Test des LG Electronics GS500 Cookie Plus

Einführung

Test-Datum: 16.06.2010
Software Version: Eigenentwicklung
Testversion mit Branding: nein
Test-Autor: CKr dem Autor Feedback senden
Gesamtwertung: 0 / 10
 
LG Electronics GS500 Cookie Plus

Mit einem rosa Herzchenbildschirm begrüßt das LG GS500 den Nutzer werkseitig. Ein Mobiltelefon ausschließlich für Mädchen? Wohl kaum, denn die Individualisierungsmöglichkeiten des schicken Touchscreen-Handys sind vielfältig. Dafür sorgt die A-Class-Benutzeroberfläche, die mit Widgets und Telefonschemata dem eigenen Geschmack angepasst werden kann. Auch auf Konnektivität muss dank HSDPA, EDGE oder GPRS nicht verzichtet werden. Eine 3-Megapixel-Kamera fängt unterwegs Eindrücke ein, während der MP3-Player für Unterhaltung sorgt und über Social Networks wie Twitter, Facebook und MySpace mit Freunden kommuniziert werden kann . Wie sich das LG GS500 in der Praxis bewährt, ist in dem Testbericht von inside-handy.de nachzulesen.

Verpackung & Lieferumfang

Das LG GS500 wird in einer weiß-roten Pappschachtel ausgeliefert, die optisch der jungen Zielgruppe des Handys angepasst ist. Neben dem GS500 befinden sich ein USB-Datenkabel mit Ladegerät, ein 900-mAh Li-Ion-Akku, ein Stereo-Headset und eine Bedienungsanleitung im Lieferumfang. Eine CD mit Software zur Synchronisation von Daten zwischen Handy und PC gibt es nicht – eine entsprechende PC Suite kann man sich jedoch kostenlos von der Hersteller-Website herunterladen. Angesichts des 48 Megabyte kleinen flexiblen Speichers wäre eine MicroSD-Speicherkarte im Lieferumfang wünschenswert gewesen. Auch eine Handytasche ist nicht mit an Bord.

LG Electronics GS500 Cookie Plus

Verarbeitung & Handhabung

LG Electronics GS500 Cookie Plus

Zum Entfernen des Akkudeckels muss dieser einfach durch leichten Druck vom Handy geschoben werden. Darunter treten Akku und Steckplätze für SIM- und MicroSD-Speicherkarte zutage. Um die SIM-Karte unter den dafür vorgesehenen Metallbügel zu schieben, ist das Herausnehmen des Akkus nötig. Das ist bei der MicroSD-Karte zwar nicht der Fall, allerdings muss man vor dem Einlegen den Akkudeckel entfernen – lästig.

LG Electronics GS500 Cookie PlusIm ersten Moment erinnert das schwarze Modell des LG GS500 an ein HTC-Smartphone aus der Touch-Serie. Dazu tragen vorrangig die leicht ovale Form und die schlichte schwarz gummierte Oberfläche bei, die sich sehr angenehm weich anfühlt. Mit seinen schlanken Maßen von 107 x 52.5 x 11.5 Millimetern und einem Gewicht von 120 Gramm verschwindet das Handy in jeder Hemdentasche, ohne aufzutragen. Die Verarbeitung ist hervorragend. Selbst bei festerem Zugreifen knarzt und knackt nichts und auch an den sehr geringen Spaltmaßen gibt es nichts zu meckern. Der USB- Slot wird durch eine Plastikabdeckung vor Staubeindringung geschützt. Das Datenkabel sitzt fest in seiner Verankerung, hat dabei jedoch ein leichtes Spiel zu den Seiten hin. Anders als der USB-Slot ist die Kameralinse auf der Handyrückseite nicht durch eine Abdeckung geschützt, was auf Dauer zu sichttrübenden Kratzern auf dem Linsenglas führen könnte. Löblich ist die Anbringung einer 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse an der Oberkante des GS500 – hier kann ein eigenes Headset angeschlossen werden.

 

Unter dem Display befinden sich die Tasten für das Anrufmanagement und dazwischen eine Multitastingtaste. Alle drei Tasten sind rund und heben sich durch eine Wölbung von der Unterseite ab, was eine blinde Bedienung gut möglich macht. Leider wurde bei den Tasten auf eine Beleuchtung verzichtet. Auf der rechten Außenseite ist eine kleine Kamerataste, auf der linken Außenseite eine Wipptaste zur Lautstärkeregulierung zu finden. Über eine Taste am oberen Rand des Handys wird das Display gesperrt und entsperrt. Die Texteingabe geschieht wahlweise über ein virtuelles neunstelliges Tastenfeld mit jeweils drei bis vier Buchstaben pro Taste, das eingeblendet wird, wenn man das Handy im Hochformat hält, oder über eine virtuelle QWERTZ-Tastatur beim Halten im Querformat.

LG Electronics GS500 Cookie PlusZur Fingereingabe ist die Benutzung des neunstelligen Tastenfelds angeraten, da die virtuelle QWERTZ-Tastatur so klein dargestellt wird, dass man sich auch mit nicht allzu dicken Fingern schnell mal darauf vertippt – diese eignet sich eher für die Stifteingabe. Eine Sondertaste wechselt sowohl auf dem neunstelligen als auch auf dem QWERTZ- Tastenfeld zwischen Buchstaben-, Nummern- oder Sonderzeichen-Eingabe. Eine weitere Taste dient der Eingabe von Satzzeichen. Auch eine Leer- und eine Shift-Taste sind vorhanden. Bei der virtuellen QWERTZ-Tastatur gibt es neben der Löschtaste eine Taste zum Zeilenwechsel.

Sprachqualität & Empfang

LG Electronics GS500 Cookie PlusDie Empfangsleistung des LG GS500 war im Test selbst in E-Plus-Netzen fast immer sehr gut. In D-Netzen zeigte sich durchgehend ein sehr guter Empfang. Während eines Telefonates hört man den Gesprächspartner im Festnetz ausreichend laut, allerdings klingt die Stimme nicht ganz natürlich. Auf der Festnetzseite wird man jedoch ohne wesentliche Stimm-Verfremdung gut verstanden. Über die seitliche Wipptaste lässt sich die Lautstärke so weit hochregeln, dass Telefonate auch in lauterer Umgebung möglich sind. Der Lautsprecher bringt beim Einschalten der Freisprechfunktion eine mittelstarke Leistung, so dass ein Raum in ruhiger Umgebung gut beschallt wird – für den Einsatz des Handys im Auto ist jedoch die Nutzung eines Headsets von Vorteil. Der Hersteller gibt für die Gesprächszeit bis zu 200 Minuten und für die Standbyzeit bis zu 300 Stunden an.

 

Im Test zeigte sich eine deutlich darunterliegende Standbyzeit, was sich nach mehreren Ladezyklen des noch untrainierten Akkus jedoch zu besseren Werten hin verändern kann. Bei moderatem Gebrauch von Bluetooth, Kamera und Musik-Player und einer Viertelstunde Gesprächszeit musste das GS500 schon nach anderthalb Tagen wieder ans Netz. Auch zeigte sich die Akkustandsanzeige des Testgerätes unzuverlässig – eben noch halb voll, warnte das Handy nach einigen Minuten stromfressender Anwendungen (MP3-Player oder Kamera), dass der Akku gleich leer sei. Für den SAR-Wert gibt der Hersteller 0,995 W/kg an, was für zeitgemäße Geräte recht hoch ist.

Display & Kamera

LG Electronics GS500 Cookie PlusEinen gemischten Eindruck vermittelt ein erster Blick auf das drei Zoll große TFT-Touchdisplay. Die bis zu 262.000 Farben werden zwar leuchtend dargestellt, bei einer Auflösung von 240 x 400 Pixel wirkt die Darstellung jedoch ein wenig pixelig, was besonders bei der Betrachtung von Fotos und Videos auffällt. Der resistive Touchscreen kann sowohl mit dem Finger als auch mit dem Stylus (Stift) bedient werden, wobei die Benutzeroberfläche mit großen Symbolen auf eine reine Fingerbedienung ausgelegt ist. Auf die Eingabe mit dem Finger reagiert das Display, dank Kalibrierungsprogramm beim ersten Handystart, präzise, allerdings muss besonders beim Scrollen durch die Menüs manchmal doch etwas fester gedrückt werden. Das Anklicken von Menüpunkten auf dem Display wird vom Handy auf Wunsch durch Touchscreen-Effekte, wie unterschiedliche Vibrationen oder Töne quittiert.

Der glänzende Monitor reflektiert sehr stark, weshalb die Darstellung bei direkter Sonneneinstrahlung kaum mehr ablesbar ist. Mit Lampenlicht und indirektem Lichteinfall kommt er aber gut klar. Die Helligkeit lässt sich manuell den äußeren Gegebenheiten anpassen. Ein Lagesensor bringt das Display vom Hoch- ins Querformat, wenn das Handy gedreht wird. Dieser stellt auf Wunsch auch den Alarm bei eingehenden Anrufen oder den Weckruf aus, wenn man das Handy auf die Displayseite umwendet. Im Test reagierte der Sensor sehr schnell und verzögerungsfrei.

 

Das LG GS500 verfügt über eine 3-Megapixel-Kamera ohne Blitz und Autofokus. Schon bei der ersten Bedienung stellte sich im Test heraus, dass die Positionierung der Kameralinse in der rechten oberen Ecke der Rückseite denkbar ungünstig ist, denn man gelangt während der Aufnahme ständig mit dem Mittelfinger der linken Hand davor. Als Auslöser dient die Kamerataste. Ein Bild ist damit sehr schnell und ohne merkliche Auslöseverzögerung im Kasten. Als Sucher fungiert das Display im Querformat, auf dem die Bedienelemente in Iconform angezeigt werden. Diese fallen leider recht klein aus, so dass man sich im Eifer des Knipsgefechtes schon mal versehentlich vertippen kann. An Einstellungsmöglichkeiten bietet das GS500:

  • FarbeffekteLG Electronics GS500 Cookie Plus
  • Weißabgleich
  • Nachtmodus
  • Automatischer Auslöser
  • Qualität (Superfein, Fein, Normal)
  • Anzeigemodus
  • Speicherort
  • Aufnahme anzeigen
  • Symbole ausblenden
  • Auslöseton
  • Rasteransicht
  • Rauschunterdrückung
  • Bildgröße (3M, 2M, 1M, VGA, WQVGA, QVGA)
  • Serienbildaufnahme
  • Helligkeit

Die Farben der geknipsten Fotos wirkten auf den Testaufnahmen größtenteils schon fast zu grell und übersättigt. Während Aufnahmen in der Bildmitte sehr scharf ausgesteuert waren, fiel die Bildschärfe zu den Seiten hin ab. Leider gibt es keinen Blitz und auch keine Fotoleuchte, so dass in dunklerer Umgebung aufgenommene Testbilder fast durchweg unbrauchbar waren. Insgesamt kann der Kamera Schnappschussqualität für Gelegenheitsaufnahmen bei optimalen Lichtverhältnissen bescheinigt werden. Als auf dem PC-Monitor betrachtet ziemlich unscharf erwiesen sich auch die wahlweise in der Auflösung 320 x 240 oder 176 x 144 aufgenommenen Videos. Details sind hier kaum zu erkennen, so dass sie allenfalls dem Spaßfaktor zugeordnet werden können. Recht spendabel zeigt sich der Hersteller in punkto Bearbeitungssoftware: Fotos und Videos können entweder direkt aus dem Kameramodus heraus nachbearbeitet und mit zahlreichen Effekten versehen oder mit dem vorinstallierten Muvee-Studio zu Videoclips zusammengeschnitten werden.

 

 

OS & Bedienung

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Auf dem LG GS500 arbeitet der Nutzer auf der hauseigenen A-Class-Benutzeroberfläche. Der Homescreen hat drei verschiedene Seiten, durch die man wechselt, in dem man mit dem Finger nach rechts oder links über den Monitor streicht. Die erste Seite ist der Widget-Homescreen. Dieser kann mit Widgets aus einer Liste bestückt werden, die sich über einen kleinen Reiter an der unteren rechten Display-Ecke öffnen lässt. Auf der zweiten Seite befindet sich der Kurzwahl-Homescreen – hier wird bei Berührung des Reiters die Kurzwahlliste angezeigt, von der aus man Anrufe tätigen, Kontakte bearbeiten oder Nachrichten versenden kann. Auf dem Livesquare-Homescreen befindet man sich, wenn zur dritten Seite weitergescrollt wird. Von hieraus können Kontakte direkt über eine Foto-Kontakt-Menüleiste aufgerufen werden, um sie anzurufen, ihnen Nachrichten zu senden oder ihre Adressbuchdaten einzusehen.

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Auf allen drei Startseiten wird am oberen Displayrand eine Statusleiste mit Empfangsstärke, Akkuladestand, Uhrzeit und anderen Statusinformationen angezeigt. Außerdem gibt es am unteren Displayrand eine Menüleiste mit Direktzugriffen auf Anrufmanagement, Kontaktliste, Nachrichtenfunkton und Hauptmenü. Die Multifunktionstaste ist im Standbybetrieb mit einer Favoritenliste belegt, in der man seine Lieblingsanwendungen ablegen kann. Das Hauptmenü ist in die Kategorien Kommunikation, Unterhaltung, Zubehör und Einstellungen unterteilt und wird wahlweise in den Optionen Zickzack, Bildlauf und Mehrseitig angezeigt. Die Ähnlichkeit der beschrifteten quadratischen Icons mit denen des iPhone lässt sich kaum verhehlen, besonders, wenn sie auf dem Telefonschema „Schwarz“ angezeigt werden. Alternativ kann ein weißer Hintergrund angezeigt werden. In beiden Telefonschemata lässt sich zusätzlich aus einer breiten Farbpalette wählen, in welcher Farbe der Hintergrund der unter den Hauptmenü-Icons befindlichen Listenmenüs dargestellt werden soll. Insgesamt ist das Menü recht übersichtlich und intuitiv bedienbar. Da die Individualisierungsmöglichkeiten des GS500 jedoch sehr komplex sind, dauert es eine Weile, bis man sich durch alle Funktionen durchgearbeitet hat.

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Wahlweise über das zuvor beschriebene virtuelle neunstellige Tastenfeld oder die virtuelle QWERTZ-Tastatur werden auf dem LG GS500 Nachrichten eingetippt. Eine hinzuschaltbare T9-Funktion soll die Texteingabe erleichtern. Einer Nachricht können Bilder, Videos, Töne, Vorlagen, Emoticons, Name und Nummer, eine neue Seite, ein Betreff, eine Signatur, Visitenkarten, Termine, Notizen und Aufgaben hinzugefügt werden. Eine SMS wird automatisch als MMS konfiguriert, wenn man eine größere Datei anhängt. Ist diese Datei auch noch zu groß für den Versand als MMS, wird sie vom Nachrichtenprogramm automatisch auf die höchstzulässige Größe verkleinert.

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Um eine E-Mail verfassen zu können, muss zunächst ein E-Mail-Profil erstellt werden. Hierbei hilft ein E-Mail-Assistent, der der gewünschten E-Mail-Adresse automatisch die Serverdaten hinzufügt. Verfügt man über mehrere E-Mail-Adressen, können entsprechend viele Profile angelegt werden. Die Daten und Dateien, die man einer E-Mail anhängen kann, sind identisch mit denen, die einer Nachricht angehängt werden können, nur dass es hier werkseitig keine Größenbeschränkung für einzelne Dateien gibt. Um das versehentliche Versenden sehr großer Datenmengen und somit eventuell zusätzlich entstehende Kosten zu vermeiden, lässt sich für E-Mail-Anhänge jedoch eine maximale Sendegröße festlegen. Für den automatischen Abruf von E-Mails kann man auf Wunsch sechs verschiedene Intervalle zwischen 15 Minuten und acht Stunden einstellen. In den Telefon-Anwendungen findet man außerdem ein Push E-Mail-Programm, das den Zugriff auf bis zu acht verschiedene E-Mail-Konten unterstützt.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

LG Electronics GS500 Cookie PlusDa es sich beim LG GS500 um ein GSM-Quadband-Handy handelt, ist man damit fast überall auf der Welt erreichbar. Im Internet ist man per UMTS, EDGE oder GPRS unterwegs. HSDPA (7,2 MBit/s) verspricht einen schnellen Daten-Download. Auf W-Lan und HSUPA hat der Hersteller beim GS500 leider verzichtet. Über Bluetooth ließ sich im Test ohne Probleme eine Verbindung zwischen Handy und PC herstellen. Die Übertragung eines 705 Kilobyte großen Fotos vom Handy zum PC dauerte hiermit knapp vier Sekunden. Koppelt man Telefon und Computer mit dem USB-Datenkabel, gibt es die Möglichkeiten, das Handy als Modem oder als Massenspeicher zu benutzen, der Musik-Synchronisation sowie der Synchronisation mit der PC Suite auf dem Computer. Über letztere, die zunächst von der Hersteller-Website heruntergeladen werden muss, können Kontakte, Terminkalender, Aufgaben und Notizen zwischen PC und Handy synchronisiert und Fotos, Videos oder Musik verwaltet werden. Der 48 Megabyte große Speicher des Handys kann mit einer MicroSD-Speicherkarte um bis zu acht Gigabyte erweitert werden – die Speicherkarte muss man sich jedoch selber kaufen, da sich keine im Lieferumfang befindet.

Multimedia & Organizer

Der MP3-Player unterteilt die auf dem LG GS500 gespeicherten Musikstücke in aktuelle Titel, alle Titel, Interpreten, Alben, Genres und Playlisten. An Einstellungsmöglichkeiten bietet er einen Equalizer, Zufallswiedergabe, wiederholte Wiedergabe aller Musikstücke und einen Schlaftimer, der den Musik-Player nach einer voreinstellbaren Zeit ausschaltet. Während der Wiedergabe wird der Musiktitel in Laufschrift angezeigt, außerdem werden Interpret und Album eingeblendet. Die Lautstärke kann über die seitliche Wipptaste geregelt werden und ist über den Handylautsprecher beachtlich hoch. Der Klang hingegen könnte etwas voller sein. Besser klingt es über das mitgelieferte Stereo-Headset. Auch ein eigenes Headset kann dank 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse angeschlossen werden. 

Auch das UKW-Radio des GS500 verlangt nach dem Headset, da das Kabel als Antenne dient. Die Wiedergabe kann nach Anschließen des Headsets auch über die Handylautsprecher erfolgen. Theoretisch sollten auf dem Telefon bis zu 48 Radiosender gespeichert werden können. Im Test klappte das Auffinden eines Senders jedoch weder über die automatische, noch über die manuelle Suche, was am selben Standort mit anderen Testgeräten problemlos möglich war.

 

Der HTML-Browser des LG GS500 bietet die Anzeige von Bildern und Java Script sowie einen RSS-Newsticker. Der Browser wird in Ganzseitenansicht angezeigt – ein einfacher Klick auf das Handydisplay öffnet eine Menüleiste mit Einstellungsoptionen. Für das vollständige Laden einer komplexen Website, wie der inside-handy.de-Startseite in klassischer Ansicht, benötigte der Browser im Test lahme 135 Sekunden bei EDGE-Verbindung. Mit einigen anderen Handybrowsern geht das bei EDGE-Verbindung schon schneller. Das Scrollen durch Webseiten in klassischer Ansicht funktioniert sehr ruckelig, so dass für die Verwendung dieses Browsers eher die mobile Ansicht angeraten sei. Bildschirminhalte können über Doppelklick auf das Display größer gezoomt werden. Eine Multitouchfunktion bietet das GS500 nicht. Ein Direktlink-Icon im Hauptmenü führt den Nutzer direkt zur Google-Startseite, das Icon „Soziale Netzwerke“ zu Social-Network-Anwendungen wie Facebook, Twitter und MySpace.

LG Electronics GS500 Cookie Plus
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Der Kalender des LG GS500 kann in Tages-, Wochen- oder Monatsansicht angezeigt werden. Terminen können Daten wie Kategorie, Notizen, Ort, Beginn, Ende und Wiederholung hinzugefügt werden. Komfortabel zeigt sich der Kontaktordner des Handys. In ihm können Kontakte verschiedenen Gruppen zugeordnet und mit Infos wie Name, Anruferbild, Nummer, E-Mailadresse, Anrufergruppen, Rufton, Geburtstag, Jahrestag und Adresse versehen werden. Unter dem Menü-Icon „Protokoll“ verbirgt sich die Anrufliste, die alle Anrufe, ausgehende Anrufe, eingehende Anrufe und entgangene Anrufe mit Zeit und Datum anzeigt. Das GS500 unterstützt zudem die Anzeige, leider aber nicht die Bearbeitung von Dokumenten und PDF-Dateien.

Klassische Organzier-Funktionen wie Wecker, Aufgabenliste, Datumrechner, Notiz- und Sprachmemo-Funktion, Taschenrechner, Umrechner, Weltzeit- und Stoppuhr sind ebenfalls auf dem Telefon vorhanden. Praktisch ist der Ordner „Eigenen Dateien“, in dem auf dem Handy gespeicherte Dateien in die Ordner Bilder, Sounds, Videos, Unterhaltung, Dokumente, Andere, Standardbilder, Standardtöne und Eigener Ordner eingeordnet werden können. Zudem kann man auf dem Telefon weitere Unterordner selber erstellen. Die Profile Normal, Lautlos, Outdoor, Flugmodus sowie drei individuell einstellbare Profile ermöglichen dem Nutzer, Ruf- und diverse Signaltöne des Handys den äußeren Gegebenheiten anzupassen. Zeitbegrenzt einstellbar sind die Profile nicht.

Wer gerne zeichnet, findet auf dem LG GS500 eine Skizzen-Funktion vor. Außerdem gibt es den Ordner „Pocket apps“, der die Applikationen Kerze, Entscheidungshelfer, Geräuschkulisse, Banner, Gewichtskontrolleur und Lauftrainer beinhaltet. Leider nur in der Testversion sind die Java-Spiele „BejeweledTwist“, „Brain Challenge“, „Ferrari GT Demo“ und „Monopoli World“ vorhanden. Unbegrenzt spielbar sind dagegen „SudokuCafe“, „Music World“ und „Fliegende Würfel“. Die Spielesteuerung über den Touchscreen ist teilweise etwas ungenau ausgerichtet und schwierig. Mehr Spaß macht die Steuerung über den Lagesensor, wie beispielsweise bei dem Spiel „Fliegende Würfel“.

Fazit

LG Electronics GS500 Cookie Plus

Das LG GS500 ist ein sehr gut verarbeitetes und handliches Touchscreen-Handy, das sich durch gute Nachrichten- und E-Mail-Funktionen sowie die Anbindung zu Social Networks auszeichnet. Im Test nicht vollends überzeugen konnten der lahme Handybrowser sowie die mittelmäßige Kamera-Qualität. Auch der Akku zeigte sich nicht als Dauerläufer. Gut ausgestattet ist das Mobiltelefon dagegen mit nützlichen Office-Funktionen und Individualisierungsmöglichkeiten, die nicht nur eine jüngere Zielgruppe ansprechen dürften.

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Komfortable Nachrichten- und E-Mail-Funktionen
  • Zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten
  • Viele nützliche Anwendungen und Office-Funktionen

Kontra

  • langsamer Browser
  • Mittelmäßige Kameraqualität
  • Schlapper Akku mit unzuverlässiger Anzeige
  • Radio des Testgerätes fand keine Sender

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