Gigaset GS185 im Test: Dunkler Akkugigant aus Deutschland

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Gigaset GS185
Bildquelle: Michael Büttner / inside handy

Nachdem Gigaset mit der ME-Serie das Comeback verhauen hatte, startete man danach noch einmal neu durch und orientierte sich nicht mehr im Markt der Oberklasse sondern positioniert sich im Einsteiger- und Mittelklassebereich. In dieser Grauzone befindet sich auch das „Made-in-Germany“-Smartphone GS185. Die technischen Daten sprechen ebendiese Sprache und lassen zusammen mit dem Preis von knapp 190 Euro auf ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis hoffen.

Die technischen Daten in der Übersicht

Gigaset GS185
Gigaset GS185
Bildquelle: Gigaset
Display 5,5 Zoll ,720 x 1.440 Pixel
Betriebssystem-Version Android 8.0
Prozessor Qualcomm Snapdragon 425
RAM 2 GB
interner Speicher 16 GB
MicroSD ja (256 GB)
Kamera vorne/hinten 13 / 13 Megapixel
Fingerabdruckscanner ja
Akku 4000 mAh
induktives Laden nein
USB-Port USB 2 Typ-B
Abmessungen (mm) 147 x 70,6 x 8,8 mm
Farben Blau, Braun
Einführungspreis 179 Euro
Aktueller Marktpreis 179 Euro

Design und Verarbeitung

Gigaset baut beim Design und den Materialien auf solide und bewährte Mittel: Metallgehäuse als Unibody ausgeführt, dazu 2,5D-Glas und die langgezogene Form des 18:9-Displays. Der Fingerabdrucksensor liegt auf der Rückseite recht weit oben. Die Kamera und die dazugehörende LED verstecken sich etwas in der linken oberen Ecke. Gut dabei ist, dass man beim Suchen nach dem biometrischen Sensor nicht versehentlich auf die Kamera tippt, was im Zweifel die Bildqualität herabsetzt.

Beim Äußeren hat sich Gigaset nicht weit aus dem Fenster gelehnt und so entstand in der Entwicklung ein solider aber auch langweiliger Zeitgenosse. Gut gelungen ist die Einbindung der Antennenlinien, die an den Rundungen zum Rahmen oben und unten auf der Rückseite verbaut sind. Sie sind farblich etwas abgesetzt, jedoch im selben Ton gehalten. So verfährt Gigaset auch beim deutlichen Markenschriftzug, der mittig auf dem Rücken platziert ist. Das „Made in Germany“ findet sich nicht nur auf der Verpackung, sondern auch im „Kleingedruckten“ auf dem Handy selbst. Oberhalb des „CE“-Schriftzugs wird der Herstellungsort mit ihm gezeigt.

Der Rest jedoch ist Smartphone von der Stange. Lautsprecher am unteren, Klinkenanschluss am oberen Ende des Smartphones, dazu die obligatorischen drei Taster im rechten Rahmen, die ebenfalls recht weit oben angebracht sind. Das Display-Schutzglas wird mittels Plastikrahmen in das Unybody-Gehäuse eingelassen. Auf der Front befinden sich keine mechanischen Taster und die Display-Ecken sind abgerundet.

Gigaset GS185 unboxing

Nimmt man beim Erstkontakt den Gigaset-Karton in die Hand, fällt auf, dass er etwas anders ist, als bei der Konkurrenz. Mittels aufzureißender Lasche wird der stabile jedoch weiche Karton aus Wellpappe geöffnet. Der Karton kommt dabei aus deutscher Produktion und zählt somit zur Wertschöpfung in Deutschland. Oben auf liegt direkt das GS185 in einer Schutzhülle. Darunter verstecken sich die Zubehörteile und die üblichen Papiere. Das Zubehör ist von durchschnittlicher Qualität und komplett in Schwarz. Das Headset sind dabei erfreulicherweise nicht als Hartplastik-Ohrhörer sondern als In-Ear-Kopfhörer beigelegt.

Gigaset GS185 – Unboxing des Smartphones

Hands-On des Gigaset GS185

In die Hand genommen wiederholen sich einige Gefühle, die schon bei der optischen Begutachtung aufgefallen sind: Wörter wie „solide“ fallen einem ein. Dabei liegt das GS185 gut in der Hand und man gewinnt schnell Vertrauen. Die schmale Silhouette schafft Sicherheit, weil das Gehäuse fast komplett umgriffen werden kann. Dazu tragen die abgerundeten hinteren Rahmenteile zu diesem Gefühl bei. Das Metall kann jedoch, gerade bei verschwitzten Händen rutschig werden. So sollte man trotz sicherer Haptik nicht zu locker mit dem GS185 hantieren. Das Gewicht ist eine Erwähnung wert, auch wenn es als solches mit seinen knapp 150 Gramm nicht besonders ist. Es ist jedoch so auf das Handy verteilt, dass das GS185 seinen Schwerpunkt in der unteren Hälfte des Gehäuses hat und so kaum nach oben aus der Hand fallen kann.

Die Verarbeitungsqualität wirkt in allen Bereichen solide und das GS185 fällt nicht durch scharfe Kanten oder Grate auf. Die Langlöcher vor dem Lautsprecher und ihre Gegenstücke auf der anderen Seite des USB-Ports, hinter denen sich das Microfon versteckt, sind entgratet, der Micro-B-Port könnte noch einen Tick weicher abgeschliffen sein. Dass hier nicht USB-Typ-C verbaut wird ist etwas enttäuschend, wirbt doch Gigaset mit schneller Ladetechnik, die jedoch mit dem neuen Standard noch einmal einen Push bekommen hätte.

Langweilig, unspektakulär und etwas altbacken wirkt das Gigaset von außen. Aber auch solide, bodenständig und stabil. Somit bleibt es bei einer durchschnittlichen Wertung.

Teilwertung: 3,5 von 5 Sternen

Display

Mit den Worten bunt und dunkel kann man das Display des Gigaset GS 185 wohl am schnellsten beschreiben. Doch der Reihe nach: Das HD+-Panel des deutschen Herstellers wird in IPS-Technik hergestellt und erstreckt sich auf eine Diagonale von 5,5 Zoll. Das Format liegt bei 18:9 und damit im Trend. Die nicht ganz so trendige Auflösung von 720 x 1.440 Pixeln bringen es auf eine Pixeldichte von knapp 300 ppi. Damit, und das zeigt sich auch in der Praxis, ist bei der Schärfe fast alles im grünen Bereich. Für VR-Anwedungen ist die Auflösung freilich nur bedingt geeignet, jedoch stellt es den geneigten Nutzer im Alltag zufrieden.

Nicht zufrieden kann man jedoch mit anderen Eigenschaften des Displays sein. Zwei Dinge stechen dabei stark ins Auge: Zum einen ist die Grundeinstellung der Display-Automatik deutlich zu dunkel eingestellt. So kann sie maximal im Kino genutzt werden. Schon in normalen Räumen rauscht die Automatik auf unter 10 Prozent Helligkeit. Selbst in der prallen Sonne wird das Display im Automatikmodus nicht heller als 50 Prozent des Maximalwertes. Nimmt man es aus der Automatik heraus, so bekommt man ein für viele Situationen ausreichend helles Display.

Das zweite Ärgernis kommt erst zu Tage, wenn das Smartphone geneigt wird und die Augen des Betrachters nicht mehr Lotrecht dazu über dem Display sind. Dann entstehen bunte Schleier und das Display dunkelt stark ab. Hier ist man auf einem unterdurchschnittlichen Niveau unterwegs. Das ist umso ärgerlicher, als dass das Display im normalen Gebrauch wenig zu beanstanden übrig lässt. Die Farben sind nämlich bei normaler Draufsicht natürlich.

Gigaset GS185 – Display-Einstellungen

Bei den Einstellungen zum Display spart Gigaset ein wenig und installiert keine Software zur Anpassung der Farbtemperatur oder der Intensität. Dafür gibt es einen Nachtmodus, der die blauen Lichtanteile reduziert, um vor dem Einschlafen die Augen und das Gehirn des Nutzers zu schonen.

Das Display des Gigaset GS185 kommt mit zwei bedauerlichen Schwächen aber sonst ordentlichen Leistungen. Wird der Automatikmodus sowieso nicht genutzt und legt man keinen Wert auf Einstellungen und Blickwinkelstabilität, kann das Display gefallen. Für alle anderen ist es ein Ärgernis.

Teilwertung: 2,5 von 5 Sternen

Ausstattung und Leistung

Angetrieben vom Snapdragon 425 und gepuffert von 2GB Arbeitsspeicher reißt das Gigaset GS185 keine Bäume aus. Seine 16 GB interner Speicher werden bei Bedarf jedoch per Micro-SD-Karte um bis zu 256 GB erweitert. Der angewandte Benchmark-Test trägt den Namen AnTuTu, landet in der Version 7 auf dem GS185 und bringt das Smartphone ordentlich ins Schwitzen. Am Ende der zum Teil ruckeligen Animationen stehen eine unterdurchschnittliche Wertung von knapp 44.000 Punkten auf der Anzeigetafel. Damit ist in der heutigen Zeit eigentlich kein Blumentopf zu gewinnen, jedoch konzentriert sich Gigaset eben auf andere Stärken wie den Akku mit 4.000 mAh Kapazität.

Umfeld Modell Benchmark-Wert
Testgerät Gigaset GS 185  43.884
 direkte Konkurrenten Nokia 7 Plus 138.440
Huawei P20 Lite 87.260
Sony Xperia XA2 Ultra 88.945
 ehemalige Spitzenmodelle HTC U11+ 216.125
Huawei Mate 10 Pro 212.419
Razer Phone 208.107
 aktuelle Referenz (Android) LG G7 ThinQ 262.448
OnePlus 6 268.802
HTC U12+ 279.006

Der praktische Eindruck vom Gigaset GS185 bestätigt in großen Teilen die Leistung im Benchmark-Test. Das Handy zieht die Wurst kaum vom Brot und man braucht etwas Geduld bei der Steuerung. Gerade wenn einige Apps offen oder leistungshungrige Spiele oder Funktionalitäten am Prozessor zerren. Das Smartphone „Made in Germany“ sollte also nicht von Intensivnutzern oder Gamern gekauft werden. Sie werden mit der gebotenen Leistung nicht glücklich. Für den Alltag mit Whatsapp, Telefonie und Internet-Surfen oder Notizen erstellen reicht die Leistung jedoch dicke.

Verbindungen und ein Micro-B-Anschluss

Die Verbindungstabelle ist ordentlich, wenn auch nicht üppig gefüllt. So fehlt der neue USB-Standard Typ-C. Der würde ein schnelleres Laden und die Übertragung von Musik ermöglichen. Dazu sind die übertragbaren Datenraten höher. Hier liegt auch der Knackpunkt an der Ausstattung: Schon im Jahr 2016 gab es die ersten Smartphones mit dem neuen Anschluss. So wäre es zwei Jahre später zu erwarten, dass Gigaset nicht mehr auf den alten Standard setzt. Mit dieser Situation steht der deutsche Hersteller jedoch nicht allein da: Auch das Samsung Galaxy A6 hat im Test mit dem gleichen Problem zu kämpfen.

Gigaset GS185
HSPA
HSPA+
LTE ( Up-max / Down-max Mbit/s) 50 / 300 MBits
USB-OTG
DLNA
NFC
Kabellose Display-Übertragung
MHL
Miracast
Infrarot-Fernbedienung
Bluetooth-Version 4.2
WLAN-Standards IEEE 802.11 b/g/n 2,4 GHz
Qi

Noch ein Wort zur Dual-SIM-Technik: Gigaset verzichtet auf die unleidlichen Hybrid-Lösungen vieler Konkurrenten und verbaut stattdessen eine SIM-Karten-Schublade mit zwei Steckplätzen für die Mobilfunkkarten und einem gesonderten Steckplatz für die MicroSD-Karte. Damit ist es möglich beide Funktionen zeitgleich zu nutzen. Für Nutzer, die sich also nicht entscheiden können, empfiehlt sich ein genauerer Blick auf das Gigaset „Made in Germany“.

Telefon und Freisprechen

Gigasets Hauptgeschäft sind Festnetztelefone für den Hausgebrauch. Hier brilliert man mit einem stattlichen Marktanteil. Also sollte im Bereich Telefonie doch alles in Butter sein. Das ist es auch. Die Sprachqualität ist hoch und das GGS185 drückt die akustischen Signale Laut genug in den Gehörgang. Der Gegenüber berichtet von ähnlicher Qualität. Bei genauem Hinhören wird jedoch klar, dass die Software kräftig mitmischt und einiges ausfiltert. Das hört man an Hintergrundgeräuschen und deren Fehlen, wenn nichts gesagt wird. Die Freisprecheinrichtung fällt dagegen etwas ab. Der Lautsprecher kommt gegen eine gewöhnlichen Fußgängerzonen-Beschallung nicht an. Ähnliches zeigt sich bei höheren Geschwindigkeiten im Auto oder Zug. Der Gesprächspartner erklärt hier einige Hakler innerhalb der Konversation für störend.

Das Gigaset GS185 ist ein solides Smartphone ohne Highlights in diesem Bereich. Etwas mehr Leistung und ein wenig mehr Ausstattung hätten ihm jedoch gut getan. Löblich hingegen: Die Dual-SIM-Fähigkeit mit Speichererweiterung und der gute Telefonempfang.

Teilwertung: 3,5 von 5 Sternen

Kamera – Und keiner Rührt sich!

Die Kameras des GS185 lösen beide mit 13 Megapixeln auf und kommen mit LED-Unterstützung zum Kunden. Doppelkamera-Systeme oder Besonderheiten wie einen optischen Bildstabilisator, Laser-Autofokus oder ausgefuchste Sensoren mit AI-Unterstützung und Super-Slow-Mo verbaut Gigaset jedoch nicht. Trotzdem zeigt sich die Qualität der Bilder als ordentlich – solange man sich im Hellen bewegt. Zu viel Bewegung mag die Hauptkamera jedoch nicht. Sie verwackelt einige Bilder, auch wenn die Umgebung recht hell ist. Im Innenraum oder bei schummriger Außenbeleuchtung braucht der Fotograf ein sehr ruhiges Händchen, um ein ordentliches Bild aus dem Sensor zu pressen.

Bei Videos zeigt sich ein ähnliches Bild: Hat der Autofokus das Ziel im Visier und wird nicht zu viel Bewegung erzeugt, können die Ergebnisse gefallen. Soll jedoch zwischen Ebenen hin und hergewechselt werden und wird damit der Fokuspunkt anders gesetzt oder ändert sich die Lichtsituation, braucht die Kamera des Gigaset GS185 etwas, um sich anzupassen. Gerade der Phasenautofokus pumpt noch mindestens einmal nach, obwohl er den Fokus eigentlich schon gesetzt hat.

Gigaset GS185 – Kamera-Bilder

Die Selfie-Kamera besitzt keinen dedizierten Autofokus und erstellt Bilder mit einer festen Schärfeebene. Damit werden Gesichter, die zu nah an der Frontlinse positioniert sind, unscharf. Doch das ist nicht weiter tragisch, da sie sowieso in dem Bereich ordentlich verzerrt dargestellt werden. Die Frontkamera „verbiegt“ das Bild zu den Bildecken hin. Sobald ein „normaler“ Abstand eingehalten wird, wirkt sich der Effekt nicht mehr ganz so stark aus und ist kaum mehr wahrnehmbar. Die Auflösung und damit die Schärfe im Schärfebereich kann sich wieder sehen lassen und so gibt es auch die Möglichkeit, den richtigen Bildausschnitt herauszutrennen. Wer dabei ein Bild mit Hintergrund haben möchte, sollte auch zu große Kontraste zwischen Gesicht und beispielsweise dem Himmel oder dem Fenster vermeiden. Die Kamera brennt schnell einzelne Bildteile aus.

Gigaset GS185 – Kamera-App

Die Kamera des Gigaset GS185 ist brauchbar und man schießt bei genug Licht ordentliche Fotos. Das machen jedoch die Konkurrenten auch und so gibt es hier nur eine durchschnittliche Wertung.

Teilwertung: 3 von 5 Sternen

Software und Multimedia

Bei der Software vertraut Gigaset fast gänzlich auf Google und sein mobiles Betriebssystem Android in der Version 8.1. Bis auf zwei eigene Apps „Gigaset entdecken“ und „Hilfe“ wird ansonsten die volle Google-Power und -Langeweile aufgefahren. Der Aufwand der Software-Entwicklung beschränkte sich also auf ein Minimum. Auch die beiden mitgelieferten Apps aus eigenem Haus versprühen kein High-End-Feeling. Sie haben den Charme einer Plattenbausiedlung und gerade die Hilfe-App ein Design aus der Windows-95-Zeit.

Gigaset GS185 – Gigaset-Apps

Der Vorteil: Keine nervende Bloatware, unnötige Doppelfunktionen und eigne Apps für ein hausgemachtes und meist schlechtes Ökosystem versperren den Weg zur Individualisierung des GS185. So kann sich der Nutzer austoben, die Tiefen des Play-Stores durchforsten und so sein ganz persönliches Gigaset-Smartphone zusammenstellen.

Gigaset GS185 – Menü und Einstellungen

Sound und Musikeinstellungen

Gigaset baut im Gegensatz zu den anderen Anwendungen bei der Musikwiedergabe nicht auf Google – zumindest nicht komplett. Die App ist als eigene Anwendung aufgespielt, sieht jedoch genauso aus wie Google Musik und besitzt auch die gleichen Funktionalitäten mit Ausnahme der Abonnements. Der Equalizer wird überschrieben mit Snapdragon Audio+ und ist so unschwer als Qualcomm-Umsetzung auszumachen. Darin befinden sich ein Fünfkanal-Equalizer und einige Digitalfilter. Hier gibt es bis auf die Aufmachung der App wenig zu meckern.

Der Lautsprecher gibt Musik laut genug aber ohne Esprit wieder. Der Bass kommt erst mit eingestöpselten Kopfhörern ins Ohr des Nutzers. Mit ihnen wird der schlechte Lautsprecher etwas ausgeglichen, ohne jedoch als Highlight durchzugehen. Ein kleines Highlight ist jedoch wo anders im Multimedia-Bereich zu finden: Das UKW-Radio ist selbst keines, jedoch ist in der App eine Aufnahmefunktion integriert. Damit lassen sich interessante Sendungen zum abermaligen Hören oder Weitergeben ohne Datenvolumenverschwendung in der jeweiligen Mediathek aufnehmen.

Gigaset GS185 – Musik-App

Die Software ist wie das gesamte Gigaset GS185 durchschnittlicher Natur und zeigt bis auf einige dröge Designs und ein paar Rucklern wenig Schwächen, aber auch keine Stärken. Also auch hier wieder: solider Durchschnitt.

Teilwertung: 3,5 von 5 Sternen

Akku

Der Akkutest beinhaltet in den ersten acht Stunden eine aktive Nutzung des Smartphones mit jeweils 30 Minuten spielen, Video Streamen, Radio hören und Telefonieren. Dazu werden in dieser Zeit Screenshots und Testbilder erstellt, Uploads und Downloads getätigt und im Internet gesurft. Nach der ersten Phase schließt sich eine zweite an, in der die Standby-Zeit von 16 Stunden durchlaufen wird in der nichts mit dem Smartphone getan wird.

 Modell  Kapazität (mAh) Akkustand Verbrauch
Arbeitstag (8h) Nacht im Standby (16h) Intensivtest (8h) Standby (16 h)
Gigaset GS 185 4000 70 63 30 7
Alternativen
Samsung Galaxy A6+ 3.500 70 60 30 10
Motorola Moto G6 3.000 53 47 47 6
Huawei P Smart 3.000 65 54 35 11
Huawei Mate 10 Lite 3.340 67 56 33 11
Nokia 7 Plus 3.800 66 53 34 13
Referenz
LG X power2 4.500 83 74 17 9

Der Akku des Gigaset GS185 misst 4.000 mAh Kapazität und gehört damit zu den großen Jungs am Markt. Die Leistung im Akkutest ist entsprechend gut: Mit 70 Prozent nach den ersten acht Stunden anstrengendem Testalltag kann man sich zur Creme de lá Creme auf dem Smartphone-Markt zählen. Mit 63 Prozent Akkustand nach der Standby-Phase reiht man sich ebenfalls in die Top Ten am Handymarkt ein. Das schnelle Laden hat Gigaset jedoch nicht erfunden und auch eine kabellose Lademöglichkeit fehlt. Um beides auszugleichen und dadurch eine absolute Top-Wertung zu erhaschen, reicht die Leistung dann jedoch nicht.

Gigaset GS185 Akkutest
Bildquelle: Michael Büttner / inside handy

Teilwertung: 4,5 von 5 Sternen

Fazit

Das Gigaset GS185 ist ein Smartphone, das völlig in der Masse an guten Einsteiger-Geräten untergeht. Den Einfluss des „Made in Germany“ spürt man dabei nicht. Wer jedoch auf der Suche nach einem einfachen Smartphone für den Alltag ist und das Alleinstellungsmerkmal der deutschen Produktion schätzt, macht mit dem Gigaset GS185 auch nicht mehr richtig oder falsch als mit fast jedem beliebigen Honor-, Huawei-, oder Samsung-Smartphone aus der Einsteigerklasse. Eine Stärke ist der Akku, der nicht schnell lädt und auch nicht kabellos aufgeladen werden kann, dafür aber für zwei Tage Nutzung gut ist. Dazu kann das Gigaset immer noch mit einem kleinen Exoten-Bonus punkten, denn man wird wohl nicht zu viele Menschen in Kontakt kommen, die von sich behaupten können ein Gigaset-Handy ihr Eigen nennen zu können. Und noch weniger, die mit einem in Deutschland produzierten Gerät daher kommen.

Gigaset GS185 Testsiegel

Gesamtwertung: 3,5 von 5 Sternen

Pros des Gigaset GS185

  • solides Gehäuse
  • schön integrierte Antennenlinien
  • toller Akku

Contras des Gigaset GS185

  • keinerlei Highlights
  • schwache eigene Software
  • Zickenkamera

Preis-Leistung

Gigaset nimmt für das GS185 geldbörsenfreundliche 180 Euro, setzt damit aber auch in der 100er-Serie den Maximalwert an. Rein technisch ist das Gigaset GS185 das Geld Wert. Das gleiche Preis-Leistungs-Niveau erreichen aber auch die Konkurrenzmodelle aus Fernost. Somit gibt es hier keine eindeutige Empfehlung. Wer das Label „Made in Germany“ als wichtig empfindet, kann jedoch zugreifen ohne Sorge haben zu müssen über den Tisch gezogen worden zu sein.

Alternativen

Im Preisbereich des Gigaset GS185 befinden sich so viele Smartphones auf dem Markt, dass schnell die Übersicht verloren geht. Nicht nur eine schier unendliche Anzahl an Modellen von verschiedensten Herstellern, auch die jährlichen Modellpflege-Maßnahmen erschweren die Suche nach geeigneten Alternativen. Die geeignetsten Mittel hierfür sind die Bestenlisten von inside-handy.de, die nach aktuellem Preis aufgeschlüsselt, die besten Smartphones in den unterschiedlichen Preisbereichen aufzeigen:

Bildquellen:

  • Gigaset GS185: Michael Büttner / inside handy
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Michael Büttner
Michael liebt Technik und ist stellvertretender Chefredakteur bei inside handy. Anderen auch bekannt als der Franke in Bonn, der Macher oder der Handwerker für sämtliche Reparaturen der Redaktion. Nach Praktika bei der Neuen Presse in Kronach, den Nürnberger Nachrichten und dem Systemkamera-Blog, startete Michael bei inside handy und verdient sich seine Sporen vor allem im Hardware-Bereich. Balanciert er mal nicht zwischen Tagesgeschäft, Testgeräten und Co, betätigt er sich ab und an als Jäger im Pokémon-Dschungel. Ein ungewöhnlicher Anblick wäre es dabei nicht, ihm dank seiner Boulder-Fähigkeiten kletternd an einer Felswand zu begegnen. Abseits dessen begeistert er sich für Fotografie, Wanderungen, kulinarische Feste und Blasius Kawalkowski.

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