Österreich: Kündigung per SMS ist ungültig

Kurzmitteilung erfülle nicht die geforderte Schriftlichkeit

vom 19.06.2007, 10:02 (2)
Frau mit Handy
Eine Kündigunng per SMS ist in Österreich nicht rechtsgültig. Laut einem aktuellen Gerichtsurteil erfülle eine Kurzmitteilung oft nicht die geforderte Schriftlichkeit, berichtet der "Kurier". Eine Auszubildende hatte ihren Arbeitgeber aufgrund einer Kündigung per SMS angeklagt. Das Oberlandesgericht (OLG) Wien gab ihr Recht, da unter anderem eine eigenhändige Unterschrift in einer SMS fehle.

Besonderer Kündigungschutz


Im Interview mit dem "Kurier" erläutert Hans Trenner, Arbeitsrechtsexperte der AK Wien das Urteil - gerade die Beendigung von Lehrverträgen sei wegen des hohen Kündigungsschutzes für Lehrlinge besonders an Formvorschriften gebunden. Ähnliches gelte auch für besonders schützenswerte Beschäftigungsgruppen wie Behinderte oder Schwangere.

Arbeitsvertrag ist Grundlage


Bei normalen Arbeitsverhältnissen sei dies ebenfalls der Fall, es gebe jedoch je nach Branche Ausnahmen, deswegen sollten sich die Betroffenen vorher informieren, wie die Verträge im eigenen Fall aussehen.
Quelle: Kurier |Bildquelle: photocase.de | Autor: Caroline Bornhold
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19.06.2007, 18:17 Uhr
Chioma_Crone
Entschuldigung, aber geht ja wohl nicht über SMS.

Ein bisschen könnten wir zu dieser modernen Zeit schon noch die Form beachten.

Is ja fast wie über SMS Schluss machen....nach der Art "Hilfe, ich trau mich nicht." :zuschuetten:

Arm......sehr arm.

19.06.2007, 11:07 Uhr
KiRbY
Na das is doch ma fein, da sollte sie gekündigt werden und hat erstma ihren ex-chef oder noch immer chef verklagt :D

würde mich über solch eine sms aba auch beschweren und das nich so hinnehmen.
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