Test des LG KF510

20 Minuten

LG Electronics KF510
 

Als „unnachahmlich stylish“ kündigt LG seinen neuen Slider KF510 an. Flaches und unverwechselbares Design sollen laut Hersteller den Zeitgeist treffen. Ein Metallgehäuse und kratzfestes Display bescheinigen dem Handy eine besondere Haltbarkeit. An Multimedia-Funktionen hat das KF510 neben einer 3.1-Megapixel-Kamera einen MP3-Player zu bieten. Ob sich der schicke Slider auch im Alltag bewährt und ob er so unverwechselbar und haltbar ist, wie von LG angekündigt, verrät Ihnen der Test auf inside-handy.de.

LG Electronics KF510Das KF510 kommt in einer edel wirkenden matt-schwarzen Verpackung. Auf der Oberseite der Banderole prangen Fotos des Sliders in aufgeschobenem und geschlossenen Zustand. Darunter sieht man kleine weiße Quadrate, die sich als Beleuchtung der Außentastatur des LG wieder finden. Zieht man die Banderole ab, kommt ein stabiler schwarzer Karton zutage, auf dem ebenfalls die weißen Quadrate zu sehen sind. Wird der Kartondeckel aufgeklappt, fällt der Blick auf eine transparente braune Plastikabdeckung, die das Handy schützen soll, welches zusammen mit dem Akku in einer schwarzen Plastikschale liegt. Auf der Unterseite des Deckels ist noch einmal das KF510 in Schrägansicht abgedruckt. Entfernt man die Schale mit dem Handy, kommen zwei kleine und ein größerer Pappkarton zutage, die ein USB-Datenkabel, ein Stereo-Headset und das Netzteil beinhalten. In einer flachen schwarzen Pappschachtel verbirgt sich noch die Bedienungsanleitung sowie eine Mini-Software-CD. Die ganze Verpackung macht einen sehr hochwertigen Eindruck, so dass es spannend wird, ob sich dieser Eindruck in der Qualität des Handys wiederfindet.

 

LG Electronics KF510
LG Electronics KF510
 

Das Entfernen der Akkuabdeckung des KF510 gestaltet sich als einfach. Durch Drücken eines Knopfes löst sich die Verriegelung, und die Abdeckung lässt sich leicht vom Slider ziehen. Darunter kommt der Akku zum Vorschein. Unter ihm sieht man den Slot für die MicroSDSpeicherkarte. Wundern wird sich, wer einen herkömmlichen SiIM-Einschub erwartet, denn die Halterung für die Karte befindet sich in einer winzigen Schublade, die erst herausgezogen werden muss, um die SIM-Karte einzulegen, was allerdings kein Problem darstellt.

LG Electronics KF510Anders sieht es da mit dem Entfernen der Karte aus. Will man mit dem Fingernagel unter die Karte haken, um sie aus der Lade zu heben, schiebt sich die Schublade leicht wieder in ihre Versenkung, bevor man es geschafft hat, die SIM-Karte zu entfernen. Mit seiner grau-silbernen Metalloberfläche und dem großen Display macht das schlanke KF510 auf den ersten Blick einen sehr hochwertigen Eindruck. Wer es zum ersten Mal in die Hand nimmt, wird sich fragen, wo das Handy einzuschalten ist, denn von Außentasten unter dem Display ist bei der ersten Betrachtung nichts zu sehen. Dreht man den Slider etwas, so fällt der Blick jedoch auf die Ein-/Aus-Taste, die man nach unten schieben muss, um ihn einzuschalten. Unter dem Display befindet sich die von dunkelgrau in hellgrau übergehende Touchpad-Fläche, die jedoch nur bei eingeschaltetem Handy, und nach zweimaligem Drücken der Kamerataste, als solche zu erkennen ist.

Auch die metallene Rückseite des Sliders, geht von fast schwarz in helleres Grau über. Der Seitenrand des KF510 besteht aus silber glänzendem Metall. Wer auf eine makellose Oberfläche seines Handys Wert legt, kommt um das Mitführen eines Putztuches nicht herum, denn die glänzende Oberfläche zieht Fingertapsen magisch an. Die Verarbeitung hinkt der Optik leider etwas hinterher. Zwar ist die Vorderseite des Sliders laut LG aus kratzfestem Hartglas, die übrige Oberfläche aus Metall, und ein innerer Slidemechanismus verspricht gegenüber einem normalen Slide eine starke und haltbare Struktur. Dieses kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Akkuabdeckung recht locker und wackelig in ihrer Verankerung sitzt, und auch der Slidemechanismus ein deutliches Spiel zu den Seiten hin hat.

LG Electronics KF510Der Metall-Slider liegt kühl, und dank abgerundeter Ecken, angenehm in der Hand. Mit seinen schlanken Maßen von 104.9 x 49.5 x 10.9 mm und 110 g, fällt sein Korpus, auch bei längeren Telefonaten, nicht allzu schwer ins Gewicht. Das LG KF510 verfügt über sehr geringe Spaltmaße, so dass Staub auf Dauer lediglich in der Einbuchtung der Ein/-Aus-Taste eine Chance haben wird, sich anzusiedeln. Schiebt man den Slider auf, beginnen die Tasten des Touchpads für einige Zeit weiß zu leuchten und  es kommt eine numerische Tastatur mit großen Tasten zum Vorschein. Auf der Rückseite des Handys werden nun Kameralinse, Portraitspiegel und Kameraleuchte sichtbar, die vorher hinter dem Slider verborgen waren. An der linken oberen Ecke des LG befindet sich eine Öse für Handschlaufen oder Handyschmuck. Mittig ist an der linken Seite die silberne Wipptaste für die Lautstärkeregelung angesiedelt.

Schaut man sich die rechte Außenseite des Sliders an, sieht man zuoberst den Multifunktionseingang für USB-Kabel, Headset und Ladegerät, mit einer silberfarbenen Abdeckung. Ganz unten ist hier die Kamerataste angesiedelt, und mittig die Ein-/Aus-/Gesprächsende-Taste. Möchte man eine MicroSD-Karte in das Handy einlegen, muss man zuvor den Slider aufschieben, und hat dann auf der rechten Seite Zugang zu dem Slot, der zuvor schon unter dem Akku sichtbar geworden ist. Werden USB-Datenkabel, Netzteil oder Headset in die Multifunktions-Buchse des Sliders gesteckt, sitzen diese eher wackelig in ihrer Verankerung, so dass ein Herausrutschen leicht möglich ist. Anstelle eines herkömmlichen Tastaturfeldes, wurden die Außentasten beim KF510 Sensortasten ersetzt. Ist dieses aktiviert, sieht man links außen unter dem Display die linke Softtaste, und rechts außen die rechte Softtaste, als weißen Strich dargestellt. Links unten ist eine weiße Hörertaste und rechts unten die Löschtaste „C“. Mittig ist das Touchfeld angesiedelt, das eine 5-Wege-Navigationstaste ersetzt. Dieses ist durch ein weißes Kreuzchen in der Mitte (OK-Taste), und jeweils einem Kreuzchen darüber, darunter, links und rechts daneben, gekennzeichnet.

LG Electronics KF510Die Bedienung der Navigationstasten ist gewöhnungsbedürftig. Klickt man direkt auf die Sensortasten oder besser gesagt Kreuzchen,  welche man ziemlich genau treffen muss, lässt sich das Tastenfeld bedienen, wie eine normale Außentastatur. Zieht man mit dem Finger über die Tastatur, kann man, ähnlich wie beim Touchpad eines Notebooks, durch die Menüs scrollen. Witziges Feature ist hier, dass dort, wo der Finger sich gerade befindet, weitere weiße Kreuzchen aufleuchten. Jedes Tippen quittiert der Slider, je nach Einstellung, mit leichter Vibration oder Tönen. Ansonsten ist diese Bedienung jedoch eher schwierig, da man häufig aus Versehen auf den benachbarten Menüpupunkt oder gleich ganz in ein anderes Listenmenü gerät. Hier geht Design deutlich auf Kosten der Bedienbarkeit. Anders sieht es da mit dem numerischen, klassisch angeordneten, Tastaturfeld aus. Die einzelnen Tasten sind schön groß und rechteckig, und durch abwechselnd etwas rauhe und glatte geriffelte Oberflächen, auch beim Blind-SMS-Tippen, gut voneinander abzugrenzen. Die Tasten haben einen guten Druckpunkt und sind obwohl sie unter einer geschlossenen Tastaturmatte liegen, leicht erhaben. Der Vibrationsalarm des KF510 ist sehr leise, aber dennoch deutlich zu spüren.

LG Electronics KF510Leider gar nicht punkten kann das KF510 mit seiner Sprachqualität. Der Gesprächsteilnehmer klingt verrauscht, während die eigene Stimme vom Gesprächspartner als dumpf beschrieben wird. Damit nicht genug, ist auf der Gegenseite hin und wieder ein unerklärliches Piepen zu vernehmen, und trotz guter Netzempfangsanzeige ist der Gesprächspartner zeitweise abgehackt zu hören. Störend wirkt außerdem die Tatsache, dass dadurch, dass man mit der Wange während des Gespräches hin und wieder auf das Touchpad gelangt, jedesmal Vibration oder Töne ausgelöst werden. Möchte man ein Gespräch bei deaktivierter Aktivklappe beenden, dient hierfür die seitlich angebrachte Gesprächsende-Taste, an deren ungewöhnliche Anordnung man sich erst einmal gewöhnen muss. Während des Gespräches kann die Gesprächslautstärke mit der seitlichen Wipptaste den äußeren Gegebenheiten angepasst werden. Laut LG erreicht der 800 mAh Akku eine Gesprächszeit im GSM-Netz von 3 Stunden, und eine Standby-Zeit von 250 Stunden. Der Gebrauch von MP3-Player und Kamera oder Bluetooth, setzt die Akkulaufzeit deutlich herab.

Der SAR-Wert des Gerätes liegt bei 0.496 W/Kg.

LG Electronics KF510Das 2,2 Zoll große TFT-Display des KF510, mit einer Diagonale von 55,9 mm, gibt 256.000 Farben in einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln, scharf und brillant wieder. Die Displayanzeige ist trotz der glänzenden Displayoberfläche auch unter einer starken Lichtquelle noch gut ablesbar. Bei Dunkelheit brillieren können sowohl Display, als auch das von unten weiß beleuchtete Tastenfeld. Die Beleuchtungsdauer des Displays lässt sich in fünf Stufen bis zu 60 Sekunden einstellen. Für die Helligkeitseinstellungen gibt es laut LG einen Sensor, der die Displayhelligkeit den äußeren Gegebenheiten anpasst. Stellt man die Auto-Helligkeit aus, ist es möglich die Displayhelligkeit manuell in vier Stufen einzustellen. Der Slider beinhaltet die Themes „LG Standard“, „leuchtend blau“ und „leuchtend orange“. Optional kann man den Hintergrund dem Theme entsprechend belassen oder selber einstellen. Hierfür kann man mit der Kamera selbst geschossene Fotos wählen, aber auch eines der 8 auf dem Handy vorinstallierten farbigen Fotos oder eine der 14 recht originellen Animationen, die das LG bietet. Im LG KF510 ist eine 3.1-Megapixel-Kamera mit 2.0-fach Digital Zoom verbaut, wobei die Zoom-Funktion nur bei einer Bildauflösung von 640×480 Pixeln und weniger verfügbar ist. Die Kamera ist nur bei aufgeschobenem Slider bedienbar. Als Sucher dient das Display im Querformat. Der Auslöser reagiert bei höchster Bildauflösung sehr langsam, was besonders Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen oder mit Blitz, verwischen lässt. Am linken unteren Bildschirmrand werden die Optionen angezeigt.

 

 

Öffnet man diese, so stößt man auf die Grundeinstellungen:

  • Videokamera (Hier kann man auf die Videokamera-Funktion umschalten)
  • Anzeige (Standard oder Symbole aus)
  • Auflösung (320×240,640×480,1280×960,1600×1200,2048×1536)
  • Qualität (normal, fein, superfein)
  • Bildstabilisator
  • Autofokus
  • Auslöserton (3 Stück zur Auswahl)
  • Rasteransicht (aus, Kreuz, Gitter)
  • Speicherort (Telefon, Speicherkarte)
  • Standardeinstellungen

LG Electronics KF510Mit der Navigations-Taste „nach oben“ lassen sich weitere Foto-Einstellungen vornehmen, wie Fotoleuchte und Rote-Augen-Korrektur, Selbstauslöser, Multiaufnahme, Weißabgleich, Farbeffekte (Sepia, Schwarz/Weiß, Negativ) und EV (für den Kontrast) anwählen und einstellen.

Im Videomodus stehen folgende Menüpunkte zur Auswahl:

  • Anzeige (Standard oder Symbole aus)
  • Kamera (schaltet wieder in den Kameramodus)
  • Auflösung (176×144 oder 320×240)
  • Qualität (superfein, fein, normal)
  • Speicherort (Telefon, Speicherkarte)
  • Standardeinstellungen

Am rechten oberen Bildrand gelangt man in die eigenen Dateien. Hier werden jeweils entweder die geschossenen Fotos oder die aufgenommenen Videos zur weiteren Verwendung angezeigt. Fotos kann man hier anschauen, löschen, „verwenden als…“, senden, als Diashow anzeigen lassen, sortieren und ihren Modus und Informationen anzeigen lassen. Für Fotos und Videos können unter dem Menüpunkt „Eigene Dateien“ im Bilderordner weitere eigene Ordner angelegt werden. Die Qualität der Fotos ist für eine 3.1-Megapixel-Kamera nicht wirklich überzeugend. Zwar wirken bei sehr guten Lichtverhältnissen aufgenommene Fotos noch scharf und Farben werden realistisch dargestellt, aber spätestens bei abgedimmtem Licht oder ungünstigen Lichtverhältnissen, fängt die Kamera an zu schwächeln. Trotz Autofokus und Bildstabilisator werden sich schnell bewegende Objekte verwischt dargestellt, und die Kamera muss sehr still gehalten werden, um die Bilder nicht zu verwackeln. Ebenso verhält es sich mit den Videoaufnahmen. Auf dem Computermonitor dargestellt, wirken sie selbst bei höchster Auflösung leicht verpixelt, so dass sie eher dem Spaßfaktor zuzuordnen sind.

 

 
LG Electronics KF510
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Das Menü des LG KF510 ist logisch aufgebaut und intuitiv bedienbar. Es kann wahlweise als Raster oder Listenmenü angezeigt werden. Die einzelnen Icons sind numeriert und zusätzlich mit ihrer Funktion beschriftet.

Das Hauptmenü beinhaltet die Funktionen: Spiele und mehr, Anrufliste, Organizer, Multimedia, Nachrichten, Eigene Dateien, Profile, Kontakte, Extras, Browser, Verbindungen und Einstellungen. Unter den Icons verbirgt sich in Listenmenüs im Wesentlichen, was man der Bezeichnung nach erwartet.

Die Anordnung der Icons ist nicht veränderbar. Um eine SMS zu schreiben, kann man wahlweise auf den Hauptmenüpunkt Nr. 5 „Nachrichten“ zugreifen oder direkt eine der Schnellzugriffstasten mit dieser Funktion belegen.

Die vier Richtungspfeile der Navi-Taste sind mit verschiedenen Schnellzugriffsfunktionen belegt, so dass man direkt vom Standbybildschirm aus darauf zugreifen kann. Schrifteinstellungsmöglichkeiten betreffend ist das KF510 sehr gut ausgestattet.

So kann man die Schriftgröße für das Menü, den Wählvorgang und Nachrichten, jeweils in klein, normal und groß einstellen. Auch lässt sich zwischen den Schriftarten „Gothic, Round, Serif, Script und Joy“ wählen. Die drei Wählschriftstilarten „Musik, Garten und Digitalanzeige“ machen das Display beim Wählen zum Hingucker.

In den „Einstellungen“ findet man den Unterpunkt „Anrufe“. Hier lässt sich die Rufumleitung, eine Anrufsperre, Festwahlnummern, Rufannahme, Senden der eigenen Rufnummer, Anklopfen, ein Minutenton, die automatische Wahlwiederholung und das Senden von MFV-Tönen konfigurieren.

Im Hauptmenü befindet sich auch das Icon „Anrufliste“. Hier kann der Nutzer alle Anrufe, entgangene Anrufe, ausgehende Anrufe, eingehende Anrufe, Anrufdauer, Anrufkosten und Dateninformationen nachverfolgen.

Möchte man eine SMS oder MMS verfassen, so kann man in der Nachrichten-Funktion auf „Nachrichten“ zugreifen. Je nachdem, ob der Nachricht ein Bild oder Video zugefügt wird, wird die Nachricht als SMS oder MMS versandt. Die Seite zum Verfassen einer Nachricht ist sehr schlicht, ähnlich einem linierten Blatt Papier.

Oben auf der Seite wird Seite 1 bis 10 angezeigt, die Anzahl der verbleibenden Zeichen und der Abc, 123 oder T9 Modus. Je nachdem, ob man eine SMS oder MMS verfasst, können Bilder, Sounds, Videos, Symbole, Textvorlagen, Emoticons und Name & Nummer über den Link „Optionen“, am linken unteren Bildschirmrand, hinzugefügt werden. Das Verfassen einer Nachricht gestaltet sich auch aufgrund der großen numerischen Tasten als sehr einfach.

Um E-Mails mit dem KF510 versenden oder empfangen zu können, muss zuerst ein E-Mail-Konto eingerichtet werden. Man wird hierfür automatisch durch ein Menü gesteuert, um die nötigen Angaben für das E-Mail-Konto zu machen. Es ist möglich, mehrere Konten einzurichten.

Einer E-Mail können als Anhang ein Bild, Video, Sound, Dokument, Kontakt, Visitenkarte, Termin oder andere Dateien angehängt werden. Außerdem kann speziell für die E-Mail ein neues Foto, neues Video oder neuer Ton aufgenommen werden.

Der Slider hat 22 Standardruftöne im MP3-Format mit an Bord. Bei höchster Lautstärkeregelung gibt das KF510 diese sehr laut wieder. In den Höhen neigen laut eingestellte Klingeltöne jedoch leicht dazu, klanglich zu verzerren.

Die Tastatursperre des Handys schaltet sich nach dem Zuschieben sofort ein und verhindert so ein versehentliches Zugreifen auf das Touchpad, wenn das Handy in der Tasche getragen wird. Ein Entsperren der Tasten ist bei geschlossenem Slider durch zweimaligen Druck auf die Kamerataste oder durch Aufschieben des Sliders möglich.

Ist der Slider geöffnet, schaltet sich die Tastatursperre des Touchpads je nach Einstellung der Beleuchtungsdauer dann ein, wenn sich das Display abschaltet. Hier wird das Touchpad durch den Druck auf eine beliebige Seiten- oder Nummerntaste wieder aktiviert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LG Electronics KF510Das LG KF510 ist ein GSM Tri-Band Handy. An Connectivity-Möglichkeiten bietet es:

  • GPRS
  • EDGE
  • Bluetooth
  • USB/ POP-Portstelle

Über das USB-Kabel an den PC angeschlossen, wird es als Massenspeicher erkannt, so dass auf einfachem Wege Dateien zwischen Telefon und PC ausgetauscht werden können. Die mitgelieferte Software ermöglicht es, Kontaktdaten, Nachrichten und Multimediadateien zwischen PC und Handy auszutauschen. Mit dem Programm „Internet-Cube“ lässt sich das Handy als Modem nutzen. Auch die Bluetoothverbindung zwischen dem Slider und einem Notebook klappte im Test einfach und reibungslos. Fotos und Musikdateien konnten auf diesem Wege schnell ausgetauscht werden. Der 24 Mbyte große flexible Speicher des LG kann durch eine MicroSD-Speicherkarte um bis zu 4GB erweitert werden. Eine Speicherkarte war jedoch leider nicht im Lieferumfang vorhanden.

Das LG KF510 verfügt über keine Sprachwahl und keine Sprachsteuerung. Wer seine Hände bei einem Telefonat frei haben möchte, kann über die integrierte Freisprecheinrichtung telefonieren. Diese wird nicht, wie bei Handys häufig üblich, über einen gesonderten Punkt im Listenmenü angezeigt, sondern lediglich über ein Lautsprechersymbol auf dem unteren Displayrand, während des Telefonates. Der Lautsprecher gibt die Stimme des Gesprächspartners hierbei nur mäßig laut wieder und auch vom Gegenüber wird man nur mittellaut gehört. Der Sprachspeicher des Gerätes kann eine Sprachaufzeichnung entweder extra für eine MMS zugeschnitten, in diesem Fall 30 Sekunden lang oder benutzerdefiniert, in diesem Fall so lange, wie der Telefonspeicher es zulässt, aufnehmen.

Während eines Telefonates ist es über die Optionen im Display möglich, das Mikrofon auf stumm zu stellen, falls man einmal nicht möchte, dass der Gesprächspartner mitbekommt, was in der eigenen Umgebung besprochen wird. Im KF510 sind 5 Profile voreingestellt: Allgemein, Lautlos, Nur vibrieren, Laut und Headset. Die Profile sind nicht zeitgesteuert, lassen sich aber dennoch den eigenen Wünschen entsprechend anpassen. Weitere Profile kann der Nutzer jedoch nicht erstellen. Unter dem Menüpunkt „Kontakte“ verbirgt sich das Telefonbuch des Sliders. Kopiert man die Kontakte von der SIM-Karte auf das Telefon oder speichert neue Kontakte gleich dort, lassen sich dem einzelnen Kontakt Benutzerdaten hinzufügen. Hierzu zählen: Mobiltelefon, Privatnummer, Büro, E-Mail, Fax, Gruppe, Rufton, Foto und Notizen. Während eines Gespräches ist es über das Optionsmenü möglich, auf Kontakte zuzugreifen. Im Organizer des Telefones sind ein Kalender und eine Notiz-Funktion zu finden.

Der Kalender wird klassisch in der Monatsansicht angezeigt. Man kann aber auch zu einzelnen Daten scrollen und sich diese anzeigen lassen. Einem Datum kann ein Termin zugewiesen werden. Hierfür bieten sich folgende Einstellungsmöglichkeiten: Zeit (Uhrzeit und ganztätig), von – bis, Wecker (kein Alarm, rechtzeitig, 15 Min. vorher, 30 Min. vorher, 1 Std. vorher, 1 Tag vorher, 3 Tage vorher), Betreff, wiederholen (einmal, täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich). Unter dem Menü-Icon „Extras“ befindet sich neben einem Taschenrechner, einer Stoppuhr, einem Umrechner und SIM-Diensten auch eine Weltzeitanzeige und ein Wecker. Der Wecker bietet folgende Einstellungsmöglichkeiten: Zeit (ein, 15 Min. später, 30 Min. später, in 1 Stunde, aus), wiederholen (einmal, täglich, Mo-Fr, Mo-Sa, Sa-So), Wochentage wählen, Alarmtyp (immer laut, immer vibrieren, gemäß Profil), Alarmton, Name des Weckers. Es können beliebig viele verschiedene Wecktermine eingestellt und benannt werden.

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Auf dem LG KF510 lassen sich digitale Uhrzeit und Datum in verschiedenen Formaten einstellen. Sie sind entsprechend dem gewählten Theme groß im Standby-Display zu sehen. Während der Navigation durch das Menü sieht man die Uhrzeit im Kleinformat am oberen Bildschirmrand. Mit dem Slider kommen die Spiele Mini Game World und „Sudoku Puzzle. In „Mini Game World“ bewältigt man, wahlweise mit einem kleinen Pinguin oder einer Katze, Spring- oder Laufaufgaben. Das Spiel ist ganz niedlich und eignet sich eher zum Zeitvertreib, als dass es ein optisches Highlight wäre. „Sudoku Puzzle“ ist ein optisch einfach gestaltetes Spiel für Sudoku–Fans.

Mit dem MP3-Player des KF510 können, über Bluetooth oder Datenkabel vom PC auf das Handy übertragene oder aus dem Internet heruntergeladene, Musikstücke abgespielt werden. Auf dem Handy können beliebig viele Playlists angelegt werden. Werkseitig sind die Playlists „Unterwegs“, „Zuletzt gespielt“ und „Lieblingslieder“ voreingestellt. Musikstücke kann man sich außerdem nach Künstlern, Alben und Genres anzeigen lassen. Eine zufällige Wiedergabe ist ebenso einstellbar, wie einmaliges Wiederholen eines Stückes oder das Wiederholen aller Musikstücke. Der Equalizer ermöglicht die Wiedergabe in den Klangspektren: Allgemein, 3D, Konzert, Jazz, Pop, Rock, Dance, Live, Bass, Country. Während der Wiedergabe zeigt der Player Titel, Interpreten und Album an. Die Titel werden laut, aber etwas metallisch, wiedergegeben. Auch an Klangvolumen fehlt es dem Lautsprecher des Sliders. Über das Headset verbessert sich die Klangqualität des MP3-Players deutlich. Innerhalb der jeweiligen Playlist lassen sich die Titel einfach ansteuern und anwählen. Während des Abspielvorganges kann man dann über die Vor- oder Rückfunktion zum nächsten Titel scrollen. Das KF510 kann Musik in den Formaten AAC, AAC+, eAAC+, AMR, MIDI, SMAF und MP3 wiedergeben. Außerdem verfügt der Slider über ein Radio. Um es zu benutzen, muss jedoch das Headset angeschlossen werden, da dieses als Antenne dient.

LG Electronics KF510
 

Das LG KF510 ist ein schickes, optisch fast futuristisch wirkendes Handy. Bei der Konstruktion des Sliders trüben jedoch einige Wackler den Blick auf die schlanke Schönheit. Das Touchpad ist eher ein Hingucker als funktionell, da man sich auf der glatten Oberfläche leicht vertippt. Wett gemacht wird dieses jedoch durch das große und leicht zu bedienende numerische Tastenfeld. Kamera, MP3-Player und Spiele des Handys, sind eher etwas für den Gelegenheitsbenutzer, als für den Multimedia-Freak. Alles in Allem ist das KF510 ein schicker Slider mit kleinen technischen Mängeln.

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