Test des HTC Touch 3G

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Nach dem erfolgreichen Smartphone HTC Touch bring der taiwanesische Hersteller nun den Nachfolger HTC Touch 3G auf den Markt. „Got the fast touch?“, fragt uns HTC auf seiner Website. Dank einer TouchFLO – Bedienoberfläche soll laut Hersteller die Steuerung des Smartphones mit den Fingern spielend leicht und schnell möglich sein. Neben GPRS und Wi-Fi hat der Neuling nun auch das schnelle UMTS und HSDPA mit an Bord. Ansonsten sieht es seinem Vorgänger auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich.

Ob die neuen Verbindungsmöglichkeiten des Touch 3G die einzigen Neuerungen sind oder ob es noch weitere Verbesserungen seinem Vorgänger gegenüber bringt, lesen Sie im Test auf inside-handy.de.

Test des HTC Touch 3G-2Die mattschwarze Verpackung des HTC Touch 3G gibt einen optischen Vorgeschmack auf ihren Inhalt. Ähnlich wie das Smartphone selbst, ist der quadratische Karton schlicht und edel gehalten. Auf seiner Oberseite prangt der Schriftzug HTC TOCH 3G, darunter ist das Handy abgebildet sowie an der linken unteren Ecke das Firmenlogo des Herstellers. Ernüchternd dagegen fällt der erste Blick in das Innere der Verpackung aus. Die graue Eierpappe, in die das Touch 3G und das Zubehör eingebettet sind, will dem schlichten edlen Äußeren des Smartphones so ganz und gar nicht gerecht werden. Zusammen mit dem Touch 3G in der Packung liegen ein Ladegerät mit Adapter, ein USB-Kabel, ein Stereo-Headset, eine Kurzanleitung, eine Software-CD mit Bedienungsanleitung und Sprite Backup, und eine weitere Begleit-CD für die auf dem Handy installierte Windows Mobile-Software.

 

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Die gesamte Rückseite des Touch 3G besteht aus einem Guss, so dass das Einsetzen von Simkarte und Akku zu einem kleinen Abenteuer wird. In der Unterseite des hinteren Covers ist nur eine kleine Rille, in die man mit dem Fingernagel einhaken kann, um die Rückseite hochzuklappen.

Test des HTC Touch 3G-5Da diese zusätzlich an den Seiten eingerastet ist, hat man schnell das Gefühl, sie könnte beim Entfernen zerbrechen. Ist das Handy jedoch erfolgreich vom Backcover befreit, ist alles andere ein Kinderspiel. Der Akku lässt sich leicht einsetzen, und dank eines Bandes unter dem Akku, ebenso leicht auch wieder aus seiner Versenkung heben. Die Simkarte wird einfach in einen Slot an der oberen Rückseite eingeschoben. Zum Entfernen der Simkarte benötigt man jedoch einen spitzen Gegenstand, um diese wieder rückwärts aus dem Slot zu schieben. Seitlich unter der Rückseitenabdeckung befindet sich der Einschub für die MicroSD-Speicherkarte. Den Stylus, der die Bedienung des Touchscreens besonders bei dickeren Finger erleichtern soll, trägt das Touch 3G immer bei sich. Dieser wird einfach in eine Öffnung an der rechten Oberseite des Smartphones eingeschoben.

Das Touch 3G ist in vier dezenten Farbgebungen zu haben. In unserem Test kam ein schwarzes Modell zum Einsatz. Mit seinen zierlichen Maßen von 102 x 53,6 x 14,5 mm und 96 Gramm Gewicht, trägt es sich im Vergleich zu manch anderem Smartphone sehr angenehm in der Hemden- oder Hosentasche. Vorsicht ist jedoch bei dem 2,8 Zoll großen Display geboten. Dieses spiegelt stark und zieht somit Fingerabdrücke und Schlüsselkratzer magisch an. Ist das Display jedoch blank geputzt, macht das 3G auch wegen seiner ansonsten mattierten Oberfläche und den puristisch gestalteten chomfarbenen Tasten, einen sehr wertigen und stabilen Eindruck. Lediglich der Rückseite kann man bei stärkerem Druck ein leichtes Knarzen entlocken. Der mittlere Rahmen des Toch3G ist glatt und glänzt metallisch, ansonsten fühlt es sich jedoch wegen seiner samtig beschichteten Oberfläche sehr angenehm an und liegt gut in der Hand. Das Gerät ist passgenau verarbeitet, so dass auch die Spaltmaße des Handys sehr gering ausfallen. Lediglich am Steckplatz für das Netzteil fehlt eine Abdeckung, die das Eindringen von Staub verhindern würde.

Test des HTC Touch 3G-6Der Netzteilsteckplatz ist zugleich auch der Zugang für das USB-Datenkabel das zum Akkuaufladen mit dem passenden Adapter verbunden wird, und das Headset. Das  Zubehör lässt sich leicht an das Handy anschließen und sitzt fest in seiner Buchse.Wäre auf dem Rückteil des Touch 3G nicht ein Streifen befestigt auf dem „3.2 MEGAPIXELS“ geschrieben steht, könnte man die Kamera des Smartphones glatt übersehen. In eine kleine Öffnung ist die Linse eingelassen. Zwar hat diese keine Abdeckung, ist jedoch in der Rückseite versenkt und so klein, dass es kaum Kratzer geben wird. Auf die Dauer kann sich in dieser Öffnung jedoch Dreck  festsetzen und die Linse trüben. Neben der Kameralinse ist ein ebenso kleiner länglicher Lautsprecher angebracht. Auf der unteren Rückseite befindet sich zudem eine Riemenhalterung. Das Handy wird über den Ein- und Ausschaltknopf an der Oberseite in Betrieb genommen. An der linken Außenseite befindet sich ein dünner langer Lautstärkeregler, der jedoch nicht als solcher gekennzeichnet ist, und den man darum schnell für ein Designelement anstatt für ein Bedienelement halten könnte. Über dem großen Display auf der Frontseite befinden sich eine schmale Öffnung für den Lautsprecher und eine kleine LED-Anzeige.

Unter dem Display sind die Sprechen/Senden-Taste, Ein Navigations-/Eingabefeld und eine Beenden-Taste angeordnet. Alle drei haben einen guten Druckpunkt. Mit der Navigationstaste kann man, alternativ zur Bedienung mit Stylus oder Finger, durch die Handymenüs scrollen und Eingaben bestätigen. Da dieses Handy über keine herkömmliche Tastatur verfügt, dient eine eingeblendete Qwertz-Tastatur (wahlweise kann auch eine normale 12er-Tastatur eingeblendet werden) auf dem Monitor der Eingabe von SMS oder MMS. Dass die TouchFlo-Oberfläche zwar eine nützliche Weiterentwicklung, jedoch für ein Smartphone mit vergleichsweise kleinem Display nicht ganz ausgereift ist, zeigt sich hierbei besonders. Die kleinen Buchstaben und Ziffern machen es dem Nutzer fast unmöglich, das Handy ohne den Stylus zu bedienen. Hier wird der Benutzer um den Einsatz des Stylus kaum drum herumkommen. Eine SMS blind zu tippen ist gänzlich unmöglich.

Ähnlich verhält es sich bei der Bedienung der Windows-Mobile-Oberfläche. Lassen sich die großen Icons noch sehr komfortabel mit dem Finger antippen oder über das Display ziehen, wird dieses spätestens bei Listenmenüs oder kleineren Bedienelementen zu einer nervigen Test des HTC Touch 3G-7Fummelei, so dass der Benutzer letztendlich doch wieder zum Stylus greifen muss. Das Touch 3G hat einen starken aber auch sehr lauten Vibrationsalarm, der in Jacken- oder Hosentasche kaum zu verpassen ist. Stören kann dieser jedoch wegen eines deutlichen Summens gerade in leiserer Umgebung.

Test des HTC Touch 3G-8Die Sprachqualität des HTC Touch 3G ist durchaus noch verbesserungswürdig. Wird man vom Gegenüber noch gut und laut verstanden, so hört man diesen zwar laut, jedoch klingt seine Stimme dumpf und es ist ein deutliches Hintergrundrauschen zu vernehmen, das sich erst im Laufe eines längeren Gespräches etwas legt. Leider schafft auch die höchste Einstellung der Lautstärkeregelung, die man besonders in lauter Umgebung benötigt, hier keine Abhilfe. Mit dem mitgelieferten Headset ist die Klangqualität des HTC jedoch deutlich besser. Bei schlechtem Empfang brechen Gespräche leider hin und wieder mal ab. In leistungsstarker Netzumgebung zeigen die Statusbalken des Handys aber durchgehend die volle Empfangsleistung an. Der 1100 mAh Akku hat laut Herstellerangaben ein Durchhaltevermögen von 450 Stunden im Standbybetrieb. In GSM-Netzen soll man laut HTC auf eine Geprächsdauer von 6,5 Stunden, und im UMTS-Netz auf 6,0 Stunden kommen, was für ein Smartphone eine annehmbare Zeit darstellt. Durch häufige Nutzung des MP3- oder Videoplayers wird die Akkulaufzeit jedoch etwas herabgesetzt.

Test des HTC Touch 3G-9Das TFT-LCD Display des HTC Touch 3G misst 4,3 cm in der Breite und 5,7 cm in der Höhe. Farben gibt es sehr brillant und Bilder kontrastreich wieder. Trotz seiner spiegelnden Oberfläche lassen sich größere Darstellungen auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesen. Bei kleiner Darstellung sei dem Benutzer angeraten, sich ein schattiges Plätzchen zu suchen, denn hier ist die Ablesbarkeit bei Lichteinstrahlung schon deutlich erschwert. Besonders bei Dunkelheit weiß das Display zu brillieren. Die Sprechen-/Sendentaste unter dem Display ist grün, die Beenden-Taste rot beleuchtet. Leider nur für kurze Zeit, und auch erst nachdem man sie angetippt hat.  Das Navigationsfeld hat gar keine Beleuchtung, was es schwierig macht, Tasten und Navigationsfeld auf Anhieb bei Dunkelheit zu finden. Die Bildschirmanzeige lässt sich individuell über die Einstellungen anpassen. Clear Type dient hier der Kantenglättung von Bildschirmschriftarten. Als Hintergrund für den Startbildschirm können neben dem Windows-Standard auch Fotos sowie vorinstallierte Grafiken verwendet werden. In dem HTC Touch 3G ist eine 3,2 Megapixel-Kamera verbaut, die nicht in allen Punkten durch ihre Qualität überzeugen kann. Die Kamera wird über die Registerkarte auf der Taskleiste im unteren Startbildschirm angewählt. Das Handydisplay fungiert als Sucher. Hierzu bringt man das Handy ins Querformat. Durch einen kurzen Fingerklick auf das Display öffnen sich die Kameraeinstellungsmöglichkeiten. Am linken Rand wird der Zoom angezeigt, der über das Navigationsfeld bedient wird. Zoomen geht jedoch nur recht langsam und ruckelig vonstatten.

Am unteren Bildrand hat der Nutzer nun die Möglichkeit, das Fotoalbum und Einstellungen direkt anzusteuern oder vom Foto- in den Videomodus zu wechseln. Auch ein Panoramabild kann aufgenommen werden, ein Video im MMS-Format gedreht oder ein Kontaktbild eingestellt werden. Wer es etwas individueller mag, der kann sein Foto in eines von mehreren witzigen Bildthemen/Rahmen einbinden. Ist man im Albummodus, können Fotos als Bildschirmpräsentation angezeigt, als Favoriten eingestellt, gelöscht, gesendet oder in Kontakten gespeichert werden. Die Bildauflösung ist je nach Wunsch in fünf Stufen zwischen M und L (bis 2048×1536 Pixel) einstellbar. Unter den Einstellungen lassen sich auch der Weißabgleich sowie Helligkeit und Selbstauslöser und erweiterte Einstellungen ausrichten. Zu den erweiterten Einstellungen zählen die Ansichtsdauer des Fotos, Qualität, Zeitstempel, Beleuchtung, Auslöserton, Bildeigenschaften wie Kontrast, Sättigung und Schärfe. Auch Effekte können eingestellt werden: Graustufen, Sepia und Negativ. Belichtung, Präfixtyp, ein Bildzähler, eine Flimmeranpassung sowie Gitterdarstellung sind hier verfügbar.

Test des HTC Touch 3G-10Ist erst einmal ein Motiv anvisiert, reagiert der Kameraauslöser sehr schnell. Die Bilder im JPRG, BMP oder GIF-Format werden im Album des Smartphones gespeichert. Weiß die Kamerafunktion des HTC Touch 3G noch mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten zu punkten, so hapert es leider spätestens bei der Bildqualität. Fotos bei Tageslicht und guter Ausleuchtung aufgenommen, wissen zu überzeugen, übertreffen aber am Computerbildschirm betrachtet, nicht die Aufnahmen einer 2 Megapixelkamera wie zum Beispiel mit dem Sony Ericsson K750i. Bei Dämmerung verschlechtert sich die Bildqualität dann zusehends. Die Fotos wirken gelbstichig und leicht verpixelt. Hier wäre ein Fotolicht oder Blitz wünschenswert, wie man es bei einer 3,2 Megapixelkamera eigentlich erwarten würde. Auch ein Makromodus ist leider nicht in der Kameraausstattung vorhanden. Die Videos mit einer Auflösung von bis zu 176×144 Pixeln sind auch eher dem Spaßfaktor zuzurechnen. Zwar sind die Bilder hier relativ scharf, jedoch fangen sie bei Kamerabewegungen die über das Schneckentempo hinausgehen, leicht an zu ruckeln.

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Anders als bei den meisten herkömmlichen Handys, findet der Nutzer beim HTC Touch 3G kein typisches neun oder zwölf Icons umfassendes Menü vor.
Die auf dem Touch 3G angewandte Windows-Mobile-Oberfläche erinnert eher an die Bedienung eines normalen Desktop-Computers oder Notebooks.
Wer damit vertraut ist, wird auch mit dem Touch 3G schnell zurechtkommen.

Was beim Desktop-PC unten ist, ist hier oben. Sprich, eine Windows-typische Startschaltfläche, unter der sich eine Liste mit den gewohnten Windows-Menüs befindet, sowie eine Taskleiste mit Statusangaben wie Wlan-, Edge-, UMTS-, oder Bluetoothverbindung, Netzstärke, Lautstärkeregler und Akkuladestandsanzeige.

Die Icons auf dieser Taskleiste sind jedoch so klein, dass man sie fast nur mit dem Stylus bedienen kann, weshalb am unteren Bildschirmrand noch eine breitere Tastkleiste mit TouchFLO-Oberfläche angesiedelt ist.

In dieser kann der Benutzer eine Personenliste, Nachrichten, Mailkonten, den Internetbrowser, Kamera, Musik, Wetter, eine Kartensuche, das Einstellungsmenü, sowie ein Programmverzeichnis mit variablen Lieblingsprogrammen mit dem Finger ansteuern.
Leider sind die Unterverzeichnisse auch hier wieder so klein geraten, dass die Bedienung ohne Stylus kaum möglich ist.

Menüpunkte und auch Bilder öffnen sich sowohl im Windows-Mobile-Menü, als auch im Webbrowser, dank des verbauten 192 Megabyte RAM-Arbeitsspeichers sehr schnell. Lediglich das Hochfahren der Windows-Mobile-Oberfläche beim Anschalten des Handys dauert etwas länger.

Für das normale Windows-Mobile-Menü lässt sich die Schriftgröße in den Einstellungen stufenlos ändern. Menschen mit einer Sehschwäche werden sich auch darüber freuen, dass im Web-Browser eine Lupenfunktion zur Verfügung steht.

Über den Startbutton gelangt man in das Telefonmenü, wo man in mehreren Schritten über „Optionen“ und „Dienste“ die eigene Rufnummer unterdrücken kann.
Klickt man auf das Telefonmenü, so wird zunächst auf dem Bildschirm eine typisch angeordnete Nummerntastatur geöffnet.

Praktisch ist, dass über der Tastatur die zuletzt gewählten Nummern angezeigt werden, so dass diese direkt noch einmal angesteuert werden können.
Möchte man aber nach länger zurückliegenden Anrufen schauen, so findet sich die Anrufliste im Menüpunkt am unteren Bildschirmrand.

Die Tasten unter dem Display können mit zahlreichen Programmen als Schnellzugriff belegt werden.

Vom Nachrichtenmenü in der TochFLO-Taskleiste aus, lassen sich auch direkt SMS oder MMS verfassen.
Der Kontakt lässt sich mit dem Stylus über die eingeblendete Qwertz-Tastatur eingeben (alternativ über eine virtuelle 12er-Tastatur), oder über das Menüfeld am unteren Bildschirmrand, direkt aus der Kontaktliste einfügen.
Soll es einmal schnell gehen, stehen einige Kurztexte zum Abruf bereit.
Auch Bilder, Videos, VCards, VCalendar und Anlagen können einer MMS an dieser Stelle zugefügt werden.
Praktisch, besonders für offizielle Nachrichten, ist die integrierte Rechtschreibprüfung.

Zum Erstellen einer E-Mail muss zunächst einmal vom Nutzer ein E-Mailkonto angelegt werden.

Das HTC Touch 3G kann Klingeltöne im MIDI, WAV oder WMA – Format wiedergeben.
Eine reiche Auswahl an Klingel- sowie Signaltönen sind auf dem Handy schon vorinstalliert.

Durch einen langen Druck auf die Beenden-Taste lassen sich Bedieneroberfläche und Tastatur sofort sperren.
Zum Entsperren muss der Nutzer auf eine kleine rote Bedienfläche auf dem Bildschirm klicken, die dann nochmalig ein Entsperr-Icon öffnet.
Das Handy schaltet sich jedoch auch so nach einiger Zeit der Nichtnutzung in den Standbymodus und lässt sich nur durch einen kurzen Druck auf die Ein-/Ausschalttaste wieder aktivieren.

 

 

 

 

 

 

Test des HTC Touch 3G-33Was Verbindungsmöglichkeiten angeht, lässt das HTC Touch 3G wirklich keine Wünsche offen. Das Quad-Band-Handy hat von UMTS über GSM, HSDPA, WLAN, VoIP, GPS, Edge und Bluetooth alles mit an Bord. Nicht zu vergessen eine USB-Schnittstelle, über die das Smartphone mit dem PC synchronisiert und Daten oder Dateien versendet werden können. Sogar als Massenspeicher wird das Handy vom PC erkannt. Durch eine optionale MicroSD-Karte, kann der 128 Megabyte große flexible Speicher noch erweitert werden. Auf teure Handyrechnungen kann der Nutzer künftig verzichten, wenn ein WLAN-Modem vorhanden oder ein Hotspot in der Nähe ist. Die Verbindung mit einem WEP-verschlüsselten Router klappt mit dem Touch 3G dank Wi-Fi problemlos und schnell. Der Aufbau einer Bluetoothverbindung mit einem Notebook sowie mit einem Sony Ericsson K750i ,und das Versenden von Dateien, klappte im Test problemlos.

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Die integrierte Freisprecheinrichtung ist nur in leiser Umgebung voll einsetzbar. Der Gesprächspartner klingt leise und verrauscht. Die Freisprecheinrichtung lässt sich während eines Gespräches ebenso über ein Menü-Icon im Bildschirm ansteuern, wie auch die Stummschaltung. Im Programmmenü befindet sich ein Sprachspeicher sowie eine Funktion zur Sprachwahl. Einzelne Benutzerprofile lassen sich für das Touch 3G zwar nicht explizit einstellen, dafür punktet das Smartphone aber mit zahlreichen anderen individuellen Einstellungsmöglichkeiten sowie seinen Officeprogrammen. Beispielsweise kann der Benutzer für sein Handy Benutzerinformationen wie Notizen oder Identifizierungsinformationen einstellen, die ihm beim Einschalten des Gerätes angezeigt werden. Über die TouchFLO-Leiste gelangt man direkt zum Untermenü „Personen“, in dem man seinen Kontaktpersonen ein Foto, Firma, Abteilung, Position, Bürofax, Bürotelefonnummer, Büroadresse, IM, E-Mail, Handy, Klingelton, Webseite, Telefon privat, Privatadresse, Kategorie, Pager, Autotelefon, Geburtstag und vieles mehr, zuordnen kann.

Unter dem Menüpunkt „Office Mobile“ finden sich: ein Excel Mobile, OneNote Mobile, PowerPoint Mobile und Word Mobile. Unter dem Menüpunkt „Programme“ verbergen sich ein Windows Media Player, ActiveSync, Windows Live, ein Messenger, Spiele, ein Adobe Reader, das Fotoalbum, der Audio Manager, ein Bluetooth Explorer, der Comm Manager, ein Dateiexplorer, Google Maps, Internet Freigabe, Javaeinstellungen, Quick GPS, der SIM-Manager, Streaming Media und ein Zip-Encoder. Auch einen Opera Browser gibt es hier. Mit RSS Hub bekommt der Handybesitzer jederzeit die neuesten Schlagzeilen aus dem Internet. Besonders viel Spaß mach die YouTube Anwendung, mit der man sich Videos aus dem Internet herunterladen und anschauen kann. Ein tolles Feature des Touch 3G ist seine Wetterstation. Hier kann sich der Benutzer, grafisch sehr ansprechend gestaltet, das aktuelle Wetter, sowie eine Wettervorschau für die nächsten drei Tage für zahlreiche Städte anzeigen lassen. Wer auf seinen Notizblock nicht verzichten will, kann kleine Notizen auf diesem Smartphone sogar per Handschrift verfassen.

Auf dem Touchscreen lassen sich per Hand oder eingeblendeter Tastatur, kleine Anmerkungen, oder mit der Stimme eine Sprachmemo, verfassen, speichern oder versenden. Natürlich sind auch Taschenrechner und ein Kalender in das Touch 3G integriert. Der Anzeigemodus des Kalenders reicht von einer Tagesordnung über Tag, Woche, Monat oder Jahr. Soll beispielsweise in der Wochenansicht ein Termin eingetragen werden, so lässt sich mit dem Stylus gleich eine längere Zeitspanne markieren. Im Menü gibt es dann weitere Einstellungsmöglichkeiten wie: Betreff Ort, Beginn, Ende, Ganztägig, Häufigkeit, Erinnerung, Kategorien, Status und Vertraulichkeit. Zusätzlich können dem Termin Notizen hinzugefügt werden.

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Mit dem Wecker gibt es kein Verschlafen mehr, dieser lässt sich gleich für drei Tage im Voraus einstellen. Zusätzlich kann ein Wecksound und die Weckwiederholung gewählt werden. Auch die Optionen, sich durch ein Blinksignal oder Vibration wecken zu lassen, stehen offen. Eine große analoge Uhr sowie eine kleine danebenliegende Digitaluhr auf dem Startbildschirm, halten den Benutzer zeitlich immer auf dem Laufenden. Sowohl die Zeit am jeweiligen Standort, als auch die Zeit an einem zusätzlichen Standort können angezeigt werden. Ganz Windows-gemäß sind auf dem Touch 3G die Spiele „Bubble Breaker“ und „Solitär“ vorinstalliert. Zwar entsprechen diese nicht den grafisch animierten High-End-Games, die zeitgemäß ausgestattete Handys heute oft schon mit an Bord haben, eine Pausenunterhaltung bieten sie aber allemal.

Wer das Smartphone auch gerne als Walkman nutzt, kann ihm im Audio-Manager über die Bibliothek neue Stücke hinzufügen, die er zuvor aus dem Internet oder vom PC heruntergeladen hat. Die Bibliothek des MP3-Players umfasst: Alle Lieder, Wiedergabelisten, Interpreten, Album, Genre, Komponisten und geschützte Musikstücke. Im Menüpunkt des Players kann die ausgewählte Musik Wiedergabelisten hinzugefügt werden. Ein Wiedergabemodus lässt die Stücke in zufälliger Reihenfolge abspielen oder wiederholen. Mit einem integrierten Audio-Verstärker ist der volle Musikgenuss über das Headset möglich. Albumbild, Titel sowie Interpret werden während der Wiedergabe im Player angezeigt. Darunter befinden sich die Playtaste, Pausetaste und zwei Scrolltasten, um von einem Stück zum nächsten oder vorherigen zu springen. Per Stylus oder Finger kann auf einer Statusleiste innerhalb des jeweiligen Stückes gescrollt werden. Die Klangqualität über die Lautsprecher des Handys ist durchschnittlich. Zwar scheppert nichts, aber das besondere Klangerlebnis bleibt aus. Ganz anders der Musikgenuss über das Headset, denn hier kommt der Musikliebhaber voll auf seine Kosten.

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Das HTC Touch 3G ist mit seiner Windows-Mobile-Oberfläche und zahlreichen ausgereiften Office-Programmen, in erster Linie auf die Bedürfnisse des Business-Nutzers abgestimmt. Daneben ist jedoch auch die multimediale Ausstattung sehr ordentlich. Für die TouchFLO-Funktion des Smartphones wäre ein größeres Display, wie beispielsweise das des Apple iPhone, wünschenswert. Andererseits passt das Touch 3G so jedoch bequem in jede Hemdentasche. Wer also Wert auf ein schickes kleines Handy mit vielen Funktionen für unterwegs legt, und wem es nichts ausmacht nach wie vor zum Stylus greifen zu müssen, der ist mit dem HTC Touch 3G deshalb sehr gut bedient.

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