Test des LG Prada II

21 Minuten

LG Electronics Prada II
 

„Haben wir das nicht irgendwo schon einmal gesehen?“, fragt man sich, wenn man das neue LG KF900 Prada in der Hand hält. Und tatsächlich, es sieht seinem Vorgänger, dem LG KE850 Prada auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Einen entscheidenden Unterschied gibt es jedoch schon bei näherem Hinschauen zu entdecken. Das KF900 verfügt über eine vollwertige QWERTZ-Tastatur, die beim Aufschieben des Sliders zum Vorschein kommt. Aber auch bei der inneren Ausstattung hat das neue Prada Phone kräftig zugelegt. UMTS, HSDPA 7.2 und WLAN sorgen für schnelles Surfen im Internet, eine 5-Megapixel-Kamera mit Schneider-Kreuznach Linse rundet das Bild ab. Doch wie bewährt sich die Kooperation zwischen Prada und LG Electronics? Versteckt sich hinter der hübschen Hülle auch ein alltagstaugliches Handy? Das erfahren Sie im Test auf inside-handy.de

LG Electronics Prada II„Edel geht die Welt zugrunde“, sagt ein altes Sprichwort. Denn edel kommt die Verpackung des Sliders wahrhaftig daher. Auf einem würfelförmigen, stabilen schwarzen Karton im Schlangenleder-Imitations-Look prangt der silberne „Prada“- Schriftzug. Unter dem Deckel kommt das schwarze rechteckige KF900 in einer Versenkung zutage. Damit man es leichter aus seinem Bett heben kann, ist darunter ein schwarzer Stoffriemen angebracht. Der Blick fällt beim Abheben der Handyeinbettung auf schwarze Schachteln, welche das reichhaltige Handyzubehör beherbergen. Mit dabei sind: Der Akku, ein USB-Datenkabel, ein Reisenetzteil, ein Prada-Headset mit Ersatzabdeckungen für die Ohrstöpsel, ein Lederetui, ein Displayputztuch, eine Software-CD, eine 1GB-MicroSD-Speicherkarte mit Adapter, eine Kurzanleitung und eine Bedienungsanleitung. Das Headset verfügt über eine kleine Schaltfläche, über die sich direkt die Multimedia-Anwendungen bedienen lassen.

 

LG Electronics Prada II
LG Electronics Prada II
 

Der Auseinanderbau des LG KF900 Prada gestaltet sich einfach und ohne, dass man die Anleitung dafür zur Hilfe nehmen muss. Durch leichten Druck auf den Akkudeckel lässt sich dieser aus seiner Verankerung ziehen. Darunter kommt der Akku zum Vorschein. Auch dieser lässt sich leicht herausheben und gibt den Blick auf den Simkarteneinschub frei. LG Electronics Prada IIDie SIM-Karte steckt unter einem breiten Metallbügel. Die Akkuabdeckung will nicht so ganz mit der ansonsten sehr edlen Gestaltung des Sliders mithalten, denn sie ist aus weichem Plastik und knarzt etwas, wenn man draufdrückt. Ansonsten jedoch zeigt das Handy gemäß der Prada-Linie klassisches Understatement. Die Oberseite ist, bis auf die schmalen silbernen Außentasten, in glattem Schwarz gehalten. Hier erschließt sich, wozu das mitgelieferte Putztuch gedacht ist, denn wer sein Handy fingertapsenfrei halten möchte, braucht dieses unbedingt zum Polieren der glatten Oberfläche. Über dem großen Display des Sliders wiederholt sich der silberne Prada-Schriftzug, den wir schon auf der Verpackung bewundern konnten.

Auch die Rückseite ist komplett in schwarz gehalten. An der Oberseite befindet sich die kleine Kameralinse mit Blitz und Portraitspiegel. Seitlich ist der Slider mit einem silbernen Metallrahmen gestaltet, in den auf der linken Seite die silberne Lautstärke-Wipptaste und auf der rechten Seite von unten nach oben die silberne Kamera-Taste, eine silberne Multitasking-Taste, die Sperr/Entsperr-Taste und der ebenfalls silberfarben abgedeckte MicroSD-Speicherkartenslot eingebettet sind. An der Oberkante des Sliders sieht man den Anschluss für Ladegerät und Headset. Auch dieser ist mit einer silberfarbenen Abdeckung versehen. Das Handy verbirgt eine vollwertige QWERTZ-Tastatur, die erst bei aufgeschobenem Slider sichtbar wird. Mit seinen rechteckigen Maßen von 104.5 x 54.0 x 16.7 mm und 130 g Gewicht, liegt das LG Prada zwar schwer, aber dank abgerundeter Ecken trotzdem angenehm in der Hand. Haptisch bietet es einen Mix aus sich warm anfühlendem Plastik und Plexiglas und kühlen Metallelementen.

LG Electronics Prada IIDer Slider lässt sich leicht mit einer Hand öffnen, neigt jedoch dazu, auch bei der Bedienung der Außentasten ungewollt ein kleines Stückchen aufzugleiten. Da die Oberseite des Sliders komplett mit Plexiglas abgedeckt und die Einschübe für MicroSD-Speicherkarte und Netzteil mit Metallabdeckungen versehen sind, hat Staub hier keine Chance einzudringen. Die Spaltmaße sind lediglich an der Aufschubseite des Sliders so hoch, dass hier auf die Dauer Staub in die Tastatur eindringen könnte. Der Steckplatz für Netzteil und Headset hätte etwas tiefer ausfallen können, denn so wackeln die Anbauteile während des Gebrauches leicht hin und her. Das Layout sowohl der Außen- als auch der QWERTZ-Tastatur ist wie das übrige Handy auch, angenehm schlicht gehalten. Auf einem schmalen silbernen Metallstreifen unter dem Display des Sliders befinden sich Anruf-, Lösch- und Gesprächsende/ Aus-Taste. Alle drei haben einen guten Druckpunkt, sind zwar schmal aber ausreichend breit, um sie auch mit dickeren Fingern gut bedienen zu können. Da die Tasten der QWERTZ-Tastatur einzeln in den silbernen Untergrund eingelassen sind und sich von diesem leicht abheben, ist die Bedienung dieser Tastatur sehr komfortabel. Weiß man nach einiger Übung, wo sich die einzelnen Tasten befinden, lassen sich SMS und auch E-Mails schnell über diese Tastatur eingeben. Ob man dieses „blind“ zustande bringt, hängt sicherlich von Übung und Gewohnheit ab.

LG Electronics Prada IIDie klassische numerische Tastatur vermisst man beim LG Prada nicht, denn wenn man die Anruffunktion des Handys über das Display mit Touchfunktion aufruft, erscheint hier ein großes Nummernfeld, das bequem über Berührung mit den Fingerspitzen bedient werden kann. Der Vibrationsalarm des Sliders ist gut in Hosen- und Jackentasche spürbar, gibt jedoch auch ein leises Summen von sich. Wahlweise kann er an- oder abgeschaltet oder dem Klingelton hinzugeschaltet werden. Berührungen des Touchscreen quittiert das Handy auf Wunsch mit kurzer Vibration.

LG Electronics Prada IIWährend eines Gesprächs mit dem LG KF900 Prada wird man vom Gegenüber gut und klangecht gehört, während der Gesprächspartner leicht gedämpft klingt. Die Lautstärke ist über die seitliche Wipptaste während des Gespräches regelbar, so dass diese auch beim Telefonieren an lauteren Orten ausreicht, um den Gesprächspartner gut verstehen zu können. Der Empfang über gängige Handynetze wie D2 oder E+ war im Test durchgehend sehr gut. Für die Standbyzeit werden vom Hersteller 400 Stunden im 2G-Bereich und 400 Stunden im UTMS-Netz angegeben. Im Test lag das LG Prada weit darunter, was jedoch am noch untrainierten Akku liegen kann. Für die Sprechzeit gibt LG 210 Minuten im 2G-Bereich, 180 Minuten im UMTS-Netz und 120 Minuten für Videotelefonie an.

Der SAR-Wert des KF900 beträgt 1,550 W/kg.

LG Electronics Prada IIDas LG KF900 Prada verfügt über ein 3-Zoll-TouchscreenDisplay. Das Display gibt Farben brillant und kontrastreich wieder. Ein Sensor ermöglicht das Navigieren durch Menüs durch bloße Berührung mit dem Finger. Hierbei muss kein Druck ausgeübt werden. Das funktioniert auch bei Slide-Funktionen wie dem Scrollen durch Menülisten sehr gut. Lediglich das Auf- und Abscrollen in Listenmenüs erfordert einige Übung. Bei Sonneneinstrahlung geht die glänzende Optik des Sliders auf Kosten der Ablesbarkeit. Auch in geschlossenen Räumen reicht sich in dem Display spiegelndes Außenlicht aus, um das Ablesen der Anzeige fast unmöglich zu machen. Bei Dunkelheit oder indirekter Lichteinstrahlung kann die Displaydarstellung jedoch punkten. Dass die Symbole der Außentasten von unten rot und die QWERTZ-Tastatur weiß beleuchtet werden, erleichtert die Arbeit mit dem Handy in dunklen Räumen. Die Beleuchtungsdauer des Displays kann in vier Stufen zwischen 10 und 60 Sekunden eingestellt werden. Dieses funktionierte im Test jedoch nicht fehlerfrei. Trotz Einstellung auf 60 Sekunden dimmte sich das Display innerhalb von ca. 16 Sekunden ab, und schaltete die Beleuchtung nach 20 Sekunden ganz ab. Dieses passiert, wenn die Tastatursperre in einem kürzeren Zeitmodus eingestellt ist, als die Beleuchtungsdauer. Die Beleuchtungsdauer passt sich dann der Tastatursperre an. Um die Displayhelligkeit den äußeren Gegebenheiten anzupassen und Strom zu sparen, ist diese in fünf Stufen zwischen 20 und 100 Prozent einstellbar.

Werkseitig ist ein schwarzes Telefonschema im LG Prada eingestellt. Wer das zu dunkel findet, kann es jedoch auf weiß umstellen. Bei der Begrüßung und Verabschiedung wird eine Prada-Animation gezeigt, dieses lässt sich nicht ändern. Möchte man auf eine bestimmte Art von seinem Telefon begrüßt werden, kann man jedoch einen Text für eine Grußnachricht eingeben. Im LG KF900 Prada ist eine 5-Megapixel-Kamera mit Schneider-Kreuznach-Linse verbaut. Die Kamera hat einen 4-fach-Zoom und Autofokus. Zum Fotografieren bringt man das Handy ins Querformat. Das Display fungiert als Sucher. Diese Aufgabe erfüllt es recht gut. Der Bildausschnitt auf den geschossenen Fotos entsprechen der Anzeige im Sucher. Als Auslöser dient die Kamerataste. Die Kamera löst nach der Feineinstellung durch den Autofokus in weniger als einer Sekunde aus und ist nach nochmaligem Druck auf die Kamerataste sofort wieder bereit für die nächste Aufnahme. Im Kameramodus werden auf der linken und rechten Displayseite schwarze Streifen angezeigt, die bei Berührung des Displays den Blick auf die Einstellungsmöglichkeiten freigeben. Auf der linken Seite können allgemeine Einstellungen vorgenommen werden:

  • Belichtung 
  • Größe (2560×1920, 2048×1536, 1600×1200, 1280×960, 640×480, 320×240)
  • Farbeffekt (Aus, Schwarzweiß, Negativ, Sepia)
  • Weißabgleich (Automatisch, Kunstlicht, Sonnig, Leuchtstoff, Bewölkt)
  • Makro (Ein, Aus)
  • Selbstauslöser (Aus, 3 Sekunden, 5 Sekunden, 10 Sekunden)
  • ISO (Automatisch, ISO 800, ISO 400, ISO 200, ISO 100)
  • Qualität, (Superfein, Fein, Normal)
  • Kamera innen (für Selbsaufnahmen)
  • Speicher (Speicherkarte, Telefonspeicher)
  • Bildstabilisierung (Ein, Aus)
  • Fokus (Ein, Aus)
  • Auslösergeräusch (Ton1, Ton2, Ton3)
  • Rasteransicht (Aus, Fadenkreuz, Gitterlinie)
  • Galerie
  • Blitz (automatisch, immer ein, immer aus, bei Aufnahme)
  • Aufnahmemodus (normales Bild, Serienaufnahme – drei, sechs, neun – , Panorama)

LG Electronics Prada IIDie Fotos werden im JPEG-Format aufgenommen. In der Panoramafunktion wird die Bildgröße automatisch auf 640×480 Pixel eingestellt. Der Zoom arbeitet auch bei höchster Bildgröße und ist am unteren Displayrand durch Wischen mit dem Finger über das Display einstellbar. Aufgenommene Bilder können als Diashow angezeigt werden. Im Videomodus lassen sich auf der linken Displayseite folgende Einstellungen vornehmen:

  • Videogröße (720×480, 640×480, 400×240, 320×240, 176×144) 
  • Farbeffekt (Aus, Schwarzweiß, Negativ, Sepia)
  • Weißabgleich (Automatisch, Kunstlicht, Sonnig, Leuchtstoff, Bewölkt)
  • Qualität (Superfein, Fein, Normal)
  • Zeit einstellen (Unbegrenzt, MMS-Aufnahme)
  • Kamera innen
  • Speicher (Speicherkarte, Telefonspeicher)
  • Sprache (Ton ein, Stumm)
  • Einstellungen zurücksetzen
  • Galerie
  • Belichtung
  • Aufnahmegeschwindigkeit (Zeitlupe, normale Aufzeichnung)

Die Videos werden im 3GP-Format aufgezeichnet. Fotos und Videos werden werkseitig im Bilderordner in den eigenen Dateien gespeichert. Hier lassen sich auch zusätzliche Unterordner anlegen. Von hieraus kann man sie per MMS, E-Mail oder Bluetooth versenden oder nachbearbeiten. Für die Nachbearbeitung stehen folgende Optionen zur Verfügung:

  • Bereich auswählen 
  • Stift (mit verschiedenen Farben und Linienstärken)
  • Text (der optional in verschiedene Denk- oder Sprechblasen eingefügt werden kann)
  • Stempel (hier stehen viele verschiedene Stempelmotive und Farbgebungen zur Auswahl, die durch Klick in beliebige Bildbereiche eingefügt werden können)
  • Parameter (Automatische Stärke, Auto-Helligkeit, Helligkeit, RGB-Effekt, Sättigung, Automatische Farbe, Automatischer Kontrast, Kontrast, Farbton, Weißabgleich)
  • Bild (Gesicht retuschieren, Farbnegativ, Sepia, Schärfe, Ölgemälde, Tunneleffekt, Schwarzweiß, Unscharf, Mosaik, Skizze)
  • Filter (Drehen, Größe ändern, Morphing, Farbtausch, Rote-Augen-Reduzierung, Spiegeln Rahmen, Farbakzent, Bilder hinzufügen)

Es gibt also zahlreiche Einstellungs- und Nachbearbeitungsmöglichkeiten für Fotos und Videos. Wie sieht es aber mit der geknipsten Qualität aus? Die aufgenommenen Fotos haben eine recht ordentliche Qualität, können aber nicht mit den Spitzenreitern vergleichbarer Fotohandys wie Sony Ericsson mithalten. Außen- und Innenaufnahmen in guten Lichtverhältnissen zeigen ein leichtes Bildrauschen, Farben wirken oft blass. Bei schlechten Lichtverhältnissen und Dunkelheit zeigen die Bilder einen deutlichen Rotstich, der sich jedoch mit den Nachbearbeitungsoptionen recht gut korrigieren lässt. Die Fotos sind auf dem PC-Monitor betrachtet verhältnismäßig unscharf. Der Blitz reicht auch nicht aus, um dieses wesentlich zu verbessern. Videoaufnahmen sind auch in höchster Bildauflösung qualitativ eher dem Spaßfaktor zuzuordnen. Bei schnelleren Kamerabewegungen zeigt sich ein deutliches Bildruckeln, es fehlt an nötiger Schärfe und auch hier werden Farben blass dargestellt. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen zeigt sich, ebenso wie bei den Fotos, ein Rotstich. 

 

 
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Wenn man das LG KF900 Prada zur Hand nimmt, ohne vorher die Bedienungsanleitung gelesen zu haben, wird man sich erst einmal wundern, was es mit dem Menü des Handys auf sich hat. Da sind Symbole auf dem Standbymonitor und dann noch welche unten in einer Leiste. Die Symbole aus dem Monitor kann man mit dem Finger in die Leiste ziehen. Und wo ist der Button für das Hauptmenü?

Nimmt man die Bedienungsanleitung zur Hand, wird schnell klar, dass das Prada nicht nur ein einzelnes Hauptmenü hat, wie von den meisten Handys gewohnt, sondern ein Hauptmenü, das in vier Untermenüs aufgeteilt ist. Das Hauptmenü lässt sich über ein Symbol mit vier Punkten in der Symbolleiste anwählen. Zwischen den Untermenüs kann man dann je nach gewählter Einstellung entweder durch seitliches Schieben des aktuellen Menüs in das nächste Menü, oder durch eine Symbolleiste an der Seite wechseln. Es gibt die Untermenüs: Kommunikation, Unterhaltung, Anwendungen und Einstellungen.

Kommunikation enthält: Anrufen, Kurzwahl, Kontakte, Anrufliste, Neue Nachricht, Neue E-Mail, Posteingang, Nachrichten. Unterhaltung enthält: Galerie, Eigene Dateien, Kamera, Videokamera, Muvee-Studio, Musik, Radio und Unterhaltung. Anwendungen enthält: Browser, Weltzeit, Organizer, Wecker, Notizen, Sprachmemo, Extras. Einstellungen enthält: Profile, Anzeige, Telefon, Anrufe, Touchscreen, Verbindungen, Bluetooth und Wi-Fi.

Weiß man erst einmal von diesen vier Untermenüs, ist die Navigation durch die Menüs sehr viel intuitiver als man es von so manchem anderen Hauptmenü gewohnt ist, da die Unterpunkte sehr viel eindeutiger anzusteuern sind und eine Suche innerhalb von Listenmenüs dadurch häufiger wegfällt. Über die schon erwähnten Schnelltasten in der Leiste im Standbymonitor lassen sich die Menüs „Anrufen“, „Nachrichten“ und „Kontakte“ auch direkt anwählen. Somit ist man schnell in der Funktion zum Verfassen einer SMS oder kann neue Kontakte einfügen.

Über ein kleines Symbol im Standbymonitor öffnet sich eine andere Symbolleiste aus der man Anwendungen wie Uhrzeit, Weltzeit, Datumblatt etc. direkt auf den Standbymonitor ziehen, und dort als großes Symbol (z. B. große analoge Uhr) anzeigen lassen kann. Durch Schütteln des Handys lassen sich diese Symbole ausrichten. Durch einen Druck auf die Multitasking-Taste an der Seite des Telefons, öffnet sich ein Multitasking-Menü. Hier sieht man alle derzeit aktivierten Anwendungen. Sind keine Anwendungen geöffnet, gelangt man über diese Taste zu den Favoriten.

Auch dieses eignet sich gut als Schnellzugriffsfunktion. Aus allen Anwendungen heraus gelangt man durch Drücken dieser Taste in den Standby-Bildschirm, ohne die Anwendungen zu beenden oder zu schließen. Am oberen Bildschirmrand des Standbymonitors befindet sich eine Statusleiste. Tippt man hier rauf, werden Signalstärke, neue Nachrichten, Akkulaufzeit, Bluetooth, GPRS-Aktivität und noch vieles mehr angezeigt.

Im Unterpunkt „Schriftart“ kann der Stil zwischen „Prada“ und „LG gothic“ ausgewählt, sowie die Schriftgröße in klein, mittel, groß oder sehr groß eingestellt werden, was besonders Menschen mit einer Sehschwäche freuen wird. Um die eigene Rufnummer zu unterdrücken oder eine automatische Wahlwiederholung einzustellen, benötigt man einige Schritte um zu diesen Optionen zu gelangen: Hauptmenü > Einstellungen > Anrufe > Allgemein > eigene Nummer senden oder automatische Wahlwiederholung.

Das Verfassen und Versenden sowohl von SMS als auch von MMS ist mit dem LG Prada sehr einfach. In ein weißes Linienfenster kann über die QWERTZ-Tastatur komfortabel der Text eingegeben werden. Neben dem Textfeld befinden sich große Klick-Buttons zum Einfügen von Bildern oder Videos (was die SMS in eine MMS verwandelt) und Empfänger. Die SMS kann an mehrere Kontakte oder Gruppen gleichzeitig geschickt werden. Mit einem weiteren Klick-Button lässt sich der gewünschte ABC oder Nummernmodus bestimmen, in dem die Nachricht verfasst werden soll.

Ebenso leicht gestaltet sich das Verfassen einer E-Mail. Hierfür muss zuerst ein E-Mail-Konto angelegt werden. Ein Klient leitet durch den Vorgang. Verfügt man über mehrere E-Mail-Adressen, können auch mehrere Konten angelegt werden. Einer E-Mail können Bilder, Videos, Töne, BCC, Visitenkarte, Terminkalender und Notizen angehängt werden.

Das LG Prada hat 17 vorinstallierte Klingeltöne im MP3 Format, die alle klanglich leicht sphärisch klingen und an die Beschallung von Modenschauen erinnern. Hier zeigt sich die Zielkundschaft des Prada-Sliders. Zusätzlich stehen 10 MP3-Töne für Nachrichten und weitere Töne für Alarm Clock, Alarm Schedule und PRADA Power Off und On im MP3 zur Verfügung.

Die Klingeltöne werden laut und klangvoll abgespielt. Bei höchster Lautstärke ist jedoch ein deutliches Schnarren des Lautsprechers zu hören. Das Telefon verfügt über eine automatische Tastensperre, die je nach Einstellung ausgeschaltet oder 10 Sekunden, 20 Sekunden, 30 Sekunden oder 60 Sekunden nach Schließen des Sliders aktiviert wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LG Electronics Prada IIDas LG KF900 funkt im GSM-Netz auf 4 Frequenzbereichen (850/900/1800/1900 Mhz) und im UMTS-Netz auf 2100 Mhz. Zu den Verbindungsmöglichkeiten zählen:

  • GRPS
  • EDGE
  • UMTS
  • HSDPA (7,2 Mbit/s)
  • Bluetooth 2.0
  • Wlan (802.11b/g)
  • USB 2.0
  • Sync

Mit Wlan kann man zudem unterwegs über Hot-Spots oder zuhause über einen Wlan-Router ins Internet gehen, was in unserem Test dank unkomplizierter Wi-Fi Dateneingabe (WEP-Verschlüsselung) schnell und sehr gut über eine Fritzbox gelang. Auch die Übertragung von größeren Dateien zwischen Handy und Notebook über Bluetooth ging sehr schnell. Über das mitgelieferte USB-Datenkabel kann das Prada-Handy vom PC als Massenspeicher erkannt werden. Außerdem lassen sich damit über die mitgelieferte PC-Software Kontakt- und Kalenderdaten sowie Outlook zwischen Handy und PC oder Notebook synchronisieren.

Über Sprachwahl oder Spachsteuerung verfügt das LG KF900 Prada nicht. Auf dem Telefon lassen sich aber Sprachmemos aufnehmen. Auch ein Telefongespräch kann durch Klick auf ein Mikrofonsymbol auf dem Display mitgeschnitten werden. Die integrierte Freisprechfunktion des Sliders liefert nur eine mittelmäßige Qualität. Sowohl auf der eigenen als auch auf der Gegenseite im Festnetz, klang das Gespräch abgehackt. Auch ist die Lautstärke lediglich dafür geeignet in einem ruhigen Raum über die Freisprecheinrichtung miteinander zu telefonieren. Ein Gespräch im Auto oder lauterer Umgebung dürfte da schon schwierig werden.

Die Profile „Normal“, „Lautlos“, „Outdoor“ und „Flugmodus“ sind auf dem Slider vorinstalliert. Es können drei weitere Profile angelegt und selber benannt werden. Zeitgesteuerte Profile bietet das Handy nicht. Das Telefonbuch verbirgt sich unter dem Menüpunkt „Kontakte“. Jedem auf dem Telefon gespeicherten Kontakt lassen sich weitere Informationen zufügen. Dazu gehören: Rufton, Geburtstag, Jahrestag, E-Mail-Adresse, Startseite, Privatadresse, Firmanname, Position, Firmenadresse und Notiz. Kontakte können einer oder mehreren Gruppen zugeordnet werden. Zur Auswahl stehen: Keine Gruppe, Familie, Freunde, Kollegen, Schule und VIP. Der Organizer des Telefons bietet einen Kalender, Aufgaben und einen praktischen Datumsrechner, in dem sich die Anzahl der Tage von einem zum anderen Datum ausrechnen lassen. Die Kalenderansicht ist in Monat, Woche oder Tage einzustellen. Damit keine Termine mehr verpasst werden, kann man einem Kalendereintrag Ort und Zeit sowie Notizen und einen Weckalarm zuordnen. Unter dem Menüpunkt „Extras“ befinden sich ein Rechner, Umrechner sowie eine Stoppuhr. Eine Weltzeituhr informiert über die Uhrzeit an verschiedenen Orten weltweit.

Nie wieder verschlafen heißt es mit dem integrierten Wecker des Sliders. Ein Zeittyp lässt die Einstellungen Aus, Zeit einstellen, in 10 Minuten und in 20 Minuten zu. Ist eine Zeit eingestellt, kann sich der Weckalarm einmal, täglich, Mo – Fr, Mo – Sa oder an beliebig einstellenden Wochentagen wiederholen. Wahlweise sorgen ein einstellbarer Rufton oder Vibration für angenehmes Aufwachen. Im Telefon lassen sich Uhrzeit und Datum einstellen. Die Zeit kann wahlweise im 12- oder 24-Stundenformat angezeigt werden. Dazu ist eine Zeitzone und Sommerzeit einstellbar. Im Unterhaltungsordner findet man den Unterordner „Meine Spiele & mehr“, in den man eigene Spiele und Anwendungen laden kann. Es sind aber schon die Spiele „Roulette-Fieber“, „Fliegende Würfel“ und „Golfturnier“ auf dem Handy vorinstalliert. Da die Spiele sowohl über den integrierten Bewegungssensor als auch über den Touchscreen gesteuert werden und eine ansprechende Grafik haben, ist der Spaßfaktor hoch. Es bedarf jedoch einiger Übung und auch ein wenig Ausprobieren, um beim Spielen Erfolg zu haben.

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Unter dem Menüpunkt „Musik“ findet sich beim LG Prada der Media-Player. Musik kann sowohl aus dem Internet heruntergeladen, als auch über das USB-Kabel oder Bluetooth vom PC auf das Handy übertragen werden. Beliebig viele Playlists lassen sich einstellen. Ein Klick auf das Music-Icon öffnet die Liste: Zuletzt gespielt, alle Titel, Künstler, Alben, Genres, Playlists, Zufällig. Wählt man aus einer der Listen ein Musikstück aus, öffnet sich der Player. Die Musikstücke können in einmaliger Wiederholung aller Stücke, automatischer Wiedergabe oder nur einmalig abgespielt werden. Ein Equalizer beinhaltet die Klangspektren: Kein Stil, Klassik Jazz, Pop, Rock und Konzerthalle. Während der Wiedergabe bleibt man immer auf dem Laufen, denn der Player zeigt Interpret, Titel und Album an. Die Klangqualität des Players ist gut. Leider trübt ein bei laut eingestelltem Player scheppernder Lautsprecher das Klangerlebnis, so dass man gut damit beraten ist, das Headset zur Hand zu nehmen um die Musik richtig genießen zu können. Wird der Mediaplayer häufig verwendet geht dieses, wie bei den meisten Handys, deutlich auf Kosten der Akkulaufzeit. In den eigenen Dateien können unter dem Unterpunkt „Meine Sounds“ eigene Musikordner angelegt werden. Der Mediaplayer kann Musik in den Formaten MIDI, MP3, WAV, WMA, AMR, AAC, AAC+, eAAC+, RA und RV wiedergeben. Videos werden in den Formaten 3GP, H263, H264, MPEG4 und DivX unterstützt. Ein Radio sorgt unterwegs für neueste Informationen, funktioniert jedoch nur mit angeschlossenem Headset, da das Kabel als Antenne dient. Grundsätzlich wirkt die Gestaltung der Software des LG Prada sehr durchdacht und ausgereift. Leider blieb sie bei unserem Test ab und zu mal hängen. Einmal ließ sich das Handy auch nur noch durch Entfernen und Wiedereinsetzen des Akkus neu starten.

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Das LG KF900 Prada ist ein wirklich schickes Handy, das optisch durch schlichte Eleganz zu überzeugen weiß. Aber nicht nur die Modebewussten sind mit dem Slider gut bedient, denn er bietet auch eine Vielzahl an nützlichen Officefunktionen für unterwegs, ein gut funktionierendes WLAN, unterhaltsame Spiele und einen guten Mediaplayer. Die Kameraqualität wäre noch verbesserungswürdig, aber für Schnappschüsse reicht auch diese. Abgesehen von Hängern in der Software ist das LG Prada ein ausgereiftes Handy, das seinen Vorgänger durch zusätzliche Features durchaus übertrifft.

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