Der kommerzielle Start der DVB-H-Technik, die von den Mobilfunk-Carriern T-Mobile, Vodafone und O2 favorisiert wird, soll wegen des aufwändigen Abstimmungsverfahrens mit den Bundesländern im vierten Quartal 2007 erfolgen, die neuesten Entwicklungen in Sachen Technik und Content sollen aber schon auf der CeBIT 2007 im März zu sehen sein.
Spezielle Formate
In Deutschland wollen führende Medienunternehmen wie Hubert Burda Media, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrink und die RTL Group spezielle Formate für mobile Endgeräte konzipieren. Während sich Burda und Holtzbrink mit jeweils 33,3 Prozent am Mobile-Content-Spezialisten Neva Media beteiligen, plant RTL einen eigenen
Kanal.
Am Ball bleiben
Nach Meinung von Mark Wächter, Gesamtvorstand des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW), bietet
Handy-TV ein sehr großes Potenzial, die Medien- und Dienstleistungslandschaft weltweit maßgeblich zu beeinflussen. Deutschland sei daher gehalten, schnellstmöglich die Voraussetzungen zu schaffen, "um im internationalen Wettbewerb möglichst an erster Stelle zu stehen".
Der Anfang ist gemacht
Ein Anfang wurde in der ersten Dezemberwoche gemacht: In Hamburg beriet ein runder Tisch über die Verteilung der DVB-H-Frequenzen. Dabei kam es nach Auskunft der Wirtschaftsbehörde der Hansestadt zu einem Konsens zwischen Mobilfunknetzbetreibern, Landesmedienanstalten sowie öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunkveranstaltern.
Bundeskartellamt prüft
Damit sei der Weg für die Länder frei, das telekommunikationsrechtliche Vergabeverfahren einzuleiten. Allerdings könnte das Bundeskartellamt einen raschen Start verzögern: Die Behörde prüft derzeit, ob die Mobilfunkanbieter die Sendetechnik wie geplant gemeinsam betreiben dürfen. Über die Programme entscheiden dann die einzelnen Länder wegen ihrer Rundfunkhoheit.
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