Test des Hyundai Mobile MB-910

18 Minuten

Hyundai Mobile MB-910
 

War es nun James Bond der seine Armbanduhr als Kommunikationsmittel einsetzte oder Michael Knight in der Fernsehserie Knight Rider? Michael Knights interaktive Armbanduhr könnte es tatsächlich gewesen sein, die sich der südkoreanische Hersteller Hyundai als Vorbild für das Hyundai Mobile MB-910 genommen hat. Nur nutzte Mr. Knight seine Uhr noch als Funkgerät und nicht als Handy.

Eine Armbanduhr als Handy, kann so etwas funktionieren oder ist es nur ein Modegag? Wie sieht es mit der Bedienbarkeit aus und was hat das stylische MB-910 neben den normalen Telefonfunktionen noch mit an Bord? Das verrät Ihnen unser Handytest auf inside-handy.de.

Hyundai Mobile MB-910Das Hyundai MB-910 kommt in einem würfelförmigen schwarzen Karton daher, der mit einer Banderole ummantelt ist. Auf der Banderole prangen ringsherum farbige Fotos des Uhrenhandys. Der Schriftzug „Innovation für you“, bereitet den Nutzer auf die Neuerungen vor, die das Hyundai bieten soll. Zieht man die Ummantelung ab, kommt ein stabiler schwarzer Karton zum Vorschein. Der Karton ist, ähnlich manch einer Pralinenschachtel, in ein oberes und ein unteres Abteil aufgeteilt. Im oberen Teil der Schachtel sieht man das Uhrenhandy, das um ein schwarzes Samtkissen gewunden ist. In einem weiteren Fach befinden sich zwei Akkus. Auch der obere Kartondeckel ist von innen mit Samt überzogen, um das Handydisplay zu schützen.

 

Möchte man den Karton aufklappen um an den unteren Teil zu kommen, sollte man zuvor das Handy und die Akkus entfernen, da diese ansonsten versehentlich herausfallen können. Im unteren Fach des Kartons kommen nun die weiteren Zubehörteile zutage. Hierzu gehören ein Bluetooth-Stereo-Headset, ein USB-Datenkabel, ein USB-Kabel mit Klinkenstecker zum Aufladen des Headsets, die Bedienungsanleitungen sowie ein Ladeadapter.

Hyundai Mobile MB-910
Hyundai Mobile MB-910
 

Die Abdeckung des Akkufachs lässt sich leicht aufschieben und entfernen. Darunter befindet sich ein 350 mAh Li-Ion Akku, der sich leicht aus seiner Einbuchtung heben lässt. Das Einschieben der Simkarte, unter zwei kleine Metallhalterungen, gestaltet sich als einfach. Schwieriger wird es, wenn man die Simkarte entfernen will.

Hyundai Mobile MB-910Da sie leicht versenkt liegt, sind hierfür längere Fingernägel und etwas Fingerspitzengefühl von Vorteil. In seiner Wertigkeit unterscheidet sich der Handylook deutlich von der Handyverpackung. Mutet das Uhrenhandy auf Fotos noch futuristisch und edel an, wirkt es bei direkter Betrachtung eher wie eine zu groß geratene Spielzeuguhr. Der mit 58.0 x 44.0 x 16.0 mm und 58g Gewicht recht klobig geratene Korpus der Uhr sowie die Knöpfe zur Bedienung, bestehen aus silbernem, nicht sehr stabil scheinendem Plastik. Auch das daran befestigte Armband ist aus schwarzem, lederartig geprägten Kunststoff. In einer kleinen Lasche unter dem Armband steckt der Stylus zur Bedienung des Touchscreens. Um das Display des Hyundai MB-910 herum befindet sich eine schwarze Uhrenumrandung mit den römischen Ziffern XII und VI und Stundenstrichen dazwischen. Die Akkuabdeckung lässt sich leicht verschieben und gibt dadurch Staub und Dreck eine gute Chance, in das Handyinnere einzudringen.Hyundai Mobile MB-910

Ansonsten weist das Hyundai geringe Spaltmaße auf. An der linken Seite des Uhrenkorpus befindet sich der Steckplatz für das Lade-, beziehungsweise USB-Kabel, unter einer kleinen Plastikabdeckung. Da sich der Metallstecker des Kabels nicht in seiner vollen Länge in den Slot schieben lässt, sitzt er eher wackelig in der Einfassung. Beide Klinkenstecker, sowohl für das Ladeteil als auch für die Bluetoothkomponente des Headsets, rasten hingegen fest in die Verankerung des Headsets ein und sorgen damit für einen festen Sitz. An der linken Seite des MB-910 befindet sich die Ein-/Aus-Taste über dem Steckplatz für das Ladeteil. Auf der rechten Seite des Korpus befindet sich oben eine Taste zur Lautstärkeregelung-lauter, darunter die OK-Taste in Form eines klassischen Uhren-Aufziehknopfes, und unter dieser ist die Taste zur Lautstärkeregelung-leiser angesiedelt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hyundai Mobile MB-910Alle Tasten haben einen guten Druckpunkt und lassen sich aufgrund ihrer Größe gut bedienen. Das Hyundai MB-910 verfügt selbstredend über keine normale Nummerntastatur, sondern wird mit dem knapp 3 cm langen (kurzen?) Stylus über den Touchscreen bedient. Den Text einer SMS kann man mit dem Stylus über eine winzige, auf dem Display eingeblendete, Alphabet-Tafel eingeben, was sogar für die Sehfähigkeit eines normalsichtigen Menschen eine größere Herausforderung darstellt. Da der Stylus fast mikroskopisch klein und dünn geraten ist, muss man aufpassen, dass er nicht aus den Fingern rutscht. Zusätzlich fangen dieselbigen schon nach kurzem Handling des Stylus aufgrund der ungewohnten Haltung leicht an zu zittern, was die Bedienbarkeit des Touchscreeens nicht wirklich einfacher macht. Einem Michael Knight sei es nicht angeraten, in brenzligen Situationen, in denen absolute Stille angesagt ist, den Vibrationsalarm zu aktivieren, denn der ersetzt von der Lautstärke her glatt einen Klingelton und verrät ihn garantiert! Die Vibration ist dafür aber gut in Hosen- oder Jackentasche zu spüren.

Hyundai Mobile MB-910Hätte Herr Knight mit dem Hyundai MB-910 Verstärkung rufen wollen, so wäre dieses ein etwas langwierigeres Unterfangen gewesen. Er hätte hierfür entweder erst einmal umständlich das Bluetooth-Headset herausfummeln oder auf dem Touchscreen mit dem Stylus die winzige Fläche für den Lautsprecher treffen müssen. Mit dem mitgelieferten Headset klappt eine Verbindung gut, und auch die Sprachqualität ist auf beiden Seiten in Ordnung. Anders sieht es jedoch mit den klanglichen Werten über die Freisprechanlage aus. Verstärkung hätte Michael Knight wohl bekommen, denn vom Gegenüber wird man klar und deutlich verstanden, wenngleich hin und wieder unterbrochen von Knarzgeräuschen. Umgekehrt hat man jedoch den Eindruck, der Gesprächspartner würde in einer Blechdose sitzen.

Die Gesprächslautstärke lässt sich während des Telefonates mit den beiden rechten Außentasten regeln. Dieses hat aber nur beim Einsatz des Headsets eine wirklich spürbare Wirkung. Beim Gespräch über den Lautsprecher bleibt der Gesprächspartner auch bei höchster Lautstärke zu leise, um damit etwas lautere Nebengeräusche übertönen zu können. Der Akku entlädt sich während eines Telefonates sehr schnell, was jedoch daran liegen kann, dass unser Testakku noch nicht „trainiert“ wurde. Trotzdem empfiehlt es sich auf jeden Fall, den zweiten mitgelieferten Akku immer aufgeladen mit sich zu führen. Vom Hersteller wird für das Uhrenhandy eine Standbyzeit von 70 Stunden und eine Gesprächszeit von bis zu 3 Stunden im GSM-Netz angegeben. Beim Empfang zeigte das Hyundai MB-910 in stärkeren Netzen immer die volle Balkenanzahl.

Der SAR-Wert beträgt 0,85 W/kg.

Hyundai Mobile MB-910Das Hyundai MB-910 ist mit einem TFT-Touchscreen-Display mit 1,5 Zoll Größe und einer Diagonale von 38,1 mm ausgestattet. Die 65.000 Farben werden trotz des kleinen Displays in einer Auflösung von 132 x 176 Pixeln erstaunlich brillant und kontrastreicher dargestellt. Lediglich die diversen analogen Uhren, die im Standby als Animation angezeigt werden können, wirken etwas unscharf und verpixelt. Trotz einer in 5 Stufen einstellbaren Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung, reicht die Leuchtkraft des Displays nicht für eine Ablesbarkeit bei heller Lichteinstrahlung aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Punkten kann es jedoch durch seine farbig animierte Darstellung bei Dunkelheit. Die Dauer der Beleuchtung kann zwischen 5 und 60 Sekunden stufenlos gewählt werden. Da die Seitentasten nicht beleuchtet sind, kann man sie bei Dunkelheit lediglich erfühlen, was aufgrund ihrer Größe jedoch keine allzu große Schwierigkeit darstellt. Dem Benutzer stehen 8 verschiedene vorinstallierte Hintergrundbilder zur Verfügung. Für die Anzeige beim Einschalten, sowie beim Ausschalten des Telefons, hat man die Wahl zwischen 9 verschiedenen Animationen oder benutzerdefinierten Bildern. Als Bildschirmschoner fungieren wahlweise 8 verschiedene Bilder oder eine von 6 verschiedenen Uhrzeitanzeigen. Einstellungsoptionen zum Anpassen des Kontrastes oder gar eine Kamerafunktion, sucht man beim Hyundai MB-910 vergebens.

Hyundai Mobile MB-910
Hyundai Mobile MB-910
Hyundai Mobile MB-910
Hyundai Mobile MB-910
Hyundai Mobile MB-910
Hyundai Mobile MB-910
Hyundai Mobile MB-910
Hyundai Mobile MB-910
Hyundai Mobile MB-910
Hyundai Mobile MB-910
Hyundai Mobile MB-910
Hyundai Mobile MB-910
Hyundai Mobile MB-910
Hyundai Mobile MB-910
Hyundai Mobile MB-910

Mit einem Klick auf das Display des Hyundai MB-910, gelangt man zunächst auf die Hintergrundanimation (die z.B. eine Uhr darstellt), mit einem weiteren Klick auf den Standbybildschirm. Hier wird auf der linken unteren Bildschirmseite ein Link zum Hauptmenü angezeigt, mittig ein kleines Telefon, mit dem man direkt in die Telefonfunktion des Uhrenhandys gelangt, und rechts verbirgt sich unter dem Link „Namen“ das Telefonbuch.

Das Hauptmenü umfasst das Telefonbuch, Nachrichten, Anrufliste, Einstellungen, Multimedia, einen Dateimanager, Profile, Organizer, Dienste und Extras. Unter den einzelnen Oberpunkten verbirgt sich in den Listenmenüs nicht immer das, was man darunter erwartet. So stehen beispielsweise für gewöhnlich unter dem Organizer angesiedelte Menüpunkte wie Taschenrechner, Einheitsrechner, Währungsrechner oder Stoppuhr, bei diesem Handy unter dem Punkt „Extras“.

Von einem Oberpunkt zum nächsten, gelangt man durch rückwärts- und vorwärts-Pfeiltasten oder durch Betätigen der Lautstärketasten an der Außenseite des Handys. Die Oberpunkte werden durch animierte Bilder recht ansprechend und farbig dargestellt. Nervend ist, dass in den Listenmenüs, versetzt zu den einzelnen Punkten auf dem der Cursor gerade ruht, dauerhaft die gewählten Einstellungen des jeweiligen Punktes in einer Art Sprechblase angezeigt werden. Diese Anzeige verdeckt zum Teil den jeweils nächsten Listenpunkt, und macht ihn somit unlesbar.

Auch sind einige Zeilen zu lang um im Display angezeigt zu werden, so dass man teilweise auch nach dem Öffnen eines Menüpunktes raten muss, womit man es gerade zu tun hat. Die hier eingesetzte Laufschrift funktioniert sehr langsam, und bei unserem Testgerät zeitweise auch nur nach Lust und Laune. Läuft eine der Animationen, gelangt man durch den Druck auf eine der rechten Außentasten in den Standbybildschirm. In diesem Handymodus sind die drei rechten Außentasten mit Schnellzugriffsfunktionen belegt.

Die oberste mit dem MP3-Player, die mittlere mit dem Hauptmenü und die unterste mit der Nachrichtenfunktion zum Verfassen einer SMS. Befindet man sich im Hauptmenü, dienen die oberste und unterste Taste zum Scrollen durch die Menüpunkte und die mittlere zum Bestätigen. Verändern lässt sich diese Belegung jedoch nicht. Sind die dargestellten Schriftzüge auf dem Display aufgrund ihrer kontrastreichen Darstellung für einen normalsichtigen Menschen noch relativ gut ablesbar, wird man bei Sehschwäche Probleme damit bekommen. Aufgrund der geringen Größe des Displays und der Listenansicht der Untermenüs, fällt die Schrift entsprechend sehr klein aus.

Befindet sich ein Herr Michael Knight einmal auf einer Geheimmission und möchte nicht, dass seine Rufnummer erkannt wird, so muss er hierzu zunächst einmal in die Einstellungen im Hauptmenü gehen, von wo aus er die Anrufererkennung in „netzabhängig, unterdrücken oder senden“ einstellen kann. Eine automatische Wahlwiederholung erspart ihm hierbei die Zeit des nochmaligen Eintippens der Nummer, sollte der Geheimagent einmal nicht sofort erreichbar sein. Eine Blacklist sortiert optional unerwünschte Anrufe aus.

Die Anruflisten im Hauptmenü sind aufgeteilt in unbeantwortete Anrufe, ausgehende und eingehende Anrufe, Anrufdauer, SMS Zähler und GPRS Zähler. Wie schon zuvor erwähnt, erweist sich das Erstellen einer SMS auch für feinmotorisch geübte Menschen als Herausforderung. Der Text kann wahlweise handschriftlich – hierbei erkennt das Handy die mit dem Stylus eingegebenen handschriftlichen Buchstaben und setzt sie in Drucklettern um, was auch recht gut funktioniert – oder über eine Schrifttafel eingegeben werden. Beides ist ziemlich zeitaufwändig, da man mit dem winzigen Stylus entweder den Abstand zwischen den noch winzigeren Linien oder die Buchstaben treffen muss. Also nichts für Herrn Knight während einer rasanten Fahrt in seinem Auto K.I.T.T..

Hier sollte er denn doch auf die normale Telefonfunktion zurückgreifen – sollte das Bluetooth-Headset gerade zur Hand oder das Umfeld nicht zu laut sein. Eine SMS darf beim Hyundai MB-910 bis zu 612 Zeichen umfassen. Weiß man vorher, dass ein und derselbe Text häufiger verschickt werden muss, empfiehlt es sich, eine Vorlage zu verfassen, die dann zur Eingabe verwendet werden kann. Ist die Texteingabe schließlich vollbracht, kann die SMS über die Optionen wahlweise an einen einzelnen, mehrere Empfänger oder eine Gruppe gesendet werden. Einer MMS können wahlweise Bilder, Audiodateien, Videos, Anhänge oder Lesezeichen hinzugefügt werden.

Um eine E-Mail senden oder empfangen zu können, müssen zuvor in den E-Mail Profilen Ausgangs- sowie Eingangsserver konfiguriert und ein entsprechendes Profil aktiviert werden. Bis zu 3 verschiedene Profile kann man sich hier anlegen. Verschiedene Klingeltöne lassen sich in den Profilen einstellen. Hier sind 10 MIDI-Töne vorinstalliert, die allesamt sehr nach Synthesizer-Tönen klingen. Weitere eigene Töne im MIDI-Format können jedoch hinzugefügt werden. Bei maximal eingestellter Lautstärke sind die Klingeltöne zwar ausreichend laut, werden aber sehr scheppernd wiedergegeben.

Wahlweise kann ein Läuten, nur Vibration, Vibration und Läuten und zuerst Vibration, dann Läuten, eingestellt werden. Der Klingelton kann einmal, mehrmals oder ansteigend wiedergegeben werden. Für Nachrichten wird die gleiche Tonauswahl angeboten, wie für die Klingeltöne. Es gibt hierfür also keine Sondersignale. Ebenso verhält es sich für die Klänge, die wahlweise für das Ein- sowie Ausschalten des Telefons eingestellt werden können. Tastentöne lassen sich in „Lautlos, Klicken und Ton“ konfigurieren, allerdings erschloss sich während des Handytests nicht, wann diese eingestellten Töne tatsächlich wiedergegeben werden.

Im Hyundai MB-910 kann eine automatische Tastatursperre aktiviert werden. Diese schaltet sich nach Wunsch zwischen 5 Sekunden, 30 Sekungen, 1 Minute oder 5 Minuten ein. Das Handydisply begibt sich nach kurzer Zeit der Nichtbenutzung in den Standbymodus. Hier wird nur noch bei abgedunkeltem Monitor die Animation angezeigt. Durch Druck auf die Außentasten oder das Display im Standbymodus wird zuerst die beleuchtete Animation und bei nochmaligem Klick der Standbymonitor angezeigt.

 

 

 

 

 

Hyundai Mobile MB-910Das Hyundai MB-910 ist ein GSM-Tribandhandy. Zudem ist es GPRS-fähig. UMTS, EDGE, HSCSD oder gar WLAN sucht man vergebens. Dass diese Verbindungsmöglichkeiten nicht vorhanden sind, ist beim MB-910 jedoch kein Beinbruch, da dieses Handy aufgrund des kleinen Displays und trotz WAP 2.0 Browser wohl nicht in erster Linie für das Surfen im Internet oder Videotelefonie ausgelegt ist. Das Uhrenhandy verfügt über Bluetooth, mit dem sich bei unserem Test ebenso gut das mitgelieferte Headset verbinden, wie Dateien in einem schnellen Tempo auf ein Notebook und vom Notebook auf das Handy übertragen ließen. Das Hyundai hat eine USB/ POP-Port Schnittstelle und lässt sich über das USB-Kabel mit dem PC verbinden. Es kann hier als Massenspeicher erkannt werden. Wünschenswert wäre eine Synchronisationssoftware oder Software zum Datenaustausch, im Lieferumfang des Handys gewesen. Im MB-910 ist ein flexibler Speicher mit 128 MB Größe integriert. Der fasst zwar schon einige Daten, aber aufgrund des vorhandenen Mediaplayers hätte sich manch ein Nutzer sicherlich auch über die Möglichkeit gefreut, den Speicher mittels Speicherkarte zu erweitern, die hier leider nicht vorhanden ist.

Über eine Sprachsteuerung verfügt das Hyundai-MB910 nicht, dafür aber über ein Aufnahmegerät, das unter dem Menüpunkt „Multimedia“ zu finden ist und Spracheaufnahmen in beliebiger Länge aufzeichnet. Während eines Gespräches lässt sich über Schaltflächen auf dem Display das Mikrofon stummschalten oder die Freisprecheinrichtung aktivieren. Die Freisprechanlage ist, wie schon zuvor beschrieben, jedoch nur bedingt einsetzbar. In ruhigen Räumen versteht man seinen Gesprächspartner zwar blechern, aber gerade noch ausreichend laut, während die Nutzung im Auto aufgrund der Hintergrundgeräusche schwierig wird. Im MB-910 sind die Profile „Allgemein, Besprechung, Im Freien, In Gebäuden, Headset und Bluetooth“ voreingestellt. Eigene Profile lassen sich nicht erstellen, doch können die Optionen der einzelnen Profile den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Das Umschalten von einem Profil zu einem anderen muss manuell geschehen, da es sich nicht zeitlich voreinstellen lässt.

Sind Rufnummern im Telefonbuch des Uhrenhandys gespeichert, lassen sich in den Optionen einige Zusatzeinstellungen für die einzelnen Kontakte vornehmen. So lassen sich neben einer Handynummer die Privatnummer, Firmennummer, E-Mail, Büronummer, Fax und das Geburtsdatum speichern, sowie ein Anruferfoto, ein Sound oder eine Gruppe zuweisen. Die Kontakte können wahlweise auf der Simkarte oder auf dem Telefon gespeichert werden. Bei auf der Simkarte gespeicherten Kontakten entfallen jedoch die zusätzlichen Einstellungsoptionen. Im Organizer des Hyundai MB-910 findet der Nutzer einen Kalender, eine Aufgabenliste, Alarm und Weltuhr. In den Kalender können Aufgaben nach Datum und Dauer eingetragen werden, zu denen man zusätzlich eine Notiz hinzufügen kann. Möchte man den eingetragenen Termin auf keinen Fall verpassen, kann man ihn sich durch einen Alarm einmalig, jeden Tag oder an verschiedenen Tagen, signalisieren lassen. Eingetragene Termine werden in der Aufgabenliste angezeigt.

Im Telefon sind bis zu fünf verschiedene Alarme einstellbar, die auch als Weckfunktion genutzt werden können. Für den einzelnen Alarm lassen sich Uhrzeit, Wiederholung von Montag bis einschließlich Sonntag, Schlummerfunktion zwischen 1 und 10 Minuten und ein Signaltyp konfigurieren. In der Weltuhr werden für die jeweils ausgewählte Region der Mondstand, Uhrzeit und Datum angezeigt. Unter dem Menüpunkt „Extras“ finden sich weitere Officefunktionen wie Taschenrechner, Einheitenrechner, Währungsrechner, Gesundheit (zur Ermittlung von BMI und Menstruationszyklus), eine Stoppuhr und die Konfigurationsmöglichkeiten der Bluetoothverbindung.

undefined undefined
undefined undefined
undefined undefined
undefined undefined

Unter dem Menüpunkt „Einstellungen“ hat der Nutzer mehrere Optionen zur Einstellung der Uhrzeit. So können hier die Heimatstadt, Uhrzeit, Datum, Sommer- oder Winterzeit, sowie Zeit- und Datumsformat festgelegt werden. Verschiedene analoge und digitale Uhrzeitanzeigen lassen sich als Bildschirmschoner einstellen, der dann solange wie bei einer richtigen Armbanduhr sichtbar ist, bis man das Handy durch doppeltes Antippen auf den Standbybildschirm bringt. Die Hintergrundbeleuchtung des Bildschirmschoners stellt sich jedoch nach einiger Zeit ab, so dass man erst einmal kurz auf das Display tippen muss, um ihn wieder richtig ablesen zu können. Spiele sind auf dem Hyundai MB-910 nicht installiert, dafür aber ein Audioplayer, der Musik in den Formaten AMR, MIDI, MP3 und WAV abspielen kann.

Für den Audioplayer können beliebig viele Wiedergabelisten erstellt werden. Optional ist das Wiederholen eines einzelnen Stückes oder aller Stücke, sowie eine zufällige Wiedergabe, einstellbar. Soll Musik auch im Hintergrund während der Arbeit mit anderen Programmen abgespielt werden, so lässt sich dieses ebenso aktivieren, wie die Equalizer-Einstellungen: Normal, Bass, Dance, Classical, Treble, Party, Pop oder Rock. Der Audioplayer zeigt eine Play, sowie Stopp-, Vor- und Rücktasten an. Mittig wird in Laufschrift der gerade gespielte Titel angezeigt. Am unteren Displayrand lässt sich die Lautstärke des Players einstellen. Die Nutzung des Audioplayers ging bei unserem Handytest deutlich auf Kosten der Akkulaufzeit. Ohne Headset ist die Klangqualität des Audioplayers mäßig. Setzt man das Headset ein, lässt sich die Klangqualität zwar nicht mit beispielsweise der eines Sony Ericsson Walkman-Handys vergleichen, ist aber dennoch recht ordentlich.

Neben dem Audioplayer verfügt das Hyundai MB-910 über eine Bildergaleriefunktion mit der sich Bilder wahlweise manuell oder automatisch, in verschiedenen Geschwindigkeiten, in horizontaler oder vertikaler Ansicht, und mit verschiedenen Sondereffekten abspielen lassen. Es lassen sich Bilder in den Formaten GIF, BMP und JPEG anzeigen. Über einen zusätzlichen Videoplayer kann man Videos in den Formaten 3GP und MPEG4 abspielen.

Hyundai Mobile MB-910
 

Was würde nun ein Michael Knight zu diesem Uhrenhandy sagen? Bewährt es sich im praktischen Einsatz? Allzu turbulenten Außenbedingungen hält das Hyundai Mobile MB-190 aufgrund seiner qualitativ nicht sehr hochwertigen Verarbeitung vermutlich nicht stand. Die Eingabe einer SMS und Navigation durch die Menüs, kann jedoch aufgrund des winzigen Stylus und kleinen Displays, schon mal zu einem richtigen Abenteuer werden. Auf eine Kamera verzichtet das MB-910 ganz, und auch die übrigen Handyfunktionen sind eher übersichtlich gehalten. Das alles wird jedoch verschmerzen, wer sich dieses Uhrenhandy in erster Linie zulegt, um sich durch ein besonderes Accessoire von der Masse abzuheben. Ein echter Hingucker ist das Hyundai MB-910 nämlich allemal!

0 0
Ein sehr ländlicher Mobilfunk-Sendemast auf der Insel Poel

O2-Chef: „Lokales Roaming ist schlecht für die Netzqualität“

Lokales Roaming in schlecht mit Mobilfunk versorgten Gebieten soll zwischen den deutschen Anbietern zur Pflicht werden. Doch O2-Chef Markus Haas hält nichts davon. Er spricht von Enteignung der Netze und schlechter Netzqualität.
Vorheriger ArtikelTest des Samsung SGH-L870
Nächster ArtikelTest des Hyundai Mobile MB-220
inside handy redaktion
Die inside handy Redaktion liebt Technik und Mobilfunk. Sie besteht aus einem leidenschaftlichen Experten-Team, das es sich zum Ziel gesetzt hat, auch komplexe Themen verständlich zu verpacken. Ob du dich im Smart-Home-Labyrinth oder im Tarif-Dschungel verirrt hast oder im tiefen Smartphone-Ozean zu ertrinken drohst – die Redaktion kennt sich mit allen Facetten des digitalen Lebens aus und bietet Lesern wie dir Orientierung und Unterstützung. Deshalb bringt sie deine Technik auf den Punkt. Jeden Tag.

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein