Test des LG Electronics KF600

Einführung

Test-Datum: 09.05.2008
Software Version: Proprietäres OS
Testversion mit Branding: nein
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LG Electronics KF600

Seit Februar ist das neue Modell KF600 von LG Electronics auf dem deutschen Markt erhältlich. Darf man den Koreanern Glauben schenken, revolutioniert dieses Modell die Bedienung von Mobiltelefonen mit einem neuartigen InteractPad das die Handhabung so einfach macht wie nie zuvor.

 

Dieses kontextabhängige, berührungsempfindliche Menüfeld zeigt jeweils nur die Tasten an, die gerade gebraucht werden. Für extra großen Bedienkomfort und das stylische Design wurde das LG KF600 mit dem iF Product Design Award 2008 ausgezeichnet. Aber ist dieses so hoch angepriesene InteractPad wirklich so gut abgestimmt auf die Bedürfnisse des Users und lässt sich das KF600 so einfach bedienen wie behauptet wird? Wird dieses Handy den hohen Erwartungen gerecht und hat es tatsächlich einen Award für Design und Bedienkomfort verdient?

Verpackung & Lieferumfang

LG Electronics KF600Schwarz, schlicht und im Würfelformat kommt die Verpackung des KF600 daher.

Auf jeder Seite des Würfels ist das Handy mit verschiedenen Funktionalitäten, wie z.B. Camera und Music Player, abgebildet. Das LG Logo und die Modellbezeichnung vervollständigen die äußere visuelle Erscheinung des Würfels. Alles in allem wirkt die Verpackung sehr verspielt und innovativ, passt aber zu dem Konzept der Koreaner die bei der Umsetzung des Gerätes auf Style und Design viel Wert legten.

Passend dazu ist die Gestaltung der Themen, welche auf Basis von Keith Haring Kunstwerken gestaltet wurden. Im Inneren des Würfels versteckt sich eine aufklappbare Blackbox mit einem Magnetverschluss. Wird diese schwarze Box geöffnet kommt das KF600, welches in noblem, schwarzem Samt gebettet ist, zum Vorschein. Auf den Innenseiten der aufgeklappten Box erschließen sich dem Benutzer verschiendste Darstellungen des LG Phones.

Zum Lieferumfang gehören eine PC Suite, eine übersichtlich gestaltetes Benutzerhandbuch in deutsch und in englisch, ein Ladekabel, eine edle Schutztasche aus dunkelbraunem Samt, ein USB Datenkabel und ein Headset. Diese kompakt ausgelegte Zusammenstellung lässt nichts vermissen und verspricht einen fassettenreichen Nutzungsspaß für den Bediener.

LG Electronics KF600

Verarbeitung & Handhabung

LG Electronics KF600

Beim Öffnen des Akkudeckels ist Fingerfertigkeit gefragt, denn in den meisten Fällen öffnet sich eher der Slider als der Schließmechanismus der Akkuabdeckung. Ungewohnt bei LG, dass die SIM Karte nicht unter, sondern oberhalb des Akkus sitzt. Das Einlegen und Entnehmen der Karte funktioniert kinderleicht, ebenso das Handling des Akkus. Deckel und Gehäuse sind gut aufeinander abgestimmt, die Spaltmaße sind sehr gering und sorgen somit für eine gute Passgenauigkeit der einzelnen Teile. Dies gilt auch für den Akku. Ebenso sind die Gleiteigenschaften des Schlittens sehr gut. Das Auslösen des Schiebemechanismus dürfte etwas straffer eingestellt sein, denn dieser öffnet recht schnell. So auch beim Einstecken in die Hosentasche.

LG Electronics KF600

Die Spaltmaße sind gering, so dass keine Taste wackelt oder zu Verkippungen neigt. Auch die Akkuabdeckung sitzt formschlüssig und lässt keinen Freiraum zum Eindringen von Staub oder ähnlichem. Um Steckverbindungen herzustellen muss der Bediener zwar einen ungewohnt hohen Druck aufwenden, dafür sitzt die Verbindung dann aber sehr fest und stabil.

Im geschlossenen Zustand stehen dem User lediglich drei Tasten zur Verfügung. Auf der linken Seite befinden sich die Tasten zur Lautstärkeregelung und zur Aktivierung des MP3 Players. Auf der rechten Seite sitzt die Aufnahmetaste für Bilder und Videos. Zusätzlich befindet sich eine Anschlussbuchse für Lade-, Datenkabel und Headset auf dieser Seite des Gerätes. Diese Anschlussbuchse kann durch eine klappbare „Abdeckung“ verschlossen und somit vor Verschmutzungen geschützt werden. Das übersichtliche äußere Design setzt sich auch auf der Rückseite fort. Dort befinden sich lediglich die Kameralinse und Blitzeinheit sowie das Logo des Herstellers.LG Electronics KF600

Schiebt man den Slider auf, erschließt sich dem User ein Tastenfeld. Die 15 Tasten sind konventionell belegt, mit der grünen Hörertaste oben links, mit der c-Taste mittig und der roten Hörertaste oben rechts. Fortlaufend nach unten befinden sich neun Zifferntasten, welche auch die Buchstaben des Alphabetes implementieren. Die Sterntaste links unten, die 0-Taste und die Rautetaste rechts unten komplettieren das Tastenfeld.

Es ist nahezu unmöglich Texte blind einzutippen, da die einzelnen Tasten nicht aus der Oberfläche herausragen. Des Weiteren in die Distanz zum InteractPad zu groß, um diese mit einer Hand zu überbrücken. Das ist im T9 Modus notwendig, da auf diese Art und Weise zwischen den einzelnen Wörtern gewechselt werden kann. Der Druckpunkt der Tasten ist gut gewählt, ein leises Knacken bestätigt die Betätigung der einzelnen Tasten. Auch die Bedienung des berührungsempfindlichen InteractPads geht gut von der Hand. Die Sensortasten reagieren gut, aber etwas träge auf Druckbewegungen und kommentieren dies durch ein akustisches bzw. ein vibrierendes Signal.

LG Electronics KF600Der Vibrationsalarm ist stufenweise einstellbar, allerdings könnte er etwas durchsetzungsfähiger sein. Befindet sich das Handy in der Hosentasche nimmt der User das Vibrieren kaum war. Gut sind die Ruftonartvariationen. Selektiert werden können nur der Klingelton, nur der Vibrationsalarm und die Kombination beider, wobei dem Endverbraucher freigestellt ist, ob Vibration und Rufton gleichzeitig oder sequentiell in Aktion treten sollen.

Sprachqualität & Empfang

LG Electronics KF600Die Sprachqualität des Koreaners ist einwandfrei. Die Verständigung zwischen beiden Teilnehmer ist gut, auch bei Nebengeräuschen bleibt die gute Qualität erhalten. Während eines Gespräches kann die Lautstärke über die seitlich am Gerät positionierten Kipptasten eingestellt werden. Das dafür vorgesehene Intervall ist gut gewählt.

Auch beim Empfang kann das KF600 punkten. Selbst hinter dicken Mauerwerken und Kellern ist die Netzzugang uneingeschränkt und gut.

Laut Hersteller erreicht der Slider Sprechzeiten von bis zu 150 Minuten. Im alltäglichen Gebrauch bestätigt sich diese Angabe. Standby Zeiten von weit über eine Woche sind mehr als ausreichend. Wird das Gerät stark frequentiert, muss der Akku bereits nach wenigen Tagen aufgeladen werden. Vor allem die Blitzeinheit der Kamera belastet die Akkulaufzeit erheblich. Die Ladezeit beträgt zwei Stunden.

Display & Kamera

LG Electronics KF600Das KF600 verfügt über zwei Displays, wobei es sich bei dem zweiten um das angepriesene InteractPad handelt, welche sich unter der glasartigen Front befinden. Beide Anzeigen sind durch einen vier Millimeter dicken, schwarzen Rahmen räumlich voneinander getrennt.

Das obere, 2-Zoll große TFT Display löst mit 320x240 Pixel auf und dient einzig und allein der Visualisierung. Das 1,49-Zoll große TFT InteractPad dient zu Steuerzwecken, es zeigt lediglich Menübuttons an. Die räumliche Trennung der Displays hat den Vorteil, dass die obere Anzeige frei von unangenehmen Fingerabdrücken bleibt. Allerdings bedarf es einer Eingewöhnungszeit, da der User anfangs dazu neigt, auch das obere Display als Touchscreen zu benutzen. Beide Anzeigen stellen die Zeichen scharf und mit hoher Brillanz dar. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann das Display nur mit größter Mühe eingesehen werden.

Die Beleuchtungsdauer kann in fünf Stufen und die Helligkeit in vier Intervallen eingestellt werden. Weitere Einstellungsmöglichkeiten bieten Thema, Menüstil, Schriftart und Wählschriftstil sowie Hintergrundtext. Bei den Themen, die allesamt animiert sind, hält der Slider insgesamt acht Vorgaben bereit. Fünf davon wurden nach Vorgaben des Künstlers Keith Haring gestaltet und sind sehr stylisch. Je nach Benutzereinstellung erscheinen diese Animationen nicht nur auf dem oberen Display, sondern verwenden auch das InteractPad für ihre Interaktionen.

Für das KF600 stehen die Menüthemen als „Raster“ und als „Liste“ zur Verfügung. Darüber hinaus kann der gewünschte Schriftstil (fünf Möglichkeiten) für Texteingaben ausgewählt werden. Unter dem Topic „Wählschriftstil“ verstecken sich insgesamt drei Animationen, die die Ziffern bei ihrer Eingabe auf verschiedene Art und Weise beleben. Die Eingabe eines Hintergundtextes bietet dem User die Möglichkeit, Texte im Standby Bildschirm anzeigen zu lassen. Eine Bildschirmschonerfunktion bietet der Slider nicht, auch Ein- und Ausschaltanimationen können nicht modifiziert werden.

Das KF600 verfügt über eine 3-Megapixel Kamera mit 4-fach digitalem Zoom mit der der User Bilder und Videos aufzeichnen kann. Das Display leistet gute Arbeit als Sucher, alle Details lassen sich einwandfrei erkennen. Bei der Aufnahme von Bildern lassen sich eine Vielzahl von Features mit Hilfe der Sensortasten einstellen. Im Einzelnen sind das: Aufnahmemodus, Auflösung, Qualität, Gesichtserkennung, Licht, Bildstabilisator, Selbstauslöser, Speicherort, Multiaufnahme, Autofokus, Farbeffekt und Weißabgleich. Auf den ersten Blick wirkt das KF600 bestens ausgestattet als Fotografiereinheit, allerdings offenbaren sich bei näherer Inspektion einige Mängel. So ist beispielsweise von Nachtaufnahmen abzuraten, da sich der Blitz bei Dunkelheit nicht durchsetzen kann. Ein Nachtaufnahmemodus würde die Aufnahmemodi sinnvoll ergänzen, denn bei Aufnahmen im Dunkeln lassen sich später lediglich die Konturen erkennen.LG Electronics KF600

Ein weiteres Minus verdient sich der Kameramodus bei der Bildstabilisierung. Minimale Bewegungen gleicht er noch gut aus, bei ruppigen Bewegungen versagt der Stabilisator. Ist genügend Umgebungslicht vorhanden lassen sich hervorragende Bilder erzeugen. Auch bei niedrigeren Auflösungen wirken Bilder auf dem Display des Sliders gestochen scharf und nicht verpixelt. Gleiches gilt für die Bilder wenn sie später auf dem PC betrachtet werden. Die Geschwindigkeit mit der die Bilder aufgezeichnet werden ist ok, nach wenigen Sekunden hat das Gerät das Bild im Display fixiert. Selbstverständlich kann der Benutzer den Autofokus deaktivieren und manuell für die richtige Fokussierung sorgen.

Beim Aufzeichnen von Videos stehen dieselben Einstellungsmöglichkeiten wie beim Fotografieren zur Verfügung. Bei langsamer Handhabung funktioniert das Display als Sucher prima, bei etwas flotteren Bewegungen ruckeln die dargestellten Szenen im Display und hinken dem Original etwas hinterher. Videos werden im MPEG4 Format gespeichert.

Sowohl für Bilder als auch für Videoaufnahmen können eigene Ordner erstellt und benannt werden. Hinsichtlich des MP3 Players und einer internen Speicherkapazität von 20 Megabyte sollte der Endverbraucher beim Kauf des Handys auch gleich in eine Speicherkarte investieren. Der Gesamtspeicher lässt sich auf insgesamt zwei Gigabyte erweitern.

LG Electronics KF600

OS & Bedienung

LG Electronics KF600
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In der Statusleiste des Sliders finden sich im Standby Betrieb die allseits bekannten Elemente wieder, wie beispielsweise die verbleibende Akkukapazität oder die Netzstärke. Insgesamt stehen 18 Statuselemente zur Verfügung.

Im Standby Bildschirm offenbart das InteractPad dem User sechs berührungsempfindliche Sensortasten, welche in zwei Reihen zu je drei Icons angeordnet sind. Im Einzelnen sind das: Hauptmenü, Nachrichten, Adressbuch, Wecker, Profile, Schnelltasten ausblenden bzw. deaktivieren. Die weiterführenden Menüs können wahlweise als Listen oder als Raster visualisiert werden. Der User kann davon vier Sensortasten nach Lust und Laune umgestalten, so dass die am häufigsten verwendet Anwendungen sofort für ihn bereit stehen.

Leider sind nicht alle Icons, die für die Sensortasten vorgesehen sind, selbsterklärend. Beispielsweise verbergen sich hinter dem Lautsprechersymbol die Profile. Verlässt man das Menü dienen die Sensortasten unterschiedlichen Zwecken, zum Beispiel zur Navigation oder zur Steuerung des MP3 Players. Die Sensortasten passen sich der aktuell ausgeführten Aktion und dem Betriebszustand intelligent an.

Das Hauptmenü verfügt über neun Menüpunkte (Browser, Anrufliste, Extras, Multimedia, Nachrichten, Eigene Dateien, Profile, Kontakte, Einstellungen) und ist logisch aufgebaut. Auch ohne das Benutzhandbuch zu studieren findet man sich hier zu Recht. Eine Umstrukturierung dieser Menüs ist nicht möglich.

Das Unterdrücken bzw. Senden der eigenen Rufnummer funktioniert ebenfalls problemlos. Entweder nutzt man die zuvor dafür zugewiesene Sensortaste oder das Hauptmenü mit folgendem Pfad Einstellungen – Anrufe – Eigene Nummer senden. Obligatorisch bietet das KF600 dem User die Möglichkeit Anrufe zu verwalten. Das zugehörige Menü erreicht man entweder über die grüne Hörertaste oder über den Hauptmenüpunkt Anrufliste. Die Liste ist alt bewährt nach „alle Anrufe“, „entgangene Anrufe“, „ausgehende“ und „eingehende Anrufe“ getrennt.

Um eine SMS zu schreiben wählt der User entweder den direkten Weg über die Sensortasten oder den Pfad per Hauptmenü Nachrichten – Neue Nachricht – SMS. Die Schriftart kann variabel durch fünf Vorgaben eingestellt werden, die Schriftgröße ist allerdings unveränderbar. Das ist ein Manko, denn gerade ältere Menschen dürften damit ein Problem haben, da einige angezeigte Zeichen doch recht klein dargestellt werden. Als Schreibmodus stehen die altbekannten Varianten zur Verfügung. Darüber hinaus ist ein sehr lernfähiges T9 System mit integriert. Eine Besonderheit stellt die Handschrifterkennung dar. Im Lieferumfang ist jedoch kein Stylus enthalten und das Schreiben mit dem Finger auf dem InteractPad und dessen Handschrifterkennung wird zu einem schier unmöglichen Unterfangen.

Ziffern erkennt das Gerät noch einigermaßen, bei Buchstaben kapituliert die Handschrifterkennung vollends. In eine Textnachricht können folgende Features eingefügt werden: Symbole, Bilder, Sounds, Textvorgaben und Visitenkarten des Adressbuches. Ein Zeichenzähler informiert über die noch verbleibende Anzahl maximal möglicher Zeichen. Das LG Phone hält 500 Speicherplätze für Kurznachrichten parat, welche im unveränderbaren Ordner „Entwürfe“ gespeichert werden können.

Das Erstellen einer MMS funktioniert ebenfalls problemlos. Zunächst wird der Betreff verfasst und anschließend die Textnachricht. Eingefügt werden können die gleichen Dateien wie bei einer SMS.

Das Gerät bietet beim Einfügen auch die Möglichkeit neue Dateien, wie Bilder oder Sprachaufnahmen, direkt aufzunehmen. Entsprechend dem Zeichenzähler wird der Verbraucher hierbei über einen Zähler der verbleibenden Datenmenge informiert.

Zum Versenden von E-Mails nutzt man entweder wieder eine zuvor belegte Sensortaste oder das Nachrichtenmenü. Bevor Mails versendet und empfangen werden können muss allerdings zuvor ein Konto dafür eingerichtet werden. Wie das im Einzelnen zu geschehen hat wird in der Bedienungsanleitung leider nicht beschrieben.

Als Klingeltöne stehen insgesamt 25 vorinstallierte MP3 Dateien zur Verfügung. Jede andere Datei die das Format trägt kann ebenfalls als Klingelton verwendet werden. Musikdateien können über USB und Bluetooth sowie WAP 2.0 auf das Handy geladen werden.

 

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

LG Electronics KF600Der Koreaner bietet für externe Verbindungen Bluetooth und eine USB Schnittstelle an. Des Weiteren steht ein WAP Browser (WAP 2.0) und GPRS / EDGE (EDGE Klasse 12) zur Verfügung. Das Versenden und Empfangen von Dateien via Bluetooth lässt sich problemlos bewerkstelligen, beansprucht allerdings etwas Zeit.

Versendet werden können alle Dateien die sich auf dem Gerät befinden. Gleiches gilt für die Datenübertragung per USB Kabel. Der Datenaustausch funktioniert sehr zügig. Hierbei wird das Handy als normaler Wechseldatenträger vom PC erkannt. Die mitgelieferte PC Suite dient leider nicht zum Verwalten des Telefons und dessen Dateien, sondern ist lediglich ein Programm mit dessen Hilfe ein Computer über ein GPRS Telefon mit dem Internet verbunden werden kann.

Multimedia & Organizer

Ausgestattet ist das KF600 neben einem Organizer mit einem Taschenrechner, einem Notizblock sowie einer Stoppuhr und Spielen zur Unterhaltung. Des Weiteren kann der Bediener sich die Weltzeitzonen anzeigen lassen und verschiedene physikalische Größen und Währungen umrechnen lassen.

Der Organizer verbirgt sich hinter der Kalenderfunktion und hält die Möglichkeit zum Eintragen und Verwalten von insgesamt 100 Terminen parat. Diese Einträge werden auf Wunsch des Users mit einer Alarmfunktion versehen und können wahlweise einmal, täglich, wöchentlich, monatlich und jährlich wiederholt werden.

LG Electronics KF600
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LG Electronics KF600
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Als Spiele werden zum einen „Mini Game World“, ein Jump & Run Game, und zum anderen Thomsons & Touch, ein Geschicklichkeitsspiel, angeboten. Weitere Spiele können per WAP 2.0 downgeloadet werden.

Sprachaufzeichnungen von mehreren Minuten Länge können vorgenommen werden, über einen Anrufbeantworter verfügt das KF600 leider nicht. Auch eine Sprachsteuerung sucht der Benutzer vergeblich.

Fünf Profile stehen zur Verfügung, wobei hierunter auch „Lautlos“, „Nur Vibrieren“ und „Headset“ Modus fallen. Effektiv können somit nur zwei Profile (Allgemein, Laut) an die Wünsche des Users angepasst werden. Das Hinzufügen von weiteren, eigenen Profilen ist nicht möglich.

Bei der Gestaltung des Adressbuches kann der Slider ebenfalls nicht überzeugen. Für jeden Eintrag (1000 Speicherplätze) sieht das Gerät nur einen spärlichen Rufnummereintrag vor. Das Speichern von Emails und Homepageadressen funktioniert nicht. Bei der Wahl des Speicherortes kann der Endverbraucher zwischen SIM Karte, Telefonspeicher und Speicherkarte wählen. Das Adressbuch bietet weiter die Möglichkeit Gruppen anzulegen und Kurzwahlverbindungen zu erstellen.

Pluspunkte sammelt der Slider durch das Vorhandensein eines Document Viewers. Das Gerät kann Word, Excel, Powerpoint und PDF Formate darstellen.

Das LG Phone hält zur Wiedergabe von Musikdateien (Mp3, AMR, AAC, Midi, MMF) einen MP3 Player mit integriertem Equalizer bereit. Lieder können via USB Datenkabel und Bluetooth problemlos übertragen werden. Der Player wird dabei als Wechseldatenträger erkannt. Der Benutzer kann eigene Playlisten gemäß seinen Wünschen erstellen. Der MP3 Player verfügt über eine Resumefunktion, wobei der Titel beim Neustart des Players immer wieder von vorne beginnt und nicht an der Stelle, an der der User das Lied verlassen hat.

Der Equalizer bietet die Möglichkeit, Sounddateien in zwölf verschiedenen Klangeinstellungen und mit Id3Tag wiederzugeben. Diese Voreinstellungen sich nicht variabel. Unter dem Menüpunkt Eigene Dateien – Sounds können verschiedene Ordner erstellt und benannt werden. Der Klang und das Lautstärkespektrum des Headsets sind tadellos und sorgen für grenzenlosen Musikgenuss egal wo man sich gerade befindet.

Darüber hinaus ist das KF600 mit einem FM-Radio ausgestattet.

Fazit

LG Electronics KF600

Das LG KF600 überzeugt in Sachen Design und Style auf ganzer Linie. Nicht umsonst wurde dem eleganten Slider mit animierten Kunstwerken von Keith Haring der iF Product Design Award 2008 verliehen. Sehr innovativ und bedienerfreundlich ist auch das neuartige InteractPad, welches sich optional auf die aktuelle Menüauswahl des Benutzers einstellt.

Nicht überzeugen kann der Koreaner bei der Konzeptionierung des Adressbuches und der Akkuleistung. Für jeden Kontakt nur ein Eintrag ist sehr dürftig und bei starker Benutzung, vor allem bei Verwendung von Blitz und MP3 Player???, muss der Slider nach wenigen Tagen wieder ans Ladegerät. Ein Mobilfunkstandard der dritten Generation sollte bei einem solch innovativen Gerät ebenfalls nicht fehlen. Insgesamt liefert LG Electronics ein solides, nahezu komplettes Gesamtpaket mit dem KF600 ab, denn ein MP3 Player mit Equalizer, ein FM-Radio, ein Organizer mit Dokumentenleser und eine 3-Megapixel Kamera machen das Handy zum absoluten Alleskönner. Nicht nur Ästheten und Trendbewusste werden viel Freude an diesem nobel Slider haben und mit einem Einstiegspreis von knapp 300 Euro kann dieses Gerät mit ruhigem Gewissen als empfehlenswert tituliert werden.

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