Der größte deutsche Serviceprovider Debitel wird die Fachhandelskette Dug übernehmen. Im Gegenzug werden die Debitel-Shops vollständig in Dug-Shops umgewandelt, ein neuer Auftritt werde derzeit vorbereitet, man werde pro Woche drei bis vier Shops umwandeln. Langfristig solle jede Stadt mit mehr als 25000 Einwohnern einen Dug-Shop erhalten. Erstaunlicher Schritt aus der Sicht von Debitel: Es sollen dort auch Original-Verträge und auch mobilcom-Verträge erhältlich sein.
Bis Ende 2007 ist alles einheitlich
Debitel zahlt dafür eine noch nicht genannte Summe, die Dug-Gründer werden jedoch im neuen Unternehmen mitarbeiten, nach Integration von Dug soll Lars Dittrich in den Debitel-Vorstand aufsteigen. "Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einer intelligenten vertikalen Konsolidierung auf dem sehr zersplitterten deutschen Mobilfunkmarkt", sagt Debitel-Marketing- und Vertriebsvorstand Oliver Steil. Bis Ende 2007 sollen alle Debitel-Shops auf das Dug-Design umgestellt sein.
Debitel-Tarife weiter im Handel
Die Tarifprodukte werden weiterhin unter dem Namen Debitel vermarktet. Beide Unternehmen wollen mit der Fusion ihre Geschäftsmodelle nachhaltig vertikalisieren und sich so qualitativ von den Wettbewerbern abheben, die nach wie vor allein auf horizontale Masseneffekte setzen. Dug bringt rund 1100 Mitarbeiter in die Partnerschaft ein, das gemeinsame Unternehmen beschäftigt damit etwa 2300 Mitarbeiter. Der Zusammenschluss steht unter dem Vorbehalt der üblichen Prüfungen und Zustimmungen, etwa der kartellrechtlichen Genehmigung.
Parallele Arbeit wird zusammengeführt
Bis vor kurzem arbeiteten Service
Provider und Retailer parallel: Die einen kreierten und verkauften in erster Linie eigene Tarife, die anderen konzentrierten sich darauf, die Tarife und Produkte der Netzbetreiber zu vermarkten. Die Debitel-Strategie geht aber schon seit einiger Zeit in Richtung Vollsortimenter, der das komplette Feld der Telekommunikation - Festnetz, DSL, neue Medien etc. - zur Auswahl bietet.
Beide sollen profitieren
Auch Dug hat die Angebotspalette bereits ausgeweitet. Das Zusammengehen ist ein konsequenter Schritt im Rahmen dieser Strategie: Debitel und Dug etablieren damit ein komplett neues Geschäftsmodell für den deutschen Mobilfunkmarkt, eine Art Service-Retailer. "Wir wollen einem gesättigten Mobilfunkmarkt Impulse geben", sagt Steil. Dittrich ergänzt: "Ich bin davon überzeugt, dass auch beide Unternehmenskulturen - hier die ehemals börsennotierte Gesellschaft, dort das noch vom Gründergeist inspirierte junge Unternehmen - von dem Zusammenschluss sehr profitieren werden."
Was noch zum Thema kaufen und aufgekauft zu sage ist:Niemand hat den anderen gekauft.Sie haben Funsioniert um nun mehr als nr.3 im mobilfunkmarkt da zu stehen.
D...[mehr]ie Fusion läst sich so erklären das der Vorstand von dug und debitel wenigstens je eine Person in den anderen gesetzt haben.