Test des LG Electronics KC550

Einführung

Test-Datum: 02.02.2009
Software Version: Eigenentwicklung
Testversion mit Branding: nein
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Gesamtwertung: 0 / 10
 
LG Electronics KC550
 
„Ein Entertainer im elegant-schwarzen Look“, bewirbt LG seinen neuen Slider KC550. Hauptaugenmerk des edel wirkenden Mobiltelefons liegt auf seiner 5-Megapixel-Kamera, mit der nicht nur Fotos in hoher Auflösung sondern auch Videos in DVD-Auflösung aufgenommen und über ein TV-Out Kabel auf dem Fernseher wiedergegeben werden können. Ein MP3-Player und „M-Toy Spiele, die durch einen Bewegungssensor gesteuert werden, runden die Multimediaausstattung des schicken Handys ab. Nicht selten hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass eine Handykamera mit hoher Bildauflösung keinesfalls automatisch auch eine hohe Qualität von Bildern und Videos garantiert. Wie es sich damit beim LG KC550 verhält und was sonst noch in dem Slider steckt, verrät Ihnen der Test auf inside-handy.de.

Verpackung & Lieferumfang

LG Electronics KC550Das LG KC550 wird in einem stabil wirkenden Pappkarton geliefert. Ober- und Unterseite des Kartons sind weiß gehalten. Auf ihnen prangen Fotos des Sliders. Ein roter Schriftzug „Camera-friendly 5 Mega Pixel Phone“ gibt einen Vorgeschmack auf die Kameraqualitäten des Handys. Die Seitenwände in sattem Rotton verraten anhand von weißen Abbildungen weitere Features des KC550, wie MP3, Bluetooth, MicroSD und Weiteres. Öffnet man die Seitenlasche, lässt sich eine eierkartonartige Schachtel herausziehen, die Handy und Zubehör beinhaltet. Nicht wirklich hübsch, aber funktionell und ebenfalls stabil. Der edle Slider wirkt jedoch in dieser Innenverpackung gänzlich deplatziert. Mit dem Handy kommt folgendes Zubehör: Netzteil, Software-Mini-CD, USB-Datenkabel, Stereo-Headset und eine inhaltlich sehr knapp gefasste Bedienungsanleitung.

Zwar hat das KC550 einen MicroSD-Speicherkartenslot, eine Speicherkarte ist jedoch nicht im Lieferumfang enthalten. Bedauerlich für ein Handy, für das mit einer guten Kamera geworben wird, denn der 14 MByte kleine Speicher des Telefons ist bei Fotos mit hoher Auflösung schnell voll. Auch ein TV-Out Kabel ist nicht mit dabei.

LG Electronics KC550

 

Verarbeitung & Handhabung

LG Electronics KC550
 

Das KC550 ist schnell zusammen- und auseinandergebaut. Die Rückseite des Sliders stellt zugleich die Akkuabdeckung dar. Ein kurzer Druck auf die Verriegelungstaste ermöglicht das Abheben der Abdeckung. Darunter kommen SIM-Kartenslot und Akku zum Vorschein. Obwohl beide nebeneinander liegen, muss zuerst der Akku entfernt werden, um die SIM-Karte einsetzen zu können, da diese leicht versenkt liegt. Das hat jedoch den Vorteil, dass der eingelegte Akku die Simkarte zusätzlich vor dem Herausrutschen schützt. Wieder zusammengebaut, sitzt der Akkudeckel fest in seiner Verankerung, knarzt bei Druck jedoch etwas, da das Plastik sehr weich ist.

LG Electronics KC550Das schwarze KC550 macht nicht nur auf den ersten Blick einen sehr hochwertigen Eindruck. Die schon genannte Handyrückseite ist matt und fühlt sich samtig an. Hier sieht man auch die angenehm flache Schiebeabdeckung für die Kameralinse und darunter Fotolicht und Linse. Da die Kameraabdeckung großflächig und aus mattem Metall gefertigt ist, dürfte sie auch bei häufigem Ablegen nicht allzu schnell abnutzen. Zugeschoben lässt sie sich minimal in ihrer Einfassung hin- und herwackeln, jedoch nicht so stark, dass sie sich von alleine in einer Hosen- oder Hemdentasche aufschieben würde. Auf der Rückseite ist sind außerdem drei schmale Schlitze über dem Außenlautsprecher zu sehen. Die Frontseite des Sliders wurde komplett durchsichtig glänzend gestaltet. Plexiglas überzieht nicht nur das große Display sondern umgibt auch die Außentastatur.

Das Oberteil des Sliders ist mit silber glänzendem Metall eingefasst. Der Rand des Slider-Unterteils ist in mattem Plastik gehalten. Die Kamerataste hebt sich in glänzendem und die Lautstärketaste in mattem Metallton davon ab. Mit seinen Maßen von 96.9 x 51.4 x 14.9 mm und 120 g Gewicht, liegt das rechteckige KF550 zwar schwer, aber angenehm in der Hand. Durch abgerundete Ecken und das Wechselspiel zwischen glatten, samtigen, warmen und kühlen Flächen, sieht der Slider nicht nur interessant aus, sondern fühlt sich auch so an. Die Rückseite ist zwar stabil, knarzt bei Druck aber etwas. Mit einer Hand lässt sich der Slider leicht öffnen, jedoch nicht so leicht, dass er sich von alleine aufschieben würde. Bedient man die Außentasten bei aufgeschobenem Handy, hat die Oberseite des Sliders ein leichtes Spiel zu den Seiten und nach oben und unten. Geringe Spaltmaße verhindern ein Eindringen von Staub und Schmutz. Zudem sind Multifunktions-Buchse für Headset, Netzteil und Datenkabel und der Speicherkartenslot durch Abdeckungen geschützt. Steckt man das Datenkabel oder Netzteil in die Multifunktionsbuchse auf der linken Außenseite des Handys, so haben beide ein deutliches Spiel, so das sie leicht einmal herausrutschen können. Einzig das Headset sitzt fest in der Verankerung.

LG Electronics KC550Wer sein Handy gerne an der Handschlaufe trägt oder es mit Schmuck verziert, findet hierfür eine Öse an der rechten oberen Ecke des Sliders. An der rechten Außenseite ist auch der MicroSD-Speicherkatenslot, mittig eine Wipptaste zur Lautstärkeregelung, und darunter die Kamerataste zu sehen. Unter dem Display befindet sich mittig eine große quadratische 5-Wege-Navigationstaste, die mit einem dünnen silbernen Rahmen eingefasst ist. Eine titanfarbene runde OK-Taste ist in der Mitte der Navigationstaste angesiedelt. Auf der linken Seite neben der Navigationstaste wurde ein Softkey und darunter die Anruftaste, in einer flachen Ebene, verbaut. Rechts neben der Navigationstaste befinden sich recher Softkey und Gesprächsende-/Aus-Taste unter einer flachen glänzenden Ebene. In ihrer Mitte hebt sich die gewölbte C-Taste ab. Alle Außentasten sind durch Druck zu betätigen, was sich als sehr angenehm erweist, da sie, im Gegensatz zu Tasten die nur durch leichte Berührung aktiviert werden, nicht so leicht aus Versehen aktiviert werden können. Alle Außentasten haben einen angenehmen Druckpunkt, und auch die Navigationstaste erlaubt aufgrund ihrer quadratischen Form ein zielgenaues Navigieren durch das Handymenü. Schiebt man den Slider auf, kommt das große numerische Tastenfeld zutage. Die rechteckigen Tasten liegen in geraden Dreierreihen nebeneinander. Optisch ansprechend und nützlich für die taktile Abgrenzung der einzelnen Tasten sind Rillen, die jeweils die Tasten 2 und 4, 6 und 8 und jeweils Stern- und Rautetaste einfassen.

Zur optischen Abgrenzung dient außerdem, dass die Tasten abwechselnd eine spiegelnde und etwas mattere Oberfläche haben. Störend wirkt sich bei den spiegelnden Flächen aus, dass die darunter liegenden Ziffern bei Gegenlicht  schwerer erkennbar sind. Auch die Tasten des numerischen Tastaturfeldes haben einen guten und gleichmäßigen Druckpunkt und lassen sich wegen ihrer Größe gut treffen.LG Electronics KC550Das „blinde“ SMS-Tippen wird zwar durch die Rillen zwischen den Tasten erleichtert, will aber dennoch geübt sein, da die einzelnen Tasten nicht gewölbt oder erhaben sind. Im KC550 lässt sich ein Vibrationsalarm aktivieren. Daneben kann man zusätzlich Klingeln, Rufton & Vibration, Rufton nach Vibration und Lautlos einstellen. Der Vibrationsalarm ist kräftig und lässt sich gut in Hosen- oder Hemdentasche wahrnehmen. Auf einem glatten Tisch abgelegt, neigt das Handy bei Vibration jedoch dazu, auf Wanderschaft zu gehen und gibt auch ein deutliches Summen von sich.

Sprachqualität & Empfang

LG Electronics KC550Die Sprachqualität des LG KC550 ist gut bis befriedigend. Ein anfängliches leichtes Rauschen auf der Seite des Gesprächspartners, legte sich in unserem Test im Laufe des Gespräches. Mit der seitlichen Wipptaste kann man die Lautstärke sehr laut einstellen, so dass auch eine Unterhaltung bei lauteren Hintergrundgeräuschen noch gut möglich und verständlich ist. Lediglich bei der Freisprecheinrichtung zeigten sich deutliche Schwächen. Zum einen zu leise, zum anderen wurde man vom Gesprächspartner nur sehr abgehackt gehört. In stärkeren Handynetzen zeigte uns das KC550 immer die volle Balkenanzahl für Netzempfang an. Mit dem 900 mAh starken Li-Ion Akku des Sliders erreicht das Handy laut Angaben des Herstellers 270 Stunden im Standby-Betrieb und 2,8 Stunden Gesprächszeit im GSM-Netz. „Stromfressende“ Anwendungen wie Spiele, MP3-Player oder der Dauereinsatz von Bluetooth, verringerten in unserem Test die Akkulaufzeit deutlich.

Der SAR-Wert des Handy beträgt 0.826 W/kg.

Display & Kamera

LG Electronics KC550Das 2.4 Zoll große TFT-Display des LG KC550 gibt 262.144 Farben in einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln farbenfroh und scharf wieder. Besonders bei animierten Bildschirmschonern kann das Display durch seine leuchtende Darstellung glänzen. Die glatte Displayoberfläche erschwert die Ablesbarkeit bei Sonneneinstrahlung. Unter einer normalen Glühbirne ist die Displaydarstellung aber immer noch gut ablesbar. In vier Schritten kann die Beleuchtungsdauer zwischen 10 und 60 Sekunden eingestellt werden. Eine längere Beleuchtungsdauer empfiehlt sich, wenn man öfter mit dem zugeschobenen Slider arbeitet und ihn zwischendurch ablegt, da sich nach Abschalten der Displaybeleuchtung die Tastatursperre einschaltet. Um die Displayhelligkeit der Umgebung anzupassen, ist auch sie in vier Abstufungen einstellbar. Die Ein- und Ausschaltanimationen lassen sich nicht verändern. Für den Hintergrund des Standbybildschirmes kann hingegen zwischen zahlreichen vorinstallierten Bildern und Animationen gewählt werden. Wer ein selbstaufgenommenes Foto als Hintergrund bevorzugt, kann sich eines aus dem Fotoalbum des Handys einstellen.

 

Im KC550 ist ein Bewegungssensor verbaut worden, der die Navigation durch die Spiele durch Bewegung und Kippen des Handys ermöglicht, und auf den einige der Hintergrundanimationen reagieren. LG wirbt für das KC550 vorrangig mit der 5.0-Megapixel-Kamera, die Bilder in einer Auflösung von 2560 x 1920 Pixeln und Videos in DVD-Auflösung von 720 x 480 Pixeln aufnehmen kann. Durch den Bewegungssensor wird die Displayanzeige zum Aufnehmen von Fotos ins Querformat gebracht. Als Sucher fungiert das Display, welches jedoch bei Kamerabewegungen sehr ruckelig reagiert und das Bild in dunklerer Umgebung pixelig anzeigt. Im Display kann man im Kameramodus folgende Einstellungen vornehmen:

  • Selbstauslöser (Aus, 3 Sekunden, 5 Sekunden, 10 Sekunden)
  • Aufnahmemodus (Einzelaufnahme, Serienaufnahme 3 Bilder, 6 Bilder, 9 Bilder)
  • Weißabgleich (Automatisch, Tageslicht, Kunstlicht, Bewölkt, Fluoreszieren)
  • Farbeffekt (Aus, Sepia, Schwarz/Weiß, Negativ)
  • Belichtung
  • Auflösung (320x240, 1280x960, 1600x1200, 2048x1536, 2560x1920)
  • Qualität (Normal, Fein, Superfein)
  • Autofokus (Ein, Aus)
  • Auslöserton (Ton 1,2,3)
  • ISO (Automatisch, 800, 400, 200, 100, 80)
  • Speicherort (Telefon, Speicherkarte)
  • Standardeinstellungen (Ja, Nein)

Bei höchster Bildauflösung und eingestelltem Autofokus braucht der Auslöser über 3 Sekunden um ein Bild aufzunehmen, was einen deutlich zu hohen Wert darstellt. Im Kameramodus ist die Navigationstaste mit Schnellfunktionen belegt, deren Symbole von unten weiß beleuchtet werden. Der 4.0 - fach Digitalzoom ist nur bei einer Auflösung von 640x480 Pixeln oder niedriger verfügbar. Auf dem Handy ist das Programm „Muvee-Studio" installiert, mit dem nette Diashows erstellt werden können, die zudem mit Musik unterlegt sind. Mit dem rechten Softkey kann man vom Kamera- in den Videomodus schalten. Hier sind folgende Einstellungen vorzunehmen:

  • Modus (Allgemein, MMS) 
  • Farbeffekt (Aus, Sepia, Schwarz/Weiß, Negativ)
  • Helligkeit
  • Auflösung (176x144, 320x240, 640x480, 720x480)
  • Qualität (Superfein, Fein, Normal)
  • Speicherort (Telefon, Speicherkarte)
  • Licht (Ein, Aus)
  • Weißabgleich (Automatisch, Tageslicht, Kunstlicht, Bewölkt, Fluoreszierend, Nachtmodus)
  • Dateien (Hier werden aufgezeichnete Videos angezeigt)
  • Standardeinstellungen (Ja, Nein)
Videos werden im 3gp-Format aufgenommen. In den Ordnern „Bilder" oder „Videos", die in den „Eigene Dateien" zu finden sind, lassen sich beliebig viele Ordner für Bilder oder Videos anlegen und individuell benennen. Die Qualität der aufgenommenen Fotos in höchster Qualität und Auflösung ist ordentlich, aber nicht mit denen eines Sony Ericsson Cyber Shot Handys vergleichbar. Bei guten Lichtverhältnissen gelingen gute Bilder, die auch auf einen PC-Monitor betrachtet wenig Grund zum Meckern geben. Bei Innenbeleuchtung haben die Bilder immerhin noch Schnappschussqualität. Bei schlechter Beleuchtung wirken sie demgegenüber auch bei eingeschalteter Fotoleuchte sehr verpixelt und haben einen deutlichen Rotstich. Dieser findet sich auch bei Videoaufnahmen in schlechten Lichtverhältnissen wieder. Der Sensor scheint dieses ausgleichen zu wollen, so dass das Licht während der Aufnahme in schlecht ausgeleuchteten Räumen ständig zwischen rötlicher und normaler Beleuchtung flackert. Zudem ist die Qualität der Videos auch bei höchster Auflösung und guten Lichtverhältnissen enttäuschend. Auf dem Handydisplay betrachtet noch recht annehmbar, wirken die Aufnahmen auf dem PC-Monitor sehr verpixelt. Hier fällt auf, dass Gegenstände in naher Umgebung deutlich klarer erscheinen, als in weiterer Distanz. Trotz von LG gepriesener DVD-Auflösung, sind die Videos also nur dem Spaßfaktor zuzuordnen.



OS & Bedienung

LG Electronics KC550
LG Electronics KC550
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Wer mit den Menüs aktueller LG-Handys vertraut ist, dürfte auch mit dem Menü des KC550 schnell zurechtkommen. Schaltet man das Handy ein, braucht es erst einmal eine Weile, bis es hochgefahren ist und man auf das Menü zugreifen kann. Die Menü-Icons werden wahlweise in Rasteransicht oder Listenansicht dargestellt. Je nach gewähltem Theme, sind die Icons im gewohnten bunten LG-Style, hier „Schwarz 3D“ genannt, angezeigt oder als schlichtes Theme mit dem Namen „Schwarze Linie“, wobei die Icons bei diesem Theme weiße Linien auf schwarzem Grund haben.

Das Hauptmenü beinhaltet die Icons: Spiele & mehr, Anrufliste, Organizer, Multimedia, Nachrichten, Eigene Dateien, Profile, Kontakte, Extras, Browser, Verbindungen und Einstellungen. Die einzelnen Icons sind beschriftet und durchnummeriert, wodurch man jedes Icon auch einzeln direkt über die jeweilige Ziffertaste anwählen kann. Unter den Icons verbergen sich Listenmenüs. In diesen ist nahezu alles dort zu finden, wo man es auch erwartet.

Die 5-Wege-Navigationstaste ist mit den Schnellzugriffsfunktionen “Nachrichten“, „Adressbuch“, „Soundprofil“ und „Favoriten“ belegt, die im Standbymenü angezeigt werden und dort auch direkt anwählbar sind. Wünschenswert wäre eine flexible Belegung der Tasten, die beim KC550 jedoch nicht gegeben ist. Durch den Schnellzugriff gelangt man durch einen Klick direkt in die Nachrichtenfunktion zum Verfassen einer SMS.

Befindet man sich gerade im Hauptmenü, kann die Nachrichtenfunktion mit der Ziffertaste „5“ oder mit dem Navigationskey angesteuert werden. Die Schriftgröße kann der Nutzer für das Menü, den Wählvorgang und Nachrichten, jeweils auf klein, normal oder groß stellen. Um das Telefon dem eigenen Geschmack anzupassen stehen hierfür die Schriftarten „Gothic“, „Round“, „Serif“, „Script“ und „Joy“ zur Auswahl. Die Wählschrift kann durch die Stilarten „newspring“, „lawn“ und „sketchbook“ interessant gestaltet werden.

Möchte man einmal nicht, dass der Gesprächspartner die eigene Rufnummer sieht, so geht man über „Einstellungen“ > „Anrufe“ > „Eigene Nr. senden“, und hat dort die Möglichkeit, die Anzeige auf Netzeinstellungen, Ein oder Aus zu stellen. Unter den Anrufen findet sich auch eine Einstellungsoption für die automatische Wahlwiederholung.

Um nachvollziehen zu können, wer angerufen hat oder angerufen wurde, gibt es den Menüpunkt „Anruflisten“. Er umfasst folgende Informationen: Alle Anrufe, entgangene Anrufe, ausgehende Anrufe, eingehende Anrufe, Anrufdauer, Anrufkosten und Dateninformationen. Mit dem LG KC550 eine SMS oder MMS zu verfassen ist simpel. Zunächst einmal öffnet sich für beides das selbe Fenster. Dieses sieht wie ein weißes Blatt Papier mit Linien aus.

An der Oberseite wird angezeigt, wie viele Nachrichtenseiten bereits geschrieben wurden (1/10), wie viele Zeichen noch übrig sind, und ob man sich im T9-, Abc- oder 123-Modus befindet. Eine SMS darf bis zu 1537 Zeichen beinhalten. Praktisch ist, dass man über die Optionen am linken unteren Displayrand direkt ein neues Wort zum T9 Wörterbuch hinzufügen kann, ohne dass man erst etliche Zeichen eingeben muss, bis das Handy von selber darauf kommt das Wörterbuch zu öffnen, wie man es von zahlreichen anderen Handys kennt.

Einer Nachricht können über die Optionen auch folgende Daten hinzugefügt werden: Bild, Sound, Video, Symbol, Textvorlage, Emoticon, Name & Nummer. Je nachdem, ob beispielsweise ein Bild oder Video zugefügt wird oder nicht, wird die Nachricht als SMS oder MMS versandt. Eine lange Nachricht kann wahlweise auch als MMS versandt werden, auch dann, wenn sie nur Text enthält.

Um eine E-Mail verfassen zu können, muss man zuerst ein Konto erstellen. Besitzt man mehrere E-Mail-Adressen, ist es auch möglich, mehrere Konten anzulegen. Einer E-Mail könne Bilder, Sounds, Videos, Dokumente, Kontakte, Visitenkare, Termine oder andere Dateien angehängt werden. Unter der Option „Push-Nachricht“ im Nachrichtenmenü, können Push-Nachrichten wahlweise empfangen, über „Service Loading“ deaktiviert, nach Aufforderung oder immer empfangen werden.

Als Rufton hat der Nutzer die Auswahl zwischen 24 vorinstallierten Tönen im MP3-Format, die sehr laut und klar wiedergegeben werden. Einstellbar sind aber auch 10 separate Töne im MP3-Format für die Nachrichten sowie zwei verschiedene Tastentonarten und vier Töne für das Öffnen/Schließen des Sliders. Sämtliche Außentasten des KC550 sperren sich beim Zuschieben des Sliders. Um die Tastatursperre wieder aufzuheben, drückt man zuerst die linke und dann die rechte Softtaste.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

LG Electronics KC550Das LG KC5500 ist ein GSM Triband-Handy. Außerdem hat es GPRS, EDGE und Bluetooth mit an Bord. Auf UMTS und WLAN muss man leider verzichten. Der Austausch von Musikdateien sowie Fotos, über Bluetooth, klappte sowohl zwischen dem KC550 und einem Notebook, als auch zu einem Sony Ericsson Z750i, sehr schnell und zuverlässig. Über eine USB/POP-Port Schnittstelle lässt sich der Slider zudem via USB-Kabel mit einem PC verbinden. Da das KC500 als Massenspeicher erkannt wird, lassen sich auch größere Datenmengen schnell zwischen Handy und PC austauschen. Alternativ kann die mitgelieferte Software „LG Mobile Sync“ verwendet werden, die den Datenabgleich von Kontakten, Kalender, Multimedia und Inhalten ermöglicht. Der lediglich 14 MByte große flexible Speicher des Sliders, ist über eine maximal 4 Gbyte große MicroSD-Speicherkarte erweiterbar, die man sich jedoch selber kaufen muss, da sie nicht im Lieferumfang vorhanden ist. Die Verbindung zwischen Handy und TV konnte mangels eines TV-Out-Kabels nicht getestet werden.

Multimedia & Organizer

Das LG KC550 verfügt über keine Sprachsteuerung und keine Sprachwahl. Ein Sprachspeicher kann Tonaufnahmen in beliebiger Länge oder extra für den Versand per MMS, in einer Länge von bis zu 30 Sekunden aufzeichnen. Um das Mikrofon während eines Telefonats stummzuschalten, genügt ein Klick auf den rechten Softkey. Während eines Gespräches lässt sich, über ein Lautsprechersymbol auf dem Display, die integrierte Freisprecheinrichtung zuschalten. Diese weiß jedoch nicht sehr zu überzeugen. Der Lautsprecher ist zwar laut genug um Menschen in leiser Umgebung mithören zu lassen, jedoch zu leise für den Einsatz im Auto.

Das Handy verfügt über die Profile: Allgemein, Lautlos, Nur vibrieren, Laut und Headset. Die Profile sind nicht zeitgesteuert auswählbar, es lassen sich jedoch in jedem Profil Ruftöne, Ruftonart, Nachrichtensignale, Tastentöne und Töne beim Öffnen und Schließen des Sliders sowie deren Lautstärke, den eigenen Bedürfnissen anpassen. Unter dem Menü-Icon „Kontakte“ verbirgt sich das Telefonbuch des KC550. Ist ein Kontakt auf dem Telefon gespeichert lassen sich folgende Kontakt-Angaben hinzufügen: Name, Mobiltelefon, Privat, Büro, E-Mail, Fax, Gruppe, Rufton, Jahrestag, Bild und Notiz. Während eines Gespräches kann man auf die gespeicherten Kontakte zugreifen. Es sind Gruppennamen auf dem Handy voreingestellt, denen Kontakte hinzugefügt und die umbenannt werden können: Familie, Freunde, Kollegen, VIP, Gruppe 1, Gruppe 2, keine Gruppe. Auch einer Gruppe kann ein Gruppenrufton oder Gruppensymbol hinzugefügt werden. Im Organizer des KC550 findet man einen Kalender und Notizen.

Der Kalender wird in der klassischen Monatsansicht dargestellt. Möchte man einen Termin festlegen, lassen sich ihm folgende Details hinzufügen: Datum, Zeit (Uhrzeit, ganztägig), Wecker (kein Alarm, rechtzeitig, 15 Min. vorher, 30 Min. vorher, 1 Std. vorher, 1 Tag vorher, 3 Tage vorher), Betreff, Wiederholen (einmal, täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich). Im Slider lassen sich Datum und Uhrzeit einstellen. Beides ist auf dem Standbybildschirm zu sehen. Während der Navigation im Handy-Menü wird die Uhrzeit an der rechten oberen Displayecke angezeigt. Unter dem Menüpunkt „Extras“ verbergen sich außerdem ein Taschenrechner, eine Stoppuhr, ein Umrechner, eine Weltzeituhr, SIM-Dienste sowie ein Wecker. Im Wecker lassen sich beliebig viele Alarme einstellen. Im Alarm kann man dann folgende weitere Einstellungen vornehmen: Zeit (ein, 15 Min. später, 30 Min. später, in 1 Stunde, aus), Wiederholen (einmal, täglich, Mo-Fr, Mo-Sa, Sa-So, Wochentage wählen), Alarmtyp (immer Alarmton, immer vibrieren, gemäß Profil), Alarmton (hier lässt sich ein beliebiger Klingelton wählen), Name des Weckalarms.

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Auf dem LG KC550 sind sechs „M-Toy“-Spiele installiert, die mit dem Bewegungssensor zu steuern sind. Spaß macht es hierbei, einen Ball durch ein Labyrinth zu steuern, eine Dartscheibe zu treffen, einen magischen Ball nach seiner Meinung zu befragen, Fische zu angeln, Hammerwerfen zu üben oder sich beim Homerun-Derby zu beweisen. Nicht immer ist die Bewegung, die man mit dem Handy ausführen muss um eine Bewegung auf dem Display zu erreichen, auch logisch, aber Spaß bringt diese Spielefunktion trotzdem. Weniger aufregend sind da die zusätzlich installierten Spiele „Extreme Skateboard“ und „Mini Game World“. Bei „Extreme Skateboard“ leitet man einen Skateboarder durch die Pipeline, was von der Grafik nicht sehr ansprechend ist und schnell eintönig wird. „Mini Game World“ ist eher niedlich als spannend und ein netter Pausenfüller. Hier lässt man eine Katze Trampolin oder Seil springen, Chaos-laufen und weitere Bewegungsherausforderungen bewältigen.

Im KC550 wurde ein WAP-Browser ohne HTML-Unterstützung integriert, mit dem sich nur in mäßiger Geschwindigkeit im Internet surfen lässt. Besitzt man keine Flatrate, kann das schon einmal ganz schön ins Geld gehen. Immerhin lassen sich Lesezeichen setzen, Seiten speichern und Adressen vor der Einwahl ins Internet eingeben, so dass man direkt auf die gewünschte Seite zugreifen kann und hier keine weiteren Verzögerungen und Kosten während der Eingabe entstehen. Der Slider kann Musik über einen MP3-Player abspielen. Musikdateien lassen sich über das USB-Datenkabel einfach vom PC auf das Handy übertragen. Das KC550 wird als Massenspeicher erkannt, alternativ lässt sich jedoch auch die mitgelieferte Software für die Datenübertragung verwenden. Die Playlists „Unterwegs“, „Zuletzt gespielt“ und „Lieblingslieder“ sind schon vorinstalliert. Alternativ lassen sich neue Playlists anlegen und selbst benennen. Sucht man einen bestimmten Musiktitel auf seinem Handy, bietet der Slider die Möglichkeit, diese über folgende Suchkriterien zu finden: Alle Titel, meine Playlist, Künstler, Alben, Genres. Es können zufällige Wiedergabe, einmalige Wiederholung oder die Wiederholung aller Titel eingestellt werden. Ein Equalizer bietet die Klangspektren: 3D, Konzert, Jazz, Pop, Rock, Dance, Live, Bass und Country. Während der Wiedergabe werden Interpret, Titel und Album angezeigt.

Die Navigationstaste ist mit Vor-, Rück-, Play, Stop- und Pause-Funktionen belegt. Möchte man seine Musiktitel zusätzlich in Ordner sortieren, lassen sich weitere Ordner im Musik-Ordner in den „eigenen Dateien“ erstellen. Wer den MP3-Player des Handys häufig nutzt, sollte vorsorglich das Netzteil oder einen zweiten Akku dabei haben, da die Akkulaufzeit durch den Dauerbetrieb deutlich herabgesetzt wird. Die Klangqualität des MP3-Players ist laut, aber nur mäßig gut. Die Höhen sind so übersteuert, dass die Wiedergabe über den Lautsprecher des Handys in höchster Lautstärke fast schon kratzig wirkt. Abhilfe kann hier der Einsatz des Headsets schaffen, denn über dieses ist die Klangqualität wesentlich besser. Das LG KC550 kann Musik in den Formaten AAC, AAC+, eAAC+, AMR, MIDI, MMF, MP3 und WAV abspielen. Im Slider ist auch ein Radio integriert, für dessen Gebrauch man jedoch das Headset als Antenne benötigt.

Fazit

LG Electronics KC550
 
Wer Wert auf einen schicken Slider legt, kann sich mit dem LG KC550 sehen lassen. Die Qualität der mit dem Handy aufgenommenen Fotos und Videos entspricht nicht ganz den Erwartungen, die man in eine 5-Megapixel-Kamera mit Aufnahmemöglichkeit von Videos in DVD-Auflösung setzen könnte. Da haben andere Hersteller, wie beispielsweise Sony Ericsson mit seinen Cybershot-Handys, schon weitaus mehr geleistet. Spaß macht jedoch der eingebaute Bewegungssensor mit dem sich Spiele wie „M-Toy“ steuern lassen. Zum Musikhören sollte man zum Headset greifen, da der eingebaute Lautsprecher nicht durch allzu hohe Klangqualität zu überzeugen weiß. Das LG KC550 ist insgesamt, was Grundfunktionen und Bedienbarkeit betrifft, ein gelungenes Handy mit einigen Abstrichen in Kamera- und Multimediafunktionen.

Falsche oder fehlende Angaben im Datenblatt (LG KC550)?

Wenn Sie einen Fehler finden oder eine Funktion bzw. Daten kennen, die wir bisher nicht recherchieren konnten, so informieren Sie uns bitte und helfen Sie die Daten zu verbessern.

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