Test des LG KS360

22 Minuten

LG Electronics KS360

 

Mit dem KS360 verspricht LG dem Nutzer peppiges Design und eine gute Ausstattung mit Community-Funktionen. Das KS360 ist mit einer vollwertigen QWERTZ-Tastatur und einem 2,4 Zoll großen Display ausgestattet. Es soll somit laut Hersteller für mobile Kommunikation via SMS, MMS oder E-Mail perfekt ausgelegt sein. Abgerundet werden die Funktionen des Sliders von einer integrierten 2-Megapixel-Kamera und MP3-Player. Eine Menge Funktionalität zu einem akzeptablen Preis. Ob sich die Alltagstaugleichkeit des Lifestyle-Sliders jedoch auch im Praxistest bewährt, das erfahren Sie auf inside-handy.de.

LG Electronics KS360LG liefert das KS360 in einem kleinen rot-weißen Karton aus, der einen recht stabilen Eindruck macht. Auf der weißen Frontseite ist der aufgeschobene Slider zu sehen, und darunter verrät der Schriftzug „Fun Qwerty mobile for heavy message user“, welcher Kundenkreis mit dem Handy angesprochen werden soll. Mit einer Seitenlasche wird der Karton geöffnet, und zum Vorschein kommt eine graue Plastikschale, in der das KS360 sowie das Zubehör liegen. Die Plastikschale ist zwar nicht gerade ein Designhighlight, bietet Handy und Zubehör jedoch einen sicheren Transportschutz. Mit dem Handy werden geliefert: ein Netzteil, die Bedienungsanleitung, ein USB-Datenkabel, ein Stereo-Headset und ein Akku. Eine Speicherkarte oder Datenübertragungs-Software hat LG dem KS360 bedauerlicherweise nicht spendiert. Dieses wäre angesichts der zahlreichen Multimediafunktionen des Sliders wünschenswert gewesen.

 

LG Electronics KS360
LG Electronics KS360

An der Oberseite des LG KS360 befindet sich ein Druckknopf, mit dem die Akkuabdeckung entriegelt wird. Diese lässt sich gut entfernen, wenn man nach dem Entriegeln mit den Fingernägeln ringsherum unter den Rand fährt. Ansonsten wirkt das Abheben der Abdeckung etwas heikel, da diese aus sehr weichem, biegsamen Plastik besteht. Unter der Akkuabdeckung sitzt der Akku, und darunter die Halterung für die Simkarte. Akku und Simkarte lassen sich ohne LG Electronics KS360Probleme einlegen und auch wieder entfernen. Hat man das Handy wieder zusammengebaut und ist die Akkuabdeckung ringsherum eingerastet, sitzt sie sehr fest in ihrer Verankerung. Der Slider macht auf den ersten Blick einen sehr hochwertigen Eindruck. Das große, glänzende Display, nimmt etwa zwei Drittel der Vorderseite ein, und wird nach unten hin von den schwarz und silber gehaltenen, sehr jugendlich wirkenden, Außentasten begrenzt.

Die Rückseite des Sliders besteht aus schwarzem Plastik mit einer samtartigen matten Oberfläche. An der oberen Rückseite befindet sich die Linse der 2-Megapixel-Kamera sowie ein Portraitspiegel. Schräg darüber ist ein bogenförmiges Lochgitter für den Außenlautsprecher zu sehen. Ringsherum ist der Slider mit einem matt silbernen Plastikrand eingefasst und auch die vollständige QWERTZ-Tastatur, die beim Aufschieben zutage kommt, ist aus demselben Material. Obwohl aus Plastik, wirkt alles sehr gut verarbeitet, robust und edel. Einziger Kritikpunkt ist hier der sehr lockere Slide-Mechanismus.

Hält man das Handy im geschlossenen Zustand in einer Hand, so neigt es dazu, schon bei ungewolltem Druck leicht aufzugleiten, und lässt die Oberseite des Sliders bei der Bedienung der Außentasten hin- und herwackeln. Im geöffneten Zustand sitzt der Slider dahingegen sehr fest, so dass er nicht versehentlich bei der Bedienung der QWERTZ-Tastatur zuschwenken kann. Der haptische Eindruck des Handys ist aufgrund seiner samtigen Oberfläche hervorragend. Es fühlt sich warm und weich an und liegt trotz seiner nicht gerade zierlichen Maße von 101,5 x 51,0 x 16,8 mm, während des Telefonierens, angenehm in der Hand. Auch bei etwas festerem Druck auf das Handy knarzt nichts. Der Slider verfügt über sehr gleichmäßige Spaltmaße, Ladekabel- und MicroSD-Speicherkartenslot sind mit Plastikabdeckungen versehen, so dass Staub kaum eine Chance haben wird, in das Handyinnere einzudringen.

LG Electronics KS360Lediglich eine dünne Rille in zwischen Displayoberfläche und Handyrand könnte mit der Zeit zum Staubfänger werden. Netzteil, Headset und USB-Datenkabel haben einen gemeinsamen Slot, in dem alle drei jedoch nicht allzu fest und etwas wackelig sitzen. Hier hätte LG Nachbesserungsbedarf. Auf der linken Außenseite des KS360 sieht man eine Wipptaste zur Lautstärkeregelung und darunter die Kamerataste. Auf der rechten Außenseite sind die Öse für eine Handschlaufe, der Multifunktionssteckplatz und ein Speicherkartensteckplatz angesiedelt. Unter dem Display sind die Außentasten sehr übersichtlich angebracht. Mittig befinden sich zwei schwarze runde Navigationstasten zum Auf- und Abscrollen, die mit einem acht-förmigen silbernen Rand eingefasst sind. Zwischen den Navigationstasten sitzt eine silberne OK-Taste. Links und rechts davon ist jeweils eine silberne Navigationstaste zum Scrollen nach links und rechts. Direkt unter dem Display liegen ganz außen links und rechts zwei schwarze runde Softtasten. Nicht als separate Tasten, sondern unter einer Folie, befinden sich links unter den seitlichen Navigationstasten eine grüne Anruftaste und rechts die rote Gesprächsende-/Aus-Taste. Ganz zuunterst prangt eine Besonderheit dieses Sliders, nämlich die Taste „Touchpad“. Mit ihr lässt sich auf dem Display eine numerische Touchscreen-Tastatur öffnen, um jemanden durch Berührung des Bildschirms anzurufen. Dieses funktioniert aufgrund der Größe der eingeblendeten Tasten auch sehr gut.

LG Electronics KS360Unten rechts findet sich dann noch die Löschtaste „C“. Alle Tasten sind aufgrund ihrer Erhabenheit und unterschiedlichen Beschaffenheit gut voneinander abzugrenzen, auch dann, wenn man einmal während der Eingabe nicht hinschaut. Öffnet man den Slider, kommt eine hauptsächlich silberfarben gestaltete QWERTZ-Tastatur, wie man sie von der Computertastatur kennt, zutage. Die Umgebung der Tasten die man zum Spielen braucht, sowie der Tasten die für die Menünavigation benötigt werden, ist in einem helleren Silberton abgesetzt. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen ist dieses jedoch kaum wahrnehmbar, so dass man gerade am Anfang auf der klein bedruckten Tastatur nach den richtigen Tasten sucht. Die einzelnen kleinen Tasten sind rund und haben einen festen Druckpunkt. Anders als bei einer normalen Tastatur beinhaltet dieses Tastenfeld jedoch noch zwei schwarze Auswahltasten zur Bedienung der Displayanzeige wenn diese, bei aufgeschobenem Slider, automatisch im Querformat angezeigt wird. Da diese Tasten jedoch nicht direkt unter den Display angebracht sind, ist ihre Bedienung zeitweise sehr verwirrend, da die über sie zu bedienenden Icons auf dem Display natürlich an dessen Unterseite zu lesen sind, die Tasten sich aber weit daneben befinden. An der linken Tastaturseite befindet sich eine orange Funktionstaste, um zwischen Textmodus und alphanumerischem Modus zu wechseln und das Tastenfeld zu sperren.

Rechts befindet sich eine Nachrichtentaste, die durch einen Briefumschlag gekennzeichnet wird. Die Tasten sind leicht gewölbt und haben einen ausreichenden Abstand, um sie mit mitteldicken Fingern bedienen zu können. Bei dickeren Fingern dürfte die Bedienung schon etwas schwieriger werden. Das blinde Eintippen einer SMS will mit dieser Tastatur geübt sein, zumindest, wenn man es ansonsten gewohnt ist, seine Texte über eine normale numerische Handytastatur einzugeben. Der Vibrationsalarm des KS360 ist angenehm leise, aber dennoch stark genug, um ihn in Hosen- oder Hemdentasche wahrzunehmen.

LG Electronics KS360Die Spachqualität des LG KS360 ist auf beiden Seiten sehr gut und laut. Selbst bei stärkeren Nebengeräuschen ist der Gesprächspartner noch gut zu verstehen. Während des Gespräches kann die Lautstärke des Lautsprechers mit der Lautstärketaste den äußeren Bedingungen angepasst werden. Beim Empfang erreichte das LG in unserem Handytest in stärkeren Netzen immer die volle Balkenanzahl. Der Li-Ion-Akku des Sliders erreicht laut Hersteller eine Standbyzeit im GSM-Netz von 440 Stunden. Die Gesprächszeit gibt LG mit 5 Stunden an. Energieintensive Anwendungen, wie Spiele und MP3-Player, gehen auf Kosten der Akkulaufzeit.

Laut LG liegt der höchste ermittelte Sar-Wert bei 0.489 W/Kg.

LG Electronics KS360Das 2,4 Zoll große TFT-Display des LG KS360 hat eine Diagonale von 60,9mm, und glänzt mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln und 262.144 Farben. Die Darstellung ist besonders bei Animationen sehr brillant und kontrastreich. Bei Beleuchtung durch normales Lampenlicht lässt es sich dank seiner Leuchtkraft noch sehr gut ablesen. Erst bei direkter Sonneneinstrahlung muss man schon etwas genauer hinsehen und das Gerät aus der direkten Bestrahlung nehmen, um alles genau erkennen zu können. Im Dunkeln sind sowohl Display als auch Außen- und Innentasten sehr gut ablesbar, da alle Tastensymbole von unten beleuchtet werden. Bei den Außentasten kommt hier ein dezentes Violett zum Einsatz, bei der QWERTZ-Tastatur sind Buchstaben weiß und Zahlen bzw. Zeichen, orange beleuchtet. Hierbei ist das Tastaturfeld jedoch in der Mitte etwas stärker ausgeleuchtet als außen.

An Einstellungsmöglichkeiten für das Display bietet das KS360 erstaunlich viele Möglichkeiten. Angefangen von der Beleuchtung, die ganz ausgeschaltet werden kann oder in vier Schritten, von 10 bis zu sechzig Sekunden, einstellbar ist. Für die Helligkeitseinstellungen kann wahlweise ein Energiesparmodus aktiviert oder die Helligkeit in vier Schritten konfiguriert werden. Ein beliebiger Hintergrundtext ist verfassbar und der Netzname lässt sich wahlweise ein- oder ausschalten. Durch die zwei vorinstallierten Themes „Schwarz“ oder „Weiß“ kann die Telefonanzeige dem eigenen Geschmack angepasst werden. Das KS3600 verfügt über eine 2.0-Megapixel-Kamera mit einer Auflösung von 1600 x 1200 Pixeln. Auf einen Blitz oder ein Fotolicht wurde leider verzichtet. Durch einen längeren Druck auf die Kamerataste schaltet sich das Handydisplay ins Querformat und dient nun als Sucher für die Kamera. Der Auslöser benötigt auch bei höchster Bildauflösung eine Auslösezeit von unter einer Sekunde, und ist somit sehr schnell. Die Kameraoptionen sind sehr übersichtlich gehalten.

Links oben im Display ist der Menüpunkt „Optionen“. Hier lassen sich Einstellungen für die Kamera und Videokamera vornehmen. Zunächst einmal können eine Standardeinstellung oder eine Einstellung mit ausgeblendeten Symbolen gewählt werden. Die Bildauflösung lässt sich in vier Schritten, zwischen 320 x 240 Pixeln und 1600 x 1200 Pixeln, konfigurieren. Praktisch ist hierbei, dass in der Tabelle angezeigt wird, wie viele Bilder unter der jeweiligen Einstellungen noch auf dem Telefon speicherbar sind. Für die Qualität der Fotos kann zwischen normal, fein und superfein gewählt werden.

Zwischen 3 verschiedenen Auslösertönen lässt sich wählen, und als Speicherort entweder das Telefon oder die Speicherkarte festlegen. Mit der Navigationstaste „nach oben“ lassen sich weitere Optionen wählen. Hierzu gehört ein Selbstauslöser nach 3, 5 oder 10 Sekunden sowie eine Multiaufnahme von 1, 3, 6 oder 9 Bildern. Auch ein Weißableich für Tageslicht, Kunstlicht, bewölkt, fluoreszierend und Nachtmodus, kann man, neben der automatischen Einstellung, einstellen. Wenn der Hobbyfotograf einen Farbeffekt haben möchte, stehen „Sepia, Schwarz/Weiß und Negativ“ zur Auswahl. Ist es einmal für eine Aufnahme zu dunkel, lässt sich die Belichtung manuell nachkorrigieren. Am unteren Displayrand befindet sich im Kameramodus der Menüpunkt „Dateien“. Hier werden die schon geknipsten Fotos angezeigt und lassen sich als Diashow verwenden, löschen, sortieren oder für verschiedene Verwendungszwecke, z.B. als Hintergrundbild, einstellen.

LG Electronics KS360Das KS360 kann Videos entweder im MMS Format mit 176 x 144 Pixeln oder im größeren Format von 320 x 240 Pixeln aufnehmen. Auch für die Videoaufnahme stehen Weißabgleich, Farbeffekte und Beleuchtungsoptionen zur Verfügung. Qualitativ sind die geschossenen Fotos auch bei mittlerer Beleuchtung für eine 2.0-Megapixel-Kamera noch erstaunlich gut. Farben werden echt und brillant wiedergegeben. Lediglich die Bildränder wirken zu den Ecken hin leicht verzerrt. Deutliche Schwächen zeigt der Slider bei Aufnahmen, aufgrund des Fehlens von Blitz und Fotoleuchte, bei schlechter Beleuchtung oder Dunkelheit. Da kann leider auch der Nachtmodus nicht viel dran ändern, die Motive auf den Bildern sind kaum oder gar nicht zu erkennen und wenn, dann sehr verpixelt. Die Videoaufnahmen sind, auf dem PC-Monitor betrachtet, auch bei hoher Auflösung eindeutlich dem Spaßfaktor zuzuordnen. Aufnahmen erscheinen ruckelig und verpixelt. Für geknipste Bilder und aufgenommene Videos lassen sich, neben dem vorhandenen Ordner, neue Ordner erstellen. Fotos und Videos können hier markiert und sortiert werden.

 

 
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Die Menüführung des LG KS360 ist intuitiv und logisch. Unter den Menü-Icons des Hauptmenüs, die wahlweise als Raster- oder Listenmenü angezeigt werden können, verbirgt sich im Wesentlichen, was man darunter erwartet. Jedes Icon ist zusätzlich mit seiner Funktion beschriftet und numeriert und kann über die Navigationstaste oder direkt über die Eingabe einer entsprechenden Ziffer angesteuert werden.

Beim Surfen durch das Menü reagiert die Software des KS360 zeitweise etwas langsam. Das Hauptmenü beinhaltet die Menüpunkte: Spiele & mehr, Anrufliste, Kontakte, Multimedia, Nachrichten, Eigene Dateien, Profile, Organizer, Extras, Browser, Verbindungen und Einstellungen. Die Anordnung der Menüpunkte ist nicht änderbar.

Die 4-Wege-Navigationstaste kann mit Schnellzugriffsfunktionen belegt werden. Wählt man für eine davon den Menüpunkt „Nachrichten“ aus, so kann man von hieraus direkt auf die SMS-Funktion zugreifen. Ansonsten gelangt man über den Hauptmenüpunkt Nr. 5 zur Nachrichtenfunktion. Die schnellste Möglichkeit zur Nachrichtenfunktion zu kommen, bietet jedoch die schon erwähnte Nachrichtentaste, auf der QWERTZ-Tastatur.

Das Eintippen einer SMS ist nur bei aufgeschobenem Slider möglich. In den Einstellungen befindet sich der Listenmenüpunkt „Anrufe“. Hier lässt sich eine Rufnummerunterdrückung ebenso einstellen, wie die automatische Wahlwiederholung. Der zweite Hauptmenüpunkt des KS360 beinhaltet die Anruflisten, in denen man sich alle Anrufe, entgangene Anrufe, ausgehende Anrufe, eingehende Anrufe, Anrufdauer, Anrufkosten und Dateninformationen anzeigen lassen kann.

Ein besonderes Augenmerk hat LG bei der Konstruktion des Sliders auf das komfortable Verfassen von SMS oder E-Mail gelegt. Im Nachrichtenmenü werden die Punkte Nachricht, E-Mail und Bluetooth-Nachricht angezeigt. Je nachdem, ob zum Beispiel ein Bilde oder Video eingefügt wird oder nicht, wird die Nachricht als SMS oder MMS versendet. Mit ein bisschen Übung gestaltet sich das Eintippen einer SMS auf der QWERTZ-Tastatur als einfach. Eine in das Tastaturfeld integrierte Symboltaste ruft eine Symboltafel mit numerierten Symbolen auf, so dass auch diese mit zwei Klicks in das Textfeld eingefügt werden können. Langes Suchen und Mehrmalklicks, wie man es vom Eingeben eines Textes mit Symbolen auf einer normalen numerischen Tastatur kennt, entfallen hier.

Um die SMS persönlicher zu gestalten, können ihr Emoticons hinzugefügt werden. Wer es eilig hat, hat die Möglichkeit, zwischen zahlreichen SMS-Vorlagen zu wählen. Eine SMS kann an bis zu 10 verschiedene Rufnummern versendet werden. Ein langer Text kann wahlweise als mehrere Textnachrichten oder MMS versendet werden. Etwas verwirrend ist auch hier die Gestaltung des SMS-Fensters im Verhältnis zur Tastatur.

Am unteren Bildschirmrand werden Optionen, Senden und Zurück angezeigt. „Optionen“ und „Zurück“ lassen sich über die Softtasten auf der QWERTZ-Tastatur ansteuern. Für die mittig angesiedelte Option „Senden“ gibt es aber keine Taste in der Mitte, mit der sie sich ansteuern lässt. Auch der „nach oben Pfeil“, der hier die oberste Taste der Navigationstaste der Außentastatur ersetzt, ist für die Wahl dieser Funktion nicht zuständig. So muss man zunächst die Optionen anwählen und von dort aus „Senden“. Alternativ kann jetzt auf die Navigationstaste der Außentastatur zurückgegriffen werden, was das Ganze aber noch wesentlich verkompliziert.

Ebenso verhält es sich, wenn man im Senden-Menü direkt den mittig angesiedelten Kontaktlink ansteuern möchte. Auch hierfür gibt es keine Taste auf der QWERTZ-Tastatur zur Anwahl, da die Navigationspfeile hier zusätzlich mit Buchstaben belegt sind (es sei denn, die Buchstabenfunktion wurde vorher gesperrt), so dass auf die Navigationstaste der Außentastatur zurückgegriffen werden muss, um sich innerhalb des Kontaktmenüs zu bewegen oder beispielsweise eine Gruppe zum Versenden auszuwählen.

Beim Verfassen einer MMS können über die „Optionen“ Bilder, Sounds oder Videos eingefügt werden. Aufgrund der komfortablen QWERTZ-Tastatur kann der Text für eine E-Mail recht zügig verfasst werden. Vor dem Erstellen einer E-Mail muss erst einmal ein Mailkonto erstellt werden. Hat man dieses gemacht, kann man dem Text der E-Mail wahlweise Bilder, Sounds, Videos, Dokumente, Visitenkarte oder Termine anhängen.

Die Navigation durch das E-Mail-Menü ist nicht immer intuitiv, nach einigen Funktionen muss man erst einmal suchen. Auch hier verkompliziert die Belegung der Pfeiltasten auf der QWERTZ-Tastatur zeitweise die Navigation, da auch hier auf die Außentastatur zurückgegriffen werden muss. Da dieses aber nicht in allen Untermenüs der Fall ist, kann dieses zu einer Nervenprobe werden.

Auf dem LG KS360 sind 24 Klingeltöne im MP3-Format vorinstalliert, und es können noch weitere heruntergeladen werden. Die Klingeltöne werden sehr laut und klanglich gut wiedergegeben. Mit 10 Nachrichtentönen im MP3-Format ist der Slider gut bestückt. Derjenige, für den hier noch nicht das Richtige dabei ist, kann sich weitere Nachrichtentöne auf sein Handy laden.

Möchte man, dass das Betätigen der Tastatur mit Tönen quittiert wird, stehen hierfür wahlweise die Optionen Ton oder Melodie zur Auswahl. Auch eine Tastenvibration kann aktiviert werden. Beim Auf- und Zuschieben des Sliders können wahlweise die Töne „Cloud, Spiele, Wassertropfen oder Orchester“ wiedergegeben werden. Wer das nicht mag, kann den Ton ausschalten.

Für das Ein- und Ausschalten des Telefons ist zwischen den Tönen „Spiele, Latin, Light und Rhythmus“ wählbar. Das KS360 verfügt über eine automatische Tastensperre, die sich je nach Einstellung nach 10, 30 oder 60 Sekunden einschaltet, aber auch deaktiviert werden kann. Ist die Tastatur gesperrt, muss zuerst die linke Softtaste und danach die rechte zum Entsperren gedrückt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LG Electronics KS360Das LG KS360 ist ein GSM Tribandhandy. Seine Connectivitymöglichkeiten reichen über EDGE, GPRS und Bluetooth. Außerdem kann es über ein USB-Datenkabel mit dem PC verbunden werden. Da es als Massenspeicher erkannt wird, lassen sich auf diesem Wege Dateien zwischen Handy und PC austauschen. Leider ist keine Daten-Synchronisations-Software im Lieferumfang des Sliders vorhanden. Die Bluetoothverbindung mit einem Notebook sowie der Datenaustausch auf diesem Wege, klappte reibungslos. Musikdateien und Fotos ließen sich schnell vom Handy zum Notebook, und Notebook zum Handy, versenden. Ein MicroSD-Speicherkartenslot erlaubt, bei Vorhandensein einer Speicherkarte, den 14MB großen flexiblen Speicher des LG KS360 auf maximal 4GB zu erweitern. Leider muss man sich die Speicherkarte selber kaufen, da auch diese nicht im Lieferumfang zu finden ist.

Über eine Sprachwahl oder Sprachsteuerung verfügt das LG360 nicht. Eine Freisprechfunktion lässt sich während eines Gespräches, über ein Lautsprechersymbol auf dem Display, hinzuschalten. Das Gespräch darüber ist in der Lautstärke im mittleren Sektor anzusiedeln, reicht aber allemal, um das nähere Umfeld mithören zu lassen. Außerdem kann man ein Telefonat während des Gespräches aufzeichnen, und auf die Kontaktliste zugreifen. Mit einem Sprachspeicher ist es möglich, Sprachnotizen aufnehmen. Um die zulässige Größe für eine MMS nicht zu überschreiten, gibt es die Option, sie speziell zum Versenden in MMS-Größe aufzunehmen.

Auf dem Slider sind die Profile „Allgemein, Stumm, Nur vibrieren, Laut und Headset“ vorinstalliert. Sie sind nicht zeitgesteuert, lassen sich aber im Nachhinein den eigenen Bedürfnissen anpassen. Die Möglichkeit weitere eigene Profile zu erstellen, gibt es nicht. Unter dem Menü „Kontakte“ findet man das Telefonbuch. Ist ein Kontakt im Telefonspeicher abgelegt, lassen sich pro Kontakt einige Einstellungen vornehmen. So können Name der Kontaktperson sowie Mobiltelefon, Festnetznummer, E-Mail, ein Anruferfoto, ein Rufton oder ein Jahrestag, gespeichert oder der Kontakt einer Gruppe hinzugefügt und für ihn Notizen angelegt werden. Kontakte sind wahlweise auf der Simkarte oder im Telefonspeicher anzulegen. Die Möglichkeit der umfangreichen Nachbearbeitung bietet sich jedoch nur bei im Telefonspeicher abgelegten Kontakten. Der Organizer des KS360 bietet einen Kalender und Notizen. Neben der Monatsansicht kann man sich einzelne Tage, und die in ihnen gespeicherten Termine, anzeigen lassen. Speichert man einen Termin, so lässt sich eine Uhrzeit „von-bis“ eingeben, sowie eine Option, wenn man per Wecker an den Termin erinnert werden möchte. Hier gibt es die Einstellungsmöglichkeiten: Kein Alarm, rechtzeitig, 15 Min. vorher, 30 Min. vorher, 1 Std. vorher 1 Tag vorher und 3 Tage vorher. Ferner kann ein Betreff eingegeben werden.

Für den Weckton kann, pauschal für alle Termine, ein Ton aus den Standardtönen ausgewählt werden. Unter dem Hauptmenüpunkt „Extras“ finden sich weitere nützliche Anwendungen, wie ein Taschenrechner, eine Stoppuhr, ein Umrechner, SIM-Dienste, sowie eine grafisch, mit einem dreidimensionalen Globus, sehr schön dargestellte Weltzeit. An weiteren Zeitfunktionen bietet das KS360 die Einstellung von Datum, Datumsformat, Uhrzeit, Zeitformat und eine automatische Aktualisierung dieser Daten. Wer nicht mehr verschlafen möchte, kann sein Handy als Wecker benutzen. Hier lässt sich nicht nur die Weckzeit einstellen. Für die Wiederholung des Wecksignals lassen sich beliebige Wochentage markieren aber auch „einmal, täglich, Mo – Fr, Mo – Sa, Sa – So“ einstellen. Für den Alarmtyp bestehen die Wahlmöglichkeiten: Immer Alarmton, immer vibrieren, gemäß Profil.

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Damit das Wecken auch zu einem Vergnügen wird, lässt sich ein beliebiger Ton zum Wecken einstellen. Dem jeweilig eingestellten Alarm kann man einen selbst gewählten Namen zuordnen. Auf dem KS360 sind die Spiele „Extreme Skateboard“, „Sudoku Cafe“ und „Shrek the Third Demo“ installiert. Wie der Name schon sagt, ist „Shrek“ nur in der Demoversion vorhanden. Wer die Vollversion haben will, muss sie sich kostenpflichtig herunterladen.

Zum Spielen muss das Handy ins Querformat gebracht werden, gesteuert wird mit der QWERTZ-Tastatur. Dieses ist gar nicht so einfach, denn im Eifer des Gefechts immer die richtigen angegebenen Nummerntasten zu treffen, erweist sich als schwierig, da die Tasten hierfür doch sehr klein, und noch dazu auf der linken Seite der Tastatur angesiedelt sind. Hier wäre eine mittig angeordnete Navigationstaste über dem QWERTZ-Tastenfeld sinnvoll und wünschenswert gewesen, wie schon bei anderen Anwendungen auch. Was den Spaßfaktor betrifft, so hält er sich beim „Skateboard“ in Grenzen, denn die Navigation eines Skaters durch eine Pipeline wird schnell eintönig. Für Sudokufans mag Sudoku etwas sein, doch ob es die eher jugendliche Zielkundschaft anspricht, sei dahingestellt. Einzig „Shrek“ vermag wirklich zu begeistern, jedoch ist die Demoversion schnell durchgespielt.

Über das USB-Datenkabel oder Bluetooth ist das Übertragen von Musikdateien auf das KS360 möglich, die dann mit dem MP3-Player abgespielt werden können. Es können beliebig viele Playlists angelegt und benannt werden. Voreingestellt sind auf dem Slider schon die Lists: Unterwegs, zuletzt gespielt und Lieblingslieder. Als Wiedergabemodus können der einzelne Titel wiederholt, alle Titel wiederholt oder alle Titel abgespielt werden. Außerdem kann eine zufällige Wiedergabe, und das Weiterlaufen des Players während anderer Anwendungen, eingestellt werden.

Ein Equalizer ermöglicht die Klangspektren: Allgemein, 3D, Konzert, Jazz, Pop, Rock, Dance, Live, Bass und Country. Während der Wiedergabe werden Interpret, Titel und Album angezeigt. Die Navigationstaste ist mit Vor- und Rück-Funktion und der Lautstärkeregelung belegt, und die OK-Taste mit Play, Pause und Stop. Im Dateimanager können Musikordner angelegt werden. Durch häufige Nutzung des MP3-Players sinkt die Akkulaufzeit deutlich. Die gute Klangqualität des Players lässt dieses jedoch schnell vergessen. Musikstücke werden auch ohne Headset laut und klangvoll wiedergegeben. Nichts desto trotz erreicht man durch die Nutzung des Headsets doch noch eine deutlichere Steigerung der Klangqualität. Der Music-Player kann Musik in den Formaten AAC, AAC+, eAAC+, WMA sowie MP3 wiedergeben. Das LG KS360 verfügt über ein Radio, das jedoch nur über das mitgelieferte Headset betrieben werden kann.

LG Electronics KS360
 

Das LG KS360 ist ein qualitativ sehr hochwertig verarbeitetes robustes Handy, das seiner jugendlichen Zielkundschaft Stand halten sollte. Bei der Hardware, besonders was die Beschaffenheit der QWERTZ-Tastatur angeht, gäbe es noch einige Verbesserungsmöglichkeiten bei der Belegung und Gestaltung des Tastaturfeldes, um das Schreiben von Nachrichten noch komfortabler zu gestalten. Die Spieleausstattung des Sliders ist dürftig, was in Hinblick auf die jungen Menschen erstaunt, die LG mit diesem Handy ansprechen möchte. Auch wäre ein etwas größerer Prozessor für Spiele und eine etwas flüssiger laufende Software wünschenswert. Die gute Klangqualität des MP3-Players macht jedoch so manches andere Manko wieder wett. Derjenige, der mit einigen Abstrichen in der Bedienbarkeit seines Handys leben kann, bekommt mit dem KS360 ein robustes Handy zu einem anständigen Preis.

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Jetzt das 19. Türchen öffnen: Filmklassiker zu Heiligabend raussuchen

Es gibt Geschehnisse, die schlichtweg faszinieren. Die ersten Schritte auf dem Mond oder auch der Untergang der Titanic im Jahr 1912 gehören mit Sicherheit dazu. Momente, Personen oder historische Besonderheiten wie diese gehören seit jeher zur inhaltlichen Quelle von namhaften Filmemachern. So kommt es, dass die Verfilmung der Geschichte der Titanic zu einem der erfolgreichsten Streifen überhaupt gehört. Solche Blockbuster strahlen Sender und Dienste besonders gerne über die Feiertage aus. Welche Filme sich an diesen Festtagen lohnen, klärt die Redaktion.
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