Nachdem Verhandlungen zwischen der Gema und der Bitkom über offene Tarif- und Abrechnungsfragen nicht geklärt werden konnten, macht die Gema nun von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch und beendet die Verträge mit Wirkung zum 30. Juni 2007. Die Gema hatte im Januar 2007 für die Zeit 2003 bis Ende 2007 Verträge für Ruftonmelodienutzungen sowie Download und Streaming von Musikwerken mit der Bitkom.
Millionenbeträge fehlen
Harald Heker, Vorsitzender des Vorstands der Gema: "Trotz größter Verhandlungsanstrengungen war Bitkom nicht bereit, bei den wirtschaftlich bedeutenden Abonnementmodellen eine angemessene Vergütung für die Urheber zu vereinbaren. Den Mitgliedern der Gema fehlen somit weiterhin aus der Vergangenheit bis heute Millionenbeträge."
Jamba legt Zahlen nicht offen
Bitkom sei offenbar in sich gespalten, denn Jamba, Mitglied des Verbandes, war als aggressivstes Unternehmen im Bereich der Abonnements in dieser Frage nicht zur Offenlegung der Zahlen und zu einigungsfähigen Kompromissen bereit. Gegen Jamba laufe bereits ein Schiedsverfahren der Gema mit dem Ziel der Offenlegung der Einnahmen und Zahlung der Vergütungen.
Gema
Die Gema vertritt die Urheberrechte von mehr als 60.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über einer Million Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist mit einem Ertrag von 874 Millionen Euro für die Nutzung des Musik-Weltrepertoires (Geschäftsjahr 2006) weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik.
Kommentar schreiben