Test des LG KM500

22 Minuten

LG Electronics KM500

 

Marktstart für das KM500 von LG war das zweite Quartal im Jahr 2008. Unter dem Slogan „Musik liegt in der Luft" vertreiben die Südkoreaner den schlanken Slider. Highlights des KM500 sind laut Hersteller das eigene Sound-System mit sattem 3D-Klang, das für höchste Tonqualität garantieren soll und die integrierte Bluetooth-Technologie die den drahtlosen Musikgenuss bis zu vier Benutzern gleichzeitig erlaubt. Erfahren sie auf den nächsten Seiten, ob sich das KM500 tatsächlich im Test von Inside-Handy als Musikgigant erwiesen hat, oder ob der Musik-Slider nicht halten konnte was LG verspricht.

LG Electronics KM500Das KM500 wird in einer kompakten rechteckigen Verpackung an die Kundschaft ausgeliefert. Nicht zuletzt wegen der Farbkombination aus Himbeerrot und Weiß wirkt diese etwas verspielt. Das Ganze passt aber zum Konzept der Koreaner. Auf der Vorderseite der Verpackung sind das Handy, der Hersteller und die Modellbezeichnung aufgedruckt. Die gleichen Informationen findet man auch auf den Seiten und der Rückseite. Nach dem Öffnen offenbart sich dem Betrachter ein Formeinsatz aus weißer Pappe, welcher in zwei Fächer unterteilt ist.

 

Im rechten Fach befindet sich das Handy, der komplette Lieferumfang ist im linken Fach zu finden. Der Lieferumfang fällt großzügig aus und besteht im Einzelnen aus: Handy, Standardakku, Headset, Ladekabel, USB-Kabel, Handbuch, PC Suite, MicroSD Karte (ein Gigabyte) und Speicherkartenadapter. Das Handbuch ist in den Sprachen Deutsch und Englisch ausgeführt. Es ist übersichtlich gestaltet. Allerdings fehlt ein Stichwortverzeichnis und bei näherem Hinsehen offenbart sich auch die eine oder andere Lücke im Benutzerhandbuch.

 

 

LG Electronics KM500

 

LG Electronics KM500
 

Das Öffnen und Schließen des Akkudeckels geht einfach von Hand, auch ohne einen Blick in die Bedienungsanleitung zu werfen. Auch das Einsetzen und Herausnehmen des Akkus funktioniert spielend. Der Slot für die SIM-Karte befindet sich unter dem Akku. Ohne Probleme lässt sich die SIM-Karte einschieben und herausziehen.

LG Electronics KM500Der Steckplatz für die mitgelieferte Speicherkarte ist an der Stirnfläche des Akkus integriert. Auch hier funktioniert das Einschieben und Herausziehen der Karte problemlos, allerdings muss hierfür logischerweise die Akkuabdeckung geöffnet und der Akku entfernt werden. Das KM500 macht einen soliden und hochwertigen ersten Eindruck. Dafür verantwortlich sind die matten und hochglänzenden Plastikteile sowie die gebürsteten Metallelemente, die durchgängig in zeitlosem schwarz erstrahlen. Nachteil des eleganten Designs sind die vielen Fingerabdrücke auf der Oberfläche. Nichts desto trotz ist den Koreanern ein schicker Slider gelungen, den es in keiner anderen Farbvariante zu kaufen gibt. Auch bei der Verarbeitung kann das KM500 überzeugen, denn die Spaltmaße sind sehr gering. Mit den Maßen 101,5 x 48 x 15 Millimetern und einem Gewicht von 85 Gramm liegt das Gerät zudem gut in der Hand und lässt sich ohne Probleme in jeder Hemd- oder Hosentasche verstauen. Um den Slider aufzuschieben muss der Benutzer einen leichten, aber bestimmten Widerstand überwinden. Die Wahl des Widerstandes ist gut gelungen. Der Schlitten gleitet einwandfrei auf und zu. Im aufgeschobenen Zustand sitzt der Slider allerdings etwas wackelig in seiner Führung. An äußerlichen Bauteilen verfügt das Mobiltelefon auf der linken Seite über eine Anschlussbuchse für Ladekabel, USB-Kabel und Headset sowie eine Anschlussbuchse für ein konventionelles 3,5mm-Klinkenkabel.

Auf der gegenüber liegenden Seite sitzen der Lautstärkeregler und die Kamerataste. Oben befindet sich die Tastensperre. Die Vorderseite ist obligatorisch mit dem Display, dem Navigationskey und dem Lautsprecher bestückt. Darüber hinaus findet der User rechts unten am Gerät die Music-Player Taste. Auf der Rückseite sind die Kamera und eine Blitzeinheit integriert. Die Qualität und die Verarbeitung der äußerlichen Bauteile sind ebenfalls gut. Darüber hinaus wird die Anschlussbuchse für das Ladekabel mit einer beweglichen Abdeckung gegen Schmutz geschützt. Auch bei der Passgenauigkeit der Anbauteile hat LG keine Kompromisse gemacht. Alles sitzt formschlüssig, so dass kein Stecker wackeln kann.

LG Electronics KM500Im zugeschobenen Zustand steht dem User nur der Navigationskey, die beiden Softkeytasten und die Music -Player-Taste zur Verfügung. Bei der Umsetzung des Navigationskeys bewiesen die Koreaner Innovation. Der Knopf besteht insgesamt aus drei Bereichen. Die Mitte des Navigationskeys ist die OK-Taste, die von zwei Ringen umschlossen wird. Der erste Ring dient zum Navigieren, der zweite Ring dient dazu den Music-Player zu steuern. Schiebt man den Slider auf kommt eine konventionelle Zifferntastatur zum Vorschein. Die Druckpunkte der Tasten sind gut gewählt und gewährleisten schnelles und zuverlässiges Tippen. Die gute Qualität sorgt für eine lange Lebensdauer. Jede Betätigung wird durch ein leises Knacken bestätigt. Zusätzlich können Tastentöne oder Vibrationen als Rückmeldung der Tastenbetätigung eingestellt werden.

Die Tasten der Zifferntastatur stehen nicht aus der Oberfläche heraus. Die einzelnen Tasten sind durch Vertiefungen von einander getrennt. Außerdem ist ihre Oberfläche alternierend glatt oder rau ausgeführt, so dass das blinde Tippen für geübte Schreiber kein Problem darstellt. LG Electronics KM500Der Vibrationsalarm kann allein, gleichzeitig oder versetzt zum Klingelton für Signalzwecke genutzt werden. Eine Deaktivierung ist selbstverständlich auch möglich. Leider ist der Vibrationsmotor sehr schwach, so dass das Vibrieren kaum wahrgenommen wird.

LG Electronics KM500Die Sprachqualität des Sliders ist durchweg gut, nichts hallt oder klingt verzerrt. Die Verständlichkeit auf beiden Seiten der Leitung ist einwandfrei. Die integrierte Freisprechfunktion lässt sich einfach durch Betätigung der Navigationskeymitte ein- und auch wieder ausschalten. Auch hier ist die Verständlichkeit bei den Gesprächspartnern gut. Ob Freisprechen oder Lautsprecher, bei beiden Varianten ist das zur Verfügung stehende Lautstärkeintervall ausreichend, so dass auch in belebter Umgebung entspannt telefoniert werden kann. Die Lautstärke wird über den dafür vorgesehenen Regler rechts außen am Gerät eingestellt. Sprachqualität und Lautstärke sind auch bei Verwendung des Headset einwandfrei. Laut Hersteller können Dauergespräche von bis zu 180 Stunden mit dem KM500 geführt werden. Im Test verbrauchte das Gerät circa fünf Prozent seiner Akkukapazität bei einer Gesprächslänge von 30 Minuten. LG gibt die Standby-Zeit des Mobiltelefons mit 250 Stunden an. 

Im Test musste der Slider bereits nach 65 Stunden mit dem Ladegerät verbunden werden. Die Nutzung des MP3-Players und der Kamera haben nur wenig Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Akkus. Der Lithium-Ionen Akku mit einer Leistung von 800 Milliamperestunden ist nach zwei Stunden vollständig geladen. Im Standby Bildschirm informiert eine Balkenanzeige permanent über den aktuellen Zustand des Akkus. Diese Anzeige ist von keinem großen Nutzen für den User, da sie nicht zuverlässig funktioniert. Der Empfang des Tri-Band (900,1800,1900 Megahertz) GSM-Sliders ist ebenfalls gut.

Der SAR-Wert des Handys beträgt 0,594 W/kg.

LG Electronics KM500Das KM500 ist mit einem 2 Zoll großen Display ausgestattet. Die TFT Anzeige mit einer Breite von 31 Millimetern und einer Höhe von 42 Millimetern besitzt eine Auflösung von 240×320 Pixel und kann bis zu 256.000 Farben darstellen. Die Darstellung der Farben ist brillant und die Zeichen werden scharf angezeigt. Einstellungsmöglichkeiten für die Zeichenwiedergabe gibt es leider keine. Aufgrund der filigranen Erscheinung diverse Details dürften Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen Probleme haben alles in korrekter Weise erkennen zu können. Bei direkter Sonneneinstrahlung lässt sich das Display recht gut ablesen. Bei Dunkelheit gibt es keinerlei Probleme beim Einsehen der Anzeige. Alles ist einwandfrei beleuchtet. Insgesamt ist das TFT-Display gut und gleichmäßig ausgeleuchtet. Der Benutzer kann die Helligkeit über vier Stufen seinen Wünschen anpassen. Einstellungsmöglichkeiten für den Kontrast gibt es keine. Die Beleuchtungsdauer kann für die Anzeige (5 bis 180 Sekunden) und das Tastenfeld (5 bis 30 Sekunden) getrennt angepasst werden. Eine weitere Möglichkeit ist der Energiesparmodus. Hierbei hat der Benutzer die Wahl zwischen normalem Modus und Nachtmodus. Im Nachtmodus ist die Helligkeit maximal, bei normalem Modus ist die Helligkeit minimal. Die Ausschaltzeiten des Displays sind mit drei Sekunden bei beiden Varianten sehr kurz gehalten. Displayprofile und Displayschoner stehen keine zur Verfügung. Die Ein- und Ausschaltanimationen sind nicht modifizierbar. Zur Personalisierung des Mobiltelefons stehen zwei Themen (schwarz, weiß) bereit.

LG hat den Slider mit einer 2-Megapixel Kamera ausgestattet. Die Kamera besitzt einen vierfachen Digitalzoom und ist nach drei Sekunden einsatzbereit. Die Linse ist leicht vertieft in die Rückseite des Handys integriert, so dass ein Verkratzen größtenteils verhindert wird. Nur eine Sekunde braucht die Kamera bis Bilder fixiert sind. Das Display arbeitet als Sucher gut. Nur bei sehr schnellen Bewegungen gehen einige Bildinformationen verloren. Im Display werden permanent Informationen zur aktuellen Auflösung sowie zum Akkuleistungszustand und dem Speicherplatz angezeigt. Das KM500 hält einige Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten bereit:

  • Auflösung (1600×1200, 1280×960, 640×480, 320×240 Pixel) 
  • Qualität (normal, fein, superfein)
  • Speicherort (Telefon, Speicherkarte)
  • Selbstauslöser (3, 5, 10 Sekunden)
  • Serienaufnahmen (1, 3, 6, 9 Fotos)
  • Weißabgleich (automatisch, Tageslicht, Kunstlicht, Bewölkt, Fluoreszierend)
  • Farbeffekte (Sepia, Schwarz/Weiß, Negativ)
  • Fotolicht

Es steht hier keine richtige Blitzeinheit zur Verfügung, sondern lediglich eine permanente Leuchte die dazu noch relativ schwach ist. Über einen Bildstabilisator verfügt der Slider nicht. Die Speicherung der Fotos erfolgt je nach Einstellung auf der Speicherkarte oder im Telefon direkt. Zunächst werden die Aufnahmen in vorinstallierten Ordner hinterlegt, der User kann sich aber eigene Ordner anlegen und die Dateien später dorthin verschieben. Fotos werden ausschließlich im JPEG-Format gespeichert. Eine nachträgliche Bildbearbeitung auf dem Mobiltelefon ist nicht möglich. Bei der Qualität der geschossenen Aufnahmen sammelt das KM500 fleißig Punkte, denn die Fotos sind durchweg von guter, zum Teil von sehr guter Qualität. Auch bei starken Kontrasten und Aufnahmen gegen das Licht werden die Bildinformationen ohne Verluste dargestellt. Allerdings ist von Nachtaufnahmen abzuraten. Die integrierte Leuchte ist zu schwach und kann eine Blitzeinheit nicht einmal annährend ersetzen. Alles in allem reicht die integrierte Kamera aber bei weitem nicht an eine konventionelle Digitalkamera heran.

Hinter dem Menüpunkt Multimedia verbirgt sich die Videofunktion. Ein direktes Umschalten vom Kamera- in den Videomodus ist nicht möglich. Auch hier arbeitet das Display als Sucher wieder gut, nichts ruckelt oder wird verzerrt dargestellt. Die Anzeige während der Aufnahme ist dieselbe wie im Kameramodus. Eingestellt werden können der Aufnahmemodus (allgemein, MMS) und die Auflösung (320×240, 176×144). Ansonsten hält der Slider im Videomodus die identischen Einstellungsmöglichkeiten für Weißabgleich, Speicherort, Qualität und Licht bereit wie im Kameramodus bereit und auch die Farbeffekte sind die gleichen. Auch bei der Speicherung der Videos gibt es keine Unterschiede in Bezug auf Fotos. LG Electronics KM500Betrachtet man die Videos auf dem Handy, so sind auch diese von überraschend guter Qualität. Bei schnellen Bewegungen kommt der Slider allerdings an seine Grenzen und manche Details werden leicht verpixelt dargestellt. Gespeichert werden Videos ausschließlich im MPEG4-Format. Die maximale Länge hängt dynamisch von dem Gesamtspeicherplatz ab. Dar kein richtiger Blitz vorhanden ist, hat das Aufzeichnen von Fotos und Videos nur wenig Einfluss auf den Akkuleistungszustand.

 

 
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500

Das Hauptmenü besteht aus vier Zeilen und drei Spalten. Die Menüpunkte werden als animierte Icons dargestellt. Der User kann selbst entscheiden, ob das Menü als Raster oder als Liste angezeigt werden soll. Die Untermenüs sind durchgängig als Listen aufgebaut.

Die Auswahl der Icons ist sinnvoll und ebenso ihre Bezeichnung. Insgesamt ins das Menü logisch aufgebaut und ermöglicht ein intuitives Zurechtfinden. Zusätzliche Hilfe dabei leisten die Namen der Menüs die unter den Icons eingeblendet werden. Die Weglängen sind kurz, so dass der Benutzer keine unnötigen Klicks absolvieren muss.

Der Weg zur SMS führt beispielsweise über den Hauptmenüpunkt Nachrichten – Nachricht erstellen – Text. Während eines Telefonates kann nicht auf das Hauptmenü zugegriffen werden.

Im Standby-Bildschirm befindet sich obligatorisch ganz oben eine Symbolleiste mit Statusinformationen. Permanent wird man über den Empfang, das Profil, den Akkuzustand und die Zeit informiert. Darüber hinaus werden bei Bedarf Symbole für eingehende Nachrichten, Verbindungen und Weckeraktivitäten angezeigt.

In der Mitte der Anzeige sind kreisförmig vier weitere Symbole angeordnet. Diese symbolisieren die Shortcuts im Standby-Betrieb und entsprechen der Navigationskeybelegung. Im unteren Bereich der Anzeige werden Datum und Uhrzeit eingeblendet sowie die beiden Softkeyfunktionen Kontakte und Menü.

Die Bedienung des Navigationskeys ist einfach. Es bedarf keiner Übung zur sinngemäßen Handhabung des multifunktionalen Knopfes. Der Navigationskey spricht direkt und einwandfrei auf jede Betätigung an. Er besteht aus drei Teilen. Die Mitte stellt die OK-Taste dar, der innere Ring dient zu Shortcut- und Navigationszwecken und der äußere Ring dient der Steuerung des Music-Players. Bis auf eine Ausnahme können die Funktionen des Buttons nicht modifiziert werden.

Eine der vier Shortcutfunktionen des inneren Ringes kann verändert werden. Bei deren Betätigung öffnet sich eine Liste mit 12 Schnellzugriffen die allesamt nach Belieben des Users belegt werden können. Die Kamerataste rechts außen am Gerät ist die einzige Schnellzugriffsmöglichkeit außerhalb der Tastatur.

Um die eigene Rufnummer zu unterdrücken muss der Benutzer folgenden Pfad wählen: Einstellungen – Anrufe – Eigene Nr. senden. Die Anruflisten sind als eigenständiger Hauptmenüpunkt ausgeführt und obligatorisch in alle Anrufe, entgangene Anrufe, ausgehende Anrufe und eingehende Anrufe untergliedert. Weitere Features sind das Anzeigen der Anrufdauer und der Anrufkosten. Der Slider verfügt zudem über eine automatische Wahlwiederholung die einmalig aktiv ist.

Um eine Kurznachricht zu verfassen folgt der User dem Pfad Nachrichten – Nachricht erstellen – Text. Der Editor informiert permanent über den Schreibmodus, die geschriebenen Zeichen und die noch zu Verfügung stehende Anzahl von Zeichen. Zwischen folgenden Schreibmodi kann sich der Verfasser entscheiden: Groß-, Kleinschreibung und Zifferneingabe. Zudem kann er sich auf Wunsch von einer lernfähigen und gut funktionierenden T9 Funktion beim Schreiben unterstützen lassen.

Symbole, Bilder, Animationen, Textvorlagen, Kontakte und Visitenkarten können angehängt beziehungsweise eingefügt werden. Überlange Texte können bis zu 1450 Zeichen beinhalten. Als Vorlagen stehen sechs verfasste Texte bereit die beliebig erweitert werden können. Die Speicherung der Nachrichten ist nur im vorinstallierten Ordner Entwürfe möglich. Bis zu 100 Nachrichten können gespeichert werden. Besonderheiten stellen hier Push- und Bluetooth Nachrichten dar.

Der Weg zum Multi Media Service führt ebenfalls über den Hauptmenüpunkt Nachrichten – Nachrichten erstellen. Allerdings muss er dann die Auswahl Multi Media treffen. Der Editor zum Erstellen von MMS ist der gleiche wie für Kurznachrichten.

Der Betreff wird per Optionsauswahl eingefügt. Ebenso funktioniert das Einfügen von Videos, weiteren Seiten, Terminen, Symbole, Bilder, Animationen, Textvorlagen, Kontakte und Visitenkarten. Die maximale Größe einer MMS beträgt 300 Kilobyte. Wie bei den Kurznachrichten erfolgt die Speicherung im vorinstallierten Ordner Entwürfe. Alle notwendigen Einstellungen bezüglich des Multi Media Services übernimmt das Handy, so dass der Benutzer direkt mit dem Senden und Empfangen von MMS beginnen kann.

Leider ist dies in Sachen Email Einstellungen nicht der Fall. Zum Erstellen eines Email-Kontos wird keine Hilfe angeboten, weder vom Mobiltelefon selbst noch von dem Benutzerhandbuch. Darin ist lediglich der Verweis zu finden, dass man sich mit seinem Netzbetreiber in Verbindung setzen soll.

Das KM500 unterstützt die Tonformate MIDI, WAV, MP3, WMA, AAC und AAC+ sowie die Videoformate 3GP und MPEG4. Von Werk aus ist das Mobiltelefon mit 20 Klingeltönen im MP3 Format ausgestattet. Insgesamt sechs Töne im gleichen Format stehen als Signaltöne bereit. Der Slider verfügt über eine automatische Tastensperre. Wem das nicht ausreicht kann die manuelle Tastensperre oben am Gerät nutzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LG Electronics KM500Bluetooth, GPRS und EDGE bieten Möglichkeiten Verbindung zur Außenwelt aufzunehmen. Der Verbindungsaufbau via Bluetooth 2.0 ist simpel und erfolgt zügig. Es wird kein Passwort oder ähnliches benötigt, um Kontakt zu anderen Bluetooth Geräten aufzubauen. Auch die Übertragungszeiten im Bluetooth Betrieb können sich sehen lassen. Für eine Datei der Größe 3,3 Megabyte brauchte der Koreaner 75 Sekunden. Wer mit dem Slider ins World Wide Web will sollte nicht ungeduldig sein. Der Verbindungsaufbau geht nur sehr träge von statten und dauert gute 15 Sekunden. Mindestens genau solange dauert es bis Internetseiten aufgebaut sind. Die Navigation im mobilen Internet geht dafür umso leichter mit Hilfe des Navigationskeys von der Hand. Features stellen das Anlegen von Lesezeichen, Favoriten, das Speichern von Seiten und des Verlaufes dar. Die Verbindung zum World Wide Web kann entweder per GPRS oder EDGE hergestellt werden.

Die Verbindung zum PC erfolgt über das mitgelieferte USB-Kabel. Die dazugehörige PC Suite ist eine Eigenentwicklung von LG. Die Suite besteht aus einer Desktop ähnlichen Oberfläche auf der insgesamt sieben Icons (Organizer, Kontakte, Nachrichten, Photo, Video, Musik, Zubehör) zur Verfügung stehen. Hinter jedem Icon verbirgt sich ein Explorer mit dem die jeweiligen Dateien abgeglichen und verschoben werden können zwischen PC und Mobiltelefon. Dem entsprechend einfach funktioniert auch das Synchronisieren. Mit einem Klick und binnen weniger Sekunden ist die Synchronisation abgeschlossen.

Über eine Sprachsteuerung oder eine Sprachwahl verfügt der Koreaner nicht. Dafür aber über einen integrierten Sprachspeicher. Der Sprachspeicher verbirgt sich hinter dem Hauptmenüpunkt Multimedia. Die maximale Länge von Sprachaufnahmen ist dynamisch gestaltet. Mit Hilfe des Sprachspeichers können auch Telefonate mitgeschnitten werden. Während eines Telefonates kann der Gegenüber Stumm geschaltet werden, indem der Benutzer den rechten Softkey betätigt. Weiteres Merkmal während eines Gespräches ist das Halten, das per linkem Softkey über das Optionsmenü erreicht werden kann. Über einen integrierten Anrufbeantworter verfügt das Gerät nicht. Die integrierte Freisprechfunktion wird durch Betätigung des Navigationskeys aktiviert beziehungsweise deaktiviert. Sprachqualität und Lautstärkeintervall sind einwandfrei. Bei maximaler Lautstärke kommt es zu leichten Verzerrungen der übertragenen Töne.

Das KM500 ist mit fünf Profilen ausgestattet die allesamt sinnvoll benannt sind. Alle Profile können modifiziert werden. Eigene Profile können nicht erstellt werden. Ein zeitabhängiges Aktivieren einzelner Profile ist ebenfalls nicht möglich. Die flexible interne Speicherkapazität beträgt 50 Megabyte und kann per MicroSD-Karte auf bis zwei Gigabyte erweitert werden. Der rechte Softkey ist unveränderbar mit den Kontakten verknüpft. Pro Kontakt können zwei Rufnummern, die Email Adresse, eine Gruppe, ein Bild, ein Rufton und ein Jahrestag hinterlegt werden. Befindet sich der User im Telefonbuch kann er mit Hilfe der linken Softkeytaste das Optionsmenü öffnen und somit Kontakte bearbeiten und neue Kontakte hinzufügen. Im Telefonbuch können insgesamt bis zu 1000 Kontakte gespeichert werden. Die Einträge kann sich der Benutzer entweder nach Namen, nach Namen mit Nummer oder mit Bild anzeigen lassen. Sieben Gruppen hält das KM500 bereit und auf Wunsch können weitere Gruppen erstellt werden. Des Weiteren stehen acht freibelegbare Kurzwahlziele zur Verfügung. Während eines Telefonates kann auf die Kontakte zugegriffen werden. Der Organizer verfügt über einen Kalender, Aufgaben und Notizen. Die Termine, die im Kalender eingetragen werden, beinhalten folgenden Detailinformationen: Zeit (von, bis), Betreff, Alarm und Wiederholen. Als Wiederholungsmöglichkeiten bietet das Gerät einmal, täglich, wöchentlich, monatlich und jährlich an. Neben den Notizen, hier können nur Texte bis zu 100 Zeichen gespeichert werden, erlauben Aufgaben das Hinterlegen von Fälligkeitsdatum, Notiz, Priorität und Status.

Als Rechenfunktionen bietet der Slider zum einen einen Trinkgeld-Rechner an, mit dessen Hilfe man sich das notwendige Trinkgeld bei Restaurantbesuchen errechnen lassen kann. Zum anderen verfügt er über eine Reihe von Umrechenfunktionen (Währung, Fläche, Länge, Masse, Temperatur, Volumen, Geschwindigkeit). Darüber hinaus steht ein konventioneller Taschenrechner zur Verfügung. Auch eine Stoppuhr und eine Anzeige für Weltzeiten fehlen beim KM500 nicht. Als Spiele sind von Haus aus Pump it up und E2E3Chess installiert. Bei Pump it up müssen Noten eingesammelt werden und E2E3Chess ist ein Schachspiel. Der Funfaktor bei den Games ist mittelmäßig denn Jump and Run oder Aktion Fans kommen nicht auf ihre Kosten. Per Java können aber weitere Games auf das Handy geladen werden. Über einen Dokumentenleser verfügt der Slider nicht. Der integrierte Wecker funktioniert auch bei ausgeschaltetem Gerät und kann bis zu fünf Wecktermine verwalten. Besonderheiten bieten hier das Wecken per Radio und die Schlummerfunktion.

LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500
LG Electronics KM500

Das KM500 verfügt über einen hauseigenen MP3-Player. Der Slider wird als Wechseldatenträger erkannt, hierzu steht unter dem Menüpunkt Verbindungen die Einstellung USB-Massenspeicher bereit. Musikdateien können entweder via Bluetooth (75 Sekunden für 3,3 Megabyte) oder per USB-Kabel (3 Sekunden für 3,6 Megabyte) übertragen werden. Die Liedanwahl erfolgt über die integrierte Bibliothek die die Musikdateien in folgende Kategorien unterteilt: alle Titel, Playlisten, Künstler, Genre und Alben. Von Werk aus verfügt der Koreaner über die Playlisten „am häufigsten gespielt, „am besten bewertet", „ähnliche" und „unterwegs". Unter den Optionen, die über den linken Softkey zu erreichen sind, verbirgt sich die Funktion zur Erstellung eigener Playlisten. Der integrierte Equalizer verfügt über zehn Klangspektren. Leider können die Spektren nicht modifiziert werden. Des Weiteren ist auch die Erstellung eigener Klangspektren nicht möglich. Verlässt man den Player läuft die Musik einfach weiter. Um die Musikwiedergabe zu unterbrechen muss der Player explizit angehalten werden. Demzufolge steigt der Player an der Stelle wieder ein, an der er zuvor das Lied verlassen hat. Die ID3Tag-Funktion erreicht der User ebenfalls über die Optionen. Anschließend muss er die Auswahl Eigenschaften anwählen. Des Weiteren können Lieder beliebig oft wiederholt oder zufällig wiedergegeben werden.

Lieder können zunächst nur im Telefon oder auf der Speicherkarte gespeichert werden. Später können die Musikdateien beliebig in eigene Ordner verschoben werden. Die Lautstärke wird über den Lautstärkeregler rechts außen am Gerät eingestellt. Das Lautstärkeintervall ist ausreichend laut und in 30 Stufen aufgeteilt. Der Lautsprecher ist durchsetzungsfähig und gibt die Musik in guter Qualität wieder. Allerdings krazt er etwas bei maximaler Lautstärke und die Bässe gehen etwas verloren. Unter Verwendung des Headsets ist die Klangqualität hervorragend. Bässe und Höhen kommen sehr gut zur Geltung. Des Weiteren machen sich auch die unterschiedlichen Klangspektren besser bemerkbar. Auch hier ist das Lautstärkeintervall mehr als ausreichend. Der Musikgenuss hat nur wenig Einfluss auf den Leistungsverbrauch des Akkus, so dass bis zu 25 Stunden Musik gehört werden kann. Besonderheiten stellen die Lichteffekte am Navigationskey dar und die Einstellungsmöglichkeiten des Player-Designs. Insgesamt stehen zwei Designs zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt das KM500 über ein FM-Radio (87,5 bis 108,0 Megahertz) ohne RDS Funktion. Der Stationsspeicher umfasst 12 Speicherplätze und die automatische Sendersuche funktioniert einwandfrei.

LG Electronics KM500
 

Mit dem KM500 ist es LG gelungen, ein elegantes Mobiltelefon zu kreieren, das in seiner Funktionalität kompakt ausgestattet ist. Insgesamt gibt es an dem Slider nicht viel auszusetzen. Minuspunkte handelt sich der Koreaner lediglich beim Equalizer ein, der keine Modifikationen zulässt. Glanzlichter setzt das KM500 in Sachen Verarbeitung und Qualität. Auch Foto- und Videoaufnahmen überraschen mit ihrer guten Qualität sofern keine Nachtaufnahmen gemacht werden. Insgesamt bringt LG mit dem KM500 ein solides und rundum gelungenes Mobiltelefon auf den Markt und bei einem momentanen Marktpreis von knapp 100 Euro ist es das Geld alle mal wert.

0 0
Der Bixby-Button des Samsung Galaxy Note 9

Samsungs Bixby kann endlich Deutsch – aber aktuell nur auf einem Modell

Es war eine schwere Geburt, nun könnte der Durchbruch aber kommen: Bixby, der Sprachassistent von Samsung, versteht Deutsch. Der südkoreanische Hersteller hat eine Beta-Funktion mit insgesamt vier Sprachen am 11. Dezember 2018 freigeschaltet. Aktuell kann aber nur eine kleine Nutzergruppe mit Bixby sprechen.
Vorheriger ArtikelTest des LG KB770
Nächster ArtikelTest des Emporia Time
inside handy redaktion
Die inside handy Redaktion liebt Technik und Mobilfunk. Sie besteht aus einem leidenschaftlichen Experten-Team, das es sich zum Ziel gesetzt hat, auch komplexe Themen verständlich zu verpacken. Ob du dich im Smart-Home-Labyrinth oder im Tarif-Dschungel verirrt hast oder im tiefen Smartphone-Ozean zu ertrinken drohst – die Redaktion kennt sich mit allen Facetten des digitalen Lebens aus und bietet Lesern wie dir Orientierung und Unterstützung. Deshalb bringt sie deine Technik auf den Punkt. Jeden Tag.

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein