Wer jemals einen Handyvertrag abgeschlossen hat, hatte schon Kontakt mit der "Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung". Die "Schufa" speichert für Banken, Leasinggesellschaften und auch Mobilfunkanbieter Daten zur Bonität und Zahlungsmoral von Kunden. Ohne Schufa-Auskunft gibt es keinen Handyvertrag. Neue Überlegungen, die Daten durch Selbstauskünfte von Kunden aufzuwerten stoßen bei Datenschützern auf heftigen Widerstand.
Drigender Rat gegen Selbstauskunft
Die Sprecherin der nordrhein-westfälischen Datenschutzbeauftragten, Bettina Gayk, sagte am Montag im Westdeutschen Rundfunk: "Ich würde allen Konsumentinnen und Konsumenten dringend davon abraten, der Schufa diese Daten zu geben, denn es ist für den Einzelnen überhaupt nicht absehbar, welche Konsequenzen die Schufa aus dieser Information zieht."
Schufa: Verbraucher können Bonität aufwerten
Der Chef der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa), Rainer Neumann hatte in einem Interview der "Wirtschaftswoche" angeregt, dass Verbraucher möglicherweise in Zukunft mit eigenen Angaben zu Einkommen, Vermögen oder Geldanlagen ihre Schufa-Bewertung und damit ihre Kreditwürdigkeit verbessern könnten. Schließlich gehe es darum zu beurteilen, ob der Verbraucher letztlich einen Kredit zurückzahlen könne. Bislang erfasst die Schufa weder Einkommen noch Vermögen, sondern gibt nur einen Überblick über das Kreditverhalten in der Vergangenheit.
Warnung vor gläsernem Bürger
Gayk warnte vor der freiwilligen Weitergabe von Informationen an die Schufa: "Wir machen uns damit sehr gläsern." Sie betonte, bei einem Kreditantrag müsse der Verbraucher schon heute dem Geldinstitut seine Einkünfte offen legen. Die Schufa-Auskunft informiere die Bank lediglich darüber, wie der Kunde in der Vergangenheit mit Krediten umgegangen sei. Deshalb sei nicht ersichtlich, wozu die Schufa die zusätzlichen Daten über das Einkommen und das Vermögen der Verbraucher benötige.
Mensch, Mensch Redaktion schreibt nicht immer alles ab... :traurig: