Test des LG Electronics Chocolate UMTS

Einführung

Test-Datum: 07.02.2007
Software Version:
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LG Electronics Chocolate UMTS: Draufsicht

Mit dem Chocolate-Phone hat sich der koreanische Hersteller LG Electronics in der Mobilfunkwelt einen Namen gemacht. Schlichte Eleganz mit schwarz glänzender Oberfläche und Sensor-Tasten haben dem Schokoladen_Handy seinen Erfolg verschafft. Als Nachfolger bringt LG das Kultphone Chocolate als „UMTS-Upgrade“ heraus. 2-Megapixelkamera, externer Speicher, zusätzliche Kamera für Videotelefonie, Bluetooth-Stereo-Profil und die Touchpad-Navigation sollen das LG Chocolate UMTS zum „Leckerbissen für die 3G-Gemeinde“ machen. Inside-handy.de hat den eleganten UMTS-Slider getestet.

Verpackung & Lieferumfang

LG Electronics Chocolate UMTS: VerpackungSchon der äußere Eindruck der Verpackung schraubt die Erwartungen an das KU 800 “Chocolat“ sehr hoch. Der tiefschwarze Karton mit der roten Papp-Banderole fällt sofort ins Auge. Er ist sehr aufwendig und präzise verarbeitet und strahlt pures “Understatement“ aus. Insgesamt hat man mehr das Gefühl eine Schmuckschatulle, als an eine Handy-Verpackung in Händen zu halten.

Beim Öffnen des „Schmuckkästchens“ stechen noch weitere sorgfältig verarbeitete Details wie der magnetische Verschluss des Deckels hervor. Im sehr ordentlichen und aufgeräumt wirkenden Innenleben setzt sich die das puristische Design und die kontrastreiche schwarz-rote Farbkombination konsequent fort. Der erste Blick fällt sofort auf zwei Dinge – das silbergraue LG-Logo und natürlich das vornehm anmutende KU800 “Chocolate“.

Erst nach Abheben einer matt-schwarzen Papier-Blende kommt das umfangreiche Zubehör zum Vorschein. Neben Ladekabel, Head-Set, Datenkabel, Software und Handbuch findet sich zudem ein kleiner edel wirkender Anhänger. Am Umfang des Zubehörs kann sich manch anderer Hersteller ein Beispiel nehmen.
LG Electronics Chocolate UMTS: Lieferumfang

Verarbeitung & Handhabung

LG Electronics Chocolate UMTS: in Bestandteile zerlegt

LG Electronics Chocolate UMTS: TastaturDie geschmackvolle schwarze Klavierlack-Optik mit der Chrom-Zierleiste bietet vornehmlich etwas fürs Auge, jedoch nur solange man das Handy nicht anfasst. Die Oberfläche und das Display verzeihen keine fettigen Finger und schnell sieht man sich mehr am Polieren als am Telefonieren.

Hat man den inneren Schweinehund überwunden und endlich das Handy aufgenommen will man es eigentlich nicht mehr aus der Hand legen. Selten gab es ein Mobiltelefon, welches so gut in der Hand lag. Die sauber abgerundeten Kanten und die glatte Kunststoff-Oberfläche vermitteln einem mehr das Gefühl einen Handschmeichler als ein Handy zu berühren – ein haptischer Leckerbissen!

Die schon durch die Verpackung geweckten Erwartungen hinsichtlich der Verarbeitung erfüllt LG mehr als deutlich. Seien es nun die Spaltmasse, Tasten oder sonstige Bedienelemente: Nichts klappert oder wackelt. Hochwertige und sorgfältige Verarbeitung so weit das Auge reicht.

LG Electronics Chocolate UMTS: GrößenverhältnisDas Einsetzten des Akkus sowie das “Verstauen“ der SIM-Karte gestaltet sich als denkbar unkompliziert und ist auch für einen Laien ohne zusätzliches Werkzeug einfach zu managen. SIM-Karte einlegen den Akku, der gleichzeitig auch als Gehäuseabdeckung dient draufsetzten – fertig!

Die Wippschalter zur Lautstärkeregelung sowie die Steckplätze für eine MicroSD-Speicherkarte, über den sich die mageren 60 Megabyte des internen Speichers aufrüsten lassen sowie das Headset finden sich an der linken Längsseite des KU800. Am diesem Steckplatz werden zudem alternativ das Ladekabel oder das Datenkabel angeschlossen.

Zum Schutz vor Verschmutzung sind die Steckplätze mit filigranen Kunststoffkappen abgedeckt. Diese lassen sich auch verhältnismäßig einfach öffnen. Das sieht gut aus, ist funktional und komfortabel.

LG Electronics Chocolate UMTS: BeleuchtungAn der rechten Seite sind insgesamt drei Funktionstasten, die einen Schnell-Zugriff auf den integrierten MP3-Player sowie die Hauptmenü-Auswahl bieten. Zudem kann über die dritte Taste das Handy ein- und ausgeschaltet werden; beziehungsweise eingehende Anrufe abgelehnt oder beendet werden.

Auf der Rückseite des KU800 fällt sofort eine der beiden Kameras ins Auge. Sie hat eine Auflösung 1600x1200 Pixel und steht etwa ein bis zwei Millimeter vom Gehäuse ab. Zudem weist das Objektiv keine Abdeckung auf und kann schnell verschmutzen oder verkratzen. Wer also hin und wieder das Handy poliert, sollte für saubere Fotos und Filme auch diesem Bereich seine Aufmerksamkeit widmen.

Gleich neben dem Objektiv ist die Fotoleuchte sowie der nur wenige Millimeter große Spiegel für Selbstportraits. Wer sich jedoch mit der Auflösung 640x480 Pixel zufrieden gibt, sollte besser auf die zweite Kamera an der Vorderseite zurückgreifen. Bei ihr kann man über Display das Aufnahmefeld deutlich besser kontrollieren, was das Handling erheblich vereinfacht.

Unter der sehr aufgeräumten Vorderseite verbirgt sich aber nicht nur die Kamera. Im ausgeschalteten Zustand wirkt die Oberfläche durchgängig schwarz und wird lediglich durch das silberne LG-Logo, das Netzbetreiber-Logo und einen nicht wirklich kreisförmigen silberfarbenen Ring im unteren Drittel unterbrochen.

Beim angenehm leichtgängigen Aufschieben des Sliders gefällt das deutliche Einrasten und saubere Verarbeitung - so muss ein Slider-Mechanismus sein.

LG Electronics Chocolate UMTS: DisplayNach dem Einschalten erwacht die dunkle Oberfläche zum Leben und gibt den Blick auf das 31x40 Millimeter messende Display frei. Zudem kommen rund um den silbernen Ring insgesamt neun feurig-rot beleuchtete Funktionstasten zum Vorschein. Die Innovation des Phones: Die Funktionstasten sind nicht fühlbar und haben auch keinen Druckpunkt. Die Bedienung erfolgt über eine berührungssensitive Oberfläche. Eine leichte Berührung ohne Druck reicht demnach aus um die entsprechende Funktion zu aktivieren. Ein cooles Konzept, das sich als richtungweisend herausstellen könnte. Zunächst müssten jedoch noch kleinere Kinderkrankheit abgestellt werden. So nimmt das “Touch-Pad“ zum Beispiel nicht immer jeden Tastendruck des Nutzers an.

Das weiße Zahlenfeld der Tastatur hingegen setzt auf bewährte Technik. Schickes Detail ist die abwechselnd matte und glänzende schwarze Oberfläche der Tasten, die eine vernünftige Größe, einen klaren Druckpunkt und eine saubere Trennung zu benachbarten Tasten aufweisen.

Wer eine SMS “blind“ schreiben möchte wird jedoch den obligatorische Pin zur Orientierung auf der Taste “5“ vermissen. LG hat stattdessen zwei Mini-Pins links und rechts auf den benachbarten Tasten untergebracht, die vermutlich nicht einmal von einem Blinden erkannt werden.

Beim Vibrationsalarm scheiden sich die Geister. Während für Business-Kunden ein unauffälliger Vibrationsalarm Pflicht ist, wünscht sich der übernächtigte Student ein mittleres Erdbeben um rechtzeitig zum Ende der Vorlesung wieder zu erwachen. Der schwache Vibrationsalarm des “Choclate“ spricht demnach eher Business-Kunden an.

Sprachqualität & Empfang

LG Electronics Chocolate UMTS: HeadsetHinsichtlich der Klang- und Sprachqualität hat LG seine Hausaufgaben gemacht. Sei es nun über das Head-Set, als Frei-Sprech-Variante oder über den internen Lautsprecher, alle Gespräche können klar und verständlich geführt werden. Bei einer etwas lauteren Geräuschkulisse lässt sich die Lautstärke über die seitliche Tastenwippe manuell regeln. Das KU800 fällt hier etwas aus der Norm, da die meisten Hersteller diese Funktionstasten in der Regel auf der rechten Gehäuseseite platzieren.

Schon beim Einlegen der SIM-Karte ließ sich erahnen, dass der Akku keine Dauerlauf-Rekorde aufstellen wird. Nach drei Stunden Dauergespräch gab der Akku auf. Das sind Zeiten, die sich beim Internet-TV Betrieb via UMTS noch einmal deutlich auf unter 2 Stunden verkürzen. Erstaunlich hingegen war die lange Standby-Zeit von 14 Tagen.

Display & Kamera

LG Electronics Chocolate UMTS: KameraDas TFT-Display des LG KU800 verfügt über eine Auflösung von 240x320 Pixel und kann bis zu 262.144 Farben darstellen. Um den Stromhunger des Sliders zu minimieren, wird das Display schon nach sehr kurzer Zeit in den Schlafmodus versetzt, aus dem es sich nur noch durch den Slider-Mechanismus oder längerem Drücken der Lautstärkewippe erwecken lässt. Dann jedoch überzeugt das “Chocolate“ mit einem sehr guten Display, das den Vergleich zur Konkurrenz nicht zu scheuen braucht. Die Farben wirken brillant und die Konturen werden kontrastreich und scharf dargestellt. Lediglich bei direkter Sonneneinstrahlung schwächelt das Display. Die leicht spiegelnde Oberfläche sieht dann zwar immer noch gut aus – auf dem Display lässt sich jedoch nichts erkennen.

Zur Personalisierung des Handys lässt LG jeden nur erdenklichen Software-Gimmick zu. Sei es nun ein Startbildschirm, Abmeldebildschirm, Wallpaper, Farbdarstellung, Melodien und, und, und... Hier gibt es nichts zu meckern – Gut gemacht LG!

LG Electronics Chocolate UMTS: AnschlussDie Statusanzeige liefert auf einen Blick alle wichtigen Informationen über Signalart, Akku-Ladezustand, Netzstärke, Datum, Weckersymbol, Ruftoneinstellung und Uhrzeit.

Viel Zeit zum Lesen bleibt einem aber auch hier nicht. Auch im “geöffneten“ Zustand schaltet sich das Display samt der berührungssensitiven Tasten sehr schnell in den Schlafmodus.

Die umfangreichen Kameraeinstellungen wie Helligkeit, Zoom , Aufnahmemodus und –qualität sowie der Weissabgleich, der Speicherort und unzählige weitere Einstellungen lassen sich bequem über die Touchpad-Navigation einstellen. Einzig die Aufnahmeverzögerung und der mit 60 Megabyte nicht zeitgemäße interne Speicher geben Anlass zur Kritik.
LG Electronics Chocolate UMTS: beim Fotografieren



Davon abgesehen fungiert das Display als Sucher für die “große“ zwei Megapixelkamera und die “kleine“ Kamera mit VGA-Auflösung. Letztere lässt sich zudem auch zur Bild-Telefonie via UMTS nutzen. Hierbei können sogar die Bild-Sequenzen des Gesprächspartners als Film oder Einzelbilder aufgezeichnet werden.

Diese können im Anschluss als E-Mail, MMS oder auch via Bluetooth verschickt werden. Was natürlich auch für die selbst gemachten Bilder oder Filmsequenzen gilt.

OS & Bedienung

LG Electronics Chocolate UMTS: Startbildschirm
LG Electronics Chocolate UMTS: Spiel
LG Electronics Chocolate UMTS: Spiel
LG Electronics Chocolate UMTS: Nachricht schreiben
LG Electronics Chocolate UMTS: Kalender
LG Electronics Chocolate UMTS: Rechner
LG Electronics Chocolate UMTS: Weltzeituhr
LG Electronics Chocolate UMTS: Spiel
LG Electronics Chocolate UMTS: Spiel
LG Electronics Chocolate UMTS: Mein Telefon
LG Electronics Chocolate UMTS: Organizer
LG Electronics Chocolate UMTS: Kalender
LG Electronics Chocolate UMTS: Umrechner
LG Electronics Chocolate UMTS: Hauptmenü
Die Menüstruktur des KU800 bietet außer der UMTS-Funktionalität wenig neues und ist intuitiv und logisch strukturiert. Auch unerfahrene Handy-Nutzer finden sich schnell mit der klaren Darstellung der Menü-Symbole und der Gliederung der einzelnen Untermenüs zurecht.

Funktionalitäten wie eine lernfähige T9-Eingabeunterstützung zum Verfassen von SMS kann man zum Beispiel nach bereits 3 Tasteneingaben in vollem Umfang nutzen. Vergleichbares gilt für die Kalender-Funktion, MMS oder auch den MP3-Player.

In gleichem Maße positiv geht das Arbeiten mit dem integrierten E-Mail-Programm. Sei es nun das Einrichten eines Kontos oder auch Basisfunktionen wie E-Mail-Abruf lassen sich Kinderleicht bedienen. Eine SMS hat man nicht wirklich schneller versendet. Mit der E-Mail können zudem auch Anhänge wie Bilder, Videos oder auch Klingeltöne versendet werden.

Wer jedoch Lust verspürt und sich mal eben schnell einen Handy-TV-Stream vom Vodafone-Portal zu Gemüte führen möchte, muss deutlich mehr Zeit mitbringen. Davon mal abgesehen, dass das Display zu klein und der eingebaute Lautsprecher zum fernsehen eigentlich untauglich sind, kommt eine umständliche Klickorgie auf den willigen Handy-TV-User zu. Ganze 14 (!!!) mal müssen Verschiedene Navigationstasten betätigt werden um ein erstes kostenloses Handy-TV-Bild zu sehen. Useability ? Mangelhaft!

Wer sich darüber hinaus kostenpflichtige Sendungen ansehen möchte, findet Angebote aus den unterschiedlichsten Bereichen - sei es nun Sport, Nachrichten oder Unterhaltung. Zudem lädt das Vodafone-Portal den Nutzer ein Klingeltöne, Themes, Spiele und sonstige Inhalte herunter zu laden. Beim Stichwort Spiele sei noch erwähnt, dass lediglich Demos auf dem Handy ab Werk installiert sind. Wer mehr haben möchte, ist zwingend auf das Vodafone-Portal angewiesen – nicht unbedingt die feine englische Art.

Zudem lässt sich das Vodafone-Portal nur über das noch nicht flächendeckende UMTS-Netz nutzen. Störend macht sich das vor allem während einer Fahrt mit der Bahn oder dem Auto bemerkbar. Auch wer zu Fuß unterwegs ist oder am Bahnhof wartet und dabei Handy-TV “genießen“ möchte, muss sich darüber im Klaren sein in welcher Körperhaltung er das Handy zum fernsehen hält, und vor allem wie lange er die Position durchhält. Das LG KU800 in Kombination mit Vodafone ist in dieser Hinsicht noch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Analog verhält es sich bei der Internetfuktionalität: Um auf eine bereits gespeicherte WAP-Seite zu gelangen, bedarf es ohne Adresseingabe ganze acht Tasteneingaben. Das geht definitiv besser.

Bei den Klingeltönen macht das “Chocolate“ wieder Boden gut. Neben den bereits ab Werk mitgelieferten Klingeltönen lässt sich jeder x-beliebige MP3-Track als Klingelton “missbrauchen“.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

LG Electronics Chocolate UMTS: mit HeadsetDas KU800 bietet ein Fülle an Verbindungsmöglichkeiten wie Bluetooth, GPRS (Klasse 10), EGPRS (Klasse 10), CSD, USB, WAP (2.0) und natürlich UMTS. Mit der Vielzahl der Möglichkeiten steht einer Verbindungsaufnahme mit Zubehörgeräten (Bluetooth-Headsets, PC etc.) nichts mehr im Wege. Die Anbindung von z.B. Bluetooth-Headsets war im Test problemlos möglich. Mehr als ein Headset sollte man über Bluetooth jedoch nicht anbinden: Die Schnittstelle entstammt noch der alten Generation vom Standard 1.1 und ist nicht gerade flott. Die Datenübertragung per GPRS funktioniert schnell und unproblematisch. Sowohl Internetinhalte als auch E-Mails lassen sich problemlos abrufen und über die integrierten Programme anzeigen. Durch die UMTS-Unterstützung lassen sich auch umfangreichere Datensätze aus dem Internet ziehen. Verbesserungswürdig ist die Datensynchronisation von Kalender und Kontaktbuch mit Windows-Programmen (z.B. ist die Zuordnung einer zweiten Mobilfunknummer zu einem Kontakt nicht möglich). Grundsätzlich können die Datendienste per OTA der Netzbetreiber konfiguriert werden. Wer das “Chocolate“ als Modem für einen längeren Zeitraum am PC nutzen möchte und es per USB-Kabel verbunden hat sollte beachten, dass das KU800 nicht mit Strom über die fünf Volt USB-Verbindung versorgt wird. Die Alternative das Handy in diesem Fall mit Hilfe des Ladekabels zu betreiben scheitert daran, dass die USB-Buchse gleichzeitig auch die Anschlussbuchse für das Ladekabel ist.

Multimedia & Organizer

LG Electronics Chocolate UMTS: unten
LG Electronics Chocolate UMTS: unten rechts
LG Electronics Chocolate UMTS: rechts
LG Electronics Chocolate UMTS: rechts oben
Das KU800 bietet davon abgesehen eine Reihe weiterer nützlicher Funktionen. So verfügt das LG Chocolate über einen Voice-Recorder – so entstandene Aufnahmen können leider nicht als Rufton verwendet werden. Wer also das Geschrei seiner Kinder oder ein paar liebevolle Worte seines Partners als Klingelton haben möchte, muss den Umweg über eine Aufnahme am Computer im MP3-Format gehen.

Nutzer, die öfters verschiedene Profile für unterschiedliche Umgebungen benötigt findet auch beim “Chocolate“ eine reiche Auswahl an gespeicherten Profilen.

Wer öfters mit dem Flugzeug unterwegs ist kennt die Situation, während des Flugs nicht mehr an benötigte Daten heranzukommen oder den integrierten MP3-Player nutzen zu können. Leider bietet das LG Handy hier keine Ausnahme durch einen Flugzeugmodus.

Nützliche Tools wie ein Bildbearbeitungsprogramm, JAVA World, Zeitzonenprogramm, Wecker, Taschenrechner, Umrechner und eine Stoppuhr runden die alles in allem ordentliche Ausstattungsliste des Business-Sliders von LG ab.

LG Electronics Chocolate UMTS: oben
LG Electronics Chocolate UMTS: oben links
LG Electronics Chocolate UMTS: links
LG Electronics Chocolate UMTS: links unten
Seltsam sind übrigens die Zeitzoneneinteilungen durch die LG- Ingenieure: während Rom kurzerhand in die Sahara verlegt wurde, findet man Berlin “erwartungsgemäß“ in Süditalien. Pluspunkt übrigens für den Wecker, dieser funktioniert nun auch im ausgeschalteten Zustand.

Ein Wort noch zu den Multimediafunktionen des Sliders. Ein Musikplayer und ein Videoplayer sind auf dem Gerät bereits vorinstalliert. Mit diesen Playern lassen sich die gängigen Formate wie 3GP, WMA, MP3, MP4, AAC und M4P abspielen. Zudem weiß das Gerät mit Wiedergabelisten und Random-Play umzugehen und besitzt für das akustische Feintuning einen Equalizer. MP3s verwertet das LG bis zu einer Samplingrate von 192 Kilobit pro Sekunde, was jedoch auch mit einem erhöhten Speicherplatzbedarf einher geht. Der interne Gerätespeicher von 60 Megabyte ist dabei eher knapp bemessen. Wer mehr haben möchte, kann über den Micro SD Slot bis zu 1024 Megabyte sehr komfortabel nachrüsten. Dies sollte dann auch für eine etwas umfangreichere MP3-Sammlung reichen.

Für den Datentransfer zwischen Computer und Handy bietet das KU800 verschiedene Möglichkeiten. Zwar verzichtet das LG auf eine Infrarot-Schnittstelle, ist mit USB und Bluetooth aber durchaus auf der Höhe der Zeit.

Fazit

LG Electronics Chocolate UMTS: in Bestandteile zerlegt

Das stylische Design des LG KU800 spricht für sich, und auch die Funktionsvielfalt ist auf Niveau eines guten Business-Handys. Als mobiles Spiele-Center oder als Multimedia-Handy eignet das Gerät trotz Mobile-TV-Option jedoch nur bedingt. LG hat mit dem KU800 “Chocolate“ ein Handy auf den Markt gebracht, das in ersten Ansätzen einen Vorgeschmack auf neue Technologien der nahen Zukunft gibt. Dem entsprechend gibt es an der einen oder anderen Stelle durchaus Optimierungsbedarf. Wie, ob und wann sich Mobile-TV etabliert und berührungssensitive Tasten den Markt erobern, bleibt abzuwarten. LG jedenfalls geht als einer der Ersten diesen mutigen Schritt als innovative Speerspitze.

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