können nach Titel, Alben, Künstler und Genres geordnet werden. Der Digital Audio Player erkennt Songs folgender Formate: MIDI, MP3, AAC, AAC+ und AAC+ enhanced. Schwachstellen des Digital Audio Player sind hingegen die mangelhafte Größe des internen Speichers und die fehlende Möglichkeit, den java-basierten Player in den Hintergrund zu schalten.

Im Gegensatz zum kärglichen internen flexiblen Speicher, ist der Speicher für das Adressbuch, mit seinen 1000 möglichen Einträgen, ausreichend groß bemessen. Man hat die Möglichkeit jedem Kontakt den Vornamen, Nachnamen, Nicknamen, eine Mobil-, Heim-, Büro-, Fax-, Pager- und Sonstige Nummer, eine E-Mail-Adresse, eine Homepage-Adresse, eine Postadresse, ein Bild, einen individuellen Klingelton (Rufton-ID) und den Geburtstag hinzuzufügen. Schließlich können auch noch unterschiedliche Anrufergruppen gebildet werden. Den vorinstallierten Gruppen Allgemein, Büro, Privat und VIP kann man über die linke Softkey-Taste (Optionen/Kontakte verwalten/Kategorien bearbeiten) neue Kategorien hinzufügen.

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Insgesamt genügt der Organizer (Tools/Kalender) auch gehobeneren Ansprüchen. Man hat die Wahl zwischen einer Monats-, Wochen- und Tagesansicht und kann neben dem Termintyp (Privat, Besprechung, Verabredung, Geburtstag, Jahrestag, Telefonanruf, Urlaub, Feiertag, Entertainment, Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Erziehung, Reise, Party), Start- und Endzeit sowie das Start- und Enddatum eingeben. Bei Bedarf kann man auch Wiederholungsoptionen eingeben, für bestimmte Ereignisse einen Alarm einstellen und zusätzliche Notizen machen.

Die Java-Engine des Motorizr Z3 basiert auf MIDP2.0 und ein vorinstalliertes Spiel sollen gleich bei Kauf für Unterhaltung sorgen: Block Breaker deluxe das Breakoutspiel von Gameloft in ansprechender Grafik. Das Spiel ist mittlerweile ein Klassiker und ein idealer Zeitvertreib für unterwegs. Auch wenn es im Prinzip bei Block Breaker deluxe nur darum geht, in kürzester Zeit und ohne Ballverlust, alle Steine zu erwischen, hat das Spiel eindeutig Suchtcharakter. Wer daran trotzdem keinen Gefallen findet, der kann sich jederzeit per WAP (kostenpflichtig) weitere Java-Games herunterladen.

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Keine Frage, das Design des Motorizr Z3 macht es zu einem echten Hingucker, und verleiht seinem Nutzer einen Hauch von Luxus. Aber der elegante Slider von Motorola ist nicht nur ein schickes Accessoire, sondern überzeugt auch in technischer und funktionaler Hinsicht. Mit der integrierten 2-Megapixel-Kamera gelingen spontane Schnappschüsse oder Videos garantiert und die Bilder lassen sich direkt auf dem Handy weiterbearbeiten. Der Music-Player überzeugt vor allem durch seine Klangqualität und die Organizer-Funktionen genügen durchaus Business-Ansprüchen, zumal auch der Datenabgleich problemlos klappt. Positiv zu bewerten ist schließlich auch die „kinderleichte“ Bedienung – ein Fortschritt, den man Motorola endlich mal auf breiter Front zu Gute halten sollte. Einziger Wermutstropfen hingegen ist die etwas zu spärliche Ausstattung beim Standardzubehör und der zu kleine interne Speicher.

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