Das französische Unternehmen Blue Sky Positioning hat eine SIM-Karte vorgestellt, auf der ein GPS-Empfänger samt Antenne integriert ist. Die SIM-Karte kann weiterhin an ihrem gewohnten Steckplatz eingesetzt werden. Mit der Lösung könnten Telekom-Betreiber standortbasierte Dienste anbieten, ohne dass der Kunde auf ein GPS-Handy aufrüsten muss, so das Unternehmen.
GPS als nächster großer Trend
GPS-Funktion und Navigationsdienste gelten nach Digitalkamera und
MP3-Abspielgerät als der nächste große Trend in der Mobilfunkbranche. Aktuelle Lösungen funktionieren zumeist mit einem externen Empfänger, der entweder per Kabel oder
Bluetooth mit dem Handy verbunden wird. Integrierte Lösungen sind derzeit noch eher der oberen Preisklasse der Mobiltelefone zuzurechnen. "Künftig werden jedoch nicht nur funktionsreiche Smartphones sondern alle Mobiltelefone einen GPS-Empfänger integriert haben", ist Birgit Günther, Sprecherin des Chipspezialisten für GPS-Empfänger SiRF, im Gespräch mit pressetext überzeugt. Das Unternehmen kooperiert mit
Motorola, um künftig GPS-unterstützte Dienste anbieten zu können.
Im Juni schon erste Probe-SIMs
Mit der GPS-SIM-Karte von Blue Sky Positioning könnten
LBS den Kunden jedoch noch bedeutend schneller zur Verfügung stehen. Bis Juni will der Hersteller erste Produktionsmuster ausliefern, ein Termin zur Markteinführung steht noch nicht fest. Angaben zum Preis wurden ebenfalls noch nicht gemacht. Als besondere Herausforderung bei der Konstruktion galt laut Angaben des Unternehmens das Erfüllen der
ISO-Norm, die einen Stromverbrauch von lediglich sechs Milliampere gestattet.
A-GPS spart Platz
Aus Platzgründen setzt man bei der SIM-Karte auf eine A-GPS-Lösung. Bei dieser, speziell für Mobiltelefone designten GPS-Variante wird das Mobilfunknetz genutzt, um Hilfsdaten zu beziehen, die dem Handy die Positionsberechnung erleichtern. Anhand der
Funkzelle, in die sich das Handy eingeloggt hat, ist der ungefähre Aufenthaltsort des Mobiltelefons bereits bekannt. Dieser Ort kann durch Messungen der Signallaufzeiten von den anderen in der Nähe befindlichen Mobilfunkmasten weiter präzisiert werden. Die A-GPS-SIM arbeitet in Verbindung mit dem
GSM- und 3G-Standard und erfordert keine zusätzliche Hard- oder Software. Mobilfunkbetreiber können somit sofort LBS anbieten ohne darauf warten zu müssen, bis die Verbreitung von GPS-Handys die kritische Masse erreicht, so Blue Sky Positioning.
Quelle: pte |Bildquelle: pte | Autor: HH
Laut dem Artikel ist in der ISO Norm für die SIM Karten ein maximaler Stromverbrauch vorgeschrieben ! Und der ist minimal (6 mWatt glaube ich haben die im Artikel geschrieben !). Also wird es nicht am Stromverbrauch scheitern !
@freakout
Das diese SIM Karten keiner anbieten wird kann ich mir nicht vorstellen. Da es eine sehr interessante ...[mehr]Anwendung für einen großen Kundenkreis darstellt und dadurch sich mit dazugehörigen Navisoftware (z. B. bei Bezahlung pro Route) gut damit Geld verdienen lässt !
SIM Karten mit 1GB speicher sind bei den heutigen Handy`s (Mittel/Oberklasse) nicht notwendig, da man mit mini oder microSD seinen Telefonspeicher so vergrößern kann. Und dazu sind die mini oder microSD Karten sehr vielseitig (mit Adapter auf SD Karte) verwendbar bzw. mit jedem PC zu lesen und zu beschreiben ! Da bräuchte man für eine SIM gleich wieder extra Zubehör !