Wissenschaftler empfiehlt Gelassenheit statt Kaufrausch

Experte warnt vor voreiligen Käufen

vom 11.12.2006 (1)
Wissenschaftler empfiehlt Gelassenheit statt Kaufrausch
"Nichts überstürzen", rät Prof. Burghof den Weihnachtseinkäufern. Auch wenn ab dem ersten Januar 2007 die Mehrwertsteuer um drei Prozent erhöht werde, seien "nach Weihnachten viele Produkte sehr viel billiger als jetzt". Das gelte insbesondere für Konsumgüter wie elektronische Geräte, Spielzeug und Haushaltsgeräte. "Wer überlegt, jetzt Anschaffungen zu tätigen, nur um die Mehrwertsteuer zu sparen, dem würde ich lieber raten zu warten", sagt Prof. Burghof.
Erhöhungen durch Verhandeln ausgleichen
Allerdings könne es passieren, dass "der Einzelhandel nach dem 1.1.2007 die Mehrwertsteuererhöhung als Vorwand benutzt, um den Preis darüber hinaus nach oben zu drücken - ähnlich, wie wir es bei der Euroumstellung erlebt haben", sagt Prof. Burghof. Dagegen müssten sich die Verbraucher wehren, ein stärkeres Preisbewusstsein entwickeln und, falls notwendig, härter verhandeln. "Bei vielen Produkten bestehen ausreichende Gewinnspannen. Wer konsequent über den Preis verhandelt, sollte in der Lage sein, die Produkte für das gleiche Geld wie vor der Mehrwertsteuererhöhung zu erstehen", sagt Prof. Burghof. Nur bei sehr knapp kalkulierten Waren - wie etwa Lebensmitteln oder Benzin - wären die Verkäufer gezwungen, die Mehrwertsteuererhöhung über den Preis voll an den Kunden weiterzugeben.

Lieber sparen statt Kredit
"Lieber keine Eile", rät Prof. Burghof vor allem allen, die jetzt noch rasch Kredite aufnehmen möchten, um drei Prozent Mehrwertsteuer bei einer größeren Anschaffung wie einem Auto, einer Wohnungseinrichtung oder einem Hauskauf zu sparen. "Wer jetzt nicht genug Geld hat, sollte lieber noch für die Anschaffung ansparen und dann einen kleineren Kredit aufzunehmen. Das rechnet sich trotz der Mehrwertsteuererhöhung, denn dann fallen die monatlichen Raten geringer aus oder der Kredit ist deutlich schneller abbezahlt".

Kein Studienkredit wegen Handyschulden
"Vorsicht Schuldenfalle", warnt der Finanzexperte auch alle Eltern, die ein Handy unter den Weihnachtsbaum legen: "Wer seinen Kindern ein Handy schenkt, schenkt damit auch gleich einen Kredit". Selbst Handys mit Prepaidkarten seien meist keine Garantie vor der Schuldenfalle. "Handys sind die häufigste Ursache, mit der sich Jugendliche den erfolgreichen Eintritt ins Erwachsenenleben durch Schulden verbauen. Ein Beispiel: Wenn Jugendliche ihren Kredit aus ihrem Handy nicht ordentlich bezahlen und dadurch bei der Schufa auffällig werden, bekommen sie, wenn sie anschließend studieren wollen, von Banken keinen Studienkredit."
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Quelle: uni-hohenheim.de |Bildquelle: inside-handy.de | Autor: HH

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11.12.2006, 16:04 Uhr
Thaddäus
Ich lasse mich da sowieso nicht wegen stressen! Mit der höheren Mehrwertssteuer muß man halt leben...

Auch in Zukunft wird es noch gute Angebote der Händler geben... also bin ich da ganz easy! :)


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