Die neue EU-Tarifgrenze für Roaming-Gespräche im Ausland geht Verbraucherschützern noch nicht weit genug. Die europäische Verbraucherorganisation BEUC kritisiert, dass die tatsächlichen Kosten der Betreiber und die Kosten für die Kunden sehr weit auseinander lägen und die Verbraucher immer noch zu viel bezahlen müssten. Auch die Kosten für mobile Datenübertragung, SMS und MMS seien deutlich zu hoch.
Gespräche immer noch zu teuer
BEUC wirft den Mobilfunkanbietern vor, sich an den Roamingkosten unangemessen zu bereichern. Es sei zwar gut, dass es eine Preisobergrenze gebe, jedoch müsse diese noch deutlich gesenkt werden. Der Tarifexperte der Verbraucherschützer, Levi Nievelt, ist sich sicher: "Wir sind sehr weit von den wahren Kosten entfernt." Die Kosten für die Anbieter lägen nur bei zehn bis 14 Cent und stünden im krassen Gegensatz zu der Obergrenze von 49 Cent.
Keine Regelung für Datenpreise
Für die Kosten von SMS, MMS und mobilem Internet gibt es keine EU-Regelung. Die Preise für diese Angebote seien daher immer noch überteuert, so dass die Verbraucherschützer die EU-Kommission auffordern, auch in diesem Bereich mit einer Preisobergrenze zu reagieren. Nievelt: "Wenn die Kommission will, dass die Verbraucher das Internet mobil nutzen, dann muss sie dies angehen."
Probleme in Deutschland und Frankreich
Nach Informationen von BEUC wird die EU-Kommission heute einen Zwischenbericht zur Umsetzung der neuen Roaming-Verordnung vorlegen. Den Verbraucherschützern zufolge soll es Probleme in Deutschland und Frankreich geben.
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